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Tropico  

Rückseite ]

Info
Autor 2+
 0
 2.5
 2.5
Gesamt (31 votes) 2+
 0.7
 2.3
 2.4
Name:Tropico
Genre: Wirtschafts-Sim
Produkt: Vollversion
Release: 2001/04
Publisher: Take 2
Entwickler: Pop Top Software
Offiz. Sites: Game
Hardware: 200MMX-Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 820 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 1.07
Bemerkung: auch für MAC
USK: 6
Herstellerscreens
Tropico (review von dark198th)

"Presidente, heute sehen Sie besonders mächtig aus!"

Mit diesem schleimigen Satz empfängt uns der persönliche Berater im sehr gelungenen Tutorial von PopTops Wirtschaftssimulation Tropico.

In Tropico übernimmt man die Rolle des Präsidenten einer kleinen tropischen Insel im Jahr 1950. Ziel ist es, über einen bestimmten Zeitraum an der Macht zu bleiben, um dann am Ende einen möglichst hohen Score zu bekommen, der sich aus verschiedenen Faktoren wie z. B. dem Schwierigkeitsgrad errechnet. Zusätzlich gibt es noch 8 verschiedene Szenarien in unterschiedlicher Härte. Auf der CD sind jedoch noch weitere versteckt.

Vor Spielbeginn gilt es einige Einstellungen vorzunehmen, die den Spielverlauf grundlegend beeinflussen. Zunächst stehen verschiedene Charaktere zur Auswahl. Jeder von ihnen hat einen Lebenslauf und spezielle Eigenschaften, welche man aber nach Belieben verändern kann. Da wäre z. B. der Werdegang. Ein Rum-Tycoon erzielt den doppelten Preis für Rum, Religiöse achten ihn jedoch 5% weniger. Ein Kind aus reichem Haus wird bei Kapitalisten mehr geachtet, bei Kommunisten aber weniger. Auch wie man an die Macht gekommen ist spielt eine große Rolle. Wer vom CIA eingesetzt wurde, bekommt jährliche Zahlungen und die Beziehungen zu den USA sind besser. Jedoch fühlt sich das Volk weniger frei. Wer seine Stimmen gekauft hat, wird vom intellektuellen Lager weniger geachtet. Dafür gibt es bei Wahlmanipulationen weniger Probleme. Zu den positiven Eigenschaften wie Finanzgenie oder Umweltfreund müssen auch zwei negative wie "Schmierig" oder "Verblödet" ausgewählt werden. Auch die Größe der Karte, Ökonomie und die Menge der Mineralien auf der Insel können eingestellt werden und beeinflussen den Schwierigkeitsgrad. Sind alle Einstellungen vorgenommen, beginnt das eigentliche Spiel.

Mit 10.000$ Startkapital entscheidet man sich für die ersten Investitionen. Es gibt verschiedene Arten von Gebäuden, welche errichtet werden können, u. a. Wohnhäuser, Farmen und Bergwerke, Industriegebäude, öffentliche und staatliche Einrichtungen, Tourismus, Entertainment, Infrastruktur sowie soziale Einrichtungen. Hier muss man einen gelungenen Ausgleich finden. Besonders die Bedürfnisse des Volkes sollten hier berücksichtigt werden. Diverse Gebäude wie z. B. die Tabakfabrik kann man später noch ausbauen, um die Produktion zu steigern oder die Arbeiter z. B. mit einem Sonnendach zufriedener zu machen.

In Tropico ist jeder Bürger ein Individuum mit eigenem Namen und eigenen Bedürfnissen. Angezeigt werden diese Informationen durch einen Klick auf den entsprechenden Einwohner. Wer diese nicht beachtet, wird die Quittung für seine Ignoranz bei der nächsten Wahl erhalten. Wer mit seinem Job nicht zufrieden ist, könnte mit einer Lohnerhöhung zufriedengestellt werden. So kann man auch leicht erkennen, wo es im Land noch kriselt und was verbessert werden muss. Mangelt es den Menschen an Bildung, müssen Schulen und Universitäten errichtet werden. Sonst muss man sich Fachkräfte für teures Geld aus dem Ausland holen, was auf Dauer kaum zu finanzieren ist. In regelmäßigen Abständen verlangt das Volk nach Wahlen. Es ist zwar möglich, dem Wunsch des Volkes zu widersprechen, doch kann es so schnell zu Aufständen und Rebellionen kommen. Um dies zu verhindern sollte man sich lieber darum bemühen, alles zu tun, um die verschiedenen politischen Lager auf seine Seite zu bringen, wozu man ein Jahr Spielzeit zur Verfügung hat. Jedes Lager hat einen Führer. Er sagt einem schon, wo es hapert und auch, wo es gut läuft. Um das politische Klima kurzfristig zu verändern kann man Edikte erlassen. Besonders gut eignen sich hier der Karneval und die Bestechung. Edikte kosten zwar Geld und können auch Nachteile bringen, aber um eine Wahl zu gewinnen ist einem alles recht. Mit der Vielzahl an Edikten kann man auch die Beziehungen zu den beiden Supermächten verbessern. Sollten die Prognosen trotzdem mal schlecht sein, kann man die Wahl noch manipulieren. Dies bringt jedoch auch Ärger mit sich und kann ebenfalls zu Rebellionen führen. Verliert man die Wahl, endet man zusammen mit seinem treuen Berater auf einem kleinen Boot, mit welchem man sich so gerade noch absetzen konnte.

