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Resistance - Fall of Man  

Rückseite ]

Info
Autor 3
 2
 1.5
 1
Gesamt (16 votes) 3+
 1.7
 1.2
 1.6
Name:Resistance - Fall of Man
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2007/03
Publisher: Sony
Entwickler: Insomniac Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: PlayStation3
System: PlayStation3
Multiplay: SplitScreen /Lan/Inet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
USK: 18
Resistance - Fall of Man (review von nali_warcow)

Vielen Spielern klappte auf der E3 2005 die Kinnlade runter, als der Killzone-Trailer gezeigt wurde. Wenn das Echtzeitgraphik war, dann wäre die Playstation 3 ein ganz heißes Eisen. Doch bislang gibt es kein echtes Ingamematerial zum angekündigten Spiel und die PS 3 steht in Europa schon zwei Monate in den Läden. Da müssen Actionfans zu anderen Titeln greifen. Wer nicht nur die dritte Auflage des Weltkriegsshooters Call of Duty spielen will, der als Multiplattformtitel für Xbox 360, Wii und PS 3 in die Läden gekommen ist, dem bleibt nur ein Griff zu "Resistance: Fall of Men". Der Titel aus dem Hause Insomiac, bekannt durch die Ratchet & Clank Reihe, brachten eine Mischung aus SF- und WW2-Shooter auf die Sony-Konsole und bei vielen Launchkäufern landete der Titel auch im Einkaufswagen. Doch lohnt sich der Kauf oder wäre ein griff zu Call of Duty 3 besser gewesen? Wofür haben die Entwickler über 20GB Daten verbraucht und wie schlägt sich der Titel im Vergleich zu Xbox 360 Shootern? Viele Fragen, die im Folgenden beantwortet werden.

Wie auch schon bei MotorStorm, bietet Resistance ebenfalls nur eine äußerst dürftige Verpackung bzw. Inhalt. Neben der Blu-Ray Spieldisk erwartet den Käufer ein zehn Seiten dünnes Handbuch im Schwarzweiß-Format. Sieben davon beschäftigen sich kurz mit den wichtigsten Spieloptionen, wobei eine Schriftgröße gewählt wurde, die eher an das Kleingedruckte in einem Vertrag erinnert und weniger an ein Handbuch. Wer einen nicht deutschen PS3 Account hat, hat auch die Möglichkeit, eine kurze Demo zum Spiel über den Playstation 3 Shop zu laden und sich selbst ein Bild vom Spiel zu machen.

Was wäre wenn

Statt einfach wieder das bekannte WW2-Setting aufzugreifen, krempelt Resistance die Geschichte ein klein wenig um und präsentiert ein alternative Version des 20. Jahrhunderts. In dieser Version hat der 2. Weltkrieg nicht stattgefunden und der Nationalsozialismus spielt auch keine Rolle. Die Menschen haben dafür jedoch ganz andere Probleme. 1951 fällt eine Alienrasse über die Menschheit her und überrennt in kürzester Zeit ganz Europa. Die letzten Widerstandskämpfer und Überlebenden liefern sich in England einen aussichtslosen Kampf gegen die unbekannten Feinde. Auch die USA greifen schließlich in den Krieg ein und schicken Truppen und Panzer ins Kampfgebiet. In der Rolle von Army Ranger Sgt. Nathan Hale geht es für den Spieler in die Schlacht. Hale greift zusammen mit seinem Kameraden an, doch schon bald wird das gesamte Team aufgerieben und nur er überlebt den Angriff einer Horde Krabbeltierchen, was bislang noch keinem geglückt ist. Meist allein, teilweise aber auch mit einigen wenigen Überlebenden an der Seite, gilt es die Stellung zu halten und die Chimera irgendwie zu besiegen…

