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Scorpion: Disfigured  

Rückseite ]

Info
Autor 4
 2
 1.5
 1
Gesamt (4 votes) 3
 1.7
 1.5
 1.5
Name:Scorpion: Disfigured
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2009/03
Publisher: Atari
Entwickler: B-Cool Interactive
Offiz. Sites: Game
Hardware: 2Ghz, 1.5GB RAM, 256 MB PixelShader3, HD 4000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Bemerkung: Online-Aktivierung nötig
USK: 18
Scorpion: Disfigured (review von yak)

Wie wir ja bereits in unserem Review zu Cryostasis ausführlicher erklärt haben, stehen wir Spielen mit "Ost-Ursprung" immer recht offen gegenüber und versuchen, sie fair und unvoreingenommen zu rezensieren. Ebenso beim Egoshooter Scorpion: Disfigured vom Entwickler B-Cool, leider jedoch mit negativem Ergebnis. Details dazu im folgenden Review.

Technik

Technisch präsentiert sich der Titel leider nur sehr durchwachsen. Die Optik ist nicht wirklich schlecht, wirkt aber schon so, als ob die Engine bereits vor 3-4 Jahren ihren Zenit überschritten hat. Vom Stil vergleichbar mit Doom 3, jedoch ohne den exzessiven Einsatz von dynamischen Lichtquellen. Der Graphik fehlt es extrem an Abwechslung, vieles sieht gleich aus und zudem haben die Locations einen starken Deja Vu Effekt. Copy & Paste lässt grüssen. Langweilig wirkt es deswegen, weil die Szenarien und somit auch die Texturen sich ständig wiederholen, ebenso wie die Gegnertypen, die sich an einer Hand abzählen lassen. Scorpion bietet wenig, was graphisch positiv in Erinnerung bleibt oder einen besonderen Eindruck hinterlässt. Der Hubschrauberlandeplatz sieht genauso aus wie die vorherige Lagerhalle und die sieht aus, wie der Raum davor. Man fühlt sich hier schon ein wenig in die "F.E.A.R."schen Büroraumkomplexe versetzt. Hinzu kommt, dass viele Stellen im Spiel eindeutig zu dunkel gestaltet sind. Es macht wenig Spaß, alle Nase lang die Batterie der Taschenlampe nachzufüllen, nur um sich halbwegs orientieren zu können, die Nachtsicht des Hightechanzuges stellt da auch keine gelungene Alternative dar. Da macht es fast mehr Sinn, sich mit der 3D-Karte Orientierung zu verschaffen. Graphische Abwechlung gibt es dann erst zum Schluss mit etwas "Pyramidenlook". Hinzu kommt eine standardmäßig aktivierte Tiefenschärfe, die viel zu übertrieben ist, zum Glück jedoch deaktiviert werden kann. Insgesamt ist das Umfeld auch viel zu statisch, nur wenige Objekte lassen sich manipulieren, der Großteil wirkt "betoniert". Scorpion stellt graphisch sicherlich kein Highlight dar, dafür sind jedoch die Hardwareanforderungen recht moderat.

Wirklich "gruselig" ist der Sound. Die Waffen klingen vielleicht wie in der Realität, aber das kann man heutzutage weder in einem Spiel noch in einem Film bieten. Waffen müssen anständig "rumsen" und sich nicht wie kleine Spielzeugpistolen anhören. Umgebungsgeräusche sind rar und wirklich schlecht, so dass man manches Mal gar nicht entscheiden kann, ob das komische Knacken eine defekte Soundkarte ist oder ein gewollter Effekt. Das ist leider wirklich kaum zu glauben. Hinzu kommt, dass manche Dialoge fehlen, bzw. nicht abgespielt werden. Die Sprecher sind zum großen Teil ok, auch wenn es einige recht schlechte und unpassende Sprechrollen gibt. Die Musik weiß auch nicht so ganz, welche Stilrichtung sie einschlagen soll. Es gibt zum einen ein paar passable Orchesterstücke, die zwar recht dreist das "Wüstenplanet" Thema von Toto zitieren oder Dschungelambiente im Intro vermitteln, absolut unpassend und zugedröhnt gibt es dann aber übermäßige Industrial-Rock Beschallung. Sowas war vielleicht mal vor Jahren für die Funshooter Szene lustig, aber hier schadet es der Atmosphäre.

