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Info
Autor 2+
 2
 1.5
 3
Gesamt (72 votes) 1
 1.8
 1.9
 2.2
Name:Soul Reaver - Legacy of Kain
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 1999/07
Publisher: Eidos
Entwickler: Crystal Dynamics
Links: Nosgothclan.de
Links: Nosgoth.net
Hardware: 200MMX-Mhz, 16MB RAM, 3D-Karte, HD 320 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, DX6
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch
zensiert: ja
Serie: ja
Patch: 1.2
Bemerkung: auch für PS, Dreamcast erhältlich
USK: 16
Soul Reaver - Legacy of Kain (review von yak)

Eidos/ Crystal Dynamics haben hier etwas sehr grossartiges geschaffen. Ein Spiel, das in jede Sammlung gehört.

Leider ist es wohl im Releasejahr unter der Vielzahl an Veröffentlichungen untergegangen, begründet wohl an der starken Konkurrenz ähnlicher Spiele zum Veröffentlichungszeitraum (Drakan/ Indiana Jones und der Turm von Babel/ Shadowman/ Tomb Raider 4 The Last Revelation). Mit Distanz gesehen muss ich sagen (und ich habe alle der vorgenannten Spiele "durchgezockt") , dass es nur von Shadowman getoppt werden konnte.

Soul Reaver ist zeitgleich mit der Playstationversion entwickelt worden und hat daher leider einige konsolentypische Besonderheiten, die zugleich auch meine stärksten Kritikpunkte an dem Game ausmachen. Dazu jedoch später mehr...

Die Geschichte schliesst an den Activisiontitel "Blood Omen: Legacy of Kain" einem ISO Rollen/Actionspiel an, nur ist der damalige "Held" nun euer Widersacher. Neidisch darauf, dass sein Vampirkind Raziel die nächste Evolutionsstufe vor ihm erreicht hat (engelsgleiche Flügel), verbannte er ihn und zerstörte seine Flügel (im Spiel nur noch zum Gleiten und für Kurzstreckenflüge verwendbar). Nun ist es an euch, Raziel zu spielen und Jahrhunderte später gegen die Vampirclans anzutreten.

Das Spiel ist eine Mischung aus Jump & Run mit nicht linearem Spielverlauf und Rollenspieleinschlag (Charakter und Waffenupgrade), genialen Rätsel und Adventureeinschlägen. Daher also sehr vergleichbar mit Shadowman (auch ein MUSS !) . Jedoch eines hebt Soul Reaver von den anderen ab. Die Rätsel spielen in zwei Dimensionen und geben dadurch völlig neue Möglichkeiten, da in zwei Dimensionen Rätsel simultan geknackt werden müssen. Eine spektrale und eine reale Welt. Ihr könnt/müsst die Ebenen wechseln, um im Spiel voran zu kommen.

Werdet ihr z. B. in der realen Welt zu stark geschwächt, fallt ihr automatisch in die spektrale Welt zurück, müsst wieder Kraft gewinnen, um in die reale Welt wechseln zu können. In der spektralen Welt steht u. a. die Zeit still und es können keine Gegenstände bewegt werden. Dies ist für das Rätsellösen von elementarer Wichtigkeit und macht die Sache nicht unbedingt so einfach, wie bei Croft und Co. Es bleibt jedoch immer fair und meistens auch zentral zu lösen, ohne 47 Level zurückwandern zu müssen.

Es sieht genial aus, wenn die Welten wechseln, ähnlich wie im Film "Die Zeitmaschine", wenn alles verrottet oder zusammenfällt, wenn in die spektrale Ebene gewechselt wird. Ernähren müsst ihr euer Vampir Alter Ego mit Seelen, die aufzusaugen sind, nachdem die Vampirgegner unschädlich gemacht wurden, was auf unterschiedlichste Arten wie Pfählen, Verbrennen und ins Sonnenlicht werfen möglich ist. Die Szenerien sind grossartig und düster wie in einem guten Horrorfilm, vielleicht ein Grund, warum Shadowman und Soulreaver nicht die Masse ansprechen konnten, wie Tomb Raider oder Drakan, obwohl die erstgenannten Spiele inhaltlich viel mehr zu bieten haben.