Präsentiert wird die Hintergrundgeschichte auf zwei Arten. Zwischen den Missionen gibt es immer wieder kurze Videosequenzen, die aus Standbildern bestehen. Außerdem gibt es auch kurze Ingamesequenzen, sowohl aus der Ego- als auch aus der 3rd Person Ansicht, wenn der Held ein neues Gebiet betritt, eine besondere Entdeckung macht oder ein starker Zwischengegner auftaucht. Während gerade die Standbildsequenzen nicht ganz den Eindruck eines Next-Gen-Spiels erwecken, fällt die bruchstückhaft erzählte Handlung viel mehr ins Gewicht. Teilweise wird ohne sichtbaren roten Faden etwas erzählt und der Spieler von einer Auseinandersetzung in die nächste geworfen. Wie auch bei den Levels wird urplötzlich der Schauplatz gewechselt oder ein Ereignis nur angeschnitten, um dann ganz woanders weiter zu machen. Waren da vielleicht nicht alle Maps bis zum Release fertig?

Immer feste drauf

Viel Hoffnung haben die wenigen verbleibenden Verteidiger nicht. Von allen Seiten kommen die Chimera auf ihre Position zu und der Trupp wird wohl bald überrannt. Wenn sie noch Erfolg haben wollen, dann muss die Stellung gehalten werden, bis einige Pioniere Sprengsätze an der Brücke angebracht haben. Das sollte zumindest die nachrückenden Angreifer aufhalten. Die letzten Befehle des HQs sind noch zu hören, doch die ersten Teile des Trupps kämpfen auf einem zerstörten Vorplatz schon gegen die Angreifer. Im Laufschritt geht es als Verstärkung dorthin. Dabei werden die Angreifer schon per Zoom anvisiert und zwei Feinde ausgeschaltet. Nummer Drei stirbt im Kreuzfeuer der Kameraden. Jetzt gilt es, sich mit Munition einzudecken und die Stellung zu halten. In einem der halb zerstörten Gebäude geht es über eine Treppe in den ersten Stock. Einige Granaten und Munition für's Bullseye liegen hier herum. Damit müssen die Vorbereitungen jedoch abgeschlossen sein. Ein Kampfläufer der Aliens erreicht den Vorplatz und deckt die in den Gebäudetrümmern verschanzten Menschen mit einem Speerfeuer ein. Überall schlagen Kugeln ein, Begleiter sterben und weitere Aliens rücken nach. Diese werden mit zwei Splittergranaten begrüßt und es wird zu schweren Geschützen gegriffen. Der Raketenwerfer hat noch Munition für zwei Schüsse. Eine Rakete wird vom Fenster des oberen Stockwerks abfeuert, danach geht es flink die Treppe nach unten, während der Kampfläufer das Feuer erwidert. Auf dem Weg nach unten stürmen jedoch auch die angeschlagen Fußtruppen das Gebäude. Im Pausenmodus wird somit kurz zur Shotgun geschaltet. Zwei Schuss später rührt sich keiner mehr von denen und hinter der nächsten Säule wird der Raketenwerfer wieder hervorgeholt. Sauber zielen, abfeuern und endlos erscheinende Sekunden später fliegen auf der Straße die Trümmer herum. Der Feind ist ausgeschaltet. Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Von Norden und Osten nähern sich zwei weitere dieser Kampfmaschinen und die letzte Rakete ist gerade aufgebraucht…

