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Info
Autor 2
 2.5
 2.5
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Gesamt (41 votes) 1
 2
 2.2
 2.2
Name:Soldiers of Anarchy
Genre: Strategie
Produkt: Vollversion
Release: 2002/11
Publisher: bigben Interactive
Entwickler: Silver-Style
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 600Mhz, 128MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 650 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Patch: 1.1.2.178
USK: 16
Soldiers of Anarchy (review von nali_warcow)

Strategiespiele gibt es auf dem PC wahrlich reichlich.

Allerdings geht der Trend immer weiter in die Richtung: Grafisch beeindrucken, spielerisch einfach aber mit sehr wenig Tiefgang. Wenn man dann noch ein Spiel haben möchte, wo es etwas taktischer zugeht und die grauen Zellen etwas gefordert werden, wie beispielsweise in Commandos - Behind enemy Lines, dann steht der Spieler oft verlassen da. Aber das Entwicklerstudio Silver Style (Gorasul) hat da genau das Richtige für den anspruchsvollen Spieler.

Die Geschichte - So könnte es demnächst sein?

Ich hoffe nicht. Im Jahre 2004 (Ja demnächst) wird mal wieder munter von der Menschheit an biologischen Kampfstoffen geforscht. Was natürlich nicht passieren sollte ist passiert, ein hochgradig gefährlicher Virus ist aus den Laboren entwischt. Die Regierungen sind auch nicht gerade sehr gewissenhaft gewesen und erkannten das Problem erst, als nach Tokio auch in vielen andern Großstädten der Welt mysteriöse Todesfälle auftraten. Aber mittlerweile ist es zu spät, die "Seuche" greift um sich und alle Aktionen kommen zu spät. In dieser Zeit des Ausnahmezustands, als die Sterberate bei 100% liegt, ziehen sich sieben Soldaten, 5 Russen und je ein Deutscher und Amerikaner in einen Bunker zurück, verbarrikadieren die Zugänge und verbringen dort die nächsten Jahre ihres Lebens. Auf der Oberfläche geht der hoffnungslose Kampf bei der Erforschung eines Gegengiftes weiter. Doch ewig kann keiner so abgeschieden in der Butze zubringen und so wagen sich die sieben Soldaten schließlich im Jahre 2015 wieder an die Oberfläche, doch sie ahnen nicht, was sie dort erwartet...

So spielt es sich - Beispiel einer Mission

Ziel der aktuellen Mission ist es Sklaven zu befreien. Also am Besten vor der Mission einen gepanzerten Mannschaftswagen und mehrere Soldaten mitnehmen. Sowohl Scharfschütze als auch Sprengmeister werden mitgenommen. Los geht es. Auf der Straße scheint es ja noch recht ruhig zu sein, doch in der Ferne ist schon eine Straßenblockade zu erkennen. Vermutlich auch einige Minen, also erst mal den Trupp ausladen. Der Scharfschütze geht in Bereitschaft und mit dem Sprengmeister wird mal die Straße untersucht. Siehe da - einige Panzerminen. Am Besten gleich entschärfen und mitnehmen. Doch leider hat ein Posten den kleinen Trupp entdeckt und will Alarm schlagen. Bevor nun alles zu hektisch wird, erst mal das Geschehen kurz pausieren. Die restlichen Soldaten werden in Stellung gebracht und auf automatischen Angriff gestellt. Der Scharfschütze bekommt den ersten Gegner als Ziel und dann kann es weitergehen. Geschafft. Die Straße ist von Gegnern gesäubert, die Minen gleich eingesammelt. Also alle Mann wieder in den Panzerwagen und weiter geht es. Über eine Bahnstrecke hat man auch bald die Stadt erreicht, wo die Sklaven gut sichtbar gefangen gehalten werden. Mit dem Wagen in den ummauerten Bereich gefahren, danach können erst mal bis auf zwei Leute (ein Fahrer und ein Schütze) aussteigen und den Bereich sichern. Die Gegner kommen zwar in Scharen, aber dank der Pause, des Fahrzeuggeschützes, einiger Granaten und viel Blei können die Gegner zum Glück nicht viel anrichten. Und auch deren Kampfbuggis gelingt nicht die Flucht. Jetzt erst mal schauen, was von den hinterbliebenen Waffen noch nutzbar ist. Von den befreiten Sklaven erfährt man einige wichtige Infos, wie z. B. dass der Anführer der Bande sich im nördlichen Teil der Stadt aufhält und außerdem sind einige der befreiten Leute bereit, sich dem Trupp anzuschließen. Waffen liegen ja genügend rum in der Gegend.

