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Rückseite ]

Info
Autor 1
 2.5
 2
 2.5
Gesamt (4 votes) 2+
 2.3
 1.6
 2.2
Name:Unreal Championship 2
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2005/04
Publisher: Midway
Entwickler: Epic Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Split/System/Xbox-Live
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: kombatibel mit Xbox 360
USK: keine
Unreal Championship 2 (review von nali_warcow)

Innovation, Innovation so tönt es aus dem Mund so mancher Spieler und Tester. Wieder mal hat sich der vermeintliche tolle Nachfolger als größere Mission CD mit wenigen Änderungen entpuppt. Aber auch der Wandel eines bekannten Spielprinzips kommt nicht immer gut an. "Siedler! entwickelte sich vom Aufbaustrategiekönig zum Durchschnittsechtzeitstrategiespiel. Während PC Spieler auf den vierten Teil der Unreal Tournament Serie warten, hat sich Epic für alle Besitzer der Konsole aus dem Hause Microsoft etwas anderes ausgedacht. Nachdem Unreal Championship noch ein sehr direkter Port von Unreal Tournament 2003 war, gibt es im Nachfolger "The Liandri Conflict" doch einige merkliche Neuerungen. Diese beschränken sich nicht nur auf die Grafik und eine konsolenoptimierte Steuerung, sondern auch das Gameplay hat sich durch den Einsatz von Nahkampfwaffen und Combos geändert. Mit merklicher Verspätung hier nun ein Blick auf den bislang schönsten Unreal Multiplayer Titel auf einer Konsole.

Insgesamt drei marginal unterschiedliche Versionen haben es in die PAL-Region geschafft. Doch bevor man hier nun an irgendwelche Verstümmelungen und Zensur denkt, kommt die Entwarnung: Es handelt sich dabei lediglich um unterschiedliche Verpackungen. Allerdings hat das Spiel auch in der deutschen Version keine Jugendfreigabe erhalten. Neben der normalen Fassung in einer DVD Hülle gibt es außerdem noch eine sogenannte "Limited Tin Edition". Statt Plastik-DVD Hülle findet man hier eine schön bedruckte Metallummantelung. Unreal Championship 2 ist inzwischen auch schon zum Budgetpreis erhältlich. Inhaltlich sind alle Versionen gleich, sprich multilingual, und richten sich nach der Systemsprache der Konsole. Der englische Originalton und Text bietet für Kenner der Serie bekanntere Begriffe und eine bessere Atmosphäre. Inzwischen gibt es auch schon die ersten kleinen Bonusdownloads via Xbox live, die sich bislang jedoch eher auf Freischaltung von Content auf der Süiel-Disk zu konzentrieren scheinen, so klein sind die Downloadvolumen der neuen Maps. Zum jetzigen Zeitpunkt läuft das Spiel leider auch noch nicht im Emulator der Xbox 360. Da heißt es noch warten und hoffen.

Spannender als die Papstwahl

Während hierzulande Regierungen & Co per Wahl berufen werden, sieht es im Unreal-Universum etwas anders aus. Der Kaiser war nun lange genug an der Macht, alt und schwach wie er ist, hat er gefälligst abzudanken. Statt Werbebotschaften, vorbereiteten Reden und haltlosen Ankündigungen ist bei der Bestimmung des Thronnachfolgers Action angesagt. Zusätzlich zu den "normalen" Kämpfen in den Arenen und Ligen finden die sogenannten "Ascension Rites" statt, die den neuen Kaiser bestimmen. Aus den unterschiedlichsten Orten der Welt kommen mögliche Kandidaten, die gegeneinander antreten. Am Ende wartet der Zweikampf zwischen den beiden Besten oder wie es Malcom sagt: "Der Gewinner wird Kaiser und der Verlierer geht in einer Kiste nach Hause." Doch daran hatte Anubis gar nicht gedacht. Früher hat er bei den Spielen auch mitgemacht, aber inzwischen hat ihn der Militärdienst an einen unbedeutenden Außenbereich verschlagen. Als er jedoch in einer Berichterstattung über die Teilname von "Selket" erfährt, ist die Entscheidung schnell gefallen. Seiner Meinung nach darf Selket nicht gewinnen und daher macht er sich in Begleitung seines Kumpels Sobek auf, um es seiner ehemaligen Braut so richtig zu zeigen und gleichzeitig ihre Krönung zu verhindern. Die Story ist nicht sonderlich originell und die Überraschungen halten sich ebenso in Grenzen. Dennoch werden dadurch die eher losen Kämpfe etwas miteinander verbunden. Man sieht Gegner in den Zwischensequenzen und "Sportatmosphäre" der Spiele wird unterstützt. Jedoch wäre mehr nicht schlecht gewesen. Lediglich die Turnierladder der Ascention Rites ist mit Zwischensequenzen untermalt. Die anderen 14 Tournaments haben keine Präsentation. Doch das sollte die meisten Spieler wenig stören. Schließlich zockt man Unreal Championship 2 weniger wegen der Story, sondern wegen der Action und den spannenden Kämpfen. Wie im Vorgänger - wenn auch etwas kleiner - bekämpfen sich die Spieler in unterschiedlichen Spieltypen und Arenen. Neben verschiedenen Waffen stehen nun auch allerlei Nahkampfmöglichkeiten für Schwerter, Stäbe und Klingen zur Verfügung.

