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Painkiller: B.o.of Hell  


Info
Autor 3+
 1.5
 1
 1.5
Gesamt (22 votes) 2+
 1.8
 1.1
 2.1
Name:Painkiller: Battle out of Hell
Genre: Egoshooter
Produkt: Add-On
Release: 2004/12
Publisher: Dreamcatcher
Entwickler: People Can Fly
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1.5Ghz, 384MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
USK: 18
Painkiller: Battle out of Hell (review von nali_warcow)

Ein Spielende der Art, dass der "Held", nachdem er Massen an Gegnern beseitigt hat, einer Übermacht gegenübersteht und der Schirm einfach dunkel wird, ärgert eigentlich fast jeden Spieler, wenn man für die "harte" Arbeit nur mit einem recht unbefriedigenden Extro belohnt wird. Für den Entwickler ist es jedoch eine wunderbare Sache, hier ohne große Überlegungen einfach ein AddOn hinterher zu schieben. Zum kurzweiligen Dauershooter Painkiller aus dem Hause DreamCatcher gibt es nun ein entsprechendes AddOn mit Namen "Battle out of Hell" für etwa 20€. Die Frage wäre dann nur noch zu klären, ob der Inhalt was taugt. Zudem wurde Painkiller von der CPL auserkoren, an der "Winter CPL 2004" gespielt zu werden. Dazu sollten dann noch entsprechende "kleine Mankos" wie u.a. besserer Netzwerkcode und Linux Server nachgereicht werden. Was rausgekommen ist, steht im Review.

Vom Hauptspiel Painkiller gab es zwei leicht unterschiedliche deutsche Versionen, die zwar beide ab 18 freigegeben waren, jedoch nur eine auch wirklich ungeschnitten war. Ein entsprechender offizieller Patch änderte dies später dann jedoch noch. Das hier getestete AddOn installiert zugleich den aktuellsten Patch für das Spiel, so dass man als Modemuser beispielsweise nicht erst 90 MB aus dem Netz saugen muss. Der Inhalt der beiden CDs ist recht schnell installiert und der Painkiller-Ordner nun um gut 1,2 GB umfangreicher. Beim Testen gab es keinerlei Probleme mit eventuellen Kopierschutzsystemen oder schwerwiegenden Programmfehlern, Abstürzen, etc.

Einmal Hölle und zurück

Wie schon eingangs beschrieben, setzt das AddOn genau da an, wo man zuvor einen dunklen Bildschirm gesehen hat. Der Held, Daniel Garner, stand nach vielen siegreichen Kämpfen und einem Verrat, den Schergen der Hölle gegenüber und die Chancen waren aussichtslos. Doch so kampflos wollte er sich dann doch nicht ergeben. Quasi in letzter Sekunde wird ihm geholfen, durch ein Portal zu entkommen. Doch der Weg aus der Hölle ist nicht einfach und der noch immer am Leben befindliche Alastor gibt so schnell nicht auf. Da muss man sich den Weg aus der Hölle eben freikämpfen. Im Gegensatz zum Hauptspiel bleibt es bei einer recht simplen Einleitung, in der der Held aus der ungünstigen Lage entkommt. Danach gilt es einfach, sich durch neun Level zu ballern, bis man dem Endgegner des AddOns gegenübersteht. Die Level sind auch im Zusatzpack nicht miteinander verbunden oder es gibt eine Überleitung. Einfach ballern bis zum Ausgang, bis man schließlich den Endgegner besiegt hat und ein ähnliches unbefriedigendes Extro zu sehen bekommt, wie schon im Hauptspiel. Wer Painkiller kennt, der kommt auch sofort im AddOn zurecht und an der grundlegenden Spielweise, Steuerung und Spielmechanik hat sich nichts geändert. (Daher wird hier überwiegend nur auf die Neuerungen bzw. neue Maps eingegangen. Der Rest ist im Review zu Painkiller zu finden.)

