yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

Rayman 2
Rayman 3
Red Faction
Red Faction 2
Red Ocean
Red Steel
Reise z. Z. des Mondes
Resident Evil
Resident Evil - Code: V.
Resident Evil 2
Resident Evil 4
Resident Evil 4 (PC)
Resident Evil 5
Resident Evil 5 (PC)
Resident Evil Zero
Resistance - Fall of Man
Restricted Area
Return t.C. Wolfenstein
Rise of Nations: T&P
Rise&Fall: Civ. at War
Risen
Rising Kingdoms
Robin Hood
Robots
RollerC. Ty. 3: Soaked
RollerC. Ty..3: Wild!
RollerCoaster Tycoon 2
RollerCoaster Tycoon 3
Runaway
Runaway 2
Rune
Rush for Berlin
Resident Evil 4 (PC)  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 2
 1.5
 2
Gesamt (37 votes) 2+
 1.7
 1.4
 1.8
Name:Resident Evil 4 (PC)
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2007/03
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Capcom
Offiz. Sites: Game
Hardware: 1.4Ghz, 256MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 7000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.1
Bemerkung: Deutsche Version ohne Bonusmissionen, auch für GC, PS2
USK: 18
1-5 Vergleich ohne und mit Patch
6-9 ohne Patch
10-17 mit Patch
Resident Evil 4 (PC) (review von nali_warcow)

Ohne das kleine Wörtchen "exklusiv" läuft heutzutage fast gar nichts mehr. Exklusivität bestimmt im Computer- und Videospielebereich das alltägliche Leben. Nur die Bedeutung schwankt stark. Einen Survial-Horror-Shooter aus dem Hause Capcom gab es anfangs nur exklusiv für Nintendos Gamecube. Spieler und Presse war durchweg angetan von der Zombiehatz. Da war es dann schon ein wenig verwunderlich, als etwa ein Jahr später der Titel auch seinen Weg auf die Playstation 2 fand. Die Rede ist natürlich von Biohazard 4, oder besser gesagt Resident Evil 4, der europäische Titel des Games. Ganz überraschend wurde - eher nebenbei - im Jahre 2006 auch eine Fassung für den PC angekündigt. Viele Infos gab es allerdings nicht und Publisher Ubi Soft betrieb eine ganz sonderbare Verschwiegenheitspolitik. Abgesehen von ständigen Verschiebungen gab es fast ein Jahr keinerlei Infos zum Titel. Erst als im Februar 2007 einige Screens und Berichte zur Portierung im Internet die Runde machten, bekamen die Zocker handfeste Infos. Allerdings waren diese alles andere als vertrauenserweckend. Was sich angedeutet hat, wurde schließlich im März 2007 Realität, als der Titel endlich in den Läden stand: Eine miese Portierung. Aber ab und zu gibt es dann doch noch kleine Wunder. Was anfangs eher für eine Marketingaussage gehalten wurde, wurde am 17.04 Realität. Ein etwa 70 MB großer Patch hat es buchstäblich in letzter Sekunde vor der Veröffentlichung dieses Reviews geschafft, aus einer vermurksten und dahingeschluderten Portierung ein brauchbares Spiel zu machen. Statt einer Kaufwarnung kann nun doch zur PC Fassung gegriffen werden. Warum, wieso, weshalb wird der folgende Text näher erläutern.

Doch bevor es um die Probleme bei der Umsetzung geht, erst einmal einige Infos zur Verpackung und den unterschiedlichen Spielversionen. Getestet wurde die ungeschnittene Asia-Version des Spiels, die unter dem Namen Biohazard 4 verkauft wird. Ebenfalls ungeschnitten und außerdem mit mehrsprachigen Untertiteln ausgestattet ist die europäische Version von "Resident Evil 4". Die deutsche Version beinhaltet nur einen Teil des Spiels und bietet deutlich weniger fürs Geld. Gegen sehr deutlich dargestellte Gewalt an menschenähnlichen Wesen (Enthauptungen mit der Kettensäge, sehr viel Blut, etc.) hatte die USK nichts einzuwenden. Wohl aber gegen mehrere Bonusinhalte, die nach dem einmaligen Durchspielen frei geschaltet werden. Nachdem die Hauptstory abgeschlossen ist, kann der Spieler die beiden Bonuskampagnen "Assignment Ada" und "Separate Ways" anwählen. Diese ermöglichen es dem Spieler einige Passagen der Geschichte aus einer anderen Sicht zu spielen. Gameplay und Präsentation unterscheiden sich hier NICHT vom Hauptspiel. Es ist somit unverständlich, was die USK gegen diesen Inhalt hatte. Weniger Verständnisprobleme wird der "The Mercenaries-Modus" machen. Darin gilt es lediglich möglichst viele Gegner zu beseitigen, um eine gute Wertung zu bekommen. Gerade aber weil die Bonusmissionen gut fünf bis sechs Stunden zusätzliche Spielzeit beinhalten, sollten sich volljährige Spieler genau überlegen, für welche Version sie Geld ausgeben. Resident Evil 4 kommt als Budgettitel auf den Markt und kostet regulär etwas unter 30€. Wer die verschiedenen Importhändler und Onlineshops abklappert, kann noch etwa 10€ sparen. Die Japan-Version, die unter dem Namen Biohazard zu haben ist, gibt sich in Sachen Verpackung wenig spektakulär. Die extradicke Doppel-DVD-Box beinhaltet lediglich den Datenträger (DVD) und ein dünnes, 20 Seiten umfangreiches Handbuch im Schwarzweißformat. Im Testverlauf lief das Spiel stabil und ohne Abstürze. Lediglich ein Alt-Tab-Wechsel wirft das Spiel gehörig aus der Bahn und bringt unter Umständen auch das ganze System zum Zusammenbruch. Danke Kopierschutz, so ist es eine Freude als ehrlicher Käufer solche Probleme zu genießen, die Raubkopierer erst gar nicht haben. Positiv sei noch zu erwähnen, dass Resident Evil 4 auch unter Windows Vista ohne Murren lief obwohl bei den Systemanforderungen auf der Packungsrückseite lediglich von Windows 2000 und Windows XP die Rede ist. Ein Game-Explorer-Eintrag wird jedoch nicht erstellt.

