yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

Rayman 2
Rayman 3
Red Faction
Red Faction 2
Red Ocean
Red Steel
Reise z. Z. des Mondes
Resident Evil
Resident Evil - Code: V.
Resident Evil 2
Resident Evil 4
Resident Evil 4 (PC)
Resident Evil 5
Resident Evil 5 (PC)
Resident Evil Zero
Resistance - Fall of Man
Restricted Area
Return t.C. Wolfenstein
Rise of Nations: T&P
Rise&Fall: Civ. at War
Risen
Rising Kingdoms
Robin Hood
Robots
RollerC. Ty. 3: Soaked
RollerC. Ty..3: Wild!
RollerCoaster Tycoon 2
RollerCoaster Tycoon 3
Runaway
Runaway 2
Rune
Rush for Berlin
Resident Evil  


Info
Autor 1
 1.5
 2.5
 2
Gesamt (79 votes) 1
 1.8
 1.7
 2.4
Team (2 votes, siehe hier)1
Name:Resident Evil - Rebirth
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2002/04
Publisher: Capcom
System: GameCube
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
USK: 18
Herstellerscreens
Resident Evil - Rebirth (review von firestarter)

Mit Resident Evil brachte Capcom eines der ersten Horror-Survival Games für die PS One auf den Markt. Im Laufe der Jahre folgten dann noch weitere Teile, dessen Fortsetzungen wir auch noch in unserer Re(tro)view Reihe berücksichtigen werden.

Ein paar Jahre später kam dann eine neue Version für den Gamecube auf den Markt, welche vor allem mit einer neuen, verbesserten Grafik in diversen Trailern auf sich aufmerksam machte. Da ich bereits auf der PS One von diesem Spiel fasziniert war, wollte ich mir die Neuauflage, die in Amerika sinnigerweise unter dem Namen Resident Evil Rebirth vertrieben wird, keinesfalls entgehen lassen. Obwohl ich storymäßig inzwischen eigentlich mit Resident Evil Zero anfangen müsste, habe ich mich dafür entschieden, mit dem Klassiker anzufangen, zumal dieser auch lange vor Zero auf den Markt kam. Das Review ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Anfangen möchte ich mit der Story an sich, gefolgt von den Unterschieden zwischen der PS One und der Gamecube Version und einem abschließenden Fazit.

Der Spieler kann sich zunächst zwischen den Charakteren Chris Redfield und Jill Valentine entscheiden, deren Steuerung er dann übernimmt. Hierbei sollte zunächst berücksichtigt werden, dass die Eigenschaften der Beiden unterschiedlich sind und somit Einfluss sowohl auf die Story, als auch auf die Taktik des Spielers haben. Jill ist als Frau gegenüber Angriffen nicht sehr widerstandsfähig, kann dafür aber mehr Gegenstände gleichzeitig tragen. Unterstützt wird sie ab und an im Spiel durch ihren Kameraden Barry, der ihr überwiegend mit Munition, Passwörtern und Hinweisen aushilft. Chris dagegen ist körperlich robuster, kann aber nicht so viel tragen wie Jill. Er bekommt im Laufe des Spiels Unterstützung von Rebecca Chambers, dem wohl einzig wirklich unversehrten Mitglied des Bravo Teams und Hauptcharakter von Resident Evil Zero. Sowohl Barry als auch Rebecca unterstützen den Spieler aber nur selten mit Feuerkraft. Der ganze Horror beginnt mit einem Intro, in dem gezeigt wird, dass in einem Ort namens Racoon City seit einiger Zeit grausame Morde stattfinden, welche sich niemand erklären kann. Um diese Vorkommnisse aufzuklären, wird die Bravo-Einheit der S.T.A.R.S. zum Ort des Geschehens geschickt. Leider stürzt der Hubschrauber mit dem Bravo Team mysteriöserweise ab. Daher wird entschieden, das Alpha Team einzusetzen, um die Kameraden zu suchen. Am Wrack des Helis angekommen, werden nur noch die Leichen einiger Kameraden geborgen, kurz darauf wird die Gruppe von mutierten, hundeähnlichen Kreaturen angegriffen. Nur vier Personen überleben den Angriff und können sich in ein riesiges Anwesen retten. Und genau dort beginnt das eigentliche Spiel.