Ihr könnt zur Vampirjagd Lanzen oder Zaunpfähle von den Wänden reissen und diese als Waffe zum Nahkampf oder auch zum Werfen benutzen. Das Kampfsystem ist hervorragend gemacht und bietet mehr Variationen, als vergleichbare Games. Man hat die Freiheit, für jeden Bösewicht zu entscheiden, ober er den Tod im Wasser/Feuer verdient hat oder doch besser an einen Pfahl oder Dorn geworfen werden soll. Es macht tierischen Spass!

Im Laufe des Spiels erhaltet Ihr auch die namensgebende Waffe, den Soulreaver, der die stärkste Waffe im Spiel darstellt. Weiterhin erhaltet ihr Fähigkeiten, die durch das Besiegen der Endfuzzis erlangt werden, um z. B. Mauern zu erklimmen oder durch Gitterzäune zu schweben (nur in der spektralen Welt). So habt Ihr im Spiel die Möglichkeit, neue Gegenden zu erreichen. Die Endgegner sind wirklich was besonderes. Hier kommt man nicht mit draufballern weiter, sondern es wir Gehirnschmalz verlangt. Man muss z. B. einen Obervampir mit dem Herunterlassen von Metallzuggittern pfählen und ihn dann in eine Art Fleischwolf locken. Ein anderer Riesenvampir (sehr ähnlich der eierlegenden Alienmutter aus ALIEN- DIE RÜCKKEHR) die Beine abtrennen und dann die Eier klauen, diese am Feuer anzünden und als Brandbombe zurückschleudern.

Der Einfallsreichtum der Programmierer ist enorm, der Spielverlauf ausgewogen zwischen Aktion und Puzzleanteilen. So muss man z. B. in einem Level ein Wandrelief rekonstruieren und die Steine drehen und wenden, bis es passt und damit ein Tor geöffnet wird oder ein kompliziertes Rohrleitungssystem reparieren (eigentlich ein Job für Mario & Co.). Der Spielcharakter wird im Verlauf um einige Zaubertricks und Eigenschaften bereichert, die recht effektiv genutzt werden können. Für langen Spielspass ist durch die grosszügige und weiträumige Levelzahl gesorgt.

Abschliessend kann man sagen, dass dieses Spiel ein Muss ist. Aber zu erwähnen bleiben noch die eindeutig erkennbaren Designermängel, die jedoch den Spielspass nicht trüben. Die Steuerung ist problematisch, weil das Konsolenprinzip übernommen wurde. Das Spiel ist praktisch nur mit einem Gamepad mit 8 Knöpfen spielbar und sehr gewöhnungsbedürftig. Also sind kleine Fehltritte leider an der Tagesordnung, wobei aber das Spiel bei Sprüngen und dergleichen recht grosszügig ist und Todesstürze daher eher selten, nur klappts halt nicht immer beim ersten Versuch. Auch die Kameraführung ist nicht immer optimal und lässt so gerne wichtige Dinge im Verborgenen. Weiterhin ist die Figur des Raziel recht polygonarm, was für mich der Konsolenkonvertierungshinweis Nummer 1 ist. Es stört aber nicht, da Raziel eh etwas lädiert aussieht und die Knochen etwas durchschimmern :).

Die Animationen sind jedoch äusserst gelungen. Auch die Savefunktion ist mies. Man kann zwar überall speichern, muss jedoch bei Neustart immer in der Anfangshöhle beginnen. Es gibt zwar Teleporterpunkte, die jedoch erst im Spielverlauf erschlossen werden müssen und dann trotzdem noch einiges an Beinarbeit abverlangt. Man stirbt zwar im Spiel nicht sofort, sondern fällt bei Energiemangel von der realen Welt in die spirituelle, wo ein "Auftanken" meist unproblematisch ist,

Das Spiel bietet Aüflösungen von 640 x 480 bis hin zu 1600er Auflösung in 32 Bit und ist auch nicht sehr hardwarehungrig, daher auch für Neueinsteiger, die den alten P200 vom Bruder geerbt haben, ein Spieltipp.

Also zögert nicht und geht auf fröhliche Vampirjagd. Die einzige Entschuldigung es nicht zu spielen nennt sich Shadowman.

Das Spiel hat mittlerweile eine Fortsetzung und Eidos hat dazu eine DVD Kompilation veröffentlicht, die beide Teile inklusive Zusatzbonus beinhaltet.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews, der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.



Geschrieben am 01.09.2000, Testkonfiguration: PIII-650, Geforce-2, 256MB Ram, SB Live
 



107 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Sehr gut (4.7 von 5 Punkten)
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