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Syberia 2
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Star Wars: Force Unl.  

Rückseite ]

Info
Autor 3+
 2
 1.5
 2.5
Gesamt (12 votes) 3+
 2
 1.5
 1.7
Name:Star Wars: The Force Unleashed
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2008/09
Publisher: Lucas Arts
Offiz. Sites: Game
Hardware: Xbox360
System: Xbox360
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für PS3,PS2,Wii
USK: 12
Star Wars: The Force Unleashed (review von nali_warcow)

Wirkliche viele (und vor allem auch noch gute) Star Wars Spiele hat die einst hervorragende Softwareschmiede Lucas Arts im neuen Jahrhundert nicht mehr herausgebracht. Aber mit den Lego Star Wars-Ablegern und der Strategieversoftung "Empire at War", gab es in den letzten drei Jahren zumindest einige unterhaltsame Auftragstitel. Doch für Fans von Action, die zuletzt mit dem eher schwachen Republic Commando beglückt wurden, war eine längere Durststrecke angesagt. Der letzte Teil der Jedi Academy-Reihe kam 2003, also vor gut fünf Jahren, auf den Markt. Seitdem warten speziell Einzelspielerfans auf eine gelungene Fortsetzung. Bis "The Force Unleashed" allerdings im September 2008, mit einem Jahr Verspätung, endlich in die Läden kam, verging viel Zeit. Aber eindrucksvolle Techvideos und schicke Screenshots ließen auf eine gelungene Weiterentwicklung von Jedi Knight hoffen. Doch war die Macht mit den Entwicklern oder hat man sich von der Dunklen Seite - auch bekannt als Marketingabteilung, Zielgruppenerweiterung, Plattformwahn und Technik verführen lassen?

Vorweg noch ein kurzes Wort zu den unterschiedlichen Versionen des Spiels. Wie sollte es auch anders sein, wenn es um Gewinne geht, da kann kaum einer wiederstehen. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass "The Force Unleashed" für so ziemlich jede Plattform erscheint, mit der Geld gemacht werden kann. Neben der hier im Review getesteten Xbox 360-Version, die inhaltsgleich mit der Playstation 3-Version ist, gibt es auch noch Ableger für die Playstation 2, Nintendo Wii, die beiden Handhelds PSP und DS, sowie N-Gage, iPhone und iPod Touch. Moment mal acht Plattformen, da fehlt doch eine? Genau das Spiel erscheint für alle aktuellen Spiele-Plattformen, nur die PC-Fraktion wird von Lucas Arts sträflich vernachlässigt, da angeblich die breite Hardwarespanne bei Windows-Usern ein KO-Kriterium für die Entwickler ist. Die unterschiedlichen Plattformen (Next-Gen-Konsolen ohne Wii, Last Gen, DS und Handheld) wurden von verschiedenen Entwicklern in Angriff genommen und es gibt entsprechend mehr oder weniger plattformspezifische Unterschiede. Während Wiiler einen Multiplayer-Duell-Modus auf der Disk vorfinden, bekommen PSP-Spieler spezielle Jedi Herausforderungen und auch die Level unterscheiden sich mitunter nicht nur im Detailreichtum, sondern sind stellenweise kürzer oder es gibt spezielle Level für einzelne Plattformen. Das soll es aber dann auch zu den Systemunterschieden sein, der restliche Teil des Reviews bezieht sich allein auf die Xbox 360-Version.

Das etwa 20 Seiten umfassende Handbuch lässt den Spieler keine Freudensprünge machen, aber wenigstens ist es in Farbe, erklärt die Optionen und das Gameplay. Auf eine Beschreibung der Charaktere oder Machtkräfte muss der Spieler allerdings verzichten. Dafür gibt es neun Seiten Credits und EULA-Bedingungen zum Nachlesen. Auch gab es einige Zeit nach der Veröffentlichung einen ersten Patch, der einige Kinderkrankheiten beseitigt hat und dafür sorgt, dass Xbox-Spieler das Achievement für alle gefundenen Machtbehälter bekommen können, was zuvor nicht immer der Fall war. Und da sich mit zusätzlichen, kostenpflichtigen Inhalten wohl in der heutigen Zeit richtig gut Geld verdienen lassen kann (immerhin gab es Ende 2008 über eine Million potentielle Star Wars-Kunden auf der Microsoft und Sony-Plattform), haben sich Entwickler und Publisher gedacht, dass man den Fans neben den 50-60€ fürs Spiels ruhig noch ein wenig mehr aus der Tasche ziehen kann. Kostenpflichtige Zusatzcharaktere und ein Minilevel wurden teuer nachgereicht.

