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Info
Autor 2+
 1
 1
 2.5
Gesamt (207 votes) 1
 1.9
 1.9
 2.4
Team (2 votes, siehe hier)2+
Name:Morrowind: Tribunal
Genre: Rollenspiel
Produkt: Add-In
Release: 2002/12
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Bethesda
Offiz. Sites: Game
Links: Planet Morrowind
Hardware: 500Mhz, 256MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 1.4.1313.1.1
USK: 12
Morrowind: Tribunal (review von mountainking)

Morrowind war für viele RPG-Fans sicher eines der absoluten Highlights des Genres der letzten Jahre, auch ich selbst zähle mich seit einer geraumen Weile zu den Skooma-Süchtigen.

Dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das erste offizielle Expansion Set namens "Tribunal". Ob es Bethesda damit gelingt, die durch das Originalspiel sehr hoch gelegte Messlatte zu überspringen, versuche ich im folgenden Review herauszufinden.

Voraussetzung ist natürlich zunächst die Installation von Morrowind, welches durch Tribunal auch gleich auf die neueste Version gepatched wird. Im Spiel aktiviert sich die Erweiterung nach der ersten Rast, da man durch einen Attentäter recht unsanft aus dem Schlaf der Gerechten geweckt wird und nachdem man sich des Problems entledigt hat, startet ein neuer Hauptquest.

Dieser führt den Spieler jetzt von der Insel Vvardenfell, auf der sich Morrowind zunächst abgespielt hat auf das Festland und in die Hauptstadt des Reiches namens Mournhold. Dort wird man mehr und mehr Zeuge einer ganzen Reihe politischer Verwicklungen, die zum einen durch die zweifelhafte Art und Weise, wie der neue König Helseth zu seiner Krone gekommen ist und zum andern durch die wachsenden Gegensätze zwischen König und der ebenfalls in Mournhold residierenden Tribunal-Göttin Amalexia bestimmt werden.

Erfahrene Morrowind-Spieler werden jedoch wissen, dass man in diesem Spiel lieber nicht sklavisch der Mainstory folgen sollte, sondern stattdessen lieber die dem Spielsystem zugrunde liegenden Freiheiten ausnutzt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viele Worte über grundsätzliche Details, die sich gegenüber Morrowind nicht verändert haben, verlieren und verweise dafür auf das entsprechende Review.

Relativ wenig Neues gibt es beispielsweise von der Grafik- und Soundfront zu berichten. Der bereits herausragenden Optik Morrowinds wird in Tribunal quasi ein neue Zone beiseitegestellt. Die Hauptstadt Mournhold weist, analog zu den verschiedenen Gegenden auf Vvardenfell, einen durchaus eigenen Stil auf, wobei die reine Größe und Bevölkerung für eine Hauptstadt trotzdem etwas mickrig erscheint. Hinzugefügt werden außer den verschiedenen oberirdischen Distrikten Mournholds vor allem eine ganze Menge darunter befindlicher Dungeons, in denen sich auch die meisten der Quests abspielen. Diese sind in der Regel im Vergleich zur Masse der Vorgänger relativ groß, ansprechend und voneinander unterscheidbar umgesetzt. Trotzdem hätte ich mir einige zusätzliche Außenlevel gewünscht. Ähnliches trifft auf die Musik zu, bei der ich schlicht gar nichts Neues entdecken sollte, was die Qualität des Soundtracks zwar nicht schmälert, aber zwei oder drei Tracks mehr hätten sicher nicht geschadet.

Einige wichtige und von der Community gewünschte Änderungen im Bereich der Steuerung wurden dagegen sehr gut umgesetzt. Die Übersichtskarte lässt sich jetzt mit eigenen Notizen versehen und das im Lauf der Zeit vollkommen unübersichtliche Questverzeichnis wird jetzt anschaulich und nachvollziehbar gegliedert.

