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Rückseite ]

Info
Autor 2
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 2.5
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Gesamt (2 votes) 1
 1.5
 1.7
 2.5
Name:The Outfit
Genre: Taktik-Shooter
Produkt: Vollversion
Release: 2006/03
Publisher: THQ
Entwickler: Relic
Hardware: Xbox360
System: Xbox360
Multiplay: Split/System/Xbox-Live
Sprache: Deutsch/Englisch
USK: 16
Herstellerscreens
The Outfit (review von nali_warcow)

Die Entwicklung moderner Spiele verschlingt immer mehr Geld. Die Teams werden immer größer und bis allein die Grafikengine steht, ist mitunter viel Zeit vergangen. Manchmal ist die Zeit ja auch etwas zu knapp bemessen und Teile des Inhalts fehlen bzw. wirken wenig ausgearbeitet. Nicht ganz verwunderlich ist es daher, dass für die Xbox 360 viel bekannte Kost präsentiert wird. Ein Shooter oder Rennspiel bleibt gleich, auch wenn Auflösung und Grafikqualität gesteigert werden. Statt frischer Ideen und gewagter Experimente wird eher auf bekannte Kost gesetzt. Etwas anders hat Relic Entertainment das gesehen. Mit "The Outfit" präsentieren die Entwickler eine interessante Mischung aus Strategiespiel und Battlefield-Shootergameplay. Warum das Spiel gerade im Mehrspielermodus für sehr viel Spaß sorgt, soll das folgende Review zeigen.

In der grünen DVD Box gibt es neben der Spiel DVD ein etwa 30 Seiten umfassendes, farbiges Handbuch. Darin werden sowohl die Grundlagen des Spiels, als auch Einheiten und Fahrzeuge näher gebracht. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ihm das Gameplay zusagen wird, der kann sich über den Xbox Live Marktplatz eine 440 MB große Mehrspielerdemo herunterladen. Wer kein Xbox Gold-Member ist, der kann immerhin die Demo im Split-Screen Modus antesten. Eine Einzelspielerdemo gibt es bislang nicht.

Drei Kämpfer vs. Nazi General

Schauplatz Zweiter Weltkrieg. Wieder einmal gilt es auf Seiten der Alliierten den Kampf gegen allerlei deutsche Feinde aufzunehmen. Allerdings in einem etwas anderen Stil, als dies in Spielen wie Call of Duty geboten wird. The Outfit kümmert sich nicht so sehr um Realismus, ist teilweise stark überzeichnet und präsentiert eine Art "Hollywood WW2" mit Helden-Trio. Wie dies auszusehen hat, wird im Introvideo gezeigt, wenn die Spezialisten ohne Kratzer ein deutsches Lager auseinander nehmen. Gekämpft wird nicht in der großen Masse an der Front, sondern tief hinter den feindlichen Linien. Die drei Haudegen des "Outfit"-Teams stoßen bei einem Einsatz auf eine Kirche, in der ein Nazi-General Personen zur Einäscherung eingesperrt hat. Das Team macht sich daran den Kerl zu finden und zu liquidieren, was natürlich alles andere als einfach ist. Mit Liebe, Verrat und Trauer wird die Handlung erzählt, die die einzelnen Level und Missionsziele verbindet. Es wird zwar kein Soldat James Ryan präsentiert, aber unterhaltsam ist die Story allemal. Eigentlich handelt es sich jedoch bei dem Einzelspielerpart mehr um ein umfangreiches und nett präsentiertes Tutorial, das den Spieler auf den Langzeitspielspaß im LAN und Internet vorbereiten soll. Mit Teamkameraden, Nachschublieferungen und einer guten Prise strategischer Planung präsentiert sich The Outfit als Action-Shooter der etwas anderen Art.

