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Info
Autor 4
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Gesamt (11 votes) 3+
 1.1
 1.3
 1.4
Name:Pink Panther - Die verrückte Verfolgungsjagd
Genre: Jump n Run
Produkt: Vollversion
Release: 2002/11
Publisher: Wanadoo
Links: PinkPanther.com
Hardware: 266Mhz, 64MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 280 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch
Bemerkung: auch für PS erhältlich
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Pink Panther - Die verrückte Verfolgungsjagd (review von yak)

Wer kennt ihn nicht, Paulchen Panther, die rosarote Trickfilm-Katze, die ihren ursprünglichen Einstand in den Credits der beliebten Inspektor Clouseau Filme hatte.

Eigentlich ist es ein rosa Diamant, in dem man, wenn man ihn genau betrachtet, einen rosaroten Panther erkennen kann.

Peter Sellers erlang durch die Darstellung des trotteligen Inspektors Clouseau Weltruhm und Regisseur Blake Edwards avancierte zum Komödien-Spezialist. Der Film wurde sehr beliebt und es sollte noch weitere erfolgreiche Fortsetzungen geben.

Aber ebenso erfolgreich war auch die Cartoonfigur, die im Vorspann zu sehen war. Clouseaus ewige erfolglose Jagd nach dem "Diamanten" wurde so beliebt, dass es sozusagen eines der ersten Film-Spin-Offs gab und eine Trickfilmserie danach produziert wurde. Peter Sellers, Blake Edwards, eine Cartoonfigur und nicht zu vergessen die unvergessliche Pink Panther Musik aus der Feder von Henry Mancini bildeten die gelungene Kombination für viel Spass auf der Leinwand.

Die Fernsehserie fügte zu den üblichen Filmcreditsszenen jedoch noch weitere Charaktere hinzu. Wer kennt nicht den blauen Elefanten oder die immer hungrige Ameisenbärin Elise.

Nach einigen früheren Games zum Pink Panther, macht sich nun Wanadoo auf, dem lustigen Gesellen in einem Jump & Run Tribut zu zollen.

Technisch ist das Spiel leider veraltet und lässt erkennen, dass die Urspünge in einer Playstation 1 Version begründet liegen. Es gibt nur eine Bildschirmauflösung (640 x 480) die zwar in der PC Version durch Einschalten von Kantenglättung etwas aufgewertet werden kann, jedoch damit trotzdem hinter dem Standard liegt. Die Animationen sind jedoch in Ordnung und entsprechen dem Cartoonvorbild. Paulchens Art zu laufen wurde gut "eingefangen" und auch die Bewegungen seiner Gegner erinnern an ihr Celluloidvorbild. Auch ihre Art und Weise sich schnell und hektisch umzusehen, wirkt originalgetreu, denn auch dortl hat man wenig Animationsphasen benutzt, was damit an die alten Slapstickkomödien eines Hal Roach erinnert und so auch gewollt scheint.

Die Levelgestaltung ist ok und zeigt Paulchens Abenteuer in thematisch unterschiedlichen Szenarien wie z. B. Grossbaustelle, Luxusdampfer, Drakulas Schloss, Steinzeit, Pyramiden usw.

Die Geräusche sind jedoch leider sehr spärlich und zudem auch von keiner guten Qualität. Soundtechnisch erinnert das Spiel eher an frühe Konsolenzeiten oder gar an einen Gameboy. Ausser ein paar recht witzigen Sprachsamples gibt es nicht viel zu Gehör. Die Musik passt zwar thematisch zu der Serie, jedoch fehlt das bekannte Pink Panther Thema von Henry Mancini, wodurch atmosphärisch einiges verschenkt wird.

Gesteuert wird unser rosa Held am geeignetsten mittels Joypad/Joystick, wobei die Steuerung über Tastatur aber auch in Ordnung geht und spielerisch, im Gegensatz zu anderen Jump & Runs, möglich ist. Die Figur steuert sich insgesamt sehr präzise. Defizite gibt es aber vor allem bei der Kollisionsabfrage. So passiert es öfters, dass Paulchen besonders am Rand von Plattformen "durchfällt". Auch können bestimmte Positionen erst sprungtechnisch erreicht werden, wenn man an einer bestimmten Levelpositionen steht. Eigentlich ist das Spiel ein normaler Seitenscroller, jedoch gibt es bestimmte Bereiche, an denen man z. B. Treppen hinauflaufen kann. Dort muss man erst die richtige Position erreichen, um eine Ebene wechseln zu können, was gerade bei der Verfolgungsjagd Probleme bereitet, wenn man statt auf der notwendigen Plattform wieder auf gleicher Ebene landet. Zudem kann Paulchen keine Leitern erklettern, sondern muss diese mit mehreren Sprüngen erklimmen, was mit der etwas ungenauen Abfrage nicht immer reibungslos zu bewerkstelligen war.

