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Spy Hunter  


Info
Autor 4
 1.5
 1
 1
Gesamt (4 votes) 4
 1.5
 1.3
 1.3
Name:Spy Hunter
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2004/04
Publisher: Aspyr
Entwickler: Application System
Hardware: 800Mhz, 256MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX8
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Multiplay: Splitscreen
Sprache: Deutsch/Englisch
Serie: ja
Bemerkung: Hybrid PC /Mac, auch für Xbox PS2, GC
USK: 12
Spy Hunter (review von nali_warcow)

Man kennt es aus jedem James Bond Film und unzähligen anderen Actionstreifen. Böse Schurken wollen die Welt verändern und ein einsamer Held liefert sich actionreiche Verfolgungsjagden mit allerlei Gegnern und demoliert nicht nur die gegnerischen Fahrzeuge, sondern auch die Umgebung. So sollte das Spiel werden, was jedoch bei der Umsetziung eines 2D-Arcadeklassiker (Online Version) in die dritte Dimension geworden ist, steht im Review.

Mal wieder eine "Vision"

Man kann sie schon gar nicht mehr zählen die Wahnsinnigen, die sich in de Kopf gesetzt haben die Welt zu "verbessern" und deshalb diese erst einmal vernichten wollen (z.B. James Bond Moonraker). Auch in diesem Spiel verhält es sich ähnlich. Einst setzte sich die Organisation NOSTRA unter der Führung des Präsidenten Daemon Curry für die Internationale Gemeinschaft gegen Krankheiten und Hunger ein und im Stillen wurde an den Planen und Zukunftsvisionen gearbeitet. Nach 20 Jahren und der Inspiration durch die Prophezeiungen des Nostradamus ist es so weit. Der finale Hammerschlag soll kommen und durch 4 Raketen die Prophezeiung erfüllen. Doch natürlich gibt es einen guten Helden, der sich im "Spy Hunter Team" befindet und für die IES (International Espionage Services) arbeitet. Wie sein "Kollege" 007 kann auch der Spieler auf ein Wunderauto zurückgreifen. Dieses ist mit MGs und Raketen ausgestattet und kann je nach Untergrund in ein Rennauto, Schnellboot und Motorrad verwandeln. Die moderne Technik macht es möglich. NOSTRA fürchtet nur diesen einen Man und hetzt alles was sich aufbieten lässt, gegen den Spieler, in der festen Überzeugung, damit durchzukommen.

14 mal Action

Eine Mission in Spy Hunter läuft reicht einfach und überschaubar ab. Am Anfang der Mission hat man ein Primärziel und eine Reihe Sekundärziele, die man bis auf eins nicht erfüllen muss. Sterben durch Unfälle oder im Kugel- und Raketenhagel zu viele Zivilisten, die sich zwangsläufig auf den Straßen befinden, ist die Mission verloren. Viel Auswahlmöglichkeiten hat man bei der Mission nicht, da es lediglich einen Schwierigkeitsgrad gibt. Am Anfang der Mission werden die Missionsziele durch einen kleinen Kameraschwenk gezeigt, so dass man schon in etwa weiß, worauf man achten muss. Leider sind die Missionsziele in den 14 Missionen nicht sonderlich abwechslungsreich. Da muss man immer mal wieder eine Anzahl an Fahrzeugen oder Objekten zerstören, jemanden eskortieren und auch bei den Sekundärzielen wird immer nur das gleiche geboten. Da sollen die Zivilisten immer verschont bleiben, was jedioch schnell mal "aus versehen" passiert und damit die Mission scheitert. Dazu gibt es immer einige weitere Ziele, die in die Luft geblasen werden sollen und außerdem gilt es immer, einige SATCOMs zu aktivieren. Da ist die Mission, in der man eine Lagerhalle schnellstens unter Zeitdruck verlassen muss schon eine Ausnahme, wenn auch hier deutlich mehr drin gewesen wäre, als den Spieler mit Trial & Error durch die dunkle Halle zu hetzen. Außerdem muss jede Mission innerhalb eines Zeitlimits von 6 bis 8 Minuten gelöst werden. Bei 14 Missionen ist man damit nach gut 1,5 Stunden eventuell schon durch. Ganz so schnell geht es dann jedoch doch nicht, weil man für die späteren Missionen meist immer mehrere Anläufe braucht, was jedoch auch damit zusammenhängt, wie viele Sekundärziele man erreichen will. Leider scheitert man an den Missionen jedoch nicht, weil die Gegner so gut oder die Mission einfach schwer ist, sondern weil man die Strecke nicht kennt. Die Missionen sind alle jeweils zu 90% linear aufgebaut und der Spieler fährt durch eine Art "Schlauch", worin sich zwar die Gebiete etwas abwechseln (Aus einer Fabrikanlage geht es raus auf eine Straße und dann durch eine Stadt), doch Abzweigungen oder Abkürzungen gibt es nur sehr selten. Vielmehr muss man einfach nur mal wissen, wo die Gegner stehen, wann die nächsten Gegner kommen und welche "Fallen" sich wo befinden. Auch wenn es nur recht wenige und kurze Missionen sind, so wiederholt sich doch recht viel und alles macht den Eindruck, durch vorgefertigte Abschnitte erstellt zu sein. So sieht jeder Straßenabschnitt dem letzten zum Verwechseln ähnlich, von einer anderen Kurve mal abgesehen. Zudem besucht man die Schauplätze mehrfach und auch ganze Missionen sind doppelt vorhanden und haben lediglich andere Gegner. Da hilft es auch nicht, dass es den Spieler in alle Teile der Welt verschlägt und man mal durch die Wasserstraßen von Venedig rast, dann mal durch eine Dorflandschaft, über Autobahnen, Landstraßen, am Hafen, etc.

