yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

Zanzarah
Zax
Zelda: Ocarina of Time
Zelda: The Minish Cap
Zelda: The Wind Waker
Zelda:Twilight Princess
Zelenhgorm
Zelda: Ocarina of Time  


Info
Autor 1+
 2
 2
 2.5
Gesamt (82 votes) 1+
 1.8
 1.9
 2.5
Name:Zelda: Ocarina of Time
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 1998/12
Publisher: Nintendo
Offiz. Sites: Game
Hardware: Nintendo 64
System: Nintendo 64
FFeedback: ja
Sprache: Multilingual
Serie: ja
Bemerkung: auch als Gamecube Konvertierung, Wii-Virtuelle Konsole,, 3D Fassung für N3DS
USK: 6
Zelda: Ocarina of Time (review von yak)

Da haben wir den ganzen Hype um Nintendos neue Wii Konsole und den neusten Zelda Streich hinter uns gebracht, bleibt wieder mal etwas Zeit in der Grabbelkiste zu wühlen und - wieder vom Zelda Virus angesteckt- in Nostalgie zu schwelgen. Zeit für ein Re(tro)view zu einem der besten Spiele aller Zeiten. Viele Rezensenten behaupten, der neuste Teil sei zugleich auch der beste, doch dem kann ich wirklich nicht zustimmen. Daher gibt's bei uns ein Re(tro)view zum ersten 3D Zelda Spiel aus dem Jahre 1998. Es soll geklärt werden, ob der damals hinterlassene Eindruck, wirklich eines der besten Spiele aller Zeiten gespielt zu haben, auch heute noch Bestand hat. Konnte das Spielprinzip und die Vielfalt die Jahre angemessen überdauern?

Acht Jahre sind eine lange Zeit in der sich immer schneller entwickelnden Technik mit all ihren neuen Optionen und immer realistischer erscheinenden Graphik, doch eines fällt hier ganz besonders auf, dass Gameplay und Spielspaß diese Evolution nicht im gleichen Maße genossen haben, es wurden sogar Rückschritte gemacht, um dem so genannten "Mainstreammarkt" gerecht zu werden. Wenn auch die Pixelpracht in Ocarina of Time keinesfalls mehr zeitgemäß, die Figuren polygonarm und die Texturen matschig aussehen, so spielt das nach ein paar Minuten absolut keine Rolle mehr, wenn man den kleinen Helden durch das Land Hyrule steuert, um seine Abenteuer zu bestehen. Das Spiel nimmt einen immer noch gefangen wie am Erscheinungstag.

Bei vielen unserer Re(tro)reviews stellt sich oft die Frage, woher nehmen, wenn nicht stehlen, denn viele der Gameklassiker sind einfach nicht mehr verfügbar oder Hardware und Betriebssystem machen einen Strich durch die Rechnung. Wer hat heute z. B. noch ein Nintendo 64? Nintendo hat seine Schätze aber schon immer gut gepflegt und war sich auch nie zu fein (sicher nicht ganz uneigennützig), die Klassiker neu aufzulegen. So darf man Super Mario 64 auf dem Nintendo DS spielen und auch bei Zelda: Ocarina of Time gab es in der Erstauflage des GameCube Zelda's "Wind Waker" eine Spiel-CD dazu, die den alten Klassiker, zusammen mit der Master Quest Edition (anspruchsvollere Dungeons) für GameCube Besitzer beinhaltete. Und ganz sicher werden demnächst auch die Zelda Klassiker des Nintendo 64 auch auf der Virtuellen Konsole der Wii-Konsole im Angebot stehen. Von daher können sicher bald alle gewillten Zelda Spieler auch diesen Klassiker probieren und das Re(tro)view wird daher nicht nur reinen Nostalgiewert besitzen, denn für viele der neu hinzugekommenen Zelda Fans wird es vielleicht ein erster Kontakt mit Ocarina of Time.

