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Tribes: Vengeance  


Info
Autor 2
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 1.5
 1.5
Gesamt (31 votes) 1
 2
 1.7
 1.9
Name:Tribes: Vengeance
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2004/10
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Irrational Games
Links: www.tribalwar.com
Hardware: 1.3Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 5000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.1
Bemerkung: nur auf DVD
USK: 16
Tribes: Vengeance (review von nali_warcow)

Wenn das Wort Onlineshooter fällt, dann werden Games wie Unreal Tournament, Quake 3 oder Battlefield genannt. Doch die Meisten vergessen dabei einen der Mitbegründer der Onlineshooter: Tribes. Schon 1998 konnten sich die Spieler in "Starsiege Tribes" online beharken. Doch bis heute fristete der Shooter eher ein Schattendasein und war mehr der "kleine Geheimtipp" unter den Spielern. Schon vor Battlefield zeigt Tribes 2, wie sich große Außenareale und Fahrzeuge kombinieren lassen. Nun steht der dritte Teil der Serie schon einige Wochen in den Läden und muss sich gegen Konkurrenten wie UT 2004 oder BF Vietnam durchsetzen. Erstaunlicherweise haben die Entwickler Irrational Games dabei nicht nur auf den Mehrspielermodus gesetzt, sondern spendierten dem Spiel auch eine Story-Einzelspielerkampagne, die es locker mit so manchem 08/15 Shooter aufnehmen kann. Wieso es dennoch nicht ganz für eine Spitzenwertung gereicht hat, wird das folgende Review klären.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen ist zumindest bei Tribes auch das Speichermedium eins der Zukunft und so kann man sich bei der knapp 5 GB großen Installation auf die Bequemlichkeit einer DVD freuen. Damit ist das Spiel dann auch sehr schnell installiert und Einsteiger können schon mal im Handbuch blättern, dass in der DVD Hülle Platz gefunden hat. Auf 40 Seiten werden nicht nur die Optionen und Möglichkeiten des Spiels wie Bewegung, Spieltypen und Fahrzeugsteuerung beschrieben, sondern auch für eine Waffenübersicht inklusive Schadensangaben, etc. hat es gereicht. Weder Kopierschutz noch irgendwelche schwerwiegenden Bugs ließen das Spiel im Testverlauf abstürzen. Wohl aber muss im Mehrspielermodus in der aktuellen Version noch kräftig nachgebessert werden, Stichwort: Onlinecheater.

Ein Imperium und viele Probleme

Ganz untypisch für ein Spiel mit Schwerpunkt Onlineshooter ist die Story. Hier bekommen Einzelspieler etwas geboten, was viele reine Singleplayer-Games übertrifft und so alles andere als loses Beiwerk ist. Das Imperium (Nein, hat nix mit Star Wars zu tun. ;)) kämpft gegen eine ganze Reihe aufständischer Stämme, kurz Tribes genannt. Die wahren Hintergründe über die Motive, Personen und Ereignisse der einzelnen Parteien wird der Spieler erst während der Kampagne lüften. Nach einem kurzen Intro wird es auch schon bald Ernst. Der Palast wird angegriffen und Prinzessin Victoria muss auf sich allein gestellt den Weg bis zur Rettungskapsel erkämpfen. Doch kurz vor dem Ziel kommt es dann doch ganz bitter. Victoria schafft es nicht und wird vom Rest der "Familie" getrennt. Sie wurde von einem der Tribes gefangen genommen. Im weiteren Verlauf erlebt der Spieler nun eine sehr spannend inszenierte Geschichte aus Lügen, Intrigen und Verrat. Immer wenn man schon meint, man hat das Ende erreicht kommt eine erneute Wendung der Ereignisse und es geht weiter. Dazu setzt Tribes: Vengeance sehr geschickt unterschiedliche Charaktere ein, in dessen Rolle man dann schlüpft. Mal ist man als Victoria unterwegs und muss eine Rettungskapsel erreichen, dann gilt es später beispielsweise als Tribesangehöriger Victoria zu retten, oder aber man flieht als Kind durch den Palast und selbst einen Attentäter darf man kurzzeitig spielen. Es wird dabei immer wieder für möglichst viel Abwechslung gesorgt, allerdings für einige auch stellenweise etwas zu viel. Im Gegensatz zu anderen Shootern ist die Story nicht ganz so 08/15 und komplexer aufgebaut, dessen Verständnis durch öftere Zeitsprünge in der Geschichte erschwert wird. Das hat wohl einige Redakteure von Printmags so sehr verwirrt, dass diese plötzlich die Story bemängeln. Tja, kaum ist ein Story mal besser als ein Doom 3 und schon schalten manche "Experten" ab.

