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Stronghold Legends  

Rückseite ]

Info
Autor 4+
 1.5
 2
 1.5
Gesamt (30 votes) 2+
 1.5
 1.6
 1.7
Name:Stronghold Legends
Genre: Strategie
Produkt: Vollversion
Release: 2006/10
Publisher: Take 2
Entwickler: Firefly Studios
Offiz. Sites: Game
Hardware: 1.6Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 2500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 1.2
USK: 12
Stronghold Legends (review von nali_warcow)

Mit Stronghold 2 katapultierte Entwickler Firefly die beliebte Burgen- und Belagerungsmischung in die dritte Dimension. Auch wenn sich das Gameplay nicht grundlegend änderte, wirkte der dritte der Teil der Serie nicht ganz so gelungen und die horrenden Hardwareanforderungen waren der wahre Gegner jedes Burgherrn, da Schlachten regelmäßig in einer Diashow endeten. Statt, wie es in der Branche üblich ist, wenig später ein AddOn nachzureichen, haben sich die Entwickler ein wenig mehr Zeit gelassen und präsentieren nun etwa 16 Monate später den nächsten Teil der Reihe. In Stronghold Legends kann der Spieler wieder eindrucksvolle Burgen errichten, die Verteidigungsanlagen der Feinde überwinden und sich mit einer Reihe mythologischer Inhalte und Neuerungen beschäftigen. Was Fans und Neueinsteiger von Legends erwarten dürfen und was sich im Bereich der Hardwareanforderungen getan hat, soll das folgende Review zeigen.

Stronghold Legends steht als Vollpreisprodukt in den Läden und benötigt entsprechend kein auf der Festplatte installiertes Stronghold 2, wenn gleich ein wenig Erfahrung mit den Vorgängern nicht schaden kann. Für den Vollpreis bekommt der Spieler nicht nur die DVD Hülle in einer kleinen Eurobox, sondern auch ein sehr umfangreiches und durchgehend farbig gehaltenes Handbuch. Auf über 100 Seiten werden sämtliche Grundlagen des Spiels detailliert erläutert und alle Fraktionen und Einheiten vorgestellt. Vor dem ersten Spielstart sollte auch der aktuellste Patch runtergeladen und installiert werden, der eine ganze Reihe kleiner und großer Probleme behebt. Der eigentliche Spielstart zieht sich jedoch eine ganze Weile hin, bis der Spieler endlich das Hauptmenü erreicht und mit dem eigentlichen Spiel beginnen kann. Danach sind die Ladezeiten allerdings sehr moderat gehalten.

Willkommen im Spiel, Mylord!

Stronghold-Veteranen werden sich im neusten Ableger der Serie schnell heimisch fühlen. Entwickler Firefly hat sich bei Stronghold Legends zum Großteil an bekannte Standards und Gameplaymechanismen aus Stronghold 2 gehalten. Entsprechend wird im Review zu Legend primär auf die Neuerungen eingegangen und weniger auf das grundlegende Gameplay. Dies wird im Review zu Teil 2 ausführlich vorgestellt.

Für Leser, die noch keinen Teil der Stronghold-Serie gespielt haben, hier eine kurze Zusammenfassung des Gameplays: Anfangs besteht die Siedlung des Spielers lediglich aus einigen Einwohnern, einem Lagerhaus und einem Vorratslager für Nahrung. Damit weitere Leute auf die Burg kommen, muss für ausreichend Essen und eine zufriedengestellte Bevölkerung gesorgt werden. Diese verrichtet sämtliche anfallenden Arbeiten. Bäume werden gefällt, Steine im Steinbruch abtragen und Waffen & Rüstungen hergestellt. Außerdem gilt es die Ländereien abzusichern und sowohl feindliche Belagerungen und Angriffe zu überstehen, sowie selber gegnerische Festungen zu erobern. Neben Kämpfen spielt somit auch der wirtschaftliche Part eine große Rolle.

