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Space Rangers 2  

Rückseite ]

Info
Autor 3
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 1.5
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Gesamt (16 votes) 2+
 1.5
 1.8
 1.7
Name:Space Rangers 2 - Dominators
Genre: Strategie
Produkt: Vollversion
Release: 2006/08
Publisher: Frogster Interactive
Entwickler: Elemental Games
Hardware: 450Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
USK: 12
Herstellerscreens
Space Rangers 2 - Dominators (review von nali_warcow)

Warum sich starr beim Spielen immer nur auf ein Genre beschränken, wenn eine ordentliche Mischung interessante Ideen hervorbringen kann? Immer häufiger erscheinen Spiele, die durch Kombinationen unterschiedlicher Genres versuchen, mehr als nur ein Nachfolger oder eine Kopie der beliebten Vorlage zu sein. Space Rangers 2, von Entwickler Elemental Games, möchte gleich auf drei Hochzeiten tanzen: Rundenstrategie im Weltraum, Echtzeitstrategiekämpfe auf Planetenoberflächen und Elemente aus einem Rollenspiel. Wie gut diese Genre-Mix gelungen ist, welche Spielergruppen ihren Spaß haben werden und wie gut die einzelnen Gameplayelemente umgesetzt wurden, soll das folgende Review klären.

Ausgeliefert wird das Spiel in einer kleinen Eurobox. Darin befindet sich die eigentliche Spiel Disk im Jewel-Case und ein durchgehend farbiges Handbuch, das auf über 120 Seiten alle Details des Spiels erklärt. Von Hintergrundinfos zu den einzelnen Rassen, sämtlichen Optionen und Schaltflächen im Spiel, bin hin zu Fahrzeug- und Objektübersichten ist alles enthalten, was der Spieler zum Einstieg braucht.

Die dunkle Bedrohung

Im Jahre 3300, 200 Jahre nach dem Kalissaner-Krieg, ist die Galaxie nicht mehr so, wie sie einmal war. Die menschliche Rasse steht einer neuen, gigantischen Bedrohung gegenüber: Cyber-Roboter tauchen auf den ehemaligen Kalissaner-Welten auf und starten einen großangelegten Feldzug gegen die Menschen. Sie sind nicht nur schlagkräftig, sondern verfügen auch über eine erstaunliche künstliche Intelligenz. Doch glücklicherweise gibt es auch bei den Killer-Robotern unterschiedliche Fraktionen, die sich untereinander bekämpfen, was für die menschliche Koalition nur hilfreich sein kann. In diesen Trubel taucht der Spieler ein. Anfangs noch als namensloser Kämpfer beginnt das Abenteuer in der großen Welt. Doch bevor es ins Abenteuer geht, gilt es den Charakter zu bestimmen. Zur Auswahl stehen fünf unterschiedliche Rassen und fünf Tätigkeiten. Je nach Rasse verfügt der Held über besondere Boni bzw. besondere Beziehungen zu anderen Rassen. Die Tätigkeit bestimmt die Qualität des Startraumschiffes, das Startkapital und die Beziehungen zu anderen Rassen. Außerdem kann sich der Spieler für zwei Startfähigkeiten, wie beispielsweise Zielgenauigkeit, und zwei Objekte im Startschiff (Waffen, Radar, etc.) entscheiden. Als Schwierigkeitsgrad stehen vier fest vorgegebene zur Auswahl oder aber der Spieler justiert ganz individuell die Stärke der anderen Parteien oder den Schwierigkeitsgrad der Missionen. Danach steht von Anbeginn eine große Galaxie offen. Was der Spieler macht, mit welchen Fraktionen er sich verbündet, ob er als Pirat oder Söldner umherzieht, sich auf die Seite der Invasoren stellt oder die Menschen im Kampf unterstützt, kann völlig frei entschieden werden. Wird Geld benötigt, dann können Aufträge angenommen oder Waren möglichst gewinnbringend von einer Welt zur anderen transportiert werden, doch auch der Überfall von Transportschiffen wäre eine lukrative Einnahmequelle. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten das Schiff aufzurüsten und das Geld in immer bessere Ausrüstung zu investieren. Mit der Zeit werden nicht nur die Pilotenfähigkeiten ausgebaut, ebenso ändert sich die Galaxie. Auch ohne Eingriffe des Spielers verändern sich Systeme, finden Kämpfe statt oder Systeme werden übernommen. Insgesamt stehen dem Spieler 60 Sternsysteme und etwa 250 Planeten und Stationen zur freien Auswahl. Gekämpft wird dabei nicht nur rundenweise im Weltraum, sondern auch im RTS-Stil auf der Planetenoberfläche. Durch das offene Spielsystem, vielen Möglichkeiten und sehr unterschiedlichen Startbedingungen bietet Space Rangers 2 Spaß für Wochen und Monate.

