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Rückseite ]

Info
Autor 2
 0
 1.5
 2
Gesamt (22 votes) 2
 0.4
 1.8
 2
Name:Still Life
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/05
Publisher: The Adventure Company
Entwickler: Microids
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 600 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Bemerkung: auch für Xbox
USK: 16
Still Life (review von nali_warcow)

Seit einiger Zeit befindet sich das Adventure Still Life von Microids in den Läden und wie inzwischen auch längst nicht mehr unüblich zugleich für PC und Xbox. Basierend auf dem Grundgerüst von Syberia 2 wird hier ein schonungsloses, etwas düsteres Adventure ohne neumodischen Actionsequenz-Schnickschnack präsentiert. Wie sich der Nachfolger zu Post Mortem im Vergleich zu anderen Spielen schlägt, soll das folgende Review klären.

Gerade einmal zwei CDs werden benötigt und mit 600 bis 1200 MB ist das Spiel auch recht schlank ausgefallen. Als Einstieg und Information zum Spiel gibt es ein dünnes, aber dafür farbiges Handbuch, in dem die insgesamt recht simple Handhabung des Spiels genau erklärt wird. Abstürze oder andere technische Problem (vielleicht durch den StarForce Kopierschutz) traten beim Durchspielen nicht auf.

Weihnachten, eigentlich eine besinnliche Zeit

Eigentlich ist die Weihnachtszeit ja etwas Schönes und Gemütliches, doch leider nicht für alle. Insbesondere FBI Agentin Victoria McPherson ist nicht so ganz in Feierlaune. Ein Serientäter treibt sein Unwesen in Chicago im Jahre 2005. Inzwischen gab es schon das fünfte Opfer und dabei ist er nie besonders zimperlich vorgegangen und es wird auch nicht das letzte Opfer sein. Leider wurde bislang auch noch keine wirklich heiße Spur entdeckt, welche die Ermittler zum Täter führen konnte. Was Victoria anfangs noch nicht weiß ist, dass ihr aktueller Fall mit einer Ermittlung ihres Großvaters im Jahre 1920 in Prag in Zusammenhang steht. Das Abenteuer beginnt. Im Gegensatz zu vielen anderen Adventures geht Still Life in eine recht düstere Richtung und so gibt es einige blutige Tatorte und Leichen zu bewundern. Die Story entwickelt sich dabei sehr spannend und motiviert extrem zum Weiterspielen. Problematisch wird es jedoch zum Ende, wenn alles doch recht offen gelassen wird. Man könnte auf einen dritten Teil (nach Post Mortem und Still Life) hoffen, doch leider wurde Microids inzwischen von UbiSoft geschluckt und es sollen nun keine Adventures mehr folgen.

Das fängt ja gut an

So erreicht Victoria nun zu beginn also den fünften Tatort. Vom Polizisten am Eingang gibt es eine kurze Information zur Situation und dann geht es auch schon rein in das runtergekommene Gebäude. Vor der Tür zur Wohnung trifft man dann auch Partner Miller, dem die Szene erheblich zugesetzt hat. Während dieser noch weiter gegen seinen Brechreiz ankämpft, kümmert sich der Spieler um die nötige Beweissicherung. Neben der Kamera hat man weitere Utensilien zur Spurensicherung. Langsam arbeitet man sich nun durch die einzelnen Räume. An einem Nagel findet man einige Haare, die fotografiert und eingetütet werden, die Schleifspuren im Gang sind auch eine interessante Entdeckung. In den beiden vorderen Räumen gibt es entsprechende Blutproben auf dem Boden zu sichern, die unter Schwarzlicht gut auszumachen sind. Einfach den entsprechenden Filter vor die Scheinwerfer stecken. Außerdem findet man einige makabere mit Blut geschriebene Sprüche des Täters an der Wand, nachdem man diese mit Luminol sichtbar gemacht hat. Auch die Untersuchung der Leiche hat einige Kleinigkeiten offenbart und vielleicht wird die folgende Untersuchung im Leichenschauhaus noch weitere hilfreiche Infos ans Tageslicht bringen. Damit sollten erst mal genug Infos gesammelt worden sein und die Nachforschungen gehen auf dem Revier weiter…