Die Dunkle Seite der Macht

Angesiedelt ist "The Force Unleashed" zwischen der alten und neuen Star Wars Trilogie, also zwischen Episode III und IV. Inzwischen ist das Galaktische Imperium an der Macht und hat die Alte Republik gestürzt. Von den Jedis haben nur wenige die Säuberungsaktion "Order 66" überlebt und sie werden erbarmungslos gejagt. Im Zuge der weiteren Jedi-Säuberungsaktion wurde ein Überlebender auf dem Wooki-Planeten Kashyyyk entdeckt. Darth Vader macht sich entsprechend gleich auf den Weg und schaltet den Jedi Kento Marek nach einem kurzen Lichtschwerduell aus. Doch der Jedi war nicht allein. Als sich Vader nach dem Kampf umsieht entdeckt er einen kleinen Jungen, der zwar kaum das Lichtschwert halten kann, aber unglaublich stark in der Macht ist. Statt den Jungen exekutieren zu lassen, beseitigt der dunkle Lord alle Zeugen und nimmt sich des Jungen an. In den folgenden Jahren wird Galen Marek, versteckt vor den Augen des Imperators, von Vader ausgebildet. Neben einer Unterweisung in den dunklen Künsten bekommt der Schüler einen neuen Namen, Starkiller, und wird auf tödliche Missionen geschickt, um seine Fähigkeiten zu testen. Selbstverständlich hat Vader ein wenig mehr mit dem Jungen vor, als nur seine Kräfte zu testen und ihn mit der dunklen Seite der Macht vertraut zu machen, doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Im Gegensatz zu vielen Lizenzspielen oder zuletzt Republic Commando, das zwar eine grandiose Buchvorlage hatte, aber diese nicht im Ansatz verwendete, haben die Entwickler bei "The Force Unleashed" sehr viel richtig und besser gemacht. Von der typischen Star Wars-Einleitung bis zum großen Finale wird der Spieler wirklich sehr gut unterhalten und bekommt eine schöne Geschichte erzählt. Die Hatz durch die Galaxie ist stimmig inszeniert. Es gibt Actionpassagen, Überraschungen und der Spieler erfährt mehr über die Grundsteinlegung der Allianz. Präsentiert wird die Geschichte in zahlreichen Zwischensequenzen, wobei nur ein Teil - in der Regel Ereignisse innerhalb einer Mission - mit der Ingame-Engine dargestellt werden. Speziell zwischen den einzelnen Missionen gibt es Videos zu sehen. Optisch sind die Videos durchaus ansehnlich ausgefallen. Leider fallen jedoch öfters einige unschöne Kompressionsartefakte auf und bei den Videos handelt es sich nicht um Rendersequenzen, sondern nur um leicht bessere Spielgrafik, dafür lädt das Spiel aber im Hintergrund schon die nächste Mission.

Actionreiches Abenteuer

Nach der Star Wars typischen Einleitung mit gelber, durchscrollender Schrift und einer kurzen Zwischensequenz findet sich der Spieler auf dem Planeten Kashyyyk wieder. Als übermächtiger Vader darf der Spieler kurzzeitig am Angriff auf die Wookies teilnehmen und nebenbei die Grundlagen der Steuerung und allerlei Machtspielchen erlernen, bevor das eigentliche Abenteuer beginnt und der Spieler in die Rolle von Starkiller, Vaders Schüler schlüpft. Leider macht das Spiel dabei einen recht großen Sprung und die eigentliche Ausbildung und das Aufwachsen - versteckt vor den Augen des Imperators - wird überhaupt nicht angetastet bzw. gezeigt, denn es geht direkt im fortgeschrittenen "Sith-Alter" weiter. Die erste echte Prüfung steht für den Schüler auf dem Programm, die zu einer Tie-Fighter-Produktionsfabrik führt. Ausgestattet mit einem Lichtschwert und unterwiesen in den dunklen Künsten gilt es, sich durch die Produktionsanlagen zu kämpfen und einen ehemaligen Jedi General, Rahm Kota, zu finden und natürlich zu beseitigen. Doch der Weg dorthin ist nicht ganz einfach. Immerhin haben einige Rebellen und kurioserweise auch alle auf der Station stationierten Sturmtruppen etwas dagegen, dass jemand lebend den Raum verlässt. So geht das Abenteuer auch nach kurzer Zeit weiter, wie es im Prolog begonnen hat: Actionreich und mit vielen Einsätzen der Machtkräfte. Im Nahkampf werden die Feinde mit dem Lichtschwert verdroschen (ein "Zerstückeln" ist nicht möglich), mit Kombos mehrere Angreifer auf einmal beseitigt, wenn diese zu dicht nebeneinander stehen, zwischendurch wird auch der ein oder andere Blasterschuss reflektiert und der Rest mit den Machtkräften erledigt. Da wird einfach ein Sturmtruppler genommen und in den Abgrund geworden, andere verglühen am Energiefeld, wohin sie ein Machtschub schleudert. Den Angreifern, die meinen sich hinter einem Geschütz verbarrikadieren zu müssen, fliegen Kisten entgegen, damit auch dort bald "Ruhe" einkehrt. Schnell wird noch die Tür zerstört und dann geht es auch schon weiter. Mehr Gegner müssen beseitigt werden…

