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Info
Autor 2+
 1
 2
 2
Gesamt (48 votes) 2+
 1.7
 1.9
 2
Name:Star Wolves
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Vollversion
Release: 2005/05
Publisher: Frogster Interactive
Entwickler: X-Bow
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Patch: Minipatch
Bemerkung: RTS mit RPG Fertigkeiten
USK: 12
Star Wolves (review von nali_warcow)

Immer stärken drängen bei Strategiespielen Rollenspielaspekte ins Gameplayl. Mit Star Wolves bringt Entwickler Xbow eine sehr interessante Mischung aus RTS und Rollenspielentwicklung auf den Markt. Ähnlich wie in Homeworld 2 oder Nexus ist das Spiel im Weltraum angesiedelt, allerdings konzentrieren sie die Einheiten auf eine Hand voll, die dafür aber über einen RPG-Fertigkeitsbaum verfügen und entsprechend immer besser werden. Wie sich diese gekonnte Mischung im Vergleich zu anderen Spielen schlägt und wieso es auf jeden Fall einen Blick wert ist, soll das folgende Review klären.

Lediglich zwei CDs werden fürs Spiel benötigt, die dann auf der Festplatte jedoch über 2 GB Speicherplatz erfordern. Zusätzlich gibt es ein sehr umfangreiches und detailliertes Handbuch mit über 50 farbigen Seiten dazu. Gerade im Bereich von unter 30€ Spielen schon ein feiner Zug. Weder der Star Force Kopierschutz noch Bugs haben im Testverlauf zu schwerwiegenden Problemen geführt und das Game lief absturzfrei.

Im 22 Jahrhundert nichts Neues

Wenn es mit der heutigen Wirtschaft weiter so schön bergab geht, dann könnte es tatsächlich mal so werden, wie in Star Wolves. Im 22 Jahrhundert gibt ein Imperium und die ganzen Welten wurden unter den drei Mega-Corporations aufgeteilt, die das Leben bestimmen. Doch nicht nur mit diesen Konzernen müssen die Leute leben, auch mit den ständigen Überfällen von Söldnergruppen und Piraten, wie dem Roten Korsaren. Eigentlich sollte es der erste kleine Auftrag für den Spieler und seinen Partner Ace werden, doch ein Unbekannter schnappt ihm sein Raumschiff vor der Nase weg. Es wird also dringend Zeit an einige Credits zu kommen und im Weltraum gibt es viele Aufträge und Auftraggeber. Die Söldnergruppe Star Wolves geht auf Arbeitssuche…

In den Missionen kommandiert der Spieler, wie in einem RTS-Game, sein großes Mutterschiff und bis zu sechs einzelne Flieger durch den dreidimensionalen Weltraum. Dabei müssen keine neuen Einheiten ausgebildet werden, sondern es gilt die eigenen Kräfte geschickt und taktisch klug einzusetzen, so dass jeder Pilot seine Fähigkeiten optimal einsetzen kann.