Strategiespiel trifft Shooter

Ärgerlicherweise versperrt eine Blockade das weitere Vorrücken in Richtung Ziel. Mit Granaten wird man wenig dagegen ausrichten können. Das ist ein Fall für die Luftstreitkräfte. Doch um diese Unterstützung nutzen zu können, wird ein Sendemast zur "Kontrolle" benötigt. Glück für das Team und Pech für den Feind, denn ein solcher Turm befindet sich auf dem nahe gelegenen Hügel. Der Angriff beginnt. Mit dem Jeep rast das Team in Richtung verbarrikadierter Feinde. Lange kann man es allerdings nicht im Wagen aushalten, da dieser vom Gegner schnell in Einzelteile zerlegt wird. Auch die Bordwaffe ich nicht gerade effektiv. Also raus und die eigenen Waffen sprechen lassen. Die Kollegen bekommen kurz den Befehl das MG Nest mit einer Gasgranate auszuräuchern und man selber kümmert sich um das andere Geschütz. Da der Schütze das MG nur eingeschränkt drehen kann, ist es "hinten" verwundbar. Statt einem Kugelhagel reicht auch ordentlich Feuer aus dem Flammenwerfer und die Lage ist unter Kontrolle. Jetzt etwas weiter in Richtung Turm und die Flagge wird ausgewechselt. Nun gilt es die Position zu halten, da der Feind sicher einen Gegenangriff unternehmen wird. Die beiden ausgeschalteten MG Schützen werden durch eigene Leute ersetzt und inzwischen haben sich durch Kills Punkte angesammelt, die es erlauben, weitere Verstärkung - in Form von zwei Paks (Panzerabwehkanone) - gegen Fahrzeuge zu ordern. Kurz überlegen, wie diese am besten ihren Einsatz finden und schon bringen Lufttransporter die Fracht direkt an Ziel. Keine Sekunde zu spät, der Gegner ist auch schon beim Gegenangriff. Anfangs läuft es noch ganz gut, dann wird allerdings die Mannschaft einer Pak ausgeschaltet. Für ein Nachordern an Einheiten bleibt keine Zeit, jetzt muss der Spieler selber ran. Die anderen Kollegen kümmern sich derweil um die verbleibenden Fußtruppen. Wenig später ist wieder Ruhe eingekehrt und der Luftangriff auf die Barrikade kann angefordert werden…

Shooter trifft Strategiespiel

The Outfit ist alles andere als ein weiterer WW2 Shooter. Relic hat sich vielmehr darum bemüht, Elemente aus Battlefield mit Planung und Taktik eines Strategiespieles zu verbinden. Ein großer Unterschied zu Battlefield besteht darin, dass der Spieler nicht allein auf dem Schlachtfeld ist. Bis zu vier CPU Kollegen rennen, laufen und kämpfen mit, so dass auch mit wenigen Spielern im Netzwerk oder LAN für ordentliche Action auf dem Schirm gesorgt wird. Die Kollegen sind da auch eine gute Hilfe, um die auf der Karte verteilten Flaggenpunkte zu erobern, was mit vier Leuten natürlich schneller geht als im Einzelkampf. Wie im Battlefield-Vorbild dienen diese Orte als Respawnpunkte. Mit vier Mann lässt sich die feindliche Flagge zwar recht schnell einnehmen, allerdings muss zuvor die gegnerische Abwehr überwunden werden. Während in Battlefield die Spieler meist alle zur nächsten Flagge stürzen, sind die Posten im "Hinterland" nur schwach verteidigt. Wer möchte auch irgendwo in einer abgelegenen Ecke auf den Feind warten. The Outfit bringt hier durch die taktische Komponente eine merkliche Änderung mit. Jeder Spieler kann punktgenau Verstärkung herbeiordern. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um zusätzliche Begleiter, sondern auch um unterschiedlichste Abwehrstellungen und Fahrzeuge. Ein Sendemast mit einer Flagge auf einem Hügel ist eine Sache, aber ein Sendemast inklusive einer Reihe MG-Nester und Panzerabwehrkanonen ist eine merklich schwerere Herausforderung. Das Schöne daran ist, dass jeder Spieler selber bestimmten kann, welche Verteidigungsanlagen oder welche Fahrzeuge er gerne an welche Stelle geliefert haben möchte. Wenig später wird das gewünschte Päckchen vom Transportflieger abgeworfen. Auf diese Weise lassen sich auch zerstörte Brücken wieder nutzen. Einfach kurz eine Brücke "bestellen" und diese wird wenig später aus dem Transportflieger geworfen. Bei der Verteidigung wird dadurch nicht auf vorgegebene Anlagen zurückgegriffen, sondern es kann ganz nach Verlauf der Schlacht und Vorgehen des Gegners geplant werden. Jedes "bestellte" Fahrzeug, jeder CPU Kollege und jedes Abwehrgeschütz kostet das Team entsprechende Punkte, "Feldeinheiten" genannt. Auffüllen lässt sich das Konto durch Ausschalten von Gegnern, Erobern von Flaggenpunkten und Zerstörung von Fahrzeugen.