Stimmt die Kasse und sind die Bürger zufrieden, ist es an der Zeit aus seiner Insel ein richtiges Touristenparadies zu machen. Es gibt verschiedene Arten von Hotels und anderen Gebäuden wie Pools, Kurbäder und Läden. Bei den Zusatzgebäuden sowie den Entertainmenteinrichtungen sollte man genau bedenken, welche Art von Hotels und damit zu erwartenden Touristen in der Nähe sind. Stehen um ein Kurbad herum nur Billighotels, macht eine strenge Kleiderordnung nicht viel Sinn. Gleiches gilt für Nachtclubs und andere Einrichtungen. Boomt der Tourismus erst mal, sollte man noch einen Flugplatz bauen. Ausserdem empfiehlt sich, für Touristen einen eigenen Hafen in Nähe des Urlaubsort zu errichten, an welchem nur Jachten und keine Frachter anlegen. So ist sichergestellt, dass die Jachten nicht durch Frachter blockiert werden und die Touristen nicht durch die Slums laufen müssen. Ebenso viele Dinge sind bei der Errichtung anderer Gebäude wie z. B. Wohnhäusern zu beachten. Schafft man es, die gesamte Spielzeit an der Macht zu bleiben, kann man getrost und mit einer großen Feier in den Ruhestand gehen. Wie gut man wirklich war, zeigt dann der Highscore.

Die isometrische Grafik des Spiels basiert auf Railroad Tycoon 2 und ist hübsch anzusehen sowie in 45°-Schritten schwenkbar. Die Ansicht lässt sich stufenlos vor und zurück zoomen. Leider ist die Engine sehr hardwarehungrig. Abhilfe schafft hier das Optionsmenü, mit welchem sich einige Details abschalten lassen können. Die Musik ist ein weiteres Highlight des Spiels. Pausenlos laufen im Hintergrund karibische Musikstücke, teilweise auch mit Gesang, welche ungemein zur Atmosphäre beitragen. Der persönliche Berater, welcher einen über alle Geschehnisse in Tropico auf dem Laufenden hält, ist gut und mit spanischem Akzent synchronisiert. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr variabel einstellbar. Das Tutorial ist, wie zu Beginn schon erwähnt, sehr gut und verständlich. Die Bedienung ist sehr übersichtlich und einfach.

Alles in allem ist Tropico eine wirklich gute Mischung aus Sim City und Aufbauspielen wie Anno 1602. Das bisher einzigartige und irgendwie auch entspannende Szenario wirkt einfach hip und ist eine gelungene Abwechslung zu allen Konkurrenten, welche ja gerne im tristen Mittelalter angesiedelt sind. Jedoch gibt es auch einige Kritikpunkte. Ich würde es schöner finden, wenn sich die Gebäude mit der Zeit verändern. Auch verstehe ich nicht, warum es nur eine einzige Art Strasse, oder sagen wir lieber Feldweg gibt. Ist man einmal in der finanziellen Sackgasse, gibt es kaum noch einen Ausweg. Auch ist Tropico nicht wirklich ein Diktator-Simulator, wie es in der Werbung steht. Wirklich böse kann man nämlich nicht sein und das Negative das man tun kann, wird hart bestraft. Jeder, der sich halbwegs für diese Art Spiele interessiert oder auf Anno1503 wartet, muss bei diesem Game zugreifen. Genreneulinge sind dank des tollen Tutorials und verständlichen Handbuchs ebenfalls an der richtigen Adresse.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines bereits auf der Site 'GUN' veröffentlichten Reviews.


Geschrieben am 01.05.2001, Testkonfiguration: keine Angabe
 



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