Nachdem der Ernst der Lage erörtert wurde, macht ihr euch auf den Weg, das riesige Anwesen zu erkunden. Dieses ist gespickt mit Zombies, mutierten Hunden, Riesenschlangen, Haien etc. die immer nur darauf aus sind euch zu töten. In dem so genannten Herrenhaus gibt es zudem viele verschlossene Türen, zu denen erst der richtige Schlüssel und Code gefunden werden muss. Hierbei gibt es eine Menge Rätsel zu lösen, welche vom Schwierigkeitsgrad gar nicht mal ohne sind. Das Spiel beschränkt sich dabei aber nicht nur auf das Herrenhaus. Ist der größte Teil erstmal erledigt, geht es weiter in einen Garten, in dem die nächsten Quests zu lösen sind, die dabei genial miteinander verknüpft sind. So kann der Rest des Herrenhauses erst gelöst werden, wenn ein bestimmter Schlüssel im Außenbereich gefunden worden ist. Hier wiederum verbergen sich dann Gegenstände, welche benötigt werden, um in den Residenz-Bereich zu gelangen, usw. Damit das Hin- und herlaufen nicht zu langweilig wird, werden die Wege immer wieder mit alten und neuen Gegner gespickt, die mit der Zeit immer stärker werden. Wer jedoch herausfindet, mit welcher Waffe welche Kreatur am besten zu meucheln ist, kann sich einiges an Zeit und Munition ersparen. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr mehr und mehr Hintergrundinformationen darüber, was eigentlich passiert ist. Die Umbrella Corp. hat in geheimen Labors in Racoon City ein Virus entwickelt, welches alle Lebewesen mutieren lässt. Bei den Experimenten sind ein paar Unfälle passiert, welche zunächst unter den Wissenschaftlern und anschließend in der Bevölkerung grausame Spuren hinterlassen haben. Hintergrund für die Experimente war die Entwicklung des T-Virus, welches die ultimative biologische Waffe entstehen lassen soll. Nachdem das Virus ausgebrochen ist, beschloss Umbrella, die S.T.A.R.S. als Versuchskaninchen gegen ihre neue Waffe einzusetzen und somit das Kampfverhalten ihrer Kreaturen studieren zu können. Um das zu verwirklichen braucht es natürlich einen Verräter, welcher gegen Ende des Spiels auch entlarvt wird. Das Spiel endet in einem großen Finale gegen das Flaggschiff der Umbrella Corp., den Tyrant. Dieser Hauptgegner ist ebenfalls in den Resident Evil Teilen Zero und 2 (die anderen habe ich noch nicht gespielt) zu finden und irgendwie nicht klein zukriegen. Jedoch reichen zumindest zwei Siege im ersten Teil, um das Spiel erfolgreich zu beenden und dann im Sonnenuntergang davon zu fliegen :).

Was das Spiel ausmacht ist neben der exzellenten Story vor allem die Atmosphäre, die mir doch des Öfteren einen Schrecken bereitet hat. Die düstere Musik unterstreicht das Ganze. Das Inventar bietet wie gesagt nur beschränkt Platz. Dinge, die gerade nicht benötigt werden, können in Truhen abgelegt werden, jedoch wirklich nur dort. Habt ihr etwas aufgehoben, was ihr doch nicht haben wollt, könnt ihr es nur noch in einer dieser Truhen wieder ablegen. Jedoch gelten die Truhen für jeden Ort, soll heissen, was ihr in Truhe A ablegt, könnt ihr in Truhe B wieder rausholen. Zudem bietet das Spiel eine Speicherfunktion, die ich mir bei manch anderen Spielen auch wünschen würde. Diese funktioniert so, dass Speicherungen nur an Schreibmaschinen durchgeführt werden können. Diese sind im Spiel an Schlüsselpunkten platziert. Damit jedoch nicht genug. Um dann speichern zu können, muss der Spieler ein Farbband bei sich führen. Diese müssen jedoch erstmal gefunden werden. Zugegeben, es liegen eigentlich genug rum, aber oft kommt es vor, das kein Platz mehr im Inventar ist und der Weg zur Schreibmaschine immer dann von den stärksten Gegnern bewacht wird, wenn die Munition knapp geworden ist und auch keine "Medipacks" mehr vorhanden sind. Apropos Heilung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, a) der Einsatz von Heilungssprays und b) der Einsatz von Kräutern, welche Ihre Wirkung noch verbessern, wenn sie untereinander gemischt werden. Was leider nicht so toll ist, ist das oft umständliche Rumgerenne von A nach B nach C, zurück nach A dann wieder nach C usw. Solange noch Gegner da sind, ist das ok, wenn aber alles gesäubert wurde, kann dies dann doch schon mal in große Langeweile ausarten und zu Unachtsamkeiten führen, weil auf einmal dann doch ein neuer Gegner vor einem steht. Sofern nicht gespeichert wurde und der Gegner schon 2-3 Treffer gelandet hat, ist das Zeitliche nicht mehr weit entfernt, dafür aber das Joypad, was dann kleine Flugversuche im Zimmer unternimmt, zumindest in meinem Fall :). Ebenfalls sind die festen Kameraeinstellungen gewöhnungsbedürftig und verschaffen oft in Ecken wenig Übersicht, was wiederum in wilden Beißattacken der Gegner endet.

Was unterscheidet nun Resident Evil für die Playstation von Resident Evil für den Gamecube. Ist es nur eine grafische Aufwertung? Ändert sich überhaupt irgendetwas? Lohnt sich der Kauf?

Hierzu: Nein, Ja, Ja!

