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Info
Autor 2
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Gesamt (52 votes) 1
 2
 1.5
 1.9
Name:Unreal Tournament 2003
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2002/10
Publisher: Atari
Entwickler: Epic Games
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: UT2003net.de
Links: Planet Unreal
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 3000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: ja
Serie: ja
Patch: 2225
USK: 18
Unreal Tournament 2003 (review von mountainking)

Kaum etwas kennzeichnete die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der PC-Spiele so sehr wie die zunehmende Beliebtheit der Onlinespiele aller Genres.

Zentral war dabei sicher der Erfolg der großen Drei im Bereich der Shooter: Quake 3, Counterstrike und Unreal Tournament, jedes ausgestattet mit seinen eigenen Stärken und Schwächen.

Mit UT 2003 gibt es nun eine Fortsetzung von Epics Klassiker und natürlich stellt sich die Frage, worin die Unterschiede zum Vorgänger bestehen und ob es im Kampf gegen die nach wie vor beliebten Konkurrenzprodukte Boden gutmachen kann.

Gemeinsam ist den beiden Teilen auf jeden Fall, dass sie eigentlich Multiplayerspiele sind, jedoch einen Singleplayerpart enthalten, bei dem man die verschiedenen Mods mit Bots durchspielen kann. UT2003 beinhaltet als Neuerung das mögliche Management verschiedener Bot-Mitspieler, die unterschiedliche Stärken und Schwächen besitzen. Prinzipiell geht es aber nach wie vor letzlich darum, seine Fähigkeiten für die eigentliche Herausforderung, das Spiel gegen andere Gegner im Netz, zu schulen und zu verbessern.

Stark verbessert wurde fraglos die KI der Bots, die sich zwar nach wie vor natürlich auf verschiedene Schwierigkeitsgrade einstellen lassen, insgesamt aber viel intelligenter und lebensechter agieren und zwar nicht nur in Bezug auf ihr taktisches Verhalten. Optimiert wurde nämlich auch das Bewegungsverhalten der verschiedenen Figuren, es gibt viel mehr Körperhaltungen und natürlich auch Todesanimationen.

Beim Gameplay finden wir zunächst Altbekanntes in Gestalt der drei Modi Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag. Leicht modifiziert wurde Domination, das sich jetzt Double Domination schimpft und wo jetzt immer 2 Kontrollpunkte für eine bestimmte Zeitspanne gehalten werden müssen um Punkte zu erhalten. Warum der Assault-Mode nicht mehr dabei ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ich vermute allerdings aus verschiedenen Gründen, dass man mit UT 2003 eher eine Alternative oder Konkurrenz zu Quake 3 und für dessen Klientel schaffen wollte und deswegen den mehr auf CS zielenden taktischen Teammod Assault gestrichen hat.

Ersetzt wurde er mit Bombing Run. Diese ziemlich lustige Variante erinnert an Fußball, da man eine Bombe ins Tor des Gegner bringen muss und dabei, wenn man die Bombe selbst trägt, nicht mehr schießen kann, es sei denn, man gibt an einen Mitspieler oder Gegner ab.

Ausgebaut wurden weiterhin die für UT charakteristischen Spezialbewegungen. Neben den bekannten doppelten Sidesteps gibt es jetzt auch Doublejumps und weitere Moves, die sich teilweise nur mit Hilfe eines komplett neuen Features benutzen lassen: dem Adrenalin. Dieses lässt sich einmal in Form von relativ großen Zäpfchen einsammeln (um das Erlebnis lebensechter wirken zu lassen, müßten ganz neue Force Feedback-Geräte erfunden werden anfühlt :)), man bekommt es aber auch als Belohnung für Frags und wenn die 100er Marke erreicht wurde, lassen sich die eben erwähnten Powerups (beispielsweise für Speed und Health) benutzen, wenn man bestimmte Tastenkombinationen verwendet.

Gründlich reformiert und wahrscheinlich auch als erstes Kaufargument erscheint zweifelsohne die Grafik. Das Spiel sieht schlicht fantastisch aus, weder mit Polygonen noch mit tollen Texturen wurde gegeizt und so ist UT2003 sicher die momentane Referenz auf diesem Gebiet und verleitet Hardwarehersteller zu vorweihnachtlichen Jubelorgien angesichts der wieder zahlreich ihr Erspartes in die Geschäfte tragender Polygonjunkies. Denn um alle Effekte und Vorteile der neuen Engine angemessen zu genießen, ist schon ein Rechner neuerer Generation vonnöten, die verschiedenen performancebeeinflussenden Faktoren (Detailschärfe, Schatten usw.) lassen sich jedoch ausgiebig justieren und somit an die Leistung des eigenen Rechenknechtes anpassen. Damit ist es auch auf niedrigerem Qualitätslevel noch gut spielbar und für viele Spieler ist die Optik in einem letztlich doch recht hektischen Spiel nicht gar so entscheidend.