Scorpion hat aber noch mit anderen technischen Schwächen zu kämpfen. So z. B. bei den Optionen. Es gibt zwar eine Funktion zum Ändern der Tastenbelegung, schade aber, dass sie sich trotz des Speicherbefehls nicht davon überzeugen lässt, selbiges auch zu tun. Die Atari Hotline konnte da leider auch nicht weiterhelfen. So ist man gezwungen, jedes Mal vor Neustart des Spiels die Tasten neu zu definieren... oder vielleicht doch nicht? Eigentlich braucht man sie auch nicht ändern, denn wenn die Entwickler vergessen haben, die Funktionen "nach links/rechts Lehnen" mit in die Tastaturkonfiguration zu übernehmen, macht es auch wenig Sinn, die anderen Tasten auf andere Belegungen zu definieren. Generell ist auch die Standardkonfiguration der Tasten recht ungünstig, es sei denn man hat Spinnenfinger, um an die doch recht häufig gebrauchten Spezialtasten zu kommen.

Weitere Defizite, die im Prinzip bereits im Egoshootergenre schon lange der Vergangenheit angehören sollten. Die Spielfigur bleibt gerne mal an Gegenständen hängen, das Movement ist nicht besonders gelungen und das Klettern an Leitern ist eine Qual mit zugeschaltetem Glücksprinzip. Dass die Spielfigur während einer Aufzugfahrt nach unten noch wackelige Zentimeterhopser macht, wie man sie noch von der Quake 2 Engine kannte, sollte ebenfalls nicht mehr ganz State of the Art sein. Zum Glück wirkten sich jedoch diese Details nicht zu negativ auf die Spielbarkeit aus, zeigen aber, dass dem Spiel hier einiges an Feintuning fehlt. Die wirklich ärgerlichen technische Defizite sind, dass beim Öffnen von Türen so gut wie immer ein "Lag" vorkommt, wenn scheinbar Leveldaten nachgeladen werden. Wenn insgesamt das Spiel dabei "hängen" würde, wäre es kein so großes Problem, aber scheinbar läuft die Bewegungsroutine im Hintergrund weiter und wenn man sich z. B. vorher in einer schnellen Drehung befand, kann es vorkommen, dass man dann in eine völlig andere Richtung schaut, als erwartet. Mir ist es sehr oft passiert, dass ich nach so einem "Lag" wieder, ohne es zu merken, da die Levelarchitektur sich so oft wiederholt, in die Richtung gelaufen bin, aus der ich kamn. So etwas ist peinlich (für den Entwickler UND den Spieler).

Gespeichert werden kann jederzeit, zudem legt das Spiel pro Kapitel Autosavegames an. Gewählt werden kann zwischen drei Schwierigkeitsgraden, wobei "normal" auch geübte Spieler ausreichend fordern sollte. Das Spiel erfordert eine Online-Aktivierung.

Gameplay

Die Story liest sich aufregend. Im Jahre 2048 folgten auf den Terror Bürgerkriege, der Mittlere Osten und Südosteuropa sind verwüstetes Land, heimgesucht von innerarabischen Stammesfehden, religiösem Fanatismus und skrupellosen Warlords, die in diesem Chaos einige Inseln geschaffen haben, in denen sie als zentrale Gewalt fungieren. Sarajewo ist eine solche Insel, die von Shamil beherrscht wird, der den Weltkonzern Zinyth Enterprises regiert. Shamil soll Menschenversuche machen und an einem Virus arbeiten, der Menschen in willenlose Selbstmordattentäter verwandelt, sowie an einen Kampfanzug, der unglaubliche Fähigkeiten verleiht. Eine Wissenschaftlerin konnte von dort fliehen und den Prototypen des Anzuges stehlen. Ein Special Agent, Deckname Scorpion, wird beauftragt, die Aussagen der Wissenschaftlerin zu überprüfen. Für diese Situation soll er den Kampfanzug nutzen.

Das hört sich alles wirklich interessant an, liest sich aber nur im Handbuch so. Im Endeffekt kann man das alles wie folgt reduzieren: Rein, Bösewichte töten und Virus suchen. Viel mehr wird im Spiel selbst dann auch nicht von der Story vermittelt. Man wird per Funkanweisung von einem Ort zum anderen gehetzt, verpasst in der Regel bis kurz vor dem Finale in gewisser Regelmässigkeit den Bösewicht, um ihn dann weiter durch endlose Lager und Laborkomplexe zu verfolgen. Storytechnisch bietet Scorpion hier leider so gut wie nichts. Die Funksprüche dienen lediglich der künstlich aufgesetzten Story. Das ist in etwa so mitreißend wie die Storyfragmente der Anrufbeantworter aus F.E.A.R., aber welche Shooter besitzen schon eine wirklich mitreißende Story? Die miese Story wäre zu verkraften, wenn das Gameplay insgesamt stimmen würde, doch auch hier enttäuscht Scorpion fast auf ganzer Linie, wobei das Intro vom Absetzten im Auftragsgebiet und dem Eindringen in den unterirdischen Komplex noch gut gemacht ist, was ich aber leider schnell ändert.