Das Spiel beginnt schon mit einem leicht veränderten, blutigeren Intro. Die Grafik ist tatsächlich um ein Vielfaches besser und das nicht nur in den Videosequenzen. Hier wurde streckenweise mit einer unglaublichen Liebe zum Detail gearbeitet, jedoch leider nicht immer. Die Animationen der Charaktere sind sehr gut gelungen, die Bewegungen sind das realistischste, was ich persönlich bisher gesehen habe. Neuerungen gibt es aber auch im Spiel selber. Sehr früh wird klar, dass das Herrenhaus weitaus größer ist, als zu PS One Zeiten. Es gibt neue Gänge, mehr Stockwerke und ein zusätzliches Untergeschoss. Daneben wurde auch der Außenbereich stark erweitert, was mit einem komplett neuen Handlungsstrang zu tun hat. Hier gibt es eine weitere Gegnerin (auch wenn nicht wirklich zu erkennen ist, dass es eine Gegnerin ist :)), welche einfach nicht sterben will. Die Story lässt noch mehr Rückschlüsse auf die ganzen Experimente zu und was noch alles passiert ist und passieren wird, wie die Anspielung auf den Nachfolger des T-Virus deutlich erkennen lässt. Ich war davon zutiefst begeistert. Auch die Rätsel haben sich größtenteils geändert. Natürlich braucht man immer noch diverse Schlüssel, muss Gegenstand A nach B bringen, aber fast alles wurde geändert, so dass frühere Lösungswege nur noch im Ansatz möglich sind. Und genau das war in meinem Falle fatal, da ich mich deshalb des öfteren verrannt hatte und nicht mehr wusste, wie es nun weitergehen soll. Ein kleines Beispiel hierzu. Wahrscheinlich kann sich noch jeder Resi-Spieler an den Essraum ganz zu Anfang des Spiels erinnern. Hier gab es am Kamin ein Emblem, welches man einsteckte, anschließend in den Raum mit der Bar und dem Klavier ging, die Noten aus dem Schrank holte, am Klavier die Mondschein-Sonate spielte, den Geheimgang öffnete die Embleme vertauschte usw. Diese Sequenz findet nun erst viel später statt da der Klavierraum diesmal verschlossen ist und dummerweise nützen die Noten in dem Raum alleine gar nichts, da es noch weitere Noten gibt, welche erstmal gefunden werden müssen. Und so was passiert wie gesagt in Rebirth sehr häufig, denn fast nichts ist mehr wie es war. Durch diese Umstellung und die Erweiterungen hat sich die Spielzeit in Rebirth auch erhöht. Es gibt sicherlich weitaus schnellere Spieler, aber meine Zeiten sollen ja auch nur zur Orientierung dienen. Die Netto-Spielzeit auf der PS-One liegt bei 2-3 Durchgängen bei ca. 7 Stunden, auf dem Gamecube bei ca. 8,5 Stunden. Mehrfaches Spielen lohnt sich durchaus, da wie gesagt jeder Charakter eine leicht veränderte Story durchlebt. Erwähnenswert ist auch, dass es neben den Standardwaffen nun auch Selbstverteidigungswaffen gibt, welche Angreifer i.d.R. automatisch schweren Schaden zufügen, ohne dass man selbst etwas abbekommt. Diese liegen verteilt im Spiel herum und müssen nur eingesammelt werden. Sie verbrauchen dabei noch nicht einmal einen Platz im mageren Inventar. Je nach Charakter stehen dabei unterschiedliche Waffen zur Verfügung. Sowohl Chris als auch Jill können Dolche einsetzen. Lustig wird es, wenn Chris Granaten findet und sie seinen Gegner in den Rachen stopft. Dadurch alleine passiert zwar noch nichts, aber schießt dann mal :). Jill hingegen findet Batteriepacks, welche einen Stromschlag auslösen und den Gegner dadurch leicht zum Brutzeln bringen. Diese Selbstverteidigungswaffen sind aber auch nötig, da bei den Gegner auch eine gravierende Änderung zum Tragen kommt. Waren Zombies, welche in Rebirth übrigens nicht alle gleich aussehen, früher spätestens dann tot, wenn eine Blutlache zu sehen war, muss man nun etwas rabiater zur Sache gehen. Denn leider stehen die Todgeglaubten sonst irgendwann wieder auf und sind dann auch noch deutlich agiler als vorher. Wie man die Zombies aber endgültig zur Strecke bringt, erfahrt ihr in einem der zahlreichen Hinweise der längst verstorbenen Wissenschaftler. Weitere sehr nützliche Hilfen sind zudem die Auto-Aiming Funktion, sowie eine Verbesserung bei den Karten, welche farblich kennzeichnen, ob noch nützliche Gegenstände in einem Raum vorhanden sind.

Fazit:

Wer Resident Evil schon auf der PS One mochte, sollte sich das Spiel auf dem Gamecube ebenfalls zu Gemüte führen, zumindest wenn gerade irgendwo ein Gamecube zur Verfügung steht. Ich persönlich habe mir nur wegen Resident Evil einen GC zugelegt, leider als dieser noch nicht für 90€ zu haben war :). Rebirth ist inzwischen als Low-Price für ca. 20-25€ zu haben und auf jeden Fall sein Geld wert, denn zusammen mit der neuen, erweiterten Story erlebt ihr ein völlig neues Resident Evil.


Geschrieben am 08.01.2004, Testkonfiguration: GameCube
 



190 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Sehr gut (4.7 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei firestarter, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de