Text, Text und noch mehr Text

Bis der Spieler allerdings richtig ins Spiel eingetaucht ist und die vielen Möglichkeiten, die die große Galaxie bietet, nutzt und Spaß am Spiel hat, vergeht jedoch einige Zeit. Der Einstieg in Space Rangers 2: Dominators erweist sich als äußert zäh und langwierig. So mancher Einsteiger wird schon beim - optionalen - Tutorial Motivationsprobleme bekommen. Nach einer Einführung in Textform warten auch schon gleich die nächsten, umfangreichen Texttafeln. Bildschirmtexte und das Handbuch werden zum besten Freund des Spielers, wenn er einen Zugang zum Spiel finden will. Das Tutorial führt den Spieler zwar in die wichtigsten Grundlagen ein, doch stellenweise vermisst der Einsteiger Informationen. Der ein oder andere hilfreiche Satz hätte hier merklich weitergeholfen. Potentielle Interessenten sollten daher auf jeden Fall vor dem Kauf einen Blick in die etwa 1 GB große Demo werfen. Ist die Einstiegshürde jedoch erst einmal überwunden und der Spieler hat "Blut geleckt", dann kann man sich auf die zahlreichen Möglichkeiten des Spiels stürzen: Kampf, Handel, Raumschiff- & Heldenupdates, Diplomatie und Schlachten auf den unterschiedlichen Planeten stehen zur Auswahl. Neben einer Hauptstory gibt es auch zahlreiche Nebenmissionen für die unterschiedlichsten Personen und Rassen. Auch in der großen, weiten Welt von Space Ranger ist es elementar wichtig, immer das nötige Kleingeld in der Tasche zu haben. Sei es nur, um das Raumschiff wieder reparieren zu können oder aber in Updates investieren zu können. Geschenkt wird hier nichts und es wäre mehr als peinlich, wenn der Space Ranger nicht die Tankkosten bezahlen kann. Das Spiel bietet dabei sehr unterschiedliche Möglichkeiten an Geld zu kommen. Wer lieber als Pirat unterwegs ist, der überfällt Transporter und Frachtschiff oder erpresst Schutzgeld und kassiert Maut-Gebühren. Dabei gilt es jedoch vorsichtig zu sein und es sich mit den einzelnen Gruppierungen nicht zu sehr zu verscherzen, sonst wird der Spieler im nächsten System gleich von einer ganzen Gruppe an Gegnern empfangen. Friedlicher sind da schon die Handelsmöglichkeiten. Auf den zahlreichen Raumstationen können Waren ein- und in einem andern System wieder verkauft werden. Im Hintergrund des Spiels arbeitet dabei ein dynamisches Preis- und Handelssystem, so dass sich der Spieler darum kümmern muss, möglichst profitable Routen zu finden. Wer beispielsweise weiß, dass auf einem Planeten gerade eine Krankheit wütet, der kann durch entsprechende Medizinlieferungen einiges erwirtschaften. Auch wird nicht überall mit allen Waren gehandelt und entsprechendes Verhandlungsgeschick vorausgesetzt, kann der Gewinn noch weiter gesteigert werden. Sehr gute Gewinne lassen sich mit illegalen Waren erwirtschaften. Auch lohnt es, das eine oder andere Transportschiff um Waren zu erleichtern. Nach einem Scan des Schiffes kann sich der Spieler entscheiden, ob er es erst diplomatisch versuchen will oder gleich die Waffen sprechen lässt. Immerhin sind Transportschiffe mitunter auch bewaffnet oder haben gar eine Eskorte. Doch selbst wenn es zum Kampf kommen sollte, kann der Spieler ganz beruhigt vorgehen. Die Kämpfe werden im Rundenmodus ausgetragen, so dass in aller Ruhe Befehle gegeben werden können. Wohin das Raumschiff steuern soll und welche Gegner mit welchen Waffensystemen angegriffen werden sollen, kann jeweils individuell festgelegt werden. Beendet der Spieler seine Runde, dann wird die Aktion ausgeführt, die Feinde agieren ebenfalls und danach pausiert das Geschehen wieder. Wer sich nicht ganz so viele Gedanken machen möchte, der kann auch das Ziel vorgeben und die KI den Rest erledigen lassen. In dem Fall läuft das Geschehen so lange automatisch ab, bis der Feind vernichtet oder man manuell wieder eingreifen will. Der Spieler kann nicht nur von einem System zum nächsten springen und es mit zahlreichen Gegnern aufnehmen, Systeme befreien oder Verbündeten helfen, auch ein Sprung in ein schwarzes Loch und damit in den Hyperraum ist möglich. Der darin ausgetragene Kampf gegen die Feinde verläuft jedoch deutlich arcadelastiger und außerdem in Echtzeit. Mit vier Tasten für die Schiffsbewegung und zwei für die Waffen hat der Spieler alles, was er zum Überleben braucht. Wie auch beim Rundenkampf im Weltraum kann die KI für den Spieler kämpfen. Das Aufsammeln von kleinen "Kugeln" im Weltraum ermöglicht außerdem unterschiedliche Boni, wie Reparatur des Schiffs oder verstärkter Waffenschaden.