Technik

Vor acht Jahren gab es noch massive technische Einschränkungen. Wenig Polygone, niedrige Weitsicht und reduzierte Texturauflösung. Dazu kam noch, dass das Nintendo 64, von vielen liebevoll auch "Nebelmaschine" genannt, auf die Nutzung von Spielmodulen beschränkt war. Das angekündigte Disk-Drive ist in nie über eine "Versuchsphase" hinausgegangen und hat Europa offiziell niemals erreicht. Von daher beschränkte sich das technisch Mögliche nicht nur auf Prozessor und Graphikhardware, sondern auch noch auf den für das Spiel zur Verfügung stehenden Speicher. Speicher war damals noch teuer und so mussten sich viele Spiele mit 128 MBit begnügen, 256 MB war da schon für ein Nintendo 64 Modul die "Luxusvariante". Kaum zu glauben, was die Entwickler aber dennoch an Inhalt in die Module packen konnten. Vielleicht ist man anfangs etwas schockiert, wenn die Figuren recht spartanisch und flachgesichtig erscheinen, doch das ist schnell vergessen, denn wenn es auch ein wenig abstrahiert aussieht, so wissen phantasiereiche Charaktere und märchenhafte Schauplätze zu begeistern. Wenn der kleine Link durch sein Heimatdorf zieht, den sagenumwobenen Deku-Baum besucht, eine kleine Fee an seiner Seite umherflattert und er sich im Fackelschein ins düstere Bauminnere begibt, um den Deku-Baum zu heilen und von allerlei Parasiten zu befreien, sind die Einschränkungen im graphischen Bereich schnell vergessen. Abwechslungsreiche Orte wie Feuergrotten, Wassertempel, Schlösser, Höhlen und sogar der Bauch eines Riesenfisches stehen auf der Reiseroute. Dazu trifft der kleine Grünling auf eine Vielzahl verschiedener NPCs, die das Ambiente noch märchenhafter erscheinen lassen. Die Steinwesen vom Volk der Goronen oder die Wasserkreaturen aus dem Reiche Zoras werden besucht und garstige Gegner wollen dazu beitragen, dass Link auf seinen Abenteuern erfolglos bleibt. Die Animationen machen auch nach heutigen Standard dank Einsatz von Motion Capture noch eine gute Figur. Die Spezialeffekte sind natürlich aufgrund der damals zur Verfügung stehenden Technik nicht vergleichbar mit heutigen Maßstäben, dennoch sorgen sie aber für eine angemessene Umsetzung, wenn die Fackel dunkle Gänge erleuchtet und Schatten unheimlich über den Boden geworfen werden oder der Himmel sich verdunkelt und Regen aufkommt. Dabei liefert die Engine auch die großen Außenareale wie die Steppe von Hyrule ohne Perfomanceprobleme, wenn der Held auf seinem treuen Pferd Epona über die Felder reitet. Lediglich im Finale, wenn Link den Turm des Bösewichtes verlässt, sind einige Ruckler merkbar, die sich jedoch nicht spielrelevant auswirken. Die gespielte Gamecube-Konvertierung liegt zudem in einer höheren Auflösung (640x480), statt der damaligen 320 x 200 Auflösung vor. Graphisch wurde jedoch nichts geändert.

Im Bereich Sound wirkt das Spiel auch heute noch befriedigend, Sprachausgabe gibt es Zelda-üblich bis auf ein paar Ausrufe nicht, Texte werden in den üblichen Sprechblasen vorgetragen. Die Geräuschkulisse ist ordentlich, Wasser plätschert, in den Höhlen kriecht und krabbelt das Getier und Hühner gackern in der Stadt. Der Ambientesound sorgt für genügend "Leben". Musikalisch sind die Zelda Spiele schon immer eine Besonderheit gewesen, und Ocarina of Time nimmt hier eine ganz besondere Stellung ein, da durch die "neuen" technischen Möglichkeiten die Musik viel integraler ins Spiel eingebaut werden konnte. So muss die dem Spiel namensgebende Ocarina gespielt werden, um verschiedene "Zauberkunststückchen" zu erzielen. Man lernt während des Spieles immer neue Melodien hinzu, die die unterschiedlichsten Dinge bewirken. Die Nacht wird zum Tag, das Pferd Epona kommt herbeigeeilt, ein Sturm kann herbeigerufen werden oder man kann sich in den Tempel der Zeit teleportieren. Das alles hat natürlich auch Einfluss auf das Gameplay. Die Themen sind dabei allesamt wirklich gelungen und einprägsam. So ertönt die Melodie, die man spielen muss, um den Tag einzuleiten ebenso auch bei einem normalen Tagesbeginn, wenn die Morgensonne alles recht melancholisch in satte Rottöne färbt. Natürlich darf auch das bekannte Heldenthema nicht fehlen. Die Musik wird, wenn sie auch epische Qualitäten mitbringt, jedoch nur im Midi-Sound präsentiert. Die kompositorische und atmosphärische Qualität leidet aber darunter nicht.

