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Robots  


Info
Autor 3+
 1.5
 1.5
 2
Gesamt (3 votes) 2
 1.6
 1.3
 1.8
Name:Robots
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Eurocom
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
FFeedback: nein
Sprache: Deutsch
Bemerkung: auch für Xbox, PS2, GameCube
USK: 6
Robots (review von yak)

Nach dem Erfolg von Ice Age war es nur eine Frage der Zeit, wann Regisseur Chris Wedge einen neuen CGI-Film hinterher legt. Von Mammut, Säbelzahntiger, Kleinkind und ein auf Nüsse versessenes Nagetier geht es nun in die aufregende Welt der Roboter. Der Film erzählt die Geschichte des aufstrebenden Erfinderroboters Rodney Copperbottom und ist auf jeden Fall ein Kino-Besuch wert. Ob die Versoftung ebenfalls eine lohnende Anschaffung ist, soll unser Review zeigen.

Verantwortlich für die Umsetzung ist Entwickler Eurocom, die schon mit "Sphinx und die verfluchte Mumie" und "Spyro A Heros Tail" ihr Talent für gutes und stimmiges Gameplay zeigten und in letzter Zeit verstärkt für die Umsetzung von großen Lizenzen auf sich aufmerksam machen. So werkeln sie gerade fleißig für EA an "Batman Begins", hauchten den Aliens in "Predator: Extrem Jungle " virtuelles Leben ein, setzen für Buena Vista Games den neuen "Fluch der Karibik" Film um und waren in der Vergangenheit für Konsolentitel zu 007, Buffy und Harry Potter verantwortlich.

Technik:

Die von Eurocom eigenentwickelte Engine, die erstmalig auch für den PC zum Einsatz kommt, macht insgesamt eine gute Figur. Farbenfroh und detailreich wird Robot-Town auf den Screen gezaubert, wie man es auch aus dem Film kennt. Das Lokal, in dem Rodneys Dad als Spülmaschine auf Beinen arbeitet, entspricht dem Original und auch die Gäste und Passanten auf der Strasse machen einen vertrauten Eindruck. Das Figurendesign entspricht dabei den Originalvorbildern bis ins kleinste Detail, Rodney sieht als kleiner Roboterbub genau so aus wie im Film, ebenso nach seinem "Teenagerupgrade". Die Animationen wurden dem Filmvorbild nachempfunden und so sind seine teilweisen schlaksigen Bewegungen und der Kulleraugenblick ebenso vertraut, wie die hektisch, chaotischen Aktionen seiner Meistererfindung - dem kleinen Wonderbot, der einer Kaffeekanne gleicht und mit seinem Propeller aus Pfannenwendern durch die Lüfte rast. Die Levelgraphik orientiert sich am Stil des Filmes, wenn es auch nur selten genaue Replikate der Ortschaften gibt, was zudem auch für ein Spiel wenig sinnvoll wäre und die Levelgestaltung zu sehr einschränken würde. Dennoch fühlt man sich "im Film" und damit ist es den Entwickler gut gelungen, die Atmosphäre der Filmszenarien einzufangen, sei es der Vorplatz zum Bigweld Industries, der Bahnhof oder die "Recylefarbik". Stimmige Lichteffekte oder auch Hitzeflimmern runden das Bild ab und präsentieren "Robots" insgesamt als eine sehr gelungene graphische Umsetzung des Films, die zudem mit Zwischensequenzen aus dem Film unterstützt werden. Ein ansprechendes Auswahlmenü, in dem im Hintergrund das gut besetzte "Heim der Roboter" zu sehen ist, während sie ganz Film-like versuchen, Achselhöhlenfürze zu produzieren, runden die Präsentation ab.

