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Info
Autor 2
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Gesamt (4 votes) 3+
 1.6
 1.5
 2.1
Name:SWAT - Global Strike Team
Genre: Taktik-Shooter
Produkt: Vollversion
Release: 2003/12
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Argonaut
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Splitscreen
Sprache: Multilingual
Bemerkung: auch für PS2, nicht kompatibel mit Xbox360
USK: 16
Screens 14-17 vom Hersteller
SWAT - Global Strike Team (review von nali_warcow)

Taktikshooter Fans kommen zum Jahresende bzw. -anfang noch mal richtig auf ihre Kosten. Gleich zwei Titel buhlen um die Gunst der Käufer. Neben den von einigen vielleicht vom PC bekannten Ableger "Rainbow Six 3" erschien etwa zeitgleich auch "SWAT - Global Strike Team" (Hat nichts mit dem aktuellen Kino-Film SWAT zu tun). Um letztgenannteres geht es in diesem Review. Wie schlägt es sich gegen den Konkurrenten und liegt die Frustschwelle in den Missionen etwa auch so hoch? All das wird im Nachfolgenden geklärt, jedoch nur schon vorweg: Online ist "SWAT - Global Strike Team" nicht spielbar, auch wenn andere Reviews dies behaupten.

Story

Im Jahre 2008 ist das öffentliche Leben kein Zuckerschlecken mehr. Fast überall auf der Welt leiden die unschuldigen Zivilisten unter den Auswirkungen und Machenschaften des Terrorismus. Schießereien auf offener Straße finden nicht mehr nur in einigen Großstädten der USA, wie z. B. Los Angeles, statt, sondern überall. Mitglieder der unterschiedlichsten kriminellen Syndikate und Verbrecherorganisationen wollen mit aller aller Gewalt und extrem skrupellosen Machenschaften eines internationalen Terrornetzwerks ihre Ziele erreichen. Zwei verfeindete Verbrecherorganisationen (Zum einen das "Omega-Kartell" welches spezialisiert ist auf Wirtschaftskriminalität und zum anderen der "Flüsternde Drachen-Clan" mit Schwerpunkt "Straßenbande") liefern sich erbitterte Auseinandersetzungen. Doch dahinter steckt viel mehr als "nur" Bandenkriege. Eine globale Organisation arbeitet an der Herstellung und Verbreitung einer neuen Designerdroge namens "Spike". Zum Schutz vor dieser akuten internationalen Bedrohung beschloss der UN-Sicherheitsrat die Aufstellung einer Internationalen Anti-Terror-Einheit: SWAT (Special Weapons and Tactics). Das Team setzt sich nur aus den erfahrensten und besten Leuten zusammen und nimmt den Kampf gegen den internationalen Terrorismus auf. In der Rolle von Mathias Kincaid, einem ehemaligen Angehörigen der Delta Force, steuert der Spieler eine dreiköpfige Elitegruppe und bekämpft den Terrorismus weltweit. Zur Seite steht Kincaid zum einen First Leutnant Kana Lee, eine Scharfschützin und der Techniker Anthony Jackson - nicht wissend, dass sie nach einigen erfolgreichen Schlägen gegen die Verbrecher, schon bald selbst zur Zielscheibe werden. Der anfangs gefasste Carter ist aus dem Gefängnis entkommen und stellt nach einem Datendiebstahl sensibler SWAT-Dateien eine große Bedrohung dar. Doch er hat noch mit dem SWAT Team und Kincaid im speziellen eine Rechnung offen...