Dem Killer auf der Spur

In insgesamt sieben Abschnitten ist Victoria darum bemüht den Serienkiller dingfest zu machen. Allerdings spielt der Spieler nur etwa 50% der leider recht knappen Spielzeit von etwa 7 bis 10 Stunden Victoria. Schon gegen Ende des ersten Abschnitts entdeckt der Spieler auf dem Dachboden die Aufzeichnungen von Gus McPherson, der Kennern von Post Mortem ein Begriff sein sollte. Zufälligerweise war er als Privatdetektiv in Prag im Jahre 1920 einem ganz ähnlichen Fall auf der Spur. Und genau diese Ermittlung werden nachgespielt, so dass nach jedem Abschnitt ein Perspektivenwechsel erfolgt, der die beiden Handlungsstränge wunderbar miteinander kombiniert. Das Gameplay ist dabei in beiden Epochen gleich. Der Spieler steuert den Ermittler bzw. die Ermittlerin in bester Point & Klick Manier durch die Landschaft. Im Gegensatz zum Anfang des Spiels bzw. der Demo ist der Fokus des Gameplays jedoch weniger bei den richtigen Rätseln, sondern eher bei Gesprächen. Da wollen Zeugen verhört, neue Freundschaften geschlossen und der ein oder andere Gefallen eingelöst werden. So hat man in einem Gespräch belauschen können, dass der Zuhälter meint, man hätte es auf seine Mädels abgesehen. Dies versucht man im folgenden Gespräch richtigzustellen. Als kleinen Beweis soll man den Schläger Roman aus dem Knast holen, weil dieser dem Polizisten Stasek eine geknallt hatte. Also geht es auf zur Wache und da man Stasek gut kennt, ist es auch kein großes Problem. Dieser möchte lediglich eine kleine Gefälligkeit und seine Tapferkeitsmedaille zurück, die die Zuhälterin Apolina besitzt. Nach einer kurzen Diskussion bekommt man sie dann auch und klappert dann die Leute der Reihe nach rückwärts wieder ab. Somit gestattet der Zuhälter ein Gespräch mit einem bestimmten Mädchen. Dies ist eine recht beispielhafte Passage aus Laufwegen und Gesprächen. Auch vorhanden sind einige kleine Puzzle, wie etwas später auf einem Schrottplatz, wo Kisten mit einem Kran richtig angeordnet werden müssen oder Schiebeaufgaben zu lösen sind. Im Prinzip sind diese Schiebeaufgaben nette Knobeleien. Nur leider ist an ein oder zwei Stellen der Schwierigkeitsgrad bei den Entwicklern durchgegangen. Hierunter fällt das Knacken eines Schlosses, bei dem man mit zwei Dietrichen die Stifte im Schloss reindrücken muss. Wer nicht gerade viel Ahnung vom Backen hat, der wird auch seine "Freude" an der Plätzchenaufgabe haben. Hier müssen einige Kekse für den lieben Herrn Papa gebacken werden. Leider liegt das Rezept nur in kryptischer Form (1 Tasse Liebe, ½ Tasse Großzügigkeit, etc) vor und muss vom Spieler entsprechend auf die Zutaten angewendet werden. Aber auch bekanntere Aufgaben sind vorhanden. Wie bekommt man aus 5 Liter Wasser in einem Bottich nur noch 4 Liter oder Schiebepuzzle, in denen ein Bild zusammengestückelt werden muss. Actionaufgaben, sind glücklicherweise nicht vorhanden. Lediglich gegen Ende muss ein Roboter durch Laserstrahlen gesteuert werden, was nicht so schwer ist, weil es auch nur einen Weg gibt. Wird der Roboter jedoch zerstört, muss man wieder von vorne anfangen und abspeichern geht dabei nicht. Ab und zu findet man dann auch noch die klassischen Adventureaufgaben. Da muss man beispielsweise die Putzkraft ablenken, damit man an die Schlüssel kommt, ein Ausweis will zusammengebastelt werden oder es gilt Fingerabdrücke zu sichern. Es kann jedoch nicht gesagt werden, dass diese Aufgaben besonders schwer geraten sind. Auch Einsteiger sollten damit bestens zurechtkommen. Glücklicherweise gibt es auch nicht sehr viel Pixelhunting. Es sind fast alle Gegenstände gut zu erkennen bzw. beim Überfahren mit dem Cursor werden sie gut sichtbar angezeigt. Da kann man zwar beispielsweise die Tasse vom Chef noch nicht nehmen, erkennt aber, dass etwas anklickbar ist um es früher oder später zu verwenden. Wer somit die Räume schon immer von Anfang an untersucht, sollte fast immer wissen, was man wo bekommt. Lediglich an einige Sachen wie einem Messer auf den Fliesen vor dem Werkzeugkasten sind sehr schwer zu erkennen, zumal man sich sowieso fragt, weshalb man nicht auch einfach eins der sicherlich vielen Messer aus der Küche nehmen könnte. Ebenfalls sind Aufgaben vorhanden, in denen es auf zwei Aufnahmen kleine Unterschiede zu erkennen gilt und "Indiana-Jones-like" muss auch ein dunkles Labyrinth aus der Vogelperspektive überwunden werden. Kontinuierlich kommen immer mehr Schauplätze hinzu und die Story wird mit einigen interessanten Wendungen präsentiert. Auch lockern stimmige Zwischensequenzen das Spiel immer wieder auf und verknüpfen gleichzeitig sehr gekonnt die beiden Zeitepochen. Nur das Ende ist sicherlich nicht ganz befriedigend, weil das große Erfolgerlebnis leider ausbleibt. Im Spiel selber wird man jedoch meist sehr schnell Erfolgserlebnisse erzielen. Oftmals wird dem Spieler sehr direkt gesagt, wo es weitergeht und auch die Helden denken da sehr laut nach.