Der Sound präsentiert sich auf gleichem Niveau und für die deutsche Fassung wurden soweit ich es heraushören konnte, auch die deutschen Filmsprecher verwendet. Um die Originalfilmszenen nicht zu kontextlos erscheinen zu lassen, haben die Designer die Filme neu vertont und lassen dazu Papa Copperbottom aus seiner Sicht die Geschichte seines Sohnes erzählen, was sehr gelungen umgesetzt ist und auch die Möglichkeit bietet, die Story in den kurzen Szenen wenigstens ansatzweise nachvollziehbar werden zu lassen, auch wenn sie insgesamt leider nicht richtig rüberkommt und bruchstückhaft wirkt, dennoch nicht so "zusammengewürfelt" wie z. B. in den Lizenzspielen zu Herr der Ringe, bei denen man ohne Vorkenntnis der Story kaum folgen konnte. Die passenden Geräusche und eine vorzüglich komponierte Musik von Steve Duckworth sorgen für zufriedene Ohren. Die Musik ist dem Stil der Originalkomposition von John Powell recht ähnlich, imitiert sie aber nicht und bleibt erfinderisch, spannend und frisch. Das stimmige Hauptthema vermittelt durch die Orchestrierung sofort das Gefühl, sich inmitten einer Werkstatt zu befinden, in der es in allen Ecken tickert und tackert, als ob Uhrwerke aufgezogen werden oder Schalter ausgelöst werden, dabei wirken diese "Effekte" aber niemals aufgesetzt, sie gehören einfach zur Komposition. Erstaunlich einfallsreich und für mich sogar vom Konzept besser als die Filmkomposition. Das Hauptthema wird zudem in verschiedenen Variationen geboten und es ist wandlungsfähig genug, um vom ruhigeren Menütitel auch in den rasanten Actionszenen diese passend zu vertonen. Generell ist es dem Komponisten ausgezeichnet gelungen Musik mit komödienhaftem Schwung, actionreichem Drive im orchestralen Gewand zu komponieren und alles irgendwie dabei noch maschinenhaft rhythmisch erklingen zu lassen. Wieder ein eindeutiger Beweis, in welche Richtung sich gute Spielemusik entwickeln kann.

Die Steuerung ist problemlos, jedoch sollte man davon Abstand nehmen, es mit 73 Tasten in Kombination mit der Maus spielen zu wollen, das Praktischste und Komfortabelste ist ein Dual Analogpad mit ausreichend Buttons, denn bei Robots gibt es viel zu kontrollieren. Mit Gamepad geht das gut von der Hand, die Steuerung ist durchdacht und die Vorkonfiguration für das Gamepad stimmig. Einzig die Kontrolle des Wonderbots hätte auch auf beide Analogsticks verteilt werden können. Leider können keine Tasten doppelt belegt werden, auch wenn die doppelt belegten Tasten niemals gleichzeitig im Spiel zur Verwendung kommen können (Steuerung Rodney / Wonderbot). Dennoch gibt es hier nichts zu beanstanden, gewünscht hätte ich mir aber auch für die PC Fassung Force Feedback Effekte. Das benutzte Logitechpad zeigte sich leider rappelresistent.

Gespeichert werden kann beliebig oft an sogenannten Automaten. Dort kann man nicht nur Gegenstände und Upgrades erwerben, sondern auch beliebig oft speichern. Zudem gibt es genügend fair verteilte Rücksetzpunkte.

Gameplay/Kritik:

Was macht man als Sohn eines Geschirrspülers auf zwei Beinen, wenn man schon vor der Einschulung aus altem Schrott die tollsten Erfindungen basteln konnte? Richtig, man zieht in die große weite Welt und versucht sein Glück als angehender Erfinder. Und genau das war auch das Ziel des kleinen Rodney Copperbottom. Wenn er alt genug ist, will er in die Roboterhautpstadt mit dem Ziel, Bigweld, den größten Erfinder aller Zeiten und Wohltäter aller Roboter, zu treffen. Doch das was Rodney dort antrifft ist ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft, was zugleich die Stärke des Filmes ausmacht. Der große Bigweld ist schon lange nicht mehr der Vorstand der Firma und lebt irgendwo zurückgezogen. An seiner Stelle regieren nun machthungrige, geldgierige Vorstände, die einzig auf Profit aus sind und nichts mehr mit dem "humanitären" Grundgedanken eines Bigweld am Blech haben. Ersatzteile für alte nicht mehr rentable "Modelle" werden nicht mehr hergestellt und es gibt nur noch sogenannte Upgrades, die aus den alten rostigen und liebenswerten Modellen uniforme gutaussehende Hochglanzmodelle machen - ein kleiner Wink auf den heutigen Schönheitswahn. Wer sich kein Upgrade leisten kann, muss sehen wo er bleibt und das ist oft die Recycleanlage. Doch Rodney, geschickt im Umgang mit dem Schraubenschlüssel, mausert sich zur letzten Bastion und mit seinem Einfallsreichtum schafft er es, viele der altmodischen und defekten Roboter zu reparieren, was natürlich dem gierigen Ratchet, dem neuen Vorstand von Bigweld Industries, ein Dorn im Auge ist...