Im Adrenalinrausch

Noch ist der Puls ganz ruhig. Gerade hat man sich noch für zwei Waffen für den folgenden Kampf entschieden und wartet die wenigen Augenblicke bis zum Spielstart. Da ist die Ladesequenz auch schon vorbei und einige alte Ruinen erscheinen auf dem Schirm. Die Map ist bekannt, schon öfter gespielt, ich bin bereit. Noch eine letzte kurze Lockerungsübung während im Hintergrund die drei Sekunden zum Spielstart runtergezählt werden: 3, 2, 1…. Play. Das Match hat begonnen. Zwei Gegner kämpfen hier um den Sieg im simplen Deathmatch-Modus. Simpel mögen die Regeln sein, aber nicht die Gegner und der Level. Die ersten Schritte gehen wie von selbst. Treppe runter, links herum und den Gang entlang. Ganz automatisch werden die kleinen Healthpacks eingesammelt, welche die Gesundheit über den normalen Wert hinaus steigern. Gerade rechtzeitig wird etwas Munition für Explosivwaffen aufgesammelt, als sich der erste Gegner kurzzeitig zeigt. Mit einigen Splittergeschossen wird der Gang eingedeckt und leichzeitig geht es die Treppe auf der anderen Seite nach oben. Glück gehabt, der Feind lauert zwar hier oben, aber vermutet einen aus der anderen Richtung. Ein kurzer Schuß und es steht ein Kill mehr auf der Bestenliste. Viel Zeit bleibt jedoch nicht den kleinen Sieg zu genießen, zwei Raketen schlagen in der Nähe ein. Jetzt aber erst mal raus aus dem engen Gang, dazu wird ein schneller Walljump zwischen Wand und Säule vollzogen und schon steht der Charakter eine Etage höher. Hier hat dieser das Gebiet besser im Überblick und den Gegner rasch geortet. Mit den letzten beiden Schüssen aus der Flack wurde der Gegner jedoch nicht getroffen, da fliegt jedoch schon die nächste Rakete heran. Ein Dodge bringt den Spieler in Sicherheit und gleichzeitig geht es wieder in den Gegenangriff über. Die beiden Schwerter werden gezückt, der Feind gelockt und mit einer Sprung-Angriffskombination die 10 Meter vom Dach bis zum Feind blitzschnell überwunden. Wenn es nicht der Aufprall war, dann die anschließende Schlagkombination, die den Gegner in lauter kleine Stückchen in der Arena verteilt. Wieder bleibt nicht viel Zeit zum Entspannen, da der Charakter inzwischen auch sichtlich angeschlagen ist. Es gilt die eigene Gesundheit schnellstens zu regenerieren. Neben den Heilpacks wird daher eine entsprechende Adrenalinkombo ausgeführt, da hat sich doch einiges in den Kämpfen aufgebaut und die Kapseln liegen auch recht großzügig verteilt herum. Noch im Heilungsprozeß ist Kampflärm aus einem anderen Levelbereich zu hören. Zeit, sich um den ersten Double-Kill des aktuellen Spiels zu kümmern. Wenig später fliegen einem auch wieder die ersten Geschosse um die Ohren. Doch dank der Nahkampfwaffen sind selbst Raketen keine so große Gefahr. Im richtigen Moment reagiert und das Geschoß wird reflektiert. Während die Zuschauer den Treffer genießen, der Kommentator freudig ein "Reflective" verkündet, geht es auch schon weiter. Über den Lift nach oben, an der Wand abgestoßen und einen Doppelsprung über den Abgrund und schon wurde die Unsichtbarkeit eingesammelt. Das erste Opfer ist ebenfalls in Sicht. Ein Skaarj läuft direkt vor einem lang und ist das ideale Angriffsziel. Nach zwei Treffern ist es geschafft, der Gegner gelähmt und alles wartet auf das spektakuläre Ende. Nur noch den Gegner anvisieren und gebannt auf den Schirm schauen, die Kombination: Schalter links, hoch, A, B, Schalter rechts und zuletzt wieder B betätigen. Wie in Trance reagieren die Finger, geben die Kombination ein und vollführen einen Coup-De-Grace, den Finishing-Move im Spiel. Während die kurze Animation auf dem Schirm ganz von allein abläuft, ergibt sich ein guter Moment, die nassen Hände kurz abzutrocknen, es warten noch mehr Gegner und der Sieg in der Arena ist noch lange nicht sicher.

