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Info
Autor 2
 2
 2.5
 2
Gesamt (84 votes) 2+
 1.9
 1.8
 2
Name:SWAT 4
Genre: Taktik-Shooter
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Irrational Games
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.1
USK: 16
SWAT 4 (review von nali_warcow)

Der mittlerweile vierte Teil der Serie, entwickelt von Irrational Games (Tribes: Vengeance, Freedom Force), präsentiert sich nun mit Unreal Technik und Havok Physikengine. Doch was letztenendes zählt ist das Gameplay hinter der Technik. Wie sich das Spiel insbesondere in diesem Punkt schlägt, soll das folgende Review zeigen.

Fast schon bescheiden kommt das Spiel auf lediglich zwei CDs in einer normalen DVD Verpackung. Dazu gibt es ein etwa 26 Seiten starkes Handbuch, das neben einigen Worten zum Gameplay überwiegend Waffen und Spieloptionen erläutert, doch dank eines Tutorials sollte es kein Problem sein, ins Spiel zu kommen. Im Vergleich zu so manchen anderen Spielen ist der CD Key des Spiels einwandfrei lesbar und auch ausreichend groß gedruckt. Der Trend geht heutzutage ja zu möglichst kleiner Schrift und unleserlichen Zeichensätzen. Schwerwiegende Bugs, Abstürze oder Probleme mit dem Kopierschutz traten nicht auf.

Willkommen im Team

Wie schon im Vorgänger oder in ähnlichen Spielen steuert man in SWAT 4 einen Trupp Spezialisten der Polizei durch unterschiedliche Schauplätze - ohne Zusammenhang. Dabei geht es nicht um die Festnahme simpler Taschendiebe, sondern um die kniffligeren Aufgaben. Hier geht es um Geiselnahme und Terrorismusbekämpfung. Höchste Priorität hat dabei das reibungslose und möglichst gewaltlose Ablaufen einer Mission.

Mit Taktik geht es leichter

Das Team wurde gerufen, um eine Geiselnahme in der Disco zu beenden. Nachdem die groben Infos bei der Einsatzbesprechung vermittelt und die Ausrüstung zusammengestellt wurde, steht das Team wenige Augenblicke später vor dem Eingang des Gebäudes. Wer nun meint hier in bester Shootermanier durch den Abschnitt zu heizen und die Gegner wie die Fliegen im Vorbeigehen zu beseitigen, der sollte sich noch mal über das Genre informieren. Hier rennt der Trupp nicht durch den Level und feuert aus allen Rohren. Nur bei geplantem Vorgehen, Einsatz des gesamten Teams und viel Taktik, kann man die Missionen meistern. Statt also einfach die Tür zu öffnen, wird dem Kollege erst mal befohlen, unter der Tür mit einem Opti-Stab hindurchzusehen. So kann die Lage auf der anderen Seite ganz genau sondiert werden. Dort stehen zwei Geiselnehmer und würden sofort das Feuer eröffnen, sollte das Team durch die Tür rauschen. Der Teamleader gibt eine knappe Anweisung und schon bereiten sich die Kollegen darauf vor die Tür zu öffnen und erst nach dem Wurf einer Blendgranate das Gebäude zu stürmen. Die Tür geht auf, die Gegner reagieren, doch dann fliegt auch schon die Granate rein und das SWAT Team wendet sich kurzzeitig ab, um nicht selbst geblendet zu werden. So geblendet lassen sich die beiden Verdächtigen leicht überwältigen und sich widerstandslos Handschallen anlegen. Dann erfolgt noch eine kurze Lagemeldung an die Einsatzleitung, die Waffen der beiden werden eingesammelt und das Team dringt weiter ins Haus ein. Bevor es sich darauf vorbereitet in die große Halle der Disco vorzudringen, wird erst noch der Gang auf der linken Seite überprüft. Dazu folgen zwei Kollegen dem Spieler, während die beiden anderen die Tür bzw. den Raum sichern. Das Erkundungsteam hat noch gar nicht ganz das Ende des Ganges erreicht, da sind verzweifelte Schreie einer Geisel zu vernehmen, die um ihr Leben bangt. Nun muss eine schelle Entscheidung getroffen werden. Stürmen die drei SWAT-Mitglieder einfach um die Ecke oder will man erst mal vorsichtig die Lage sondieren. Da die beiden Kollegen jedoch etwas hinterherhinken und die Geisel vermutlich nicht mehr lange am Leben sein wird, erfolgt ein gewagter Schwung um die Ecke. Glücklicherweise schaut der Geiselnehmer in die falsche Richtung und hat den Spieler nicht gleich bemerkt. Diesmal reicht ein kurzes "Polizei, Waffen runter", damit er einsieht, dass er keine Chance mehr hat. Langsam lässt er die Waffe fallen. Einer der beiden Begleiter wird daraufhin angewiesen den Man zu fesseln. Dann kümmert man sich um die Frau. Sie zu trösten ist zu zeitaufwendig und hier im Gebäude herumlaufende, hysterische Geiseln kann das Team auch nicht gebrauchen. Also wird die Dame auch noch schnell "verpackt". Nach einer weiteren Lagemeldung bereitet sich das Team vor, den Hauptraum der Disco zu stürmen. Das blaue Team wartet ja noch an der einen Tür und mit Rot zieht der Spieler zur anderen. Beide Teams untersuchen Tür und dahinter liegenden Raum. Während bei Blau die Tür verschlossen ist, könnte Rot problemlos eindringen. Über die Helmkamera gibt der Einsatzleiter Team Blau die Anweisung, die Tür zu sprengen und mit einer Granate die Gegner zu beschäftigen. Leicht verzögert dringt dann das rote Team über die andere Tür ein...