Als dunkler Jedi geht es dabei durch die unterschiedlichsten Star Wars Schauplätze. Das Abenteuer beginnt zwar auf Na Shaddaa, doch von der vertikalen Stadt ist nicht viel zu sehen, da der Spieler eine Tie-Fighter-Fabrik im Orbit infiltriert. Gekämpft wird in großen Hangars, Produktionsanlagen und Verwaltungsbereichen, bevor die Reise im weiteren Spielverlauf in die unterschiedlichsten Winkel der Galaxie geht. Neben weiteren imperialen Anlagen, geht es aber auch auf Planetenoberflächen ordentlich zur Sache. Mit der "Schrottwelt" Raxus Prime und Felucia werden auch Schauplätze geboten, die noch recht unverbraucht im Star Wars Universum sind. Auf Raxus Prime geht es teilweise durch gigantische Müllhalden aus Stahl, toxischen Stoffen und anderen Materialien, sowie zahlreichen Plünderern (u. a. Rodianer), gigantischen Schrott-Robotern und vielen feindlichen Lebensbedingungen. Auf dem Planeten, der einst die Festung von Count Dooku war und inzwischen eine der großen Produktionsstätten für imperiale Sternzerstörer ist, gibt es aber auch einige größere Gebäudekomplexe, tiefe Abgründe und einen ganz besonderen "Zweikampf", über den möglichst nichts verraten werden soll. Die andere, "frische" Welt, Felucia, war bislang lediglich kurzzeitig während der Säuberungsaktion "Order 66" in Episode 3 zu sehen. Der Planet ist bedeckt von einer dichten und sehr eindrucksvollen Pflanzendecke. Zwischen größeren "Pilzformen" gibt es aber auch noch kleinere, meist aber sehr viel gefährlichere und angriffslustige Pflanzen zu entdecken. Zudem verfügt der Planet über einige Rancors und sogar einen gigantischen Sarlac, der im Spielverlauf auch von innen ein wenig genauer erkundet wird. Neben einer Besichtigungstour der besonderen Art vom Todesstern, sprich im Bereich der gigantischen Laserfokussierungsröhren, geht es auch noch kurzzeitig in die Wolkenstadt Bespin, wobei der Besucher - Star Wars typisch - in einer wilden Schießerei und Flucht vor den anrückenden Sturmtruppen endet.

An unterschiedlichen Schauplätzen, die sich zudem nicht nur durch den Namen unterscheiden, mangelt es in "The Force Unleashed" nicht. Die Mischung ist stimmig und die Schauplätze geben einiges her. Der Spieler ist nicht nur in den sauberen Innenarealen unterwegs, sondern sieht einiges vom Universum. Wirklich schlimm ist es auch nicht, dass im Spielverlauf der ein oder andere Ort erneut aufgesucht wird, da dies meist aus einer ganz anderen Perspektive geschieht. Kämpft man sich etwa beim ersten Besuch auf Raxus Prime noch durch die Müllhalden und gegen allerlei Plünderer und mechanische Feinde, so ist beim zweiten Besuch die imperiale Einrichtung an der Reihe. Diese verliert dabei nicht nur reichlich Truppen, sondern sogar die gesamte Produktionsstätte.

Hack 'n' Slay Gameplay

Das Setting ist stimmig, die Geschichte weiß zu gefallen und dann beginnt das eigentliche Spiel… Und da stellt sich dann sehr schnell heraus, dass die Optik doch mehr Zuwendung erhalten hat, als das Gameplay. Den Großenteil der Spielzeit verbringt der Jedi damit, alle Feinde in einem Areal / Raum zu beseitigen und dann durch ein Loch oder eine Tür in den nächsten größeren Raum zu gelangen, wo der Spaß wieder von vorn beginnt. Eigentlich wäre der linear gehaltene Spaß gar nicht mal so schlimm. God of War, Prince of Persia oder Tomb Raider funktionieren ähnlich und bestehen auch aus Gang-Raum-Gang-Konstruktionen. Was fehlt ist ein wenig die Einzigartigkeit und Abwechslung in den Räumen und Gängen. Das Gameplay erinnert sehr stark an God of War, aber mit extrem viel Fernkampf, so dass viel zu den Gegnern hinlaufen erforderlich ist, um diese im Nahkampf oder mit Machtkräften zu erledigen. Überhaupt sind Puzzlepassagen oder kleine Einschübe in Form von Machtaufgaben / -rätseln extrem selten. An einer Stelle gilt es etwa aus einer Einsperrung zu entkommen und schnell das Gas abzudrehen, woanders muss ein Türschloss nach oben gedrückt werden oder einige Generatoren sind zu zerstören, die ein Kraftfeld aufrecht erhalten. Sehr viel mehr wird aber nicht verlangt. Speziell die Machtfähigkeiten und die Physikintegration hätten viel mehr ermöglicht, als ein kurzes Hochheben, Wegschieben oder Eindrücken. Für einige stimmige Passagen und Momente hat es aber trotzdem gereicht. Kurzzeitig gilt es den Weg durch einen Sarclac zu finden und die erste Auseinandersetzung mit einem Rancor oder AT-ST wird den Spieler ebenfalls gut unterhaltsam in Erinnerung bleiben. Zudem gibt es neben der eigentlichen Hauptaufgabe das Levelende zu erreichen, auch noch jeweils ein Bonusziel pro Mission. Sonderlich anspruchsvoll sind diese zwar nicht ausgefallen, so gilt es etwa in einer Mission zehn Imperial in Karbonit einzufrieden, alle Rettungskapseln auf der Station zu zerstören oder alle angreifenden Nachschubgleiter zu zerstören, womit für etwas mehr Kurzweile gesorgt wurde.

