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Spyro A New Beginning  


Info
Autor 4+
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Gesamt (6 votes) 3
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 1.1
 1.5
Name:Spyro - A New Beginning
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2006/10
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Krome Studios
Offiz. Sites: Game
Hardware: Playstation2
System: Playstation2
Sprache: Multilingual
Serie: ja
Bemerkung: auch für Gamecube
USK: 12
Spyro - A New Beginning (review von yak)

Und da ist er wieder, nach gut 1 ½ Jahren kehrt der beliebte Drache in einem neuen Abenteuer zurück auf die heimischen Bildschirme. Vivendis Lizenzzugpferddrache geht in die nächste Runde, besser gesagt in die Vorrunde, denn von der Story - dem Namen schon zu entnehmen - ist Spyro A New Beginning eigentlich ein Prequel. Und "davor" heißt ja dann auch, dass man schlecht etwas präsentieren kann, das danach schon vorhanden war, womit sich die Frage der Fans zurecht stellt: Muss Spyro auf seine erlernten Fähigkeiten verzichten? Worauf der gewillte Spieler verzichten muss, ist jedenfalls der vorherige Entwickler Eurocom, der mit dem Vorgängertitel Spyro A Hero's Tail bewiesen hat, wie gute Unterhaltung auszusehen hat. Ob der neue Entwickler Krome zu einer würdigen Fortsetzung der Reihe beiträgt oder das "Back to the Roots" eher eine Wurzelbehandlung gleichkommt, soll unser Review klären.

Technik

Zum Einsatz kommt die Mercury Engine, die auf der PS2 für eine schicke Präsentation sorgt und dem Comicstil der Serie mehr als gerecht wird. Die Figuren sehen rundum gelungen aus und ebenso ihre Animationen. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Es fehlt aber im Vergleich zum Vorgänger ein wenig der Charme und das besondere Etwas. Eine so vertraute Beziehung zwischen den Figuren untereinander wie im Vorgänger kommt nicht recht auf, was aber an der recht dünnen Story liegen mag. Einzig der Level in der Bergwerksmine zeigt deutlich, wie man es sich im gesamten Spiel gewünscht hätte. Hier wirken das Leveldesign, die Aufgaben und die Zwischensequenzen eindeutig am gelungensten. Technisch überzeugt die Engine aber in allen Belangen und geht selbst bei massiven Partikel-, Gegner- und Effektaufkommen nie in die Knie und mit dem vorgenannten spart Spyro - A New Beginning selten, wenn der lila Drache den Gegnern Feuer unterm Hintern macht, sie mit Elektroblitzen angreift oder den gesamten Bildschirm mit Eis überzieht, während vom Gegner rauchschwangere Raketen ihr Ziel suchen oder Dynamitstangen in die Luft fliegen. Das geht soweit, dass es sich oft schon spielhindernd auswirkt, weil man vor lauter Feuer, Rauch und umherfliegenden Teilen keinen Durchblick mehr hat. Eines ist jedenfalls sicher: Auf dem Bildschirm tut sich einiges, wenn die feindlichen Truppen auf Mammut ähnlichem Getier oder Riesenfledermäusen zum Angriff blasen.

Im Bereich Sound kann das Spiel ebenfalls überzeugen. Es kracht und rappelt im Karton, wenn der Feind Raketen oder Geschosse auf Spyro losjagt oder er selbst das Barbecue mit gut dosierten Feuerstössen eröffnet, dann brutzelt es schon deftig aus den Boxen. Gespart hat Publisher Vivendi diesmal auch nicht bei den Sprechern. Im englischen Original, das ebenfalls auf der multilingualen Spielversion enthalten ist, gibt sich Schauspieler Elijah Wood als Spyro die Ehre und Gray Oldman übernimmt die Rolle seines Lehrmeisters Ignitus, was sich ausgesprochen gut anhört. Die deutsche Fassung ist ebenso auf hohem Niveau, kommt aber nicht ganz an die englische Originalfassung heran. Jedenfalls hat man für Spyro auch den deutschen Synchronsprecher von Elijah Wood bemüht. Die Musik ist professionell eingespielt, wenn sie im eigentlich Spielgeschehen jedoch leider ein wenig unter geht. Hier bekommt man orchestral angelegte Fantasymusik, einschließlich des üblichen "Chor und wir klingen wie Herr der Ringe Stückes" geboten. Man schreckt aber auch nicht vor sehr ruhigen und melancholischen Stücken zurück, die mit Solostimme sehr an "Edward mit den Scherenhänden" von Danny Elfman erinnern. Wie gesagt geht die Musik im Spiel bei der andauernden Action leider unter und man lernt sie erst zu schätzen, wenn sie im (wirklich langen) Abspann voll zur Geltung kommt.

Die Steuerung geht gut von der Hand, die Padbelegung ist durchdacht, doch wie schon in anderen Spyro Games ist der lila Drache kein Geschöpf, das sich punktgenau steuern lässt, was sicher auch damit zu tun hat, weil er sich auf allen Vieren bewegt. So schießt er schon mal über das Ziel hinaus.