Langzeitspaß im Netz

Im Einzelspielermodus bekommt der Spieler eine zwölf Missionen Kampagne geboten, die überwiegend auf den Mehrspielermodus vorbereiten soll. Dennoch haben sich die Entwickler darum bemüht, die einzelnen Missionen durch Zwischensequenzen zu verbinden und eine Hintergrundhandlung zu präsentieren. Wer speziell designte Missionen und viel Abwechselung erwartet, wird am Einzelspielermodus nicht lange seinen Spaß haben. Die Missionen präsentieren sich als linear gestaltete Multiplayermaps, in denen sich das Team jeweils bis zum Ende durchkämpfen muß. Vorrücken, Flagge erobern und wieder vorrücken. So kann das Gameplay durchaus beschrieben werden. Einige Karten sind zwar offener, doch der Spieler hangelt sich dennoch von Flaggenpunkt zu Flaggenpunkt. Missionen in Gebäuden sind ebenso Fehlanzeige. Dennoch wurde durch Scripts für Abwechslung gesorgt. Mal muss ein Hügel gestürmt, ein gepanzerter Zug erobert und eine Stellung gehalten werden. Da Flaggenpunkte wie die Fahrzeugfabrik oder der Sendemast nicht immer gleich am Anfang zur Verfügung stehen, ist eine differenzierte Startegie notwendig. Dank des offenen Gameplays und taktisch anspruchsvollen Möglichkeiten führen viele Wege zum Ziel. Hier kann man sich zudem viel Zeit lassen. Es gibt keinen besonderen Grund zur Eile, noch kann der Spieler wirklich verlieren, da der Spieler wie im Mehrspielermodus auch in der Einzelspieler-Kampagne nach seinem Tod wieder an einem eroberten Flaggenpunkt startet. Ein Verlieren des Spiels ist somit so gut wie ausgeschlossen. Neben den eigentlichen Zielen einer Mission gibt es jeweils zwei versteckte Bonusziele. Diese sind nicht deutlich markiert, sondern müssen vom Spieler "entdeckt" werden. Wenn plötzlich ein feindlicher Konvoi auf der anderen Uferseite auftaucht, man schnell genug reagiert und sich hinter die nächste Pak schwingt, hat schon bald einen Bonus-Erfolg auf seinem Konto. So auch, wenn plötzlich Texteinblendungen erscheinen, man solle die Fallschirmspringer beschützen oder die gesichteten, feindlichen Schiffe zerstören. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel nicht sehr viel schwerer als auf normal und es zeigt sich der Tutorial-Charakter der Kampagne. Wahre Einzelspieler sind also auf längere Sicht nicht ganz so gut damit bedient. Doch schon mit einem Kumpel geht der Spaß richtig los. Allein die Kampagne macht im Coop Modus gleich doppelt so viel Spaß, wenngleich eine Option für eine waagerechte statt senkrechter Bildschirmteilung im Splitscreenmodus vermisst wurde. Doch der Coop-Modus kann ja auch über Systemlink oder Xbox Live gespielt werden. Insbesondere da sich ein Spieler dann nicht mehr gleichzeitig um Steuerung und Zielen/Feuern beim Fahrzeug kümmern muss, stellt einen erhebliche Erleichterung dar. Neben den zwölf Missionen der Kampagne gibt es außerdem weitere zwölf Level, die in drei Spielmodi gezockt werden können. Im Deathmatchmodus wird mit einem Zeitlimit gespielt. Der Spieler, der danach die meisten Abschüsse verbuchen kann, gewinnt die Runde. Es reicht dabei jedoch nicht, einfach wild durch die Gegend zu rennen und die CPU Kollegen der anderen Spieler zu erledigen. Die bringen keine Punkte, sondern lediglich Kills "menschlicher" Gegner. Im Zerstörungsmodus wird ebenfalls mit Zeitlimit gespielt. Allerdings zählt hier die Höhe des Feldeinheitenkontos. Feldeinheiten gibt es für jeden Kill, für jeden ausgeschalteten CPU Kollegen, jeden eroberten Flaggenpunkt und alle zerstörten Fahrzeuge. Gleichzeitig kosten Fahrzeuge und Abwehreinrichtungen wieder entsprechende Feldeinheiten. Der Modus "Strategischer Sieg" ist schließlich die Battlefield-Variante in The Outfit. Das Team, das zuerst seine Kommandopunkte verliert, hat auch das Spiel verloren.

