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Pac-Man World 3  

Rückseite ]

Info
Autor 3
 2
 1.5
 1.5
Gesamt (2 votes) 4+
 1.7
 1.2
 0.7
Name:Pac-Man World 3
Genre: Jump n Run
Produkt: Vollversion
Release: 2006/07
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Blitzgames
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 3000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch/Englisch
Serie: ja
Bemerkung: auch für PS2, Xbox, GameCube, PSP, NDS
Pac-Man World 3 (review von yak)

Eine der ersten "klassischen" Computerspielfiguren ist sicher der pizzaähnliche Geister- und Punktefresser Pac-Man aus dem Hause Namco. Kein Wunder, wenn auch er aus dem Retroschlaf erwacht und weiterhin die Geister der Vergangenheit jagt. Da aber ein "einfaches" Labyrinthspiel sicher kaum noch einen modernen Spieler hinter dem Ofen hervor locken würde, müssen die Entwickler schon mehr bieten, um dem gelben Helden ein gelungenes Revival zu verschaffen. Das Konzept des 2D Labyrinthspiel wurde gegen ein Jump & Run getauscht und liegt mittlerweile schon in der dritten Episode der Pac Man World Reihe vor.

Als Entwickler für den dritten Teil von Pac-Man World beauftragte Namco die Spieleschmiede Blitz Games, die schon mit Taz: Wanted zeigte, dass sie eine zugkräftige Lizenz zu einem höchst unterhaltsamen Spiel umsetzen konnten. Ob sie aus den Ursprüngen des Irrgartenspiels und den Komponenten eines 3D Jump & Runs eine gelungene Kombination schaffen konnten, soll unser Review zeigen.

Technik

Die technische Umsetzung ist solide ausgeführt, wobei man hier auch keine graphischen Wunder erwarten sollte. Das hat sicher auch damit zu tun, dass man den bekannten Figuren halbwegs treu bleiben wollte und aus einer "gelben Kugel" ist logischerweise nicht viel herauszuholen, ohne ihren alten Charme und Wiedererkennungswert zu stark zu verändern. Das Gebotene wird aber einwandfrei präsentiert und die Spielareale sind ausreichend abwechslungsreich. So darf Pac-Man durch riesige Maschinenwelten, über fliegende Inseln und mystische Geisterwelten seinen Weg zum Endgegner freikämpfen, klettern und hüpfen. Die Gegnerpalette reicht von drachenähnlichen Wesen bis hin zu Robotern und natürlich Geistern. Die Soundkulisse ist ausgesprochen gut umgesetzt. Die Geräusche sind stimmig und die Sprecher, leider nur in englisch, verleihen den zwangsweise recht minimalistisch präsentierten Figuren ausreichend Charakter. Ärgerlich ist hier jedoch, dass die deutsch eingeblendeten Untertitel viel von der Spielfläche verdecken, was in einigen Kampf- oder Hüpfeinlagen schon mal die Sicht beeinflusst. Die Musik ist schon eher als bombastisch zu bezeichnen und verleiht dem eher am Comic Stil orientieren Game mit seiner vollorchestralen Vertonung eine Musikkulisse wie aus einem Actionfilm. Das verleiht dem Spiel eine Menge Pathos und sorgt dafür, dass der eher kindliche Stil dennoch genügend Dramatik erhält, womit das Spiel auch für alle Alterklassen besser zugänglich wird.

Gesteuert wird vorzugsweise mit einem Gamepad. Die Steuerung mittels Tastatur ist zwar möglich, aber nicht zu empfehlen, da Pac-Man World 3 ein recht forderndes Game ist und es einige kniffelige Passagen mit zeitkritischen Elementen gibt, die mit Tastatursteuerung kaum zu bewältigen sind. Die Steuerung funktioniert mit einer kleinen Ausnahme problemlos. Das Problem steckt hier im Detail. Es gibt eine recht ungünstige Lösung, um bestimmte Aktionspunkte zu aktivieren. Diese Punkte muss Pac-Man mit dem "Knopf" Rennattacke in Gang bringen. Steht er jedoch nicht genau auf dem Auslöser, wird die "normale" Rennattacke ausgeführt, was den kleinen Helden dann ungewollt in die Blickrichtung schleudert. Nicht selten fällt man dann von einer mühsam erreichen Plattform in den Abgrund, weil man nicht rechtzeitig abbrechen kann. Hier wäre eine andere Belegung sicher besser gewesen. Nicht mehr zeitgemäß ist auch, dass man Spiel, Steuerung und Graphikauflösung nur mittels eines externen Programms einstellen kann. Gespeichert werden kann pro Levelwechsel und an speziellen Speicherportalen innerhalb des Levels.

