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Powerdrome  


Info
Autor 3+
 2
 1.5
 1.5
Gesamt (6 votes) 3+
 1.7
 1
 1.2
Name:Powerdrome
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2004/07
Publisher: Evolved Games
Entwickler: Argonaut
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: SplitScreen /Lan/Inet
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
Bemerkung: auch für PS2/ PC, nicht kompatibel mit Xbox360
Powerdrome (review von nali_warcow)

Nicht erst seit Star Wars Episode 1 Racer sind High Speed Rennen bekannt. Schon vor gut 15 Jahren gab es auf dem Amiga ein Spiel namens Powerdrome. Nun erwartet den Spieler eine Neuauflage des Klassiker für Xbox und PS 2. Wie gut sich der Science-Fiction-HightSpeed-Racer schlägt, soll im folgenden Review geklärt werden.

Die Zukunft

Wie man es inzwischen schon aus mehreren Spielen, angefangen bei Rennspielen und Strategiespielen (Gladiator - Galactic Circus Games), bis hin zu Shootern wie Unreal Tournament) kennt, reichen in naher Zukunft einfache Sportveranstaltung wie Fußball oder die Formel 1 nicht mehr aus, wenn man das Publikum bei Laune halten will. Es gilt nun in die Rolle eines Fahrers zu schlüpfen und in der Meisterschaft mit seinem futuristischen Renngefährt alle Fahrer im Kampf um die beste Rundenzeit und unterschiedliche Medaillen zu besiegen.

Übersicht

Hat man ein Profil erstellt, so landet man im sehr übersichtlichen Hauptmenü. Auf der einen Seite gibt es leider kein kurzes Tutorial, das dem Spieler die Bedienung des High-Speed-Flitzers näherbringt und recht hilfreich wäre, doch zum Glück ist die Steuerung nicht zu kompliziert gehalten. Die ersten Übungen kann man mit dem "Schnelleinstieg" machen. Schnell einen der bereits freigeschalteten Piloten ausgewählt, die Rundenzahl (von 2 bis 30) und den Schwierigkeitsgrad eingestellt und dann geht es auf eine der 19 Strecken. Vorraussetzung ist jedoch, dass man diese schon freigeschaltet hat. Wer etwas mehr Herausforderung sucht, der spielt im "Zeitfahrmodus" und versucht seine Rundenbestzeit ganz ohne Rundenlimit oder Gegner zu verbessern. Auch hier kann man nur auf Strecken und Fahrzeugen spielen, die man freigeschaltet hat. Hat man entweder bis zu drei Freunde vor dem TV oder bis zu 8 Konsolen im Netzwerk oder Xbox Live, dann kann man sich im Mehrspielermodus austoben. Um überhaupt alle Fahrzeuge und Strecken spielen zu können, muss man diese im Meisterschaftsmodus freischalten. Zusätzlich gibt es noch Bonusbilder und Videos auf der Disk.

Der Meisterschaftsmodus und Mehrspielermodus

Der Meisterschaftsmodus ist der Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Und das nicht nur aus dem Grund, weil dieser Modus die größte Herausforderung bietet, sondern weil man ohne Durchspielen der Meisterschaft das Spiel leider vergessen kann. Es ist daher wirklich schade, dass man weder im Einzel- noch im Mehrspielermodus mehr als zwei Fahrer und Strecken spielen kann, wenn man nicht erst in der Meisterschaft etwas freigeschaltet hat. Selbst ein Hosten von Onlinegames macht auch danach erst Sinn, da die Auswahl ansonsten doch extrem gering ist. Für die Meisterschaft kann man sich anfangs zwischen zwei von zwölf Fahren entscheiden. Die Palette reicht dabei von Menschen über menschenähnliche Charaktere und Aliens bis hin zu Robotern. Alle Charaktere haben unterschiedliche Renner, die sich in Punkto Geschwindigkeit, Panzerung und Handling unterscheiden. In den einzelnen "Abschnitten" des Meisterschaftsmodus, welche man jeweils immer mit Gold, Silber oder Bronze beenden muss, gibt es unterschiedliche "Aufgaben". Mal gilt es eine Rundenzeit zu schlagen, dann erwartet einen ein "Kopf-an-Kopf-Rennen" gegen einen Mitstreiter, es gilt gegen eine Gruppe von Gegnern zu bestehen und dort unter die Besten drei zu kommen (meist drei Rennen in einem Block) oder ein Eliminierungsrennen (Der Schlechteste fliegt immer ram Rundenende raus). Im Mehrspielermodus wird alles geboten, was möglich ist. Bis zu vier Freunde können im Splitscreen gegeneinander antreten. Wer sich nicht mit einem kleinen Bildausschnitt begnügen will und ausreichend Konsolen hat, der kann mit bis zu acht Leuten im LAN (Systemlink) spielen. Außerdem kann man über Xbox Live online gegen Spieler aus aller Welt antreten. Allerdings war bzw. ist online so gut wie nichts los und ein offenes Spiel zu finden. ist schon eine Seltenheit.