Waffen & Fahrzeuge

Sowohl das US-Team "The Outfit" als auch die deutschen Gegenspieler können jeweils auf drei unterschiedliche Charaktere und einen recht ähnlichen Fuhr- und Verteidigungspark zurückgreifen. Das Heldentrio besteht aus dem Anführer Deuce Williams, J.D. Tyler und Tommy Mac. Genauso wie die deutschen Gegenspieler General Hans von Beck, General Victor Mörder und Nina Dietrich, bekommen die Charaktere im Laufe der Kampagne und im Mehrspielermodus stärkere Varianten ihrer Primärwaffen. Je nach Charakter entscheidet sich der Spieler somit für einen bestimmten Spielstil. Ausgerüstet mit Bazooka und Pistole als Deuce Williams spielt es sich deutlich anderes als Tyler, der mit Scharschützengewehr und Shotgun herumläuft. Außerdem tragen die Charaktere unterschiedliche Granatentypen und ermöglichen einen individuellen Gruppenbefehl. So kann der Spieler in der Rolle von Tommy Mac Gasangriffe auf feindliche Stellungen befehligen, was die CPU Begleiter mit mehr oder weniger Erfolg ausführen. Außerdem unterscheiden sich die Charaktere in Sachen Geschwindigkeit, Gesundheit und Ausdauer. Auch sehr wichtig zu wissen: die Kosten für Nachschublieferungen an Mensch und Material kostet auch unterschiedlich viel. Es macht somit wenig Sinn, dass der Charakter die teuren Fahrzeuge bestellt, der am meisten dafür vom Teamkonto zahlen muss. Die Steuerung der Charaktere erfolgt aus der 3rd Person Verfolgeransicht. Schon nach kurzer Zeit geht die Steuerung in Fleisch und Blut über und orientiert sich ansonsten an der Shooternorm. Lediglich Springen vermisst man stellenweise und somit wird so manche kleine Schwelle zum großen Hindernis. Das HUD ist sehr übersichtlich und stellt eine ganze Reihe an Infos übersichtlich dar. Karte, Waffen & Munitionsanzeige, Infos über eingenommene Kontrollpunkte und natürlich der eigene Status sind jederzeit gut im Blick. Deutliche Symbole zeigen an, wo ins Fahrzeug eingestiegen werden kann. Nicht ganz so gelungen ist die Reparaturfunktion. Angeschlagene Fahrzeuge können per Knopfdruck wieder in Schuss gebracht werden. Dazu muss der Spieler allerdings das Fahrzeug genau im Fadenkreuz haben, was gerade im Kampf etwas ungünstig ist, da man eigentlich woanders hin zielen will. Bei der Eroberung eines Fahrzeugs bereitet dies weniger Probleme, da der Spieler direkt auf das Fahrzeug zusteuert. Genauso wie Fahrzeuge repariert werden können, können Geschütze wie MG oder Flak vom Spieler selber benutzt werden oder aber mitgelieferte CPU Kollegen übernehmen diese Rolle und erweisen sich dort als recht gute Schützen. Die anderen CPU Kämpfer sind nicht ganz so gut. Zwar können sie - insbesondere in der Masse - gut austeilen, aber wirklich überzeugend angreifen können sie nicht. Deckungen werden nicht genutzt und die Kollegen rennen gerne dem Feind in die Arme (oder anders herum). Wie Verstärkung für das eigene Begleiterteam, so können auch Geschützmannschaften per Nachschub eingeflogen werden, auch der bestellte Panzer schwebt wenige Sekunden später per Luftpost ein. Trotz des recht umfangreichen Angebots erfolgt die Auswahl bei der "Bestellung" mit wenigen Buttons. Über Y wird das entsprechende Menü aufgerufen, mit dem Steuerkreuz die Kategorie in einem Kreismenü gewählt und mit A, X und Y die gewählte Variante geordert. Davor gilt es lediglich noch die genaue Position auf dem Spielfeld zu bestimmen. Danach heißt es kurz zur Seite treten, denn es gibt genug Helden, die vom Panzer zerquetscht wurden. Gerade wer viel Halo gespielt hat, wird sich bei den Fahrzeugen etwas umgewöhnen müssen. Mit dem linken Stick wird das Fahrzeug gesteuert und mit dem rechten Stick steuert der Spieler den Geschützturm. Dies ermöglicht zwar nette Drive-By-Ballereinlagen, zeigt sich in der Praxis jedoch als sehr anspruchsvoll. Es werden zwar Begleiter benötigt, damit der Spieler fahren und ballern kann, allerdings feuern die Kollegen nicht. Dies muss der Spieler selber machen, oder aber im Mehrspieler und Coop-Modus ein anderer menschlicher Spieler übernehmen. Nicht immer ganz nachvollziehbar ist das Treffersystem. Einige Feinde wollen scheinbar einfach nicht sterben und stecken erschreckend viele Treffer ein. Schön auch immer wieder, wenn die Gegner zu Boden gehen und sich dann wieder hochrappeln. Auch das eine oder andere Hindernis hält sehr viel aus. Bei den Fahrzeugen hat man teilweise das Gefühl, sehr wenig Schaden anzurichten, was jedoch beabsichtigt scheint, damit der gemeine Infantrist zumindest eine Chance hat. Einige werden sich daran stören, aber mir hat es nicht viel ausgemacht: Munition hält im Spiel ewig und muss nicht nachgekauft werden.

