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Rückseite ]

Info
Autor 4
 1.5
 0.5
 1
Gesamt (3 votes) 3+
 1.3
 0.8
 1.5
Team (2 votes, siehe hier)4+
Name:Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt (PC)
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2007/05
Publisher: Disney Interactive
Entwickler: Eurocom
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: Film-Site
Hardware: 1.5Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Multilingual
Serie: ja
Bemerkung: auch für PS2, Wii
USK: 12
Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt (PC) (review von yak)

Der Geizige zahlt doppelt!

Da denkt man ein schlaues Kerlchen zu sein und kauft lieber den PC Titel, da die Konsolenfassung fast das Doppelte veranschlagt, um dann gehörig auf die Nase zu fallen. So damals geschehen bei Spider-Man 2 und Shrek, deren PC Varianten völlig andere Games und eher mit Moorhuhn-Imitaten vergleichbar waren, entgegen den wesentlich besseren Konsolenfassungen der Spiele. Publisher Activision kam daher in die mentale Pfui-Bäh-Kiste und bei Multiplattformveröffentlichung war für die Zukunft strenge Recherche angesagt, bis klar zu beurteilen war, ob es sich bei allen Fassungen um spielinhaltlich gleiche handelte. Dann gesellte sich Ubi Soft mit Ghost Recon Advanced Warfighter und zuletzt Splinter Cell zu Activision in die Kiste, als man feststellen musste, dass der Double Agent viel doubler auf den alten Konsolen war, als auf den NextGen Konsolen oder dem High-End PC. Activision hat zumindest daraus gelernt und Spider-Man 3 inhaltsgleich für den PC veröffentlicht. Aber Strafe muss sein, dachte man sich bei Activision und strafte daher selbst High End Rechner Besitzer mit einer Konvertierung, die gruselig aussieht und im Intro selbst bei niedrigen Graphikdetails gegen die 5 Frames per Minute Sekunde ankämpft. Also bleibt Activision zunächst einmal weiterhin in der Kiste und leistet Ubi Soft Gesellschaft, die sowieso noch für den Releaseversionstatus von der PC Version von Resident Evil 4 eine Runde nachsitzen müssen.

Als Computerspieler muss man also auf alle Überraschungen gefasst sein. Die innere Checkliste bei neuen Multiplattformtiteln lautet also Screenshots beobachten, prüfen, ob für die PC Version im Gegensatz zu den Konsolenfassungen andere Entwicklerteams verantwortlich sind, Pressemeldungen lesen (die sich aber gerne darüber ausschweigen) oder den Händler fragen, der es auch meist nicht besser weiß. Erschwerend kommt hinzu, dass dann auch noch die gleichen Coverartworks Verwendung finden und es schwierig wird, da Produktbeschreibungen ohnehin immer das weltbeste Spielerlebnis, spannende Abenteuer, immensen Spielspaß und atemberaubende Präsentation und Technik versprechen... wer's glaubt.

