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Rückseite ]

Info
Autor 4+
 1.5
 1
 2
Gesamt (47 votes) 2
 1.8
 1.4
 2.1
Team (2 votes, siehe hier)3
Name:Star Wars: Republic Commando
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Lucas Arts
Entwickler: Pandemic Studios
Links: Star Wars.com
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 2000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Patch: 1.0
Bemerkung: auch für Xbox
USK: 16
Star Wars: Republic Commando (review von nali_warcow)

Bei der Masse an Star Wars Spielen ist sicherlich die Jedi Knight Serie ein Highlight zwischen einigen doch sehr durchwachsenen Titeln. Nachdem die Serie sich immer weiter in Richtung Jedikräfte und Lichtschwertduelle bewegte, wurde es schon etwas eintönig. Doch so mancher Spieler hat sich sicherlich auch darüber geärgert, dass man hauptsächlich nur auf Seiten der "Guten" spielen konnte. Immer wieder rettete man den Orden oder die Republik vor den Sith oder dem Imperium, dabei möchte man doch auch mal für die Gegenseite ins Feld ziehen dürfen. Dieser Wunsch ist nun seit März 2005 möglich, auch wenn es einen nicht direkt zu den Sturmtruppen unter Befehl von Darth Vader oder dem Imperator verschlägt. Das Spiel versetzt den Spieler in die Rolle eines Elite-Klonkriegers zur Zeit der Klonkriege kurz vor dem Zusammenbruch der Republik. Wie es sich so ganz ohne Lichtschwert und Macht spielt und wie gut der Multiplattform-Mix geworden ist, soll das Review zeigen.

Das Spiel wird in der obligatorischen DVD Hülle ausgeliefert. Darin findet der Käufer neben den lediglich zwei Spiel CDs ein etwa 30 Seiten starkes schwarzweiß Handbuch, das die wichtigsten Dinge wie HUD, Waffen und Spielparteien kurz erklärt. Neben Werbung auf der Rückseite findet man hier einen extrem gut lesbaren CD-Key. Das Spiel ist bereits einige Monate nach Release, auch in der Xbox Version, zum Midprice erhältlich. Mit dem aktuellen Patch 1.0 gab es keinerlei Abstürze oder Probleme beim Spielen.

Die Handlung: reingehen, ballern und verschwinden

Das Star Wars Universum besteht inzwischen aus einer riesigen Sammlung an Geschichten und Ereignissen. Nicht nur zu den klassischen Episoden, sondern auch zu den drei Prequels gibt es umfangreiche Datenbanken und viel Literatur. Da auch Episode 3 kurz vor der Veröffentlichung stand, sollte man durchaus meinen, dass die Entwickler eine mindestens ähnlich schön erzählte Handlung wie in den ersten Jedi Knight Teilen auf den Schirm zaubern könnten. Dass selbst die Eliteklonkrieger der Republic mehr als nur platte Statisten sein können, wurde ja bestens im Buch "Star Wars: Republic Commando - Hard Contact" (zu deutsch "Feindkontakt") bewiesen. Auf den Büchern findet man sogar den Schriftzug "Offizieller Roman zum Star Wars Videospiel" bzw. "The official tie-in to the exiting new Star Wars Video game". Nur leider haben die Entwickler wohl keine Lust gehabt, sich auch nur annähernd damit zu beschäftigen und eine gelungene Präsentation auf die Beine zu stellen. Wer sich schon nicht mit der Präsentation in "Star Wars - Jedi Academy" durch zu viele zusammenhanglose Missionen anfreunden konnte, sollte lieber gleich die Hände von Republic Commando lassen. Die erste Introminute ist nett gemacht, in der der Spieler kurz seinen Werdegang bei den Kaminos erlebt. Doch danach wird er wahllos in drei Schlachtfelder geworfen und bekommt überwiegend Com-Anweisungen in der Art "Gehe dorthin und hacke eine Konsole". An wenigen Stellen gibt es auch mal kurz ein Hologram, das dies mitteilt. Auch die drei vorgestellten Begleiter sind im Spielverlauf blass und unterscheiden sich lediglich durch ihre Sprüche. Der große Hammer kommt dann noch am Ende, wenn das Spiel einen extrem rabiaten Abschluss erlebt. Abgesehen von der sehr mauen Story bekommt der Spieler mit Republic Commando einen Star Wars Teamshooter, in dem man überwiegend mit den drei Begleitern durch die Level sprintet und sich im Team gegen Gegnermassen wehrt und so Raum für Raum vorrückt. Unterbrochen nur durch wiederholende Ladesequenzen.