Präsentation

Grafisch präsentiert sich The Outfit nicht als Next-Gen-Titel. Dazu gibt es zu viele schwächer aufgelöste Texturen, teilweise geringere Polygonzahlen und wenige spektakuläre Effekte. Bei den Effekten gleicht dies eher die Masse wieder aus, wenn sich 20 Einheiten um einen Punkt "kloppen". Weiterhin gleicht das Spiel die eine oder andere grafische Schwäche durch eine sehr schöne Weitsicht, ordentlich Action und großen Karten locker im Gameplay wieder aus. Gerade wenn viel auf dem Schirm passiert, alles herum explodiert, Dreck durch die Luft fliegt und zwanzig und mehr Feinde miteinander Kämpfen, dann fühlt man sich wie mittendrin statt nur vor dem Schirm. Ruckler waren nicht zu bemerken, auch nicht im Splitscreenmodus. Außerdem lassen sich recht viele Objekte auf der Karte zerlegen. Angefangen bei Sandsackbarrikaden über Zäune und Mauern bis hin zu Gebäuden. Jedoch nur so weit, wie dies von den Entwicklern geplant wurde, wobei auch hier wieder einige Objekte erstaunlich viel im Gegensatz zu andern aushalten. Die Landschaft kann jedoch nicht deformiert werden. Der Sound dagegen kann rundum überzeugen. Im Kampf kracht und dröhnt es nur so um einen herum, die Waffen klingen gut und die englische Sprachausgabe weiß auch durch unterschiedliche Akzente zu gefallen.

Meinung

Bei The Outfit handelt es sich um ein Spiel, das für viele erst Liebe auf dem zweiten Blick bedeuten könnte. Grafisch bleibt das Spiel merklich hinter dem, was sich viele unter Next-Gen vorstellen oder schon gesehen haben. Auch der Einzelspielermodus weiß durch das eher eintönige Gameplay nicht ganz zu überzeugen. Dennoch wird dies in einer nett verpackten Story erzählt. Das Herzstück des Spiels ist der Mehrspielermodus und nur für solche Leute lohnt sich der Kauf zum Vollpreis. Da verzeiht man dem Spiel gerne die eine oder andere Schwäche und erlebt eine schöne Mischung aus Shooter und RTS mit taktischem Tiefgang. Allerdings ist auch der Mehrspielermodus eine Umgewöhnungsphase. Wer einfach ballernd in Richtung Gegner läuft, wird schneller Respawnen müssen, als es ihm lieb ist. The Outfit erweckt zwar den Eindruck eines simplen Battlefields Clons, spielt sich aber doch eine ganze Ecke anders. Der Xbox Live Marktplatz bietet jedem Interessenten eine kostenlose Mehrspielerdemo, um hineinschnuppern zu können. Gebt dem Multiplayer eine Chance, er hat es verdient.


Geschrieben am 07.04.2006, Testkonfiguration: Xbox360
 



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