Angekommen in der nördlichen Ecke der Stadt findet man nach einem weiteren Kampf jedoch leider nicht den Anführer, sondern "nur" einen unbedeutenden Wissenschafter. Dieser verrät einem jedoch, wie man die Hauptlabors finden kann und außerdem, dass sich der Anführer der Gang in seiner Villa aufhält. Doch schon von weitem ist zu sehen, daß die Villa sehr gut verteidigt wird. Hier muß auf jeden Fall etwas taktischer vorgegangen werden. Die stärksten Kämpfer kommen aus dem Fahrzeug raus und kriechen an der Mauer entlang. Schon bald läßt sich der erste "dumme" Posten blicken und wird zur leichten Beute. Nun geht es Schlag auf Schlag, doch dank der Pausenfunktion können immer die richtigen Befehle gegeben werden. Die ankommenden Gegner werden von drei Seiten in die Zange genommen. Da noch ein gepanzerter Wagen im Hof steht, werden erst mal am Ausgang einige Minen plaziert. Nun muß einer den Lockvogel spielen und schafft es auch, den Gegner in die Falle zu locken. Ein wunderschönes Feuerwerk. *g*

Jetzt aber schnell wieder zum Ausgangspunkt, um die Mission zu beenden, bevor hier noch Verstärkung kommt. Zurück im Lager werden die Verwundeten versorgt, die übergebliebenen Minen verkauft und statt dessen Munition für Pistolen, MP5 und CO gekauft. Für das Fahrzeug ist eine Panzerung rausgesprungen.

Die Missionen - Ohne Taktik geht nichts

Nachdem der Spieler das Tutorial gemeistert hat (optional) kann er sich in eine 14 Level umfassende Kampagne stürzen. Nachdem die Soldaten ihren Bunker verlassen haben, stehen sie in einer öden Gegend. Einige wilde Tiere (Bären, Wölfe) sind da die ersten Gegner. Doch schon bald treffen sie auf die ersten Leidtragenden und müssen sich irgendwann auf Seite der herrschenden Gangs schlagen, um dem ganzen möglichst ein Ende zu bereiten um herauszufinden, was damals geschehen ist. Die Missionen sind dabei sehr abwechselungsreich gestaltet und bieten immer deutlich mehr als für die aktuelle Mission benötigt wird. Oftmals muß man nur einen Teil der Karte erkunden, um diese zu schaffen, doch es lauern dazu noch weitere Goodies und Extras auf der Map und die kann man wirklich gut gebrauchen. Dadurch wird die Spielweise (unterstützt die freie Zusammenstellung und Ausrüstung des Teams) sehr offen gehalten und die Missionen bieten oftmals mehrere Vorgehensweisen. Die Ziele bauen aufeinander auf und werden sehr sinnvoll miteinander verstrickt. Oftmals meint man schon es geschafft zu haben und dann geht die Mission erst richtig los. Das alles hat allerdings auch den Nachteil, daß man schlecht vorausplanen kann. Welche Leute werden benötigt? Welche Fahrzeuge? Hier hilft es oftmals sehr, die nächste Mission erst mal anzuspielen und dann entsprechende Einheiten zusammenzustellen und es erneut zu versuchen. Insgesamt wird man auch in etwa gut 30 Stunden für die Kampagne benötigen, wenn man fix vorankommt. Aber mitunter kann man auch wirklich lange an einer Mission sitzen, bis man diese endlich schafft, da der Schwierigkeitsgrad selbst auf der untersten Stufe alles andere als leicht ist. Man muß sich erst mal von dem Standart C&C Vorgehen trennen und mit Überlegung und Bedacht vorgehen. Je schneller man das raus hat, desto besser kommt man voran.

