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Reise z. Z. des Mondes  

Rückseite ]

Info
Autor 3+
 1
 2.5
 2
Gesamt (3 votes) 2+
 1.1
 1.6
 1.3
Name:Die Reise zum Zentrum des Mondes
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/10
Publisher: The Adventure Company
Entwickler: Kheops Studio
Offiz. Sites: Game
Hardware: 800Mhz, 64MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 1400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Die Reise zum Zentrum des Mondes (review von nali_warcow)

Gerade zum Jahresende stürzt eine wahre Flut an Titeln auf die Spielergemeinschaft ein und auch das Adventure Genre kann sich über Zuwachs freuen und mit Titeln wie Ankh bewiesen, dass die klassischen Adventures noch nicht abgeschrieben sind. Von den Kheop Studios kommt nach "Das Geheimnis der vergessenen Höhle" ein weiteres Renderadventure auf den Markt. Auch wenn das Spiel aus der Jules-Verne-Collection stammt und der Titel stärkere Bindungen zwischen Jules-Vernes Werken und dem Spiel vermuten lassen würde, so bringt es der Untertitel "Inspiriert durch die Werke von Jule Verne" auf den Punkt. Die Entwickler haben sich durch die Werke inspirieren lassen, mehr jedoch nicht. Wieso dies dem Spiel jedoch keinen Abbruch getan hat und wieso Knobelfreunde es sich genauer anschauen sollten, soll das folgende Review zeigen.

Ausgeliefert wird das Spiel auf zwei CDs in einer DVD Verpackung. Außerdem liegt dem Spiel ein knappes Handbuch bei, das neben der grundlegenden Handhabung auch Tipps für die ersten Spielminuten gibt. Abstürze, Bugs oder Kopierschutzprobleme gab es nicht. Eher im Gegenteil, denn das Spiel startet erfreulich schnell und ohne Verzögerung.

1 x Mond und zurück

Als Basis nutzt das Spiel die beiden Jules-Verne Werke "Reise um den Mond" und "Von der Erde zum Mond". Zusammen mit seinen beiden Begleitern, Barbicane und Nicholl, hat sich Michel Ardan auf ein besonderes Abenteuer und Experiment eingelassen. Sie wurden in einer kleinen Kapsel in den Weltraum - Richtung Mond - abgefeuert. Es kommt natürlich zu einigen Komplikationen und weniger später prallt die Kapsel mit einer geringen Restgeschwindigkeit auf die Mondoberfläche. Ardan ist auf der mysteriösen "dunklen Seite des Mondes" abgestürzt. Neben der Erforschung dieser "Welt" steht natürlich ein erneuter Start in Richtung Erde ganz oben auf der Prioritätenliste. Präsentiert wird die Handlung anhand von Videos, Erinnerungen und Ingamesequenzen. Nach und nach erfährt der Spieler mehr über den "Mond" und die dortige Zivilisation. Die Präsentation ist zwar insgesamt recht nett gemacht und weiß zu gefallen, doch etwas mehr Tempo (Sprecher) und eine weniger trockene Darstellung wären nicht schlecht gewesen. Wer aber sowieso bei Renderadventures lieber in der Welt versinkt, wird sich hier schnell heimisch fühlen, wenn man sich mit der mystisch angehauchten Mondoberfläche anfreunden kann.

