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Medal of Honor Deluxe  


Info
Autor 2+
 2
 2
 3
Gesamt (38 votes) 1
 1.9
 1.6
 2.3
Name:Medal of Honor: Allied Assault Deluxe Edition
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2003/09
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: 2015
Links: planet MoHAA
Hardware: 500Mhz, 128MB RAM, 16MB Open-GL, HD 1850 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
zensiert: ja
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 1.11
USK: 18
Medal of Honor: Allied Assault Deluxe Edition (review von nali_warcow)

Sparfüchse haben manchmal Glück, dann kommt der letzte Knaller schon recht bald in einer LowBudget-Version raus, aber manchmal zieht sich die Wartezeit auch schier endlos hin. So zum Beispiel bei Medal of Honor: Allied Assault

Anfang 2002 kam das Hauptspiel auf den Markt und wurde bis Ende August 2003 zum Vollpreis verkauft. Nun aber ist es endlich soweit, der preisbewußte Spieler bekommt nun mehr fürs Geld. Seit dem 01.09.03 ist die "Medal of Honor - Deluxe Edition" auf dem Markt, welche für etwa 40-45 € nicht nur das Hautpspiel Allied Assault, sondern auch das AddOn Spearhead beinhaltet. Ein lohnenswertes Bundle?

Was erwartet man als Spieler eigentlich von einer Deluxe Edition?

Oftmals verbirgt sich hinter solchen schönen Bezeichnungen wie Deluxe, Gold, etc. Edition nur eine sehr magere Umsetzung des Hauptspiels. Aber bei Medal of Honor war Electronic Arts sehr großzügig. In einer großen DVD Hülle befinden sich auf jeder Klappseite 2 CDs, die jedoch nicht gestapelt, sondern versetzt untergebracht sind. Somit ist jeder Datenträger frei von Kratzern und außerdem kann die CD einwandfrei erkannt werden (z. B. Disk 1 oder 2). Moment mal, vier CDs? Eine Besonderheit dieser Deluxe Edition ist eine Bonusdisk. Auf dieser Bonusdisk befindet sich neben den beiden Medal of Honor Trailern auch ein etwa 5 ½ Minuten langes "Making of" zu Medal of Honor, daß einen kleinen Blick hinter die Kulissen bietet und in sechs Sprachen vorliegt. Dazu gibt es dann auch noch 17 Musikstücke aus dem Spiel, die im MP3 Format auf der CD vorliegen. Abgerundet wird die Disk von 5 Desktophintergründen in 1024 mal 768 bzw. 800 mal 600. Allerdings lassen sich die CDs nicht so leicht aus der Packung bekommen, da der "Klemmknopf" etwas fest ist. Aber mit etwas Vorsicht sollte es kein Problem sein. (Warnung also nur an alle Grobmotoriker ;)) Des weiteren verzichten viele Spiele auf Handbücher in der ermäßigten Version, doch auch hier läßt sich die Deluxe Version hier nicht lumpen. Dem Spiel liegt zum einen eine 16 Seiten starke Referenzkarte bei und außerdem werden im etwa 40 Seiten starken Handbuch alle wichtigen Punkte angesprochen. Der späte Käufer hat hier definitiv nicht das Gefühl eine Billigversion zu kaufen, sondern eher das Gefühl eine kleine Collectors Edition in den Händen zu halten. Obwohl es sich hier um ein Bundle aus Hauptspiel plus AddOn handelt, werden beide Anwendungen separat installiert und gestartet.

Melde mich zum Dienst - Worum geht es überhaupt?

Für all diejenigen, die die letzten Jahre in einer Höhle verbracht haben, hier eine kleine Situationsbeschreibung. Das Spiel versetzt den Spieler zurück in die Zeit des Zweiten Weltkrieges des Jahres 1942. In der Rolle des US Elitekämpfers Lt. Mike Powel, einem jungen und vielversprechenden Ranger, der schon mehrfach gezeigt hat, daß er der Richtige ist, um den Alliierten bei der Landung in der Normandie entscheidend zu helfen, gilt es doch, dem Gegner durch Infiltration und Sabotage schwere Schäden zuzufügen. Im AddOn Spearhead, welches ebenfalls in der Deluxeversion vorhanden ist, übernimmt man dann die Geschicke von Sergant Jack Barnes, Fallschirmjäger und Soldat des 501st Parachute Infantery Regiment (PIR). Gekämpft wird im AddOn in der Normandie, den Ardennen und in Berlin.