Tournaments, Spieltypen, Mutators & Maps

Bevor es richtig mit dem Spielen losgeht, hat der Gamer eine recht umfangreiche Spielvarianten zur Wahl. Wie schon in anderen Unreal-Teilen ist sehr viel Abwechslung vorhanden. Möchte man lieber ein entspanntes kleines Funmatch, im Tournier weiterkommen und weitere Charaktere und Mutators frei schalten oder soll es eine knackige Herausforderung sein? Der Fortschritt wird dabei automatisch im Profil gespeichert. Sehr bequem, wenn nur ein Profil auf der Xbox angelegt ist,dies wird dann am Start automatisch ausgewählt.

Ascention Rites: Dies ist der sogenannte Storymodus des Spiels. Der Spieler schlüpft hier ausschließlich in die Rolle von Anubis und kämpft sich in den sogenannten Ascention Rites bis zum finalen Zweikampf durch. Der Sieger ist der neue Kaiser. Zwischen den 17 Maps/ Arenakämpfen wird eine kleine Hintergrundstory erzählt, in der willige Spieler etwas mehr über die unterschiedlichen Charaktere erfahren. Die Story ist nicht sonderlich originell, doch nett gemacht und kurze Interviews, Einschätzungen der Kommentatoren und Machtkämpfe zwischen den Kämpfern halten so bei Laune. Jeder Neuling sollte zumindest den Anfang dieser Ascention Rites als erstes spielen, weil die ersten Kämpfe tutorialhaft durch die grundlegenden Gameplayelemente und die Steuerung führen.

Tournaments: Neben den Ascention Rites mit Zwischensequenzen gibt es außerdem noch 14 weitere normale Turniere, eins für jeden Charakter. In jeweils etwa zehn Kämpfen gilt es auch hier zum Champion aufzusteigen. Davon stehen einige dem Spieler gleich zu Beginn offen, so daß man durchaus auch mal wechseln kann, wenn man irgendwie bei einem Kampf nicht weiterkommt. Andere müssen jedoch erst durch unterschiedliche Errungenschaften freigeschaltet werden. Genauso wie bei den Ascention Rites hat der Spieler auch hier jederzeit die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad zu ändern. So kann etwas nachjustiert werden, wenn es für einen zu leicht oder frustrierend schwer ist. Die fünf Schwierigkeitsgrade von Novice bis Godlike sind sehr breit gefächert, wobei Novice deutlich gehobener ist, als man dies aus UT kennt. Für Anfänger und Einsteiger jedoch dennoch eine recht gute Mischung aus Spielspaß und Mindestleistung. In den jeweiligen Turnieren bekommt es der Spieler mit einer umfangreichen Mischung unterschiedlicher Spieltypen, Maps und Regeln zu tun. Mal ein Kampf "jeder gegen jeden", danach gibt es vielleicht ein "Capture the Flag" mit geringer Schwerkraft und es folgt anschließend ein "InstaGib". Jedes Match kann auch jederzeit erneut gespielt werden, so manch einer bekommt ja vielleicht auch noch später Lust die Bestzeiten von Epic in den Arenen zu schlagen.

Challenges: Schwer, schwerer, Challenges könnte es auch heißen. Hinter diesem Punkt verbergen sich im Spiel 20 Kämpfe, die es wirklich in sich haben. Da gilt es ein "2on2" TeamDeathmatch zu bestreiten, in dem das andere Team schon sieben Punkte hat und bei 15 Punkten auch schon vorbei ist oder der Spieler bestreitet einen Kampf der Art drei gegen einen. Diese Herausforderungen machen ihrem Namen wirklich alle Ehre und angehende Champions sollten schon einige Matches bestritten haben, damit sich überhaupt den Hauch einer Chance haben. Für Gelegenheitsspieler sicherlich eher was zwischen extrem frustrierend und unmöglich, doch für andere durchaus möglich und eine schöne Motivation.

