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Info
Autor 3+
 1
 1.5
 1.5
Gesamt (12 votes) 3
 1.3
 1.7
 1.5
Name:Simon The Sorcerer 3D
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2002/05
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Headfirst
Links: Simonology
Hardware: 233Mhz, 64MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 430 MB, Sound: 16-Bit Sound
System: Win 95/98/ME, DX7
Steuerung: Tastatur
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 2.0
USK: 6
Simon The Sorcerer 3D (review von look)

Nachdem Simon seines Körper durch Sordid, den bösen Magier und dessen kleinwüchsigen, dafür aber machthungrigen und beschränkten Gehilfen Runt, beraubt wurde, in den dann Sordid die Schranken der Welten überschritt, um hier sein Unwesen zu treiben, und dann wieder zurückkehrte, wandelt Simon als körperlose Gestalt durch die Welt. Durch die Hilfe von Calypso, Melissa Leg und einiger Priester, konnte Simon wieder mit seinem Körper zusammengeführt werden, damit er den Kampf gegen Sordid aufnehmen kann, die dunklen Pläne aufdeckt und vereitelt, um somit wieder nach Hause zu gelangen, in unsere Dimension...

Das ist der Anfang des dritten Teils der Saga um Simon den Zauberer wider Willen, die genau dort weitermacht, wo der zweite Teil endete. Doch diesmal scheint es etwas anders geartet zu sein, die besten Eigenschaften dieser Serie wurden beibehalten, so ist immer noch der schwarze, sarkastische Humor vorherrschend, die Reinrassigkeit des Adventuregenres wurde übernommen, wenn auch etwas abgeändert und die Atmosphäre der ersten beiden Teile wurde wieder einmal implementiert.

Doch nachdem sich kein Publisher für ein auf einer 2D Engine basierendes Adventure fand, wurde der Plan dafür fallengelassen und ein neues Spiel wurde erschaffen, jetzt aber zeitgemäß um eine Dimension erweitert. Dieser Umstand ist die größte Neuerung, das größte neue Feature und auch sein größtes Problem bzw. Makel.

Seit 1999 wurde an Simon 3D gearbeitet und es wurde Ende 2000 eigentlich fertiggestellt, nur leider fand sich kein Publisher, der dieses Spiel auch herausbringen wollte. Erst zwei Jahre später kam es nun endlich auf den dürstenden Markt, natürlich hoffnungslos veraltet in der angewendeten NDL NetImmerse 3D Engine. Eigentlich hat das Spiel alle professionelle Merkmale und Hilfe bekommen die man sich wünschen konnte. Die Engine wurde von NDL erstellt und unter Lizenz genommen. Diese Firma ist für die Engines von so bekannten Spielen wie Morrowind, Freedom Force, Dark Age of Camelot, Munch´s Odyssey, Star Trek Brigde Commander und dem kommenden Call of Cthulhu verantwortlich. Auch die eigentliche Spieleschmiede Headfirtst Productions ist kein unbeschriebenes Blatt, schließlich haben sie schon solche Spiele wie die ersten beiden Teile der Simon-Saga, Floyd, Elvira I und II, Waxworks und viele weitere entwickelt (auch das bald erscheinende Call of Cthulhu und Deadlands). Diese Firma wurde 1998 gegründet, aber die Hauptakteure die dort arbeiten, haben schon seit 1983 Spiele entwickelt und somit schon eine gewisse Erfahrung in Sachen Adventure, kein Wunder, schließlich haben sie unter dem ersten eigenen Label Adventure International und dem Publisher Adventuresoft gewirkt. Auch die deutsche Synchronisation ist von einer seit Jahren etablierten Firma umgesetzt worden. Die Leute von Studio Ulrich Mühl haben schon für solche Spiele wie Neverwinter Nights, Codename Outbrake, Icewind Dale, Fallout Tactics, Baldurs Gate 2 und Baldurs Gate Dark Alliance, Resident Evil, Dino Crisis und viele weitere die Synchronisation, Übersetzung und Vertonung übernommen.