Mit Legends liefern die Entwickler neben frischen Karten und Missionen zum einen einige Detailverbesserungen in Sachen Bedienung nach und erweitern das Stronghold-Setting zum anderen um neue Einheiten, "Gesinnungen" und einer ordentlichen Portion Mythologie, Helden und Spezialfertigkeiten. Gerade bei den zuletzt genannten Punkten werden Kenner der Serie schon ein wenig schlucken. Drachen, Heldenkräfte und Mythologie bringen das Stronghold-Universum doch schon ein wenig ins Wanken…

Kampagne, Feldzug und Mehrspielermodus

Zumindest in Sachen Umfang bietet Stronghold Legends Unterhaltung für Wochen. So gibt es neben einer 26 Missionen umfassenden Einzelspielerkampagne auch den Legenden-Pfad. Für jede der drei Gesinnungen gibt es jeweils einen Pfad bestehend aus einer ganzen Reihe vorgegebener Skirmish-Maps. Hier gilt es jeweils alle Gegner zu besiegen und siegreich das Schlachtfeld zu verlassen. Schon der leichteste Pfad präsentiert sich dabei als Herausforderung, an der Stronghold-Veteranen viel Freude haben werden. Wie schon in Stronghold Crusader können ein oder zwei Missionen pro Pfad auch übersprungen und später in Angriff genommen werden, so dass der Spieler sich auch am nächsten Auftrag versuchen kann, sollte eine Skirmish-Partien nicht auf Anhieb zu schaffen sein. Bei der Kampagne werden Wirtschaftsfreunde in die Röhre schauen. Legends bietet nur drei reine Kampfkampagnen und friedliches Bauen wurde gestrichen. In der ersten Kampagne steuert der Spieler die Geschicke König Arturs, Merlins und die der Ritter der Tafelrunde, Kampagne 2 präsentiert die Geschichte von Siegfried und Dietrich, während die letzte Kampagne die wahre Geschichte von Dracula erzählt. Im Gegensatz zu Stronghold 2 wird das Geschehen jedoch nicht durch Zwischensequenzen und Kameraschwenks präsentiert, sonderlich lediglich durch Sprachmeldungen und einer Texttafel vor Missionsbeginn. Je nach Mission werden sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Missionen geboten. In einigen Missionen ist der Spieler nur mit einer Hand voll Einheiten unterwegs, in einer anderen muss eine Festung erobert werden oder es gilt den Angriffen der Feinde standzuhalten. Trotz der drei Schwierigkeitsgrade, die Legends bietet, steigt dieser schon sehr bald stark an und zeigt bekannte Stronghold-Schwächen. Die meisten Missionen lassen sich nicht im ersten Anlauf meistern. Einfach weil der Spieler zu wenig Ahnung hat, was ihn erwartet, von wo plötzlich neue Gegner das Schlachtfeld betreten und in welche Richtung das Reich abgesichert werden soll. Der Spieler kämpft nicht nur gegen die Feind-KI, sondern auch mit Mängeln im Design. So lassen sich die Einheiten noch immer nicht optimal handhaben und die Truppenteile sind mitunter zu dämlich, sich einigermaßen zu verteidigen oder geschickt im Angriff vorzugehen. Entsprechend viel Mikromanagement wird vom Spieler gefordert. Dazu gesellen sich auch noch Spaßbremsen in Form neuer Einheiten und Möglichkeiten. Die drei Gesinnungen/ Völker (Artus, Eis und Böse) können in einem besonderen Gebäude auf individuelle Spezialeinheiten zurückgreifen. Alle Parteien können für kurze Zeit Drachen herbeirufen, wenn ein entsprechendes Drachenei vorhanden ist. Während Artus auf zahlreiche Helden zurückgreifen kann, setzten die Gesinnungen "Eis" und "Böse" auf Einheiten, die beispielsweise bekannte Abwehranlagen einfach überrennen. Wie sich dies dann spielerisch auswirkt bekommt der Spieler schon recht früh in der Kampagne zu spüren. Die Basis soll vor Angriffen des Feindes geschützt werden. Eigentlich sollten einige Mauern reichen, doch die "Kriecher" des Gegners können die Mauern nicht nur spielend einfach hochklettern, sondern auch noch die Einheiten des Spielers bekehren. Als wenn dies nicht genug wäre, so schaden Pfeile den Tierchen überhaupt nicht. Hier hilft nur eine entsprechende Kontereinheit, wie Ritter. Nur leider dauert es einige Zeit, bis einige davon ausgebildet wurden und dann bewegen sich die Blechbüchsen auch noch so langsam, dass die Feinde eher an Altersschwäche sterben, bevor der Ritter sein Ziel erreicht. Dies tut er auch nur, wenn der Angreifer so freundlich ist und auf den Ritter wartet. Aber auch die Spezialfähigkeiten der Artus-Helden verändert das Gameplay merklich. Sir Bedivere kann mit seinem "Horn von Camelot" große Mauerabschnitte einfach in sich zusammenbrechen lassen. Allerdings ist auch dieser Kämpfer elendig langsam zu Fuß und außerdem kann der "Spruch" erst aktiviert werden, wenn die Einheit in Reichweite ist, was allerdings schon deutlich im Erfassungsbereich der Bogenschützen des Feindes der Fall ist. Entsprechend viel Klickarbeit ist zu leisten, damit der Spieler diese Möglichkeit nutzen kann. Diese Spezialfähigkeiten können jedoch nicht beliebig oft ausgelöst werden. Erst wenn sich der Machtkreis des Helden wieder aufgeladen hat, können erneut Truppen herbeigerufen, die Einheiten kurzzeitig magisch geschützt oder Feinde mit Blitzen angegriffen werden.