In Space Rangers 2 wird jedoch nicht nur im Weltraum gekämpft. Mit Erlaubnis der Regierung können von den Dominatoren eroberte Planeten auch zurückgewonnen werden, was in Form einer Bodenschlacht ausgetragen wird. Diese laufen ebenfalls in Echtzeit ab und bieten einen Hauch von RTS-Spielen, ohne allerdings wirklich komplex oder tiefgründig zu sein. Je nach Anzahl der kontrollierten Basen kommen unterschiedlich viele Rohstoffe pro Sekunde aufs Konto. Von diesen Rohstoffen können Roboter gebaut oder die Basis abgesichert werden. Bei den Robotern greift das Spiel nicht auf einige vorgefertigte Typen zurück, sondern der Spieler kann diese ganz individuell zusammenstellen. Von der Hülle, über Chassis bis hin zu Waffen können unterschiedliche Versionen eingestellt werden, die sich möglichst optimal für die anstehenden Aufgaben eignen. Entsprechend schwankt auch der Produktionspreis für die Roboter. Die Bodenschlachten sind eine nette Dreingabe. Sozusagen ein Spiel im Spiel. Sehr viel mehr sollte aber kein Spieler erwarten. Hier werden eher rudimentäre RTS Elemente geboten. Lediglich der direkte Steuerungsmodus eines Roboters hebt sich vom Rest ab. In diesem Modus kann der Spieler die Einheit direkt über die Tastatur steuern, bewegen und angreifen lassen. Neben dem ganzen Geplänkel und Möglichkeiten gibt es auch zahlreiche Aufträge und Missionen. Diese können - je nach Auftrag - für eine ordentliche Finanzspritze sorgen. Auf fast jeder Raumstation kann der Spieler neue Aufträge bekommen. Dabei muss der Hauptstory nicht zwangsweise gefolgt werden. An allen Ecken und Enden warten neue Aufgaben auf den Charakter. Die Entwickler haben sich dabei insgesamt sehr viele Mühe gegeben, sehr unterschiedliche und abwechslungsreich gestaltete Missionen zu präsentieren. Ja nach diplomatischen Beziehungen kann es auch sein, dass eine Partei keine Aufträge mehr erteilt. Die eigentlichen Aufgaben sind sehr breit gefächert und bietet sehr unterschiedliche Missionen. Es gibt reine Handels- oder Kampfaufgaben, Planeteneroberungen, Eskortmissionen oder sehr interessante Kombinationsverbindungen unterschiedlicher Aufträge. Ein Highlight des Spiels stellen sicherlich die 22 Text-Missionen dar, in denen der Spieler durch entsprechende Antworten vorankommt und beispielsweise einen Gefängnisausbruch in Text-Adventure-Form erlebt. Neben den zahlreichen Aufträgen gilt es auch genug Kohle zusammen zu kratzen, damit das Raumschiff verbessert werden kann. Im Handelszentrum sieht der Spieler schon von Anbeginn sehr begehrte Updates, auf die man schon gleich anfängt zu sparen. Außerdem gibt es eine Reihe sehr lohnenswerter Gegenstände. Diese einzigartigen Gegenstände, auch Artefakte genannt, findet der Spieler in schwarzen Löchern oder bekommt sie für die Absolvierung eines Regierungsauftrags. Ein Wahrscheinlichkeitsgberechner-Artefakt kann dem Spieler beispielsweise vor Kampfbeginn die Siegchancen ausrechnen und somit die eine oder andere Niederlage verhindern. Egal wohin sich der Spieler begibt und welches System er besucht, überall erwarten ihn Aufträge, Missionen und Kämpfe. Bis wirklich jede Ecke erforscht, sämtlicher Widerstand gebrochen und das Bankkonto prall gefüllt ist, können - je nach Spielstil - Wochen vergehen. Dank der zahlreichen Rassen und Konfigurationsparameter beim Spielstart können Spielbegeisterte auch im zweiten oder dritten Anlauf ihren Spaß haben.