Es gibt nur einen Schwierigkeitsgrad, der relativ leicht angelegt ist. Gespeichert wird automatisch an bestimmten Levelstellen, beim Ableben sind ausreichend Rücksetzpunkte vorhanden. Leichter wird es auch noch dadurch, dass bis dahin erlegte Gegner auch erledigt bleiben.

Gameplay

Die Story geht zurück zu Spyros Ursprüngen, wie er als kleines lila Drachenei von seinem späteren Mentor Ignitus gerettet wurde und bei den Drachenlibellen aufgewachsen ist. Und so ist der Name "A New Beginning" mehr oder weniger auch Programm, denn vom gewohnten Gameplay ist so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Der neuste Teil konzentriert sich weitestgehend auf Action. Spieler, die gerade das offen angelegte Gameplay und das Erforschen der verschiedenen Regionen zu schätzen wussten, wenn sie ihren Drachen fliegen gelassen haben, gehen jetzt ziemlich leer aus. Davon findet man in Spyro A New Beginning nichts mehr, bis auf ein paar kleine "Schalterrätsel", die selbst ausschließliche Egoshooterfreunde vor keinerlei Probleme stellen würde. Ob Publisher Vivendi sich mit dieser Entscheidung der Gameplayausrichtung einen Gefallen getan hat, bleibt an den Verkaufszahlen abzuwarten. Ein jedoch so stimmiges Gameplay, wie man es aus dem Vorgänger her kennt, angereichert mit vielen netten Ideen, auf ein so simples Maß zu beschneiden, schmerzt das Spielerherz zutiefst. Ob aber der auf Action getrimmte neuste Teil dennoch für ausreichende Unterhaltung vor dem Screen sorgt ?

Ein wenig "Altes" ist ja noch geblieben, zumindest was das Charakterupgrade betrifft, doch der Reihe nach. Spyro zieht mit seinem "Bruder", der Libelle Sparx, ins Abenteuer, um die Welt vor einem bösen Drachen zu retten. Dazu muss er aber ein paar andere Drachen, die in verschiedenen Welten gefangen gehalten werden, befreien. In einem Tutoriallevel lernt Spyro seine Fähigkeiten, die sich aber anfangs hauptsächlich, was neu ist, auf den Nahkampf beschränken. Schwanzschlag, Rammattacke, ein Kick aus der Luft und man fühlt sich gleich wie in einem Prügelspiel... und diesen Eindruck verliert man auch während der gesamten Spielzeit nicht. Für erlegte Gegner regnet es Energie und Lebenskristalle, sowie spezielle rosa Kristalle, die Spyro dazu nutzen kann, seine Spezialattacken zu verstärken. Die erste Fähigkeit erlernt Spyro von seinem Lehrmeister Ignitus und so kann er Feuer spucken oder Feuerbälle wie Granaten werfen. Später erlernt er noch die Elektro-, Eis- und Erdmacht. Mit der Elektrokraft kann er Gegner wegdrängen und so z. B. gegen Wände, andere Gegner oder von Plattformen werfen. Die Eiskraft kann er zum Schockfrosten nutzen oder die Gegner auch mal in überdimensionierte Schneebälle verwandeln, um sie dann in einen Lavasee zu befördern. Praktisch, weil das einen sonst mühseligen Fight erspart. Für jede Kraft gibt es zwei Varianten, die eine wirkt wie ein Atem für das nähere Umfeld, die andere eher wie ein Geschoss. Ausgebaut und verstärkt werden können diese Kräfte durch die Verwendung der Kristalle und so kann jede Kraft individuell für beide Varianten aufgewertet werden. So wird das Eisgeschoss schlagkräftiger und kann sogar von den Wänden abprallen, der Atem versetzt die Feinde dauerhaft in Feuer usw. Dazu erlernt man von jedem befreiten Drachen in einem Extratutorial nach seiner Befreiung zusätzliche Kombos. So kann Spyro Wirbel erzeugen, die den Gegner in die Luft ziehen und dort von ihm mit Spezialkomboattacken angegriffen werden, Gegner können auf andere gekickt werden und es gibt eine Superattacke, die wie eine kleine Atombombe wirkt. Sie kann aber nur sporadisch eingesetzt werden, da ihre Kraft wieder aufgeladen werden muss. Das wirkt im Tutorial auch ganz prima, aber das Wenigste kann davon im eigentlichen Spielablauf sinnvoll eingesetzt werden, weil es spieltechnisch viel zu umständlich ist, die Kombos mit Folgewirkung entsprechend zu arrangieren. Zudem macht es wenig Sinn, da das Spiel nicht wirklich schwer ist, wenn man einmal den Bogen raus hat und die Spezialattacken für den Nahangriff gut verteilt skillt. Und hiermit wären wir auch schon bei einem der Hauptkritikpunkte. Das Komplizierteste und Schwierigste ist das Bestehen der verschiedenen Tutorials. Nicht weil sie so schwer sind, sondern weil es für viele der Übungsaufgaben unnötige Zeitbeschränkungen gibt und es hier zudem sehr vom Glück abhängt, wie die Gegner Spyro vor die Flinte geraten. Wenn in einem Spiel die schwierigste Stelle aus den Tutorials besteht, hängt hier eindeutig was schief, ganz davon abgesehen, dass man das Gelernte so gut wie nie braucht. Hier haben sich die Entwickler das Gameplay vielleicht schön gedacht, aber vermisst, es spielrelevant umzusetzen. Einzig die richtige Wahl der Angriffsarten bezüglich der Kräfte scheint taktisch notwendig, um einige Gegner zu besiegen, was mit ihren Resistenzen zu tun hat. Vom viel zu komplizierten "Werfe Gegner in die Luft, gehe zur Luftattacke über und verteile Komboangriffe" bleibt nicht viel übrig, dafür sind die Gegner zu zahlreich, um einen gezielten Zweikampf zu erzwingen und reines Buttonsmashing führt dabei zu besseren Erfolgen.