Scorpion Disfigured versucht sich daran, Elemente einiger Shooterklassiker zu zitieren, scheitert aber leider daran aufgrund der unausbalancierten Integration kläglich. Vielleicht haben sich die Entwickler einfach zuviel vorgenommen: Hätten sie einfach einen gut spielbaren und stimmig inszenierten Shooter abgeliefert, ohne den Versuch zu unternehmen, zuviel an Optionen einzubauen - und das leider dazu noch schlecht - wäre der Unterhaltungswert sicher höher. So hinterlässt das Spiel aber einen höchst unbefriedigenden Eindruck. Ein Hauptgrund dafür ist das Aufleveln von Waffen und Fähigkeiten. Der Spieler findet im Spielverlauf Aufrüstungskits, um die Fähigkeiten des Anzuges und der Waffen zu verbessern. Das hat aber leider den negativen Effekt, dass die Mehrzahl der Waffen in ihrer Standardversion so gut wie unbrauchbar sind. Die Streuung ist so stark, dass man damit besser ein Blumenbeet umgraben könnte und der Schadenswert ist so miserable, dass man mit einer ungeskillten Maschinenpistole drei Magazine für einen normalen Gegner verballern kann, ohne ihn zu Boden bringen zu können, selbst wenn er nur ein paar Meter entfernt ist. Das Grundgerüst ist hier miserabel. Wer während des Spieles versucht, sich auf eine spezielle Waffe zu spezialisieren, fährt ebenfalls schlecht, denn in späteren Abschnitten wird der Munitionsnachschub für bestimmte Waffen rar und man steht dann eventuell mit einer unaufgemotzen Waffe da, die man in dieser Form so gut wie vergessen kann. Etwas verunglückt ist auch das Waffenhandling. Man kann zwar jede gefundene Waffen tragen, aber nur drei zeitgleich nutzen, ansonsten muss man in das Charaktermenü und dort die Waffen umstellen. Welchen faktischen Nutzen das haben soll, ist mir hierbei nicht klar, da hätte man auch gut und gerne einfach das komplette Waffenarsenal durchblättern können. Als Wafefn stehen die üblichen "Verdächtigen " einschliesslich Sniper zur Verfügung, ebenso wie Granaten. Hier fällt aber auch bei "unskillbaren" Waffen wie Granaten erneut auf, wie schlecht das Balancing ist. Ein großer Mech ist mit einer Granate zerstört, ein mit Schild ausgestatteter Gegner wird nicht mal zu Boden geworfen.

Die Spezialfähigkeiten leiden ebenfalls unter dem Skillbalancing und ihr spielerischer Nutzen ist zudem zu gering, um sich im Spielablauf zu sehr damit zu beschäftigen. Dazu ist die Steuerung zu fummelig und es dauert lange, bis die Spielfigur wieder die Waffen bereit hält. Will man z. B. mit der Schubkraft einen mit Schild bewehrten Gegner zu Boden schmeißen, rappelt der sich zumeist schneller wieder auf, bevor man auf in schiessen kann. Die Heilung ist selbst in der höchsten Skillung zu langsam, da ist ein Healthpack wesentlich schneller zur Heilung geeignet. Der Zeitentschleuniger verlangsamt die Zeit, entsprechend aber auch die eigene Bewegung, das bringt nicht wirkliche Vorteile, außer einem etwas besseren Zielen. Richtiges "Bullet-Time" Gameplay ist das allerdings nicht. Das dauernde Nachladen der Spezialfähigleiten mit entsprechenden Batterien kommt noch nervend hinzu, sodass man die Anzugoptionen bald ignoriert und sich auf den reinen Waffenkampf beschränkt. Die Rechnung Scorpion als Deus Ex Klone geht also leider nicht auf.

Was also spieltechnisch letztendlich überbleibt, wäre der reine Shooteranteil, doch auch hier kann Scorpion nur eingeschränkt punkten. Es gibt zwar einige nett aufgebaute Level, jedoch wiederholen sie sich vom Prinzip so oft, dass man so oft den Gedanken hegt "Hier war ich doch schon!". Die Level wirken künstlich verlängert, haben den Eindruck von einfachem Copy & Paste und bieten dann auch spielerisch nichts Aufregendes, um eventuell die Eintönigkeit und die Wiederholungen vergessen lassen zu können. Rätseleinlagen gibt es so gut wie nie, außer man zählt das Betätigen von ein paar Schalter und Ventilen dazu. Die Kämpfe reduzieren sich dann auch auf die einfache Mutantenjagd und bewaffnete Truppen. Die Mutanten sind in ihrer Vorgehensweise recht einfach gestrickt und versuchen einfach nur auf direkter Vogelfluglinie, dem Spieler den Gar auszumachen. Ihre einzige Stärke besteht aus ihrer Schnelligkeit, im Prinzip aber keine große Sache. Richtig gruselig ist es aber nie, außer, wenn es mal (aufgrund des mangelnden Tons) ein Mutant unbemerkt in Spielernähe geschafft hat und plötzlich vor ihm steht.