Instant Action/ SystemLink/ Online: Wer keine Lust auf irgendwelche Turniere hat oder einfach mit Freunden zusammen spielen will, greift auf den Instant Action oder Multiplayer Modus zurück. Von zwei Spielern vor einer Konsole im Split bis hin zu Systemlink und Onlinegames mit acht Spielern ist alles möglich. Zur Auswahl stehen die unterschiedlichsten Spieltypen und eine große Anzahl Maps. Von spannenden 1on1 Duellen bis hin zu Teamgames mit jeweils vier Spielern gibt es was für jeden Geschmack. Acht Spieler maximal klingt nicht sonderlich viel für einen Shooter, doch bei Unreal Championship 2 handelt es sich ja um einen Hybrid aus Shooter und Nahkampf. Da sind acht Spieler schon sehr viel. Auch in Unreal Championship 2 können bekannte und neue UT-Mutators hinzugefügt, Spiellimits (Zeit oder Frags) konfiguriert und Bots eingestellt werden. Aber auch eine Maplist kann individuell erstellt werden, wenn die vorgegebenen nicht ganz zusagen. Egal ob nun allein oder mit anderen Spielern, die Spieltypen tauchen immer wieder auf und bieten eine ganze Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten. Einige davon werden Kenner der Unreal-Serie bzw. von anderen Shootern kennen, andere wiederum sind neu für Unreal Championchip 2. In den Turnieren vorgegeben und im freien Spiel manuell konfigurierbar sind die Mutators. Diese kleinen Regelvarianten sorgen für sehr viel Abwechslung im Match. Da wird ein Match mit deutlich geringerer Schwerkraft gespielt, es sind nur Nahkampfwaffen möglich, Adrenalin gibt es nicht oder ein Match wird über mehrere Runden hinaus ausgetragen, in denen zwei von drei Runden gewonnen werden müssen. Dabei stehen auch bekannte Mutators wie InstaGib zur Auswahl, in denen jeder Spieler ein sehr tödliches Sniper Rifle im Inventar hat. Ein Schuß und der Gegner verteilt seine Überreste auf der Map. Im Gegensatz zum Vorgänger, bzw. der Unreal Tournament Serie auf dem PC, hat jeder Spieler auch noch seine Nahkampfwaffen dabei. Auf den ersten Blick erscheint es etwas unmöglich, doch mit dem richtigen Timing kann damit sogar ein Instantkill-Geschoss zum Angreifer zurückgeschleudert werden. Oder aber der Charakter wechselt lediglich im Nahkampf dazu, was dank Adrenlinsprüngen nicht gerade schwer ist, und spaltet den Gegner, bevor dieser die Waffe gewechselt hat. Bis jedoch die ganzen Mutators genutzt werden können, müssen diese erst durch Siege in den 15 Tournaments freigeschaltet werden.

Deathmatch: Eigentlich sollte jeder Shooter- oder Actionspieler diesen Modus kennen. Jeder Spieler ist auf der Map ganz auf sich allein gestellt. Kein Team, keine besonderen Ziele. Es gilt einfach möglichst viele Gegner zu beseitigen und selber möglichst unversehrt zu bleiben. Um es nicht zu simpel werden zu lassen, wird bei Selbstmord oder Sturz in einen Abgrund jeweils ein Punkt abgezogen. Wer nach einer festgelegten Zeitspanne die meisten Punkte oder ein Punktelimit zuerst erreicht, hat gewonnen.

Survival: Survival ist ein neuer Spieltyp im Unrealuniversum, den man jedoch schon in anderen Spielen gesehen hat. Jeweils zwei Spieler tragen einen Zweikampf, ein sogenanntes 1on1, auf der Karte aus. Die restlichen Spieler befinden sich im Zuschauermodus. Stirbt nun einer der beiden Kämpfer, so wird er durch den ersten Spieler auf der Warteliste ersetzt. Der gestorbene Spieler kommt ans Ende der Liste und muß warten, bis er wieder am Zug ist. Da nach jedem Kill ein "frischer" Spieler die Arena betritt, ist es für den anderen Kämpfer nicht immer leicht, sich lange zu behaupten. Gerade wenn dieser nach einer Auseinandersetzung stark angeschlagen ist. Da gilt es sich schnell wieder Aufzupowern.