Zwischenspiel - Mitdenken und Vorrausplanen sind das A und O

Wenn der Schriftzug "Mission erfolgreich abgeschlossen" auf dem Schirm erscheint, ist noch lange nicht Schluß. Alles was nun noch kommt wirkt sich direkt auf die nächsten Missionen aus. (Genauso wie die eigenen Verluste, Munitionsverbrauch, etc.). Am Ende sollten möglichst die starken Waffen eingesammelt werden, genauso wie die Munition. Danach landet man im Stützpunkt, wo es nun einige Verwaltungsaufgaben zu erledigen gilt. Für die jeweiligen Aufgabe steht immer eine gewisse Anzahl an Stunden zur Verfügung. So behalten beispielsweise die Soldaten ihre Gesundheit aus der Mission und müssen eventuell in der Krankenstation erst mal gesund gepflegt werden. Wenn dann eine "Behandlung" schon 12 Stunden von den 24 Arbeitsstunden wegnimmt, dann sollten die andern deutlich leichter verletzt sein, wenn der Trupp bis zur nächsten Mission wieder in Hochform sein soll. Aber es müssen ja nicht immer alle Soldaten in den Einsatz. Vor dem Einsatz kann man Soldaten und Fahrzeuge für die nächste Mission auswählen. Diese werden jedoch nicht einfach mit einer Standardbewaffnung in den Kampf geschickt. Nein, jede Waffe, jede Kugel, alles muß entweder aus den letzten Missionen noch unverbraucht in der Basis sein, mitgebracht aus der letzten Mission oder aber auf dem Markt getauscht werden (gegen Waren aus der Basis). Keine Minen in der Basis um die Panzer in der nächsten Mission zu knacken? Einfach vorher noch mal kurz auf dem Markt einige Shotguns gegen Minen tauschen oder aber dem Truppentransporter eine bessere Panzerung spendieren. Je besser man also eine vorherige Mission abschließt, um so besser hat man es in den nachfolgenden. Daher ist es ja auch so tragisch, wenn einer der Soldaten stirbt. Hier gibt es keinen fast unerschöpflichen Nachschub, hier müssen die Leute vorhanden sein. Da ist es dann um so bedauerlicher, wenn der beste Scharfschütze in der letzten Mission das Zeitliche gesegnet hat. Dadurch, dass die Soldaten an Erfahrung zulegen, im Rang aufsteigen und sich auf verschiedene Waffengattungen spezialisieren können, hat man nicht nur lauter Einzelkämpfer sondern lauter Spezialisten im Team. Auf Wunsch kann auch in den jeweiligen Menüs eine Automatikfunktion eingeschaltet werden und so die vielleicht für manche etwas langweiligen "Planungsaktionen" verkürzt werden. Allerdings geht nichts über einen selbst zusammengestellt und ausgerüsteten Trupp.

