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Rückseite ]

Info
Autor 2+
 2
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Gesamt (25 votes) 1
 1.8
 2
 2.2
Team (2 votes, siehe hier)2
Name:Warhammer: Dawn of War Winter Assault
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Add-On
Release: 2005/09
Publisher: THQ
Entwickler: Relic
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1.5Ghz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Addon: ja
Patch: 1.41
USK: 16
Warhammer: Dawn of War Winter Assault (review von nali_warcow)

Manche Endsequenzen lassen einen - aus den unterschiedlichsten Gründen - ins Grübeln geraten. Da bleiben Fragen offen, die Handlung fängt eigentlich erst richtig an oder man spielt erst kurze Zeit. Gerade in der Kürze siedeln sich viele Games momentan auf einem unteren Level an. Wobei dies jedoch nicht nur bei Shootern, sondern auch anderen Genres immer öfter anzutreffen ist. Warhammer 40K: Dawn of War war ebenso ein Fall. Es gab mehrere Rassen und somit viele Möglichkeiten eine tolle Story mit Wendungen und anderen Blickwinkeln, wie beispielsweise in StarCraft, zu präsentieren, doch nach der Space Marine Kampagne rollte der Abspann schon über den Schirm. Während sich die Onlinespieler mit dem interessanten Mehrspielermodus die Zeit vertrieben, blieb allen anderen nur die Möglichkeit auf das hoffentlich folgende AddOn zu warten, das bereits schon einge Zeit in den Läden steht. Grob zusammengefasst wird das "Übliche" geboten. Ein neues Volk, neue Einheiten, neue Kampagne, etc. Wie gut das AddOn ist, soll unser Review zeigen.

Etwa 900 MB brauchen Strategen für das AddOn, das in einer DVD Hülle inklusive zweier Datenträger ausgeliefert wird. Ein Handbuch und ein kleiner Bonus in Form einer Sammelkarte von Sabertooth Games sind zusätlich enthalten. Das etwa 20-seitige Handbuch stellt die neue Fraktion und Einheiten des AddOns vor. Beim Testen gab es keinerlei Probleme mit dem Kopierschutz oder schwerwiegende Fehler.

Die Suche nach dem Titan

Der Konflikt geht nach dem Ende des Hauptspiels mit dem AddOn Winter Assault in die nächste Runde. Als Schauplatz dient der Eisplanet Lorn V, der eine Art Superwaffe irgendwo unter den Trümmern versteckt verbirgt. Die Imperiale Armee ist genau deswegen hier und sucht fieberhaft nach dem "Titan Dominatus". Es wäre sicherlich zu einfach gewesen, wenn die Imperialen einfach in Ruhe danach suchen könnten. Wie es der Zufall will, kämpfen Chaos Marines und Orks ebenfalls auf dem Planeten, ohne jedoch anfangs etwas von dieser Wunderwaffe zu wissen. Doch auch sie zeigen schon bald Interesse daran. So kommt es wieder zu einer recht abwechseungsreich erzählten Story, die dem Spieler diesmal nun aus mehreren Sichtwinkel präsentiert wird und er gleichzeitig die unterschiedlichen Völker spielen kann.