Der Weg rein

Im Landungsschiff gibt es ein knappes Briefing. Der Anführer der Wookies auf Kashyyyk muss kontaktiert und befreit werden. In der Dunkelheit geht der Gleiter zwischen den großen Bäumen nieder und kurz vor Bodenkontakt seilen sich die Kommandos die letzten Meter ab. Nun gilt es im Schutz der Dunkelheit einen Weg zum Ziel zu finden. Wie sollte es auch anders sein: Nach wenigen Metern ist eine erste gegnerische Patrouille ausgemacht. Doch die Jungs sind kein Problem für ein eingespieltes Team und haben unter Dauerbeschuss keine Chance. Problematischer wird es da schon am Lager, das hinter der nächsten Ecke zu sehen ist. Gegner haben die Möglichkeit hinter Kisten in Deckung zu gehen oder einen Geschützturm zu bedienen. Während die Kollegen ebenfalls hinter Kisten und anderen Objekten Deckung suchen, während die Feinde angreifen, stürmt der Spieler zwischen den Hindernissen in Richtung Geschütz vor. Einigermaßen schlau geben einem die Begleiter sogar etwas Deckung und lenken den Schützen im Turm ab. Wie sollte es auch sein, die Rückseite des Turms ist ungeschützt und schon wenig später kann man hineinklettern. Nun hat sich das Blatt gewendet. Die wenigen verbleibenden Gegner haben keine Chance und auch ein letzter verzweifelter Angriff der Feinde ist keine wirkliche Bedrohung. Jetzt noch schnell zwei Deltas an der nächsten Baktastation heilen lassen und dann geht es durch die Tür weiter. Während einer die Sprengladung anbringt, gehen die anderen in Deckung. Die Tür geht auf und dahinter ist erstaunlicherweise nur ein recht leerer Gang. Vorsichtig geht das Team weiter, bis die Falle schließlich zuschnappt. Vor einem stürzt ein Teil der Wand ein und versperrt den Weg und außerdem erscheinen plötzlich auf der Brüstung Gegner und nehmen das Team unter Feuer. Da muss schnell reagiert werden, wenn das Team nicht aufgerieben werden will. Da der Spieler gerade etwas ungünstig vom nächsten Lüftungsschacht positioniert ist, bekommt einer der Begleiter den Befehl, dort eine Sprengladung zu platzieren, während sich die anderen um die Gegner kümmern. Nach endlosen 10 Sekunden ist die Sprengladung angebracht und der Commander kann diese zünden. Ein Ausgang ist da und weiter geht es mit der Wookie-Suche.