Hintergrundgeschichte

Die geheimen Forschungen und Experimente der Umbrella Corporation haben einigen Leuten erhebliche Probleme bereitet und allen Einwohnern des kleinen Ortes Racoon City das Leben gekostet. Mit einem Nuklearschlag wurde das Gebiet gesäubert und das aus dem Ruder gelaufene Experiment beendet. Damit waren die geheimen Machenschaften von Umbrella ans Tageslicht gekommen. Der Aktienkurs rutschte in den Keller und der Pharmakonzern war erledigt. Inzwischen sind sechs Jahre vergangen. Leon, der kurzzeitig in Racoon City als Cop angestellt war und nur mit viel Glück überlebte, hat einen neuen Job gefunden. Er arbeitet nun für den US-Präsidenten und soll sich um das Verschwinden seiner Tochter, Ashley Graham, kümmern. Diese ist von Terroristen verschleppt worden und die Spur führt Leon in ein kleines Dorf in Spanien... Doch so einfach, wie der Auftrag anfangs aussieht, wird er nicht. Die Rettungsmission wird zum Kampf ums nackte Überleben, da auch die ansässige Bevölkerung Leon alles andere als freundlich begrüßt. Über die eigentliche Handlung soll an dieser Stelle nicht mehr viel verraten werden, da dies den Spielspaß doch erheblich mindern würde. Die Erzählung erfolgt sowohl in sehr eindrucksvollen Zwischensequenzen als auch über Dialoge per Funkgerät, wie es Spieler etwa aus Metal Gear Solid kennen. Leon trifft im Laufe des Abenteuers nicht nur auf zahlreiche Gegenspieler, sondern auch auf sehr zwielichtige Gestalten und alte Bekannte, wie beispielsweise Ada Wong. Immer wieder sorgen Wendungen in der Geschichte, das Auftauchen eines neuen Widersachers und interessante Entdeckungen dafür, dass Resident Evil 4 bis zum Ende hin eine sehr fesselnde Geschichte erzählt. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, da Teil 4 ein "frischer Neuanfang" ist, der eine eigenständige Geschichte erzählt. Es schadet allerdings auch nicht, ein wenig Hintergrundwissen zu haben, da es einige "Verweise" gibt und "alte Bekannte" auftauchen.