Kompakter Ballerspaß

Im Hauptmenü gibt es nun einen Auswahlpunkt beim Spielstart zwischen der Kampagne des Originals und dem "Kampf aus der Hölle". Die zehn Level werden wieder nach und nach freigeschaltet, wozu vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl stehen. Die Mission im Pentagon kann man nur auf höherem Schwierigkeitsgrad (Nightmare) freischalten/ spielen. Wieder mit dabei sind die bekannten Tarokarten, die man erhält, wenn die optionale Levelbedingung erfüllt ( z. B. weniger als 88 Gegner killen, sich fünf mal in einen Dämon verwandeln, alle Secrets finden, etc.). Der erste Level ist zwar nur von außen recht ansehnlich gestaltet (Ein Haus auf einem Hügel im Nebel), der Rest der Innenräume ist jedoch nicht ganz so beeindruckend. Die späteren Level deutlich besser gelungen. Mal geht es durch einen Rummeplatz hoch her, wobei man sich hier nicht nur zwischen Buden und Bauten kämpft, sondern auch eine rasante Achtbahnfahrt hoch über und durch den Park aabsolviert. Oder aber man besichtigt den Kriegsschauplatz um Leningrad, was sehr stark an Spiele wie Call of Duty erinnert, man durchstreift unterirdische Höhlenanlagen mit stellenweise sehr großen und imposant gestalteten Aushöhlungen oder es geht mit einer Lore auf einem Schienennetz umher. Im Kolosseum kämpft man gegen Wachen und Fallen, besucht eine Totenstadt oder ein Forschungslabor. Bis auf eine Ausnahme ist kein Level wie der andere gestaltet und die hohe Abwechslung des Vorgängers wurde beibehalten. Beibehalten wurde ebenfalls das Vorgehen in den Maps. Ein roter Punkt gibt an, wo es weitergeht und meist fällt dann hinter einem die Tür ins Schloss oder eine Mauer "wächst" aus dem Boden. Nun gilt es alle Gegner im Gebiet zu beseitigen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen gibt es dabei auch keine Probleme. Schwierig wird es, wenn sich Gegner jedoch auf irgendwelchen hoch gelegenen Plattformen befinden und man diese kaum bemerkt, aber trotzdem ausschalten muss. Glücklicherweise ist der Kompass im AddOn längst nicht mehr so verbuggt und gibt immer den richtigen Weg an bzw. zeigt auf den nächsten Gegner. An einigen Stellen in den Leveln gab es auch größere/ stärkere Zwischengegner, die man möglichst mit einem kleinen Trick ausschalten muss. So bringt man beispielsweise eine Brücke über einem Stahl-Koloss zum Einsturz oder man muss erst die "Helfer" des Gegners beseitigen, bevor man diesem schaden kann. Allerdings gab es auch die ein oder andere kleine Sackgasse. Am Ende des ersten Levels gab es den neuen Flammenwerfer, womit man den Gegner im Raum beseitigen sollten und dieser auch nur damit verletzt werden konnte. Allerdings triggerte das Script hier beim ersten Versuch nicht richtig und man konnte keinen Schaden anrichten. Oder aber man findet stärkere Gegner im Level, feuert auf diese und richtet scheinbar keinen Schaden an, doch der Gegner fällt dennoch nach einiger Zeit. In Leningrad waren die Panzer scheinbar stellenweise erst zerstörbar, wenn man alle Gegner beseitigt hatte.

Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es am Checkpoint es ggf. eine Auffrischung der Lebensenergie auf 100 und man kann jederzeit frei auf den unteren Spielstufen Speichern. Auch beim Bosskampf in der Arena war Kreativität gefragt. Diesen konnte man nicht verletzen. Erst wenn man bei den etwa 20 Scheiterhaufen die brennenden Feuer ausgeschossen hatte, ging es weiter. Doch nach vier, spätestens fünf Stunden sind dann auch alle Gegner des AddOns gefallen und man kann sich neben dem Mehrspielermodus lediglich die Zeit im höheren Schwierigkeitsgrad vertreiben oder versuchen, die Secrets, alles Gold oder weitere Tarokarten zu bekommen.

Neue Waffen & Gegner

Im AddOn stürzen sich eine ganze Reihe unterschiedliche neuer Gegner auf den Spieler, wie beispielsweise Kinder mit Messern in der Händ, lebende Fackeln, Clowns, die mit Blitzen schleudern, unterschiedliche Soldaten, Sprengstofftypen, Panzer, Gladiatoren, Monster mit Schlachtermessern oder einer Kanonen in jeder Hand, Menschenstücke, die vom Himmel fallen und sich dann "Zusammenbauen", etc. Fast jeder Level hat komplett eigene Gegner. Die KI ist dabei nicht sehr viel besser geworden. Blindes Draufloslaufen ist noch immer Taktik Nr. 1. Da die Gegner feste Spawnpunkte haben ist alles auch möglichst darauf ausgelegt, dass die schiere Masse an Gegnern die Dummheit kompensiert, wenn mal wieder welche einen erhöhten Punkt nicht erreichen oder die ganze Meute wie an einer Perlenschnur an einem vorbeiläuft. In einem Level sah ein Script wohl vor, dass man noch oben im Treppenhaus steht bzw. sich dorthin zurückzieht. Und so öffnete sich die Tür im Erdgeschoss und alle Gegner liefen die Treppe hintereinander hoch und beachteten einen neben der ersten Treppenstufe ganz unten nicht. Bis auf eine große Ausnahme bekommt man es auch nur mit Gegnern auf dem Boden zu tun. Fliegende Feinde gibt es nur in der Totenstadt. Zu den bekannten Waffen gibt es nun noch eine Waffenmischung aus Maschinengewehr und Flammenwerfer, wobei insbesondere der Flammenwerfer gegen angreifende Horden sehr nützlich ist. Endlich gibt es auch ein Sniper im Spiel. Dies feuert nicht einen, sondern gleich eine ganze Wagenladung kleiner Holzpflöcke ab. Als Alternative hat man noch eine kleine Massenladung an Granaten. Wie bekannt, sammelt man Muniton im Level auf und findet in Gegenständen Münzen und Secrets. Gesundheit gibt es, wenn man die Seelen beseitigter Gegner aufsammelt (alle 66 wird man zum Dämon) oder aber die in den Leveln verteilten Heilungen.