Wählbare Schwierigkeitsgrade gibt es nicht, gespeichert werden kann jedoch jederzeit, wobei man aber nach dem Ableben oder Neustart wieder vor dem Dungeon oder an speziellen Standpunkten wie z.B. im Tempel der Zeit, ausgesetzt wird. Das kann schon mal für ein wenig Frust sorgen, denn so faire Neustartpunkte wie aus dem neuen Twilight Princess sucht man in Ocarina of Time leider vergebens. Früher waren die Spiele schon ein wenig härter. Deswegen ist Ocarina of Time von den 3D Fassungen auch sicher der schwierigste, was Rätsel und Kämpfe betrifft.

Die Steuerung geht leicht von der Hand, jedoch ist die Kameraführung nicht immer ganz glücklich. Ärgerlich und wie man sieht auch im neusten Teil nicht besser gelöst, ist die Gegneraufschaltung. Hier kann man schon mal etwas verzweifeln, wenn man ungewollt an einem Gegner "klebt", den man nicht anvisieren wollte oder man nicht praktikabel an verschiedenen Anvisierpunkten eines Gegners wählen kann. Wenn man z. B. immer am Kopf des Levelbosses festhängt, statt das empfindliche Hinterteil im Visier zu haben, kann das schon mal für Frust sorgen.

Schön eingebunden wurde für damalige Verhältnisse die Rumblezusatzfunktion (damals noch als Huckepackmodul ins Gamepad zu stecken). Die Gamecube Konvertierung beinhaltet die Rumblefunktion "serienmäßig". Spieler der Collectors Edition sollten daher lieber mit einem Gamecube Pad auf der Wii Konsole spielen, statt das Classic Gamepad zu nutzen, da dies keine Rumblefunktion enthält. Schön eingesetzt wurde es deswegen, weil das Gamepadgerumpel Secrets verrät. Überschreitet man eine Stelle und es rappelt im Karton, dann sollte man hier mal etwas Bodenforschung betreiben und eine Bombe platzieren, wer weiß, was sich hier alles finden lässt. Nintendo war schon immer gut darin, Zusatzhardware mit genügend Anreiz unter das Volk zu bringen, wegen Wind Waker habe ich mir damals wegen der Verbindungsmöglichkeit ja schließlich doch einen Gameboy Advance zugelegt, schade, dass das Nintendo DS diese Möglichkeit nicht mehr bietet.

Gameplay

Der erste Zelda Ausflug in der dritten Dimension ist auch weiterhin seinem Spielprinzip treu geblieben. Ein 3rd Person Action Adventure mit Charakterupgrade und jede Menge Items, die das Heldenleben leichter und auch komplizierter machen, denn für ausreichend Knobelspaß wird erstklassig gesorgt. Als kleiner grünmütziger Knirps beginnt man die Abenteuer in einem verschlafenen Dorf mitten im tiefsten Wald und erlernt schnell mit Hilfe der Fee Navi, wie man sich durch die Abenteuer navi(na, jetzt verstanden)giert. Dabei soll hier nicht zuviel von der Story erzählt werden, die in der Gesamtheit schon als ein episch erzähltes Märchen durchgehen darf und den kleinen Link durch das Land Hyrule reisen lässt, wo er auf viele Gefahren und Feinde trifft, aber auch neue Freundschaften schließen darf. Wie gewohnt gab es auch in Ocarina of Time wieder eine Art Alternativwelt, die es zu erkunden gilt. Der kleine Link muss später durch die Zeit reisen und spielt als sein sieben Jahre älteres Alter Ego weiter und wird öfters dazu gezwungen, sich in beiden Zeitepochen hin und her versetzen zu lassen, was natürlich für höchst interessante Rätselaufgaben und Levelsettings sorgt. So wird aus dem lebensfrohen Vorplatz vorm Schloss Hyrule in der Zukunft eine düstere, von Zerstörung gezeichnete Ruine. Die "Alternativwelten" sind fast schon Standard in der Zelda Serie, so ging es in dem SNES Klassiker und GBA Remake "A Link to the Past" in die Vergangenheit, in den Gamboy Color Fassungen ging es z. B. durch die Jahrezeiten, in Minish Cap ins Mikrouniversum und im neusten Abenteuer stand die Schattenwelt auf dem Programm.