10 Minuten Horror

Was für ein Glück. Zusammen mit dem mysteriösen Begleiter hat es Leon geschafft. Bis in den ersten Stock haben die angriffslustigen Dorfbewohner die beiden Verteidiger getrieben. Fast hätten sie auch Ashley erwischt, die sich zusammengekauert in einer Ecke versteckte. Doch irgendwie hatten die Angreifer schließlich das Interesse verloren und zogen, so schnell wie sie gekommen waren, wieder ab. Viel Zeit zum Verschnaufen will sich Leon nicht nehmen, wer weiß, ob es sich die Einheimischen wieder anders überlegen. Schnell noch ein wenig Munition für die Shotgun vom Tisch einstecken, einige Patronen von den besiegten Gegnern aufheben und die Granate aus dem Regal mitgehen lassen. Da sich der unbekannte Fremde inzwischen auch schon wieder davongeschlichen hat, muss sich Leon nun wieder allein um einen Fluchtweg bemühen. Es bleiben nur die beiden großen Tore, die in die Felswand eingebaut sind. Nur welches davon? Nach kurzer Überlegung entscheidet sich Leon für den linken Weg. Eine Art Lagerbereich präsentiert sich auf der anderen Seite. Viel sehen kann er in der Dunkelheit allerdings nicht und so viel Zeit bleibt auch nicht. Ein erster Angreifer stürzt sich auch schon wenige Schritte später auf den Helden. Ein schneller Tritt im richtigen Moment lässt den Angreifer jedoch gekonnt in Richtung Wand fliegen. Jetzt noch schnell die Pistole gezückt und einige Schüsse später ist Ruhe. So leicht wird es wohl nicht werden, diesen Bereich zu durchqueren. Um in Ruhe den Bereich erkunden zu können wird Ashely angewiesen, sich in der nächsten Kiste zu verstecken. Leon durchquert langsam und vorsichtig den Rest des Areals. An der Seite geht es eine Treppe nach oben auf eine Art Brüstung, die sich um eine provisorisch konstruierte Arena erstreckt. Doch allein ist Leon nicht. Drei Angreifer sind zu sehen, die sich aufteilen und von beiden Seiten herankommen. Na warte, die sollen nur kommen. Mit dem Sniper können mindestens zwei davon schon auf Entfernung ausgeschaltet werden. Kurz ins Inventar, Waffe wechseln und… Verdammt, im Eifer des Gefechts wurde vergessen die Waffe nachzuladen. Dann muss es eben jetzt noch schnell gemacht werden. Hastig schiebt er einen neuen Clip in die Waffe, visiert an und feuert. Treffer, der erste Feind ist einen Kopf kürzer. Jetzt Nummer zwei… aber zu spät. Unbemerkt hat sich ein weiterer Feind von hinten die Rampe hoch herangeschlichen und Leon von hinten im gepackt. Aber diese Situation hat der Held schon mehrfach gemeistert. Einige hektische Bewegungen mit dem Analogstick reichen und schon befreit er sich mit einem Kickflipp, der den Bösewicht genau auf die beiden Angreifer schleudert, die von der linken Seite angerückt waren. Bei drei Gegnern auf dem Boden lohnt sich eine Granate. In aller Ruhe und ganz vorsichtig wird der Rest des Areals unter die Lupe genommen, weitere Gegner zeigen sich nicht. Das Tor im unteren Bereich der „Arena“ scheint der einzige Ausgang zu sein. Zeit also, Ashley wieder zu sich zu rufen und schon einmal nach unten in Richtung Ausgang zu gehen. Doch darauf haben die Feinde nur gewartet. Plötzlich bricht um Leon herum wieder die Hölle los. Zahlreiche weitere Dorfbewohner sind plötzlich da, erscheinen am oberen Rand der Arena oder brechen durch die Seitenwände. Von allen Seiten kommen die Angreifer. Neben Äxten und Heugabeln tragen zwei der Angreifer auch eine Kettensäge bei sich, die sie gerade einschalten. Von links fliegt ein Beil heran, verfehlt das Ziel jedoch nur um wenige Zentimeter. Immer enger zieht sich der Kreis, hektisch wird von der Pistole zur Shotgun gewechselt und zwischendurch eine Granate geworfen, doch der Ansturm ist unerbitterlich. Die Leute bewegen sich mit einer Geschwindigkeit und Entschlossenheit, so dass Leon schon bald mit dem Rücken zur Wand steht. Da schiebt sich schließlich auch einer der Angreifer mit der Kettensäge heran, stürmt los und wird mit einem Treffer im linken Knie auf den Boden gezwungen. Als wäre das nicht genug, ertönt ein Schrei „Leon. Help me, Leon!“ und aus dem Augenwinkel sieht der Held, dass sich einer der Angreifer mit der Tochter des Präsidenten auf dem Rücken in Richtung Ausgang aufmacht…

Resident Evil 4 schafft es wie kaum ein anderes Videospiel, den Spieler unter Druck zu setzen und das Gefühl zu geben, der Gejagte zu sein. Ganz gleich wie vorsichtig man auch vorgeht, immer wieder lauert in einer dunklen Ecke oder hinter einer Tür eine neue Überraschung. Das Gefühl Sicherheit gibt es nicht. Die Angreifer sind überall und extrem hartnäckig. Der Tod lauert überall in den unterschiedlichsten Formen. Gegner werfen mit Dynamit, kreisen den Held ein und auch diverse Fallen warten auf unvorsichtige oder zu langsame Spieler. Bei diesem Horror-Spektakel herrscht eine Gameplayatmosphäre, an der sich die Dooms und FEARs dieser Welt einige Scheiben abschneiden können.

