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Info
Autor 2
 2.5
 2
 2.5
Gesamt (15 votes) 2+
 1.8
 1.4
 2
Name:Medal of Honor: Allied Assault Breakthrough
Genre: Egoshooter
Produkt: Add-On
Release: 2003/10
Publisher: Electronic Arts
Links: planet MoHAA
Hardware: 500Mhz, 128MB RAM, 16MB Open-GL, HD 1850 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
zensiert: ja
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 2.40b
USK: 18
Medal of Honor: Allied Assault Breakthrough (review von nali_warcow)

Es ist doch irgendwie immer so: Wenn auch das Hauptspiel nur einigermaßen erfolgreich ist, dann wird ein AddOn nachgeschoben. Wenn dieses sich dann noch immer gut verkauft, kommen weitere dazu. Die Sims-Spieler können davon ein Lied singen. Jede kleinste Änderung wird als neu verkauft und im AddOn für um die 30€ einzeln herausgebracht. Eigentlich übelste Abzockerrein bei manchen AddOns. Zu Medal of Honor: Allied Assault ist nun nach Spearhead das zweite Erweiterungspack mit dem Namen Breakthrough erschienen. Aber lohnt es sich auch für Spieler, die schon etwa 75€ für Allied Assault und Spearhead ausgegeben haben? Sollen Spieler der Deluxe Edition zugreifen? Oder sollten die Spieler lieber auf Call of Duty warten? Dieses Review soll es klären.

Die Handlung

Im zweiten AddOn verschlägt es den Spieler, Sergant John Baker, zur 34. "Red Bull" Infanteriedivision. Hier kann er nun zeigen, daß er seinem Ruf gerecht wird in Sondereinsätzen einen kühlen Kopf zu behalten und die Einsatze erfolgreich und lebend zu beenden. Diese drei neuen Einsätze sind dabei alles andere als einfach zu absolvieren. So muß der Feind in den Wüsten Nordafrikas zurückgedrängt werden, die Panzer des deutschen Afrikakorps stellen sich einen in den Weg und abschließend muß die Landung der alliierten Truppen in Sizilien unterstützt werden und die Stürmung der Festung Monte Battaglia ist das Endziel im schweren Kampf.