Ein Abenteuer in Häppchen

Beim Gameplay gibt sich Resistance konventionell. Ausgestattet mit Waffen und Garanten ballert sich der Spieler seinen Weg durch die insgesamt 30 Levels des Spiels und beseitigt dabei alle Angreifer, die dumm genug sind, sich ihm in den Weg zu stellen. Ab und zu darf auch ein Schalter gedrückt oder kurzzeitig ein Fahrzeug gesteuert werden. 30 Levels klingen ja nach einem sehr umfangreichen Game, allerdings sind es nicht unbedingt 30 Levels, sondern vielmehr 30 Levelabschnitte. Die Länge eines solchen Abschnitts ist teilweise sehr kurz gehalten und beinhaltet nur den Kampf in einem sehr überschaubaren Areal. Mitunter lassen sich diese kleinen Passagen in etwa zehn Minuten erledigen. So gilt es in einem davon mit einem gepanzerten Gefährt einige Feinde und vier Geschütztürme zu beseitigen. In einem anderen Level bekämpft der Spieler lediglich einige Feinde, fährt mit einem Aufzug ein Stockwerk höher und schaltet einen Endgegner mit vier Raketen aus. Die Gesamtspielzeit liegt somit nicht hoch, aber noch immer im soliden Shooter-Mittelfeld mit etwa 12 bis 15 Stunden. Wie lange der Spieler braucht, hängt gerade im letzten Drittel des Spiels stark vom geschickten Einsatz der möglichst optimalen Waffen und dem gewählten Schwierigkeitsgrad ab. Leider werden die Feinde nicht schlauer, sondern nur zahlreicher. Da wird es kniffliger, sich um den Erhalt der Lebensenergie zu kümmern. Der Lebensbalken ist in vier kleine "Blöcke" aufgeteilt. So lange der Spieler einen Block, also ein Viertel, der Lebensenergie nicht vollständig verloren hat regeneriert sich die Gesundheit nach kurzer Zeit selbstständig wieder. (Kennen Xbox Spieler schon aus Riddick) Ansonsten hilft es nur, die hier und da verstreut herumliegenden Gesundheitskansister zu nehmen, um jeweils einen kleinen Balken wieder vollständig ersetzt zu bekommen. Gerade im Kreuzfeuer zahlreicher Gegner schwindet die Lebensenergie jedoch rapide. Durch das sehr breit gefächerte Waffenarsenal, wofür es allerdings nur recht wenig Munition gibt, muss der Spieler möglichst immer die optimale Waffe verwenden. Im Nahkampf wird schnell zur Shotgun gegriffen, Gegner in größerer Entfernung werden mit einer Waffe mit gutem Zoom erledigt und für die größeren Brummer gibt es Raketen und Nadelwerfer. Doch solche "normalen" Waffen sind längst nicht alles, was Resistance zu bieten hat. Mit dem "Bullseye" hat der Spieler die Möglichkeit, als Sekundärschuss eine Zielmarkierung auf den Gegner abzufeuern, so dass die restlichen Geschosse das Ziel selbstständig treffen, was auch um Ecken herum oder aus dem Versteck heraus wunderbar funktioniert. Mit dem "Auger" hat der Held außerdem die Möglichkeit, ein Schutzschild vor sich zu errichten, wodurch nur die Auger-Geschosse durchkommen. Außerdem im Sortiment: Projektile, die durch Wände fliegen können, Raketen mit Steuermöglichkeit und Geschosse, die als "Paket" abgeschossen werden können und danach selbstständig Feinde auf's Korn nehmen. Dazu kann der Spieler auch Granaten aufsammeln. Neben Splittergranaten gibt es auch die Möglichkeit, Flächenschaden durch Brandgeschosse zu verursachen. Gerade größere Gegnergruppen sind dafür ein gefundenes Fressen.

Dank der nicht ganz so alltäglichen Schießprügel und interessanter Sekundärfeueroptionen spielt sich das Game ein wenig frischer und man ist gespannt, welche Waffe es als nächstes gibt. Gerade im späteren Spielverlauf ist der Munitionsnachschub unter Umständen ein wenig dürftig und der Charakter könnte das eine oder andere Problem bekommen, da man auf die falsche Waffe "gesetzt hat". Munitionsnachschub gibt es nicht viel und primär ist man auf die Hinterlassenschaften der Feinde angewiesen. Ärgerlich, wenn man dann zehn Gegner besiegt hat und für die geeignetste Waffe dann keine Munition mehr hat und Feinde nur Kugeln für andere Waffen hinterlassen, bei der man das Munitionsmaximum schon erreicht hat. Das Spiel bzw. der Level ist zwar auch ohne Vorkenntnisse schaffbar, doch falsche Prioritäten im Waffengebrauch machen es mitunter leider ein wenig komplizierter, als es sein müsste. Doch zurück zum Leveldesign.