Gegner und Ausrüstung

Lediglich am Anfang bekommt man es mit den schwach bewaffneten Gegnern mit Maschinengewehr und einigen Fahrzeugen zu tun, die einen an die Wand drängen und mit rotierenden "Messern" an den Seiten versuchen, unser Gefährt zu zerstören. Im weiteren Verlauf bekommt man es jedoch mit immer mehr und stärkeren Gegnern zu tun. Diese sind auch nicht mehr einfach nur direkt in der Schussbahn der Bord-MGs, sondern verstecken sich u.a. auf Türmen und feuern mit schweren Raketenwerfern. Die Fahrzeuge werden besser gepanzert und so feuern "schwere Truppentransporter" Granaten ab, Panzer stehen am Straßenrand und die Helis in der Luft werfen gezielt Bomben ab. Anfangs bekommt man es auf dem Wasser nur mit Gegnern in Gondeln zu tun (Die einen erstaunlicherweise sogar verfolgen können), doch später sind es schnelle Wasserfahrzeuge, Minenleger und andere Fallen im Wasser. Mit der Intelligenz haben es die Gegner jedoch nicht so sehr. Alle haben bestimmte feste Verhaltensmodi, fahren wie auf Schienen und vollführen die bemerkenswertesten Manöver. Geht es beispielsweise rechts ab und die andere Straße wird versperrt, dann stauen sich die Gegner dort wie bei einem Stau und lassen einen passieren. Oder aber die Gegner schaffen es mit ganz besonderer Hartnäckigkeit und Präzision, den Spieler "aufzuschlitzen". Der Spieler setzt dagegen mit einem ganz modernen High-Tech Auto, welches sich bei Bedarf jederzeit ohne Pause oder Stop zwischen der Land- und Wasservariante wandeln kann. Sollte der Wagen dennoch mal zu viel Schaden einstecken, dann fällt die äußere Hülle ab und man bekommt eine weitere Chance mit einer schwächeren Version in Form einer Motorrades, was dann jedoch auch schwächer bewaffnet ist. Neben zwei Autovarianten stehen dem Spieler eine Reihe an Offensiv- und Defensivwaffen zur Verfügung. Gegen all zu störrische Gegner im Rücken hilft entweder eine Ölspur, Rauch und ein Flammenwerfer. Etwas umfangreicher ist da das Front-Waffenarsenal, was aus MGs und Raketen in unterschiedlichen Stärken besteht und dazu eine EMP Schockwelle und eine Railgun beinhaltet. Natürlich hat man nicht alle Waffen von Anfang an und auch nie alle in einer Mission. In fast allen Missionen befindet sich außerdem ein Waffenfahrzeug auf der Strecke, wo man nur "einparken" muss und schon wird der Wagen repariert, aufgetankt und neue Munition verladen.