Das Spiel Robots erzählt die Filmstory im Groben nach, ohne jedoch zuviel des Filmes und der Handlung zu verraten, was bedeutet, dass aber auch einiges an Story dabei verloren geht- ebenso wie viele der sympathischen Figuren, die allenfalls "Gastauftritte" haben. Problematisch ist das jedoch nicht, denn insgesamt bietet Robots ein rundes und stimmiges Gameplay in Form eines 3rd Person Action Jump & Run Adventure mit moderatem Schwierigkeitsgrad.

Die wichtigsten Lektionen lernt der kleine Rodney auch- wie sollte es auch anders sein- von seinem Vater in der Heimatstadt. Wie man Schrauben (die Währungseinheit) sammelt, Doppelsprünge aufs Parkett legt, einen Gleitsprung vollführt, um sich geduckt unter niedrigen Vorsprüngen zu bewegen, an Seilen gleitet, Hebel umlegt oder per Stampfsprung Bodenschalter betätigt, die z.B. Luftturbinen aktivieren, auf deren Luftstrom man sich dann in die Höhe treiben lassen kann - das "übliche" Roboter-Repertoire halt. Doch damit hat Rodney aber noch lange nicht ausgelernt, denn was wäre das Leben eines wissbegierigen Roboters, wenn er nicht daran interessiert wäre, seinen Horizont ständig zu erweitern und so lernt Rodney während des Spiels neue Eigenschaften, kann seinen kleinen (selbstkonstruierten) Freund Wonderbot upgraden und erhält neue Waffen und Gadgets, die ihm in seinem Abenteuer hilfreich sind. Hier zeigt Eurocom gelungen, wie bereits in den Spielen "Spyro" und "Sphinx", wie man ein Charakterupgrade in ein Jump & Run einbaut, was natürlich ursprünglich durch die Zelda Serie etabliert wurde. Zwar werden die Möglichkeiten der unterschiedlichen Eigenschaften nicht so ausgiebig genutzt wie in Sphinx oder Spyro, was insgesamt auch an dem leichteren Schwierigkeitsgrad liegt. Die Aufgaben in den Leveln beschränken sich jedoch weitestgehend auf "Suchen und Sammeln". So soll Rodney z. B. alle Baupläne in einem Level suchen, damit er eine Fernbedienung für seinen Wonderbot zusammenbasteln kann, damit er seinen Weg fortsetzen kann. Das schadet dem Spielprinzip aber wenig, da die Level höchst unterschiedlich aufgebaut sind und es hier auf die Lösung ankommt, wie man bestimmte Areale erreichen kann. Das Aufsammeln der Gegenstände stellt damit eigentlich nur die "Belohnung" zur Problemlösung dar, wobei die erste Spielhälfte eher auf das Jump & Run Geschick der Spieler ausgerichtet ist und erst später einige Puzzleeinlagen etwas fordernder hinzukommen, langweilig wird es jedoch nie und geübte Spieler haben auch durch versteckte Schrottsecrets genügend Spielraum, ihren Suchfetischismus zu befriedigen. Hat Rodney alle Baupläne zur Fernsteuerung erhalten, kann er an bestimmten, auf dem Boden markierten Bereichen, die Kontrolle seines Wonderbots übernehmen und ihn so durch die Lüfte fliegen lassen, um sonst nicht erreichbare Schalter zu betätigen und so z. B. eine Brücke herunterlassen, um die Reise fortzusetzen. Das Bauplanteile Sammeln wird ein elementarer Bestandteil, denn Rodney kann so auch sein Equipment erweitern und ist nicht mehr ausschließlich auf den Schrottwerfer angewiesen, um seine Widersacher in Schach zu halten. Nettes "Feature": der eingesammelte Schrott, den erlegte Gegner hinterlassen oder im Level zu finden ist, dient wie schon gesagt als Währung aber auch als Munition für den Schrottwerfer, also sollte man nicht zuviel sinnlos herumballern, wenn man an entsprechenden Automaten auch noch Upgrades erwerben will.