In den insgesamt 30, überwiegend kleiner und überschaubar gehaltenen Maps, gibt es einige sich wiederholende Spielabläufe. So streift der Spieler entweder als Einzelkämpfer durch die Gegend, kämpft kurzzeitig mit einigen Kameraden gegen eine Feindstellung, muss die Position halten oder darf sich ab und zu hinter das Steuer eines Fahrzeugs schwingen. Was sich insgesamt nach Abwechslung anhört, wirkt es im Spiel leider nicht so. Die Passagen, an denen man einige NPCs an die Seite gestellt bekommt, sind rar, dauern meist nicht lange und die Kollegen sind höchstens besseres Kanonenfutter. Auch Nachschub gibt es in vielen Fällen nicht. Sind die CPU-Kollegen ausgeschaltet, dann geht es allein weiter. Bombastisch inszenierte Massenschlachten, Eroberungen und Stellungskämpfe wie in Call of Duty hat Resistance nicht zu bieten.

Eine wirklich feine Sachen wären auch die Fahrzeugabschnitte gewesen. Mal im Jeep, dann im Panzer oder im Geschützturm eines großen "Walkers" durch die Gegend zu stapfen, ist eine schöne Auflockerung zur Ego-Ballerrei. Hier kommt dann allerdings das Problem, dass die Abschnitte sehr kurz und leider auch sehr repetiv ausgefallen sind. Beispiel dafür eine Fahrzeugmission: Der Spieler bekommt Unterstützung durch einen Kollegen, der das MG auf der Ladefläche bedient, während sich der Held um die Steuerung kümmern darf. Es geht also zur nächsten Lichtung, an der auch schon sehr bald einige Gegner zu sehen sind. Eine Absperrung verhindert hier jedoch das Weiterkommen. Um das Tor zu öffnen, müssen in zwei "Metallzelten" die Schalter gedrückt werden. Doch bevor sich der Spieler mit den Gegnern im Gebäude beschäftigt, wird erst außen aufgeräumt. Dabei wird immer lustig um das "Zelt" gefahren und die Gegner dabei entweder überfahren oder vom Bord-MG beseitigt. Ist alles ruhig, geht es in das Zelt, der Schalter wird betätigt und es geht wieder zurück zum Wagen und durch die nun offene Absperrung. Dahinter erwartet den Spieler dann die nächste freie Fläche mit einer Absperrung am Ende, zwei "Zelten" - die eine exakte Kopie der beiden ersten sind - mit einem Schalter und einigen Gegnern. Also wieder Gegner ausschalten, Schalter umlegen und weiter geht es. Bis einen dahinter wieder eine Absperrung aufhält... An solchen Stellen erreicht Resistance einen spielerischen Tiefpunkt. Auch in anderen Leveln wird sehr viel kopiert. Nicht nur am Gameplay, sondern auch im Design. Immer wieder sind es die gleichen Gänge, Decos und Levelkomponenten, die man zu Gesicht bekommt. In einer Mission soll ein befestigter Hügel eingenommen werden. Dabei gilt es von einer identischen Blechhütte zur nächsten zu hechten und von dort aus jeweils den Verteidiger in der nächsten Hütte zu beseitigen. Die Mission ist zwar im Vergleich zum Jeep-Abschnitt deutlich kürzer, aber die ständigen Wiederholungen sorgen für wenig Spaß. Immer wieder hat man das Gefühl im Kreis zu gehen und bekannte Sachen zu erleben. Es gibt nur ganz wenige Stellen, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Markante Level oder Setting bietet das Spiel kaum.