Gameplay

Zu seinem 25. Geburtstag hat Mrs Pac-Man ihren Gatten mit einer selbstgebackenen Torte überrascht, doch eine noch größere Überraschung war, als er noch vor dem Anschnitt selbiger in eine Zwischenwelt teleportiert wurde, um seinen alten "Geisterfreunden" beizustehen. Die Welt war mal wieder in Gefahr und der böse Erwin hat eine Maschine gebaut, die die Spektralwelt in die richtige Welt eindringen lässt, gefolgt natürlich von üblen Gestalten, die es auf unseren Helden abgesehen haben.

Pac-Man World 3 präsentiert sich als 3D Jump & Run mit kleineren Knobeleinlagen. Das Bewegungsrepertoire des Helden hat sich dem Sprung in die dritte Dimension entsprechend angepasst. Pac-Man kann springen, sich an Vorsprüngen hochziehen, an Gittern hochklettern, sich an Stangen herablassen oder schwingen, eine schnelle Rolle vollführen, Sprungbretter nutzen, boxen oder eine ziemlich Mario-ähnliche Stampfattacke wie auch einen Wandsprung aufs Parkett legen. Ausreichend Bewegungspotential also, um in den 15 weitläufigen Levels zu bestehen. Ein Tutorial unter Mithilfe des Geistes Orsons sorgt dafür, dass man mit allen wichtigen Funktionen vertraut wird. So lernt Pac-Man, wie er Bösewichte vertrimmt, Schalter betätigt oder Gerätschaften wie Fahrstühle oder bewegliche Brücken betätigt, in dem er auf dem Aktionsfeld schnell nach vorne rennt und es somit in Gang bringt. Er kann Pfähle mit der Stampfattacke in den Boden rammen, um so Türschalter zu aktivieren oder an anderer Stelle dadurch neue Pfähle aus dem Boden emporschießen zu lassen. Gefundene Kristalle ermöglichen es, Pac Punkt Maschinen mit Energie zu versorgen. Einmal eingesetzt, spucken diese Maschinen Pac Punkt-Bahnen aus, die an einen zuvor unerreichten Bereich führen. So schnappt der hungrige Gesell dann automatisch im Fressrausch danach und gelangt an das Ende der Punktreihe. Somit erfüllen die Pac Punkt Maschinen die Funktion ähnlich eines Teleporterstrahls, wodurch sie Teil der Rätselaufgaben werden, um sich einen Weg aus dem Level bahnen zu können. Nett und einfallsreich umgesetzt, um das alte Pac-Man Prinzip in das neue Gameplay zu integrieren. Genauso gut umgesetzt wurde auch das "Geisterfressen". Hin und wieder wird ein Levelbereich abgeriegelt und eine Geisterhorde betritt die Arena. Jetzt gilt es eine Powerpille zu finden, um die Geister fressen zu können. Im Prinzip findet man hier das klassische Pac-Man Prinzip, nur mit dem Unterschied, dass nicht alle Punkte eingesammelt werden müssen, sondern eine bestimmte Zahl an Geistern.

Damit der Gegnerkampf nicht zu schwer wird, gibt es einige Power-Up Pillen, die Pac-Man für kurze Zeit Sonderkräfte verleihen, so z.B. die Metallpille, die ihn unverwundbar macht, oder die Elektroschock Powerpille, die aus seinen Händen Energieblitze auf die Gegner losjagen lässt. Dazu gibt es noch die grüne Powerpille, die seine Stampfattacke viel schlagkräftiger werden lässt und die Schleifen-Power Pille, die eine Energieleuchtspur hinter ihm spannt und wenn er einen Kreis damit schließt, werden alle Gegner innerhalb dieses Kreises geschädigt. Nette Ideen, die auch eine taktische Komponente ins Spiel bringen, da unterschiedliche Gegner auch unterschiedliche Schwächen gegenüber den Spezialattacken haben. So sind die Metallskorpione im einfachen Zweikampf schon eine zeitaufwendige Sache, per Blitzstrahl strecken sie jedoch schnell die Beine von sich.