So spielt es sich - Mittendrin statt nur dabei

Wer den Film "Der Soldat James Ryan" gesehen hat, dem wird die Landung in der Normandie "bekannt" vorkommen, diese Mission gehört sicherlich zu den atmosphärisch besten Leveln des Spiels. Nach einer kurzen Einweisung geht es los. Der Spieler steht mit seinen Kameraden in einem Landungsboot und braust in Richtung Küste. Zwar kann man noch nichts sehen, aber es hört sich schon nicht gut an. Schüsse und Explosionen auf allen Seiten. Dazu kreisen Flugzeuge und die ersten Abwehrgeschosse schlagen auch bedenklich nah am Landungsboot ein. Während auf der einen Seite ein Boot zerfetzt wird ertönt die Stimme des Kommandeurs: "Alles bereitmachen zur Landung". Und dann ist es auch schon so weit. Die ersten Reihen der Kameraden werden von den Verteidigern regelrecht durchsiebt und nun heißt es erst mal, lebend den Kahn zu verlassen. Geduckt hastet man also erst mal durch das recht tiefe Wasser und von Deckung zu Deckung. Viele ehemalige Kumpels scheinen es nicht geschafft zu haben, doch die nächsten Wellen rücken nach. Bis zum befestigen Strandabschnitt sind es zwar nur einige hundert Meter, doch der Weg dahin wird eine Qual. Die Abwehr ist sehr stark und die Gesundheit sinkt fast schneller, als der Medic diese regenerieren kann. Nach einigen Versuchen hat man es fast geschafft. "Nur" noch einige Bunker und Abwehrgräben sind zu meistern, aber der Strand ist schon mal hinter einem. Im Kampfeslärm gibt der Kommandeur seine Befehle. "Zaun sprengen!" Allerdings hat es der Sprengstoffträger nicht geschafft und so muß ein Glückspilz - der Spieler - die liegengelassenen Sprengkörper erst noch mal vom Strandabschnitt holen. Doch danach geht alles sehr schnell. Noch während die Staubwolke in der Luft liegt, hasten die Mannen los in Richtung Bunker, getreu der Devise: Deckung geben und der Rest stürmt blindlings los. Der Weg in den Schützengraben ist auch schon bald geschafft. Doch der Zugang zum Bunker wird gut verteidigt. Ein Kamerad kann einem gerade noch mit letztem Atemzug davon berichten. Diese Situation ist wie geschaffen für eine Granate und schon ist der Weg frei. Die Bunkerbesatzung war dann doch recht überrascht, sozusagen von "innen" auseinandergenommen zu werden. Schon bald ist der erste Teil des umfangreichen Landeunternehmens beendet, allerdings warten schon die nächsten Ziele, wie etwa die Beseitigung von Luftabwehrstellungen, auf den Helden. Doch das ist eine andere Geschichte.