Nali Slaughter: Hierbei handelt es sich um ein "Wettschlachten". Zwei oder mehr Spieler sammeln Punkte durch die Beseitigung harmloser Nalis auf der Karte. Diese Einwohner des Planeten Na Pali spawnen zufällig auf der Karte, laufen etwas herum und lösen sich wenig später wieder auf. Es gilt nun schneller als die anderen Spieler durch entsprechende Kills an Nalis viele Punkte zu sammeln. Dafür gibt es nicht nur die normalen Nalis, sondern auch sehr aggressive Kamikaze-Varianten oder Unsichtbare. Wer gemein sein will, kann auch die anderen Spieler angreifen. Gerade die wenigen Sekunden bis man wieder im Spiel ist und den nächsten Nali gefunden hat, sind mitunter Spielentscheidend. Nali Slaughter ist ein extrem actionreicher und schneller Spielmodus, der gleichzeitig auch wunderbar die Kampffertigkeiten trainiert. So viele Ziele und so wenig Zeit, da wird man zwangsweise besser. Gerade auch mit menschlichen Spielern ein sehr spaßiger Spieltyp, der auf jeder DM-Karte gespielt werden kann.

TeamDeathmatch: Eine kleine Teamvariante von Deathmatch. Hier ist der Spieler nicht mehr ganz allein unterwegs und sollte daher nicht auf alles schießen, was sich bewegt. Die Charaktere in gleicher Teamfarbe bringen keine Punkte. Je nach Einstellung höchstens Strafpunkte fürs Team. Zählt im Deathmatch noch jeder seine Punkt für sich, wird im TDM einfach die Summe der Punkte von allen Spielern gebildet. Gerade ein eingespieltes Team kann sehr viel erreichen. Gespielt wird auf den gleichen Maps, die auch für Deathmatch, Survival und Nali Slaughter zur Verfügung stehen.

Capture The Flag: Für viele sicherlich auch kein unbekannter Modus. Jedes der beiden Teams hat eine Basis mit einer Flagge. Es gilt die des Gegners zu schnappen und in der eigenen Basis an der eigenen Flagge abzuliefern. Ist die eigene Flagge nicht in der Basis, so muß diese erst wieder zurückgebracht werden. Dazu reicht es einfach, den gegnerischen Flaggenträger zu eliminieren und durch Drüberlaufen die Flagge in die Basis zurück teleportieren zu lassen. Gerade die unterschiedlichen Möglichkeiten der Charaktere kommen hier gut zur Geltung.

Overdose: Ebenfalls ein neuer Spieltyp, der sich als Mischung aus Bombing Run und Domination des Vorgängers präsentiert. Auf jeder der speziell designten Karten gibt es zwei Ablagepunkte: Weiß und Gold. Per Zufall spawnt an einer der vorgegebenen Stellen auf der Karte eine sogenannter "Ball". Es gilt nun diesen Ball zu nehmen und zu einem der beiden Punkte zu bringen. Bringt ein Spieler den Ball zum Ablagepunkt in gleicher Farbe (also z. B. weißen Ball zum weißen "Tor"), dann wird dies mit deutlich mehr Punkten belohnt, als bei Ablieferung im anderen Tor. Im Gegensatz zu Bombing Run oder Domination spielt in Overdose jeder Spieler für sich. D. h. es kämpfen alle um den Ball und sobald der Ballträger stirbt, löst sich der Ball auf und erscheint wenig später wieder an einem der Spawnpunkte. Sehr gute Mapkenntnisse sind erforderlich, will man in der Hitze des Gefechtes schnell zum nächsten, neuen Ball und diesen danach sicher zum Ziel bringen. Als kleine Entschädigung und zum zusätzlichen Ansporn gibt es auch Punkte für normale Kills der anderen Spieler. Doch damit nicht genug. Die Bälle, die ein Charakter trägt, sind sind radioaktiv. Dies hat den schönen Nebeneffekt, daß sich eine Art Radiometer beim Tragen des Balls auffüllt. Ist dies voll, verfügt der Charakter kurzzeitig über sehr nützliche Boni wie Unsichtbarkeit und teilt mehr Schaden aus.