Präsentiert werden die Ereignisse in Ingame-Spielgrafik-Sequenzen, die meist jeweils separat geladen werden. Nicht nur die Story ist abwechslungsreich entworfen, auch bei den einzelnen Leveln und Missionen haben sich die Designer bemüht, den Spieler durch möglichst unterschiedliche Gebiete zu schicken, um diverse Aufgaben zu erledigen. Mal gilt es möglichst unbemerkt auf einer recht offenen Karte Kontrollpunkte einzunehmen, dann muss man aus einem Gebäude fliehen oder infiltrieren, es gilt Geschicklichkeitsprüfungen zu bestehen, an der Kanone eines Landungsschiffes die Umgebung zu säubern, in einen Knast einbrechen, ein Attentat verüben, eine Stellung verteidigen, mit einem Fahrzeug einen Zielpunkt erreichen oder in einer Arena gegen ein anderes Team kämpfen. Dabei wird der Spieler durch Mischungen aus Kletter-/Sprungpassagen und Ballerabschnitte bei Laune gehalten. Einsteiger werden hier nach und nach mit allen wichtigen Grundlagen des Spiels vertraut gemacht. Angefangen bei der etwas gewöhnungsbedürftigen Nutzung des Kletterhaken, dem Jetpack und die "Schlittermöglichkeiten", den Fahrzeuge und Spieltypen im MP und den unterschiedlichen Klassen und Waffen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen ist das auch alles wunderbar designt. Etwas schöner wäre es gewesen, wenn es etwas mehr Außenabschnitte gegeben hätte, da die Innenabschnitte zwar alle etwas anders aussehen, doch auf Dauer ziehen sich immer wieder ähnliche Innenabschnitte etwas in die Länge und zeigen nicht die Pracht anderer Leve. Die Schnitzer in der Einzelspielerkampagne liegen jedoch in der Ausbalancierung des Schwierigkeitsgrades. Nach vielen Versuchen hat man irgendwann die Passagen mit den Kletterhaken geschafft. Doch der Schwierigkeitsgrad ist sehr durchwachsen. Einige Level bestehen einfach nur aus Durchlaufen und in anderen wird es deutlich schwerer. Hier sind insbesondere Level gegen Ende des Spiels zu nennen. Zum einen gilt es mal eine Basis zu verteidigen und der Generator darf nicht zerstört werden. Keine Ahnung was sich die Entwickler hierbei gedacht haben, aber kein Einsteiger oder Gelegenheitsspieler wird hier auch nur im leichtesten Schwierigkeitsgrad den Hauch einer Chance haben. Die Basis ist nach drei Seiten hin offen. Die erste Welle normaler Fußtruppen kann man noch wunderbar abwehren. Doch danach kommen mehrere Wellen an Angriffsfliegern und Fußtruppen. Außerdem muss man nicht mehr nur den Generator, sondern auch vier Übertragungstürme beschützen. Nur wenn man möglichst effizient vorgeht, genau trifft und keinen Fehler macht, hat man eine Chance. Zwischendurch muss man auch immer wieder Waffen wechseln, Panzerung/ Waffen aufladen, etc. und danach kommen dann noch zwei Panzer nacheinander, während Gegner aus der Ferne mit Raketenwerfer die Ziele beharken. Das sind etwa 5 bis 10 Minuten einer Mission, für die man sehr, sehr, sehr viel Zeit einplanen kann. In einem anderen Level muss man eine Reihe an Aufgaben innerhalb sehr knapper Zeitvorgaben bzw. Aufgabenstellungen schaffen. Da muss man beispielsweise für einige Minuten eine Flagge verteidigen und kein Gegner darf diese auch nur berühren. Oder aber man muss fast perfekt die Ski-Fertigkeit einsetzen, damit man im Slalom einige Rohre mehrere Male durchqueren kann. So sehr einem diese Sachen auch auf den Mehrspielermodus vorbereiten, so sollten Spieler, die einen nicht schweren Schwierigkeitsgrad wählen auch entsprechend behandelt werden und alles noch einigermaßen schaffbar bleiben. Da kann man sich nur freuen, dass es eine Quicksavefunktion gibt. Leider sind die Ladezeiten jedoch recht lang und selbst ein Reload im aktuellen Level dauert entsprechend. Da probiert man es wieder 10 Sekunden an einer Stelle, schafft es nicht und darf sich dann wieder etwa 40 Sekunden (mit 1 GB RAM) eine Ladesequenz anschauen. Nach etwa 15 bis 20 Stunden hat man dann die Endsequenz gesehen.