Die Missionen - Gut aber kurz

Das Hauptspiel Allied Assault bietet 6 Missionen mit jeweils etwa 5-6 Unterabschnitten, durch das AddOn Spearhead kommen noch einmal 3 weitere Missionen hinzu. Nicht alle Missionen von Medal of Honor: Allied Assault sind so actionreich ausgelegt, wie die oben beschriebene Landung. Oftmals geht es deutlich ruhiger zur Sache. Die Missionen zeichnen sich zum einen erst mal durch sehr große Abwechslung aus, sowohl im Setting als auch in den Zielen. Nicht nur in der Normandie, sondern auch in Algerien und Norwegen warten sowohl schöne große Außenareale, als auch geheime Anlagen wie U-Boot Bunker auf den Spieler. Im Spearhead AddOn wird im Wald, Versorgungsdepot und in Berlin gekämpft. Die Missionsziele sind dabei sehr abwechslungsreich und gut in die Mission eingebunden. So muß man als erstes in Algerien mit weiteren Soldaten einen SAS-Agenten finden und befreien. Doch nachdem das Team enttarnt und aufgerieben wurde, geht es allein weiter. Mit Hilfe des Agenten schafft man es dann auch zu fliegen und gleichzeitig die Luftverteidigung lahmzulegen. An Board eines Jeeps, wo der Spieler das MG bedient, geht es dann in Richtung Flughafen, um diesen in Schutt und Asche zu legen. Ansonsten werden Gefangene befreit, Unterlagen gestohlen, Sabotageakte verübt oder Luftunterstützung gerufen. An manchen Stellen, wie etwa im norgwegischen Trondheim, hat man auch unterschiedliche Möglichkeiten vorzugehen. Hier kann man sich auch Papiere beschaffen und muß sich dann bei den jeweiligen Posten nur noch ausweisen. Jedoch spätestens wenn das U-Boot der Deutschen in die Luft fliegt, werden sie mißtrauisch. *g* Allerdings sind die Missionen ansonsten immer linear ausgefallen, was zum Glück beim ersten Spielen nicht so sehr auffällt, da die "logischen" Wege frei bzw. sinnvoll "blockiert" sind. Diese insgesamt sehr packende und atmosphärische Meisterleistung setzt sich auch im AddOn Spearhead fort, allerdings ist hier der Balleranteil in den Missionen deutlich höher und die Gegner kommen viel zahlreicher. Aber ansonsten gilt auch hier: Spionieren, Infiltrieren und gesund zurückkommen. Was oftmals leichter gesagt wird, als getan, denn die Maps sind im Spiel keineswegs tot und unspektakulär, sondern werden durch die vielen Scripts sehr lebendig. Da kreisen Flugzeuge über Berlin, Verstärkung kommt, Explosionen räumen den Weg, etc. Im Hauptspiel werden die Missionen alle durch eine Besprechung am Diaprojektor eingeleitet, wobei die wichtigsten Punkte per Foto gezeigt werden. Dazu kommt eine sehr passende Kommandeurstimme, welche das Ganze kommentiert. Das Hauptziel steht von Anfang an fest, allerdings müssen immer eine Reihe weiterer kleinerer Unterziele erfüllt werden, um dies zu erreichen. Diese weiteren Anweisungen kommen dann z. B. von Vorgesetzten in der Mission oder aber über Funk. Allerdings sind die Missionen nicht miteinander verbunden, sondern nur lose nacheinander präsentiert. Für besonders erfolgreiche Taten wird der Spieler auch mit Orden ausgezeichnet und bereits gemeisterte Missionen können jederzeit über eine Karte erneut gespielt werden (Auch auf anderen Schwierigkeitsgraden). Im AddOn wird das Ganze durch Videos zusammengehalten. Wie in fast allen anderen Spielen, so gibt es auch in Medal of Honor ein Tutorial, welches den Spieler sehr detailliert in alle Eigenheiten des Spiels einführt. Leider ist die SP-Spielzeit etwas bescheiden ausgefallen. Das Hauptspiel Allied Assault hat der geübte Spieler am Wochenende durch und für Spearhead sind nur wenige Stunden nötig. Mit 15 Stunden liegt die Zeit für Hauptspiel plus AddOn nicht gerade sehr hoch. Aber dafür ist die Atmosphäre jedoch jede Minute wert.