Auch nach dem Jobwechsel nur Probleme

Der Horrortrip von Leon beginnt in einem Waldstück, kurz vor der nächsten Siedlung. Neben dem Dorf und umliegenden Wald besucht der Held im weiteren Spielverlauf auch zahlreiche weitere Orte. Abstecher in die unterschiedlichsten Gebäude, Kirchen, auf einen Friedhof und Katakomben stehen genauso auf der Besichtigungsliste, wie eine längere Passage durch ein mit Fallen gespicktes Schloss und eine einsame Insel. Neben Boots- und Gondelfahrten wartet auch eine rasante Fahrt in einem Minenkarren - Marke Indiana Jones - auf den Spieler. Unterteilt ist das Abenteuer in mehrere Kapitel mit entsprechenden Unterkapiteln. Jedes Kapitel beinhaltet ein größeres Ziel, das es zu erreichen gilt. So muss Leon aus der Gefangenschaft fliehen oder sich durch ein mit Gegnern verseuchtes Gebiet kämpfen. Im Gegensatz zu den Vorgängern hat sich das Gameplay ein wenig gewandelt. Der Spieler rennt nicht mehr länger durch ein Gebiet und bekommt nach und nach Zutritt zu immer mehr Räumen. Bei Resident Evil 4 geht es ein wenig linearer durch die große Welt. Zwar gibt es teilweise noch immer die Notwendigkeit bekannte Orte erneut aufzusuchen, allerdings nur in sehr wenigen Fällen. Primär gilt es eine Möglichkeit zu finden, den nächsten Durchgang zu öffnen, um zum eigentlichen Ziel zu gelangen. Die klassischen Resident Evil Rätsel, die aus der Kombination von Gegenständen und der Bewältigung von Schalter und Schieberätseln bestanden, sind ein wenig stärker in den Hintergrund gerückt. Abgesehen von der Kombination eines Farbkreises sind es eher leichte "finde und kombiniere zwei Objekte"-Aufgaben, um den nächsten Durchgang zu öffnen. Die benötigen Gegenstände (etwa zwei Steinfragmente) liegen meist in unmittelbarer Nähe. Immer mal wieder gilt es dafür unterschiedliche Fallen zu meistern, wie etwa eine Decke, die sich absenkt und rechtzeitig aufgehalten werden muss. Primär liegt der Fokus des Spiels im Actionbereich, was sich entsprechend auch auf die sehr hohe Killrate niederschlägt. Über 900 Gegner wandern in den gut 15 bis 20 Spielstunden über den Jordan. Einzeln tauchen dabei die wenigsten Gegner auf. Infizierten Bewohner kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen, versuchen den Helden einzukreisen und jagen ihn durch den Level. Die Feinde sind meist nicht die schnellsten, aber ausgesprochen hartnäckig. Gerade der Beginn des Spiels, wenn der Spieler ins Dorf kommt und unerbittlich von den Gegnern angegriffen wird, ist unglaublich gut inszeniert. So kann man versuchen die unteren Türen und Fenster mit Möbelstücken zu verrammeln, dann kommen die Angreifer über das Dachgeschoss rein bzw. schlagen später die Möbelstücke kurz und klein. Schubst Leon die Leitern um, dann kann die angreifende Meute diese auch wieder aufstellen. Während die normalen Angreifer lediglich mit Schaufeln, Messern oder leichten Schusswaffen ausgerüstet sind, sorgen andere Angreifer für erhebliche Gänsehaut, sobald man diese sieht oder gar hört. Dorfbewohner mit Kettensäge gehören eindeutig zu dieser Kategorie. Hier reicht schon ein "Treffer" und es heißt Game Over, während der Kopf zu Boden fällt. Spätere Gegner sind mit einem Schild geschützt, der erst zerlegt werden muss, sie klettern an den Wänden oder können sich unsichtbar machen. Wirklich schlau sind jedoch nur die Wenigsten, auch webb sie sich mal zurückziehen oder um den Spieler herum laufen. Die große Masse bevorzugt den stupiden Weg geradeaus in Richtung Spieler. Trotzdem gestaltet sich der Kampf gegen die Angreifer recht spannend, da diese mitunter über reichlich Lebensenergie verfügen und der Spieler sich bei mehreren Gegnern entscheiden muss, wen er zuerst angreift, während der Rest unerbittlich näher kommt. Munition ist außerdem recht spärlich in der Welt verteilt. Unnötige Munitionsverschwendung ist nicht besonders klug und gerade im späteren Spielverlauf gibt es eine recht lange Passage, in der der Spieler kaum neue Patronen findet. Entsprechend gilt es die Gegner an besonderen Stellen wie Kopf oder Bein zu treffen, um möglichst viel Schaden anzurichten und gleichzeitig die Feinde zu Fall zu bringen.

Immer wieder trifft der Spieler auch auf stärkere Zwischengegner, die ganz besonders harte Brocken sind. Stellvertretend für die zahlreichen, mitunter sehr grotesken Gegner, soll hier am Beispiel eines riesigen Giganten die Inszenierung der Bosskämpfe verdeutlich werden. Das riesige Ungetüm kann nur durch viel Munition und Angriffe an besonderen Stellen ernsthaft verletzt werden. Sollte nicht genug Munition oder Heilung im Inventar vorhanden sein, dann kann diese in der näheren Umgebung aufgesammelt werden. Doch der Angreifer wartet natürlich nicht, bis der Exitus näher rückt und greift in der Zeit schon an. Somit gilt es nicht nur auf den Kerl zu feuern, sondern gleichzeitig den Angriffen auszuweichen, um nicht verwundet, zerquetscht oder durch die Umgebung geschleudert zu werden. Nach einiger Zeit sinkt der Feind zu Boden und Leon kann auf den Rücken des Riesen springen und dort eine Art riesiges Geschwür mit dem Messer bearbeiten, was in Form eines kleinen Quick-Action-Spielchens abläuft. Hier gilt es die entsprechende Taste auf dem Gamepad zu betätigen, wie auch beim Ausweichen einiger Angriffe des Feindes. Wer vor diesem Kampf nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt gelaufen ist, der hatte die Möglichkeit einen Wolf aus einer Falle zu befreien. Dies zahlt sich im Kampf gegen den Riesen aus, da der Wolf nach einiger Zeit auftaucht und den Angreifer ein wenig ablenkt, was sehr gelegen kommt.