13 Aufträge fürs Team

Bevor sich der Spieler selbst ins "Abenteuer" stürzen kann, sollte er sich besser das Tutorial von SWAT 4 ansehen. Neben den grundlegenden Bewegungen und Waffen ist insbesondere der Abschnitt über das taktische Vorgehen und den geschickten Einsatz des Teams eine wichtige Lektion für die kommenden 13 Missionen. Je nachdem für welchen Schwierigkeitsgrad sich der Spieler entscheidet, kann er in der Kampagne mehr oder weniger ballern und die Gegner ggf. einfach umlegen. Doch insbesondere wer die geforderte Leistung des höchstens Schwierigkeitsgrades erreichen möchte, kommt um bedächtiges Vorgehen und möglichst geringe Verluste im eigenen Team und bei den Terroristen nicht umhin. Zwar muss man im unteren Schwierigkeitsgrad nicht nur weniger Punkte erreichen und nimmt etwas weniger Schaden, dennoch sind die SWAT-Einheiten keine Superhelden. Nach wenigen Treffern ist der Spieler auch auf leicht hin und die Mission somit gescheitert. Die ersten Missionen lassen sich vielleicht auch überwiegend mit roher Gewalt lösen, doch der Schwierigkeitsgrad zieht im weiteren Verlauf merklich an und wie in der Realität kann ein Fehler das "Aus" des Einsatzes bedeuten. In den zusammenhanglosen Missionen wird das Team zu den unterschiedlichen Einsatzorten gerufen. Irgendwelche bösen Jungs haben sich in einem Gebäude verschanzt und halten mehr oder weniger Geiseln in den unterschiedlichsten Konstellationen fest. Sei es, dass man den Trupp durch heruntergekommene Häuser, eine Disco oder eine Computersoftwarefirma führt. Das Gameplay ist immer gleich. In der Einsatzbesprechung bekommt man einige Hintergründe zur Mission mit unterschiedlich vielen nützlichen Infos. Mal gibt es genauere Infos über Gegner, Bewaffnung und vielleicht eine hilfreiche Karte. In anderen Fällen sind die Infos eher spärlich. Diese Briefings werden leider recht trocken und unspektakulär als Text präsentiert, den man sich auch vorlesen lassen kann. Je nach Auftrag gibt es stellenweise auch zwei unterschiedliche Startpunkte. Stürmt man das Gebäude über das Dach oder lieber über die Tiefgarage? Leider gibt es jedoch nicht in allen Missionen alternative Startpunkte und mitunter sind diese fast nebeneinander, so dass man sich noch in der Mission umentscheiden kann. Bevor es dann in die Mission geht, sollte man sich auch einige Gedanken über die Ausrüstung des Teams machen. Welche der unterschiedlichen Pistolen, Shotgun, etc. nimmt man mit? Jedes Teammitglied kann nur zwei Waffen bei sich tragen und dazu noch eine Reihe an Objekten wie Granaten, den Opti-Stab um unter Türen oder um Ecken zu schauen. Für widerspenstigste Gegner bzw. Zivilisten würde sich eventuell auch ein Pfefferspray oder ein Elektroschocker anbieten. Auch unterschiedliche Granaten (Rauch, Blend und & Gummigeschosse) sind wichtig im Kampf gegen die Terroristen. In den Missionen gilt es sich meist im ersten Versuch mit dem Layout des Gebäudes vertraut zu machen. Insbesondere die späteren Missionen lassen sich kaum gleich beim ersten Versuch lösen. Da in den Missionen nicht gespeichert werden kann, wird der Spieler sehr dazu ermutig, vorsichtig vorzugehen und alle Möglichkeiten zu nutzen. Sprich: Der Spieler stürmt nicht immer als erster in den Raum, sondern setzt das Team klug ein und muss genau abwägen, was er riskieren will. Mitunter zögern die Geiselnehmer nicht die wichtige Zielperson zu exekutieren. Mit 1-2 Klicks hat man jeden Befehl erteilt. Soll die Lage gecheckt, ein Schloss geknackt oder aufgesprengt, eine Geisel gefesselt oder Deckung gegeben werden. Der Spieler kann auch jederzeit zwischen Befehlen für das gesamte Team (Gold) und für Blau/ Rot umschalten. Hat man das Team aufgeteilt, dann kann man jederzeit ein kleines Sichtfenster anzeigen lassen und darüber das Team nicht nur beobachten, sondern auch befehligen. Nachteil dabei bzw. bei anderen Aktionen, die der Spieler selber ausführt (wie Schlösser knacken, Geiseln verhaften, etc.) ist, dass man sehr anfällig für Angriffe der Gegner ist. Sehr interessant ist auch die Möglichkeit zu einem oder mehreren Scharfschützen zu schalten, welche in den Missionen mitunter irgendwo auf anderen Gebäuden stationiert sind und sich melden, sollten sie einen Gegner sehen. Da kann man dann kurzzeitig das Fadenkreuz des Scharfschützen steuern und Gegner z. B. in einem anderen Stockwerk ausschalten. Die Teammitglieder folgend den Anweisungen des Spielers meist recht gut. Wegfindungsprobleme gab es eher selten. Da stand man meist zu dicht im "Gedränge" und der Kollege kam nicht zu seinem zugewiesenen Ziel. Doch in dem Fall machen sich die Kollegen akustisch bemerkbar, wie auch bei allen anderen Meldungen wie "Personen gesichtet" oder "Raum gesichert". Auch schießen sie einem glücklicherweise nicht in den Rücken. Kleine Probleme gibt es jedoch bei der Erstürmung des Raumes. Hier stehen sie dann mitunter doch recht genau im Raum in der Schusslinie und werden ein leichtes Ziel. Auch den Gegner zur Aufgabe zu überreden zählt nicht zu den Stärken der Begleiter. Bei jedem Start einer Mission werden Terroristen und Geiseln leicht anders im Level platziert, was bedeutet, dass man beim nächsten Versuch eine neue Herausforderung vorfindet.

Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad muss der Spieler eine gewisse Mindestpunktzahl erreichen, die sich aus dem Erfüllen der Missionsziele, gefangene lebende Terroristen und Verletzungen des SWAT Teams berechnett, will man die Mission erfolgreich beenden und den nächsten Level frei schaltenl. Je nach Können kann man etwa damit rechnen, die Karriere im Einzelspielermodus nach etwa 15 Stunden zu beenden. Das hängt natürlich auch damit zusammen, welche Bewertung man anstrebt. Wer im höchsten Modus immer mindestens 95% erreichen will, sitzt 'ne Weile länger dran als wenn man nur 50 von 100 "Normal" anstrebt. Auch kann es mitunter eine Weile dauern die letzte Geisel bzw. verdächtige Person zu finden. Da hat man das gesamte Gebäude eigentlich abgesucht, doch irgendwie ist einer der Typen an einem vorbei oder durch eine andere Tür gelaufen und steckt meist in irgendeiner Ecke, an der man beim erneuten Durchsuchen meist zuletzt nachschaut.

Der Mehrspielermodus und sonstige Möglichkeiten

Spätestens wenn man die Kampagne mehrfach durchgespielt hat, dürstet es einem nach neuen Aufgaben. Zum einen kann man sich ganz leicht mit wenigen Klicks Missionsvarianten der Originalmissionen erstellen. Von den Zielen, Gegnern, Ausrüstung, Geiseln bis hin zu Zeitlimits und anderen Kleinigkeiten kann man in wenigen Menüs schnell einige Optionen auswählen und diese Varianten auch abspeichern. Wer es etwas komplexer möchte, der kann auch auf den Editor zurückgreifen. Wer schon mal für ein Unreal-Engine Game (vorzugsweise UT2003/2004) was gemacht hat, sollte eigentlich recht schnell den Einstieg gefunden haben und muss sich lediglich um die Details für eine SWAT Map kümmern. Auch sollte es so theoretisch möglich sein, bald in Internet einige gute Missionen von Fans zu bekommen. Hier wird erst die Zeit entscheiden, wie stark sich die Community engagiert. Hat man ansonsten einen Internetanschluss oder einige Rechner im LAN stehen, kann man sich auch am Mehrspielermodus versuchen. Dabei wird nicht auf spezielle DM-Karten zurückgegriffen, sondern auf Originalschauplätze der Missionen. Neben der Möglichkeit die Missionen im COOP gegen die Terroristen zu spielen, wobei man jedoch leider gut 4 oder 5 Spieler braucht, da es keine Bots gibt, die fehlenden Teammitglieder ersetzen, kann man auch eine Reihe unterschiedlicher "Polizist vs. Terroristen" Spieltypen zurrückgreifen. Neben dem COOP-Modus werden alle weiteren Spieltypen SWAT vs. Terroristen gespielt. Im Schnelleinsatz werden auf der Karte zufällig einige Bomben platziert, die das SWAT Team innerhalb eines knappen Zeitlimits entschärfen muss. Außerdem gibt es eine VIP Eskorte, wobei ein SWAT Spieler zum VIP ausgewählt wird und zum Levelende gebracht werden muss. Die bösen Jungs müssen den VIP schnappen und können ihn nach 2 Minuten exekutieren. Im letzten Spieltyp, "Verbarrikadierte verdächtige Personen" zählen Kills und Festnahmen. Der Ping online ist mitunter sehr gut und die Server ordentlich gefüllt. Dem Spaß im Netz steht somit wenig entgegen, wenn man nicht mit irgendwelchen Teamplaymuffeln zusammenkommt, die das Spiel im Ramboalleingang meistern wollen.