Der kleine Held der Geschichte startet wie immer mit seinen spärlichen drei Herzcontainern und muss sich seine Sporen erst noch verdienen. Gefundene Secrets mit Herzteilen und erledigte Levelbosse bringen ihn jedoch auf Vordermann und vergrößern seine Herzreihe. Doch der Weg dahin ist lang und beschwerlich. Kommunikation ist genauso wichtig wie das Erforschen der Dungeons und so sollte Link mit den Dorfbewohnern reden, die ihm Tipps und Hilfestellung geben und zugleich auch das Tutorial darstellen, um den Spieler mit den Bewegungsmöglichkeiten der Spielfigur vertraut zu machen. Das passiert jedoch nicht in einem Crashkurs, sondern wohl portioniert und nach jeweiligem Bedarf, wenn z. B. ein neues Item gefunden wurde. Wichtig ist zuallererst natürlich der Schwertkampf, um sich die kleineren fiesen Gegnern vom Leib zu halten. Rollattacke, ausweichen, Schwertrundumschlag oder Schildabwehr sind dazu nötig und so geht es auf in die unterirdischen Gewölbe unter dem erkrankten Deku-Baum. Link klettert an Ranken empor und muss fiese Spinnen attackieren, die sich plötzlich von der Decke abseilen und nur an ihrer ungepanzerten Rückseite empfindlich sind. Er zündet Deku Stäbe an, um Fackel zu entflammen, die dann verschlossene Tore öffnen. Aber wie kann man sie erreichen, ohne dass die Flamme vorher vom Wasser gelöscht wird? Hier eine Kiste schieben, da einen Mechanismus in Gang bringen, um eine Kiste zu finden, die den nächsten Schlüssel oder ein besonderes Item enthalten. Zelda bietet hier wie gewohnt erstklassige und fordernde Rätselpassagen mit ansprechenden Kämpfen. Dabei ist wieder Standardrepertoire, auf das der gewillte Fan natürlich nicht verzichten mag. Schweres Schuhwerk, um nicht von windigen Höhen geblasen zu werden oder, nachdem man das Zora-Outfit erhalten hat, das Link unbegrenzt unter Wasser atmen lässt, auf den Grund des Sees zu bringen, um ihn zu erforschen und letztendlich Zugang zum Unterwassertempel zu erlangen. Warum nicht mal auf einem Steinquader, der das Hyrulezeichen trägt, steigen und auf der Ocarina Zeldas Wiegenlied spielen? Das kann Wunder wirken. Den Enterhaken nutzen, um sich an speziellen Punkten emporziehen zu können, eine Lupe einsetzten, um unsichtbare Verstecke oder Gegner zu erspüren, die vorher zur tödlichen Falle wurden. Licht durch dunkle Gänge mittels Spiegelsystemen leiten, um einen lichtempfindlichen Mechanismus in Gang zu bringen. Den gigantischen Hammer dazu nutzen, vorher selbst bombenresistente Felsbrocken in Staub zu verwandeln oder mit den magischen Handschuhen Gegenstände tragen, die selbst Herkules auf die Probe stellen würden? Auch auf Schleicheinlagen muss man nicht verzichten und so gilt es, sich unbemerkt an Wachen vorbeizuschleichen und Gefangene zu befreien. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und absolut grandios umgesetzt und das Erlangen von neuen Items regt an, vorher schon besuchte Bereiche erneut aufzusuchen, um neue Einsatzzwecke auszuprobieren. Viele Spieleschmieden haben sich an ähnlichen Dingen versucht, doch Zelda nimmt immer noch eine absolute Sonderstellung ein. Dazu kommen dann noch Aufgaben, die die Reise in der Zeit notwendig machen, wenn man in einem Level z. B. nach den magischen Handschuhen Ausschau hält, jedoch der Durchgang so klein ist, dass sich dort nur ein I-Dötzchen durchzwängen könnte und kaum die Halbstarkenversion von Link. Entsprechend haben die unterschiedlich alten Links auch andere Items, die Handschuhe sind für den kleinen Knirps viel zu groß und nutzen ihm nichts, die kann er nur in der Zukunft einsetzen, einen Bogen spannen ist auch nicht das rechte, hier hat Klein-Link eine Steinschleuder als Alternative, um die Gegner aus Distanz angreifen zu können.