Um sich gegen die nicht gerade geringe Anzahl an Feinden zur Wehr zu setzen, stehen dem Spieler die unterschiedlichsten Waffen zur Verfügung. Erstmalig in einem Resident Evil Spiel findet der Charakter nicht nur neue und bessere Waffen, sondern kann sich beim "fliegenden Händler", der auch im dunkelsten Abwasserkeller eine Filiale hat, neu eindecken. Nach und nach stehen immer bessere Waffen wie Pistolen, TP, Shotgun, Sniper und Raketenwerfer zur Auswahl. Für manche Waffen gibt es auch Zusätze wie Schulterstütze oder Zoomaufsatz. Leichte Rollenspielaspekte haben es ebenfalls ins Spiel geschafft. Zu jeder Waffe gibt es Werte wie Schaden, Nachladezeit, Feuerrate und Größe des Munitionsklipps. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt, lässt sich mit einigen Updates selbst aus einer schwachen Pistole ein durchschlagskräftiges Mordwerkzeug machen. Außerdem stehen drei Granatentypen zur Auswahl, um es mit stärkeren Gegnern und Gegnerhorden aufnehmen zu können. Bei der Heilung kann der Spieler auf die bekannten Heilsprays und Kräuter zurückgreifen. Die Kräuter lassen sich auch mischen, wobei die stärkste Dosis nicht nur die maximale Lebensenergie wiederherstellt, sondern das Maximum auch ein wenig anhebt. Für die kleine Gesundheitsauffrischung zwischendurch kann auch ein Ei gegessen werden. Alle Gegenstände wandern ins recht geräumige Inventar, das wie in Diablo aus lauter kleinen Kästchen aufgebaut ist. Objekte wie Munition werden automatisch bis zu einer festgelegten Maximalgröße gestapelt. Granaten leider nicht. Je nach Objekt werden auch unterschiedlich viele Kästchen belegt. Wer also einen Einmalraketenwerfer mit sich herumschleppen möchte, der muss deutlich mehr Platz frei machen, als wenn nur eine Pistole mitgenommen werden soll. Munition und Gesundheit findet der Spieler in der Welt verteilt. Einiges liegt einfach in der Gegend herum (beispielsweise auf einem Tisch oder in einem Schrank), aber auch die Gegner hinterlassen diese Objekte und in so manchen Kisten und Fässern sind ebenfalls nützliche Helfer versteckt.

Da es in der Welt von Resident Evil auch nichts kostenlos gibt, ist es immer wichtig, eine möglichst gut gefüllte Geldbörse zu haben, um sich beim Händler die teuren Updates und Waffen leisten zu können. Gold hinterlassen die meisten Feinde und außerdem können diverse Schmuckstücke gefunden und beim Händler verhökert werden. Woran die Entwickler leider nicht gedacht haben ist, dass der Spieler Munition beim Händler kaufen kann und sei es nur, wenn für eine Waffe keine Munition mehr im Inventar ist. Neben den Handfeuerwaffen kann Leon allerdings auch sein Messer einsetzen, womit auch Fässer und Kisten geöffnet werden können. Außerdem kann im Nahkampf ein schneller Kick ausgeführt werden, wenn die entsprechende Taste aufleuchtet.

Leon muss das gesamte Spieler aber nicht alleine bestreiten. Ist der erste Teil des Auftrags, das Finden von Ashley erreicht, dann heißt es, gemeinsam lebend zu entkommen und das gestaltet sich dann auch nicht sonderlich einfach. Hier hat sich Leon dann oftmals nicht nur darum zu kümmern, dass die Feinde ihn selbst nicht verletzen, sondern auch Ashley hat nur einen begrenzten Lebensbalken. Doch die Kleine kann sich dafür in Tonnen und Kisten verstecken, um nicht zu sehr in die Schusslinie zu geraten. Schnappt sich jedoch ein Angreifer die Kleine, dann gilt es schnell zu handeln, bevor dieser durch die nächste Tür verschwindet, sonst endet es im "Game over". Schade, da wäre mehr möglich gewesen. Insbesondere da die Tochter des Präsidenten immer mal wieder "per Script" vom Spieler getrennt und gefangen genommen wird. Kurzzeitig darf der Spieler auch mal in die Haut von Ashley schlüpfen und sich ganz ohne Waffen durch dunkle Tunnel schleichen, Gegnern ausweichen und wieder den Weg zu Leon finden.

