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Resident Evil 5 (PC)  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 2
 1
 1.5
Gesamt (7 votes) 2+
 1.9
 1.3
 2
Name:Residen Evil 5 (PC)
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2009/09
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Offiz. Sites: Game
Hardware: 2.4Ghz, 1GB RAM, 256 MB PixelShader3, HD 8000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Gamepad
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für Xbox360/PS3, DX10 und nVidia 3DVision Modus
USK: 18
Residen Evil 5 (PC) (review von nali_warcow)

Anfangs hieß es "kommt nur für die Konsolen" und kurze Zeit nach dem Release war dann aus dem "kommt nur" ein "kommt auch für den PC". Etwa sechs Monate ist es her, dass Capcom Resident Evil 5 für Xbox 360 und Playstation 3 auf den Markt gebracht hat. Inzwischen steht aber auch die eingangs erwähnte PC-Umsetzung in den Händlerregalen. Sich für eine weitere Plattform Zeit zu lassen, ist ja ein guter Ansatz, nur wie Rockstar mit dem GTA 4-Port gezeigt hat, auch nicht immer eine Freude für die Käufer und mit der Windows-Version von Resident Evil 4 hat sich Capcom - insbesondere ohne den Patch auf Version 1.1, der so elementare Dinge, wie Lichteffekte und Beleuchtung einfügt - auch keine Freunde unter den PC-Spielern gemacht. Wie gut die Umsetzung des neusten Actiontitels der bekannten (ehemaligen Survival-Horror) Serie geworden ist, mit welchen Einschränkungen PCler leben müssen und welche Verbesserungen und Zusätze es gibt, wird die folgende Nachbesprechung der Games for Windows Live-Version von Resident Evil 5 ein weniger genauer aufdecken.

1 zu 1-Gameplay

Die PC-Version von Resident Evil 5 ist insgesamt ein sehr direkter Port. Alles, was der Spieler auf den Konsolen erlebt hat, wurde 1 zu 1 in die Windows-Version übernommen. An der Handlung, der Kampagne, den Missionen, Gegnern, Waffen und Gameplayelementen wurde nichts verändert. Wer zudem über ein Xbox 360-Gamepad verfügt, hat exakt das gleiche Spielerlebnis wie auf der Konsole. (Mehr zur PC-Steuerung weiter unten im Review). Auch unter Windows zieht der Spieler als Mitglied der Bio-Terrorism Security Assessment Alliance (BSAA) - wahlweise mit einem KI-Kollegen oder menschlichen Mitspieler - durch ein fiktives Afrika, um den Biowaffenhändler Irving zu fassen. Doch die Probleme geraten schnell außer Kontrolle und unzählige Infizierte stürzen sich auf den Spieler. Der harte Kampf ums Überleben beginnt in den staubigen Straßen des kleinen Dorfes Kijuju, geht durch eine verlassene Mine, eine Sumpflandschaft, unterirdische Gewölbe und Höhlensysteme, Forschungseinrichtungen und an Bord eines Containerschiffs, wo jeweils nicht nur Fallen und zahlreiche Angreifer auf die beiden Elite-Kämpfer warten, sondern auch die Konfrontation mit zahlreichen Bossgegnern. Mehr zum Gameplay, den Levelen und allen relevanten Spielinformationen gibt es im Xbox 360-Review von Resident Evil 5, worauf an dieser Stelle der Einfachheit halber verwiesen wird , so dass sich die Rezension zur PC-Version lediglich auf die Umsetzung und inhaltliche Unterschiede konzentriert.