Terror im OP

Kaum hat sich das Team vom Banküberfall erholt, da kommt auch schon der nächste Notruf. Diesmal aus einem Krankenhaus. Eine Angestellte hat es gerade noch geschafft mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, bevor die Terroristen alles abgeriegelt haben. An sich ein "normaler Routineeinsatz", doch auch die Tochters des Bürgermeisters wird gefangen gehalten. Bei der Durchführung darf also kein Fehler passieren. Leider ist noch unklar, wo genau die Tochter festgehalten wird und das Team muss sich folglich durch das gesamte Gebäude kämpfen. Im Eingangsbereich haben die Kriminellen schon ordentlich gewütet. Überall zerstörtes Mobiliar, defekte Lampen und Kampfspuren. Zusammen mit Jackson gilt es nun, sich voran zu arbeiten. Eine verschlossene Tür hält das Team jedoch nicht lange auf, diese wird einfach kurzerhand gesprengt. Noch im Rauch der Explosion stürmen beide vor. Der erste Terrorist wurde von der Explosion zur Seite geschleudert und kann mit einigen harschen Worten zur Aufgabe gezwungen werden. Während man selbigen in Schach hält, legt der Kollege schnell die Handschellen an. Jetzt hat sich sein Kumpel hinter dem Empfangstresen wieder gefasst und eröffnet das Feuer. Doch zum Glück gehen alle Schüsse daneben und einige gezielte Schüsse aus der Betäubungspistole lassen ihn zu Boden gleiten. Nachdem auch dieser Gauner mit Handschellen versorgt wurde, kann das Team weiter zur Tür des Warteraums vorrücken. Durch die kleinen Glasausschnitte ist schon ein Terrorist zu sehen, der sich gerade auf die Tür zu bewegt. Ein kurzer Befehl an den Kollegen und schon stehen beide in Lauerstellung. Nichts ahnend tritt der Gegner durch die Tür und gibt sich auch gleich geschlagen. Die Hände in die Höhe und die Waffe polterte auf den Boden. Eine sehr verdächtige Person im Innern des Raums war nicht ganz so freundlich und versuchte, die beiden SWAT Mitglieder durch Schüsse am Eintreten des Raumes zu hindern, allerdings war seine Deckung hinter einem Pfeiler denkbar ungünstig gewählt und so hatte der dem Feuer aus zwei Richtungen nichts mehr entgegen zu setzen. Die anliegenden Krankenzimmer wurden einzeln gestürmt und gesichert, doch es zeigte sich kein weiterer Terrorist. Also weiter durch die Doppeltür zum Verwaltungsbereich des Krankenhauses. Die Lage sah jedoch nicht ganz so günstig aus. Mehrere Tische waren als Barrikaden im Gang verteilt. Noch fehlte zwar jedes Zeichen, doch man konnte sich sicher sein, dass sich hier einige Terroristen aufhielten. Also rum um die Ecke, ein Terrorist versucht zu fliehen, doch dank des schnell reagierenden Kollegen lag dieser bald friedlich schlafend auf dem Boden. Eine Ecke weiter scheint noch ein solcher Kerl zu sitzen, doch gegen eine Blendgranate ist er machtlos und lässt sich anstandslos verhaften. Damit kann es ja weiter auf den Hinterhof des Krankenhauses zur Notaufnahme gehen. An der Tür angelangt, werden die beiden Teammitglieder jedoch von einigen Schützen außerhalb des Hauses daran gehindert, hier lebend raus zu kommen. Gut das sich Scharftschützin Lee auf den Weg zum Dach des Krankenhauses gemacht hat. Lediglich ein nicht gerade sehr intelligenter Terrorist versucht sich ihr in den Weg zu stellen. Danach ist das Schussfeld frei. Einer im Wartehäuschen, mehrere auf einem Baugerüst und auf einem Balkon auf der gegenüberliegenden Seite. Danks Lees ausgezeichneten Umgang mit der präzisen Waffe stellen die bösen Jungs bald keine Gefahr mehr dar. Der Trupp kann nun gefahrlos weiter vorrücken. Also raus und rum um den Krankenwagen. Der Typ dahinter und der unter dem Gerüst werden gerade noch rechtzeitig erkannt, bevor sie der Geisel in der hinteren Ecke gefährlich werden können. Jetzt geht es weiter in Richtung Notaufnahme. Zwar gehen einige Scheiben im Feuergefecht zu Bruch, doch insgesamt geben beide Gegner recht schnell auf. Einige Gänge weiter erreicht das Team die Leichenhalle. In einem beherzten und schnellen Eingreifen werden dort die restlichen Terroristen überrumpelt und die Tochter gerettet. Mission erfolgreich.