In regelmäßigen Abständen stehen auch die aus den Vorgängern bekannten Schreibmaschinen in der Welt herum. Ein Farbband wird jedoch nicht mehr zum Speichern benötigt, so dass beliebig oft auf den insgesamt 20 Speicherplätzen gesichert werden darf. Zusätzlich gibt es auch noch interne Checkpoints, an die der Spieler zurückgeworfen wird, wenn er stirbt und weiterspielen möchte.

Hauptspiel, Bonusmissionen, Minispielchen & Wiederspielbarkeit

Nach etwa 20 Stunden wird der Spieler das Ende erreicht haben. Doch damit hat Resident Evil 4 sein Pulver noch längst nicht verschossen. Zahlreiche weitere Spielmöglichkeiten stehen nach dem ersten Durchspielen offen. So kann der Spieler neben dem normalen und leichten Schwierigkeitsgrad im Anschluss die frei geschaltete "professionelle Spielstufe" in Angriff nehmen. Nach dem Durchspielen kann der Spielstand gespeichert werden und dann mit der Ausrüstung des letzten Abenteuers ein neues Spiel in Angriff nehmen. Zusätzlich gibt es beim Händler neue Kaufoptionen. Sparfüchse können nach einigen Runden besonders starke Bonuswaffen ergattern. Außerdem werden in den ungeschnittenen Versionen nach dem einmaligen Durchspielen weitere Bonusspiele und -missionen aktiviert. Zwei Bonusmissionen drehen sich dabei um "Ada Wong", auf die Leon im Laufe der Hauptstory mehrfach trifft. In "Assignement Ada" gilt es im letzten Kapitel des Hauptspiels einige geheime Proben zu entwenden. Diese Mission ist so kurz ausgelegt, dass es nicht einen Speicherpunkt (wohl aber automatische Checkpoints) gibt. Deutlich umfangreicher gestaltet sich das Bonuskapitel "Separate Ways", welches aus insgesamt fünf Unterkapiteln besteht und mindestens einen oder zwei Speicherpunkte beinhaltet. In dieser Bonusgeschichte, die es anfangs exklusiv für die Playstation 2 Fassung gab, wird ein wenig stärker auf einige Ereignisse des Hauptspiels eingegangen. Als Leon musste sich der Spieler beispielsweise gleich zu Beginn des Spiels gegen zahlreiche sehr angriffslustige Dorfbewohner zur Wehr setzen, die ihn durch das ganze Darf gejagt haben, bis plötzlich ein Glockenläuten den Spuk beendete und die Dorfbewohner in Richtung Kirche abziehen lies. Warum die Glocken läuteten war bis dahin unklar. In Kapitel 1 der Bonuskampagne Separate Ways wird dieses Geheimnis gelüftet: Ada war es und der Spieler muss es hier nun bewerkstelligen. Auch die weiteren Kapitel greifen auf bekannte Passagen und Abschnitte des Spiels zurück und klären einige Situationen. Sehr viel Neues wird jedoch nicht geboten, da Schauplätze und Gegner weitestgehend bekannt sind. Lediglich an einigen wenigen Stellen gegen Ende gibt es wirklich neue Räume und einige wenige, neue Gameplayelemente. Auch Separate Ways kann nach dem Durchspielen mit dem Inventar der vorherigen Runde erneut in Angriff genommen werden und es gibt ebenfalls zusätzliche Waffen beim Händler. Die Ada Wong-Nebenhandlungen bieten insgesamt durchaus fünf bis sechs zusätzliche Spielstunden mit bekannter Gameplaykost. Zu guter Letzt gibt es auch noch das Bonusspielchen "The Mercenaries". Fünf Charaktere und vier Schauplätze aus dem Spiel dienen hier als Austragungsort für möglichst viele Kills innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits. Dabei kommt es nicht nur auf die Masse an, sondern mehrere Gegner in kurzer Zeit hintereinander, erhöhen ebenfalls die Punktzahl und die Bewertung. Anfangs steht nur Leon zur Auswahl und mindestens vier Sterne schalten den nächsten Charakter frei.