Technische Umsetzung

Technisch ist Resident Evil 5 auf dem PC eine sehr solide Portierung. Einen Dualcore und eine halbwegs aktuelle Grafikkarte vorausgesetzt kann das Abenteuer beginnen. Wirklich High-End-Rechner sind nicht notwendig. Auch mit einer schwächeren Grafikkarte, wie etwa eine 8600 GT, lässt sich die Umsetzung in guter Qualität und 1280 x 720 Bildpunkten genießen. Für schwächere Systeme kann zudem der Detailgrad im Bereich Texturen und Schattenqualität reduziert werden. Wer mehr Power im Gehäuse hat, kann nicht nur höhere Auflösungen verwenden und Kantenglättung aktivieren, sondern auch den optionalen DirextX 10-Modus verwenden, der die ohnehin sehr schicke Konsolenoptik noch ein wenig schöner darstellt. Leider gibt es für den PC keine Spieledemo, wie für die Playstation 3 und Xbox 360, doch zumindest eine kostenlose Benchmark-Demo mit Spielzenen steht zum Download (und wird mit dem Spiel ausgeliefert), die eine gute Einschätzung des eigenen Systems ermöglicht. Als zusätzlichen Bonus hat die PC-Version auch noch einen speziellen 3D-Modus bekommen, der allerdings einen 120Hz-Monitor und eine spezielle nVidia-3D-Brille voraussetzt, um ein plastischeres Spielerlebnis zu bieten. Wie gut der Modus in der Praxis aussieht, ob es sich lohnt und wie lange man damit wirklich spielen will / kann, kann leider an dieser Stelle aufgrund fehlender Hardware nicht gesagt werden.

Wie auch schon auf der Konsole, so wird Resident Evil 5 als mehrsprachige Version ausgeliefert, wobei lediglich die Textsprache (vor dem Spielstart) geändert werden kann. Die Sprachausgabe ist immer in Englisch. Bevor es zudem unter Windows losgehen kann, müssen gut 8 GB auf die Festplatte kopiert werden, was leider - je nach Rechner & DVD-Laufwerk - gut 30 bis 50 Minuten dauern kann. Der Kopierschutz erfolgt in Form von Games for Windows Live, worüber das Spiel auch aktiviert werden muss und außerdem ist ein kostenloser Account notwendig, wenn man den Fortschritt speichern möchte. Wer bislang nur auf der Konsole gespielt hat, kann durch die Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort den Gamertag auch am PC verwenden und weitere 1000 GS-Punkte sammeln, da die beiden Resi 5-Titel als zwei unterschiedliche Spiele gezählt werden. Der große Unterschied zur Konsole besteht zudem in der reinen Nutzung von Games for Windows Live für den Mehrspielermouds. D.h. einen LAN-Modus und die Möglichkeit im Splitscreen zu zocken, gibt es auf dem PC nicht, auch wenn die Hardware ohne Probleme dazu in der Lage wäre und auch nativer Gamepad-Support vorhanden ist.

Ein wenig mehr für PC-Spieler

Wirklich viele Neues gibt es für Windows-Käufer nicht. Eine insgesamt saubere Portierung ist das eigentliche Highlight. Als "Bonus" gibt es immerhin einige neue Kostüme für die Spielfiguren und einen zusätzlichen Söldnermodus, der nach dem Durchspielen verfügbar ist. Zusätzlich zum Solo und Duo-Modus, den es auch auf den Konsolen gab, beinhaltet die PC-Fassung zusätzlich den "Keine Gnade"-Spieltyp. Ähnlich wie der kostenpflichtige "Versus Mode", der auf der Konsole lediglich Friendly Fire deaktiviert hat und in der PC-Version nicht enthalten ist, so ist auch der "Keine Gnade"-Modus nur eine kleine Modifikation. Es stürzen sich mehr Gegner gleichzeitig auf den Spielern. Mehr Unterschiede gibt es nicht zum bekannten Söldner-Modus, wo der Spieler unter Zeitdruck unzählige Angreifer ausschalten muss und am Ende eine Bewertung basierend auf Zeit, Kill, etc. bekommt. Der "Keine Gnade"-Modus ist dabei so exklusiv, dass man diesen nur allein und nicht, wie der DUO-Modus, auch mit einem Freund gegen mehr Infizierte spielen kann.