Jeder Level beinhaltet zudem, meist am Ende, mindestens einen besonders starken Bossgegner, der noch einmal alle Fähigkeiten vom Spieler fordert. Nur wer wirklich geschickt im Umgang mit dem Lichtschwert und bewandert in den dunklen Künsten ist, wird die Jedi, Sith und monströsen Kreaturen im Zweikampf besiegen können. Wer die Story-Kampagne abgeschlossen hat, hat dann auch fast alles gesehen. Einen Mehrspielermodus haben die Entwickler nicht in die Next-Gen-Fassungen integriert und es neben der Möglichkeit das Abenteuer auf einem anderen Schwierigkeitsgrad erneut zu spielen, gibt es lediglich noch einige Aufgabenstellungen im Trainingsraum. Dort kann der Spieler jeweils eine Gegnergruppe mit unterschiedlichen, teils vorgegebenen Machtkräften und Angriffen beseitigen. Wer mehr möchte, der kann den Spaß auch ein wenig erweitern und sich über Xbox Live (bzw. das Playstation Netzwerk) zusätzliche Inhalte runterladen. Allerdings nur gegen Bares. So gibt es zwei Charakterpakete, die den Spieler etwa als Luke Skywalker oder Obi-Wan Kenobi durchs Spiel streifen lassen und mit jeweils 5€ zu Buche schlagen. Ein besonderes "Schnäppchen", was sich LucasArts bei der Masse an Star Wars Fans wohl leisten kann, ist zudem ein maßlos überteuerter Zusatzlevel. Knapp 10€ / 800 MS Points für 15 Minuten Spielspaß werden dem Käufer dabei aus der Tasche gezogen und Inhalte vermarktet, die in ähnlicher Form als Zusatz in der Handheldversion enthalten waren. Daneben bemühen sich die Entwickler den Spaß zu strecken. Wer alle Erfolge im Downloadzusatz haben möchte, muss den Level viermal durchspielen, da die Auszeichnungen für den Schwierigkeitsgrad im Gegensatz zum Hauptspiel nicht stackable sind und somit etwa "schwer" nicht auch gleich die Auszeichnungen für "leicht" und "normal" freischaltet.

Die Mächte der Finsternis

Um gegen die zahlreichen Feinde zu bestehen, stehen dem Spieler - anders als etwa in der Jedi Knight Reihe - lediglich die typischen Jedi-Waffen zur Verfügung: Lichtschwert und Machtkräfte. Eine Wahl, ob der Spieler nur ein Lichtschwert verwendet, eine Doppelklinge oder zwei Schwerter, gibt es leider nicht. Wer allerdings nicht ganz blind durch die Levels läuft, ab und zu Kisten zur Seite hebt oder schaut, was sich eine Etage höher in einer Nische befindet, der findet zahlreiche Holocrons im Spielverlauf. Jeweils 5-15 Stück dieser leuchtenden Objekte sind in einem Level zu finden. Einige beinhalten Kristalle fürs Lichtschwert, um beispielsweise ein wenig mehr Schaden zu verursachen, andere bringen 10.000 Erfahrungspunkte, die sich der Jedi sonst auch im Kampf verdienen kann. Jeder besiegte Gegner bringt nämlich Punkte, die mit der Zeit den Held immer stärker werden lassen. Wurden genügend Punkte gesammelt, dann gibt es für jeden der drei Machtgruppen einen Aktionspunkt, der frei investiert werden kann. Das Spiel unterscheidet dabei zwischen Machtkräften, wie Blitzangriff oder Schub, Machttalenten, wie Zähigkeit, Abwehr oder Stärke und Machtkombos, womit etwa zwei normale Schläge mit einem starken Endschlag, inklusive Blitzschaden, kombiniert werden. Während die Machttalente nur einmalig erworben werden müssen, stehen bei den Machtfertigkeiten und Machtkräften jeweils drei Ausbaustufen zur Verfügung. Ob der Spieler sich anfangs etwa lieber erst einmal auf mehr Gesundheit konzentriert oder lieber den Schwerschaden erhöht, ist völlig frei gestellt. Sollte man an einer Stelle bemerken, dass der Held der Herausforderung doch nicht so ganz gewachsen ist, kann jederzeit eine bereits absolvierte Mission erneut gespielt werden, um mehr Erfahrungspunkte zu sammeln. Aufleveln kann der Charakter beliebig lange und man muss auch jeden Level mindestens doppelt absolvieren, um alle "Secrets" in Form der versteckten Holocrons finden zu können, damit alle Fertigkeiten maximieren werden können.