Ballern im Mehrspielermodus

Hat man sich als Einsteiger mit den Grundlagen des Spiels mittels der Einzelspielerkampagne vertraut gemacht, dann kann man sein Glück entweder im WWW suchen oder aber es im LAN ordentlich krachen lassen. Lediglich die reinen Offlinespieler, die in vielen Spielen den Offlinemodus gegen Bots nutzen, müssen bei Tribes: Vengeance in die Röhre schauen. Hier hat man nur im Einzelspielermodus eine recht gute AI Unterstützung in Form von Verbündeten bzw. Feinden auf der Karte. Im Mehrspielermodus findet man keinerlei Hilfen. Das schlägt sich dann ggf. auch beim LAN-Spiel nieder, wenn man nicht gerade sehr viele Spieler hat und einige Ausgleichbots nicht geschadet hätten. Auch wenn die Maps im Vergleich zum Vorgänger doch eine ganze Ecke kleiner und actionreicher geworden sind, so lebt das Spiel dennoch von vielen Spielern. Für Veteranen bedeutet es jedoch dennoch eine kleine Anpassung an das neue, schnellere und actionreichere Spielgefühl. Ansonsten wird in Tribes noch immer durch ein anderes Aimingverhalten unter Nutzung des Jetpacks gekämpft, als in vergleichbaren Spielen. Die Karten des Mehrspielermodus sind meistens an Stellen aus der Kampagne angelehnt und orientieren sich auch an dem ein oder anderen bekannten bzw. ähnlich aussehenden Setting. Mal in Gebäude, dann unterirdisch in Höhlen oder auf größeren Freiluftkarten. Zwar sind es nicht so viele Maps, doch Abwechslung ist vorhanden und dank mitgelieferten Editor wird sicherlich in Zukunft auch kein Mangel herrschen. Das Hauptproblem sind im aktuellen Zustand des Spiels jedoch die Cheater im Mehrspielermodus. Schon mit der Demo gab es die ersten Hacks und Aimbots, so dass Spieler auf riesige Entfernungen Gegner in der Luft erwischen konnten. Im Gegensatz zu anderen Games auf Basis der Unreal Engine gibt es noch keine wirksamen Anti-Cheat-Tools für das Spiel. Hier ist dringend und möglichst schnell Nachbesserung seitens der Entwickler nötig, wenn der Mehrspielermodus im Internet nicht jämmerlich zu Grunde gehen sollen. In der Form ist er zwar mit den richtigen Leuten spaßig und unterhaltsam, aber die Cheater sind leider überall.

Bei den Mehrspielermodi wird überwiegend auf bekannte Sachen gesetzt. In der Arena treten zwei Teams gegeneinander an. Stirbt man, dann kann man in der aktuellen Runde nicht mehr mitspielen und muss zuschauen. Hat ein Team keine Leute mehr im Spiel, dann gibt es einen Punkt für den Gegner. Der Ball-Modus ist eine Variante von Bombing-Run aus UT2003/2004 mit dem Unterschied, dass der Ballträger auch Waffen benutzen kann, was die Versenkung der Pille im gegnerischen Tor doch etwas erleichtert. Der Treibstoffmodus ist der spaßigste Spieltyp von Tribes. Hier gilt es jeweils Treibstoff auf der Karte an speziellen Punkten bzw. der Basis des Gegner zu sammeln und damit den eigenen Tank in der Basis zu füllen. Wer zuerst bei 100% ist hat das Spiel gewonnen. Bei dem Kaninchenmodus muss die Flagge des Gegners eingesammelt und möglichst lange gehalten werden und schon im Einzelspielermodus ausprobiert werden darf. Wenn auch dort unter deutlich härteren Bedingungen. Abschließend gibt es auch noch den Capture the Flag Spieltyp, bei dem die feindliche Flagge in die eigene Basis muss und währenddessen es gilt, die eigene Flagge gegen Angriffe zu verteidigen. Auf so manchen Karten findet man neben den Inventarstationen und Fahrzeugen auch neutrale Punkte, die man einnehmen kann, wodurch das Team in die Vorzüge eines weiteren Spawnpunktes kommt, welchen man frei wählen kann.