Der Kampf geht weiter

Am grundlegenden Gameplay hat sich auch mit dem AddOn nichts geändert. Noch immer setzt das Spiel auf eine Mischung aus Basisbau, Eroberung und Sicherung von Rohstoffpunkten und den geschickten Einsatz von Truppen, die direkt an der Front verstärkt und ausgerüstet werden können. Für weitere Einzelheiten in diesem Bereich empfiehlt sich ein Blick ins Review des Hauptspiels. Die wichtigste Neuerung für viele, grade weil der Mehrspielermodus für Langzeitspaß sorgt, ist das neue spielbare Volk: Die Imperiale Armee. Die Menschen haben es einzeln dabei nicht gerade leicht gegen diese Feinde, was sich jedoch ändert, wenn sie sich ihnen in Gruppen entgegenstellen. Während im Nahkampf ein Marine nach dem anderen von den Gegnern beseitigt wird, spielen sie gerade auf Distanz ihre Stärke aus. Insbesondere in Verbindung mit starker Unterstützung in Form von Fahrzeugen. Das bedeutet anders herum jedoch auch, dass man sich um mehr Truppen/Verbände kümmern muss. Gerade wenn aber nicht so viel Platz vorhanden ist, ist eine Koordinierung nicht einfach. Da kommt der letzte Trupp an, während der erste Trupp schon aufgerieben ist. Der wichtigste Aspekt der Menschen ist die Moral, die Auswirkung auf die Kampfkraft der Truppe besitzt. Dem kann jedoch auch mit Kommissar oder Prediger entgegengewirkt werden, die mit Kettensäge ausgerüstet sind. Neben den normalen Marines gibt es auch spezialisiertere Elitetrupps, mutierte Kreaturen und Psioniker, die für ein Absinken der Moral beim Gegner sorgen können. Zusammen mit einem General als Anführer können sehr schlagkräftige Truppen aus normalen Einheiten und Predigern/Psionikern gebildet werden, die dem Spieler Zugang zu einigen Spezialfertigkeiten ermöglichen. Die Palette reicht dabei von einfachem Fanatismus, wodurch die Soldaten kurzzeitig unverwundbar sind, über gesegnete Maschinenseher, die deutlich schneller Fahrzeuge reparieren können, bis hin zu Bombenangriffen, die man punktgenau ordern kann. Je nach Trupp kann auf Fähigkeiten wie Zielfernrohr oder Eilschritt zurückgegriffen werden. Neben den Fußtruppen setzt die Imperiale Armee auch auf schlagkräftige Fahrzeuge. So sind Panzer mit unterschiedlicher Stärke, Geschwindigkeit und Reichweite vorhanden, ebenso wie ein Truppentransporter und Kampfläufer. Ebenfalls schwere Geschütze fahren die Imperialen bei ihrer Verteidigung auf. Die Gebäude sind nicht nur sehr widerstandsfähig gegen feindlichen Beschuß, sondern dienen fast alle auch als Verteidigungs- und Schutzbunker und können entsprechend bemannt werden. Außerdem sind alle Gebäude automatisch mit einem Tunnelsystem verbunden. Dieses System ermöglicht den schnellen und gefahrlosen Transport von Einheiten. So kann man auch einen Außenposten im letzten Moment mit einigen Truppenlieferungen verstärken und schnell reagieren.

Neben dem neuen Volk hat sich aber auch bei den anderen etwas getan. Einheiten und Technologien wurde leicht bis stark modofiziert. Wer beispielsweise auf Chaos Marines inklusive Raketenwerfer gesetzt hat, muss umdenken. Andere Änderungen wie Bauzeiten, Kosten, etc. wurden leicht verändert. Dazu gibt es für die Rassen Space Marines, Chaos, Ork und Elder jeweils eine neue Einheit, die ordentlich austeilen kann. Ähnlich wie im Hauptspiel sind die 12 Missionen im AddOn leider nicht sehr umfangreich. Dafür bekommt der Spieler nun jedoch ein breiteres Spektrum an abwechslungsreichen Missionen und den vier Rassen muss man zum Sieg verhelfen.

Die Handlung des Addons ist in zwei Stränge aufgeteilt. Entweder geht es auf Seiten der Gerechten im Namen des Imperiums in den Kampf, die unerwartet Hilfe durch die Elder bekommen oder der Spieler schlüpft in der Ketzer-Kampagne in die Rolle der Orks oder des Chaos Space Marines, der nur auf Kämpfe und Chaos aus ist. Jeweils eine Handvoll Missionen gilt es zu meistern, bis der Vorhang fällt.