Die Umwandlung des alten Logs dauert zwar eine kleine Ewigkeit, ist das Warten aber zweifellos wert. Natürlich gibt es außer neuen Gebieten auch neue -allerdings wenige- Monster, wie beispielsweise Goblins, bei denen mir aufgefallen ist, dass sie mehr Bewegungen und Animationen besaßen als die altbekannten.

Auf dem Basar der Hauptstadt kann man sich außerdem jetzt eine witzige Packratte kaufen, deren praktischen Sinn ich allerdings angesichts der Tatsache, dass sie sehr schnell das Zeitliche segnet, sobald sie angegriffen wird, eher in Frage stellen möchte.

Ähnliches gilt, aus anderen Gründen, auch für den Söldner, den man jetzt anwerben kann. Die KI ist nicht gerade einer der vielen Glanzpunkte Morrowinds, was sich speziell auch in Tribunal besonders negativ auswirkt, weil viele der Gebiete innerhalb von Gebäuden liegen, so dass einem oft der Weg durch Patrouillen oder NPCs versperrt wird. Das sollte man vor dem Anheuern eines potentiellen Ecken- und Türenhängenbleibers im Hinterkopf behalten. :)

Auch im Hinblick auf Waffen und Ausrüstung überhaupt ist für die verschiedenen Charaktere mehr oder weniger Nützliches hinzugekommen und im Museum für Artefakte kann man sich eine schöne Liste aller verschollenen Artefakte geben lassen. Allerdings sind diese Dinge zwar nett, aber eigentlich nicht wirklich nötig.

Da Tribunal nur mit einem bereits gespielten Charakter angefangen werden kann und die meisten Spieler daher wahrscheinlich mit dem Helden oder der Heldin, den oder die sie sie bereits in Morrowind so weit wie möglich ausgebildet haben, das Addon bestreiten werden, dürfte der Anspruch an die entsprechenden Fähigkeiten relativ gering sein. Die Gegner sind zwar etwas stärker bzw. passen sich an das Level des Spielers an, mit einem halbwegs ausgebildeten Charakter setzt sich meines Erachtens aber auch das fort, was gegen Ende von Morrowind ein wenig den Spaß trüben konnte: es gab einfach keine kämpferischen Herausforderungen mehr. Man kann das eigentlich nur dadurch umgehen, dass man Waffen bzw. Zaubersprüche einer Schule benutzt, in denen man noch nicht perfekt geschult ist. Wenn ich dagegen meine enchantete Heavy Armor trage und mit Sunder (Bluntwaffen geskillt auf 100), der Endwaffe von Morrowind, kämpfe, fällt auch in Tribunal jedes Monster nach ein oder zwei Schlägen um.

Das ist zweifellos wieder dem Skillsystem geschuldet, was mich aber ein wenig verwundert hat, ist, dass auch im Addon die Charakterwerte nicht über 100 trainiert werden können. Levelaufstiege lohnen sich daher im Grunde gar nicht, wenn man im Originalspiel die wichtigen Werte wie Stärke oder Intelligenz schon aufs Maximum gebracht hat.

Unterm Strich bleibt daher ein dem Originalspiel absolut angemessenes Addon, dessen größter Pluspunkt vor allem ein sehr guter neuer und ins Grundkonzept passender Hauptplot ist. Eine ganze Reihe schön gemachter neuer Dungeons, witziger Nebenquests und netter neuer Gegenstände komplettieren den positiven Gesamteindruck, den auch das etwaige Fehlen der Motivation der weiteren Charakterausbildung nicht schmälern kann. Für alle, die Morrowind mochten, ist Tribunal sowieso ein Pflichtkauf, für die Spieler, die das Erlebnis noch vor sich haben, bietet sich ein Bundlekauf zweifellos an, auch wenn das Addon erst für höherstufige Charaktere empfohlen wird.


Geschrieben am 07.03.2003, Testkonfiguration: AMD2000, GeForce3, 512MB Ram
 



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