Die Spielmöglichkeiten

Im Hauptmenü hat der Spieler die Auswahl zwischen 2 Modi mit jeweils 2 Spieltypen. Zum einen gibt es eine 21 Missionen umspannende Story-Kampagne, wo sich das SWAT Team anfangs mit "kleinen Fischen" herumschlägt, aber im späteren Verlauf selbst ins Kreuzfeuer der Terroristen gerät. Da man in den Missionen zu 99% nicht unter Zeitdruck steht, gibt es noch einen zweiten "Gegen die Zeit" Spielmodus. In diesem Modus startet man mit wenigen Minuten, wobei die Mission verloren ist, wenn die Zeit abgelaufen ist. Durch die Erfüllung von Aufgaben und das Ausschalten von Gegner bekommt man Zeitguthaben. Hierbei macht es sich jedoch bemerkbar, wie man die Gegner ausschaltet. Ein toter Terrorist bringt "nur" 5 Sekunden, wenn dieser jedoch gefangen genommen wird, winken 15 Sekunden. Aber auch Strafsekunden für "grausames" Vorgehen, wie etwa das Töten eines Gegners, der sich ergeben hat, sind nicht zu verachten. Kann man beim ersten Spieltyp noch zwischen unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen (Anfänger, Normal, Experte), so ist dies beim "Gegen die Uhr"-Modus nicht möglich. Insgesamt wurde der Schwierigkeitsgrad so gewählt, dass auch Anfänger im entsprechenden Modus eine Chance haben. Insbesondere die "Lebensenergie" wird durch den Schwierigkeitsgrad enorm beeinflusst. Als Experte hält man kaum mehr als ein/zwei Treffer aus. Wer trotzdem stirbt, der kann dann einfach am letzten im Level aktivierten Checkpoint mit voller Lebensenergie weitermachen. Wie eine Katze, so hat auch das SWAT Team 9 Leben, danach heißt es spätestens Mission fehlgeschlagen. Für die 21 Missionen auf normalen Schwierigkeitsgrad braucht man etwa - als Nichtprofi - 10 Stunden, kommt aber auch auf den Spielstiel und die angestrebte Bewertung an. Da man jedoch auf jeden Fall auch mal die Kampagne im Zeitmodus spielen sollte, steigert sich die Spielzeit entsprechend und außerdem wartet auch noch ein COOP-Modus auf den Spielern, in welchen zwei Spieler - an einer X-Box - 10 Missionen spielen können, die es nicht in der Storykampagne gibt. Das Spiel hat damit also gut 31 Missionen.

Action um die ganze Welt

Im Laufe des Spiels besucht das Team eine wahrlich große Auswahl an Locations. Angefangen bei eher normalen Gegenden wie Bank oder Krankenhaus, so gilt es auch einen Terroroanschlag in der Londoner U-Bahn zu vereiteln, Pariser Hochhaus oder aber in Forschungsanlagen in Russland. Desweiteren stehen Besuche im Parkhaus, Abwasserkanäle von Los Angeles, Obdachlosenasyl, Hafenbereich, auf einem Schiff, Lagerhaus, Gießerei und in den Tropen in Costa Rica und der Eisstation Semlja. Die 21 Missionen bilden eine durchgehende Story in welcher das SWAT Team so einigen Leuten in die Suppe spuckt, allen voran Carter. Doch es sind genau genommen nicht 21 Missionen, sondern deutlich weniger. Viele "Missionen" wurden aufgesplittet, wie z. B. der Russlandabschnitt. Hier endet eine Mission sozusagen mitten in der Erfüllung der Ziele und geht dann in der nächsten weiter. Das hat jedoch für den Spieler den Vorteil, dass man dazwischen speichern kann und die einzelnen Abschnitte spätere separat wieder spielen kann. Dadurch sind die 21 Missionen in etwa alle gleich lang geworden und können jeweils in handlichen Häppchen gespielt werden, da maximal einmal nachgeladen wird. Nicht alle Missionen werden im Team erledigt. Ab und zu muss der Spieler auch allein weiter kommen oder aber es werden die Personen gewechselt. Gilt es beispielsweise mit Lee am Anfang einer Mission das Dach eines gegenüberliegenden Hochhauses für den Trupp zu "säubern", so übernimmt man danach wieder die Steuerung der andern beiden. Wie man schon an der reinen Aufzählung der Schauplätze sieht ist Abwechslungsreichtum etwas, was bei SWAT groß geschrieben wird. Dabei wurden die Schauplätze sehr unterschiedlich und mit vielen typischen Wiedererkennungsobjekten ausgeschmückt. So hat man überwiegend wirklich das Gefühl, sich an den jeweiligen Orten zu befinden. Dabei schwankt die generelle Qualität der Level, wobei insbesondere der Anfang etwas "schwächer" gestaltet ist. Man merkt jedoch, wie die Leveldesigner immer besser mit der Technik, etc. vertraut wurden und die Leveldetails auch dementsprechend besser werden. Insbesondere Bump Mapping verhilft sehr vielen Objekten und Wänden zu wirklich erstaunlich detaillierten und überzeugenden Texturen.