Phantoms Auftrag

Der Auftrag, den die Star Wolves von einer Kontaktperson bekommen haben, klang recht einfach. Die Wisseschaft braucht Hilfe. Kaum ist das Mutterschiff durch das Sprungtor, starten die Jäger aus dem Hangar, was auch keine so schlechte Idee gewesen ist, denn die eingebauten Langstreckensensoren des Mutterschiffes haben bereits die sich annähernden Piraten geortet. Es bleibt noch genug Zeit für die Flieger sich hinter dem Mutterschiff einzureihen, um in dessen Decken dem Gegner entgegen zu fliegen. Glücklicherweise sind es nur vier feindliche Jäger und sie kommen mit ihren Raketen nicht durch die Schilde. Dann ist der Moment gekommen und die eigenen Jagdflieger greifen an, unterstützt von den Abwehrkanonen des Mutterschiffes. Wenige Augenblicke später ist hier erst mal wieder etwas Ruhe eingekehrt. Bevor das Team auf der Sternenkarte nun einen Weg zum Auftraggeber auf einem alten Asteroiden plant, sollten erst noch die Trümmer der Gegner eingesammelt werden. Für die gefangenen Piraten in Rettungskapseln gibt es später Bares und die zahlreichen Güter oder Waffen der Gegner können entweder selbst verwendet oder verkauft werden. Der Laderaum des Schiffes hat dafür ein sehr großes Fassungsvermögen. Nach einiger Zeit hat man dann auch endlich den Wissenschaftler erreicht, dem wohl die Einsamkeit auf dem Steinhaufen etwas geschadet zu haben scheint. Der gute Mann ist etwas durcheinander und hat Probleme bzw. hohe Schulden bei den beiden hier im System ansässigen Unternehmen, die Triad und der USS. Seine Bitte, einfach einige Container als Schuldausgleich zu den beiden Stationen zu transportieren, klingt nach einem recht einfachen und lukrativen Geschäft. Also schnell verladen und auf geht es. Nach einer kurzen Identifikation bei der ersten Station darf man sich nähern und die Fracht entladen. Das ging gerade noch ein mal gut. Das Unternehmen hätte sicherlich sehr viel feindseliger reagiert, wenn die Star Wolves bei den möglichen Antworten angegeben hätten, dass Sie die Fracht für beide Unternehmen bei sich führen. Doch die Freude beim Unternehmen hält nicht lange an. Scheinbar befindet sich in den Kisten nicht das, was abgemacht war. Glücklicherweise können die Söldner jedoch unbeschadet wieder abziehen und sollen dem Phantom seine Kisten zurückbringen. Um den Rest würde sich das Unternehmen schon kümmern. Während man also mit dem Herrn erneut in der Nähe seines Asteroiden über Funk Kontakt aufnimmt wird recht schnell klar, dass hier irgend etwas nicht stimmt. Doch da kommen schon die "Schläger" des Konzerns und wollen Phantom zur Rechenschaft ziehen. Aber dieser hat wohl alles ganz genau geplant, wie er auch später erklärt. Seine Basis fliegt in die Luft und der Gegner zieht wieder ab, unwissend, dass er sich auf das Spielerschiff teleportiert hat. Leider fliegt die Tarnung auf und plötzlich kommen mehrer Gegnerschiffe auf die Star Wolves zu. Im Pausenmodus werden nun ganz genau Kommandos gegeben. In Zweiergruppen decken sich die Piloten und schalten für den ersten Angriff auf Raketen um. Eine zusätzliche Inspirationsaura unterstützt das Team die nächsten Sekunden. Während die kleinen Jäger um das Mutterschiff herumfliegen und die Gegner auseinandernehmen, greift auch das Mutterschiff in den Kampf ein. Mit präzisen Treffern werden die Gegner zu Weltraumschrott verarbeitet. Kurzzeitig wird es noch kritisch, als zwei feindlicher Jäger das Feuer auf Ace konzentrieren. Da muss schnell umdisponiert werden, während ihm die Jäger im Nacken sitzen. Zwei Kollegen kommen von vorne und greifen mit Raketen an, fliegt Ace Ausweichmanöver. Während noch abschließend die Trümmer eingesammelt werden, begrüßt das Team den neuen Piloten namens Phantom im Team. Mal schauen, was der noch an Nutzen bringt oder Probleme verursacht. Außerdem wartet der nächste Auftrag auf die Söldner.