Das Design der Missionen ist sehr viel abwechslungsreicher als noch in der Kampagne von Dawn of War. Mal gilt es sich nur mit einem Trupp durchzuschlagen, auf Nachschub zu hoffen und nach und nach Kontrollpunkte einzunehmen. Oder aber sich langsam in Richtung des Feindes vorzukämpfen und einen Widerstandsring nach dem anderen zu beseitigen. Ebenfalls sind etwas frier spielbare Missionen vorhanden. Da lauern die Gegner nicht nur in einer Ecke, sondern das Gameplay geht mehr in ein "freies Spielen". Zwischendurch wechseln immer mal wieder die Ziele, es kommen neue hinzu und abwechslungsreiche Aufgaben halten den Spieler bei Laune. Erst mit einigen wenigen Einheiten am Gegner vorbei, sich bis in seinen Rücken vorkämpfen, die Basis einnehmen, halten und schließlich Angriffe auf Außenposten starten. Dabei steuert der Spieler nicht nur eine Rasse innerhalb einer Mission, sondern stellenweise wechselt dies auch. Da haben die Imperialen das große Tor erreicht, können es jedoch nicht aufbrechen. Nach einer kurzen Zwischensequenz übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Eldar, die hinter den feindlichen Linien aufräumen.

Vom Schwierigkeitsgrad her richtet sich das AddOn dabei ganz klar an Leute, die das Hauptspiel schon gemeistert haben. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sollten dann für Fortgeschrittene bis Profis eine spannende und fordernde Kampagne bieten. Nicht nur die neue Rasse, Einheiten und Balanceänderungen sorgen auch im AddOn für viele spaßige Stunden im Mehrspielermodus, sondern auch neue Maps. Zwar gibt es für das AddOn noch keinen Editor, doch inzwischen stehen zumindest im Spiel eine sehr breite Auswahl an Karten zur Verfügung. Für zwei bis acht Spieler sind eine ganze Reihe unterschiedlicher Schauplätze vorhanden, wovon einige auf das neue Schnee-Setting aufbauen. Wie gewohnt sind ausreichend Optionen und Möglichkeiten vorhanden. Seien es unterschiedliche Siegbedingungen, Teamzusammenschlüsse, Rohstoffoptionen, Spielgeschwindigkeit, Spielerfarben und Einheitenlook. Sowohl allein im lokalen Gefecht gegen recht gute CPU Spieler als auch Online hat man nach der Kampagne viel Spaß mit Winter Assault. Bei der sonstigen Präsentation des Spiels hat sich nicht sonderlich viel getan. Auch mit dem AddOn ist die Grafik sehr schön anzusehen und es kracht und rummst an allen Ecken. Die neuen Einheiten und das Imperium fügen sich sehr gut in das Gesamtbild hinein. Performancemäßig gab es ebenfalls nichts zu bemängeln. Unschön dagegen sind schwer lesbare Schriftarten mit aktivierter Kantenglättung. Die Soundkulisse ist wie im Hauptspiel sehr gut gelungen und die deutsche Übersetzung weiß ebenfalls wieder zu gefallen.

Meinung

Mit dem AddOn hat Relic Entertainment fast alles richtig gemacht. Die neue Rasse spielt sich sehr gut und bringt einige kleine Neuerungen mit sich, so dass jeder im Mehrspielermodus seinen Liebling finden wird. Sowohl Karten als auch Onlinespieler sind ausreichend vorhanden. Zusätzlich zum Langzeitspielspaß gibt es zwei kurze aber dafür sehr abwechslungsreiche und actiongeladene Kampagnen für Fortgeschrittene. Lediglich die eine oder andere Kleinigkeiten (etwas umständliche Handhabung der Truppen, Wegfindung bei vielen Einheiten) trüben etwas den ansonsten sehr positiven Gesamteindruck. Dawn of War Fans können auf jeden Fall zugreifen. Demoliebhaber und Neueinsteiger "strategln" mit der Gold Edition günstiger.


Geschrieben am 09.11.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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