Handhabung des Spiels

Bei der Steuerung orientiert sich SWAT 4 überwiegend am Genrestandard der Shooter. Die Bewegung erfolgt mit der WASD Tastatureingabe und Umsehen, Feuern mit der Maus. Alle Tasten können problemlos im Spiel und auch während einer Mission geändert werden. Auf Wunsch kann man sich auch jederzeit ein Sichtfeld im oberen rechten Bereich des Schirms anzeigen lassen, mit dem man das Team genau beobachten kann und auf Wunsch lässt es sich kurzzeitig vergrößern, um den Kollegen dort Befehle geben zu können. Das Erteilen von Befehlen geht wunderbar einfach von der Hand. Blickt man auf ein Objekt wie z. B. Tür oder Terrorist, der sich ergeben hat, dann wird automatisch der Befehl "Öffnen & Sichern" bzw. "Verhaften" angezeigt. Oder aber wenn sich nichts Besonderes im Fadenkreuz befindet, erscheint der simple Befehl "Nachfolgen". Möchte man jedoch einen anderen Befehl wie z.B. "Öffnen, Blenden und Sichern" geben, muss lediglich die rechte Maustaste über der Tür gedrückt werden und schon kann man mit dem Mausrad den gewünschten Befehl auswählen. Man muss nicht mal klicken. Etwas fummelig ist dagegen das Auffinden der Gegner-Waffen ausgefallen. Damit man diese aufnehmen und somit sicherstellen kann, muss man diese anwählen. Nur leider fliegt die Waffe auch gerne mal durch den Raum, rutsch herum oder aber in manchen Fällen liegt die Person auf der Waffe. Möchte man hier am Ende auch alle Waffen aufgesammelt haben, dann kann dies bei z. B. 21 von 22 zur Sucherei ausarten und länger als die eigentliche Mission dauern.

Grafik & Sound

Grafisch setzt SWAT 4 auf die Unreal Engine, was sich recht angenehm in der Optik bemerkbar macht. Das Spiel lief wunderbar flüssig und die Schauplätze machten einen sehr natürlichen Eindruck. Egal ob man nun durch ein verwahrlostes Gebäude oder in irgendwelchen hochmodernen Einrichtungen lief. Die Räume sind sehr abwechslungsreich, detailliert und unterschiedlich ausgestattet. Lediglich die Texturen der Zivilisten und Gegner könnten besser sein. Auch fallen weitere Schwankungen bei der Texturqualität auf. So sind manche Tafeln und Schilder wunderbar zu erkennen, doch so manch andere scheinen über keine High Detail Textur zu verfügen oder leigen nur in "schlechter" Qualität vor. Es gibt wohl auch eine rudimentäre Physikengine (Havok)l, allerdings lassen sich nur wenige Objekte und davon fast ausschließlich Charaktermodels, davon beeinflussen. Meint man, dass nach eine Granatenexplosion oder wilden Feuergefechten die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wird, dann irrt man sich. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen, als nur eine aufgesprengte Tür. Die deutsche Sprachausgabe war zwar stellenweise nicht ganz stimmig und so mancher Ausruf "Polizei" wirkte leider nicht sehr beängstigend, wie er wohl sein sollte. Doch ansonsten gibt es wenig daran zu meckern und sehr viel wird in den Missionen ohnehin nicht gesprochen - von den Standardsprüchen wie Statusmeldungen mal abgesehen. Dazu gibt es passende, realistisch klingende Soundeffekte für Waffen und Umgebung und einen angenehmen und stimmigen Soundtrack.