Nicht nur das Ziel zählt, sondern auch wie man es erreicht

Die Missionsziele sind von der Formulierung her sehr abwechslungsreich gestaltet, allerdings spielt es sich dennoch immer gleich. Neben den Primären zielen, wie etwa finde Person X oder erforsche Raum Y gibt es immer drei sekundäre Ziele, die immer gleich sind. Es sollen möglichst eine Mindestanzahl an Terroristen zwecks Verhör festgenommen werden, zivile Verluste sollen gering bleiben, was jedoch auch den schönen Nebeneffekt hat, daß man nicht gleich die Mission verloren hat, wenn mal eine Geisel stirbt. Lediglich an einigen Stellen müssen ganz bestimmte Personen überleben. Auch unnötige GEwalt soll der Spieler vermeiden und darunter fallen die beiden Aspekte: Feuere nie auf Gegner, bevor dieser nicht auf dich gefeuert hat und erschieße keinen Gegner, der sich ergeben hat. Gerade letzteres ist mitunter nicht immer einfach. Da hat der Typ gerade die Hände hoch gerissen und man hat kurz davor den Schuss abgegeben. An einigen Stellen ergeben sich die Gegner auch in sehr schwer erreichbaren Positionen und da sie sich jedoch nicht ewig ergeben und nur wenn sie bedroht werden, muss man einfach nur warten, bis sie zur Waffe greifen und dann feuern die Begleiter automatisch und das Problem ist beseitigt. Ab und zu kommen auch neben "Finde X" auch noch Ziele wie das Finden und Entschärfen von Bomben vor, was jedoch immer nur der Kollege ausführen kann. Wer allerdings auf eine gute Auszeichnung und Beurteilung nach der Mission hofft, der sollte sich möglichst gleich von den "harten" Waffen verabschieden und mit dem Betäubungsgeschossen Freundschaft schließen. Diese lassen auch den stärksten Gegner nach einigen Treffern zu Boden gehen und können, die dann sicher verpackt werden. Dies sollte auch gemacht werden, damit keiner der Typen flüchten kann, was sich auch nicht so gut in der Statistik macht. Zusätzlich zu den einzelnen Werten und einer Beurteilung von A bis D (A = Sehr gut) kann der Spieler auch in jeder Mission unterschiedliche Auszeichnungen bekommen. Sei es, dass er die Mission ohne ein Continue zu brauchen geschafft hat oder ohne einen Treffer abzubekommen, etc. Aber auch mindestens 10 Kills der Begleiter oder eine gewisse Anzahl an Kopfschüssen wird belohnt. Gerade für den "Gegen die Uhr Modus" ist ein "friedliches" Vorgehen extrem wichtig und hilfreich, da man nur dadurch die benötigte Zeit bekommt.

Kampf & Ausrüstung

Im Laufe des Spiels trifft man auf eine ganze Reihe an Gegnern mit den unterschiedlichsten Bewaffnungen. Nahkämpfer mit Betäubungspistolen (geringer Schaden) über Gegner mit Shotgun und Granaten bis hin zu Scharfschützen ist die Palette recht umfangreich, wenn auch nichts Besonderes. Diie Gegner werden jedoch immer stärker, was zum einen an den Waffen und der generellen Gegneranzahl liegt und zum anderen durch geschickte Platzierung bzw. Skripte erzeugt wird. Da tauchen schon mal Gegner genau hinter einem oder in einer "Toten Ecke" auf und greifen plötzlich und unerwartet an. Manche Gegner verschanzen sich einigermaßen geschickt hinter Objekten, doch vielen ist der Begriff Deckung eher ein Fremdwort. Dadurch, dass die Gegner auch recht "geradeaus" laufen, stellen fliehende eine ideale Zielscheibe dar. Jeder Gegner hat auch eine Art Angstbalken, der, sobald er voll ist, dazu führt, dass er sich ergibt. Aber auch einige (Warn)Schüsse können helfen, diesen Balken zu füllen bzw. einige verbale "Rufe", wie "Stehen bleiben". Wenn man sich einem Gegner von hinten nähert, dann reicht ein Ruf und schon lässt dieser die Waffen sinken. Ab und zu werfen die Gegner auch Granaten, allerdings gefährden sie sich damit eher selber. Die Begleiter sind da nicht sehr viel intelligenter, auch sie kennen Deckung anscheinend nicht, können allerdings auch einiges einstecken und recht gut austeilen. Wenn man Lee (Scharfschützin) mit in der Gruppe hat, dann gibt es wenig Probleme. Gasmasken und Nachtsichtgerät nehmen die Begleiter selbstständig bzw. wenn der Spieler dies macht, jedoch kriechen sie nicht. Die Befehle wie Tür öffnen/sprengen/eindringen/benutzen, etc. erledigen die Begleiter gewissenhaft, wenn sie mitunter auch etwas zu weit vom eigentlich Objekt entfernt sind (So knackt der Begleiter in 2m Entfernung zum Schaltkasten selbigen). Aber dafür weiß man wenigstens, dass die Befehle befolgt werden und nur ab und zu wundert man sich über den Spruch "Geht nicht, ist abgeschlossen", was nicht stimmt. So ist die Tür keineswegs abgeschlossen und der Begleiter tritt diese auch ein, wie alle andern. Noch komischer wird es, wenn der Kollege dies sagt, wenn er jemanden festnehmen soll. Wer ein X-Box Communicator hat, der kann seine Begleiter auch per Sprachsteuerung dirigieren, was nach einigen Versuchen auch recht ordentlich klappt. Da es für jeden Befehl unterschiedliche "Kennworte" (z. B. um den Gegner ein zu schüchtern: Polizei oder SWAT oder Halt oder Auf den Boden!) und es einen Sprachtest in den Optionen gibt, wo man die Befehle jeweils aussprechen kann und angezeigt wird, wie gut diese erkannt werden, hat man eine wirklich klasse Atmosphäre, wenn man den Trupp per Sprache dirigiert: Jackson -> Eindringen -> Hände hoch -> Festnehmen