Rodneys Equipment kann durch das Bauplänesammeln um einige interessante Gerätschaften erweitert werden. Der Magnostrahler hebt Gegner in die Luft und entzieht ihnen Schrott, ebenso kann man damit auch magnetische Gegenstände verschieben und damit wird der Strahler auch in den Rätseln eingesetzt, um z. B. Metallblöcke zu verschieben. Der Elektrospucker sondert einen elektrischen Strahl aus, der Gegner kurzzeitig lähmt und bei längerem "Grillen" auch dauerhaft deren "Off-Taste" aktiviert. Ebenso ist der Elektrospucker notwendig, um ausgeschaltete Maschinen wieder mit Saft zu versorgen. Dazu gibt es noch Störer, die sich wie Granaten werfen lassen und alle Gegner und Maschinen im Umfeld deaktivieren. Magnostrahler und Elektrospucker verbrauchen jedoch Energie und so muss Rodney an geeigneten Energieladestationen immer dafür sorgen, dass die Batterie dafür aufgeladen ist. An den Automaten, an denen Rodney jederzeit den Spielstand sicher kann, findet man aber auch noch, entsprechend Schrott vorausgesetzt, andere nützliche Dinge. So kann man eine Erweiterung für die Batterieladung kaufen, die maximale tragbare Schrottmenge erhöhen oder auch Bonusfilmchen freischalten. Der Schrottwerfer kann modifiziert werden und z. B. auf Lenkschuss oder Streuschuss getrimmt werden. Ebenso kann man die Anzeigeoptionen in der Egosicht-Zielperspektive, zu der man zwecks genauerem Gegnerjagen oder Schalter beschiessen jederzeit wechseln kann, modifizieren und so z. B. per Anzeigemarkierung die für die Aufgabenstellung notwendigen Zielobjekte betrachten. Eine jederzeit verfügbare Karte der Level erleichtert zudem die Orientierung und Übersicht. Upgraden darf man auch den kleinen quirligen Wonderbot. So lässt er sich mit entsprechendem Upgrade dazu überreden, den umliegenden Schrott für Rodney einzusammeln. In den Leveln und in dem Shops findet man zusätzlich auch noch Upgrades, die Wonderbot neue spaßige Tricks beibringen und er so z. B. Loopings schlägt. Etwas merkwürdig war aber dazu in dem Waffen/Gegenstands-Auswahlmenü der Unterpunkt "Wonderbot Tricks". Hier konnte man nichts anwählen und es war auch nicht zu erkennen, welche Tricks man ihm bereits "beigebracht" hatte. Entweder ein Bug oder eine ziemlich sinnlose Option.

Natürlich muss Rodney nicht nur Gegenstände einsammeln, sondern sich auch gegen die Schergen von Ratchet zur Wehr setzen. Dazu kann er den Schraubenschlüssel im Nahkampf oder die schon erwähnten Waffen im Fernkampf (auch aus der Egoperspektive zum "Snipern") einsetzten. Die richtige Waffenwahl ist auch elementar, will man nicht zuviel auf den Deckel bekommen. So gibt es Gegner, die sich stachelbewehrt einigeln, sollte Rodney zu nahe kommen oder riesige Kolosse, die heftig austeilen können und meist am Hinterteil verwundbar sind. Hier muss man die richtige "Behandlungsmethode" finden.

Wer den Film kennt, wird sicher wissen wollen, ob es auch etwas von der rasanten Fortbewegungsart mit den Kugeln ins Spiel geschafft hat. Hier kann Entwarnung gegeben werden. Man hat es sehr stimmig geschafft, diesen Aspekt mit in das Spiel einzubauen, sowohl als reine Actioneinlage, wie auch in der Puzzlesektion. Actionlastig darf man sich dann wie in einem Fun Racer in die Metallkugel begeben, um durch die Röhren zu rasen und möglichst Karambolagen zu vermeiden. Beschleunigen, Springen Abbremsen und mit Highspeed durch die Kurven, das macht schon sehr viel Spaß und später darf man dann auch noch ein Rennen veranstalten. Auch die Puzzlesektionen hat man sehr schön umgesetzt und es erinnert schon fast ein wenig an den Klassiker Marble Madness (oder an Reinkarnationen wie Marble Blast/ Monkey Ball / Ballance), wenn sich Klein-Rodney innerhalb der Metallkugel seinen Weg durch die Level über Schienen und schmale Brücken bahnt, um die notwendigen Goodies einsammeln zu können und dabei vorsichtig den Bumpern, Feuerstrahlen oder drehende Brücken aus dem Weg geht und durch Umlegen der richtigen "Gleise" ein Schienennetz aufbaut, das es ihm ermöglicht weiterzukommen.