Das Leben der Star Wolves

Für angehende Befehlshaber steht im Hauptmenü des reinen Singleplayer-Spiels ein Tutorial zur Verfügung. Hier werden die Grundlagen des Spiels, also Bewegung im Raum und Kampfmöglichkeiten, angesprochen und ausprobiert. Allerdings muss man sehr genau aufpassen, da es keine Hilfe gibt, sollte man etwas verkehrt machen. Danach kann man sich dann in die Einzelspielerkampagne stürzen. Hierzu stehen drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, wobei das Spiel selbst auf der unteren Stufe für RTS-Einsteiger, trotz Pausiermöglichkeit, nicht gerade einfach ist. Zwischen den Missionen befindet sich der Spieler in einem Auswahlscreen auf dem Mutterschiff. Neben den Möglichkeiten an der Bewaffnung und Fertigkeiten der Helden zu schrauben, wird hier die nächste Mission geplant. Hier kann man sich nun Infoschnipsel zu Gerüchten oder Geschehnissen in den Weiten des Alls anschauen. Je nach Entscheidung in den vorherigen Missionen variieren die Nachrichten etwas. Damit Geld in die Kasse kommt, müssen entsprechende Aufträge angenommen werden. Je nach Auftragslage können durchaus drei oder mehr solcher Aufträge aufgelistet werden. Neben einer groben Auftragsbeschreibung und mitunter einigen Gerüchten, wird auch schon ein ungefährer Preis genannt, den man durch diese Mission verdienen kann, allerdings sagt dies auch nicht so viel über den Schwierigkeitsgrad aus. So manche Mission, in denen die Belohnung recht gering war, zeigte sich deutlich schwerer als hochbezahlte Aufträge. Ist jedoch ein Auftrag im Spiel zu schwer, muss dieser nicht immer zwangsläufig erfüllt werden, solange es um "Nebenmissionen" geht, die für den Fortschritt der Rahmenhandlung nicht so wichtig sind. Gut wäre es jedoch, wenn man möglichst alle erfüllt, da man sonst Erfahrung für die Piloten und Geld auslassen würde. Wer jedoch knapp bei Kasse ist oder meint, die eigenen Piloten brauchen mehr Skill, der kann auch eine Mission vor dem erfolgreichen Ende abbrechen und dann erneut starten. Sobald man sich dann für eine der insgesamt etwa 40 Missionen entschieden hat, wird das entsprechende Gebiet geladen. Über Sprungtore werden die Gebiete betreten und auch wieder verlassen. Einige Missionen bestehen auch aus mehreren Gebieten. Wie in anderen Weltraumspiele, so gibt es auch in Star Wolves eine Übersichtskarte, von der aus ebenfalls navigiert werden kann. Zur bequemen Übersicht sieht man hier neben Freund und Feind auch sehr deutlich die Ziele, die angesteuert werden müssen. Der grundlegende Spielverlauf ist zwar recht simpel gehalten und der Spieler fliegt im abgegrenzten Weltraum von einem Ziel zum nächsten, doch wurde sehr viel Wert auf einen möglichst abwechslungsreichen Ablauf der Missionen und unterschiedlichen Zielen gelegt. Die Einsatzziele sind recht unterschiedlich. Mal gilt es für einen Konzern oder Auftrageber ein bestimmtes Gebiet zu sichern, einen vermissten Transporter zu suchen oder eine Piratenbande auszuschalten. Ebenfalls vorhanden sind Eskorten, in denen Frachter oder andere Stationen begleitet oder beschützt werden müssen. Zwischendurch gibt es auch immer mal wieder einfachere Transportaufgaben, bei denen Waren zum Ziel gebracht werden müssen.

In den Missionen selbst gibt es auch eine ganze Reihe an Gesprächen. Diese laufen ähnlich wie in einem Rollenspiel ab und bieten zum Teil unterschiedliche Antwortmöglichkeiten, die nicht nur einfach zum Spaß vorhanden sind, sondern Mission mitunter deutlich ändern können. Da fragt beispielsweise der gefangene Rote Korsar, ob er sich dem Spieler nicht anschließen darf und man im Gegenzug auf Auslieferung und Belohnung verzichtet. Neben später folgenden Aufträgen hätte man auch einen weiteren Piloten im Team. Hier macht es sich dann doch später unangenehm bemerkbar, wenn man das Angebot ausgeschlagen hat und die Truppe doch etwas schwach ist. Andere Entscheiden sind da von nicht ganz so großer Tragweite in bezug auf den Schwierigkeitsgrad. So kann man aus vielleicht moralischen Gründen einen Auftrag ausschlagen oder man findet in einem Dialog kurzzeitig neue Verbündete. Ab und zu kann man auch eine höhere Bezahlung rausquatschen oder bekommt wichtige Infos. Zudem haben die Missionen teilweise interessante Nebenaufträge. So kann man nicht nur Erfahrung und vielleicht eine Belohnung sammeln, sondern den eigentlichen Hauptauftrag vereinfachen. Wie wäre es, wenn man statt das Minenfeld per Hand zu säubern, es einfach mit einem entsprechenden Code deaktiviert. Oder aber man hilft einigen Leuten und bekommt einige Kampfflieger zur Verfügung gestellt, was im später folgenden Raumkampf gegen stärkere Feindgruppen sehr hilfreich ist. Bei all diesen Möglichkeiten und Entscheidungen hat man durchaus einige Spielvarianten. Nur leider gibt es dennoch einige Stellen bzw. Missionen, in denen der ansonsten durchaus gelungene Schwierigkeitsgrad etwas zu hoch angesetzt wurde. Da kommen plötzlich aus allen Richtungen Massen an Feinden oder man sieht erst nach vielen Versuchen den Hauch einer Chance. Daher sollte man regelmäßig speichern und in Sachen Taktik variationsfreudig sein. Vielleicht doch lieber eine andere Variante versuchen, die Bewaffnung ändern oder möglicherweise den Feinden in den Rücken fallen? Daher sollten die Spieler bei Star Wolves schon etwas frustbeständig und zugleich experimentierfreudig sein.