Ausgetragen werden die ganzen Spiele auf einer Reihe sehr unterschiedlicher Maps. Über 30 Stück warten in der Vollversion auf den Spieler. Außerdem steht inzwischen Nachschub über Xbox live zur Verfügung. Nicht so schön daran ist, daß es sich scheinbar lediglich um Freischaltungen auf der DVD handelt, da die Downloadgröße sehr gering ist. Außerdem können die Maps nicht so einfach mit einer anderen Konsole über Systemlink gespielt werden, wenn der andere Spieler die Map nicht hat. Will man die Map direkt starten, bekommt der Client ohne Maps eine Fehlermeldung. Startet der Host jedoch zuvor eine andere Map und die neue Map wird im Laufe des Spieles automatisch als nächstes geladen, geht es ohne Probleme. Insgesamt sind die Maps wieder extrem Unreal-Like ausgefallen. Hier wird wieder einmal eine extrem breite Palette an Settings geboten. Die Schauplätze decken dabei die unterschiedlichsten Gebiete ab und sind bis in den letzten Winkel sehr detailliert gestaltet. Auch handelt es sich keineswegs um irgendwelche Konvertierungen vom Vorgänger oder den UT-PC Versionen. Alte düstere Gemäuer, Tempel, futuristische Bauten, schwebende Plattformen, Außenlandschaften oder industrielle Komplexe präsentieren sich als gelungenes Mapsettings.

Der eigentliche Kampf: Charaktere, Waffen & Möglichkeiten

Bevor es nach der eigentlichen Wahl des Spieltyps, Einstellungen, Mutators und der Map ins Spiel geht, müssen weitere Auswahlmöglichkeiten getroffen werden. Waren die Charakterunterschiede der Models im Vorgänger noch eher gering, gibt es in Championship nun eine Reihe deutlich unterschiedlicherer Charaktere. Zur Wahl stehen 14 unterschiedliche Kämpfer, vom Skaarj bis hin zu wiederbelebten Toten wie "Loren". Die Charaktere stehen dabei in drei Kategorien zur Verfügung. Zum einen gibt es die Kämpfer, wie z. B. den Skaarj "Salor". Diese Charaktere sind zwar nicht sehr schnell, halten dafür jedoch einige Treffer mehr aus und können auch im Nahkampf ordentlich austeilen. Dann gibt es ausgewogene Figuren, die etwas schneller aber dafür nicht ganz so stark sind. Die dritte Fraktion sind weibliche Kämpfer. Sie verfügen über weniger Lebensenergie und zeigen insgesamt deutlich mehr vom Körper, als die stark gepanzerten Mitstreiter. Doch den Nachteil gleichen sie nicht (nur) durch irgendwelche Ablenkungen weiblicher Reize (bei manchen Spielern vielleicht doch ;)), sondern durch ihre hohe Geschwindigkeit aus. Sehr agil erreichen sie mühelos so manchen Vorsprung und vollführen sehr eindrucksvolle Sprungkombos. Neben einer sicherlich nicht ganz so interessanten Biographie verfügt jeder Kämpfer über sechs Fertigkeiten. Dazu gehören Besonderheiten wie Unsichtbarkeit, Heilung, Verteidigungsschild gegen Geschosse, gesteigerte Geschwindigkeit/ Agilität, kreisende Klingen, Blenden des Gegners, Verteidigungsgeschütze, Jägerinstinkt, etc. Zwar wiederholen sich einige dieser Fertigkeiten und jeder Charakter hat irgendwie die Möglichkeit, seine Gesundheit wieder aufzufrischen, doch selbst da gibt es Unterschiede. Während Selket jeweils immer nur die Gesundheit bis 100% herstellen kann, können andere Charaktere dies auch darüber hinaus (bis 150%) steigern oder aber die eigene Gesundheit auffrischen, wenn sie dem Gegner Schaden zugefügen. Für jede dieser Fertigkeiten braucht der Spieler Adrenalin, das in zwei kleinen Kapseln angesammelt wird. Je nach Fertigkeit wird alles oder nur die Hälfte davon benötigt. Strategischer Einsatz will auch gelernt sein. Angesammelt wird Adrenalin durch Kills, Erreichen von Zielen, Aufsammeln von kleinen Kapseln oder großen "Adrenalinpacks". Im Multiplayermodus gibt es außerdem die Möglichkeit entsprechende Handycaps für die Spieler einzustellen. Beispielsweise hat ein Match Loren mit 50% Gesundheit gegen einen Skaarj mit 200% schon was. *g* Nach der Charakterwahl gilt es sich jedoch erst noch für zwei Waffen zu entscheiden. Der Spieler hat jetzt kein großes Arsenal aus bis zu 10 Waffen mehr dabei, sondern lediglich zwei Exemplare. Insgesamt stehen acht Schießprügel zur Auswahl, die von Epic in zwei Kategorien eingeteilt wurden: Energie- und Explosivwaffen. Aus jeder Gruppe muß eine gewählt werden, die im laufenden Spiel auch nicht gewechselt werden kann. Zum einen sind bekannte Vertreter wie Raketenwerfer, Flak Cannon oder Shock Rifle dabei, doch mit dem Granatwerfer gibt es eine neue Waffe bzw. der Ripper aus Unreal Tournament 99 "feuert" ein Comeback. Ebenfalls verändert hat sich das GesBio. Zwar können damit noch immer sehr tödliche grüne Schleimkugeln verteilen werden, doch die Kugeln springen nun in der Nähe befindliche Gegner an. Ebenfalls ein alter Bekannter dürfte für Unreal-Kenner die Stinger sein. Noch immer werden die bläulichen Geschosse in Richtung Gegner gefeuert, doch inzwischen können diese im Flug vom Spieler gelenkt werden. Abgerundet wird das Arsenal durch ein Sniper. Neben den beiden Waffen hat jeder Charakter noch eine schwache Strahlen- oder Energiewaffe und ein Schwert/ Klinge/ Kampfstab für den Nahkampf dabei. Zum ersten Mal in einem Unreal Spiel befinden sich keine weiteren Waffen mehr in der Map. Es gibt lediglich Munition für Energie- und Explosivwaffen. Vorhanden sind jedoch weiterhin Heilung, Adrenalin, Unsichtbarkeit, Supergesundheit und Double Damage.

