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Info
Autor 3
 1.5
 1
 1
Gesamt (7 votes) 2+
 1.7
 1.2
 2
Name:Hot Wheels - Velocity X
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2002/12
Publisher: THQ
Entwickler: Beyond Games
Hardware: 350Mhz, 64MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch
Bemerkung: auch für Gamecube und PS2 erhältlich
USK: 6
Hot Wheels - Velocity X (review von look)

"...coole Autos, wilde Stunts, explosive Crashs und halsbrecherische Geschwindigkeit in einer abgedreht-futuristischen 3D-Welt in den Straßen von Monument City...", so wird das Game rund um die Welt der kleinen Spielzeugautos beworben.

Wer kennt sie nicht, selbst im Osten war das Synonym "Matchbox" bekannt und die Ersatzprodukte eher ein Witz aus Duroplast, auf die man bis zu 18 Jahre warten musste :-) - aber auf dunklen Wegen fanden diese auch ihren Weg in die Ostkinderzimmer. Diese bunten Kinderträume auf vier Rädern überlebten trotz der elektronischen Revolution im Spielzeugbereich und wurden nun für die größeren "Kinder" in ein Game implementiert. Da paßt es natürlich gut ins Konzept von "Beyond Games", dass man sich für diesen Titel die offizielle Lizenz aus dem "Hot Wheels" Universum sichern konnte.

Doch stimmen die Versprechungen, ist das Konzept aufgegangen und können die Sentimentalitäten befriedigt werden ?

Das zu klären ist die Intention der folgenden Zeilen.

VelocityX ist als reines Arcade-Game zu betrachten und hat gar nicht erst den Versuch unternommen, irgendwie auf den Simulationszug aufzuspringen. Es steht damit also in einer guten Tradition, auch wenn diese Spiele für den PC recht rar geworden sind. Wie es sich für ein solches Spiel gehört, wurden unterschiedliche Modi (5 an der Zahl) implementiert, die in 4 wählbaren Schwierigkeitsstufen bewältigt werden können. Zum einen ist der obligatorische Adventuremodus zu nennen. In diesem wurde versucht, das ganze spielerische Konzept in einen geschichtlichen Rahmen zu pressen. Das hat jedoch irgendwie etwas rührendes, aber wirklich innovativ ist die Geschichte nicht (Der Held alias Max Justice, muß die Wagen und Daten wiederbeschaffen, die eine böse Bande gestohlen hat)- im Grunde nur ein Vorwand, um die anderen unterschiedlichen Modi unter einem handlungsspezifischen Grundtenor zu bringen. Wie dem auch sei, die 14 Missionen in 5 unterschiedlichen Levelwelten haben es wirklich in sich. Sie zeigen das ganze Potential, ob nun Rennen gegen die Gegner, das Absolvieren von Parkuren gegen die Uhr, Geschicklichkeitstest, Crashrennen, Zerstörungsorgien, Stuntshows, oder einfach das gute alte System "nimm Gegenstand "A" auf und bringe ihn zu Ort "B". Was auch immer ansteht, die Gegner versuchen permanent unseren Helden daran zu hindern, seine Aufgabe zu vollenden.

Das erfolgreiche Absolvieren der Missionen bringt nicht nur die Nebennieren auf Trab, sondern schafft die Möglichkeit, wie es sich gehört, jede Menge Goodies frei zu spielen. Damit sich das ganze lohnt und der junge Held sich adäquat ausrüsten kann, stehen einem insgesamt 33 Wagen und 12 Waffen zur Verfügung, natürlich nur, wenn man diese auch "unlockt", was durch das Lösen der vorherigen Aufgabe bewältigt wird. Damit man im Adventuremodus nicht ins kalte Wasser springen muß, sollte man zuerst aber mal ein paar der 18 Missionen aus dem Challengemodus absolvieren, denn dort sind nicht nur ein paar der Spezialsachen versteckt, sondern man bekommt so auch die Möglichkeit, alles zu erlernen, was einem dabei hilft, die bösen Buben zu stoppen. Dabei sind die Aufgaben in ihre Bestandteile zerlegt. Stunteinlagen, Rennen, Zerstörungsfahrten, Hindernispakur sind alle einzeln spielbar. Eigentlich müßte man fairerweise sagen, dass der Adventuremode nur der geschichtlich zusammengefügte Challengemode ist, denn all zu große Unterschiede ergeben sich nicht, weder bei der Streckenführung, noch bei den Aufgaben - die sich doch fatal ähneln.

