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Info
Autor 4+
 1
 2
 1.5
Gesamt (12 votes) 2
 1.2
 1.8
 1.6
Name:Transport Gigant Down Under
Genre: Wirtschafts-Sim
Produkt: Add-On
Release: 2004/10
Publisher: JoWooD
Offiz. Sites: Game
Hardware: 500Mhz, 64MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 2.1
Bemerkung: Editor soll nachgereicht werden
Transport Gigant Down Under (review von nali_warcow)

Was macht man, wenn ein Spiel durchgespielt und die letzte freie Map schon x mal bebaut wurde, ohne einen Editor? Da freut man sich dann doch schon über so manch angekündigtes AddOn. Allerdings ist es inzwischen auch schon so weit gegangen, dass für 30€ etwas später alles das noch mal separat verkauft wird, was aus Zeitgründen nicht mehr in das Hauptspiel gepaßt hat. Zum Transportgiganten, der zwar Spaß machte, allerdings u.a. Schwächen bei der Bedienung hatte, ist nun das AddOn "Down Under" erschienen, das zum stolzen Preis von knapp 30 €, was nicht wenig ist, den Besitzer wechseln soll. Wieso aber nicht jeder gleich in den Laden stürmen sollte, zeigt das Review.

In der kleinen Eurobox findet man neben dem Spiel in einer Jewel-Case Hülle auch ein etwa 20 Seiten umfassendes Schwarzweißhandbuch. Dies informiert insbesondere über die Neuerung des Signalsystems, was jedoch schon per Patch ins Hauptspiel eingebunden wurde. Dazu gibt es auch wieder eine neue Übersichtstabelle (in Farbe), wo man die Rohstoffproduzenten und weiterverarbeitenden Betriebe sehen kann. Beim Testen gab es keinerlei Probleme mit irgendwelchen Kopierschutztechniken und im Gegensatz zum Hauptspiel stürzte das Game nicht einmal ab.

Startup

Startet man das AddOn über die neue Disk, so fällt der direkte Unterschied eines anderen Startuplogo nicht besonders auf. Erst wenn man sich die Kampagne bzw. das Freie Spiel ansieht, ist der neue Kontinent zu erkennen. Nach Europa und den USA gilt es nun in Australien mächtige Wirtschaftsimperien aus dem Boden zu stampfen. Dazu stehen zwölf Missionen in einem recht moderaten Schwierigkeitsgrad zur Verfügung - von den Designern als "mittel" bezeichnet. Dazu gibt es 25 neue freie Karten in Australien, die man, wie alle anderen, in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, Sandkastenmodus und auf Wunsch mit Signalsystem gegen bis zu vier Computergegner spielen kann. Auf einen Editor müssen die Fans leider noch immer warten und ein Mehrspielermodus wird es wohl auch per Patch nicht geben. Im Grund genommen waren dies auch schon die Neuerungen im AddOn, weil es bis auf neue Missionen und einige Grafikänderungen fast keine Neuerungen gibt. Daher sollte jeder, der das Spiel noch nicht kennt auf jeden Fall einen Blick ins Review zum Hauptspiel werden, da dort alles etwas umfangreicher erklärt wird und hier nicht alles doppelt erzählt werden soll.

Das Spielprinzip

Durch das AddOn wurde nichts am Spielprinzip vom Transportgiganten geändert. Man startet anfangs mit einem recht bescheidenen Kapital von etwa 30 bis 50 Millionen. Diese Anfangssumme will klug investiert werden, so dass schon bald eine oder mehrere gewinnbringende Transportverbindungen stehen, welche Geld für Neuinvestitionen erwirtschaften. Noch immer bringt man Rohstoffe von den Abbaugebieten zur Weiterverarbeitung und dann zum Konsumenten. Si wird z. B. Quarzsand abgebaut, damit daraus Glas gefertigt werden kann. Dieses wird dann zur Fabrik weitertransportiert, damit aus dem Glas Solarzellen gefertigt werden können und aus diesen entsteht in einer weiteren Fabrik dann ein Solarauto. Im Gegensatz zu beispielsweise dem Industriegigant muss man die Ware nicht bis zum Endverbraucher bringen. Man kann durchaus einfach nur Rohstoffe bis zur ersten Verarbeitung befördern und damit Millionen erwirtschaften, wie z. B. Kies ins Zementwerk. Dass dort irgendwann eigentlich tausende Tonnen Zement liegen ist zu Gunsten des Spielspaßes ignoriert worden. Auf der Karte muss man daher schauen, welches Produkt man wie am günstigsten transportiert, weil Produzent und Weiterverarbeitung meist nicht so dicht beieinander liegen. Aber man muss natürlich auch darauf achten, dass man beobachtet, wie viel Rohstoffe im Monat produziert, gelagert, weiterverarbeitet und in der Stadt benötigt werden und wo das Maximum liegt. Dazu stehen die unterschiedlichsten Transportsysteme zur Verfügung. Ist man anfangs noch mit Kutschen oder Ochsenkarren unterwegs, kommen später die unterschiedlichsten Züge, LKW, Schiffe und Flugzeuge bis hin zu Monorails hinzu. Wer möchte kann auch im Signalmodus spielen. Hier muss man sich dann nicht nur darum kümmern, dass eine Verbindung zwischen zwei Bahnhöfen für einen oder mehrer Züge besteht, sondern es müssen auch entsprechende Signale gesetzt werden, da die Züge nicht mehr einfach durcheinander fahren können. Für Eisenbahnfans ein sehr spaßiger und komplexer Modus, der viel Spaß macht.