Wer also schön Auflevelt und fleißig Erfahrungspunkte sammelt, kann im weiteren Spielverlauf zu einem wahrlich mächtigen Jedi werden. Reichen die Machtkräfte zu Beginn nur dazu, einen Gegner in die Luft zu heben, so kann man mit drei Machtpunkten gleich eine ganze Gruppe anheben werfen. Neben dem einfachen Machtschub kann der Jedi im späteren Spielverkauf auch eine Druckwelle um sich herum erzeugen und damit nicht nur die Angreifer von sich wegschupsen. Matchblitze sind anfangs auch nur eine nette Zugabe, können jedoch später in Verbindung mit Lichtschwertkombos verwendet werden oder kurzeitig sogar als automatisches, aufgeladenes "Verteidigungssystem" dienen, von dem alle Angreifer im Umfeld schmerzhafte Stromstöße erleiden. Während der Spieler in vielen Bereichen entscheiden kann, in welche Fähigkeiten er investiert, wird das Erlernen einiger Angriffe auch vom Missionsfortschritt vorgegeben. Zudem ist es schade, dass die feindlichen Jedis mitunter einige tolle Angriffe auf Lager haben, die dem dunklen Schüler jedoch nicht zugänglich sind. Unsichtbarkeit oder zielsuchende Geschosse hätten sicherlich dem Spielspaß nicht geschadet.

Um die Machtkräfte anwenden zu können, wird entsprechend Machtenergie benötigt. Der blaue Balken geht bei starkem Gebrauch zwar recht schnell zur Neige, lädt sich allerdings einige Sekunden später auch wieder auf. Durch entsprechende Upgrades lässt sich natürlich auch hier für mehr Energie und eine schnellere Aufladezeit sorgen. Bei der Gesundheit ist es nicht ganz so einfach. Auch wenn der Trend in vielen Spielen zur Auto-Heilung geht, haben sich die Entwickler für ein God of War ähnliches System entschieden. Jeder besiegte Gegner hinterlässt einige grüne Energiekügelchen. "Eingesammelt" werden diese ganz automatisch, egal wie weit der Feind entfernt war. Zudem füllen eingesammelte Holocrons den Energie- und Machtvorrat wieder auf und immer wenn der Erfahrungsbalken voll ist, sorgt auch dieses Ereignis für einen vollständig regenerierten Charakter. Wer zudem auf rötliche Symbole im Level achtet, findet neben vollständigen Heilungs-Items auch Pickups, die den Spieler kurzzeitig unverwundbar machen, unbegrenzte Machtenergie zur Verfügung stellen oder den Schwertschaden temporär erhöhen.