Waffen, Klassen & Fahrzeuge

Die Waffenauswahl ist bei Tribes: Vengeance nicht ganz so umfangreich, wie man es auf Grund anderer MP Shooter vermuten würde. Welche Waffen man nutzen kann und wie viel Munition und Trefferpunkte man hat, hängt von der gewählten Klasse ab. Jeder Spieler (oftmals auch in den Einzelspielermissionen) kann an Inventar-Stationen jederzeit die aktuelle Klasse wechseln. Eine Klasse steht für jeweils eine Panzerungsstärke und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Wer schnell über die Karte flitzen will, der nimmt was Leichtes, darf dann aber auch nicht mit vielen Hitpoints rechnen und nur auf schwächere Waffen zurückgreifen. In der schweren Variante dürfen dafür dann keine Fahrzeuge benutzt werden und die vielen Hitpoints müssen ausreichen. Egal ob man die schwere Colosspanzerung oder mittlere Natural Panzerung hat, mehr als drei Waffen können nicht getragen werden. Da muss man sich entscheiden, welche Waffen man in die drei Slots packen will. Soll es die Nahkampfenergieklinge sein, der Scheibenwerfer mit Explosivmunition, ein Minigewehr oder eine Strahlenschrotflinte. Oder lieber einen Mörser- bzw. Granatwerfer oder den zielsuchenden Raketenwerfer? Alternativ steht auch ein Schutzschild zur Auswahl, genauso wie ein Scharfschützengewehr. Mit dem Kletterhaken kann man so manche Gegenden erreichen, wozu das Jet-Pack nicht ganz ausreicht. Neben Granaten und Medipacks kann man auch ein weiteres "Pack" mit sich führen und dadurch einen kleinen Bonus bekommen. Möchte man lieber ein Energiepack, welches die Energieaufladung verbessert, ein besseres Schild, höhere Geschwindigkeit oder ein Reparaturkit. Diese Kits verfügen über passive und aktive Vergütung. Das Reparaturkit beispielsweise regeneriert die Gesundheit des Spielers langsam automatisch. Aktiviert man das Kit, dann werden alle "freundlichen" Einheiten und Fahrzeuge, Punkte, etc. repariert, die sich in unmittelbarer Nähe des Spielers befinden. Nach der aktiven Nutzung dauert es etwas, bis man das Pack erneut einsetzen kann. Dazu gibt es auch noch vier Fahrzeuge, angefangen bei einem Buggy, Panzer, Jägerkapsel (kleine fliegenden Kugel) und ein Kampfschiff, womit man Einheiten blitzschnell von A nach B transportieren kann.

Handhabung des Spiels

Bei der Steuerung macht Tribes keine großen Änderungen im Vergleich zu anderen Spielen bei der Basissteuerung. Egal ob man sich bewegt, feuert, ausweicht, Waffen wechselt, etc. all dies ist genreüblich, kann aber auch jederzeit über die frei belegbare Steuerung angepasst werden. Im Vergleich zu anderen Shootern ist das Jet-Pack und die Schlittermöglichkeit kein kleines "Goodie", sondern elementarer Spielbestandteil. Im Kampf weicht man hier nicht nur zur Seite aus, sondern auch nach oben und fliegende Gegner sind auf jeden Fall schwerer zu treffen. Somit kann man auch mal schnell einer Granate oder Rakete ausweichen oder ein Hindernis in Form einer Mauer schnell überwinden. Wichtig ist es hierbei darauf zu achten, dass man immer genügend Energie (Lädt sich selbst wieder auf) im kritischen Moment hat, weil das Jet-Pack diese recht schnell verbraucht. Längere Strecke läuft man in Tribes auch nicht, man schlittert diese. Dazu befindet man sich möglichst in einer Geradeausbewegung bei einer kleinen Rampe bzw. Hang nach unten. Nun drückt man Space und schon schlittert man deutlich schneller und nimmt ordentlich Geschwindigkeit auf. Ideal wäre es, wenn man zwischen Jet-Pack zur Überbrückung von Hügeln und Schlittern an Hängen laufend wechseln würde. So ist man besonders flink unterwegs. Wie schon angesprochen ist die Steuerung bzw. das Aiming in Tribes nicht gerade jedermanns Sache. So mancher würde es wohl als schwammig bzw. ungenau bezeichnen und es gehört einiges an Eingewöhnungsarbeit hinzu, bis man endlich nicht immer vorbeifeuert. Der Einzelspielermodus ist hier eine Ideale Lernhilfe, wenn man gegen Tribes-Spieler der ersten Stunde antreten will. Die Fahrzeugsteuerung ist auch etwas gewöhnungsbedürftig geworden. Das Landungsschiff ist noch mit am einfachsten, der kleine Ein-Mann-Flieger erfordert schon mehr Geschicklichkeit, wenn man auch noch was treffen will. Die beiden Fahrzeuge sind auch nicht so einfach in der Handhabung und man wird anfangs doch mal Bekanntschaft mit der Wand machen. Und an einen leichten, wendigen Panzer mit Sprungdüsen muss sich der ein oder andere Spieler eventuell auch erst gewöhnen. Leider klappt es nur etwas bedingt, Gegner mit den Fahrzeugen zu überrollen. Sowohl in der SP-Kampagne als auch Online überleben diese den Angriff doch recht oft bzw. werden einfach nur vor einem hergeschoben. Ansonsten ist das Spiel sehr übersichtlich gestaltet und mit wenigen Klicks erreicht man alle wichtigen Punkte. Das Optionsmenü bietet eine ganze Reihe an Optionen zur Optimierung des Spiels. Spielstände können jederzeit gespeichert werden, wenn auch hier ein kleines Vorschaubildchen eine feine Sachen beim Laden des Spielstandes gewesen wäre, insbesondere in Anbetracht der langen Ladezeiten. Ein Autosave an einigen Stellen wäre auch nicht schlecht gewesen.