Damit wären wir schon an einem Punkt, bei dem sich die Geister scheiden dürften. Nicht nur dem Aussehen von UT wurde ein Update verpasst, auch der Spielgeschwindigkeit und der Action ist Ähnliches wiederfahren. Das ist für mich ein weiteres Indiz dafür, dass man es am ehesten auf die Fans des im Vergleich zu CS und UT doch sehr viel schnelleren Quake 3 abgesehen hat. Ich finde das nicht so berauschend, denn an UT hat mich eben gerade gereizt, dass reine Geschwindigkeit und Reaktionsvermögen nicht allein entscheidend waren und man auch im fortgeschrittenen Alter noch mithalten konnte. :)

Die eher etwas düstere Atmosphäre vieler alter Maps ist größtenteils fröhlicheren und bunteren Farben gewichen, wobei die grafische Qualität, wie nicht genug betont werden kann, natürlich nicht zu beanstanden ist. Mir ist es jedoch stellenweise etwas zu comicmäßig geraten und ich werde nach wie vor die Ursprungsversion von Facing Worlds am liebsten spielen, auch wenn die Pyramiden jetzt viel farbenfroher und ägyptischer aussehen mögen.

Für ein MP-Spiel wahrscheinlich sogar wichtiger als der reine Look der Level sind die Waffen und deren Balance. Hier finden wir ein Gemisch aus bereits bekannter Utensilien (Flak, Raketenwerfer, Minigun), die natürlich alle etwas anders aussehen, und einigen Neuentwicklungen. So wurde der Impacthammer zu einer nützlicheren Pistole mit sekundärem Granatenauswurf umfunktioniert, die Sniperrifle feuert jetzt einen Blitz ab und mit der Linkgun kann man wie in Ghostbuster das Exemplar des Nebenmannes verstärken. Beibehalten wurde das UT-Markenzeichen der immer mit zwei Verwendungsmöglichkeiten ausgestatteten Schießprügel. Gewöhnungsbedürftig dürfte hierbei vor allem die geringere Ladefähigkeit des Raketenwerfers sein, der den alten Namen "Eightball" nun endgültig nicht mehr verdient.

Meiner Erfahrung nach resultiert das modifizierte Gameplay eher in größerer Unausgeglichenheit, so dass man gegen erfahrene Spieler, die eine starke Waffe aufschnappen konnten, etwas geringere Chancen hat als früher. Glücklicherweise gibt es natürlich immer noch die beliebten Mutators, also bestimmte kleine serverseitig einstellbare Spielveränderungen, die beispielsweise dazu führen, dass besonders gute Spieler für ihre Treffgenauigkeit mit einem anwachsenden Kopf belohnt werden, was sie selbst wiederum zu besseren Zielen macht.

Resultierend aus meiner Sicht der Balance macht mir der Instagib-Mutator insgesamt am meisten Spaß, bei dem jeder Spieler von Anfang an mit derselben Waffe (immer noch die beliebte Shockrifle) und unendlich Munition startet und somit auf diesem Gebiet absolute Chancengleichheit herrscht.

Gerade bei einem Spiel wie UT 2003, das durch mitgelieferte Editoren den Spieler dazu einlädt, selbst Modifikationen zu erschaffen, kann ein Review natürlich nur eine Momentaufnahme sein, wenn es beispielsweise um Maps oder Waffen geht.

Prinzipiell bietet das Spiel wirklich herausragende Grafik und schnelle Action. Das Neuerfindung des Rades ist es sicherlich nicht, auch wenn der neue BombingRun-Mod wirklich eine schöne Abwechslung darstellt.

Meine Kritikpunkte, die speziell die Quakeisierung betreffen, sind sehr subjektiv und für andere Spieler wahrscheinlich sogar eher Verkaufsargumente. Da hilft also nur der Selbsttest bzw. der Test an der Online-Konkurrenz. :)


Geschrieben am 31.12.2002, Testkonfiguration: AMD2000, GeForce3, 512MB Ram
 



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