Raumschiffe, Waffen & Fertigkeiten

Neben dem Mutterschiff kann der Spieler noch bis zu sechs kleinere Raumjäger ins Gefecht schicken. Anfangs sieht es im Sortiment natürlich etwas bescheiden aus. So ist das Mutterschiff nicht so stark bewaffnet und die ersten Flieger halten weder viele Treffer aus, noch gibt es sehr starke Waffen. Aber das Budget ist sowieso nicht so groß. Neue Ausrüstung gibt es entweder beim Händler nach den Missionen bzw. später für etwas mehr Geld auch bessere Sachen auf dem Schwarzmarkt oder aber der Spieler greift auf Beutestücken aus Missionen zurück. Egal ob Laser oder Plasmawaffe, man muss schon etwas über den Einbau nachdenken und diese auf die Fertigkeiten des Piloten abstimmen. So nützt es beispielsweise wenig, einem Piloten, der eine sehr geringe Trefferchance und keine Erfahrungen mit Laserwaffen hat, eine solche ins Raumschiff einzubauen. Außerdem steht eine breite Palette an unterschiedlichen Raketen zur Auswahl. Sollte ein ausreichend großer Vorrat an Bord des Mutterschiffs sein, so können Piloten auch während einer Mission zur Reparatur und Munitionsauffrischung oder -wechsel an Bord kommen. Neben den Waffen gibt es auch noch unterschiedliche Bordsysteme. Damit kann beispielsweise der Schild verstärkt werden, Raketenabwehr gibt es in unterschiedlichen Stufen und Variationen, genauso wie Langstreckenscanner und Tarnvorrichtungen. Etwas Gewinn kann auch durch den Verkauf von Frachtkisten gemacht werden. Jedes Raumschiff kann dann individuell vom Spieler mit Waffen und Munition bestückt werden. Vom schnellen Kampflieger, der nur eine schwere Waffe und zwei Systemkomponenten einbauen kann über schwere Kampfschiffe mit vier Waffen bis hin zu Bombern ist eine breite Palette an Schiffen vorhanden. Ähnlich wie die Raumschiffe kann auch das Mutterschiff mit anderen Waffen und Systemkomponenten bestückt werden. Doch kein Schiff ist komplett ohne einen Piloten und da sind es die Fertigkeiten, die für Unterschiede sorgen. Ähnlich wie in Rollenspielen verfügt jeder Pilot über einen recht umfangreichen Fertigkeitsbaum. Um hier weitere Fertigkeiten zu erlangen, müssen im Kampf Erfahrungspunkte gesammelt werden. Diese kann der Spieler dann frei verteilen. Der eine Pilot wird so nach einiger Zeit u.a. im Bereich der Laserwaffen zu einem wahren Meisterschützen, andere nutzen Raketen effektiver und es gibt Fertigkeiten, die im Kampf kurzzeitig für eine begrenzte Anzahl eine Art Bonus aktivieren. Da kann für 30 Sekunden besser den Schüssen des Gegners ausgewichen werden, der nächste Schuss ist ein Präzisionsschuss mit 400% Schaden oder man hackt sich in das System der Feinde und deaktiviert kurzzeitig deren Schilde. Der Raumkampf ist im Spiel eine extrem taktische Komponente, da ein Schiff extrem schnell beseitigt werden kann, sollte der Pilot ärgerlicherweise Gegner im Nacken haben und diese aus allen Rohren feuern oder einen konzentrierten Raketenangriff starten. Da müssen entsprechende Gegenmaßnahmen in Form von Gruppen, die sich gegenseitig verteidigen oder Raketenabwehr eingeleitet werden.