Die bewaffneten Truppen hingegen sind ein völlig anderes Kaliber und stellen auch den einzig wirklich positiven Aspekt des gesamten Spieles dar. Ihre Vorgehensweise ist gut, sie gehen taktisch vor, treffen hervorragend und gehen auch aggressiv in die Offensive, statt nur statisch ihr Revier zu verteidigen und in Deckung zu gehen. Das macht Spaß und ist spannend in Szene gesetzt. Die Kämpfe gegen die bewaffneten Truppen stellen somit auch den Hauptmotivationsfaktor dar, das Spiel überhaupt bis zum Ende durchzustehen und so marschiert man durch die öden Levels in der Hoffnung, bald wieder auf kampferprobte und willige Gegner zu stoßen. Spannend umgesetzt ist auch, dass man sie schon als erledigt zu Boden gehen sieht und sie sich dann manchmal nach einiger Zeit wieder aufrappeln, um weiter zu kämpfen, was den Kampf entscheidend beeinflussen kann, wenn man plötzlich wieder zwei, statt nur einen Gegner im Visier hat. Hier kommt dann auch schon mal ein Nahkampf zustande, dem ich aber im Spielverlauf aufgrund der mir nicht zusagenden aufgezwungenen Tastaturbelegung weitestgehend aus dem Weg gegangen bin.

Doch zwischen den interesstanteren Kampfszenen gegen die Truppen hat man sich durch die bereits erwähnten "Hindernisse" zu quälen, die noch durch weitere unschöne Details ergänzt werden. So z. B. eine Zugfahrt, in der man während der Fahr zur Unbeweglichkeit verdammt wird und den Zug erst verlassen kann, wenn er anhält. In Deckung gehen kann man nicht, dafür dürfen aber bereits die Gegner ordentlich austeilen. Dass man beim Zugverlassen oft noch in der Graphik "hängenbleibt", ist unverzeihlich. Unverzeihlich ist auch der vorletzte Level, der es dann mit dem Copy & Paste und einem Labyrinth-artigen Levelaufbau wirklich an die Grenze des Erträglichen treibt, selbst für Menschen mit recht guten Orientierungssinn, ganz zu schweigen davon, dass man für den Erhalt der notwendigen Schlüsselkarten von einem Ende zum absolut weitest entfernten Punkt und wieder zurück gehetzt wird. Ich habe sicher nichts gegen weiträumig angelegte Shooter und ein wenig Beinarbeit, aber das hier ist übertrieben und wirkt nur nach künstlicher Spielzeitverlängerung.

Das Spiel scheint nicht zensiert worden zu sein, denn es beinhaltet leichte Bluteffekt und extreme Ragdolls, selbst bei erledigten Gegnern. Einen Mehrspielerpart gibt es nicht.

Fazit

Was bleibt nun von Scorpion: Disfigured übrig, dem Shooter, den die Gamestar mal als "Geheimtipp" empfunden hat, um ihm dann mit einer unter 50% Wertung "auszuzeichnen". Soviel mal wieder zum Nutzen von Previews. In diesem Falle hat die Gamestar allerdings mit ihrer letzten Beurteilung recht, denn viel Positives bleibt unterm Strich nicht übrig. Ein vermurkstes Skillsystem für Fähigkeiten und Waffen, öde Story, langweilige und vom Aufbau wiederholende Level, die zuviel Wiederholungen in den 15-17 Stunden Spielzeit bieten. Einziges Highlight sind die fordernden und spannenden Kämpfe gegen die bewaffneten Truppen und das rettet Scorpion auch davor, sich unsere schlechteste Note einzufangen. So kommt der Titel gerade noch auf eine 4. Wirklich nur für Genrefreunde, die alles andere schon kennen, leidensfähig bei den genannten spielerischen und technischen Defiziten sind und unbedingt einen Shooter wollen. Zum Vollpreis allerdings sollten alle die Finger von diesem Titel lassen. Ansonsten gibt es ausreichend qualitativ hochwertigere Shooter, die in den Budgetregalen zu finden sind.


Geschrieben am 25.04.2009, Testkonfiguration: Intel Dual Core 3,17GHz, ATI4870HD, 3GB RAM, Creative X-Fi
 



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