Die Waffenauswahl ist dagegen nicht sehr umfangreich. Neben drei Waffen (Sturmgewehr, Schrotgewehr, Maschinenpistole) von denen man jeweils eine nehmen kann, gibt es noch eine Betäubungspistole und einen Granatentyp für die Mission. Munition ist nebensächlich, da man unendlich viel davon im Spiel hat. Die drei tödlichen Waffen können jeweils in unterschiedlichen Aspekten (wie z. B. Magazingröße, Rückstoßdämpfer, etc.) in 4 Ausbaustufen verbessert werden. Hat man auf Stufe 1 nur 20 Schuss in der Knarre, so kann man in der 4ten Stufe 99 Schuss verpulvern, ohne Nachladen zu müssen. Punkte dafür gibt es bei der jeweiligen Missionsbewertung. Hier kann man es dann auch ausnutzen, dass man Punkte aus den vorherigen Schwierigkeitsgraden behält. Wer z. B. zuerst auf "Leicht" oder "Normal" spielt, der hat bessere Voraussetzungen für den schweren Schwierigkeitsgrad.

Sound

Zuerst die gute Nachricht, das Spiel liegt multilingual auf der DVD vor und mit entsprechend umgestellten Spracheinstellungen auf der Xbox, kann man auch die US Stimmen hören. Die "Deutsche Version" enttäuscht dagegen etwas und wirkt irgendwie unfertig. Die Briefings und Begleiter sind sehr ordentlich übersetzt worden und die Sprüche sorgen ab und zu für ein Schmunzeln. Auch zu den jeweiligen Anweisungen und sonstigen Geschehnissen (z. B. wenn eine Geisel in der Schusslinie steht) gibt es klare und verständliche Kommandos. Aber warum alle anderen Personen (ausgenommen in Zwischensequenzen) den Spieler auf Englisch anreden, ist ein Rätsel. Wieso rufen die Terroristen "I surrender Officer" oder die Geiseln "Are you SWAT" bzw. "Help me, Officer".) Das sind leider Schönheitsmankos, die einem beim Spielen immer wieder auffallen.

Grafik

An der Grafik von SWAT werden sich sicherlich die Geister schneiden. Auf der einen Seite wirken insbesondere die ersten Level z. B. etwas detailarm und insbesondere die Charaktere könnten doch deutlich mehr Polygone vertragen. Die Licht-/Schattenspielchen sehen zwar nett aus, aber Rainbow Six 3 hat da deutlich mehr zu bieten. Einige der Texturen sind auch nicht so überwältigend (Wenn auch an einigen Stellen erstaunlich gut, wie z. B. bei einigen Schildern an der Wand), doch das Spiel macht vieles wieder weg. Das Stichwort heißt Bump-Mapping und damit sind die Designer wirklich verschwenderisch umgegangen. Dies wird stellenweise in schier unglaublichen Mengen eingesetzt, doch die Schauplätze profitieren enorm davon. Egal ob es die verdreckten Oberflächen in der Kanalisation sind oder aber der abbröckelnde Putz im Obdachlosenasyl. Es sieht einfach klasse aus. Leider wirkt dann irgendwann jedoch die 20. Tür, die mit den tollen Bump-Mapping Effekten genauso aussieht wie die erste, nicht mehr so toll. Doch auch wenn die Grafik keine Referenz ist, so wird diese doch absolut flüssig dargestellt.