Jedenfalls aus den gegebenen Informationen schnell und einfach feststellen zu können, was man für sein Geld bekommt, ist nicht einfach. Eigentlich schon fast ein Fall für den Verbraucherschutz. Dabei war es bei Fluch der Karibik 3 gar nicht so schwer, da der Publisher kein Geheimnis daraus gemacht hat, dass es sich um unterschiedliche Versionen handelt - wobei man aber damit auch nicht wild um sich rufend umherlief! Die Presse zeigte natürlich lieber die viel schickeren Xbox 360 Screens, statt Abbilder der nicht mehr ganz so attraktiven PS2 Fassung. Also gibt es jetzt die PS3 und Xbox360 Version auf der einen und PS2, PC und Wii auf der anderen Seite. Dabei waren dafür noch nicht einmal unterschiedliche Entwickler notwendig. Zwei Teams des selben Entwicklers werkelten an den unterschiedlichen Fassungen, so dass das Kriterium "Suche nach dem verantwortlichen Entwickler" in diesem Falle bei der Selbstrecherche in eine Sackgasse führt. Die Old-Gen Fassungen sollte laut Disney Interactive den Mainstream Markt befriedigen und die Next Gen (anspruchsvolleren) Fassungen die "besseren" Spieler. Womit schon mal klar ist, was der Publisher dem Massenmarkt spieltechnisch gesehen zutraut. Leider nicht so viel, wie sich zeigen wird. Dabei war zu erwarten, dass die Qualität der auch für den Massenmarkt produzierten Spiele des Entwicklers Eurocom wie Spyro, Ice Age 2, Batman Begins und Robots) zumindest halbwegs befriedigend ausfallen würde. Aber leider weit gefehlt. Warum? Vielleicht weil, betrachtet man sich den Nachspann mit den Credits, am Spiel mehr Zielgruppenresearcher, Marktanalytiker und PR Berater, Franchise Controler und was weiß ich noch alles - zudem jeweils noch für alle Länderregionen - an der "Entwicklung" beteiligt waren, als Spieleentwickler. Dass Eurocom in Eigenregie phantastische Spiele entwerfen kann, wird jeder bestätigen können, der Sphinx und die verfluchte Mumie gespielt hat. Der Preis für Kreativität mit dem Gedanken, es allen recht machen zu wollen, endet meist in nichtssagendem Dünnpfiff. Hollywood macht dies bereits seit Jahren vor und die Spielindustrie schließt hier schnell auf. Dabei sprach die Xbox 360 Demo eigentlich für gelungene Unterhaltung. Dass die Mainstreamvariante für PC/PS2 und Wii damit wenig zu tun hat, soll unser Review klären. Warum man nicht einfach das gleiche Spiel "nur" mit schlechterer Graphik produziert hat, bleibt ein Rätsel. Die Produktionskosten für zwei völlig unterschiedliche Produkte liegen sicher höher, als die Technik auf die jeweiligen alten Konsolen "herunterzurechnen", zumal Eurocom über eine ausgezeichnete hauseigenen Engine verfügt, die dies sicher problemlos zugelassen hätte. Warum man anhand der Konsole "entscheidet", wer zum Massenmarkt gehört und wer das "tiefschürfendere" Spielerlebnis genießen darf. Warum dann nicht beide Versionen für alle System veröffentlichen und den Kunden entscheiden lassen? Aber viele wissen einfach auch nicht, dass es zwei unterschiedliche Varianten gibt. Kein Wunder, wenn dann die Masse behauptet, dass Spielumsetzungen zu Filmen Müll sind - sie haben in diesem Falle recht.

Technik

Wer von den beeindruckenden Xbox360 Trailern und Screenshots angetan war, findet davon wenig in der PC Fassung wieder. Selbst für PS2 Verhältnisse ist das Spiel nicht Up-to-Date und kann keinesfalls mit Graphikknallern wie God of War mithalten. Grobe Texturen und schlechte Ausleuchtung lassen Fluch der Karibik wie ein Produkt aussehen, dass bereits einige Jahre auf Schatzhebung wartet. Dabei schwankt die Graphikqualität zudem noch sehr. Es gibt recht ansehnliche Settings, die auch atmosphärisch wirken, dann aber auch wieder Bereiche, in denen viele optische Ausbrüche zu erkennen sind. Besonders die Szenen in hellen Bereichen, wie z.B. im Hafen oder auf See sehen "altertümlich" aus. Nimmt man hier zum Vergleich die Fluch der Karibik Szenen aus Kingdom Hearts 2, wird es mehr als deutlich, was man auch mit PS2 Technik hätte realisieren können. Das betrifft besonders die Darstellung der Figuren, die ein wenig nach Pappfiguren aussehen. In den hellen Szenen entsteht so ein leichter Plastiklook und die Schiffe sehen eher aus wie Lego Star Wars Fluch der Karibik. Auch die Animationsqualität der Figuren schwankt. Manche sehen wirklich hölzern und künstlich aus, andere machen dafür den Eindruck, mit gutem Motion Capturing erstellt worden zu sein. Übertrieben hat man es aber mit dem Johnny Depp/ Jack Sparrow Gehabe. Das wird zu sehr zelebriert und wirkt gerade im Kampf schon nervig. Zuviel des "Guten". Spezialeffekte machen sich leider rar, atmosphärischen Nebel oder vernünftige Wassereffekte sucht man vergebens. Graphisch macht die Massenmarktversion leider wenig Land gut.

