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Project I.G.I.  


Info
Autor 3
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Gesamt (28 votes) 2+
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 1.8
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Name:Project I.G.I.
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2000/12
Publisher: Eidos
Entwickler: Innerloop
Hardware: 300Mhz, 64MB RAM, 3D-Karte, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
USK: 16
Project I.G.I. (review von dark198th)

"I'm going in!" - Zutreffender kann ein Titel nicht sein.

In der Rolle des britischen Elitesoldaten David Llewelyn Jones müssen Sie die schwierigsten Aufträge im Gegensatz zu Genrekollegen wie Swat3 oder Rainbow Six im Alleingang bewältigen. Das Ganze zudem in wirklich sehr abwechslungsreichen Missionen, welche aneinander anschließen und die eigentliche Story weiterbringen.

Zur Story: Terroristen haben eine Atombombe gestohlen. Einer von ihnen, Josef Pribori, ist übergelaufen und hat ausgepackt. Leider wurde er von der russischen Mafia entführt. Ihre Aufgabe ist es nun, ihn aus den Händen der Mafia zu befreien und sicher außer Landes zu bringen. Vor und nach jeder Mission werden Story und Missionsziele in Form von Videos in Spielgrafik dargestellt. Die Missionen sind sehr unterschiedlich. Unter anderem muß man zum Beispiel einen LKW stehlen, eine Radarstation ausschalten, eine Geisel befreien oder einem anderen Eliteteam als Scharfschütze Deckung geben.

Der Weg zum Erfolg kann von Mission zu Mission sehr verschieden sein. Mal macht es Sinn, sehr ruhig und bedacht vorzugehen, beim nächsten Mal ist der Einsatz von schweren Waffen nützlicher. Meist ist es von Vorteil, möglichst unbemerkt zu bleiben. Um dies sicherzustellen, kann man sich z. B. in Computer hacken und die Sicherheitskameras ausschalten. Man kann diese auch zerschießen, doch kann dieser Weg unter Umständen auch den Alarm auslösen. Gleiches gilt für die Benutzung von Waffen. Das Arsenal beginnt bei einem Messer, geht über Handfeuerwaffen wie Glock und Desert Eagle über MP5 und M16 zum Scharfschützengewehr Druganov sowie einer schweren Panzerfaust. Auch die fallengelassenen Waffen der Gegner wie Uzi's und Ak47 können aufgehoben und verwendet werden. Wer möglichst unbemerkt sein möchte, sollte bei der Wahl seiner Waffe sehr bedacht vorgehen. Zusatzgeräte wie eine elektronische Navigationskarte, auf welcher alle Ziele der Mission markiert sind und ein hochmodernes Fernglas helfen ebenfalls. Gerade letzteres kann sehr nützlich sein, weil es jeden Gegner im Sichtfeld rot markiert. Stellt man sich mit diesen auf einen Berg in der Nähe, kann man die ganze Basis ausspionieren und sich seine Taktik ausdenken.

Zu den Bewegungsmöglichkeiten gehören neben dem Erklimmen von Leitern auch das Erklettern von Zäunen oder das Runterrutschen einer Stromleitung in das gegnerische Lager. Das geschieht jedoch alles nicht in der üblichen 3D-Shooter Ansicht: Man drückt den Benutzen-Knopf und betrachtet das Ganze dann aus der 3rd Person-Perspektive. Als einzige Unterstützung kann der Spieler jedoch auf den sogenannten Kartencomputer zugreifen, ein satellitengestützes Überwachungsgerät, welches nicht nur einen guten Überblick über das Zielgebiet inkl. aller sichtbaren Gegner verschafft, sondern auch die Einsatzziele beschreibt und Logbuch über alle geführten Gespräche führt.

Die Gegner verhalten sich teils sehr merkwürdig. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass die KI mit das Dümmste seit langem ist. So kommt es nicht selten vor, dass man einen von 2 Soldaten angreift und der zweite nicht im geringsten darauf reagiert. Andere tanzen völlig orientierungslos um einen herum, anstatt auf einen zu schießen. Das ist aber nicht unbedingt ärgerlich, kaum auszudenken wie schwer dieses Spiel mit einer besseren KI wäre. Denn wie bei anderen Spielen dieses Genres auch kann man während einer Mission nicht speichern. Der große Unterschied bei Project I.G.I ist jedoch, dass hier eine Mission durchaus mal eine ganze Stunde dauern kann. Um so ärgerlicher sind auch andere kleine Ungereimtheiten. So kann man alle in einer Baracke befindlichen Gegner ausschalten, nur damit beim nächsten Alarm im Minutentakt Gegner aus eben dieser gelaufen kommen. Mit Speicherfunktion wäre es jedoch zu leicht und würde dem Spiel die eigentliche Spannung nehmen.

Die Missionsziele - in der Regel Militärstützpunkte - sind trotz unterschiedlicher Szenarien immer recht ähnlich aufgebaut. Meiner Meinung nach ist das nicht nur realistisch, sondern auch spielerisch sinnvoll. Ein wenig mehr Kreativität hätte aber sicher auch nicht geschadet.

Die Grafikengine basiert auf der des Flugsimulators "Joint Strike Fighter" - Das sieht man auch sehr schnell. Die weitreichenden Terrains mit riesigen Bergen wirken unglaublich realistisch und solch hohe Sichtweiten wie in I.G.I kennt man sonst nur aus wenigen Flugsimulationen. Die Gegner sind dafür stellenweise weniger gut animiert. Gerade auf größere Entfernungen scheint es, als würden sich sich auf Schienen bewegen.

Während jeder Mission läuft eine mehr oder weniger stimmungsvolle Musik im Hintergrund. Die Soundeffekte, besonders die der Waffen, klingen sehr realistisch. Die Dialoge sind, wie für Eidos in letzter Zeit leider üblich, nicht synchronisiert sondern untertitelt. Gesteuert wird Project I.G.I komplett mit Tastatur und Maus, die Konfiguration ist selbstverständlich frei belegbar. Das Handbuch gibt einen groben Überblick über die Steuerung und die verschiedenen Waffen sowie einige Tipps zum Spiel.

Alles in allem ist Project I.G.I. ein gutes Game, auch wenn es einige Schwächen insbesondere im Bereich KI hat. Die fehlende Speicherfunktion in Verbindung mit den doch recht langen Missionen kann so manchen Spieler sicher ziemlich frusten, weshalb nur Fans des Genres blind zugreifen sollten. Alle anderen sollten erst mal ein Testspiel wagen.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines bereits auf der Site 'GUN' veröffentlichten Reviews.


Geschrieben am 04.03.2001, Testkonfiguration: keine Angabe
 



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