Die Strecken

Wie schon geschrieben gibt es 19 Strecken im Spiel, was jedoch eher eine Milchmädchenrechnung ist. Genaugenommen sind es sehr viel weniger. Es gibt mehrere Umgebungen in denen die Strecken von der Gestaltung her angesiedelt sind. Da sind High-Speed Rennkurse vorhanden, welche etwas an die Formel 1 erinnern, dann rast man auf anderen Kursen über den Strand/ Strandumgebung, Rennen durch eine natürliche Landschaft mit Tunnel und Glasröhren, Rennen in einer futuristischen Metropole, eine Wüstenumgebung (die etwas an Star Wars erinnert) und schließlich eine Art Dschungelsetting. In jedem Setting findet man etwa vier Strecken. Die vier Strecken sind dann jedoch überwiegend sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich gestaltet. Da ist es dann häufig so, dass man zwei Stadtvarianten hat und diese beiden Varianten kann man in zwei Richtungen befahren und schon sind vier Strecken designt. Nicht gerade sehr optimal. Auch die Tageszeit ist auf jeder Strecke fest vorgegeben und man kann nur auf einigen am Tage bei Sonnenschein fahren und andere gegen Abend oder in der Nacht. Obwohl die Strecken ansonsten - wenn man die gleichen mal außen vornimmt - sehr abwechslungsreich und fordernd gestaltet wurden, so hat man oft das Gefühl, dass man sich durch Fertigteile bewegt. Zu oft sehen die Abschnitte gleich aus. Es gibt z.B. immer nur ein oder zwei Röhren/ Tunnel, wenige Kurventypen, etc. Die Strecken wurden jedoch sehr anspruchsvoll gestaltet und da man leider im Meisterschaftsmodus keinen Schwierigkeitsgrad auswählen kann, ist bei Einsteigern schnell Frust angesagt. Da man mit sehr hoher Geschwindigkeit über die Strecken fliegt, muss man ganz genau wissen, wann wo welche Kurve kommt. Wer nicht rechtzeitig abbremst oder driftet, der landet in der Bande. Oftmals ist es jedoch nur eine unsichtbare Barrikade, eine Glasscheibe oder Energieschild in welches man unbeabsichtigt kracht. Da stehen beispielsweise auf den Standabschnitten Säulen an den Seiten, welche die Strecke abstecken, doch es gibt eine unsichtbare Barrikade dazwischen und wer also ein kleines Bisschen an den Rand kommt, aus der Kurve fliegt oder etwas abkürzen will, der erlebt eine unangenehme und spielspaßmindernde Wand. Daher beschränken sich die nutzbaren Weggabelungen oder Abkürzungen auf eine absolutes Minimum.

Charaktere, Fahrzeuge und Boni

Nach und nach schaltet man bis zu 12 Fahrer mit ihren Flitzern frei. Einige sind Menschen, andere Aliens und auch einige Roboter. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in Punkten wie Geschwindigkeit, Panzerung (wie oft man an die Bande krachen kann, bzw. wie stark sich Rempler mit den Gegnern bemerkbar machen), Gewicht, Schub, Handling und Schleudern. Wer genügend Zeit hat, der kann auch eine Reihe an Videos und Bildern zu Charakteren und Strecken freischalten und sich im Menü anschauen.

Handhabung des Spiels

Die Steuerung des Spiels ist erfreulich einfach gehalten, hat jedoch nur einen großen Gewohnheitsfaktor und das ist die Kamera. Man kann zwar aus unterschiedlichen Ansichtstypen wählen (schräg von hinten, Cockpit, etc.), doch in den Kurven dreht sich die Ansicht in Relation zur Fahrzeugdrehung, was anfangs alles andere als gewohnt ist. Dadurch fällt es einem recht schwer, die Kurven so zu nehmen, dass man nicht an die Bande kracht. Zwar hat man oben rechts eine Karte inklusive Positionsanzeige der Gegner, doch wenn man mit über 1000 Geschwindigkeit über die Strecke rast, dann hat man keinen Blick für einen sehr kleinen Kartenausschnitt. Für Anfänger und Einsteiger wäre es außerdem schön gewesen, wenn es optionale Richtungsangaben gegeben hätte. Das Geschwindigkeitsgefühl kommt zwar bei hohen Geschwindigkeiten sehr gut rüber, aber die Zahlenangabe ist sehr unverständlich. Wenn man sich fast bei Stillstand über den Boden bewegt, dann wird dennoch ein Wert von etwa 200 angezeigt. Man sollte nicht nur Kollisionen mit Wänden und Gegnern vermeiden, weil man (und Gegner) dadurch Schaden nehmen und ggf. explodieren (Man wird dann neu auf die Strecke gesetzt), sondern auch, weil die Boosteraufladung durch einen Rempler unterbrochen wird. Ist die Anzeige voll, dann gibt es einen "Boosterpunkt", von denen man bis zu vier aufgeladen haben kann, und mit diesem Punkt kann man nicht nur kurzzeitig die Geschwindigkeit noch weiter erhöhen, sondern auch das Fahrzeug reparieren, sollte es zu angeschlagen sein. Mit Bremse und Beschleunigung und der Steuerung des Fahrzeuges braucht man sich im Automatikmodus um nichts weiter zu kümmern, als auf der Strecke zu bleiben. Wer will, kann auch manuell schalten und dadurch die ein oder andere Sekunde mehr herausholen. Ansonsten gibt es auf dem HUD noch die restlichen üblichen Optionen, wie Gegnerstatus (Zeitvorsprung), Geschwindigkeit, Gang, etc.