Der Sound ist da schon besser, auch wenn man nicht die Originalsprecher einsetzen konnte, was bei dem ansonsten hohen Disneystandards verwunderlich ist. Zwar hört sich Johnny Depps Computer Alter Ego ein wenig so an wie seine deutsche Stimme, aber irgendwie dann auch doch nicht wie im Film. Ob es die "originale" ist, kann ich leider nicht sagen, das Handbuch und die Credits geben keine genauen Angaben. Leider sind die Dialoge nicht immer lippensynchron, ansonsten sind Sprachausgabe und Soundeffekte ok. Auffallend ist nur, dass die Sprachsamples in der Mischung höchst unterschiedlich klingen. Mal so, als ob sie in einen Zimmer gesprochen wurden und dann wieder so, als ob sie an der frischen Luft spielen. Wo wir gerade bei Zimmer sind. Die Musik hört sich 1a an wie ein Klon von dem üblichen Hans Zimmer Soundtrack, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Musik diesmal von ihm ist :-). Die Entwickler hatten Zugriff auf Musik der beiden letzten Filme, die sich im Spiel auch gut macht. Eine der für mich besseren Kompositionen von Hans Zimmer der letzten Jahre. Passend und stimmig, auch wenn einige Themen im Spiel ein wenig zu stark und oft zum Einsatz kommen und der Schnitt zu den Kampfszenen zu abrupt einsetzt.

Gesteuert werden kann über Tastatur oder Gamepad, wobei die Steuerung über Gamepad vorzuziehen ist. Wählbare Schwierigkeitsgrade gibt es nicht. Gespeichert werden kann nur nach Beenden eines Levels, ansonsten sind innerhalb eines Levels Rücksetzpunkte vorhanden.

Gameplay

Zur Geschichte soll nicht zuviel verraten werden, da es ansonsten Nichtkennern des dritten Teil den Spaß nehmen könnte. Storytechnisch deckt das Game den zweiten und dritten Kinofilm ab, wobei von Story im Prinzip nicht gesprochen werden kann.Zu fragmental werden hier Schlüsselszenen ohne jeden Zusammenhang geboten. Eine schlüssige Story ist anhand des Spiels nicht nachvollziehbar.

Man beginnt das Spiel auf der Gefängnisinsel und muss Jack Sparrow in Freiheit bringen und kämpft bis zum Finale des dritten Kinofilms in der Rollen verschiedener Filmfiguren. Das geschieht grundsätzlich durch Säbelrasselei - und davon mehr, als man im Prinzip vertragen kann, selbst als Mainstreamgamer. Die PC Version beschränkt sich also hauptsächlich auf den Kampf, und der ist noch nicht einmal gut inszeniert.

Von einem Abschnitt zum nächsten geht es, während man auf die Gegnerhorden einprügelt. Anfangs macht das Spiel einen noch nicht ganz so einfallslosen Eindruck und es besteht Hoffnung, dass die Entwickler zumindest etwas Abwechslung einbringen konnten, doch die Hoffnung stirbt irgendwann nach dem fünfzigsten niedergestreckten Gegner. Zu Beginn konnte man noch einige Gefängnistüren öffnen, aber dann hat es sich auch schon fast. So reduziert sich das Gameplay darauf, von Raum zu Raum zu stiefeln und nach dem Scripterscheinen der Widersacher selbige zu erledigen, damit sich die zeitgleich mit den Gegner erschienenen unsichtbaren Barrieren wieder auflösen, so dass man im nächsten Raum das gleiche Prozedere erledigen kann. Viel Abwechselung bietet der Kampf nicht. Ein leichter und ein schwerer Schwerthieb, Abwehr oder Komboangriff stehen neben einer Pistole, Wurfmessern und Bomben zur Auswahl. Viel Variationen gibt es nicht, Gegner KI ebenso wenig, wenn sie nicht mal auf dem Schiffsdeck in der Lage sind, das Oberdeck zu erreichen und stattdessen doof gegen die Kapitänskajüte laufen. Sinnvoller Einsatz von Blocken und Parieren funktioniert ebenso wenig und hektisches Buttonsmashing bei normalen Gegner ist erfolgreicher, als geplantes taktisches Vorgehen. Von besonderen Gags, Gegner in Fässer zu treten, wie es beschreiben wird, ganz zu schweigen, denn das ist viel zu fummelig - ich habe es im normalen Kampf zumindest nie hinbekommen. Da hat man den Gegner schneller auf die einfache Art erledigt.