Auch die Sprecher der einzelnen Charaktere sind keine unbekannten, so haben dort Leute wie Erik Borner (Simons Stimme, bekannt aus verschiedenen Film- und PC-Produktionen, ein Interview findet ihr hier), Marion von Stengel (Pamela Anderson), Horst Stark (frühere Stimme von John Cleese) etc. mitgewirkt. Beachtenswert ist die Tatsache, dass über 7500 vertonte Soundfiles erstellt wurden und die Vertonung "gegengelesen" wurde (soll heißen, dass dem Sprecher mitgeteilt wurde wie der Satz zuvor oder danach stimmlich angelegt ist und man somit darauf reagieren konnte). Alles in allem also gute Vorraussetzungen für ein hervorragendes Spiel, leider trüben einige Details diesen ersten Eindruck. Das Spielprinzip ist an wirklich reinrassigen Adventurern alter Tage angelehnt und unterscheidet sich eigentlich nur im Bereich der Steuerung bzw. des Gameplays von den Genreklassikern. So ist durch die neu hinzugekommene dritte Dimension die "Point & Klick" Steuerung abgeschafft und durch die bekannte Steuerung mittels Bewegungstasten ersetzt worden, wie man sie auch aus anderen Spielen kennt. Man spielt aus der Third Person Sicht heraus, wobei die Kameraführung sehr stark an Tomb-Raider-ähnliche Spiele erinnert, das heißt, dass die Kamera im Normalfall hinter einem positioniert ist. Wenn jedoch der Platz nicht ausreicht, wird die Kamera an neuralgischen Punkten angesetzt, so dass man den Raum immer im Blick hat. Alles andere wurde aber beibehalten. So ist die Interaktion bzw. Kommunikation mit den NPC´s das wichtigste Spielprinzip um in der Geschichte voranzuschreiten. Dieser Aspekt ist auch das Markenzeichen des Spiels, denn die Gespräche machen ein Grossteil des Charmes aus. Es wird im Grunde alles und jeder parodiert, nichts wird dort ernst genommen, nicht mal das eigene Spiel. Der Sarkasmus bzw. der typisch britisch schwarze Humor ist eines der großen Features und es bleibt trotz alledem immer noch freundlich. Dieser Teil wurde von den Vorgängern übernommen und auf die Spitze getrieben. Doch dabei bleibt es nicht, denn in dem ganzen Spiel werden Andeutungen auf z. B. Märchen wie Hans im Glück (Ein Idiot mit einer Kuh wartet auf eine Hexe die ihm die Zauberbohnen gibt), Aschenputtel (und ihr durchtriebenes Verhalten, denn reich geworden ist sie mit Scheidungen), Rotkäppchen (die, die Sozialhilfe von ihrer Oma einstreicht und alles auf den Wolf geschoben hat), Goldlöckchen, die man schon aus dem zweiten Teil kennt (versucht sich als Diebin und klaut nur Haferbrei??), Rapunzel (dessen Anwalt trifft man auch mal) oder Spiele wie Tron, Tetris, Tomb Raider, Rollenspiele und die Charaktergenerierung bzw. das AD&D-System, Zelda und dessen Dekubaum, Larry, Sonic, Monkey Island, selbst eigene Spiele wie Floyd werden mit einem Spruch bedacht. Auch die Filmbranche bekommt ihr Fett weg, was man allein schon an den Levelbezeichnungen erkennt "Der Jäger der verlorenen Südfrucht", "Forrest Gam", "Sumpfy verzweifelt gesucht", "Drei Recken und eine kleine Lady" oder "Der Mann mir der katigen Kralle".

So tauchen auch Charaktere aus Filmen auf oder werden einfach nur in einem Gespräch erwähnt (natürlich in einem äußerst zweifelhaften Art) und es gibt auch Anleihen im Spiel selbst, oder wie ist es zu erklären, dass man Lichtschwerter in Aktion sehen kann, dass Sumpfy so weise spricht, dass man gleich an Yoda denkt, oder Conman der Barbrain als Held agiert. Selbst das eigene Spiel wird mit Häme bedacht, man macht sich über die doch sehr beschränkte Grafik lustig, die tollen Spezialeffekte, dass die Entwicklung jetzt soweit vorrangeschritten ist, dass selbst in einem Adventure ein Tag - Nachtzyklus möglich ist, oder daß das Wort direkt an den Spieler gerichtet wird, weil man dem Deppen vor dem Bildschirm die Steuerung erklären muß. Dies geschieht natürlich standesgemäß durch eine sehr "flotte" Fee. Im Grunde kann man sagen, dass fast alles und jeder sein Fett weg bekommt, ob es nun die EU-Förderpolitik, Analphabeten, Filmbranche, Spieleentwickler (Flohzirkus), Grafik, Windows, radikale Fanatiker, Sekten und ihre Vielweiberei oder auch das Aussehen unseres Helden (Nein, das ist ein Robe kein Kleid) ist. Nichts bleibt verschont. Wie es sich für einen Teil aus einer Saga gehört tauchen auch wieder Gestalten aus den vorherigen Teilen auf. So trifft man natürlich wieder auf Sordid den bösen Zauberer, Runt seinen Gehilfen, Calypso unseren Mentor, dem wir den ganzen Schlamassel verdanken, Goldlöckchen, die radikalen Holzwürmer, Sumpfy, oder den Dämonen Max und Gerald. Es gibt auch neue Charaktere wie Melissa Leg (bei dem Namen kann man sich denken, das eindeutige Sprüche kommen müssen), einen Ninja (den man erst mal umgebracht hat), einen schwulen Ritter, eine hochnäsige Prinzessin oder einen trinkenden und kiffenden Druiden.