Schlüssel- und Kombinationssicherungen auf dem Mond

Schlüssel, Brechstange, Goldhalsband, Flöte… Man findet eine ganze Reihe an Objekten in den Gräbern der unbekannten Rasse. Ärgerlicherweise ist das Tor hinter einem jedoch wieder verschlossen. Ein schneller Blick auf das Panel an der rechten Seite bringt Ernüchterung. Hier kommt man leider nicht so schnell wieder durch die Kombination der Symbole "sehen", "Erde" und "Tod" raus. Auf dem Kontrollfeld sind eine ganze Reihe geometrischer Figuren mit unterschiedlicher Anzahl an Ecken zu sehen. Wie jede bislang gestellte Aufgabe wird auch hier ein System dahinterstecken. Etwas rumprobieren und es zeigt sich, dass jeweils eine zu den beiden aufleuchtenden Lichtern passende Figur gedrückt werden muss. Etwas experimentieren, nachdenken und schließlich hat man die Lösung. Jedes Objekt steht für eine Zahl und welche das ist, wird durch die Anzahl an Ecken bestimmt. Ein Dreieck steht also für eine drei und durch einfache Addition und Multiplikation hat man das Tor bald wieder offen. Nun kann man sich endlich dem anderen Tor im Außenhof widmen. Zufälligerweise hat man ja noch ein Zahnrad im Inventar und kann damit den Mechanismus wieder reparieren. Hinein geht es in den Tunnel im Gebirge, bis man recht bald auf der rechten Seite einen sonderbaren Schacht sieht. Hier ist innen ein mysteriöses Symbol angebracht. Beim Versuch dies näher betrachten zu wollen, stürzt der Held jedoch ab und es heißt "Game Over". Glücklicherweise kann man sich da jedoch auf die Rücksetzfunktion verlassen und steht einen Klick später wieder vor dem Schacht. Sollte wohl Vorsicht heißen. ;) Mit dem Schalter an der Seite lässt sich ein Aufzug rufen, an dem auf dem komplexen und gut gesicherten Kontrollpanel der Schlüssel benutzt werden kann. Weiter geht es hinab in den Berg. Dort erwartet einen dann ein Wesen, das nicht nur einige Infos liefert, sondern genau sagt, was für Tests bestanden werden müssen, wenn man weiterkommen will. Übersetzungen müssen Symbolen zugeordnet werden, was das Erlernen der Sprache bedeutet und einen ersten, kleinen Schritt darstellt.. Komplizierter wird es da beim Sprachtest, bei dem jeweils Klänge bekannten Symbolen zugeordnet werden müssen. Nach und nach taucht man somit immer weiter ein in die mystische Welt…

Mystische Welt

Ohne große Worte oder langen Einleitungssequenzen erwacht der Spieler in einem kleinen und beengten Raum. Wo bin ich? Was mach ich hier? Sind die ersten Gedanken. Noch ganz benebelt wird der kompakte Raum untersucht. Das Abenteuer gebinnt und zu lange trödeln sollte man nicht. Sauerstoffmangel und die Landung auf dem Mond sind die ersten Aufgaben, die der Spieler zu bewältigen hat, bevor das Abenteuer auf der weitläufigen Mondoberfläche und darunter beginnt. Wie in jedem Adventure, so gibt es auch in "Der Reise zum Zentrum des Mondes" viel einzusammeln. Hier wird alles eingesteckt, was ins sehr geräumige Inventar passt. Unterschiedliche Pflanzen, Steine, Riemen, Schraubenschlüssel, Fässer, Dosen, Schlüssel, Zahnräder, zubereitete Nahrung und sonstige Objekte wollen gefunden und sinnvoll kombiniert werden. Neben einigen eher leichteren und simplen "Benutze einen Gegenstand mit einem Objekt Aufgaben" warten auch komplexere Aufgabenstellungen auf den Spieler. Da muss für eine Wache eine schmackhafte Nahrung zubereitet oder mal eben schnell für ausreichend Sauerstoff gesorgt werden. Einige Aufgaben sind kleine Minispielchen oder sind unter Zeitdruck zu lösen. Das ist jedoch ein Part, bei dem die Meinungen und Ansichten vieler Spieler auseinandergehen werden. So passend es sein mag, den Spieler durch Sauerstoffmangel unter Druck zu setzen oder aber Sprünge auf dem Mond richtig zu timen und genau dann zu klicken, wenn der Sprungzeiger in einem bestimmten Bereich ist, so sehr reißt einen das aus der Welt und dem Knobeln heraus. Zwar wird man jeweils nach einem Todesfall zurückgesetzt, doch sind solche Sachen in einem Adventure eher kontraproduktiv. Gerade wenn es dann in den ersten Spielminuten schon zu solchen Situationen kommt, dann verlieren Einsteiger recht bald die Lust. Da hat man um die 20 Objekte im Inventar und einige Interaktionspunkte und dann plötzlich eine tickende Uhr, die sogar im Inventarscreen weitertickt. Doch glücklicherweise gibt es auch genügend andere Aufgabenstellungen. Da gilt es die Gegend zu erkunden, aus Schriften und Symbolen schlauer zu werden und sich mit einer ganzen Reihe an Mechanismen zu beschäftigen. Es muss der richtige Farbcode gefunden und Symbole wollen angeordnet werden oder es gilt einen Code zu knacken. Neben Farbrätseln gibt es auch Klangrätsel zu bewältigen. Immer mal wieder zwischendurch warten mathematisch angehauchte Aufgaben auf den Spieler, rechnen im 20iger System oder Umwandlung von Codes bestehend aus Strichen und Punkten. Da müssen Schiebepuzzle gelöst und Maschinen repariert werden. NPCs geben auch den ein oder anderen Tipp, einige Gegenstände kann man sich beispielsweise auch kaufen. Das bedeutet jedoch auch, dass der Spieler entsprechende Sachen zum Verkauf (produziert) haben muss. Das ein oder andere Rätsel ist optional und wenn man mal nicht weiterkommt, dann gibt es oftmals auch eine andere Stelle, die man erst mal schauen kann. Gut 20 bis 25 Stunden sollte man daher auf jeden Fall einplanen, bis es wieder Richtung Erde geht.