Handhabung des Spiels

Die Steuerung geht insgesamt sehr einfach und weitestgehend problemlos von der Hand. Der Mauszeiger verändert sich entsprechend, wenn man mit Personen sprechen, Dinge aufheben oder aktivieren oder das Bild verlassen kann. Dank laufen per Doppelklick und Karte kommt man auch recht fix von einem Schauplatz zum anderen. Sehr viele Interaktionsmöglichkeiten bieten viele der gerenderten Hintergründe leider nicht. Irgendwelche Objekte, die einfach nur so angewählt werden können, tauchen kaum auf. Im Gegensatz zu anderen Spielen gibt es für Gespräche nur zwei Tasten. Sollte eigentlich einfach sein, nur scheinbar haben damit einige "professionelle Tester" Probleme und bemängeln die Gesprächsführung als "umständlich". Die Handhabung ist ganz einfach. Die linke Taste führt ein Gespräch, das zwingend notwendig ist um im Spiel voranzukommen, mit der anderen wird Smalltalk gestartet. Woran man sich anfangs etwas gewöhnen muss ist die Handhabung bei Gegenständen. Hier leuchtet auf dem Bild oben links ein entsprechendes Handsymbol auf, das darauf hindeutet, dass man an genau dieser Stelle ein Objekt verwenden kann. Dann geht man ins Inventar und benutzt den Gegenstand und danach muß man mitunter erst noch das Ziel wählen, meist, wenn es um die Anwendung in einer Nahansicht geht. Steht man jedoch irgendwo im Raum und möchte nun einen Gegenstand auf ein weit entferntes Objekt anwenden, dann muss man sich erst dorthin begeben. Außerdem können Gegenstände betrachtet und gedreht werden, so dass beispielsweise ein Code auf der Rückseite einer Chipkarte entdeckt wird. Neben Aufzeichnungen, die alle wichtigen Fortschritte in knapper Textform festhalten, sammelt man auch im Laufe der Zeit einige Dokumente, die im Inventar betrachtet werden können. Leider gibt es hier jedoch wenig Liebe zum Detail, wenn man dies mit anderen Spielen wie Syberia 2 vom gleichen Entwickler oder den sehr schönen Übersetzungen von Büchern in Black Mirror vergleicht. Hier steht nur schlichter Text, unschön, wenn man zuvor - den Gegenstand noch in schöner grafischer Pracht gesehen hat. Im Kochbuch wird die englische Handschrift einfach von einem schlichten Textfeld überblendet.

Grafik & Sound

Wohl aufgrund der Konsolenentwicklung baut Still Life nur auf 800 x 600 Pixel große gerenderte Hintergrundbilder. Dennoch sind diese sehr ansehnlich geworden. Da rieselt der Schnee, Nebel wabbert durchs Bild und das Wasser ist leicht in Bewegung. Dennoch macht das Spiel einen leicht sterilen und künstlichen Eindruck, was jedoch auch durchaus Geschmackssache ist. Dank vieler NPCs in den Gebieten habe ich es beim Spielen nicht als unangenehm empfunden. Die Charaktere selber sind 3D Modelle und da hätte man doch einige Polygone und bessere Texturen spendieren können. Ansonsten sind die Animationen überwiegend ganz nett und ansehnlich und so gibt es beispielsweise unterschiedliche Warteanimationen im Aufzug. Doch auf der anderen Seite sieht das Laufen der Heldin doch etwas unfertig aus. Die Videos sind sehr passend zum Spiel und zeigen auch unterhaltsame Actionpassagen - weniger Verpixelung in den Videos wäre jedoch schön gewesen. Performanceprobleme gab es nicht. Die Musikl hat mich sehr überzeugt und war durchweg stimmig und hat für ordentlich Atmosphäre gesorgt. Die deutsche Sprachausgabe ist da eher ein zweischneidiges Schwert. An Vertonungen von DTP bei z. B. Sherlock Holmes kommt Still Life nicht heran. Einige Sprecher, wie z. B. der Vater, wirken sehr unpassend und dazu gibt es noch erstaunliche Betonungen. Jedoch hätte es auch deutlich schlechter sein können und andere Stimmen wie z. B. Victoria sind deutlich besser.

Meinung

Also ich muss sagen, dass ich nach der Demo ein leicht anderes Spiel erwartet habe. Und zwar mit einem deutlicheren Schwerpunkt bei den Rätseln und Kombinationsaufgaben in Sachen Blutanalyse und Spurensicherung. Doch auch wenn der klassische Rätselpart nicht so ausgeprägt und schwer ist, wie sich so mancher Profi das wünscht, stimmt ansonsten fast alles. Lediglich mit dem Türschloss und Backrätsel haben es die Entwickler etwas übertrieben. Insbesondere die Atmosphäre kommt wunderbar rüber, wird stimmungsvoll in den beiden Zeitepochen präsentiert und miteinander verknüpft. Leider rollt der Abspann dann doch etwas früh über den Schirm und läßt so manche Frage offen, auf die man wohl auch keine Antwort mehr bekommen wird. Abgerundet wird das Spiel durch insgesamt sehr schöne Grafiken und einer einfachen Steuerung. Abgesehen von den kleinen Mankos ist es ein wunderbares und atmosphärisches Spiel, das wie Black Mirror in jede gut sortierte Adventuresammlung gehört.


Geschrieben am 24.06.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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