Australien will bebaut werden

Im Hauptmenü gibt es die Möglichkeit zu zeigen, dass man auch in Australien große und gewinnbringende Gleis- und Straßennetze aus dem Boden stampfen kann. Jede der zwölf Missionen kann dazu auch wieder in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden, die u.a. bestimmten, wie stark man sich um Wartung- und Verschleiß bei den Fahrzeugen kümmern muss. In den Missionen gilt es wieder die unterschiedlichsten wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, die nun alle in Australien angesiedelt sind. Mal soll man wieder 10 Städte mit einer Bahnlinie verbinden, Baumaterialien für Gebäude zu liefern (z. B. ein Fusionskraftwerk), eine bestimmte Anzahl an Fahrgästen zu befördern oder aber einen festgesetzten Betrag oder ein vorgegebenes Jahreseinkommen zu erwirtschaften (Neuer Zieltyp im AddOn). Nach und nach bekommt man dann auch von Mission zu Mission immer bessere Fahrzeuge und wo anfangs Ochsenkarren zogen, fährt später ein 64-Wagen-Zug. Hat man erst mal einen guten Start in der Mission erwischt, so dass die erste Verbindung gute Gewinne abwirft, dann ist der Sieg in den Missionen recht sicher (Je nach Schwierigkeitsgrad natürlich). Vom Schwierigkeitsgrad her ist es auch für Anfänger zu meistern. Veränderungen gibt es im Spielprinzip keine. In Australien ist lediglich das Känguru für Fleisch (statt Schweine) und der Vogel Strauß für Eier (statt Hühner) zuständig.

Handhabung des Spiels

Neu im AddOn in der Handhabung sind eigentlich nur zwei kleine Bequemlichkeiten. So kann man nun Fahrzeuge schneller mit bis 64 Einheiten beladen, wenn man den letzten Slot markiert und dann mit SHIFT + Linksklick auf den Pfeil beim Rohstoff klickt. Ist ein Fahrzeug defekt, dann kann man dies auch automatisch ersetzen lassen. Ansonsten hat sich nichts verändert. Das HUD ist kompakt und übersichtlich, aber es ist noch immer viel Klickerei erforderlich. So muss man noch immer erst ein Fahrzeug kaufen, bevor man es nutzen kann. Man kann nicht einmal eine Linie duplizieren, wenn man kein weiteres Fahrzeug davon "auf Lager" hat. Will man Fahrpläne ändern, dann muss man dies auch noch immer einzeln machen (Soll ggf irgendwann per Patch geändert werden) und die manuelle Verlegung jeder Eisenbahnkurve ist auch ein Manko, was immer wieder unangenehm auffällt, eben weil man die Bahn sehr viel im Spiel als Transportmittel nutzt. Wer sich inzwischen eingearbeitet hat, kann sich freuen, dass er nicht umlernen muss. Alle Neueinsteigern dürfen sich erst mal ärgern.

Grafik, Sound & Hardware

Grafisch hat sich am Spiel auch nichts groß geändert. Sicherlich könnte der Detailgrad könnte höher sein und würde den Spielspaß nicht mindern. Insbesondere wenn man heranzoomt, wird es doch recht unansehnlich. Doch die meisten potentiellen Kunden haben auch nicht gerade einen High-End Rechner bei sich stehen. Ganz unangenehm fallen da die z.T. kleine Neuerungen wie hüpfende Kängurus auf, die nur minimale Animationsphasensabläufe haben und daher eher über den Boden gleiten. Genauso wenig hat sich beim Sound verändert und bis auf einige wenige Hintergrundgeräusche und immer wiederkehrende dudelnde Musik, gibt es auch in diesem Bereich noch immer durchaus Nachholbedarf.

Meinung

Der Transportgigant war leider nicht ganz ausgereift und hatte insbesondere starke Defiziente bei der Steuerung, wobei er aber doch eine Weile lang Spaß gemacht hat, bis man dann das Transportsystem überarbeiten wollte und aus den ganzen Klicks und Umständlichkeiten nicht mehr herausgekommen ist. Und das AddOn macht leider nichts, um das Spiel auch nur irgendwie ansatzweise zu verbessern. Nur für zwölf Missionen und etlichen Karten fürs Freie Spiel etwa ¾ des Preises fürs Original hinzulegen, ist deutlich übertrieben. Da fehlt der entsprechende Gegenwert und nur Rohstoffvarianten und ein Australiensetting sind dafür keine Rechtfertigung. Dass das Spiel nicht gänzlich in der Bewertung absackt, hat es der Tatsache zu verdanken, dass es auch im AddOn Spaß macht, ein großes Verkehrssystem aufzubauen. Lediglich Hardcorefans sollten bedenkenlos beim AddOn zugreifen, wenn sie die Karten vom Hauptspiel nicht mehr sehen können. Alle anderen sollten sich den Kauf mindestens zweimal überlegen.


Geschrieben am 26.10.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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