Aber es gibt auch ein Beispiel, dass es besser geht. Im Level "Konvoi beschützen" erobert der Spieler zuerst mit Begleiter eine Stellung der Aliens, muss diese dann verteidigen, während aus der Luft Nachschub angeliefert wird. Danach darf man sich noch um einen Bossgegner kümmern, der nur an einer bestimmten Stelle verwundbar ist. Entsprechend geht es von einer Deckung zur nächsten, bis mal wieder einige Schüsse abgegeben werden können. Schade, dass der gleiche Gegner im späteren Spielverlauf vom "Gegner, der unbezwingbar erscheint" zum "beseitige mich mit drei/vier Raketen"-Feind mutiert. Abseits der größeren Exemplare, die einen ab und zu erwarten, sind es primär die Fußtruppen der Chimera, die dem Spieler das Leben schwer machen wollen. Sind es anfangs noch die leichten "Hybrid", die primär in Rudeln eine Gefahr darstellen, kommen süäter springende Angreifer dazu, Gegner, die an Wänden klettern können und große und langsame Feinde, die mit ihren Armen wild um sich schlagen und dank der Klauen auch ordentlich Schaden anrichten können. Insgesamt bekommt es der Spieler mit über 15 Gegnertypen zu tun, wobei die große Auswahl im Spiel ein wenig anders rüberkommt. Da erscheinen die Gegner nicht so bunt gemischt, sondern primär in Massen gleichen Typs. Die Masse ist es auch, die eine Gefahr darstellt bzw. Feinde, die sehr viel Schaden austeilen können, so dass sich der Gesundheitsbalken nicht rechtzeitig regenerieren kann. Im Kreuzfeuer geht die Gesundheit entsprechend schnell nach unten, gleichzeitig vertragen die Feinde aber auch so einige Treffer. Dadurch ist an solchen Stellen behutsames Vorgehen angesagt. Gerade die Ausnutzung der vorhandenen Deckung in Form von Durchgängen oder Kisten ist sehr wichtig. Die KI ist jedoch nicht besonders leistungssstark.

Entsprechend stellen einzelne Feinde oder, wenn man diese nach und nach hinter die nächste Kiste oder den nächsten Durchgang lockt, keine große Gefahr dar. Den meisten Geschossen kann dann recht bequem ausgewichen werden, da die Feinde im Normalfall keine besonderen Angriffsmuster beherrschen und eher dämlich daherkommen. Neben der Masse ist es das mitunter plötzlich Auftauchen der Angreifer, wenn sie einen auf dem falschen Fuß erwischen. Dabei fällt der starke Einsatz von Scripts auf, wodurch die Widersacher zum genau ungünstigsten Moment aus der nächsten Tür kommen oder genau dann auf dem Dachgiebel erscheinen, wenn der Spieler auf dem Dach angekommen ist. Neben Feinden aus Fleisch und Blut gilt es auch Geschütztürme auszuschalten und sich bei den unterschiedlichsten Minen, die in der Landschaft verteilt sind, vorsichtig zu bewegen und rechtzeitig in Deckung zu gehen.

Etwa 15 Stunden wird Resistance: Fall of Man den Shooter-Kenner beschäftigen. Wer noch nicht viel Erfahrung mit Spielen dieser Art hat, darf ruhig ein wenig mehr Zeit einplanen, da gerade im letzten Drittel der Schwierigkeitsgrad merklich ansteigt. Da sind mitunter einige Versuche notwendig, um den nächsten Checkpoint möglichst lebend mit ausreichend Munition zu erreichen. Sehr dicht sind die Kontrollpunkte nicht platziert, wodurch teilweise nach einigen etwas haarigeren Passage noch weitere Auseinandersetzungen zu meistern sind, bis ein "Kontrollpunkt" am oberen Bildschirmrand auftaucht. Gerade im Vergleich zu Call of Duty waren die Entwickler sehr sparsam mit den Kontrollpunkten, was für Einsteiger und Gelegenheitsspieler die Sache ein wenig kniffliger macht.

Dank drei Spielstufen werden auch Profis ordentlich gefordert. Wer einen Abschnitt, der aus mehreren Leveln besteht, gemeistert hat, kann den Schauplatz aus dem Menü heraus anwählen und sich erneut daran versuchen. Leider ist es dabei jedoch weder möglich direkt den Level, noch einen höherer Schwierigkeitsgrad zu wählen. Zocker, die jedoch alle Secrets und Geheimnisse entdecken wollen, werden durchaus die eine oder andere Begegnung erneut spielen wollen. Als Bonus gibt es in jedem Level einige geheime Dokumente zu finden (meist drei oder vier Stück), die ein wenig mehr über die Hintergrundgeschichte oder die Gegner verraten. Außerdem können diverse Extras in Form von Screens und Konzeptskizzen frei geschaltet werden. Hierzu muss der Spieler entsprechende "Stilpunkte" ansammeln. Stilpunkte gibt es für die unterschiedlichsten Aktionen in den einzelnen Gebieten und werden lediglich durch kryptische Meldungen grob angedeutet. "Verstecken unmöglich" bedeutet beispielsweise, dass der Spieler mit der Bohrer-Waffe fünf Gegner in einem Level durch die Wand hindurch beschießen soll. Aber auch eine Anzahl an Feinden in einer bestimmten Zeit, mit einem Schuss zu erledigen oder eine bestimmte Anzahl an geheimen Dokumenten in einem Level findenm bringen zusätzliche Stilpunkte.

