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Secret of Da Vinci, The  


Info
Autor 2
 1
 2
 2
Gesamt (2 votes) 2+
 1.5
 2.2
 2
Name:The Secret of Da Vinci - Das verbotene Manuskript
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2006/05
Publisher: Flashpoint
Entwickler: Kheops Studio
Offiz. Sites: Game
Links: Museum of Boston
Hardware: 800Mhz, 64MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
The Secret of Da Vinci - Das verbotene Manuskript (review von nali_warcow)

Immer enger wird die Verzahnung von Buch, Film und inzwischen auch Videospiel. Während zur Zeit das Buch "Das Sakrileg" von Dan Brown mit Film und Videospiel "The Da Vinci Code - Sakrileg" vermarktet wird, schwimmt ein anderes Spiel auf der aktuellen Medienwelle mit. Die Kheops Studios, die zuletzt mit "Das Geheimnis der vergessenen Höhle" ein recht gelungenes Renderadventure lieferten, präsentieren jetzt mit "The Secrets of Da Vinci" ihr neustes Werk. Im Gegensatz zum aktuellen da Vinci Hype hat das Spiel inhaltlich wenig mit den anderen Medien gemein und erzählt eine andere, eigenständige Geschichte. Hier wird keine Action-Adventure-Mischung geboten, sondern Adventure pur. Ob sich die Anschaffung lohnt, soll das folgende Review klären.

Ein unmoralisches Angebot

Der Spieler schlüpft in die Haut von Valdo. Als ehemaliger Schüler von da Vincis Freund Francessco Melzi erhält er von einer unbekannten Person eine recht mysteriöse Bitte. Er soll nach einem verschwundenen Manuskript des großen Leonardo da Vinci suchen, das irgendwo in da Vincis letzter Werkstätte zu finden sei. So macht er sich auf nach Manoir du Cloux, um dort mit der Spurensuche zu beginnen. Dies stellt sich jedoch als kein all zu leichtes Unterfangen heraus. Es gilt nicht nur herauszufinden, wem man trauen kann, sonder Leonardo haz auch dafür gesorgt, dass Geheimnisse ausgesprochen schwer zu finden sind. Zahlreiche Rätsel gilt es zu entschlüsseln und Maschinen in Gang zu setzen, will Valdo Erfolg haben. So ganz mitreißen kann die Story dann im Endeffekt aber doch nicht, was allerdings der Atmosphäre nicht sonderlich schadet. Lediglich das Voranschreiten der Handlung durch Zwischensequenzen aus Leonardos Vergangenheit und Gespräche mit NPC Charakteren sind nicht sonderlich spannend. Zwar ist der Spieler unsicher, wem man trauen kann und er weiß nicht, wie es weitergeht. Aber da die Charaktere über ausgesprochen wenig Animation verfügen und viel mehr als Lippenbewegungen nicht vorhanden sind, hat man eher das Gefühl, sich mit Puppen zu unterhalten. Dennoch kann das Spiel durch Rätsel und Knobeleinlagen den Spieler in seinen Bann ziehen.

Auf den Spuren Da Vinci

Langsam wird es Zeit, sich um die Druckplatten und deren "Inhalt" zu kümmern. Im Haus wurde schon eine entsprechende Druckpresse gefunden und vielleicht kann der Wachmann Saturnin ja helfen. Er hat aber leider nicht viel Papier Lager und außerdem will der Geizkragen auch noch dafür bezahlt werden. So reich ist Valdo dann doch nicht. Da wäre es wohl besser, sich selber um die Herstellung von Papier zu bemühen. Irgendwo hatte er da doch schon was mitbekommen. Wie war das doch gleich? Ach ja richtig, zuerst werden einige alte Lumpen benötigt. Im geräumigen Inventar ist nichts, aber in den Werkstätten lässt sich dafür bestimmt etwas finden. Etwas später wird er auch tatsächlich fündig und nimmt sich ein Tuch von einer Leinwand. Jetzt auf damit zur Mühle, wo das alte Tuch zusammen mit etwas Wasser in den Bottich kommt. Jetzt noch schnell das Hammerwerk starten und schon sollte man ein wenig Papierbrei besitzen. Doch warum startet die Maschine nicht? Anscheinend verstopft etwas das Mühlrad. Da der Held nicht so lange die Luft anhalten kann wird, ein nahe gelegenes Schilfrohr abgeschnitten und als Schnorchel verwendet. Mit dem Messer werden anschließend unter Wasser die verhedderten Zweige auseinander geschnitten und die Mühle läuft wieder. Nun steht auch der Papierherstellung nichts mehr im Weg. Der Papierbrei wird anschließend zur Presse in die Werkstatt gebracht und zu Papier verarbeitet. Jetzt kann die Druckplatte in den Kasten gelegt werden und darauf kommt etwas Tinte, die sich Valdo schon vor längerer Zeit "zusammengebaut" hat. Nun noch ein Blatt Papier drauf und kurz aufeinander drücken und die Blätter können nach neuen Hinweisen untersucht werden.