Vom Gameplay her ist Unreal Championship 2 seine Linie treu geblieben, "Run and Gun" heißt die Devise. Allerdings hat sich der Fokus etwas verlagert. Kämpfte man im Vorgänger noch ausschließlich mit irgendwelchen Fernwaffen wie Raketenwerfer & Co, so ist jetzt der Nahkampf Schwerpunkt des Spiels. Gerade wer etwas gegen Veränderungen hat, wird doch erstaunt und vielleicht enttäuscht sein, wie schwach die Waffen geworden sind. Mit gezielten Treffern lassen sich die Gegner zwar noch immer problemlos beseitigen, aber mit etwas Übung läßt sich alles mit Nahkampfwaffena abwehren. Im richtigen Moment die Block-Taste gedrückt und schon werden ankommende Raketen oder Splitter der Flak zurück zum Gegner geschickt. Den Spruch "Reflective" wird so manch einer daher nicht selten hören. Etwas Übung erfordern die Coup-De-Grace-Moves beim Gegner. Zuerst gilt es, den Feind mit Nahkampfschlägen oder den Handfeuerwaffen kurzzeitig zu lähmen und danach schnell und fehlerfrei die eingeblendete Schlagkombination einzugeben. Neben einer netten Finishing-Animation gibt es einen dicken Batzen Adrenalin als Belohnung. Aber wehe, wenn der Spieler eine fehlerhafte Eingabe macht oder zu langsam ist und der Gegner zum Gegenangriff übergeht. Für schwächere Charaktere bieten diese Moves jedoch eine sehr wirkungsvolle Methode, starke Gegner zu beseitigen. Adrenalin spielt ebenfalls eine deutlich größere Rolle als bisher in der UT Serie. So wird eine Combo nicht mehr ein- oder zweimal pro Match angewendet, sondern deutlich häufiger. Neben den sechs Fertigkeiten pro Charakter gibt es auch Sprung- und Angriffscombos, die auch etwas Adrenalin brauchen. Doch für einen schnellen Angriff, in dem man mal eben zehn Meter in einer Sekunde zurücklegt, um blitzschnell beim Gegner anzukommen, zahlt sich das Sammeln von Adrenalin aus. Gerade Bewegung und Movement hat in Unreal Championchip 2 deutlich an Gewichtung gewonnen. Die Maps sind geradezu auf die unterschiedlichsten Sprünge und Sprungkombinationen ausgelegt. Von Wand zu Wand springen, wie der Prinz aus Persien, beherrscht hier jeder Charakter.