Gameplayschwächen und Steuerungsmankos

Eigentlich klingt das ja alles nicht SO schlecht. Solide Optik, eine schön präsentierte Geschichte, unterschiedliche Machtkräfte, RPG-Elemente und Star Wars als Setting. Gut, bei einem Lizenzspiel muss eh immer bedacht werden, dass sich der Titel weniger an den Hardcorefreak, sondern vielmehr am Gelegenheitsspieler, Einsteiger und Lizenzfan orientiert. Damit wäre der Titel ja eigentlich ein ganz nettes Actionspiel, das nur nicht ganz an die Klasse von God of War heranreicht. Leider ist dem nicht so, da The Force Unleashed drei größere Probleme hat: Balancing, Steuerung und die technische Umsetzung. Die Balancingprobleme ziehen sich durch das gesamte Spiel und fallen durchweg in allen Schwierigkeitsgraden auf, wobei diese mit jedem höherem Schwierigkeitsgrad deutlicher werden. So gibt es etwa eine extrem große Diskrepanz zwischen dem Schwierigkeitsgrad gegen "normale" Gegner und dem Kampf gegen die End- und Zwischenbosse. Wer auf Sith-Lord spielt, wird zwar auch im Kugelhagel der Sturmtruppen nicht lange überleben, doch nahezu alle Passagen, inklusive des extrem knackigen Anfangs des letzten Levels, lassen sich extrem einfach überleben: Einfach wegrennen bzw. durch die Gegnerhorden springen. Da der Spieler fast nie stehenbleiben muss, um Rätsel zu lösen oder um zu warten, dass sich eine Tür öffnet, lassen sich auch große Level in wenigen Minuten meistern. Zumindest bis zum Endgegner. Dort tritt das Balancingproblem #2 in Kraft: Schon die normalen Feinde halten extrem viele Treffer mit dem Lichtschwert, der mächtigsten Handwaffe im Star Wars Universum, aus. Bei einem Endgegner hilft das Schwert allein aber nur bedingt. Auch hier gilt natürlich, je höher der Schwierigkeitsgrad, desto ausgeprägter ist das "Problem". Wenn aber selbst auf "normal" (Sith-Krieger) so mancher Boss nur mit Angriff A und Jedikraft B angreifbar und der "Rest" nahezu wirkungslos ist, dann ist die ganze Sache nicht so spaßig. Für den Spieler ist es nicht unbedingt eine Freunde, wenn der andere Jedi einen Sturz in den Abgrund ohne Schaden übersteht, man selbst aber sehr viele Lebenspunkte einbüßt und es ist nicht lustig, wenn der Gegner sogar durch die Luft fliegend kontern oder Gegenangriffe starten kann. Warum kann einen der Gegner einfach so würgen oder herum schmeißen und der eigene Charakter nicht die Deckung des Feindes durchdringen? Zu guter Letzt sind es bei einigen Gegnern auch einfach bestimmte Machtkräfte, die gebraucht werden, um Schaden anzurichten. Wer nicht in diese Fähigkeiten investiert hat, wird vor die ganz ungünstige Wahl gestellt, entweder den Kampf nun unter erschwerten Bedingungen so lange zu probieren, bis er es geschafft hat, oder aber man startet den Level (oder einen anderen) neu und sammelt weitere Erfahrung, um nachzuskillen. Auch steigt der Schwierigkeitsgrad nicht mit dem Spiel an, sondern geht munter rauf und runter. Einer der ersten Bosse gehört dann auch zu den nervigsten Widersachern und auch der Kampf gegen normale Angreifer ist recht unausgewogen. Das Lichtschwert benötigt selbst für die simpelsten Gegner zahlreiche Schläge, manche Feinde halten gar etliche Kombos aus, bevor sie zu Boden gehen. Andere Gegner können mit primitivsten Waffen nahezu jeden normalen Schlag blocken, teilweise sind Feinde gegen Griffe und Würfe immun und einige Sturmtruppen sind hinter einem Schutzschild versteckt, durch das sie selbst angreifen können, aber kaum angreifbar sind, da z. B. der Machtgriff vom Schild geblockt wird. Auch einige andere, größere Feinde zeigen sich vom Griff völlig unbeeindruckt und stehen wie durch Magneten gehalten auf dem Boden. Es gibt zwar eine "Erklärung" dafür in der internen Enzyklopädie, aber da der Spieler im Verlauf der Handlung auch sehr große Objekte, wie etwa einen Rancor, durch die Luft schleudert, fühlt man sich irgendwie ständig künstlich eingeengt. Kurioses Beispiel wären da die Sturmtruppen mit Jetpack. Der Jedi kann die Typen zwar gegen Wände schmeißen, aber der Gesundheit macht das recht wenig aus. Ein Stoß in den nächsten Abgrund ist ebenfalls wirkungslos, da der Jetpack-Typ sogar bewusstlos nicht stirbt und kurze Zeit später wieder nach oben schwebt. Alles, was bleibt, ist das fummelige heranziehen mit der Macht und die Beseitigung im Nahkampf.

Checkpoints gibt es reichlich Spiel und glücklicherweise auch mindestens einen vor jedem Bosskampf. Doch an einigen Passagen ist die Platzierung ausgesprochen ungünstig gewählt. Im Bespin-Level gilt es zum Ende hin eine Plattform zu erreichen, zu säubern und danach auch noch einen ankommenden Gegnertrupp zu beseitigen. Zwar gibt es einen Checkpoint kurz vor dem Betreten der Plattform, allerdings wird nicht gespeichert, dass die Gegner vor der Plattform schon eliminiert wurden. Das Resultat: Die Feinde spawnen im Rücken, wenn der Checkpoint geladen wird. Ähnlich verhält es sich kurz vor Ende des Spiels, wo die schwerste Kampfpassage gegen einen "Elitetrupp" ansteht, davor gab es fast alle 10 Meter Kontrollpunkte. Vor der Endtür wurde jedoch ein "vergessen". Wer dort scheitert, startet wieder einige "Etagen" weiter unten, darf sich eine gut 30 Sekunden lange und nicht abbrechbare Zwischensequenz antun, danach zwei AT-STs besiegen, mit einem Lift nach oben fahren, auf dem Weg dorthin eine ganze Reihe nerviger Angreifer ausschalten, die- da sie fliegen können - sich schlecht ausschalten lassen, um einen neuen Versuch wagen zu können. Wie lange man also wirklich am Spiel sitzt, bis der Abspann über den Schirm rollt, wird von solchen Balancing-Passagen bestimmt. Auf leicht / Schüler, fällt das Problem weniger ins Gewicht, auf höheren Spielstufen, wird es ggf. entsprechend nerviger. Lizenzspieler, die nur aufgrund des Star Wars Inhalts zugegriffen haben, werden daher mit dem normalen Schwierigkeitsgrad schon sehr gut gefordert und locker zehn Stunden beschäftigt. Fortgeschrittene sind ein wenig schneller unterwegs.