Rätsel in allen Varianten

Vier Tage lang durchsucht der Spieler die letzte Werkstatt von da Vinci und muss sich dabei mit allerlei Rätseln und Problemen herumschlagen. Erfreulich ist, dass die Entwickler auf überflüssige Actioneinlagen weitestgehend verzichtet haben, was ja im Adventure-Genre längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Lediglich an einer Stelle gilt es, sich an Wachen vorbei zu schleichen und diese entsprechend mit Kieselsteinen abzulenken. Doch die Szenen sind fair gehalten und mit entsprechenden Rücksetzpunkten versehen. Aber auch hier haben die Entwickler ein wenig Entscheidungsfreiheit eingebaut. Wer will kann nach dem "Hinweg" die letzte Wache ausschalten und sich deren Kleidung nehmen. Dadurch kann sich der Spieler wieder frei bewegen. Aber auch andere Aktionen haben Auswirkungen. Sei es, dass in Gesprächen unterschiedliche Antworten zu unterschiedlichen Ergebnissen führen (Man bekommt einen Gegenstand schneller zurück oder muss erst einen Umweg bewältigen) oder es wird aber ein wenig zwischen guten und bösen Aktionen unterschieden. Wer will kann sich auch das schon oben erwähnte Papier von Saturnin kaufen oder stehlen. Wünschenswert wäre es gewesen, wenn dieses System durchgehend ins Spiel eingebaut worden wäre. Es wäre in jedem Fall eine gute Richtung für zukünftige Adventures, da so der Wiederspielbarkeitswert gesteigert würde. Zwischen den Rätseln lockern einige Gespräche mit den beiden NPCs das Geschehen etwas auf. Ab und zu gibt es auch mal eine Laufaufgabe, um an neue Informationen zu kommen. Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Insgesamt stehen jedoch die Knobelaufgaben im Vordergrund. Diese beschränken sich im Vergleich zu einigen anderen modernen Adventures nicht nur auf simple Aktionen wie benutze den Schlüssel mit der Tür, sie wurden hier überwiegend gut ins Spiel integriert. Klar dürfen einfache "finde und benutze Aufgaben" genauso wenig fehlen wie "Schlüssel aus einer Tür zu bekommen, indem ein Blatt unter der Tür durchgeschoben wird" Probleme. Doch Köpfchen ist generell gefragt. Maschinen wollen repariert und benutzt werden, Flüssigkeiten gemischt und etliche Gegenstände selber hergestellt werden. Dank zahlreicher Aufzeichnungen und Infos bekommt der Spieler immer wieder Tipps, was vielleicht wie zu erreichen ist. Man muss also nicht wissen, wie man sich selber Papier oder Tinte herstellt, Infos sind im Spiel enthalten. Bei einigen Aufgaben gilt es allerdings erst zu wissen, wie man etwas mischt (z. B. künstlicher Rauch), bevor man es auch machen kann. Ansonsten lassen sich alle Gegenstände frühzeitig nehmen. Es ist nicht so, dass ein Hammer in den ersten zwei Spielstunden, aus welchen Gründen auch immer, nicht aufgenommen werden kann und später dann doch noch benötigt wird. Im Laufe des Spiels gilt es einen virtuellen Brunnen zu konstruieren, der kontinuierlich läuft, Brieftauben wollen aus dem Versteck gelockt werden und mysteriös verschlossene Schränke wollen geknackt werden, indem der Spieler Symbole ausrichtet. Ein wenig Mathematik ist genauso enthalten wie ein kleines Musikrätsel. Auch darf sich der Spieler an einer Kugelsortiermaschine versuchen, damit sich ein Durchgang öffnet. Die ganzen Aufgaben sind dabei durchgehend fair gehalten. Für Profis vielleicht teilweise etwas zu leicht, doch ansonsten wird sehr gelungener Knobelspaß von Anfang bis zum Ende präsentiert. Lediglich die Fälschung der Mona Lisa ist ein klein wenig zu umständlich geraten. Irgendwie ist den Entwickler da keine vernünftige Malaufgabe eingefallen, so dass am Ende ein eher klassisches Verschiebepuzzle entstanden ist. Etwas ärgerlich ist daran jedoch, dass die Aufgabe zurückgesetzt wird, wenn sich der Spieler entfernt oder einen Spielstand lädt. Insbesondere das spätere Vertauschen der Puzzleteile ist - auch aufgrund der blassen Farben - etwas fummelig. Ganz ärgerlich wenn man die Aufgabe dann zwar geschafft hat, dies vom Spiel allerdings nicht anerkannt wird. So geschehen wurde die Aufgabe erst als gelöst angesehen, nachdem mit Alt-Tab das Spiel verlassen und danach wieder hergestellt wurde. Fortgeschrittene Spieler sollten - je nach Geschwindigkeit bei der Mona Lisa - nach etwa zwei Abenden durch sein.