Gegner und Kameraden - Die lassen sich nichts sagen

Im Laufe des Spiel trifft man zum einen eine ganze Reihe an Gegner, aber ab und zu hat man Verstärkung durch einige Leidensgenossen oder aber es muß eine Person eskortiert werden. Sehr viele unterschiedliche Gegnertypen trifft man im Spiel zwar nicht, allerdings ist dies kein Manko des Spiels. Ein Soldat sieht eben nun mal fast immer gleich aus. Jedoch gibt es dafür unterschiedliche Bewaffnungen und Heckenschützen sind auch nicht gerade ohne. Dazu kommt, daß die Gegner des öfteren an Geschützen sitzen oder sich auch mal ein Panzer in den Weg stellt. Insgesamt verhält sich die AI recht geschickt. So schreien die Gegner lauthals nach Verstärkung, die dann auch kommt, oder gehen geschickt in Deckung. Genauso geschickt gehen sie mit Granaten um, beim Flüchten oder Einsatz von selbiger. Allerdings macht sich hier das sehr starke Scripten doch bemerkbar. Es sind - bei erneuten Versuchen - die gleichen Verstecke und Vorgehensweisen, welche die Gegner nutzen. Da öffnet sich immer in einer bestimmten Situation eine Tür und neue Gegner kommen. Wenn man weiß, wann sich diese Tür öffnet und wohin die Gegner gehen werden, ist es ein leichtes, aber beim ersten Versuch erlebt man dann doch die ein oder andere Überraschung. Wobei Überraschungen auch manchmal sehr plötzlich auftreten können, wenn in einem eigentlich leeren Gebiet/Gebäude plötzlich wieder Gegner gespawnt werden, sobald man eine bestimmte Aktion tätigt. Doch der Kampf gegen die AI gestaltet sich als recht spannend und abwechselungsreich und da die Gegner ansonsten recht geschickt und glaubhaft vorgehen, fallen einige Ausnahmen gar nicht so sehr auf. Ab und zu scheint die AI zu pennen und Gegner reagieren erst mal gar nicht, wohingegen andere Gegner einen schon auf größte Entfernung sehen. Wenn man im Spiel auf verbündete Einheiten trifft, so agieren diese vollkommen selbstständig nach einem Script. Befehle geben kann man ihnen leider nicht. Aber dennoch sind die Scripts so ausgelegt, daß sie nicht einfach allein auf der Karte herumlaufen, sondern sie agieren schon recht glaubwürdig an der Seite des Spielers, ohne daß er etwas dazu tun muß. Allerdings halten sie nicht lange durch und sind eher Kanonenfutter für den Gegner bzw. sind ganz hilfreich als Unterstützung, die hinter dem Spieler herläuft und Gegner aufs Korn nimmt, die man selber übersehen hat bzw. die einen Überraschen. Im AddOn Spearhead kommt dann noch hinzu, daß stellenweise eine gewisse Anzahl an Leuten überleben muß, was den Spieler zwangsläufig zum Kugelfänger für die Begleiter macht. Ansonsten heißt es schnell "Game over".

Das tödliche Waffenarsenal

Im Laufe des Spiels wird das Waffenarsenal kontinuierlich erweitert. Angefangen bei verschiedenen Pistolen (auch mit Schalldämpfer), Präzisionsgewehre (Springfield) über Thomson und Sturmgewehr bis hin zu Bazooka und Granaten ist alles vorhanden und dazu die entsprechenden Gegenstücke auf Seiten der Achsenmächte (Walther P38, Mauser, KAR 98-Präzisionsgewehr, MP40, StG44 Sturmgewehr, MG 42, Stielhandgranate und Panzerschreck). Das Spearhead AddOn bringt dann eine ganze Reihe neuer Granaten, wie Rauch und Splittergranaten und neue Pistolen (Webley Revolver & Nagant Revolver), Gewehre (Lee Enfield, Gewehr 43), Maschinengewehre (Sten Mark 2, PPSh41, Sowjetische 7.62mm) und ein tragbares MP42 im Mehrspielermodus. Die Waffen sind alle sehr detailliert realisiert. Das betrifft sowohl die spielerischen Möglichkeiten (Schäden, etc), als auch die grafisch- und soundtechnische Umsetzung. Bei den Waffen stimmt alles, von der Nachladeanimation über die Explosions- und Schußeffekte bis hin zum Sound. So authentisch wurde es in noch keinem Spiel umgesetzt.