Meinung

Mit SWAT 4 bietet Irrational Games eine grafisch und spielerisch aktuelle Version der SWAT Reihe. Bis zur letzten Mission, zur letzten geretteten Geisel und dem letzten gefangenen Bösewicht erlebt man eine ganze Reihe spannender und taktischer Aufgaben. Die Settings sind abwechslungsreich und stimmig. Die Bedienung ist zum Großteil - abgesehen von Kleinigkeiten wie der Waffensuche oder letzten Bösewicht - wunderbar gelungen und die KI der Mitstreiter sind gar nicht so schlecht und machen anstandslos was man sagt. Allerdings hat Irrational Games ansonsten bei den Features eher gespart und man spielt nicht viel mehr als eine aktuellere SWAT Version. Was fehlt sind wirkliche Weiterentwicklungen im Genre. Sicherlich sind diese doch recht öden Briefings realistischer, ebenso wie es kaum in der Realität eine verbindene Story zwischen den Einsätzen geben würde. Aber man spielt ja am Rechner, um unterhalten zu werden und da wären mehr Aufträge und eine schöne Story sicherlich nicht falsch gewesen. Schön wäre es, wenn man beispielsweise mehr Zusammengehörigkeit im Team hätte, vielleicht Fertigkeiten ausbauen könnte, etc. Mal schauen, vielleicht ändert sich diesbezüglich ja etwas bis SWAT 5. Wer sich ansonsten auch nur annährend für das Taktik-Genre interessiert, kann bedenkenlos zugreifen. Hier gibt es zwar bekannte Kost, aber sehr stimmig verpackt. Am Besten man hat einige gute Freunde für eine LAN oder eine Flat, dann kann man sich in noch spannendere Mehrspielerpartien stürzen und der Spielspaß endet nicht nach etwa 10 bis 15 Stunden.

Nachtrag:

Eigentlich sind Patches ja eine wunderbare Sache. Es kommen vielleicht einige Kleinigkeiten hinzu und auch der ein oder andere Bug wird behoben. Manchmal gibt es auch nicht so schöne Nebenerscheinungen und es läuft mit Patch schlechter als ohne. Und dann gibt es leider noch Updates, die fügen Sachen hinzu, die man gar nicht haben möchte. Und das trifft bei SWAT 4 zu. Mit Patch 1.1 gab es als Verbesserung „Added Massive Streaming Ad Support“. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich Ingamewerbung. Das bedeutet im Klartext, dass im Hintergrund Werbung geladen und im Spiel präsentiert wird und im Gegensatz zur ursprünglichen Version, in der lediglich von den Entwicklern gestaltete Poster und Plakate hingen, gibt es richtige Werbeplakate für Fernsehserien, Getränke oder Internetadressen. Abgesehen davon, dass durch die Werbung das Spiel nicht einen Cent preiswerter ist, werden auch fleißig Infos über den Spieler gesammelt. Welche IP wird verwendet und welche Werbung wird wie lange aus welchem Blickwinkel angesehen. All dem stimmt man bei Nutzung des Updates zu, die Verbesserungen allein gibt es jedoch nicht. Doch zumindest haben die Spieler außerhalb der USA Glück. Hier wird keine Werbung geladen, was das Programm jedoch nicht davon abhält dennoch eine Verbindung zum Server aufzubauen. Weitere Infos dazu findet man unter http://nationalcheeseemporium.org/ . Als Gegenmaßname sollte man die Server blocken, was unter XP unter Windows\System32\Driver\etc\host zu bewerkstelligen ist, indem man in die dortige Datei 127.0.0.1 madserver.net 127.0.0.1 ad.madserver.net 127.0.0.1 imp.madserver.net 127.0.0.1 media.madserver.net in einträgt.


Geschrieben am 29.04.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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