Portierung

Wie schon in der Einleitung angedeutet war die PC Fassung von Resident Evil 4 alles andere als gelungen. Das Spiel war optisch grauenhaft umgesetzt. Jeder, der sein Spiel frisch im Laden kauft und ohne das Update 1.1 spielt, wird einen gewaltigen Schock erleben. In der Urfassung gab es keinerlei Beleuchtung im Spiel. Egal ob der Held nun durch einen Tunnel läuft, bei Gewitter unterwegs ist oder in einem Dorf steht. Die gesamte Szene war einheitlich hell und beinhaltete weder Licht- noch Rauch-/Nebeleffekte. Das Spiel präsentierte sich wie eine Geisterbahn, die man bei Tageslicht anschaut. Die Atmosphäre wurde dadurch so sehr in den Keller gedrückt, dass dadurch so einige "professionelle Tester und Magazine" scheinbar überlastet wurden. Es soll ja beispielsweise ein Magazin geben, welches in einzelnen Kriterien Punkte vergibt und die Summe den Spielspaß präsentieren soll. Schon allein die Vorstellung, dass eine total verhunzte Grafik maximal 10 Prozentpunkte kosten kann, ist schon mehr als kurios. Da muss man sich erst einmal die Spielszenen vor Augen halten: Der Charakter läuft auf der Konsole durch ein dunkles, düsteres Verlies und erleuchtet mit einer Taschenlampe nur einen Bruchteil des Raumes. Auf dem PC dagegen ist der Raum so rein und ausgeleuchtet wie ein OP, so dass die Taschenlampe in der Hand des Charakters wie ein schlechter Witz wirkt. Und was wird dann bei so einer Grafikpracht vergeben, die einen schlechteren Gesamteindruck als ein Doom 1 vermittelt? Das ist doch glatt 5 von 10 Punkten wert und bei der Atmosphäre wird dann einfach mal 10 von 10 vergeben. Alles klar? Während der Missstand bei der Presse anhält, hat zumindest der Entwickler sein Versprechen eingehalten, woran sicher kaum jemand geglaubt hat: Ein "70 MB alles wird besser"-Patch. Dieser bringt Resident Evil 4 auf die Version 1.1 und gleichzeitig leicht über das Grafikniveau der Playstation 2 Version von Resident Evil 4. Aber bevor nun die "verbesserte Grafikversion" in Augenschein genommen wird, noch einige Worte zum Patch. Bislang gibt es lediglich zwei unterschiedliche Updates. Zum einen für die geschnittene deutsche Version und dann für die EU-Version. Spieler, die sich preisgünstig die Asia-Version bestellt haben, bekommen das Grafikupdate bisher nicht so einfach. Das hat mehrere Gründe. So heißt das Spiel in Japan nicht Resident Evil, sondern Biohazard, wodurch der Pfad in der Registry vom Updater nicht gefunden wird. Ist das Problem manuell behoben, wird zwar das Verzeichnis gefunden, aber das Spiel kann nicht gepacht werden, da die EXE-Datei eine andere Checksum hat. Es wird also eine Game.exe der EU Version benötigt, um den Patch zu installieren. Danach wird allerdings die Original-Disk nicht mehr als Originaldisk erkannt… Wer sich also diese Probleme momentan ersparen will, greift lieber zu einer anderen Fassung des Spiels. Ist der Patch dann jedoch erst einmal erfolgreich installiert und das Spiel gestartet, kann auch die PC Fassung überzeugen. An diesem Update lässt sich somit exzellent sehen, welche große Bedeutung Lichteffekte in einem Spiel haben. Die Atmosphäre ist damit um Längen besser. Die Bedrohung und das Setting wirken ungleich stimmiger, so dass tatsächlich wieder Spielspaß aufkommt. Wie deutlich dieser Unterschied ausfällt ist an Hand der Vergleichsbilder zu sehen. Auf dem Friedhof ist es jetzt nicht nur wieder dunkel, sondern auch die zahlreichen Nebel- und Windeffekte sorgen für viel überzeugendere Schauplätze. Auch schon ohne Lichteffekte konnten die Animationen des Spiels überzeugen. Erwähnenswert ist sicherlich auch der extrem hohe Gewaltanteil des Spiels, der klar die Einstufung "Mature" bzw. USK 18 unterstreicht. Blut gibt es mehr als genug und bei Treffern trennen sich schon einmal Gliedmaßen ab, Blutfontänen sind zu sehen und so mancher Gegner ist kein hübscher Anblick. Aber auch mit Patch hat es die PC Fassung nicht ganz geschafft, den grafischen Level des Gamecubes zu erreichen. Das liegt daran, dass die Windowsversion auf der Playstation 2-Fassung basiert. Das heißt Gebäude, Objekte und Charaktere bestehen aus weniger Polygonen und auch die Effekte, wie etwa Blitze beim Gewitter und die damit verbundene Ausleuchtung der Umgebung, fallen schwächer als auf dem Nintendo-System aus. In Sachen Texturen wurde allerdings nachgebessert und die Gamecube-Version übertroffen. Leon und zahlreiche Objekte und Wände wirken merklich detaillierter. Leider wurden jedoch für den PC die vorgerechneten Videos der Playstation 2 übernommen. Auf dem Gamecube liefen die ganzen Zwischensequenzen noch in Echtzeit ab, für die Sony-Konsole wurden diese dann in Videos umgerechnet und werden PC-Zockern lediglich als etwas grob aufgelöste Videos präsentiert. Außerdem sind kleinere Bildstörungen an den Stellen zu sehen, wo Nebel- oder Rauch im Blickfeld sind. Bei den Quick-Action-Sequenzen, in denen der Spieler im richtigen Moment die richtige Taste drücken muss, verläuft teilweise der Wechsel zum nächsten Video nicht ganz so reibungslos. Hier steht das Bild ab und zu für einen kurzen Bruchteil, bis es mit der nächsten Datei weiter geht. Unschön ist auch, dass es lediglich eine Breitbildauflösung gibt, die bei PC-Zockern längst nicht Standard ist. Wer nur einen 4:3 Bildschirm hat, wird mit Balken am oberen und unteren Bildschirmrand leben müssen.