Für das Gamepad prädestiniert

Es hat sich was getan im Unreal-Universum. Die Entwickler haben nicht einfach nur einen PC Port auf die Beine gestellt, sondern das Spiel überall so angepaßt, daß es wunderbar mit Gamepad gespielt werden kann. Bei den vielen Sprüngen, Aktionen und Combos wäre es auch nichts für Maus & Tastatur. Die Bedienung geht recht schnell in Fleisch und Blut über. Eine hilfreiche Lockfunktion sorgt im Fernkampf für ein sehr grobes Anvisieren der Gegner, so daß sich der Spieler lediglich um die Feinabstimmung kümmern muss. Ansonsten hält sich das Spiel mit Bewegung, Springen, Feuern, etc. an das, was Konsolenspieler von Shootern mit Gamepadsteuerung gewohnt sind. Da der Charakter neben dem Schwert und einer schwacher Pistole nur zwei Waffen mit sich trägt, ist auch ein Wechsel zur bestmöglichen Waffe schnell möglich und für den Wechsel zwischen Schwert und Nahkampfwaffe gibt es eine zusätzliche Taste. Je nach Geschmack kann der Spieler jederzeit zwischen der Verfolgerperspektive und der Egoansicht wechseln oder dies für jede Waffe individuell als Default-Einstellung vorgeben. Die Menüs sind sehr übersicht gestaltet, Infos können jederzeit aufgerufen werden. Lediglich die Zwei-Spieler-Splitscreenmöglichkeit ist etwas versteckt untergebracht.

Grafische und akustische Bombastleistung

Grafisch zeigt Unreal Championship 2 sehr deutlich, was alles aus einer optimierten Engine und einem optimiertem Spiel herausgeholt werden kann. Die Maps sehen erstklassig aus und protzen nur so mit Details. Schönste Texturen, Hintergründe und sehr viele Details befinden sich durchgehend in den Maps. Sicherlich ist dies stellenweise einfach deshalb so gut möglich, weil viele Maps nicht sonderlich groß sind. Es gibt sehr viele Arenen für 2-4 Spieler und mehr als acht können ohnehin nicht teilnehmen. Dennoch werden gerade auch im Außenbereich sehr komplexe Bauten mit vielen Ebenen geboten. Das wirklich Beeindruckende ist, daß diese Pracht ohne Abstriche auch wunderbar im Splitscreenmodus läuft. In der Akustik gibt sich das Game gewohnt Unreal-typisch. Zu den Maps gibt es sehr abwechslungsreiche Tracks, die für eine sehr schöne Atmosphäre sorgen. Bei der Sprachausgabe werden die Meinungen jedoch sicherlich auseinandergehen. Wer schon in Unreal Championship 1 oder UT 2004 die deutsche Sprachausgabe "super" fand, darf sich freuen. Alle anderen sollten aber lieber die Konsole auf Englisch stellen und im Originalton spielen. Da weiß man, was man hat. Midway hat zwar etwas bessere Arbeit als Atari geleistet, doch lange kann man auch dies nicht aushalten. Da klingen doch einige Übersetzungen sehr gewöhnungsbedürftig, wie "Todesmatch" und Frag Limit wurde zu "Opfer Limit". Ein kleiner Fehler hat sich außerdem bei der Übersetzung von TeamDeathmatch eingeschlichen. Dies nennt sich im Menü: "Team-Todesatch TodesMatch"

Meinung

Ich bin von Unreal Championship 2 durchweg begeistert. Nicht nur, weil es ein weiteres Unreal-Spiel ist, sondern weil das Gameplay durch frische und gut umgesetzte Ideen bereichert wurde. Es spielt sich deutlich anders als UT 2004 oder Unreal Championship 1, es ist nicht einfach irgendeine schnelle Konvertierung, sondern bringt mehr Änderungen mit, als sie vom harten Kern der PC UT-Fans akzeptiert würden. Die unterschiedlichen Tournaments wissen zu gefallen, auch wenn einige Videos zur Auflockerung gut getan hätten. Die Maps sind - Epic typisch - wieder einmal sehr abwechslungsreich ausgefallen, die Nahkämpfe machen viel Spaß und die unterschiedlichen Charaktere ermutigen immer mal wieder zu wechseln. Doch selbst wer nicht den Spaß mit anderen menschlichen Spielern genießen kann, bekommt eine sehr brauchbare Botunterstützung, die auf höheren Stufen einiges abverlangt. Wer auf schnelle und actionreiche Kämpfe steht, wird nicht enttäuscht. Inzwischen ist das Spiel auch schon sehr preiswert zu haben und gehört damit in jede gut sortierte Xbox-Spielesammlung. Wenn es doch nur endlich auf der Xbox 360 laufen würde…


Geschrieben am 08.05.2006, Testkonfiguration: Xbox
 



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