Aber das sind leider nicht alle Probleme, die es gibt. Auch die Steuerung wirft dem Spieler öfters Knüppel zwischen die Beine, was wirklich nicht sein müsste. Ein Hauptproblem besteht in der Fokussierung auf Gegner und Objekte. Leider kommt es immer wieder und sehr leicht dazu, dass mit der Macht Objekte gegriffen werden, die man gar nicht greifen will. Eigentlich sollte der Soldat vor dem Spieler geschnappt werden, aber leider dachte das Spiel, dass die Kiste einige Pixel weiter weg, anvisiert worden wöre. Ein kleiner, blauer Rahmen zeigt das aktuelle Ziel zwar an, aber in der Hektik des Kampfes ist eine genaue Anvisierung ein Ding der Unmöglichkeit. Gleiches gilt für Gegenstände, die mit der Macht aufgenommen wurden. Dank zweier Analogsticks können Kisten und Gegner in alle möglichen Richtungen bewegt oder geworfen werden, aber beim Werfen entscheidet auch wieder die Automatik, wohin es genau geht. Wie bei der Anvisierung ergeben sich auch hier "lustige" Situationen, wenn das explosive Fass nicht in Richtung AT-ST fliegt, sondern zu einem weit entfernten Sturmtruppler, weil es die Automatik so "ausgerechnet" hat. Ein Machtsteuerungsprinzip, wie etwa in "Psi Ops", in dem der Spieler einfach nur Gegenstände mit einer Taste heranziehen und wieder wegschleudern kann, wäre sehr viel benutzerfreundlicher. Gerade auch, weil der Charakter dann nicht immer dumm auf der Stelle stehen bleiben muss, wenn mit der Macht hantiert wird. Sah man zudem in den netten Techvideos noch, wenn Gegner erst nach links, dann nach rechts und schließlich nach hinten geworfen wurden, geht im finalen Spiel immer nur eine Richtung und dann wird das Objekt losgelassen. Bei Bosskämpfen, wo der Spieler auch durchaus größere Objekte greifen könnte, wird es unglaublich stressig, immer erst wieder mühselig das Objekt zu finden, was irgendwohin geflogen ist, da ja auch das Anvisieren teilweise "Glückssache" ist. Weitere Anvisierungsprobleme gibt es im Kampf mit Lichtschwert und Machtkämpfen. Nur bedingt wendet sich der Charakter automatisch dem nächsten Angreifer zu. Wer also nicht genau aufpasst, schlägt so manches Luftloch, da der Feind - und sei es der einzige auf dem Schirm, eben einige Pixel neben der anvisierten Richtung steht. Aber nicht nur mit der Lichtklinge geht ein Schlag ins Leere, auch ein Machtschub oder ein Machtblitz geht ohne Probleme gerne einmal am Feind vorbei, selbst wenn es sich dabei um einen bildschirmfüllenden Rancor handelt.

Das Spiel hat aber noch mehr Tricks auf Lager und teilweise wird den CPU-Feinden ordentlich zugesetzt. Dies geschieht in Form fieser Bugs, Glitches und sonstiger Programmfehler. Sei es, dass die Feinde an einer Kante oder Ecke hängen und den Weg nicht finden oder der Spieler fällt in die Levelarchitektur hinein und kann geschützt aus dem Boden heraus angreifen. In einigen Situationen können zudem Bossphasen übersprungen werden, wenn der Gegner nur im richtigen Moment ausreichend Schaden einsteckt. Doch die Programmierer haben für Chancengleichheit gesorgt. Teilweise schlagen die Angreifer auch unerbittlich zurück. Sei es, dass ein Boss plötzlich einfach verschwindet oder unverwundbar wird. Auch die mitunter sehr großzügige Kollisionsabfrage machen dem Spieler machen das Leben schwer und frustrieren. Dazu kommt, dass der Charakter unter zahlreichen Treffern gern von einem Angriff zum nächsten taumelt und es die berühmte "hinfallen, aufrappeln, wieder hinfallen"-Problematik gibt, in denen Bossgegner dann gerne mal fast die komplette Gesundheit innerhalb weniger Sekunden abziehen.