Grafik

Grafisch sehen die Strecken gar nicht mal so schlecht aus und gefallen bei hohen Geschwindigkeiten sehr. Wenn man jedoch langsamer fährt und dann auf die Texturen achtet, dann sieht man, wo gespart wurde. Bis auf die Flitzer, welche in der Nahansicht wunderbar glänzen, sind die Texturen eine Klasse unter den Möglichkeiten der Xbox. Ansonsten sind die grafischen Effekte im Spiel recht begrenzt. Einige Maps haben schöne Flammen, Rauch und andere kleine Effekte und wenn man gegen Wände oder Gegner kracht, dann fliegen Funken und das Fahrzeug beginnt langsam zu qualmen, doch ansonsten ist die Umgebung recht leblos gestaltet, was jedoch bei der erwähnten hohen Geschwindigkeit nicht auffällt. Doch dafür bietet das Spiel auf der anderen Seite sehr schön Effekte, wenn man den Speedbooster einsetzt und die Landschaft plötzlich noch schneller an einem vorbeizieht oder aber Blendeffekt, wenn man aus einem Tunnel ins Lichts kommt, vergleichbar mit dem Anpassen der Augen an das Licht. Das Spiel läuft auch absolut ruckelfrei und lediglich wenn man mit vier Spielern an einem Gerät daddelt, dann kommt es vereinzelt bei einigen Extremsituationen zu kleinen und kurzzeitigen Einbrüchen bei der FPS-Rate.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels ist nicht sonderlich ausgefallen. Die dezente Musik geht im Donnern der Motoren etwas unter, ist auf der anderen Seite auch nicht so spektakulär geraten. Der Hauptschwerpunkt liegt bei den unterschiedlichen Fahrzeuggeräuschen der Antriebe und auch den ein oder anderen Dopplereffekt bekommt man zu hören, wenn man an großen Objekten vorbeisaust (und ab und an bei Gegnern). Bei den Nebengeräuschen auf der Strecke wurde gespart. Bis auf einige sehr wenige Effekte, wie z.B. ein Raunen oder Aufschreien der Zuschauer, auch wenn an dem Punkt gar keine Leute sind, fällt einem nichts auf. Die Charaktere haben auch nur einen begrenzten Wortschatz und bis auf ein "dam" oder "au" haben sie nichts zu sagen.

Meinung

Es hapert beim Spiel leider an einigen Punkten, welche eine höhere Wertung und damit eine eindeutige Kaufempfehlung für alle verhindert. Die Strecken hätten doch etwas umfangreicher sein können. Da gibt es beispielsweise 4 Stadtstrecken und man hat immer das Gefühl über die gleiche Strecke zu fahren, was sehr schade ist. An die Kamerasteuerung hat man sich bald gewöhnt und der Meisterschaftsmodus hält einen eine Weile bei Laune, wenn gleich dieser nicht für Anfänger gedacht ist, die dann sehr wenig mit dem Spiel anfangen können, wenn sie keine neuen Strecken freigeschaltet bekommen. Die Grafik ist zwar nicht überwältigend, doch für ein Rennspiel OK und hier zählt die Geschwindigkeit in FPS. Wer auf High-Speed-Science-Fiction Rennen steht und sich damit abfinden kann, dass die Strecken durch unsichtbare Barrieren blockiert sind und sich zu den fortgeschrittenen Spielern zählt, der bekommt ein unterhaltsames Rennspiel. Vielleicht werden es dann auch endlich mehr Onlinespieler, so dass auch mal ein Server zu finden ist. Dass das Spiel als Midprice auf den Markt kommt, macht sich ebenfalls positiv in der Wertung bemerkbar.


Geschrieben am 11.07.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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