Und so kämpft man sich von einer Arena zu nächsten, haut ein paar Fässer oder Kisten ein, um Bonusgegenstände einzusammeln oder einen Braten zur Gesundheitsaufbesserung zu ergattern oder prallt gegen unsichtbare Baririeren der sehr eingegrenzten Spielfelder.

Ein wenig Abwechslung gibt es dann doch noch mit den Nebenmissionen, auch wenn sie mehr als spärlich umgesetzt wurden. So kann man im Hafen alle Damen "anbaggern" oder es gilt, eine bestimmte Zahl an Gegenständen zu finden. Im Prinzip ist das aber nur Lauf- und Klickarbeit, die wenig an Spieltiefe und noch weniger an Atmosphäre bietet, da es viel zu aufgesetzt wirkt. Alles spielt sich gleich. Interaktion mit der Umwelt gibt es auf ein so niedriges Niveau reduziert, dass sich selbst Gelegenheitsspieler vereimert fühlen. So leuchtet an einer mit Ranken bewachsenen Felswand ein mehr als aufdringliches Kreissymbol auf, das signalisiert, dass man hier heraufklettern kann. Hier braucht man sich dann nur in die Nähe des Kreises zu bewegen, der Rest wird dann weitestgehend nach Aktivierung des Actionknopfs vom Spiel selber übernommen. Sei es, eine Kanone abzuschießen oder eine Kiste zu verschieben. Gerade dann, wenn ein wenig Variation in öde Draufkloppen aufkommen könnte, nimmt das Spiel dem Spieler die Arbeit ab. Zurückklettern kann man dann auch nicht, da der Kreis am anderen Ende fehlt.

Dazu kommen dann noch mehr als stumpfsinnige Aufgaben, wenn man z. B. einen Begleiter unterstützen muss und von einer Stelle des Levels unter Zeitdruck hin und her rennt, um dann in seiner Nähe die Gegner zu bekämpfen. "Schön" gemacht dabei ist, dass die Kämpfe der Begleiter nur Staffage sind. In ihren Kampf selbst kann man überhaupt nicht eingreifen, es handelt sich da mehr um eine Hintergrundanimation, als um einen wirklichen Spielinhalt. Oft weiss man auch gar nicht, was man machen soll, bzw. wie oft man bestimmte wiederholende Szenen noch zu bewältigen hat. Für ein Spiel, das dem Gelegenheitsspieler leicht fallen soll, erhält man in solchen Szenen zu wenig Feedback. Wenn schon geübte Spieler ein imaginäres Fragezeichen über dem Kopf tragen, wie sieht es dann nur bei den neuerdings so in der Zielgruppe stehenden Casual Gamern aus?

Etwas besser gefallen da schon die Schwertduelle gegen die Levelbosse, bei denen Blocken und Angriff taktischer anzuwenden sind. Auch kleine Zwischenaktionen, die an bestimmten Bereichen möglich sind und per Aktionsknopf ausgelöst werden können, machen Spaß. So z.B. wenn, man einen Stapel Kisten umreißen kann, um den Gegner so aus dem Rhythmus zu bringen. Die Bossfights sind auch schwerer, jedenfalls so lange, bis man feststellt, dass jeder zu besiegen ist, indem man sich selbst bis an den Rand drängen lässt und dann Dauerblocken und Schwerthieb im Wechsel praktiziert. Damit haut man jeden Piratenkönig aus den Stiefeln.