Wie schon gesagt wird das Gameplay in der zweiten Spielhälfte anspruchsvoller, was den Rätselanteil betrifft und erinnert dann schon eher an die anderen Eurocom-Games. Der Level muss genau untersucht werden, wo es z. B. eine Chance gibt, weiterzukommen. Hier muss man auch die gelernten Fähigkeiten öfter einsetzten als zuvor. Rodney muss sich mit dem Magnostrahler an "Leiterbahnen" hängend durch die Level bewegen oder Wonderbot nach dem Upgrade dazu nutzen, weiter springen zu können, indem er sich an ihn hängt und er ihn kurze Passagen gleiten lässt oder in einem riesigen Propellerturm von einer Luftturbine zu nächsten zu schweben. Dann soll man mittels einiger Maschinen, Fliessbänder und dem Magnostrahler dafür sorgen, dass aus einem Fabrikgebäude eine Kiste in einen anderen Raum geschafft wird, damit diese dort als "Leiter" benutzt werden kann. Ab hier entfalten sich die ganzen Möglichkeiten, die sich spieltechnisch aus den ganzen Gadgets ergeben hätten, aber leider nur zum Teil genutzt werden. Es lässt aber erkennen, welches weitere Potential in dem Spiel steckt, vielleicht war es aber auch ein Eingeständnis an die Zielgruppe, das Spiel nicht zu schwer oder kompliziert zu machen.

Viel zu kritisieren gibt es an Robots eigentlich nicht, wenn man von der kurzen Spielzeit einmal absieht. Gewünscht hätte ich mir mehr Bossfights. So gab es nur einen Zwischengegner und den finalen Kampf gegen Ratchet. Etwas dürftig hingegen war die Präsenz der anderen Filmcharaktere, die hier eindeutig zu kurz gekommen sind. Hier verkauft sich die zukräftige Lizenz ein wenig unter Preis. Auch ein Storyfehler soll nicht unerwähnt bleiben, wenn Rodney bereits vorher auf Charaktere im Spiel trifft, die ihm später erneut als "neue" Freunde vorgestellt werden.

Fazit:

Robots ist insgesamt ein technisch gut realisiertes Game, das es problemlos schafft, die Filmatmosphäre durch die liebevolle Reproduktion der Spielfiguren und Filmlokalitäten nachzuempfinden. Der moderate Schwierigkeitsgrad macht es für Neueinsteiger in das Genre 3rd Person Action Jump & Run mit kleinen Rätseleinlagen zum idealen Einstiegsprodukt. Es ist ausreichend fordernd und auch Hardcore Gamer finden durch die versteckten und oftmals dann auch nur schwierig zu erreichenden Secrets ihren Thrill, was gleichzeitig auch den Wiederspielwert erhöht, wenn man erneut versuchen möchte, alle Gegenstände zu finden und jedes Features freizuschalten. Lediglich die doch recht kurze Spielzeit von nur ca. 6-7 Stunden drückt ein wenig auf die Note, was sich aber durch die aktuelle Preisreduzierung des Titels relativiert, denn alle Versionen sind bereits für unter 20 € erhältlich. Eurocom hat aber gezeigt, dass man auch aus Lizenz basierten Themen ein ordentliches Spiel abliefern kann. Es ist zwar kein absolutes Highlight, aber grundsolide, gelungene und abwechslungsreiche Unterhaltung, die ansprechend in Bild und Ton präsentiert wird. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächsten von Eurocom entwickelten Games.


Geschrieben am 25.05.2005, Testkonfiguration: P4-3Gig, GeForce 6800GT, 1GB Ram, SB Audigy2ZS
 



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