Präsentation

Normalerweise sind Lizenzspiele und speziell Spiele aus dem Hause LucasArts, nicht unbedingt für bahnbrechende Grafik bekannt, aber die reine Konzentration auf die beiden Next-Gen-Plattformen hat dem Titel doch recht gut getan. "The Force Unleashed" präsentiert sich durchweg in einem mehr als ansehnlichen Grafikgewand. Die einzelnen Schauplätze wirken sehr detailliert und glaubwürdig. Egal ob man in großen Hangars die Gegner auseinander nimmt oder in beeindruckenden Außenarealen unterwegs ist, die Entwickler haben schon für ein stimmiges Setting und einige Aha-Momente gesorgt. Speziell die Umgebung, die hinter Sichtluken, Glasböden oder im Hintergrund der großen Außenlandschaft zu sehen ist, weiß zu gefallen. Tie-Fighter fliegen durchs Bild, die Machtkräfte beeinflussen mitunter zahlreiche Gegner gleichzeitig und aus den Boxen sind die bekannten Klänge zu hören. Da fühlt man sich wirklich wie in einem Film, wozu auch schön eingestreute Quick-Action-Sequenzen beitragen. Auch die berühmten Buttonspielchen gibt es, allerdings mit Bedacht und fair eingesetzt, so dass man am Ende eines Bosskampfes wirklich das Gefühl hat, etwas erledigt zu haben. Die Sequenzen sind nicht zu lang, das kurzzeitige Hämmern auf eine Taste lässt einen ggf. aus einer Umklammerung entkommen oder einen Blitzangriff abwehren und die eingeblendeten Knöpfe sind immer gut sichtbar. Auch läuft das Geschehen durchweg flüssig und die Euphoria-Physikengine sorgt für glaubwürdige Interaktionen. Gegner und Objekte reagieren entsprechend, wenn diese angehoben werden, mit anderen Gegenständen kollidieren oder einfach nur durch die Luft fliegen, so dass die menschlichen Feinde etwa wild mit den Armen rudern. Auch ist es sehr eindrucksvoll umgesetzt, wenn eine Scheibe auf einer Raumstation zersplittert - etwa durch den Wurf eines Objektes auf die Scheibe - und die Luft in den Weltraum entweicht. Nach den Splittern folgt kurz der Sog, der dafür sorgt, dass sich Personen versuchen an allen möglichen Objekten festzuhalten, bevor ein Sicherheitsschott herunterkommt und das Loch versiegelt. Das ist alles sehr schön, glaubwürdig und stimmig umgesetzt, allerdings fehlt ein wenig der große Durchbruch. Die Effekte sind nett, aber werden nur sehr punktuell eingesetzt. Es ist genau vorgegeben, welche Objekte überhaupt reagieren. Auf Imperialen Raumstationen sind es einige, die sich teilweise auch aus der Wandverkleidung lösen lassen, aber viele andere Objekte sind so starr und unbeweglich, wie eh und je. Die Vegetation reagiert fast gar nicht auf Waffen oder Machtkräfte, das Schwert hinterlässt höchstens eine kurze Spur und viele kleine Objekte, die eigentlich demoliert werden könnten, wirken wie aus Stahlbeton. Nicht einmal Monitore, Anzeigen und Computer lassen sich in Kommandozentralen zerlegen. Welche Stahlträger verbogen werden können, wie und welche Türen eingedrückt werden können, ist ebenfalls vorbestimmt. Eindrucksvoll wurde in Videos gezeigt, wie Holz unterschiedlich, je nach Winkel, Objektstärke und Schwung, zerstört werden kann, im Spiel gibt es im Prinzip nur eine Stelle, an der mal ein Holztor eingerissen werden kann. Die restlichen Hütten und Holzbauten zeigen sich völlig unbeeindruckt von Demolierungsversuch.

Zum Sound und der Musik muss nicht wirklich viel gesagt werden. Wieder einmal sorgen die typischen Klänge für eine sehr stimmige Atmosphäre und die bekannten Geräusche aus der Star Wars Welt. Die Übersetzung ist insgesamt ganz ordentlich ausgefallen, lediglich einge Kleinigkeiten, wie "Zerstöre 4 Rancors" fallen unschön auf. Wer möchte, kann aber einfach die Systemsprache der Konsole ändern und hat dann die englische Originalfassung.

Meinung

The Force Unleashed macht es einem wirklich nicht leicht. Frust und Spaß können sehr dicht nebeneinander liegen. Die Handlung wird wirklich gut präsentiert, ist stimmig und auch optisch werden die beiden Next-Gen-Plattformen sehr ordentlich bedient. Es macht Spaß, die unterschiedlichen Welten zu entdecken und die Machtkräfte einzusetzen, allerdings wird man immer wieder aus der tollen Stimmung gerissen. Sei es, weil Gegner irgendwo hängen, der X-te Angriff scheitert, da der Charakter statt den Feind anzugreifen, nur wild in der Luft herum fuchtelt oder ganze Machtangriffe in die falsche Richtung gehen. Im Ansatz ist es wirklich toll, wie der Jedi wüten kann, wenn es aber im Kampf nicht wirklich möglich ist, präzise zu bestimmen, welches Objekt genommen und welcher Widersacher das explosive Geschoss ins Gesicht bekommt, kommt immer wieder Frust auf. Was dem Spiel fehlt ist Finetuning und ein wenig mehr Abwechslung im Gameplay. Wer sich davon aber nicht verschrecken lässt, als Einsteiger oder Gelegenheitsspieler auch mal länger an einen Bosskampf ausharren und probieren möchte, bekommt zwar kein Star Wars Actionspiel, das an die Jedi Knight Serie anknüpfen könnte, wird aber trotzdem solide unterhalten. Leider wurde hier viel Potential verschenkt. Insgesamt nur noch knapp eine 3+.


Geschrieben am 14.01.2009, Testkonfiguration: Xbox360
 



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