Neu im dritten Teil ist die Kontrolle der Geister Clyde und Pinky. Sie gehen mit Pac-Man ein Bündnis ein, um ihre Freunde Inky und Blinky, die von Erwin gefangen wurden, zu befreien. An speziellen Terminals kann Pac-Man die Geister aktivieren und sie dann steuern. Beide haben unterschiedliche Eigenschaften, die zum Lösen der Levelaufgaben notwendig sind. Pinky kann z. B. Gegenstände, die nur in der Geisterwelt sichtbar sind, materialisieren. So z.B. Plattformen oder Brücken, die Pac-Man dann nutzen kann, um seine Reise weiter fort zu setzen. Clyde kann hingegen einen Energiestoß ausführen und so Säulen umkippen, die dann als Brücke fungieren. Ebenso kann er auch mit Energiestößen Feinde und sogar Geister aus den Geisterportalen erledigen.

Pac-Man findet auf seiner Reise aber auch jede Menge Boni. So z. B. Sammelkarten oder Labyrinthe für den klassischen Spielmodus. Der klassische Labyrinthmodus kommt dann auch noch im eigentlichen Spiel vor, wenn es darum geht, sich in eine große Maschine "einzuhacken" und sie zu zerstören. Hier spielt man dann eine aufgepeppte Fassung des Originals im klassischen 2D Look. Ebenfalls auf dem Programm steht noch eine Art Mech-Fight, in dem Pac Man in einen Riesenroboter schlüpfen darf.

Die Level sind großflächig und interessant angelegt und mit vielen Secrets angereichert, so dass man im Durchschnitt, will man alles gut erforschen, ca. 1 Stunde pro Level einplanen sollte, womit auch eine recht gute Spielzeit von 12-14 Stunden eingerechnet werden kann. Die üblichen Feuerfallen, Abgründe, bewegliche Plattformen und schmale Balken sorgen für ausreichend Jump & Run Feeling. Der Schwierigkeitsgrad steigt gut temperiert an und das Game bleibt durchweg fordernd und fair, auch wenn der Endkampf dann schon ein wenig zu leicht erscheint, da gab es weitaus kniffeligere Zwischenfights mit normalen Gegnerhorden. In Pac-Man World hat man, wie noch in den klassischen Arcade Games, jedoch nur eine bestimmte Zahl an Leben. Sind diese verbraucht, ist es vorbei. Jedoch findet man ausreichend Extraleben, so dass es dabei eigentlich keine Probleme geben dürfte.

Als Bonus findet man einen Museumsbereich, der ein Video mit dem Pac Man Schöpfer bietet, eine kleine Übersicht aller Pac-Man Spiele, eine spielbare Version des Arcadeklassikers und eine Option, die Bonusgegenstände, die man freigespielt hat, zu betrachten. Ein nett geschnürtes Gesamtpaket.

Fazit

Pac-Man World 3 ist ein unterhaltsames, kurzweiliges und solide gemachtes 3D Jump & Run, das durch einen stetig steigenden Schwierigkeitsgrad und groß angelegte Level überzeugen kann. Die Figuren wurden, soweit das für eine "gelbe Kugel" überhaupt möglich ist, charmant umgesetzt und die technische Präsentation fällt ordentlich aus, wenn es auch insgesamt an Story und Gameplay-Highlights mangelt. Insgesamt kein absolutes Highlight, sondern gediegene Standardkost, für PC Besitzer mit Affinität zum Jump & Run Genre dennoch ein empfehlenswerter Titel.


Geschrieben am 11.08.2007, Testkonfiguration: Intel Dual Core E6600, Geforce 7950GT, 2GB RAM, Creative X-Fi Extreme
 



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