Wer irgendwann keine Lust mehr auf die Einzelspielerkampagne hat, der kann sich - wie schon in Stronghold 2 - im LAN oder Internet austoben oder gar mit dem mitgelieferten Editor neue Karten erstellen.

Und sonst?

Abgesehen von einigen Detailverbesserungen in der Bedienung ist bei Legend alles gleich geblieben und präsentiert sich somit eher als ein AddOn und weniger als ein wirklich neuer Titel. Jedoch hat Legends nicht nur Verbesserungen und neue Features spendiert bekommen, im Bereich Grafik wurde massiv abgebaut. Das Spiel präsentiert sich merklich schlechter als Stronghold 2 und wirkt sehr detailarm. Hier scheint es so, als sei die Zeit zurückgedreht worden und der Spieler findet einen der ersten Versuche in 3D-Grafik vor sich. Die Polygonanzahl ist sehr gering, Spezialeffekte kaum vorhanden und Texturen extrem matschig. Jedoch könnte es den einen oder anderen Spieler auch freuen, dass die Performance dafür ein wenig besser geworden ist und Legends zwar schlechter aussieht, aber besser läuft. Dennoch sind Spieler nicht vor Performanceeinbrüchen befreit und auch die Spielgeschwindigkeit hat sehr starken Einfluss auf die Performance. Wird die Spielgeschwindigkeit runter geregelt(!), dann sackten die Frames in den einstelligen Bereich ab. Akustisch bleibt Legends auf Stronghold 2-Niveau. Es gibt stimmige, mittelalterliche Musik und passable Hintergrundgeräusche.

Meinung

Schon die Demo zu Stronghold Legends machte skeptisch. Zwar ist das finale Produkt ein wenig ausgereifter, doch was hier zum Vollpreis angeboten wird ist leider nicht mehr als ein extrem überteuertes AddOn. Die Grafik ist ein deutlicher Rückschritt, KI und Handhabung noch immer alles andere als optimal und der Schwierigkeitsgrad extrem unausgewogen und nichts für Gelegenheitszocker. Hinzu kommt, dass das Setting mit Drachen und Mythologie nicht jedermanns Geschmack trifft, insbesondere wenn dadurch Gameplaymechanismen aus den Angeln gehoben werden. Neben der Ausstattung weiß Legends ansonsten zumindest in Sachen Missionsanzahl und Umfang zu gefallen. Wer sich mit den Mängeln anfreunden kann, kann Tage und Wochen damit zubringen alle Aufgaben zu meistern. Die bessere und preisgünstigere Wahl ist da noch immer der letzte 2D-Teil der Serie. Stronghold Crusaders ist preisgünstig zu haben und bietet solides Gameplay sowie eine lange Spielzeit. Der Sprung in die dritte Dimension ist Firefly mit Stronghold bis heute noch nicht recht gelungen. Vielleicht wird es ja was mit Stronghold 3.


Geschrieben am 16.11.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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