Grafik & Hardware

Für die Grafik nutzt Tribes: Vengeance die aktuellste Version der Unreal Engine und sieht dementsprechend gut aus. Insbesondere so manche großen Außenbereiche sind optisch sehr gelungen. In den Innenleveln kann man sich über viel Bump-Mapping und etliche Physikeffekte freuen. Im Kampf wird der Bildschirm dann von grellen Explosionen und Schüssen nur so erfüllt und Gegner und Gegenstände fliegen durch die Luft. Etwas schlapp kommen da einige Animationen rüber und auch an einigen Levelstellen fehlt irgendwie noch das ein oder andere Deco. Doch insbesondere in den Außenabschnitten haben es die Entwickler mit der Masse an Polygonen und Details oftmals etwas übertrieben. Im Gegensatz zu Unreal Tournament 2004 sind die Hardwareanforderungen ein ganzes Stück weiter oben. So waren die Außenmaps des Einzelspielermodus überwiegend nur in 800 x 600 einigermaßen spielbar und selbst dann gab es einige Einbrüche bei der Framerate.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels teilt sich etwas mit dem Spielmodus. Hat man in der Kampagne eine ganze Reihe sehr passender und abwechslungsreicher Soundtracks, welche sich meist sehr schön dynamisch an das Spielgeschehen anpassen, so fehlt der Sound dagegen etwas im Mehrspielermodus. Hier gibt es dann lediglich Schüsse, Explosionen, etc. zu hören. In der Einzelspierkampagne gibt es lediglich englische Sprachausgabe zu hören. Auf eine komplette Lokalisierung wurde verzichtet und es gibt lediglich Untertitel. Da die englischen Sprecher jedoch recht gute Arbeit leisten (von ein oder zwei kleinen Aussetzern mal zu schweigen) ist es auch kein Beinbruch und allemal besser als eine 08/15 Besetzung für die deutsche Version, insbesondere bei der doch recht großen Menge an Text.

Meinung

Es ist wirklich erstaunlich was Tribes: Vengeance als ein Mehrspielershooter für den Einzelspieler bietet. Hier gibt es eine sehr gelungene, abwechslungsreiche und sehr schön präsentiert Einzelspielerkampagne, die so manchen Shooter locker in die Schranken verweist. Lediglich einige recht schwere Passagen und die langen Ladezeiten fallen hier unangenehm auf. Der Einzelspielermodus bemüht sich sehr, den Spieler auf das leider nur reine LAN bzw. Onlinegame vorzubereiten. Vielleicht wurde auch etwas zu viel Augenmerk auf die Kampagne gelegt und so wurde beispielsweise an Maps, Bots oder ordentlichen Anti-Cheat-Tools gespart. In der aktuellen Version macht es wenig Spaß, wenn auf jedem zweiten Server ein Spielverderber sein Unwesen treibt. Wenn man die Cheats mal außer Acht lässt, dann können Tribes-Fans auf jeden Fall zugreifen. Vengeance ist zwar kompakter und actionreicher, doch bewahrt ansonsten viel der Ursprünge und wurde nicht komplett umgekrempelt. Doch selbst mit funktionierendem Multiplay ist Tribes alles andere als ein Spiel für Einsteiger und Gelegenheitsspieler. Hier muss man sich wirklich online reinarbeiten. Wer auch mal im kleinen Kreis oder allein Matches spielen will, der ist definitiv mit Unreal Tournament 2004 besser beraten. Es ist daher dringend anzuraten die entsprechenden Demos anzutesten, weil Tribes eben doch etwas anders ist und sich so auch spielt. Wer auf der Suche nach einem guten, actionreichen Singleplay Abenteuer ist, kann auch zugreifen.


Geschrieben am 24.11.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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