Neben dem Einzelspielermodus bietet Resistance auch die Möglichkeit, das Spiel im Coop zu spielen - allerdings nur im Splitscreen-Modus. Online werden nur die normalen Multiplayerspielmodi unterstützt. Offline kann mit bis zu vier Leuten im MP gespielt werden. Obwohl Resistance zu den meist gekauften Spielen zum PS3-Launch zählt, so sind nicht sonderlich viele Spieler online anzutreffen. (Im Gegensatz zu Microsoft muss man auch keinen Cent für den Mehrspielermodus bezahlen.). Gegen Abend sind durchaus um die 50 Server zu finden, wobei gut zehn bis 20 mit zehn bis 40 Spielern anzutreffen sind. Am Tage sieht es mit etwa fünf/ sechs gut gefüllten und 20 Servern insgesamt deutlich leerer aus. Die Auswahl an Spieltypen und Optionen ist insgesamt recht umfangreich ausgefallen. Vom schlichten Deathmatch über Team-DM, CTF bis hin zu Umwandlung und Kernschmelze wird einiges geboten. Zahlreihe Optionen für die jeweiligen Spieltypen (Runden, Zeit, Limits), Radar, verfügbare Waffentypen und Zuschaueroptionen kann der Host bestimmen. Neben Ranked-Matches gibt es auch "freie Spiele" und eine übersichtliche Statistik, die jeden Kill, Sieg und Leistung des Spielers speichert. Die Partien sind kurzzeitig ganz spaßig, allerdings ist die Netzwerkperformance nicht immer eine Freude, was allerdings teilweise auch stark vom Host des Spiels abhängt.

Next-Gen?

Optisch kann Resistance: Fall of Man zwar einen soliden, aber keinen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Die Levels sind zum Teil eher klein ausgefallen, werden dafür jedoch recht fix geladen. Gerade die Charaktere und Feinde machen einen gelungenen Eindruck. Auch einige Außenbereiche sind ansehnlich und wirken mit einzelnen Bäumen, Trümmern und halb zerstörten Gebäuden sehr atmosphärisch. Das Spiel lief, egal ob im Einzel oder Mehrspielermodus, ohne merkliche Performanceeinbrüche. So schön es auch ist, wenn ein Entwickler nicht einfach das WW2-Thema erneut durchkaut, sondern sich darum bemüht, WW2 und SciFi zu kombinieren, sollte dies zumindest überzeugend geschehen. Die ScFi-Umgebung wirkt insgesamt sehr aufgesetzt. So, als wenn die Level alle gebaut wurden und dann einfach einige "Alien-Decos" in der Landschaft platziert wurden. Dazu kommt, dass immer wieder die gleichen Deco-Meshes verwendet wurden. Da der Spieler auch nur selten Begleiter an seiner Seite hat, wirkt die Welt im Vergleich zu Call of Duty doch ein wenig eintönig und öde. Egal ob an der Oberfläche oder in Gebäude, alles wirkt orange/braun mit kleinen Auflockerungen, wenn der Held über eine Wiese geht oder kurzzeitig im Schnee kämpft.

Akustisch sieht es besser aus. Gerade in den kurzen und knappen Zwischensequenzen und an einigen besonderen Spielpassagen gibt es einen sehr stimmigen und gelungenen Soundtrack zu hören. Mitunter läuft der Spieler aber auch durch stille Level oder lediglich Schüsse und Explosionen bestimmen die Soundkulisse. Sind einige Begleiter in der Nähe, dann gibt es ein wenig Sprachausgabe, wie "Brauche Munition" zu hören. Wer die Systemsprache von Deutsch auf Englisch ändert, kann auch den Originalton hören.