Rundreise: Afrika bis Italien

In insgesamt elf neuen Missionsabschnitten kämpft sich der Spieler durch drei neue Einsätze. Der Schwierigkeitsgrad ist stellenweise sehr hoch und die Erstürmung von Monte Battaglia ist alles andere als einfach, aber der Reihe nach. Die erste Mission führt den Spieler in die Wüsten Nordafrikas, hier muß den Truppen geholfen werden, gegen die Deutschen vorzurücken, welche sich auf einer Paßhöhe verschanzt haben. Neben Luftabwehrgeschützen haben die Deutschen auch eine ganze Reihe an Minen verbuddelt, die es zum einen gilt mit einem Minendetektor zu finden und zu umgehen und zum andern muß später ein Minenräumungsfahrzeug bei der Räumungsaktion beschützt werden. Aber bis dahin muß der Spieler erst durch einen Sandsturm kämpfen (In dem auch einige Gegner stecken), Panzer fahren und einen Bunker erobern. Doch in Tunesien wartet außerdem noch ein deutsches Versorgungsschiff in der Hafenstadt Bizerte, welches infiltriert und danach sabotiert werden muß. Die anschließende Flucht ist dann gar nicht mehr so einfach, weil der Kahn enorme Schlagseite hat und zum Teil unter Wasser steht. In Sizilien hat der Spieler erst einmal Pech, da das Flugzeug von Luftabwehrstellungen heruntergeholt wird. Auf sich allein gestellt gilt es nun, sich durch die Umgebung zu schlagen und alle Abwehrstellungen auszuheben und sich letztendlich wieder einem Trupp anzuschließen. Nach einer sehr tempo- und actionreichen Wagenfahrt - wo mit dem Bord-MG ordentlich geballert werden darf - gilt es einen Flughafen still und heimlich zu infiltrieren. Da muß sich der Spieler an Suchscheinwerfer vorbeischleichen und Flugzeuge sabotieren. Mit den letzten Lebenspunkten erreicht kann man zwar am Ende noch flüchten, doch ein Panzer sitzt einem im Nacken und die 82. Lufteinheit braucht am Boden Unterstützung, da das kleine Dorf Gela von den Deutschen überrannt wird. Es gilt am Ende den Panzervorstoß aufzuhalten. In Italien kommt es schließlich zum großen Showdown. Hier muß man sich erst einmal in die Basis durchschlagen und danach geht es zusammen mit einem Sani in die umkämpfte Stadt Monte Cassino. Hier steuert der Sani den Wagen, sucht Verwundete auf und der Spieler hat alle Hände voll zu tun die vielen Gegner (auch Scharfschützen) in den Häusern und auf der Straße abzuwehren. Zum Glück springt auch mal eine kurze medizinische Versorgung dabei raus. Danach gilt es sich weiter durch die Stadt zu kämpfen und verwundete und gefangene Kameraden zu retten. Als wenn das noch immer nicht schweißtreibend genug war, gilt es im nächsten Abschnitt einen Konvoi der Deutschen in einen Hinterhalt zu locken und sich danach bis zu einem gigantischen Eisenbahngeschütz durchzuarbeiten. Die Gegner haben einiges dagegen. Als Fluchtmöglichkeit bleibt dann nur ein Schienenpanzer, mit dem sich der Spieler bis zu einer weiteren großen Kanone durchschlagen muß. Abschließend steht noch die Erstürmung des Gipfels Monte Battaglia auf dem Programm. Doch bis der Gipfel erreicht ist, ist es ein weiter Weg. Der Spieler hetzt von Bunker zu Bunker und muß dort mit wenigen Leuten wahre Gegnermassen abwehren und gleichzeitig überleben. Über einen gut sortierten Weinkeller gelangt man schließlich über Kellergewölbe zum Turm auf dem Gipfel. Doch die Gegnermassen reißen nicht ab. Wie schon an der Zusammenfassung zu sehen ist, so bietet Breakthrough in den elf Missionen wieder sehr viele abwechslungsreiche Schauplätze. Mal im Sandsturm durch die Wüste, dann eine Panzerfahrt und später einen Minenräumer beschützen. Sehr gut umgesetzte Missionen wie ein sinkendes Schiff machen Lust auf mehr. Dazwischen kommen immer mal wieder eingestreute Standardeinsätze wie jemanden beschützen oder Geschütze auszuschalten. Kleine Minispielchen wie die Abwehr eines Panzervorstoßes mit einem Mörser runden die Missionen ab. Aber auch einen Kollegen beschützen, während dieser das Schloß knackt, macht Spaß ist aber nicht einfach. Warum die Tür nicht einfach gesprengt werden kann ist ein Rätsel. Für jeden Abschnitt sollte man etwa 30 Minten einplanen, bei den späteren etwas mehr. Somit hat man etwa 6 Stunden SP-Spielspaß mit dem AddOn.