Steuerung, Grafik & Sound

Bei der Steuerung hat sich nichts verändert, aber da gab es auch nicht viel zu bemängeln. Ganz normale Shooterkost, die mit recht wenigen Tasten auskommt. Der Kompass wurde auch verbessert und funktioniert nun immer zuverlässig. Gleiches gilt für die Akustik des Spiels. Grafisch hat sich jedoch einiges getan. Durch das AddOn gibt es die neuste Version der Grafikengine, die nun auf DirectX 9 ausgelegt ist. Da freuen sich ATI und nVidia, denn l 128 MB sollten es doch schon auf jeden Fall sein. Im AddOn wurde sehr viel mehr mit allerlei Effekten gearbeitet, welche die Level deutlich schöner gestalten. Angefangen bei Nebel, Wasserspiegelungen bis hin zu sehr eindrucksvoll gelungenen Hitzeffekten (beispielsweise beim Einsatz des Flammenwerfer oder Lava auf dem Boden). Mit der verwendeten Hardware war es insgesamt problemlos möglich, das AddOn ohne nennenswerte Ruckeleinlagen zu spielen. Auch bei vielen Gegnern oder der Fahrt mit der Achterbahn über die Levelbauten, waren immer spielbare Frames vorhanden.

Mehrspielerzusätze

Sehr viel hat sich leider im Mehrspielermodus auch nicht mit dem AddOn getan. Zu den bekannten Spieltypen und Maps kommt zum einen noch "Last Man Standing", was man auf allen Karten spielen kann, wovon es paar neue gibt. Die Maps orientieren sich u.a. bekannten Abschnitten der Missionen, wobei jedoch keine Map von der Gestaltung/ Setting besonders in Erinnerung bleibt wie beispielsweise bei ID oder Epic. Nun gibt es auch in Painkiller einen CTF Modus mit ganzen drei symmetrischen Maps, womit Fans nun auch hier einen Anfang in Sachen CTF Spielbarkeit bekommen. Groß und/oder komplex sind diese jedoch auch nicht. Einzelspieler schauen auch mit dem AddOn in die Röhre und können sich höchstens im LAN oder Online vergnügen, Bots wollten nicht ins AddOn. Nur online tut sich auch nicht gerade viel bei Painkiller. Um die 100 Server und 20 bis 80 Spieler spricht leider nicht für eine so große Community, was durchaus auch am Ping liegen kann, der selbst bei so manchen leeren DM-Servern im dreistelligen Bereich lag, von größeren Matches gar nicht zu sprechen.

Meinung

Das AddOn ist eine Berg- und Talfahrt an positiven und negativen Eindrucken. Auf der grafischen Seite hat sich doch einiges getan. Es sieht 'ne Ecke besser aus als im Hauptspiel, wobei insbesondere der Hitzeeffekt sehr zu gefallen weiß. Doch auch wenn es mit höheren Hardwareanforderungen flüssig lief, so ist Grafik längst nicht alles. Es kommt auf das Gameplay an und hier wurden nur wenige Fortschritte gemacht. Über die Handlung kann man ja noch hinwegsehen und Level, die keinerlei Zusammenhang haben, sind auch in so einem "Fun-Shooter" nicht zwingend notwenig, doch es fehlt nach einiger Zeit einfach der Pepp an der Sache und es wird sehr monoton. Serious Sam bot im Gegenzug beispielsweise einen sehr, sehr spaßigen COOP-Modus, mehr Waffen und man fühlte sich nicht so eingeengt in den kurzen Missionen. Dennoch ist das AddOn nicht schlechter als das Hauptspiel. Eher im Gegenteil. Mir gefallen die Level teilweise deutlich besser, wie z. B. Leningrad oder Loomy Park. Wer also Spaß an Painkiller hat, der bekommt hier etwa 4-5 Stunden weiteres Singleplay-Metzeln. In den Mehrspielermodus sollte man jedoch keine großen Erwartungen setzen. Wenige Maps, kaum Optionen, geringe Serverauswahl und unfertiger Netzwerkcode lassen dies alles noch recht unausgereift wirken. Wer Painkiller noch nicht hat, der sollte auf jeden Fall vorher die Demo vom Hauptspiel antesten. Das AddOn gibt es auch zusammen mit dem Hauptspiel im Bundel für etwa 39€. Wer jedoch keinen High-End Rechner hat oder auf Spaß im LAN bei solchen Spielen nicht verzichten kann, der ist mit Serious Sam Gold-Edition jedoch besser bedient, auch wenn das Game älter ist.


Geschrieben am 20.12.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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