Zwei eingebaute Minispielchen sollen das Spielerlebnis abrunden. Piratenpoker und ein Würfelspiel, bei dem auch freigeschaltete Eigenschaften und Zauberkarten zum Einsatz gebracht werden können. Ich hab beide nur einmal angespielt und in den Folgeleveln das Spielangebot zum Würfeln oder Pokern dankend abgelehnt.

Die in Mode gekommenen kleinen Reaktionsspielchen sind auch in Fluch der Karibik zu finden. In einer selbstablaufenden animierten Zwischensequenz muss zur rechten Zeit der richtige Knopf gedrückt werden, um Erfolg zu haben. So z. B. wenn man den Tentakeln des Riesenkraken ausweichen muss. Dazu kommt aber erschwerend, dass die Symbole der Tasten nicht den Bezeichnungen des Gamepads entsprechen und die Darstellung des leichten und schweren Schwerthieb-Symbols schlecht zu unterscheiden sind und man sie schnell verwechselt. Kann man in Games wie z. B. God of War oder Tomb Raider Legend die Symbolbezeichnung fast peripher wahrnehmen und der Handlung der Spielsequenz folgen, geht das bei Fluch der Karibik schlechter, da man mehr oder weniger voll darauf konzentriert ist, Schwertsymbol 1 von Schwertsymbol 2 zu unterscheiden. Dazu sind die Zwischensequenzen auch noch weniger spannend in Szene gesetzt. Einige davon stehen nur für einen Versuch zur Verfügung, scheitert man, kann man zwar weiterspielen, um aber den Bonus dafür zu erhalten, muss man den Level neu spielen.

Neben dem Storymodus gibt es auch noch einen Herausforderungsmodus, in dem man bestimmte Ziele erreichen muss. So z. B. in einem begrenzten Zeitraum eine feste Anzahl Feinde zu besiegen. Den Duellmodus kann man dann auch in 2 Spielermodus vor einem Rechner bestreiten.

Bonusfreischaltfetischisten sind jedoch bei Fluch der Karibik bestens aufgehoben. Es gibt sehr viele Dinge und Schätze freizuschalten, sollte man alle Gegenstände in einem Level finden, die "Jackanismus" Reaktionsspielchen bewältigen oder ausreichend Komboangriffe getätigt haben, dann darf man Schätze betrachten, andere Spielfiguren oder Schwerter nutzen oder den Ruhmrang verbessern, auch wenn es sich damit nicht anders spielt. Aber warum sollte man ein ödes Hauptspiel spielen, um alle Boni freizuschalten?

Fazit

Oh Graus. Gegnergeschnetzeltes im Dauerlauf, wenig Abwechslung, durchwachsene Technik, zum Glück aber nur 3-4 Stunden Spielzeit im Storymodus. So sieht es also aus, wenn ein Spieldesign am runden Tisch der Marktbeobachter, Analysten und Zielgruppenresearcher entwickelt wird. Ein Spiel, das dem Massenmarkt und jeder Spielgruppe gerecht werden soll? Darauf kann ich als Vollzeitspieler verzichten. Gelegenheitsspieler ebenso, denn Fluch der Karibik in der "Mainstreamversion" für PC und PS2 ist eine Mogelpackung. Einfallsloser Spielablauf, wenig Atmosphäre und schlecht bis gar nicht umgesetzte Filmstory. Da kann man nur hoffen, dass die Version mit anderen Spielinhalten auf den Next-Gen Konsolen mehr zu bieten hat. Fluch der Karibik entgeht nur ganz knapp unserer schlechtesten Wertung. Dem Spiel ist wirklich wenig Positives abzugewinnen.


Geschrieben am 24.05.2007, Testkonfiguration: Intel Dual Core E6600, Geforce 7950GT, 2GB RAM, Creative X-Fi Extreme
 



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