Steuerung, Grafik & Sound

Die Steuerung geht erfreulich leicht und einfach von der Hand. Je nach Aktionsmöglichkeit ändert sich der Cursor. Mit der linken Taste kann agiert werden und mit der andern kommt man ins Inventar. Dies kann man durchaus als gigantisch bezeichnen, besteht es doch aus über 200 Fächern. Schön wäre es gewesen anstelle der Unterteilung in jeweils 18er Übersichten auch eine Gesamtübersicht mit Scrollmöglichkeit zu haben. Damit wären die Kombinationen noch etwas leichter von der Hand gegangen. Gerade weil man viel mischen und kombinieren kann, wird jede dieser Aktionen festgehalten, so dass man jederzeit nachschlagen kann, wie man nun beispielsweise eine nahrhafte Speise zubereitet hat. Darüber hinaus kann man jederzeit Ziele und gefundene Infos einsehen und natürlich das Spiel beliebig oft und frei speichern. Nicht so schön beim Klicken von Bild zu Bild sind jedoch die kurzen, aber immer wieder auftretenden Ladezeiten bzw. Verzögerungen, was gerade bei längeren Wegen doch sehr nervig ist. Wie stellt man den Mond eigentlich am besten grafisch dar? Das ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Wer jedoch mit einer eher düsteren, grauen Umgebung rechnet, wird sich doch erheblich wundern. Die Schauplätze sind mitunter sehr farbenfroh dargestellt, was man schon recht bald nach dem Absturz an den unterschiedlichen, dichten Pflanzen sehen kann. Auch wenn es leider recht wenig Animationen gibt, so sorgt dennoch der Grafikstil für eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die Geschichte selbst wird in kurzen Videos oder überwiegend schwarz-weiß dargestellten Bildern und Bildergeschichten in Comicform präsentiert. Als Hintergrundmusik gibt es einen orchestralen Soundtrack, der jedoch überwiegend im Hintergrund bleibt bzw. stellenweise gar nicht vorhanden ist. Die Sprecher an sich sind, wenn man sich mit der französisch angehauchten Aussprache anfreunden kann, einigermaßen gelungen, nur leider doch meist etwas langsam beim Sprechen.

Meinung

Mit "Die Reise zum Zentrum des Mondes" bringt Kheops einen weiteren gelungenen Ableger der Renderadventures auf den Markt. Wer hier ein Spiel wie Ankh oder Black Mirror erwartet, wird sich damit weniger anfreunden können. Abgesehen von einigen zeitkritischen Sachen und leichten Actioneinlagen sind überwiegend wieder die grauen Zellen gefragt. Eine umfangreiche Palette an Farben-, Kombinations-, Logik- und Klangrätseln bietet recht langen Spielspaß. Auch wenn der Mond als Schauplatz nicht gerade so interessant klingt, haben die Entwickler eine interessante Welt erschaffen, die man gerne erkundet. Mir hätte es gefallen, wenn die Story nicht ganz so trocken präsentiert wäre. Doch ansonsten ist das Spiel für Knobelfreunde eine mehr als lohnenswerte Anschaffung und das bei einem moderaten Preis von unter 30 €.


Geschrieben am 13.01.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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