Der krönende Abschluss eines jeweiligen Dungeons ist natürlich der Levelboss, der wie gewohnt nicht einfach mit der Hau Ruck Methode zu besiegen ist. Hier kommt es auf den richtigen Einsatz der Waffen und Items an. Eine an der Decke krabbelnde einäugige Riesenspinne entzieht sich eindeutig dem Einzugsbereich des kleinen Links, aber warum nicht mal mit der Schleuder auf's Auge zielen, so dass sie blind von der Decke fällt, um sie dann mit dem Schwert zu bearbeiten? Böse Hexenschwestern mit ihren eigenen Waffen schlagen, indem man die Attacke der Eishexe mit einem Spezialschild auf die Feuerhexe umleitet? Das herauszufinden macht einfach einen höllischen Spaß. Aber das ist noch lange nicht alles.

Zelda Ocarina of Time ist zwar generell ein lineares Game, doch die offen angelegte Spielwelt vermittelt den Eindruck, sich frei bewegen zu können, was durch die vielen Zusatzquests verstärkt wird, die den Helden mehr oder weniger durch die Lande bringt. Das beginnt schon damit, wie man sich sein eigenes Pferd verdienen kann, indem man auf der Farm ein Wettreiten veranstaltet. Doch dazu gehört auch die Zähmung Eponas mit der lieblichen Epona Melodie auf der Ocarina, auch das Reiten will gelernt sein und so muss man sein Talent dazu erst unter Beweis stellen. Warum nicht mal dabei helfen, die verlorenen Hühner im Dorf zu finden, als Belohnung gibt es eine der seltenen Flaschen, in denen sich Magie oder Lebenstrank transportieren lassen, natürlich kann man wie gewohnt auch kleine Feen damit einfangen, die nach Verlust aller Herzen Wiederbelebung bewirken. Vielleicht sucht man auch nur alle zu spinnenartigen Wesen verdammten Bürger und befreit sie, sie entlohnen es mit schicken Items, wie z. B. einer größeren Geldbörse, damit man auch ordentlich in den Geschäften shoppen kann. Warum nicht an geeigneter Stelle einen Samen einpflanzen, das könnte in der Zukunft eine schön anzusehende Pflanze werden, die dem Teenager-Link vielleicht hilfreich sein könnte oder Geister fangen für den komischen Typ im Hyrule Shop? Warum nicht? Oder das richtig umfangreiche Extraquest, um vom Goronenschmied ein absolut durchschlagendes Zweihandschwert zu ergattern, aber da muss man schnell sein, da die Zutaten für den benötigten Heiltrank schnell verderben.Hier muss man Epona schon gut im Griff haben und die Sporen geben. Warum nicht einfach mal den Vogelscheuchen ein nettes Lied auf der Ocarina spielen oder in der Wüste mit dem Sturmlied eine ausgetrocknete Wasserstelle wieder auffrischen? Das könnte Feen anlocken. Wie perfekt hier die Notwendigkeit umgesetzt wurde, sich mit Musik und Melodie zu beschäftigen, ist so spannend und schön umgesetzt, dass es eine wahre Freude ist. Hier ist Computerspiel zugleich auch ein wenig Musikerziehung, etwas, das man viel zu selten findet. Die Detailliebe im gesamten Spielerlebnis ist einfach unglaublich.

Fazit

Was soll ich sagen, auch nach acht Jahren bin ich immer noch der Meinung, dass Zelda: Ocarina of Time ein Meilenstein der Spielgeschichte ist und es immer noch zu den besten Games aller Zeiten zählt. Auch wenn der technische Zahn der Zeit ein wenig genagt hat, ist es aber bereits nach ein paar Spielminuten vollkommen irrelevant. Hier siegt einfach Gameplay über Technik. Ocarina of Time bietet so viel an Inhalten, dass man einen Vergleich mit den heutigen zum Teil recht einfallslosen und zu glattgebügelten Games kaum anstellen sollte. Abschalten und genießen und für locker 50 Stunden den kleinen Link auf seinen Abenteuern begleiten, hat auch heute noch nichts an Charme verloren. Auch heute noch eine Bastion was Spieldesign, liebevolle Charaktere, anspruchsvolle Rätsel, fordernde Kämpfe und spannende Story betrifft, mit einem unglaublichen Wiederspielwert und grandioser Atmosphäre. Was bleibt mir hier anderes übrig, als die Höchstnote zu vergeben. Ein Spiel zum Verlieben!


Geschrieben am 05.01.2007, Testkonfiguration: Nintendo 64
 



128 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Sehr gut (4.8 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei yak, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de