Präsentation

Die Steuerung von Space Rangers 2 erfolgt über Maus und Tastatur. Sehr hilfreich ist das in der Packung befindliche Handbuch, um den Einstieg ein wenig zu erleichtern. Gerade am Anfang ist es recht schwer einen Zugang zum Spiel zu finden. Für viele Aktionen lohnt es sich außerdem die entsprechenden Hotkeys auswendig zu lernen, da dadurch sehr viel Zeit gespart werden kann. Kein lästiges Suchen nach dem Button für den Hangar und dann zum Starten des Raumschiffs. Einfach H und dann F drücken und schon befindet sich das Raumschiff wieder im Weltall. Optimal wäre es daher gewesen, wenn die Tastenbelegung auf der Rückseite des Handbuchs oder als zusätzliche Tastaturschablone enthalten gewesen wäre. Nach der Eingewöhnungszeit kommt der Spieler jedoch auch mit Maus und Tastatur gut zurecht. Da außerdem auf den Stationen und den Weltraumschlachten kein Zeitdruck entsteht, kann relativ entspannt gezockt werden. Lediglich die RTS-Gefechte auf der Planetenoberfläche laufen in Echtzeit ab, so dass der Spieler schnell und zügig reagieren muss. Da es sich jedoch eher um einen "RTS-Light"-Part handelt und kein Bau- oder Updatepart zu berücksichtigen ist, wird kaum ein Spieler überfordert. Allerdings wäre es mehr als wünschenswert gewesen, ein wenig schlauere Einheiten zu haben, besser in Gruppen agierende Einheiten und eine Bestätigung für Befehle. Wird ein Angriffsbefehl geben, dann gibt es kein "Feedback", was doch ein wenig ungewohnt ist. Aber auch beim Rest des Spiels wären Überarbeitungen des Interfaces eine lohnenswerte Verbesserung, so dass das Spiel ein wenig zugänglicher wird, wodurch vielen der Einstieg leichter fallen würde. Grafisch kann Space Rangers 2 keine Bäume ausreißen. Sonderlich spektakulär sieht das Spiel nie aus und es wird noch recht viel mit 2D gearbeitet. Das grafische Highlight sind sicherlich die Planetenschlachten, wenn eine ganze Reihe Kampfroboter anfängt mit Raketen auf ein Ziel zu feuern. Auch die unterschiedlichen Umgebungen wurden nett umgesetzt, hätten aber oftmals einige Details mehr gut vertragen können. Insbesondere die Weltraumkämpfe sind recht unspektakulär ausgefallen. Selbst mit der Minimalkonfiguration mit 450MHz sollte doch wohl mehr möglich sein. Performance-Probleme sollte somit zumindest keiner mit dem Spiel haben. Verwunderlich ist da nur, wofür die Menge an Spieldaten verbraucht werden. Über Sprachausgabe verfügt das Spiel nicht und die etwa 20 Musiktracks können es auch nicht sein. Die Musik geht einem außerdem recht schnell auf die Nerven, kann jedoch auch deaktiviert werden. Aufgrund der hohen Textmenge ist es gut, dass die Übersetzung des Spiels dagegen recht ordentlich gelungen ist.

Meinung

Die Zielgruppe von Space Rangers 2 ist stark eingegrenzt. Das Spielkonzept versucht dem Spieler einige Freiheiten zu geben und einen mit zahlreichen Möglichkeiten bei Laune zu halten. Nach einigen Handelsmissionen folgt eine kleine Weltraumschlacht, es gehtweiter in ein anderes System und ein Planet soll befreit werden, bevor der nächste Auftrag wartet. Das Problem dabei ist, dass sich Space Rangers 2 ein wenig verhaspelt. Die einzelnen Elemente (Handel, Pilotenentwicklung, Raum- und Bodenkampf) bieten sehr unterschiedliche Spielelemente, doch keines ist wirklich ausgereift und bis zum Ende durchdacht umgesetzt. Handel ist schön, aber mit nur acht Waren nicht wirklich motivierend. Die Weltraumschlachten und die Pilotenentwicklung fällt merklich schlechter aus als in Star Wolves und der RTS-Part wirkt auch eher wie eine nette Zugabe. Das bedeutet jedoch nicht, dass Space Rangers nicht zu bieten hat. In allen Aspekten hat das Spiel auch sehr schöne, unverbrauchte Features zu bieten. Missionen, Text-Adventure-Passagen im Multiple-Choice Verfahren, dynamische Galaxie oder einfach die direkte Steuermöglichkeit der Einheiten im Kampf ist eine feine Sache für all die Spieler, die länger durchhalten können. Hat man sich erst einmal durch die hohe Einstiegshürde gebissen und mit den Textmengen angefreundet, dann können Liebhaber Wochen und Monate damit ihren Spaß haben. Um jedoch herauszufinden, ob man zur Zielgruppe gehört, empfiehlt sich dringend die Demo einmal länger in Augenschein zu nehmen.


Geschrieben am 29.10.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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