Bei der Handhabung gibt es keine großen Überraschungen, zumindest für diejenigen, die schon einen Konsolenshooter gespielt haben. Mit den beiden Sticks wird der Kämpfer bewegt und das Fadenkreuz (und damit der Blickwinkel) ausgerichtet. Mit Ducken, Feuern, Nachladen, Sekundärfeuer, Granatenwurf und Nahkampfangriff (Zuschlagen mit dem Waffenkolben) sind dann auch sämtliche Standardaktionen vorhanden und auf die üblichen Gamepadtasten verteilt. Anfangs gewöhnungsbedürftig, doch im späteren Spielverlauf eine bequeme Sache: Der Waffenwechsel über die R2-Taste, wobei im Einzelspielermodus das Geschehen pausiert wird. Die Auswahl erfolgt mit dem Analogstick, wobei zu jeder Waffe kurz die Besonderheiten und die noch vorhandene Munition im Menü angezeigt werden. Zumindest Infos über den Munitionsbestand wären eine gute Info für das ansonsten eher spärlich ausgefallene HUD gewesen. Gerade, da man öfters die Waffen wechseln sollte und muss, wäre es gut vorher schon zu wissen, wieviel Munition noch vorhanden ist. Zumindest für die aktuelle Waffe wird jedoch die Gesamtanzahl und die aktuelle Menge im Magazin angezeigt, zusammen mit der Anzahl aktuell ausgewählter Granaten. Außer vier kleinen Balken, die die Lebensenergie präsentieren, gibt es keine weiteren Infos. Es gibt weder ein Radar mit dem Hinweis zum nächsten Ziel, noch eine Möglichkeit das Verhalten der computergesteuerten Begleiter zu beeinflussen. Die Six-Axis-Steuerung des Gamepads findet im Spiel kaum Verwendung. Lediglich wenn ein Alien den Spieler anspringt, muss der Controller kurz geschüttelt werden, um den Angreifer auf den Boden zu schmeißen. Da man allerdings ansonsten das Pad immer fest in der Hand hat, dauert es ein wenig, bis man das Pad halb losgelassen hat und damit "rumwedelt", wodurch mindestens immer ein oder zwei der vier Lebensbalken aufgebraucht werden.

Meinung

Mitunter sind Shooter ja sehr kurz. Teilweise so kurz, dass man doch gerne noch einige Stunden mehr gespielt hätte. Leider war ich bei Resistance eher froh, als der Abspann endlich über den Schirm flimmerte. Dabei hat das Spiel durchaus interessante Ansätze. Der Kampf gegen die Invasoren beginnt sehr eindrucksvoll, um einen herum seilen sich die Kameraden ab, der Transporter wird getroffen und stürzt zu Boden, während die Begleiter den Kampf mit den Chimera beginnen. Es explodiert überall und fühlt sich mittendrin. Nur im weiteren Verlauf zeigt das Spiel dann leider sein "wahres Gesicht". Schon wenige Meter später sind die Kameraden aufgerieben. Leveldesign und Grafik gehen leider so weit Hand in Hand, dass es viel zu wenig Abwechslung gibt und es gibt kaum markante Stellen oder besondere Spielpassagen, an die ich mich positiv zurück erinnern kann. Hier und da gab es einen dickeren Gegner oder eine nette Einlage mit einem Fahrzeug, doch ansonsten kämpfte man sich überwiegend als Einzelheld durch die Level. Teilweise mag es auch daran liegen, dass Resistance wohl ein wenig unter Termindruck stand und zum Release der PS3 in den USA fertig sein musste. Was Resistance vor der 4 rettet ist der Coop im Split- und der Onlinemodus, der für PS 3 Käufer sicherlich das Schönste am Spiel sein wird. Wer aber einen packenden Sngleplayer-Shooter erleben will, ist mit Call of Duty besser beraten. Ein Kaufgrund für eine PS 3 ist Resistance nicht. Da kann die "Konkurrenz" mit Call of Duty 2 & 3 (wobei Teil 3 auf der 360 besser aussieht und flüssiger läuft) oder Gears of War bestens dagegen halten.


Geschrieben am 29.05.2007, Testkonfiguration: PlayStation3
 



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