Bei der Steuerung für die PC Version werden sich vermutlich die Ansichten deutlich unterscheiden. PC Zocker, die auf Maus & Tastatur pochen und ein Gamepad auf keinen Fall anfassen, werden mit der Portierung ganz sicher nicht glücklich. Es gibt nämlich nur die Möglichkeit das Spiel mit der Tastatur oder dem Gamepad zu zocken. Eine Maussteuerung wurde nicht implementiert. Das wird sicherlich nicht allen gefallen, doch im Gegenzug bekommen die Spieler das schon auf dem Gamecube ausgezeichnete Gameplay. Der Schwierigkeitsgrad ist somit eins zu eins erhalten geblieben. Mit der Maus hätte das Spiel einiges an Dramatik verloren. Trotzdem gibt es einen kleinen Wehrmutstropfen in Sachen Steuerung. Es werden im Spiel lediglich die Nummern der Gamepadtasten angezeigt. Da es aber für den PC sehr unterschiedliche Gamepads gibt oder auch Konsolenpads von einigen Spielern verwendet werden, muss jeder Spieler wissen, welche Taste nun auf dem Gamepad gemeint ist, wenn "Taste 5" angezeigt wird. Gerade in den Quick-Action-Sequenzen ist dies besonders ärgerlich, da dort in kürzester Zeit richtig reagiert werden muss. Für Spieler mit einem Xbox 360 Gamepad gibt es allerdings Abhilfe. Das sogenannte "Xbox 360 Button Replacement Pack" ersetzt die nichtssagenden Zahlen durch die entsprechenden Xbox-Symbole. Gesteuert wird der Leon aus der 3rd Person Ansicht. Per Knopfdruck kann er auch rennen oder mit Objekten interagieren, wie Türen öffnen, Leitern hochklettern oder Gegenstände aufnehmen. Eine Hand hat der Held dabei immer an der Waffe, die jedoch nur abgefeuert werden kann, wenn der Charakter steht. Dann wechselt die Ansicht etwas und ermöglicht dem Spieler, aus der 3rd Person-Perpektive das Ziel anzuvisieren. Als Zielhilfe hat jede Waffe einen eingebauten Laserpointer, der in der PC Version besonders deutlich zu sehen ist und nicht ganz so im "Grafikmatsch" der geringen TV-Auflösung untergeht. Damit lassen sich nach kurzer Eingewöhnungszeit die einzelnen Trefferzonen der Feinde problemlos anvisieren oder Wurfgeschosse, die in Richtung Spieler fliegen, mit einem gekonnten Schuss abwehren. Wer die Waffe wechseln möchte oder eine Heilung vertragen kann, muss den Weg über das Inventar nehmen, das von der Konsole übernommen wurde. Nerviger ist teilweise eher die Inventarverwaltung, wenn man Gegenstände einzeln neu anordnen muss, damit beispielsweise eine neue Waffe hinein passt. Außerdem kann jederzeit eine sehr übersichtliche Karte der aktuellen Region begutachtet werden. Darauf ist nicht nur das nächste Ziel zu erkennen, sondern auch andere wichtige Punkte wie Schreibmaschinen zum Speichern und offene verschlossene Durchgänge. Auch die restlichen Aktionen wie Waffe nachladen, Begleiter rufen oder mit dem Messer zustechen gehen nach kurzer Eingewöhnungszeit wunderbar von der Hand. In den zahlreichen Quick-Action-Einlagen sind die unterschiedlichsten Tasten gefragt. Um sich aus der Umklammerung der Gegner zu befreien wird der Stick hastig hin und her bewegt, bei der Flucht vor einer rollenden Felskugel gilt es schnell immer wieder auf die Taste zu hämmern und Ausweichmanöver werden meist durch das rechtzeitige Betätigen zweier Tasten vollführt.

Meinung

Resident Evil 4 auf dem PC zu testen war im wahrsten Sinne des Wortes grauenhaft. Optisch sah das Spiel nicht nur unglaublich schlecht aus, auch Stimmung wollte so nur schwerlich aufkommen. Ein Friedhof bei Tageslicht ist natürlich auch längst nicht so atmosphärisch, wie in der Nacht. Doch mit dem Patch 1.10 hat sich einiges getan und der Titel hat einen großen Sprung nach vorn gemacht. In dieser Version kann man den Titel durchaus allen PC Spielern ans Herz legen, die ein sehr gelungen inszeniertes, actionreiches Survival-Horror-Spiel wollen. Die Story wird schön und mit überraschenden Wendungen präsentiert, die Action ist stimmig und der Schwierigkeitsgrad angenehm fordernd. Gut 25 Stunden wird der Spieler mit Bonusmissionen gelungen unterhalten. Wer also einen PC plus Gamepad hat, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Eine Eins, die ich der Gamecube-Version geben würde, verspielt sich die Portierung aber durch Schludereien und rutscht so knapp auf eine sehr solide 2.


Geschrieben am 23.04.2007, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



158 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Gut (4.5 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei nali_warcow, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de