Einheiten, Waffen & Fahrzeuge

Am Anfang startet man nur mit fünf Soldaten und einigen wenigen Pistolen samt Munition. Doch im Verlauf der Storykampagne wird sich das sehr schnell ändern. Zum einen trifft man in den Missionen oftmals Leute, die sich dem Spieler anschließen wollen und außerdem sollte man auch möglichst wenig Verluste haben, denn jede verlorene Einheit wird sich u.U. im späteren Spielverlauf bemerkbar machen. So lange man noch genügend "Ersatzleute" hat, mag das ja kein Problem sein, aber da die einzelnen Kämpfer mit der Zeit Erfahrung sammeln, im Rang aufsteigen und sich in verschiedenen Bereichen (Leichte Waffen, Schwere Waffen, Sprengstoffe, etc.) auch Spezialisten entwickeln. Aber auch wegen den unterschiedlichen Missionszielen sollte man sich immer gut überlegen, wen man zur maximal zwölf Mann starken Missionstruppe mitnimmt. Die KI der eigenen und feindlichen Einheiten ist dabei beachtlich. Die Gegner agieren sehr gut (Sind keinesfalls billiges Kanonenfutter) und ziehen sich auch zurück, wenn sie unterlegen sind. Allerdings ist es für den Spieler doch recht nervig, laufend Fahrzeugen und fliehenden Soldaten nachzueilen. (Da ist es dann sehr nützlich einige Leute mit athletischen Fertigkeiten zu haben, die den Gegner recht fix einholen können). An Waffen steht dem Spieler eine wahrlich gigantisches Arsenal zur Verfügung, das toppt so manchen Ego-Shooter. Angefangen bei "kleineren" Sachen wie Pistolen, Uzi und MPs reicht das Angebot über AKs, Maschinengewehren bis hin zu Snipern, Panzerfäusten und Granatwerfern. Aber auch diverse Granaten, Sprengstoffe und Minen dürfen nicht fehlen. Da fällt die Wahl um so schwerer, da jeder Charakter nur sechs Slots hat. In einen Slot paßt jeweils eine Waffe oder aber 3 Munitionspackungen. Sehr viel ist das nicht, daher muß man zum einen sehr gut überlegen, was man mitnimmt und zum andern muß man sich auf der Karte überlegen, was aufgenommen und in die Basis geschafft wird. Bei den Fahrzeugen ist die Auswahl mindestens genauso groß, für jede Aufgabe gibt es genügend Fahrzeuge zur Auswahl und der Spieler kann wirklich selber entscheiden, welche er mitnimmt und welche in der Basis verrosten sollen. Genau wie die Soldaten müssen auch die Fahrzeuge gewartet und repariert werden, können aber auch eine zusätzliche Panzerung oder ein anderes Geschütz bekommen. Voraussetzung ist eben nur, daß man Gegenstände in der Basis hat, die am Markt Profit zum Tauschen bringen. Aber auch auf der Karte können Fahrzeuge eingenommen und am Ende (Wenn sie dann noch funktionstüchtig sind) in die Basis geschafft werden. Das Fahrzeug muß lediglich frei sein, dann kann ein Soldat einsteigen und es übernehmen und für eventuelle Geschütze wird jeweils ein weiterer Soldat benötigt. Doch Vorsicht! Wenn gegnerische Einheiten herrenlose Fahrzeuge sehen, dann schlagen sie mindestens genauso gerne zu und die Gegner verlassen die Fahrzeuge nicht mehr. Also den Panzer immer schön abschließen ;). Bei den etwa 15 Fahrzeugen kann der Spieler wählen zwischen diversen Geländefahrzeugen und Transportern, Schützen- und Kampfpanzern & Helikoptern und Kampfjets.

Mehrspielermodus & Sonstiges

Ein Mehrspielermodus ist zwar in Soldiers of Anarchy enthalten, allerdings ist der Singelplayermodus eindeutig das Herzstück des Spiels. Im Mehrspielermodus können bis zu acht Kumpels sich im LAN gegenseitig beim DeathMatch eins auf die Mütze geben. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Light-Version des Singleplay. Hier können die Soldaten auf der Karte aufgerüstet werden und es werden dazu auch gleich einige passende Karten mitgeliefert. Allerdings fehlt im MP Modus die wichtigste taktische Komponente des SP. Die Pausenfunktion. Daher verkommt Soldiers of Anarchy leider zu einem recht hektischen Spiel ohne viel Planungsmöglichkeiten. Ein COOP Modus wäre wirklich klasse gewesen, aber ist leider nicht dabei. Dafür wird jedoch ein Editor mitgeliefert, mit dem sich sehr schnell und problemlos neue Level für den Mehrspielermodus und auch für den anspruchsvollen Einzelspielermodus erstellen lassen.