50 Abschnitte in drei Settings

Ohne großes Tam-Tam verschlägt es den Spieler anfangs nach einem Flashback über die Klonherstellung auf das erste von insgesamt drei Schlachtfeldern. Wie in den Filmen, so steht ein Besuch auf der sandigen Welt Geonosis an. Anfangs noch ganz ohne Begleiter und nur mit den nötigsten Waffen ausgerüstet, beginnt der Spieler seinen Dienst bei den Elitetruppen. Der Anfang ist dabei bewusst sehr tutorialhaft gehalten. Man lernt also die Grundlagen des Kampfes und der Aktionsmöglichkeiten im Umfeld einer tobenden Schlacht. Während der Spieler durch Gräben und kleine Tunnel huscht, stapfen die dicken AT-TE Walker herum, Luftangriffe von Gunships erfolgen und man ist mitten im Tumult. Schon recht bald bekommt der Spieler dann nach und nach seine drei Begleiter, die einen - mit kleinen Ausnahmen- bis zum Ende begleiten. Das Team fungiert als Einheit und kämpft sich durch die linearen Level, was leider auch der große Knackpunkt im Gameplay von Republic Commando ist. Man hat theoretisch schon nach den ersten Abschnitten alles gesehen, was es an Gameplayvarianten gibt und in den ganzen restlichen Abschnitten bekommt man dies sehr repititive Gameplay immer wieder vorgesetzt. Wer meinte, ein Doom 3 sein eintönig und würde sich wiederholen, kann sich hier auf noch weniger Abwechslung freuen. Das Problem liegt auch darin, dass es lediglich drei Schauplätze gibt und sie sich elendig in die Länge ziehen. Anfangs auf Geonosis, später auf einem Raumschiff und zuletzt auf dem Planeten Kashyyyk. Wenn man dann 14 Level lang die Wüstenfläche und das Droidenschiff erkundet hat, dann kann man sich auf 16 Abschnitte in einem Raumschiff freuen und 23 im langgestreckten Finale. Sicherlich ist es keine schlechte Idee, eine Welt aus einem Guss zu erschaffen, nur muss doch nicht alles so gleich aussehen, dass nicht nur Gänge, sondern auch Räume 1zu1 kopiert wurden. Man findet zwar links oder rechts mal Waffen und Munition in einer kleinen Ecke liegen, an der man vielleicht vorbeigelaufen wäre, doch ansonsten ist das Spiel extrem linear, sehr vergleichbar mit Serious Sam. Es geht von Raum zu Raum (auch eine Außenlandschaft ist nicht mehr als ein linearer Raum mit netter Dekoration) und man agiert eigentlich immer gleich. Entweder allein oder mit dem Team, betritt man den Abschnitt, meist sind dort schon Gegner, dazu kommen aus unterschiedlichen Richtungen weitere. Sind alle Gegner erledigt, sammelt man noch herumliegende Munition auf und muss dann meist eine Tür öffnen oder ein Hindernis sprengen. Ab und zu darf auch eine Konsole gehackt werden, damit man weiterkommt. Dann geht es in den nächsten Gang und man erreicht den nächsten Raum, in dem man Gegner beseitigt, eventuell an einer Baktastation die Gesundheit auffrischt und dann geht es wieder durch eine Tür. Dazwischen gibt es immer wieder mal eine Ladepause, in der kurz der nächste Abschnitt geladen wird. An einigen Stellen darf man dann auch unter Zeitdruck agieren und muss beispielsweise die Brücke vor der Selbstzerstörung erreichen und dort die Konsole hacken. Gerade Hacken und Sprengladungen anbringen fanden die Entwickler wohl so toll, dass sie damit die Level zugepflastert haben. Nett sind zwar immer mal wieder auch Passagen, in denen man kurz eine Stellung halten muss, doch man kann es auch übertreiben. Hat man Hangar A verteidigt, dann folgt danach B, C und D. Muss das sein? Gerade auch, weil diese Verteidigung immer gleich ist. Durch eine Zerstörung muss man den Feind am Eindringen hindern und dazu kommen eine Art "Landungsklonfabriken". Gerade diese "Landungsklonfabriken" sind eine nicht ganz so einfallreiche Idee. Hierbei handelt es sich im Prinzip um einen Container, der Droiden produziert. Und das macht er so lange, bis man ihn sprengt. Wenn man laufend immer wieder solche Container vorgesetzt bekommt, wird es öde und eintönig. Gerade wenn diese die stärkeren Versionen der Droiden im Sekundentakt ausspuken, zeugt dies nicht von gut ausbalanciertem Gegneraufkommen. Aber auch an anderen Stellen gibt es "Unendlichproduktionen" an Gegnern. Ganz ärgerlich, wenn man in die gleiche Richtung muss. Da taucht ein Gegner vor einem auf, man beseitigt diesen und es fällt etwa 1 Meter höher sofort ein neuer Gegner herunter. Glücklicherweise sind die meisten Gegnerströme begrenzt. Somit ist das Gameplay auf der anderen Seite nicht sehr schwer, von einigen zeitkritischen