Allerdings sind mir im Laufe des Spiels auch eine ganze Reihe an Schwächen in den Missionen aufgefallen. So fällt im AddOn - im Gegensatz zum Hauptspiel - doch die sehr starke Linearität unangenehm auf. Es gibt nur einen Weg, den der Designer vorgesehen haben, und oftmals dauert es einen Moment, bis man diesen gefunden bzw. verstanden hat. Aber auch die vielen Scripts geben Anlaß zur Kritik. Da sollte in der Wüste die Luftabwehr beseitigt und zum Trupp vorgestoßen werden. Der Trupp gibt einem zwar den Befehl den Bunker zu erobern, doch danach geht es nicht weiter. Die Lösung: Es wurde ein Soldat bei den Luftabwehrgeschützen übersehen (Die Geschütze selber mußte / konnte man nicht zerstören) und erst danach geht am Ende des Bunkers plötzlich eine - vorher verschlossene - Tür auf. Geschütze lassen sich nur in einer bestimmten Reihenfolge sprengen und Verbündete verschwinden in schwarzen Räumen, welche der Spieler nicht betreten kann. Am Ende der vierten Tunesien Mission ein ähnlicher Scriptfehler: Hier muß man aus der Stadt entkommen. Aller sichtbaren Gegner sind beseitigt und der Spieler steht mit dem Begleiter vor dem großen Holztor. Kein Schalter, keine Granate hilft. Erst nach langem Suchen stellt sich heraus, daß ein Soldat so feige war sich am Fenster neben dem Tor (er kann den Spieler vor dem Tor praktisch gar nicht sehen) zu verstecken. Lediglich der Helm war kurzzeitig zu sehen. Erst wenn auch dieser Angsthase beseitigt ist, öffnet der Begleiter das Tor. In späteren Missionen sollte man zu einer Truppe stoßen, dessen Haus vom Feind unter Feuer genommen wird. Mitdenkende Spieler würden sich erst einmal die Gegner im Nebenhaus vornehmen. Aber leider sieht das die Mission nicht vor. Die Haustür ist verschlossen und jeder Gegner, der drinnen abgeschossen wird, wird sofort durch einen neuen ersetzt. Erst NACHDEM man mit dem Kollegen gesprochen hat geht die Holztür im Nebenhaus auf und man kann stürmen. Solche "Tür" Scipts gibt es leider an sehr vielen Stellen im Spiel. Erst nach einer bestimmten Aktion kann man durch eine Tür. Und da es leider sehr viele Türen gibt, ist es oftmals recht unspektakulär die richtige zu finden.

Aber auch das Spawnen von Gegner in bereits gesäuberten Bereichen, wenn man eine bestimmte Aktion macht, ist nicht so schön. Ein weiteres Manko ist der sehr unausgewogene Schwierigkeitsgrad. Die Heilpacks sind mehr als ungleichmäßig verteilt. In manchen Situationen hat man mehr als genug und ein anderes Mal fast gar keins. Weiterhin sind manche Stellen in den Missionen sehr schwer geraten, beispielsweise wenn man über einen Acker muß, wo die Gegner zwischen Weinreben auftauchen und den Spieler praktisch immer sehen und unter Feuer nehmen. Doch am schwerwiegensten ist der durchgehende Munitionsmangel im AddOn. Die gefallenen Gegner hinterlassen keine Munition oder Waffen, sondern diese lösen sich sofort auf. Bug? Lediglich ab und zu findet man die ein oder andere verstreute Munitionskiste. Da läuft man stellenweise ohne auch nur eine Patrone rum.

Neue Gegner, Waffen & Fahrzeuge

Im Laufe des Spiels bekommt man eine ganze Reihe neuer Waffen in die Hände. Allerdings handelt es sich genaugenommen überwiegend nur um Variationen bekannter Waffen. Statt der Stabgranate findet man eine Handgranate Modell 35 oder aber bei den Pistolen nun eine Beretta Modell 34. Insgesamt gibt es das Pendant des Waffenarsenals für die italienische Seite bis zur PIAT Panzerabwehrwaffe. Im Laufe des Spiels bekommt der Spieler auch immer wieder bedienbare Geschütze wie z. B. Haubitzen oder Panzerabwehrkanonen in die Hände. Dazu bietet sich ab und zu noch die Gelegenheit mit Fahrzeugen etwas herumzufahren. In Sachen Gegnern wird man nicht so viel neues finden. Diese erscheinen nun im jeweiligen Outfit für die Wüste, Italien, etc. Ansonsten sieht ein Soldat wie der andere aus. Die KI ist mittlerweile auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Gegner nehmen zwar Deckung, aber auch nur nach festgelegten Scrips (Ist beispielsweise sehr gut im letzten Abschnitt zu sehen, wenn die Gegner einen Bunker einnehmen wollen und immer zur gleichen Deckung laufen.). Manche Gegner erblicken einen auf große Entfernung durch Büsche wenn man schleicht und andere reagieren fast erst gar nicht, wenn man ankommt. Wurde beispielsweise ein MG Schütze ausgeschaltet, dann rennt sofort ein Kamerad dorthin und kümmert sich gar nicht um den Spieler. Eine leichte Beute. Und wenn sich Panzer selber zerbröseln, weil sie gegen eine Mauer feuern, die nicht per Script zerstört wird, dann ist es schon recht schwach.