Auch das Sammeln möglicher und unmöglicher Gerätschaften, ihre Kombination miteinander und die doch manchmal sehr skurrilen Rätsel sind genretypisch und vermitteln einen gewissen Charme der alten Schule. Es ist im Grunde ein reines Kopfspiel, denn auf Kämpfe darf man hier nicht hoffen, genauso wenig auf das häufige Ableben seines Helden (auch wenn dies manchmal möglich ist und sogar dazu gehört). Dafür aber auf sehr spezielle Rätsel, die wieder mal eine gewisse kombinatorische Fähigkeit verlangen. So ist es erforderlich gewisse Gegenstände zu kombinieren um z. B. einen Drachen zu betäuben und rektal zu untersuchen, eine Bazooka zu bauen, um ein Zwergenschießen zu gewinnen oder kleinen Gören ein neues Spiel zu zeigen, damit sie einem die Losung zu einem Versteck verraten. Es gehören auch wieder kleinere Minispielchen mit dazu, die manchmal wirklich Nerven kosten können, da die Reaktion genau getimed sein muß und wirklich sehr eng gelegt wurde. So ist es möglich und nötig auf dem Jahrmarkt das eine oder andere Spielchen zu gewinnen wie Entenschießen, Glücksrad oder Invadatron (eine wirklich funktionierende Adaption von Space Invaders). Man kann aber auch Dart spielen, muß ein Feuerwerk abbrennen oder eine Losung klopfen. Jedoch sind einige der Spielchen wirklich haarsträubend und man verzweifelt sehr schnell daran. Damit das Spielen nicht durch all zu viel Lauferei künstlich in die Länge gezogen wird, sind sehr exklusive Abkürzungen in dem Spiel implementiert worden. So kann man sich in einer Zone durch Telefonhäuschen von einem Ort zum anderen Teleportieren lassen. Dieses Feature benutzt man wirklich sehr häufig und es ist von Vorteil so lange man weiß wo man hin will.

Wenn man von einer Zone zur anderen reisen will sind die Telefonhäuschen natürlich nicht angebracht, nein, dazu benutzt man den Regenbogenvogel. Diesen ruft man durch eine Tröte herbei und kann dann auf seinem Rücken sehr schnell von einem Ort zum anderen reisen. Dabei ist zu beachten, dass der Vogel nicht überall landen will und es deshalb nur bestimmte Landeplätze gibt, abgeholt werden kann man überall, aber die eigentliche Ansteuerung übernimmt man selbst, was aber wirklich gewöhnungsbedürftig aussieht. Wer möchte kann aber auch auf des Schusters Rappen unterwegs sein, es sind so aber nicht alle Level zu erreichen. Apropo Level, diese sind zwar sehr unterschiedlich aufgebaut, so kann man z. B. durch eine Waldlandschaft laufen, die aber eher an eine durch Landwirtschaft geprägte Umwelt erinnert, durch einen Sumpf waten oder eine ziemlich große Stadt besuchen.