Um sich mit den 5 unterschiedlich gestalteten Welten bekannt zu machen, ist ein Joyridemodi implementiert worden. Damit dieser nicht nur zum Austesten der Wagen und Goodies dient, wurde hier das allseits beliebte Suche-den-Schlüssel-und sammle-10-Teile-Spiel integriert. Er dient aber vorzugsweise zum Orientieren und Finden von Abkürzungen, von denen dieses Spiel genug zu bieten hat. Des weiteren läßt sich in den Leveln so einiges zerlegen, was man erst mal ausnutzt und sich wie der berühmte Elefant im Porzellanladen benimmt :-). Somit bleiben noch der Drag Race Modi und der Battlemodi übrig. Beide verraten schon durch ihre Namensgebung, was hinter diesen steckt. Im Grunde bieten diese die schnelle Instant-Action, die man bei solchen Spielen sucht. Eingestellt werden kann beim Drag Race Modi die Runden und Gegneranzahl, ob Waffen erlaubt sein sollen und ob diese im Spiel aufgesammelt werden können. Ähnliches gilt für den Battlemodi, bei dem auch Runden und Gegneranzahl bestimmt werden kann, sowie die Ausstattung mit Gadgets und ob diese wie bei Shootern respawnen sollen, sowie der Scorewert mit dem eine Runde gewonnen wird und ob ein Zeitlimit gesetzt werden soll.

Leider hat man bei der Umsetzung der PC-Variante den Multiplayerpart heraus genommen, so dass nur gegen den Computer gespielt werden kann. Zur Information in der PS2 Variante sind 1-2, bei der Gamecubevariante 1-4 Spieler möglich.

Zu den Wagen läßt sich sagen, dass diese nach Herstellerangaben aus dem Sortiment der "Hot Wheels" Produktreihe der Jahre 2000/01/02 stammen sollen, was die Älteren unter uns aber nicht weiterer interessieren muss. Interessanter ist da schon, dass sich die Wagen in ihren Fähigkeiten doch beträchtlich unterscheiden und fahren. Die Werte Armor, Speed, Stunt und Grip geben den Einsatzzweck an. Ob nun ein Allrounder, High-Speed-Renner, kurvengeiler Flitzer; Dampframme oder Stuntexperte gefragt ist, hängt von der zu bewältigen Aufgabe und den Vorlieben des Fahrers ab - alles ist vertreten. Dabei ist das Aussehen äußerst unterschiedlich gestaltet worden, die Palette reicht von Hot Roads, über Konzeptcars, die sehr an die 60iger erinnern, bis hin zu den "normal" getunten Boliden, auch Spaßwagen sind zu finden, die man so zwar nicht gerade einsetzen kann, aber z. B. der Hyper Mite erinnert doch sehr an das Konzept der Isetta und wer wollte nicht schon mal einen getunten School Bus fahren :-).

Das Handling der einzelnen Wagen ist äußerst unterschiedlich, von schwammig bis absolut direkt ist alles vertreten und bedarf einer gewissen Übung. Gesteuert wird Vorzugsweise mit einem Gamepad. Die Einbindung solcher Steuerhilfen ist perfekt gelöst worden, sie werden vom Spiel automatisch erkannt, die Tastenbelegung läßt sich anpassen und das eigentlich selbstverständliche Navigieren (was einige immer noch nicht implementieren können) durch die Menüs ist auch aufs Einfachste gelöst. Man benötigt die Tastatur überhaupt nicht. Wer ein solches Steuerungsgerät nicht sein eigen nennt, kann aber ohne Probleme mit der Tastatur spielen.

Das Besondere an dem Spiel ist jedoch, dass man während der vielen Flugphasen, sehr einfach unterschiedlichste Stunts vollführen kann. Dies sollte ausgenutzt werden, wird doch so die Boostleiste wieder aufgefüll, außerdem machts einen Riesenspaß. Es ist jedoch ratsam, eine der drei möglichen Spielansichten zu wählen, die sich hinter dem Wagen befinden, ansonsten wird einem bei der Stuntausführung übel. Dieses Feature wird durch die Levelarchitektur unterstützt, so findet man dutzende von Rampen, ein paar Loppings für das Magenkribbeln und selbst die Physik wurde an dieses Feature angepasst. Man ist also nicht nur auf den Boden beschränkt sondern kann auch, bei genügend Speed, Wände hoch fahren, oder extreme Steilkurven und Halfpipes meistern. Da es sich um ein Arcadespiel handelt, ist ein Einsatz von Waffen obligatorisch, was bei den Wagen anfing, setzt sich hier weiter fort, Realismus darf man nicht erwarten, dafür um so mächtigere Waffen, die jeden Bondverschnitt blaß werden lassen. Ob nun nach alter Ben-Hur-Manier die Reifen aufgeschlitzt werden sollen, oder doch lieber zum Atom Blaster gegriffen wird, ist eine Frage des Geschmacks, Auto und der Aufgabe. Es sind sowohl Angiffswaffen vertreten, als auch passive Schildgeneratoren oder Reparaturaufsätze.

Zur Grafik läßt sich nicht all zu viel sagen. Die Auflösung läßt sich von 640x 480 bis 1600x1200 einstellen, in 16 oder 32 Bit Farbtiefe. Des weiteren können einige Details konfiguriert werden. Ansonsten läßt sich sagen, daß das Spiel mit seiner Grafik sicherlich nicht zu den High-End-Protzern zählt. Sie ist guter Durchschnitt und gibt keinen Anlaß zu Rügen. Das führt dazu, dass es auch auf etwas schwächeren PC´s mit vollen Details spielbar ist. Ein paar Effekte, die mit DirectX 8 möglich sind, wären dennoch schön gewesen (Spiegelungen etc.) und die doch eher monotonen und tristen Texturen der Level stehen ein wenig im Widerspruch mit der Detailverliebtheit bei den Wagen.