Präsentation

Grafisch ist "The Secret of da Vinci" überwiegend gut gelungen. Die vorgerenderten Hintergründe wissen zu gefallen und weisen eine ganze Reihe an Details auf. Obwohl sich die Objekte sehr gut mit dem Hintergrund zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen, ist es dennoch nicht sonderlich schwer, wichtige und benutzbare Gegenstände zu erkennen. Der Mauszeiger ändert entsprechend seine Form, wenn Aktionsmöglichkeiten gegeben sind. Während Aktionen mit der linken Maustaste getätigt werden, kommt der Spieler über einen Rechtsklick ins Inventar. Hier kann man durch die zahlreichen Gegenstände blättern und Aufzeichnungen und Infos betrachten. Die alles geht recht bequem von der Hand, wenngleich einige Texte doch ruhig etwas größer sein könnten und andere in der kleinen Box am unteren Bildschirmrand dagegen etwas zu groß sind. Auch unterschiedliche bzw. höhere Grafikauflösungen wären wünschenswert. Störender ist da schon die geringe Aktivität auf dem Schirm. Ab und zu sind kleine Animationen zu sehen, der NPC rückt den Hut zurecht oder öffnet den Mund. Ansonsten haben die Charaktere kaum Animation und bewegen sich fast gar nicht. Eher teleportieren sie sich von einem Punk zum nächsten, wenn der Spieler nicht hinschaut. Die wenigen Bewegungen, diee man bei den Wächtern sieht, wirken sehr steif und unausgereift. Insgesamt wollen diese nicht so ganz in die ansonsten sehr schön gestaltete Welt hineinpassen. Die Sprachausgabe ist ok, wenngleich doch die Stimmung durchaus etwas besser und atmosphärischer hätte rübergebracht werden können. So wirken beispielsweise die Sprachpassagen von Leonardo so, als ob er gleich einschlafen würde. Ansonsten wird durch stimmige und dezente Musik eine entspannte Rätselatmosphäre geschaffen, in der man gern auch etwas länger über das eine oder andere gestellte Problem grübelt.

Meinung

The Secrets of Da Vinci - Das verbotene Manuskript ist insgesamt ein sehr schönes und unterhaltsames Renderadventure geworden. Auch wenn die Story nicht so ganz mitzureißen vermag und Figurenanimation von den Entwickler weitestgehend vermieden wurde, so stimmt dafür das Gameplay. Die Rätsel sind durchweg abwechslungsreich und bieten auch eine gesunde Mischung aus zu einfach und frustrierend schwer. Gerade wer an "Das Geheimnis der vergessenen Höhle" aufgrund der happigen bzw. nicht immer sofort einleuchtenden Aufgaben gescheitert ist, bekommt hier ein durchweg rundes Spiel geboten, das gerade auch Einsteiger- und Gelegenheitsspieler einige Zeit beschäftigt, um hinter die Geheimnisse der Maschinen und Apparaturen zu kommen. Wer auf der Suche nach einem gelungenen Renderadventure ist, bekommt mit "The Secrets of da Vinci" sehr unterhaltsamen Knobelspaß.


Geschrieben am 31.05.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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