Leider ist dem ganzen eine technische Grenze gesetzt und das ist das größte Manko. Die Engine war selbst bei Erstellung des Spiel wohl schon nicht mehr up-to-date. Jedenfalls glänz sie durch Detailarmut, was sich darin äußert, dass die Polygonzahlen der Protagonisten wohl im zweistelligen Bereich zu Hause sind (Klötzchenhände und viereckige Gesichter). Die Levelarchitektur kennt demzufolge auch keine Rundungen oder Verspieltheit in den dargestellten Objekten. Dies wird wohl dann unfreiwillig komisch, wenn Simon die Proportionen von Melissa Leg bewundert oder das an den Pranger gestellte Goldlöckchen (natürlich in Strapsen) anbaggert. So ist es doch sehr hinderlich, denn dadurch kommt kaum das richtige Feeling auf, ist man doch schon zu sehr von anderen Spielen verwöhnt worden. Dass in der Gegend wirklich nicht viel los ist, sieht man daran, dass nur vereinzelt Bäume zu finden sind und es auch keine weiteren Tiere oder Objekte zu geben scheint, die nicht unbedingt nötig sind (weder Gräser noch Hasen oder anderes Getier). Selbst die Felder wurden als ein quaderförmiges Objekt dargestellt und nur mit einer Textur belegt, die an ein Feld mit Ähren erinnern soll. Auch die Texturen sind nicht sonderlich ausgeprägt in ihrem Erscheinungsbild. So gibt es weder eine abwechslungsreiche Natur oder Architektur, geschweige denn eine belebte Stadt.

Um so verwunderlicher ist es dann, dass das Spiel satte 920 MB Festplattenspeicher benötigt, wenn man die Vollinstallation wählt. Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Daten unkomprimiert auf die Platte gebannt werden. Trotz alledem wurde auf eine vollständige Lokalisation geachtet. So sind sie Werbeplakate in der Stadt, die Grabinschriften auf dem Friedhof oder die Gesetzestafel im Sheriffbüro alle eingedeutscht.

Auch der Sound ist nicht up-to-date. Die Gespräche sind sehr gut vertont worden und die Hintergrundmusik ist stimmig und paßt zur Umgebung. Sie geht einem auch nach einer gewissen Zeit nicht auf die Nerven, aber die restlichen Umgebungsgeräusche bzw. Soundkollagen fehlen eigentlich ganz. Weder die typischen Stadtgeräusche, noch Sumpf bzw. Walduntermalungen sind wirklich zu finden, leider, denn wenn schon eine solche Engine benutzt wird, dann sollte man wenigstens an solche Details denken, um die Umgebung ein wenig lebhafter zu gestallten. Es wirkt alles ein wenig steril, auch wenn es einem nicht gleich auffallen mag. Die Gespräche jedoch sind eine Klasse für sich. Wie schon erwähnt sind sie das Salz in der Suppe und können sich wirklich hören lassen. Manchmal jedoch hat man das Gefühl, als ob die Figuren im Original noch längere Dialoge miteinander führten. So gibt es dann und wann komische Pausen in denen zwar die Lippenbewegungen nicht mehr zu sehen sind (keine Lippensynchronität, wie auch, denn die Gesichter bestehen nur aus Texturen), aber man wird das Gefühl nicht los, dass das Gegenüber noch einiges zu erzählen hatte.

Leider hat das Spiel auch so seine Tücken. So gibt es auch hier die obligatorischen Abstürze auf den Desktop, also immer schön Zwischenspeichern, denn dieses Feature wurde leider nicht als Automatismus implementiert (das passiert zwar nicht sehr oft, ist aber wenn es passiert ärgerlich). An manchen Stellen bleibt das Game auch hängen. So gab es beim Idioten mit der Kuh das Problem, dass das System sich festfuhr, oder dass es bei der menschenfressenden Pflanze im Sumpf immer wieder auf den Desktop abstürzte, sobald man versuchte, die Pflanze zu bestimmen (dies ist nicht unbedingt nötig, also kann man es umgehen), genauso wie das Hängenbleiben beim Laden des dritten Levels nach der Zwischensequenz.

Desweiteren gab und gibt es manchmal Fehldarstellungen. So kann es einem passieren, dass man plötzlich unsichtbar ist oder das Texturen nicht geladen wurden (Manchmal ist eine Telefonzelle nicht sichtbar, benutzen kann man sie trotzdem, oder Figuren sind in Zwischensequenzen nicht texturiert, so dass man sie nur als weißen Fleck wahrnimmt). Dies wird besonders bei Melissa Leg deutlich, denn dieser sieht man es immer an fehlenden Texturen an Nase und Ohren an. Auch bei den Multiple-Choice-Fragen in Gesprächen ist ein solcher kleinerer Fehler zu bemerken. So kennt das System wohl nicht das "ß" Zeichen. Aber auch während Zwischensequenzen passieren so einige kleinere Patzer. So werden Gesprächsdaten in der Anfangsequenz von Level 3 nicht abgespielt, jedoch ist eine englischsprachiger Untertitel zu sehen. Komisch eigentlich, denn die Dateien sind im Ordner vorhanden. Genauso kann es aber auch anders herum passieren und es tauchen auf einmal englische Sprachfetzen in einer Unterhaltung auf. Dies ist sogar sehr interessant, bekommt man doch so einmal mit, wie sich der englische Calypso anhört (tja, da bewahrheitet sich wieder, dass das Original immer am besten klingt).