Der Spielablauf beschränkt sich weitestgehend darauf, dass der kleine Drache von einem Bereich in den nächsten läuft und er wie in einem Arenakampf eine bestimmte Gegnerzahl zu erledigen hat, damit sich der nächste Ausgang öffnet. Ein wenig Abwechslung gibt es, wenn er z. B. Kugeln auf Steinschleudern rollen muss, um Geschütze oder Mauern zu attackieren, aber ansonsten heißt es kämpfen. Abwechslung gibt es durch zwei Levelbereiche, in denen Spyro durch die Luft fliegt und hinter einem Zug herfährt, was aber nicht sonderlich vor dem wiederholenden Gameplay ablenkt. Dass es auch besser gemacht werden kann, zeigt der Level in der Lavawelt, der sich generell etwas abwechslungsreicher spielt und zumindest auch eine kleine Story als Hintergrund zu bieten hat, wenn man die kleinen Leute im Bergwerk aus den Händen der Bösewichte befreien muss.

Wer jetzt noch die Hoffnung hat, dass man zumindest ein paar schöne Jump & Run Passagen vorfindet, muss sich ebenfalls davon trennen, denn Spyro - A New Beginninng spielt sich recht "bodenständig". So muss man selten auf Plattformen hüpfen und bewegt sich zumeist wie auf einer Landstrasse, mit wenig Abzweigungen, denn der Levelaufbau ist mehr als gradlinig, ein Verlaufen oder die Möglichkeit, etwas zu erkunden, findet man so gut wie nie, womit sich auch der Wiederspielwert gegen Null bewegt. Zu leicht fallen generell auch die Levelbosse aus, mit Ausnahme des Zuges, was aber ausschließlich daran lag, dass man bei all den Explosionen kaum noch das Spielgeschehen verfolgen konnte.

Nett, aber seit Diablo nicht mehr neu, ist das Feature, dass jeder Gegner einen eigenen, recht schräg per Zufallsgenerator erstellten Namen bekommt und so findet man Stilblüten wie Yedatad Weaselfinder oder Relit Earthshooter.

Hat man dann nach ca. 6-7 Stunden Spielzeit den fast ebenso langen Nachspann hinter sich gebracht, wird zur Belohnung noch ein Interview mit Synchronsprecher Elijah Wood freigeschaltet, weitere Boni oder neue Schwierigkeitsgrade gibt es nicht.

Das Game wurde für Xbox, Gamecube und PS2 entwickelt, ist jedoch in Europa nur für die PS2 und den Gamecube erschienen.

Fazit

Back to the Roots bedeutet für den neusten Teil der Spyro Serie leider die Abwendung vom Action Adventure in einer frei angelegten Spielwelt hin zu einem gradlinigen recht seelenlosen Actionfighter. Die charmanten Figuren gehen hier einfach im Kampfgetümmel unter, was auch noch durch die schwache Story verstärkt wird. Das ursprüngliche Spielprinzip gehört damit weitestgehend der Vergangenheit an. Die gute technische Realisation täuscht nicht über die Defizite im Gameplay hinweg, das viel zu schnell langweilig wird, wenn man sich monoton in den Arenen per Buttonsmashing von den zudem recht variationsarmen Feinden befreit, so dass man seine Kampfstrategie allenfalls pro Level leicht variieren muss. Die möglichen ausführbaren Kombos finden zwangsweise nur im Tutorial Anwendung und werden im eigentlichen Spiel so gut wie nie gebraucht. Hier hängt die Spielballance bei dem insgesamt recht leichten und zudem mit nur 6-7 Stunden dauernen Game eindeutig schief. Ein paar stimmige Levelabschnitte sorgen dafür, dass sich Legend of Spyro - A New Beginning noch gerade so in den Wertungsbereich "OK" rettet. Hoffen wir, dass sich der nächste Drachenritt wieder am alten Spielprinzip orientiert, denn der sympathische Drache und seine Freunde haben wirklich besseres verdient.


Geschrieben am 04.12.2006, Testkonfiguration: Playstation2
 



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