Sachen abgesehen. Ähnlich wie in Halo, verfügen die Commandos über einen Schild, der sich recht schnell wieder auflädt. Erst wenn dieser auf Null gebracht wurde, sinkt die Lebensenergie. Aber selbst ein "toter" Commando ist kein Problem. Dieser kann - genauso wie der Spieler - ganz schnell und bequem wiederbelebt werden. Als Bonus gibt es sozusagen gleich 50% der Lebensenergie. So lange nicht alle vier des Teams sterben, muss man sich um nichts Gedanken machen. Während die Gegner also immer wieder die Commandos zu Boden bringen, hockt man hinter einer Kiste daneben und belebt den Begleiter einfach immer wieder. Auch nicht gerade ein Zeichen von ausbalanciertem Gameplay. Belebt man die Begleiter nicht, stehen sie spätestens im nächsten Abschnitt wieder neben einem. Somit kann man auch den ein oder anderen Kampf umgehen und rennt einfach an den Gegnern vorbei. Insbesondere an einigen Stellen, in denen das Team nur sehr schlecht gegen den Gegnerstrom ankämpft. Immer wieder wurden diese beispielsweise hinter ihrer Deckung abgeknallt und die Gegnertruppen rücken vor, so dass sie einem in den Rücken fallen würden. Eigentlich sollten sich die Begleiter ja um einen formieren, doch gerade dieser Befehl funktioniert nicht sonderlich gut. Da bewegt sich der Begleiter lieber in der Hocke durch die Gegner oder stellt sich mitten ins Schussfeld. Es klappt zwar so weit, dass die Begleiter einem einigermaßen folgen und insbesondere die schwächeren Einheiten gut ausschalten können, doch gerade bei den dicken Gegnern haben sie erhebliche Probleme. Es soll zwar nicht so sein, dass sie einem alle Arbeit abnehmen, aber nicht mal eine Granate wird geworfen, wenn man dies nicht konkret befehligt, was jedoch nur an ganz bestimmten Granatenwurfstellen funktioniert. Aber die Gegner sind dafür auch nicht besonders helle. Taktik ist eigentlich ein Fremdwort. Es gibt einige Gegner, die sich hinter einer Kiste verschanzen, doch die Masse nimmt den direkten Angriff. Während man die leichten Einheiten auch schnell mit der schwachen Energiewaffe beseitigen kann, hilft es beispielsweise bei den starken Droiden, einfach um diese herumzulaufen, während die Kollegen ballern. Gerade hier ist es schade, dass das Team da kaum was ausrichten kann. Man kann zwar Granaten und schwere Waffen einsetzen, doch davon findet man nicht sehr viel. Aber auch für das 08/15 Klontruppengewehr gibt es stellenweise arg wenig Munition. Gerade auch ärgerlich, weil sich ein Munitionspack bis zum Maximum 300 auffüllt und wenn man das bei vielleicht 240 nimmt - und sei es nur aus Versehen - dann hat man 240 Ammo "verloren". Das Gewehr ist so flexibel, dass man dies im späteren Verlauf mit wenigen Handgriffen - wie eine Art Taschenmesser - in Sniper oder Panzerbrecher umbauen kann. Ein Tastendruck reicht. Außerdem gibt es neben der Pistole auch noch eine weitere Waffe, die man von den Gegnern erbeuten kann. Dabei gibt es futuristische Exemplare wie Wookie-Armbrust oder Strahlenwaffen, aber auch eine Art Shotgun mit Projektilen wurde integriert. Auch vorhanden sind unterschiedliche Detonatoren, die entweder nur ordentlich Rums machen oder gar Elektronik ausschalten oder Gegner blenden. Verstärkt wird die insgesamt sehr geringe Abwechslung im Spiel durch die immer wieder gleichen Gegner. Es gibt nur sehr wenig Auswahl. Von den Haupttypen gibt es meist nur zwei Varianten in leicht und schwer und davon beseitigt man jeweils Hunderte. Egal ob trandoshanische Söldner oder die nicht gerade hellen Droiden der Handelsförderation. Ab und zu gibt es auch mal einen stärkeren Zwischengegner, doch werden hier längst nicht alle Register gezogen. Wer da auf irgendwelche packenden Kämpfe gegen beispielsweise einen Rancor hofft, kann ewig warten. Nach etwa 10 bis 15 Stunden Einzelkampf kann man sich auch im LAN und Internet gegen andere Spieler ins Game stürzen. Neben bekannten Spieltypen wie Deathmtach, Teamdeathmatch und CTF gibt es auch einen Angriffsmodus, in dem ein Team eine Flagge in die Basis des Gegners bringen muss, damit man punktet. Allerdings ist der Multiplayer-Modus nur eine nette Beigabe. Es gibt keine Bots, die Karten sind Konvertierungen aus dem Einzelspielermodus mit wenigen Details und der Langzeitspielspaß ist sicherlich bei Battlefront höher. Was man schmerzlich vermisst ist ein Coop-Modus. Doch vielleicht kann da ja noch was mit dem mitgelieferten Editor gemacht werden.