Handhabung des Spiels

Gesteuert wird über Tastatur oder Gamepad, wenn man jedoch im Zweispielermodus spielen will, dann geht dies nur in einer Pad + Keyboardkombination. Mit beiden Eingabegeräten hat man jedoch mehr eine schwammig, als direkte Steuerung. So hat man sogar in einem Wassertunnel das Gefühl, als wenn man eine unsichtbare Strömung in Richtung Seitenrand hat, das Fahrzeug vollführt die abartigsten Drehungen und Manöver, wenn man kollidiert und die Infos vor den Missionen weisen - genauso wie das Handbuch - Buttonbezeichnungen der Xbox auf (Es wird von schwarzen und weißen Tasten gesprochen). Neben dem Steuern und Feuern/ Waffen Wechsel ist eine sehr wichtige Taste "Lock", wodurch das nächste Ziel anvisiert wird, was man für alle Ziele braucht, die sich etwas weiter oben befinden, wie z.B. Hubschrauber, aber auch die stärkeren gegnerischen Fahrzeuge bekommt man nur dadurch vor die Flinte. Sobald diese beschädigt sind, fangen sie an zu qualmen und man hat praktisch kaum noch Sicht nach vorn, geschweige genau auf den Gegner und da man keine Zivilisten beseitigen sollte, kommt man um ein "Lock" nicht herum.

Multiplay als Zugabe

Wer den Singleplay Modus durchgespielt hat, der kann sich nun mit einem guten Freund daran machen, sich in 14 Missionen im Multiplay auszutoben. Hier bekämpft man nicht zusammen die bösen Jungs, sondern heizt ganz allein durch die Missionen und erfüllt eins von drei der für jede Mission fest vorgegebenen Zielen. Mal gewinnt der erste am Ziel, dann derjenige, der die meisten SATCOMs aktiviert hat oder wer die meisten Hühner überfahren hat. Weder Gegner noch Zivilisten befinden sich auf der Strecke und alles wirkt wie ausgestorben. An Optionen oder einen LAN Modus muss man gar nicht erst denken.

Grafik & Hardware

Grafisch ist das Spiel schon fast eine Beleidigung für das Jahr 2003/2004. Die Grafik kann die Konsolenherkunft in keiner Weise verschleiern und hat bis auf stellenweise ganz nette Wassereffekte nichts zu bieten. Die Gegner und Fahrzeuge haben wahnsinnig wenig Polygone, die Texturen sind nicht sehr hochauflösend und die Explosionen sehen alles andere als beeindruckend aus. Wird das Fahrzeug beschädigt, dann wird dies durch schwach aufgelöste Texturen, die über das Fahrzeug gelegt werden, angezeigt. Weitere Spezialeffekte sucht man vergebens. Das wäre ja alles irgendwie noch verschmerzbar, aber das Spiel brach in 1024 auf dem Testsystem regelmäßig auf unter 20 fps ein und das bei einer so schlechten Grafik, fehlender KI und keinem Physiksystem.

Sound & Musik

Die Musik des Spiels erträgt man eine Weile und es erinnert zumindest etwas an Bond, wohingegen die wenige Sprachausgabe (Englisch, auch in der deutschen Version) weder besonders gelungen noch zahlreich im Spiel vorhanden sind. Dank mangelhaft präsentierter Story muss man sich jedoch darauf nicht besonders konzentrieren. Dennoch bekommt man das bekannte Peter Gunn Thema von Henry Mancini geboten, dass den Arcadeklassiker schon musikalisch unterstützte.

Meinung

Idee gut, Umsetzung mangelhaft. Es hätte viel Spaß machen können als Agent mit einem High-Tech Auto durch die Level zu rasen, aber wenn das ganze einfach nur schlecht aussieht, die Steuerung schwammig ist, die Story schlecht geklaut und noch schlimmer präsentiert und man 14 mal das gleiche machen soll, dann macht es schnell keinen Spaß mehr. Man hat einfach schon bald keine Lust mehr, es gibt keine Motivation und auch der Mehrspielermodus lässt einen nur müde lächeln. Auch für Mac-Gamer lohnt sich die Hybridversion kaum, da gibt es bessere Spiele und selbst mit einem Preis von etwa 25€ sollte man doch lieber einige Nächte vor einem Kauf darüber schlafen oder sich lieber gleich Autobahnraser kaufen. Da hat man zwar weniger Action, aber sogar das Spiel macht mehr Spaß.


Geschrieben am 26.06.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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