Das Gameplay orientiert sich dabei an Jump & Runs aus "Gründerzeiten" und bietet ausser ein paar kleinen Innovationen wenig Neues. Paulchen hat von seinem verstorbenen Onkel eine alle Villa geerbt, die einen Schatz verborgen hält. Um ihn jedoch zu bergen, muss er jedes Zimmer erkunden und dort einen Schlüssel finden. In den Zimmern trifft Paulchen dann auf die einzelnen Szenarien, die es zu erkunden gilt. Die Zimmer müssen recht gross sein, da sich dort exzessive Aussenwelten befinden oder es liegt einfach daran, dass in Cartoons alles möglich ist, denn wo sonst passt eine Pyramide oder das Schloss von Graf Dracula ins heimische Wohnzimmer :-).

Hauptaufgabe ist es, einen Schlüssel zu finden, der den Zugang zum nächsten Levelabschnitt eröffnet. Jedoch ist dies nicht so einfach, denn es muss zuerst der Weg dahin erschlossen werden. So gibt es oft Hindernisse, die den Weg versperren und man muss z. B. Bomben aufnehmen, um Kisten wegzusprengen oder einigen Personen Gegenstände übergeben, damit sie einen vorbeilassen. Aber das ist meist nicht ganz so einfach. So haben Bomben die Angewohnheit, wenn man sie einmal aufgenommen hat, sich ihrem Lebensziel zu unterwerfen, sprich, nach Ablauf einer bestimmten Zeit ihre Detonation einzuleiten. Also liegt es nahe, die Bombe rechtzeitig zum Zielpunkt zu befördern und dort abzulegen. Sollte es einmal nicht klappen, keine Angst, denn Paulchen verfügt zusätzlich zu seinem Gesundheitsstatus über unbeschränkte Wiedergeburten, wie man es auch von Comicfiguren nicht anders erwarten sollte.

Jedoch sind nicht alle Gegenstände so einfach zu hantieren, wie z. B. die Bomben. Es gibt Gegenstände, die bewacht werden und ihr Inhaber es nicht ausstehen kann, wenn Paulchen sie stibitzt. So verfolgen sie unseren Helden geschickt und versuchen, ihren Schatz wieder an sich zu bringen. Und hier kommt die eigentliche Innovation des Games ins Spiel. Paulchen kann sich an bestimmten Stellen samt Gegenstand verstecken. So wird er z. B. im Pyramidenlevel Teil einer Wandmalerei, im Gangsterlevel wird er auf der Wäscheleine zu einem ungebügelten Hosenanzug oder er nimmt auf der Baustelle die Form einer Spitzhacke an. Ist die Luft wieder rein, kann er weiter, jedoch nimmt dann der Verfolger zugleich seine Mission wieder auf- aufgeschoben ist nicht unbedingt aufgehoben. Andere Gegner kann Paulchen mit einer Wirbelattacke oder mit dem genreüblichen Kopfsprung zum Schweigen bringen. Seinen Schwanz kann er durch Propellerbewegungen dazu benutzen, kürzere Strecken zu fliegen.

Neben diesen Leveln gibt es aber auch noch sogenannte Rennstrecken, wo Paulchen mit Roll- oder Schlittschuh bewaffnet, eine Strecke durchfahren muss. In beiden Levelarten kann er zudem noch Münzen einsammeln, die es ihm erlauben, in einer Galerie Bilder frei zu schalten. Es gibt zudem noch drei Endbosse, die ein wenig Abwechslung in den sonst sehr gleichen Spielablauf bringen.

Der Schwierigkeitsgrad des Spieles ist sehr moderat, bis auf die bereits erwähnten Unzulänglichkeiten im Bereich der Steuerung daher sicher auch für die jüngeren Spieler geeignet.

Insgesamt ist Pink Panther ein zweischneidiges Schwert. Es erfüllt zwar das Defizit im Bereich der 2 D Jump & Runs, die sich mit Ausnahme von Duke Nukem Manhattan Project auf dem PC eher rar machen, doch ist die sehr kurze Gesamtspielzeit von ca. 3-4 Stunden eindeutig zu gering, auch wenn es direkt im Budget-Preis-Segment veröffentlicht wurde.

Es besteht zwar die Möglichkeit, die Level alle erneut noch mal zu spielen, um Bestzeiten einzufahren, jedoch ist der Anreiz dafür eher gering, da es keinerlei Secrets oder zusätzliche Besonderheiten zu finden gibt. Vermisst habe ich die Identifikation mit der Figur. So ist Paulchen in dem Spiel leider austauschbar mit jeder anderen Figur. Das spezifische an seinem Charakter wurde nicht entsprechend ins Gameplay eingearbeitet. Auch hätte man weiteren Figuren aus der Serie auftreten lassen sollen, die offizielle Spieleseite zeigt zumindest ein Artwork, das dem Ameisenbär vermuten lässt (Was aber auch die Gameboy-Variante darstellen könnte, die nicht mit der PC/ Playstaion Version identisch ist). Wie so etwas besser geht, zeigen eindeutig Sheep, Dog, n Wolf oder Taz: Wanted.

Der moderate Schwierigkeitsgrad und die niedrigen Hardwareanforderungen machen es aber evtl. dennoch für Genre-Neueinsteiger oder jüngere Spieler interessant oder auch denen, die mit 3D Jump & Runs nichts anfangen können.


Geschrieben am 16.11.2002, Testkonfiguration: AMD2100+, Geforce-3, 512MB Ram, SB Audigy
 



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