Handhabung des Spiels

Die Steuerung orientiert sich an den groben Basics, wie man sie aus vielen anderen Spielen kennt. Die Menüs sind sehr übersichtlich und sowohl HUD als auch Karte und andere Infofenster zeigen alle wichtigen Infos. Am unteren Bildschirmrand werden alle Piloten und Schiffe aufgelistet und es können bequem Befehle gegeben werden. Auch die Kamerasteuerung geht nach kurzer Eingewöhnungszeit fix von der Hand. Die Steuerung ist durchaus sehr gut und durchdacht gelungen und mit wenigen Klicks ist es getan. So kann man auch durch Ziehen die Piloten als Gruppe zusammenlegen oder ein Rechtsklick auf ein nicht feindliches Schiff bedeutet folgen und bei Feinden angreifen. Problematisch wird es jedoch bei der generellen Anvisierung von Zielen. Da muss man den Mauszeiger sehr genau über den Gegner bewegen, damit der kleine rote Angriffszeiger erscheint. Mitunter muss auch der Befehl doppelt angegeben werden, damit die Einheiten das Richtige machen und den Gegner attackieren. Gerade wenn man etwas weiter rauszoomt, wird es eine leicht fummelige Angelegenheit, will man genaue Befehle erteilen. Da fallen dann auch die fehlenden Test-String bei größeren Schiffen unangenehm auf und die rechte Seite mit der Liste an Feindgruppen könnte detaillierter aufgeteilt sein. Ganz ärgerlich ist teilweise die Steuerung des Mutterschiffs, das im Testverlauf sehr gerne an irgendwelchen Stationen oder Trümmern im All fest hing. Mal wurde das Schiff auch dadurch zerstört, weil es in einer Station steckte. Auch sehr fummelig ist das Aufsammeln von Objekten im Raum, die zwar einen schönen blauen Rahmen haben, nur muss man das Mutterschiff zum Teil recht umständlich dorthin bewegen. Ob ein Pilot Raketen einsetzten soll oder nicht kann man individuell für jeden Raketenplatz eines Schiffes schnell aktivieren oder deaktivieren. Nur leider wird dies beim Speichern nicht berücksichtigt und alle Raketen stehen wieder auf "aus". Die Spielgeschwindigkeit kann man in drei Stufen regeln und das Spielgeschehen wird automatisch bei wichtigen Ereignissen pausiert, wie Sichtung von Feinden, oder kann auch jederzeit manuell angehalten werden.

Grafik & Sound

Grafisch ist Star Wolves sehr gut gelungen. Der Weltraum sieht klasse aus und die Lichteffekte machen einen wunderbaren Eindruck. Da kämpfen die kleinen Raumschiffe und winzige Miniexplosionen bis bildschirmfüllende Kracher bei Raumstationen sorgen für ansehnliche Spielgrafik. Dazu Nebel, Trümmer und Asteroidenfelder. Das alles bei wunderbar hohen Frameraten, wobei es ja auch im Weltraum nicht so viel anzuzeigen gibt. Etwas unverständlich ist da die recht geringe Sichtweite, die man lediglich über die INI-Datei ändern kann. Dann sieht man zwar weit, doch selbst größere Objekte "poppen" dann plötzlich in der Ferne auf. Die musikalische eher rockige Untermalung weiß ebenfalls zu gefallen und passt sich recht gut dem Spielgeschehen an. Die sehr vielen Gespräche wurden insgesamt sehr gut übersetzt und vertont. Gerade für ein Mid-Price Spiel ist da erstaunlich gute Arbeit geleistet worden.

Meinung

Star Wolves ist eines dieser Spiele, das man entweder mag oder damit nichts mit anzufangen weiß. Wer nur auf Action aus ist, wird daran sicherlich keine Freude haben. Das Game spricht eher Spieler an, die Spaß am strategischen Vorgehen und dem Aufbau einer immer besseren Truppe haben. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich präsentiert, weisen mitunter einige unterschiedliche Möglichkeiten auf und es macht einfach Spaß die Charaktere immer weiter zu verbessern und in neue Schiffe zu investieren. Aber auch Grafik und Sound wissen sehr zu gefallen. Neben einigen Stellen im Schwierigkeitsgrad sollte möglichst die Steuerung im Bereich Anvisierung überarbeitet werden. Optimal wäre für die Fans auch noch ein Editor, da es keinen Mehrspielermodus gibt. Insgesamt ein sehr unterhaltsames RTS zum wirklich fairen Preis. Zugreifen und wenn es nur erst mal die verfügbare Demo ist.


Geschrieben am 29.06.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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