Die Grafik

Die Grafik von Soldiers of Anarchy kann sicherlich nicht mit dem etwa zeitgleich erschienen C&C Generals mithalten, dafür hat die Engine jedoch andere Besonderheiten. Allein die Größe der darstellbaren Maps ist gigantisch und durch die sehr hohe Sichtweite hat der Spieler das Geschehen immer im Blickfeld. Da feindliche Einheiten auch ein entsprechendes "Dreieck" über dem Kopf haben, welches anzeigt, ob sie den Spieler entdeckt haben (Rot, ansonsten orange) oder auf der Flucht sind (gelb), hat man auch in der maximal entfernten Zoomstufe eine gute Übersicht. Dadurch muß man auch nie so nah an das Geschehen heranzoomen und kann sich die dafür doch etwas grob aufgelösten Texturen ersparen. Die Explosionen sind - wie in vielen andern Spielen - dafür wieder sehr ordentlich in Szene gesetzt. Neben verschiedenen Wettereffekten (Regen, etc.) bietet die Grafik auch noch verschiedene Tageszeiten, die sehr stimmig gelungen sind. Allerdings fressen die Schatten eine Menge Rechenzeit und die FPS rutschen dann auch bei einer 2700+ CPU stellenweise auf unter 10. Aber zum Glück gibt es genügend Optionen, um das Spiel an die eigene Hardware anzupassen und trotzdem noch eine recht ansehnliche Grafik zu haben.

Sound & Musik

Beim Sound müssen die Entwickler noch nachsitzen. Dass Deutsche Versionen mitunter etwas lieblos gemacht werden ist das eine, aber hier sind einige Sprecher wirklich sehr peinlich geraten. Insbesondere bei dem Ausbilder und dem späteren Commander hat man nie und nimmer das Gefühl einen Vorgesetzten vor sich zu haben. Die Betonungen sind mehr als sonderbar. Allerdings gibt es auch sehr positive Abschnitte, wie etwa die von manchen Soldaten. Da sind witzige Dialoge gepaart mit einer gelungenen Sprachausgabe. Die Musik ist dagegen passend zum Spiel, gut im Hintergrund ohne zu nerven oder den Spieler abzulenken.

Die Steuerung & Optionen

Neben den strategiebekannten und unveränderten Steuerungsoptionen, wie Rahmenmarkierung, Gruppenspeichern (STRG+Nummern), etc. gehorcht Soldiers of Anarchy einer Kombination aus Maus und Keyboard. Dabei bleibt es dem Spieler überlassen, ob er komplett mit der Maus oder aber die Tastatur zur Hilfe nimmt. In vielen Situationen ist eine Mix deutlich einfacher. So kann man mit der Maustaste beispielsweise die Ansicht drehen und zoomen und gleichzeitig mit den Pfeiltasten die Ansicht verschieben. Im Gegenzug bedeutet dies jedoch aber, daß die Ansichtssteuerung nur mit Maus ODER Tastatur leider nicht sehr gelungen ist. Sobald man die Ansicht drehen will, kommt man zwangsläufig nicht umher, die Ansicht nachzurücken. Gleichfalls tritt beim Zoomen das Problem auf, dass sich die Ansicht verschiebt, wenn man in der Nahansicht noch mal den Zoom betätigt. Aber erfreulicherweise kann man auch mit der Spacetaste jederzeit zwischen einer objektbezogenen und einer freien Kameraansicht wechseln. Bei der objektbezogenen Ansicht folgt die Kamera automatisch den aktuellen Einheiten. Wie es mittlerweile auch in andern Strategiespielen Standard ist, kann man fast jeden Befehl auch per Hotkey anwählen. Als sehr nützlich hat sich da u. a. die Autoauswahl aller Soldaten oder beispielsweise die Position (Stehen, Hocken, Liegen) oder die KI Steuerung (Aggressive, Passive, etc.) erwiesen. Sehr schön ist auch die Möglichkeit alle Gegenstände in Sichtweite aufsammeln zu lassen. Nach einem Kampf 20 Sachen einzeln einsammeln zu lassen ist doch etwas umständlich. Doch die allerwichtigste Taste im Spiel ist die Pausentaste "P". Danach hat man alle Zeit der Welt um den Truppen die geeigneten Befehle zu geben, welche auch alle alternativ über ein Ringmenü gegeben werden können (Einfach einen Rechtsklick auf den Boden), wie man es aus Neverwinter Nights kennt. Sobald das Spiel fortgesetzt wird, werden die Aktionen ausgeführt. Selbstverständlich lassen sich alle Befehle auch frei auf der Tastatur belegen und es ist auch möglich, sich per F1 im Spiel alle Befehle einblenden zu lassen. Auf kleine Infokästchen bei den jeweiligen Befehlen im Spiel wurde jedoch verzichtet. Jedoch läßt sich nicht nur die Landschaft sehr schön zoomen, auch die Minimap ermöglicht es ein Ziel punktgenau zu finden. Dies ist ab und zu auch mehr als hilfreich bei den großen Karten. Das Spiel kann jederzeit per Menü oder Quicksave gespeichert werden.