It is good not to play together?

Wie die Überschrift leider schon andeutet, so bietet SWAT - Global Strike Team leider keine Onlinespielmöglichkeiten über Xbox Live. Warum, das ist schleierhaft. Der Mehrspielermodus sieht nicht so aus, als wenn er mal eben schnell implementiert worden wäre- Immerhin existieren 10 speziell für den COOP Modus erstellte Missionen. Aber auch die kann man nur per Splitscreen spielen, noch nicht einmal ein Systemlink-Spiel wird unterstützt. Das ist wirklich ärgerlich und der MP Modus kann dadurch nicht sehr lange faszinieren, u. a. auch, weil es sich eben mit einem Vollbild (insbesondere im komplexeren Missionsmodus) doch deutlich angenehmer spielen lässt. Aber wenigstens ist es möglich, sich über Xbox Live neue Missionen runter zu laden und auch die Bestzeiten können hochgeladen werden. Neben der bereits erwähnten 10 Missionen umfassenden speziellen COOP Kampagne und dem dazugehörenden "gegen die Uhr Modus", gibt es auch einen Deathmatchmodus mit einigen unterschiedlichen Spieltypen (Deatmatch mit Zeit- bzw. Killlimit, ein Last man Standing, eine King of the Hill Variante in der man für das Tragen einer Tasche Punkte bekommt und zwei Domination-Varianten, in denen der Spieler Bereiche sichern und halten muss), leider ist hier die Karten- und Optionsauswahl nicht groß. Einige spaßige Spielchen wird man damit verbringen, doch da hat Rainbow Six 3 eindeutig die Nase vorn u. a. auch wegen Xbox Live Support. Da kann ein Splittscreen nicht mithalten.

Bislang stehen auch schon neben den 8 im Spiel enthaltenden Karten 2 weitere Maps per Xbox Live zum Download zur Verfügung. On Stop Shopping ist eine kleine Einkaufspassage mit 2 Ebenen und in "Militant Hideout" verschlägt es einen in eine verlassene Wüsten-Militärbasis. Letztere Map ist auf jeden Fall die etwa 2000 Blöcke wert.

Meinung

SWAT - Global Strike Team wird sicherlich die Spielerschaft spalten. Auf der einen Seite stehen die Rainbow Six 3 Spieler mit ihren unzähligen Waffen, schicken Licht-/Schattenspielen und viel taktischem Tiefgang. Doch auf der anderen Seite steht SWAT. Hier wird das ganze deutlich actionorientierter und vor allen leichter angegangen. Auch als Einsteiger kann man sich jetzt mal im Genre Taktikshooter versuchen und verzweifelt nicht so schnell, weil man nicht erst hinter jede Kiste dreimal sehen muss, langsam vorrücken und jede Tür behutsam und mit Bedacht zu öffnen hat. Hier kann man Spaß haben und das ganze etwas lockerer angehen. Allerdings kann man auch versuchen, möglichst gewaltfrei vorzugehen, das Ganze auf Wunsch mit einem Zeitlimit im Nacken und einem fairen Speicher-/Checkpointsystem. Zwar ist es etwas komisch, warum bei SWAT z. B. eine Spezialeinheit von einem umgestürzten Regal aufgehalten wird und man sich einen anderen Weg suchen muss, doch viele wollen ja auch einfach nur Spaß am Spiel haben. Das genau erfüllt auch SWAT, wobei es jedoch sehr verwunderlich ist, warum es keinen umfangreicheren Mehrspielermodus über Xbox Live oder aber zumindest über Systemlink gibt. Da werden schon 10 Extramissionen für den COOP-Modus entworfen und dann nur per Splitscreen, das ist wirklich schade. Bis auf kleine KI Patzer und einer flüssigen, wenn auch nicht überwältigenden Grafik ist SWAT - Global Strike Team ein wunderbarer Einstieg in Taktikshootergenre für alle, die mal eben reinschnuppern wollen oder aber sich nicht zu den Profis zählen. Die spielen Rainbow Six 3 im knackigen SP und online. Welches Spiel bzw. Spieltyp (Realismus vs. Fun) einem mehr zusagt, muss jeder selber entscheiden, aber mein Favorit ist SWAT.


Geschrieben am 04.01.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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