Was hat sich bei Grafik, Sound & Steuerung getan?

In Sachen Grafik und Steuerung ist bei Medal of Honor alles beim Alten geblieben. Die Grafik wurde um einige neue Texturen erweitert und die ein oder andere kleine Änderung vorgenommen. Doch dadurch ist Medal of Honor nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit, wenn man das Spiel mit andern Spielen auf der Q3 Engine vergleicht wie z. B. Call of Duty. Insbesondere die sehr schlechte Weitsicht mit dem künstlichen Nebel sind nicht gerade sehr spielspaßfördernd. Die akustische Untermalung ist, wie auch schon im Hauptspiel und dem ersten AddOn, wieder wunderbar gelungen und gibt keinen Anlaß zur Kritik.

Neues im Mehrspielermodus

Im Mehrspielermodus hat sich dagegen schon etwas mehr getan. Nun können auch Fahrzeuge gesteuert werden und es gibt zum einen einige neue Maps für die bekannten Spieltypen und dazu gibt es noch den Spieltyp "Befreiung". Dieser ist vergleichbar mit dem "Jailbreak" Mod für UT und Quake. Jedes Team hat ein Gefängnis in der eigenen Basis. Immer wenn nun ein Spieler stirbt landet er im Knast (beim Gegner) ohne Waffen. Jedes Team muß nun zum einen das eigene Gefängnis beschützen und gleichzeitig beim Gegner eindringen und die eigenen Leute befreien. Sobald ein Team komplett eingesperrt ist, hat es verloren. Ein sehr spaßiger Mehrspielermodus.

Meinung: Kaufen oder nicht kaufen?

Sicherlich keine leichte Frage. Anfänger sollen sich den Kauf auf jeden Fall zwei mal überlegen, da das AddOn alles andere als leicht ist. Neben dem penetranten Munitionsmangel und den kleinen Fehlern im Script sind einige Passagen richtig heftig geworden. Allerdings hat das zweite AddOn doch eine bessere Atmosphäre als Spearhead. Hier stimmt die Gegnerdosierung besser und lediglich in manchen Situationen fragt man sich wo die alle herkommen mögen. Der Angriff auf die Festung in der letzten Mission ist zwar sehr viel Geballere, doch sehr glaubwürdig und fesselnd. Allerdings stört doch die extrem schlechte Sicht. Die Gegner poppen aus dem Nebel auf oder aber man sieht sie noch gar nicht, sie im Gegensatz uns aber schon. Doch ansonsten stimmt für mich die sehr gelungen Mischung aus alten und neuen Missionszielen. Der Mehrspielermodus bietet zwar einige Neuerungen, doch hier bietet Battlefield einfach mehr und sieht auch besser aus. Lediglich der neue Modus fällt sehr positiv auf. Also kaufen oder auf Call of Duty warten? Hardcorfans des Spiels werden auf jeden Fall eine sehr gelungen Mischung bekommen. Wenn man dann auch noch vor hat im Mehrspielermodus online zu spielen, dann kann man guten Gewissens die etwa 28€ hinblättern. Wer jedoch nur auf SP steht, sollte es sich genau überlegen. Für etwas mehr gibt es demnächst Call of Duty. Wer gerade erst die Medal of Honor Deluxe Edition gekauft hat, wo das AddOn leider nicht enthalten ist, der sollte es sich gut überlegen, ob er für einige neue Missionen noch mal zahlen will.


Geschrieben am 08.10.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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