Handhabung des Spiels

Die Steuerung des Spiels geht leicht und problemloswie in jedem andern FPS-Game vomn der Hand. Waffenwechsel, Nachladen oder Aktion sind die wenigen wichtigen Tasten. Egal ob man nun einen Kameraden wiederbeleben will, sich Bakta nimmt, eine Tür öffnet, eine Sprengladung anbringt oder einem Teammitglied sagt, es soll sich dort verschanzen. Einfach dort hinsehen, wo man etwas machen will bzw. überhaupt machen kann und die Aktionstaste erledigt den Rest. Etwas störend für Actionspieler ist das laufende Aufpoppen von großen Hologrammen an Stellen, an denen man etwas machen kann. Warum braucht man jeweils immer ein Bild vom Soldaten hinter der Kiste, wenn man mit dem Fadenkreuz darüber geht? Schöner wäre es, wenn man einfach durch Betätigen der Befehlstaste jemanden zum Fadenkreuz schicken könnte oder wenn man auf den ohnehin schwach ausgeprägten Teamteil verzichten möchte, die Hologramme gleich ganz ausschalten könnte. Verlaufen kann man sich im Spiel nicht. Es gibt laufend neue Infos und Zieldaten und zusätzlich zeigt in speziellen Fällen eine Kompassnadel den Weg. Die Gesundheit der Teammitglieder hat man dabei immer im Blick. Im Gegensatz zu anderen Shootern sieht man das Spiel aus der Helmsicht. Daran spritzt dann auch mal eine ordentliche Ladung Alienblut oder bei stark angeschlagenen Spielern ist ein Riß auf dem Schirm. Im Spielverlauf werden automatisch Checkpoints angelegt und man kann auch jederzeit frei Speichern - inklusive Quicksave.

Grafik & Sound

Das Spiel nutzt die Unreal Engine und was man da zu sehen bekommt, ist gar nicht mal so schlecht. Insbesondere die Commandos sind sehr detailliert und auch die Schauplätze wurden stellenweise ansehnlich konstruiert. Problematischer wird es nur mit dem Gesamteindruck. Nicht nur die Gegner sehen immer gleich aus, auch die Level. Stellenweise findet ganze Räume 1zu1 kopiert, insbesondere Gänge sehen immer gleich aus und es wird fast alles immer so blitzsauber präsentiert, als wäre gerade eine Kolonne Reinigungsdroiden durchgegangen. Stellenweise findet man auch mal einen verwüsteten Raum oder es stürzt was ein, doch das ist die Ausnahme. Bei der Musik wird natürlich wieder einmal die Palette an bekannter Star Wars Akustik geboten, allerdings auch mit einigen neuen Varianten. Dazu gibt es allerlei Anweisungen von der Einsatzleitung und die Begleiter geben auch immer ihren Senf dazu. Eigentlich ganz lustig, wenn ein knackiger Kommentar kommt, während einem das Alienblut aufs Visier klatscht. Nur leider wiederholen sich viele Sprüche oft.

Meinung

Es ist wirklich ein Trauerspiel, was hier aus einem durchaus guten Ansatz gemacht wurde. Sicherlich, Star Wars Spiele wollen nicht nur irgendwelche Hardcoregamer ansprechen und somit soll der Zugang und die Spielweise einfach sein. Aber keine Storypräsentation, eintönige Level und immer wieder gleiche Gegner und monotones Gameplay sind keine besondere Leistung. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, als Diener des angehenden Imperiums in die Schlacht zu ziehen, doch quasi das Gefühl zu haben, in einer Endlosschleife zu spielen, ist doch extrem schade. Man könnte die Charaktere und Gegner einfach durch beliebige auswechseln und hatte dann einen 08/15 Science Fiction Serious Sam Klon. So lebt das Spiel eher vom Star Wars Bonus. Mehrspielerfreunde werden da mit Battlefront besser bedient und Einzelspieler greifen besser zur Jedi Knight Reihe.


Geschrieben am 23.08.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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