Auch das Einstellen der Tastatursteuerung birgt Gefahren. Wenn man die Bewegungstasten auf eine bequemere Art konfiguriert, so passiert es, dass man Gebäude nicht mehr betreten kann, also laßt sie auf den Pfeiltasten. Das sind aber auch die einzigen Fehler, die bemerkbar waren und einige kann man beheben, wenn man die Vollinstallation ausführt. Es hört sich alles schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist und wenn man mal wirklich ein Problem hat, welches sich nicht umgehen läßt, so kann einem die Community weiterhelfen (habe ich auch gemacht und sehr schnell ein Savegame bekommen, welches das Problem am Anfang des 3. Levels behob). Es gibt für die meisten Probleme, die ich eben angesprochen habe, einen internationalen Patch. Sehr löblich wie ich finde, schließlich ist das Spiel schon sehr lange fertig und das man sich dann doch noch mal dazu hinreißen läßt, die kleineren Bugs zu fixen, ist ein schöner Zug von Headfirst.

Der deutsche Patch ist gleichbedeutend mit dem vorher erschienen internationalen Patch, dieser hatte aber die Begleiterscheinung, dass alle Texte in Multiple-Choice-Gesprächen auf einmal in allen möglichen Kombinationen aus deutsch und englisch erschienen. Dies wurde nun behoben. Man kann den Patch über das Originalinstallation "ziehen", aber auch über die schon gefixte Version des Spiels. Beide haben die gleiche Revisionsnummer und beheben die meisten Fehler- aber der deutsche ist halt extra noch mal für die Fans in diesem Breitengrad erschienen :-).

Zur eigentlichen Geschichte läßt sich nicht viel sagen, ohne dass man zuviel verrät, jedoch gibt es am Ende noch einige sehr interessante Aspekte, die aufgedeckt werden. Leider ist das Ende sehr bescheiden, läßt aber Spielraum für einen nächsten Teil. Man sollte es sich jedoch nicht entgehen lassen, denn der Abspann ist eine Sache für sich :).

In der Geschichte selbst gibt es ein paar sehr interessante Wendungen (JA, jetzt endlich wird man auch ein wirklicher Zauberer) und die Rätsel die dabei gelöst werden müssen sind, wie beim Klassenprimus Monkey Island, sehr extravagant. Allein der Sarkasmus entschädigt die fehlende Grafikpracht und führt zu dazu, dass man mit einem breiten Grinsen so manches mal vor dem Bildschirm sitzt.

Als Fazit läßt sich sagen, daß das Spiel alle meine Erwartungen im Grunde erfüllt hat. Wer also schon die ersten beiden Teile gespielt hat, wird nicht enttäuscht sein. Auch die Jünger des Adventurertums sind hier gut aufgehoben und werden sich kaum an der Grafik stören, denn schließlich sind die besten reinrassigen Adventure mindestens 5 Jahre alt und man stellt halt keine Ansprüche, gibt es doch viel zu selten neue Sachen aus diesem Genre. Es geht einzig und allein um die Rätsel und die witzige Story und von beiden hat dieses Spiel genug zu bieten. Allen anderen sei gesagt, wenn ihr nicht unbedingt auf eine opulente Grafik wert legt und euren Grips mal wieder anstrengen wollt, so wie gute und witzige Dialoge und Stories zu schätzen wißt, hier seid ihr richtig. Einzig und allein die kleinen Fehler und der Preis können den Eindruck trüben. Also wer so vernarrt in Adventure ist, der sollte einfach zugreifen, die anderen warten lieber, bis das Vollpreisspiel im Preis reduziert wurde und greifen dann zu, es lohnt sich auf alle Fälle :).


Geschrieben am 07.07.2002, Testkonfiguration: AMD1100, GeForce2 GTS Pro, 512MB Ram, SB Live 5.1
 



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