Die einzelnen Level sind sehr unterschiedlich gestaltet, sowohl bei der Auswahl der Locations, als auch bei der eigentlichen Streckengestaltung. Die verwendete Brainstorm Engine ist eine Eigenproduktion von Beyond Games und zeichnet sich durch einen eigentlich unbegrenzten Weitblick aus, leider fehlt es aber ein wenig an Polygonen bei der Darstellung von Rundungen z. B. bei Halfpipes oder Rampen.

Der Sound gibt dann doch ein wenig Anlaß zur Kritik. Die unterschiedlichen Geräusche der einzelnen Wagen sind nicht gerade fein heraus gearbeitet worden, sprich- es fällt nicht auf ob ich nun ein röhrenden, tuckernden Hot Road fahre oder einen hochtourigen Formelboliden, es hört sich alles irgendwie gleich an. Dafür hätte man ruhig etwas mehr Arbeit investieren können. Das Übelste ist jedoch die Hintergrundmusik, sie animiert so richtig dazu, sie nach spätestens einer Stunde abzuschalten, ein solches einfaltloses Gedudel hab ich seit 486iger Zeiten nicht mehr erlebt. Es scheint auch nur ein Thema zu geben, oder aber die unterschiedlichen Soundschnipsel sind so gleich angelegt, dass eine Unterscheidung schwer fällt.

Damit wäre ich auch schon bei den Kritikpunkten. Wie schon erwähnt, einen Multiplayermodus gibt es in der PC-Version nicht, noch nicht mal Splitscreen. Die Computergegner und ihre KI ist nicht gerade einfallsreich und kommt allerhöchstens mal bei Rennen zum Tragen, ansonsten ist sie kaum existent. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum hätte ihr gut gestanden, vor allem bei Kämpfen. Wo ich schon bei dem Thema Kampf bin, die Waffen und ihr Balancing geben Anlaß zur Kritik. Nicht nur, daß das Zielen eigentlich egal ist, da man fast immer sein Ziel trifft, so ist auch die Verwendung einiger Waffen als zu praktikabel anzusehen. So ist bei einem Kampf die Verwendung von einem Wagen mit hohem Armorwert und der Waffe "Sonic Boom" (einem Schallmodul) kein Gegner gewachsen, was dazu führt, dass im Grunde kein richtiges Jagdfieber aufkommt, denn die bemängelte Gegner-KI versucht immer nur, durch Rammen zum Ziel zu kommen, anstatt auch gescheit Waffen einzusetzen, also von der Ferne anzugreifen, um somit den Nahkampf zu vermeiden. Wie immer gilt auch hier die Kritik dem nicht implementiertem Force Feedback, dieser wäre hier gerade zu prädestiniert dafür, das Fahrgefühl zu verstärken. Wo beim Adventuremodi mit seinen 14 Missionen und beim Challengemodi mit seinen 18 noch geklotzt wurde, wurde beim Drag Race mit gerade mal 6 Strecken und beim Battlemodi mit 8 Arenen gekleckert, schade eigentlich, dass bei denen nicht mehr viel getan wurde, denn sie sind es, die nach einem Durchspielen noch ein wenig Motivation zu mehr bieten sollten.

Was so ein Spiel eigentlich mit ausmachen sollte ist das Geschwindigkeitsempfinden, leider ist dies nicht ganz so gut umgesetzt worden, einzig die Innenperspektive lässt ein solches Gefühl aufkommen, aber sie ist wegen der Flugphasen und Stunts nicht zu gebrauchen, so dass man die gängigere Aussenansicht bevorzugen wird.

Als Fazit läßt sich sagen, dass technisch gesehen keine Schwierigkeiten oder Bugs aufgetreten sind, was heutzutage nicht selbstverständlich ist. Bei einer Spielzeit von ca. 10 bis 15 Stunden bietet das Spiel genug Abwechslung. Da es sich um ein Fun Racer aus dem Arcadegenre handelt, ist Spieltiefe oder Realismus hier nicht anzutreffen, dafür um so mehr Instant-Action für den kleinen Renntrip zwischendurch. Da das Spiel im Midipreissektor zu finden ist, kann man beruhigt zugreifen, wenn man etwas sucht, was kurzzeitig ablenken soll, für mehr reicht es leider nicht, denn der Wiederspielfaktor ist durch das Fehlen des Mulitplayer-Part äußerst gering. Man wird dafür durch extravagante Wagen, Waffen und Streckenführungen entschädigt und braucht, anders als bei anderen Rennspielen, keinen hochgezüchteten Rechner. Alles in allem ein durchaus handfestes Produkt ohne Ecken und Kanten.


Geschrieben am 15.12.2002, Testkonfiguration: AMD1100, GeForce4 4200, 512MB Ram, SB Live 5.1
 



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