Meinung

Ich bin beeindruckt. Sicherlich habe ich die Existenz der Demo wahrgenommen, aber trotzdem diese Perle übersehen. Und das Spiel ist wirklich klasse. Hier wird endlich mal wieder mehr geboten, als nur billig und schnell Einheiten produzieren und den Gegner überrennen oder gegen dessen Massenproduktion anrennen (Generals läßt grüßen). Hier steuert man ein Team von Soldaten, wovon möglichst jeder überleben sollte, aber nicht nur das Überleben der Mitglieder wird belohnt, indem diese neue Fertigkeiten erlangen und besser werden. Nein - zum einen ist taktisches Vorgehen ala "Commandos" erforderlich um überhaupt zu gewinnen, doch obwohl es oftmals alles andere als leicht ist hat man dank der Pausenfunktion immer eine Chance. Hier macht sich weise Vorausplanung doppelt bemerkbar. Zum einen spart man die geringe Munition und zum andern kann man auch das ein oder andere erbeuten (Es gibt auch recht viel abseits der eigentlichen Ziele zu entdecken). Doch selbst wenn die Mission abgeschlossen ist, ist bei Soldiers of Anarchy noch lange nicht Schluß. Hier wirkt sich die erste Mission noch auf die letzte aus und ist dabei nicht nur eine billige Einheitenübernahme. Es muß für Munitionsnachschub und die Gesundheit der Leute gesorgt werden und Soldaten & Fahrzeuge sollten immer besser ausgerüstet werden. Super Idee und eine erstklassige Umsetzung, die auch dank der Automatikfunktion für Einsteiger schnell und einfach zur nächsten Mission weiterleitet. Die Missionen selber sind alle sehr abwechselungsreich und spannend gestaltet und die Story konnte mich von der ersten Mission an fesseln. Da stört es dann weniger, wenn die Grafik hinter dem Optimum bleibt oder aber die Sprachausgabe teilweise etwas komisch ist. Hier kann ich taktieren ohne Hektik, habe keine unübersichtliche Tausend-Mann-Truppe wie in Sudden Strike oder Blitzkrieg. Hier sind es nur maximal zwölf Leute, aber diese zwölf Leute müssen bedacht vorgehen, um den maximalen Effekt zu erzielen. Da sind zwar kleinere Frustmomente vorprogrammiert, aber man hat nie das Gefühl, nicht Herr der Lage zu sein. Wenn man sich erst mal an die etwas umständliche Kamera und die wichtigsten Hotkeys gewöhnt hat, dann steht einem nichts mehr im Weg ein wunderbares Spiel zu genießen, zumal es bereits für ca. 20 € in Handel erhältlich ist.


Geschrieben am 18.09.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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