Glaubensfrage Steuerung

Aber nicht nur die technische Umsetzung in Bezug auf Optik und Performance ist ein wichtiger Punkt, auch über die Steuerung gibt es am PC sehr unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Während im Vorgänger die Steuerung mit Tastatur (und ohne Maus) quasi nicht zu gebrauchen war, so hat Capcom beim neuen Serienteil schon bessere Arbeit geleistet. Sowohl im Spiel, als auch in den Menüs, kann auf die Maus zurückgegriffen werden und alle Aktionen lassen sich auf Wunsch auch auf andere Tasten legen. Zusätzlich können sich PCler entscheiden, ob sie die Maus als Fadenkreuz über den Bildschirm steuern und A und D aus der Tastatur als Ausweichschritt links / rechts dienen soll, oder ob man darüber lieber die Drehung der Spielfigur steuert und das Fadenkreuz nur im Anvisierungsmodus sieht, der eh immer verwendet werden muss, wenn man schießen will. Das grundlegende Steuerungskonzept (Spielfigur steuert sich wie ein Panzer / Gehen und Anvisieren zusammen ist nicht möglich / Inventar zu klein) wurde nicht angetastet. Mit der Maus wurde lediglich das Anvisieren erleichtert und dank mehr Tasten auf dem Keyboard können alle neun Inventarfelder ausgewählt werden und nicht mehr nur vier (oben, unten, links und rechts über das Steuerkreuz). Am Ende ist es allerdings trotzdem so, dass die typische PC-Steuerung mit Maus & Tastatur nicht wirklich gut funktioniert. Abgesehen vom Anvisieren ist die M&T-Geschichte eher hakelig und auch mit einer Umbelegung wird manches nicht besser. Speziell wenn mehrere Tasten gedrückt werden müssen (etwa zuerst "S" [nach hinten] und dann SHIFT [rennen] für eine schnelle 180°-Drehung) oder schnell / abwechselnd A und D, um einen Gegner abzuschütteln), so spielt es sich nicht wirklich gut mit den typischen PC-Eingabegeräten. Manche Sachen sind sogar mit Maus-Support umständlicher: Etwa das Umlagern von Gegenständen zwischen Spielinventar und Hauptinventar. Mit dem Gamepad ist es 2 x eine Taste (1 x auswählen, 1 x erste Option). Auf dem PC klickt man den Gegenstand an, muss dann ein wenig zur Seite, um den Punkt im Kontextmenü anwählen zu können und kann dann erst erneut klicken. Aber auch das Beenden des Spiels ist mit ALT + F4 ein wenig untypisch für ein PC Spiel. Daher ist ein Gamepad die deutlich bessere Wahl als Eingabe / Steuerungsgerät, wobei der "volle Spielspaß" nur mit einem Xbox 360-Gamepad aufkommen wird, da für diese Gamepad die jeweiligen Buttons eingeblendet werden (Für das kabellose 360 Gamepad gibt es einen PC-Funkempfänger.). Wer ein anderes Gamepad verwendet, muss umdenken, was gerade in Actionsequenzen, wo es auf jede Sekunde ankommt, doch eher hinderlich ist.

PC-Fazit

Im Vergleich zur letzten Resident Evil-PC-Umsetzung hat Capcom sehr viel bessere Arbeit abgeliefert. Insbesondere die guten Anpassungsmöglichkeiten und solide Skalierung mit der vorhandenen PC-Hardware sind ein Segen für Windows-Zocker, die nicht unbedingt einen Quadcore und 400€-Grafikkarte im System haben. Es gibt zwar nicht wirklich mehr Inhalt als auf der Konsole, aber dafür eine solide Portierung, wobei es schade ist, dass man am heimischen Rechner nicht im Splitscreen spielen kann. Was bleibt ist der Knackpunkt Steuerung. Die Versuche und Optionen in Bezug auf Nager und Tastatur sind lobenswert, aber das Gameplay ist nicht unbedingt auf diese Art Steuerung ausgelegt. Egal ob Quick-Action-Sequenz oder normale Kampfsequenz, abgesehen vom leichteren Zielen mit der Maus sollte man zum Spielen besser ein (Xbox 360) Gamepad verwenden. Wem schon beim reinen Gedanken an ein Gamepad unwohl wird, der sollte daher lieber die Finger vom Spiel lassen oder bei einem Kumpel antesten. Für alle anderen gilt, wie auch schon auf der Konsole, zusammen mit einem Freund macht der Actionreiche Abstecher nach Afrika mehr Spaß und dafür gibt es auch in der Windows-Variante eine 2.


Geschrieben am 16.10.2009, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
 



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