Die Steuerung & Optionen

Steuerungstechnisch geht Medal of Honor: Allied Assault und das AddOn Spearhead den ganz normalen Ego-Shooter-Weg. Die Steuerung ist natürlich vollkommen frei belegbar, orientiert sich jedoch am Genrestandard. Die Bewegung erfolgt über WASD und gezielt wird mit der Maus. Dazu Ducken (Eine wichtige Sache, um am Leben zu bleiben) auf STRG und Springen auf Space. Des weiteren noch Nachladen, Benutzen und der Waffenwechsel erfolgt per Mausrad. Im Spiel reagiert die Steuerung wunderbar und bereitete keinerlei Probleme. Allerdings fehlt im Spiel eine Taste, um auf die Schnelle eine Granate zu werfen. Im Kampf erst die Waffen wechseln, zu werfen und dann wieder zurückzuschalten ist da dann doch etwas kompliziert und in der Hitze des Gefechts eher störend, als hilfreich. Im Spiel kann jederzeit gespeichert werden, dazu steht neben dem festen Menüspeichersystem auch Quicksave und Quickload zur Verfügung. Ein Autosave-System sorgt an wichtigen Stellen für eventuelle Rettung. Auch wird jeweils ein Screenshot angelegt, so daß immer Übersicht bei den Savegames existiert. Die Optionsmenüs des Spiels sind übersichtlich und originell gelungen und ermöglichen viele Einstellungen. Insbesondere das Grafikmenü bietet eine Fülle an Effekteinstellungen. Doch da das Spiel mittlerweile schon einige Zeit alt ist, sollte es auf fast jedem Rechner in akzeptabler Geschwindigkeit laufen. Im Spiel selbst sorgt ein einfaches aber dennoch sehr übersichtliches HUD für alle wichtigen Informationen. Zusätzlich können per TAB auch jederzeit die aktuellen Missionsziele eingeblendet werden. Damit auch auf größeren Karten bzw. kleinen und versteckten Zielen kein langes Suchen erfolgt, gibt es ein Radar in der oberen linken Ecke. Dort wird immer die Richtung und ein Entfernungsbalken zum Ziel angezeigt. Ansonsten zeigt das Radar auch Beschuß aus den jeweiligen Richtungen an (Mit zusätzlichen Treffereffekten am Bildschirm). Im unteren Bildschirmrand befindet sich eine kleine und übersichtliche Waffenanzeige und rechts unten die für die jeweilige Waffe vorhandene Munition.

Sound & Musik

Bei Sound und Musik gibt es bei Medal of Honor wirklich nichts zu meckern. Die Musik ist sehr gut gelungen und macht neben dem Setting einen Großteil der Atmosphäre aus. Immer der Situation angepaßt ist es eine irre Stimmung, auch wenn gerade mal nichts auf dem Schirm passiert. Stilistisch, wie auch schon das Spielkonzept, wieder an "Private Ryan" angelehnt, für den Joh Williams eine ausgezeichente Musik im Americana Stil komponierte und Michael Giacchino Spielkomposition ist da sicher ebenbürtig. Mindestens genauso gelungen sind die Soundeffekte des Spiels. Hier stellen u. a. die Waffensound noch immer das nonplusultra dar. Noch nie war eine so realistische Soundkulisse geschaffen worden. Sogar die Deutsche Übersetzung ist bei dem Sound wunderbar gelungen. Die Sprecher sind alle sehr überzeugend und wirken nie "künstlich" oder langweilig beim Sprechen. Da werden Befehle gebrüllt oder aber eine markante Stimme trägt die Einsatzziele vor. Genauso wissen die Gegner zu gefallen, wenn sie sich unterhalten oder im Kampf warnen "Granate!".

Die Grafik

Mittlerweile ist die Zeit der Quake 3 Engine langsam vorbei und auch das Alter des Spiels wird immer deutlicher sichtbar. Die Texturen sind recht verwaschen und kleine Details sucht man vergeblich. Bei den Innenräumen herrscht viel Tristes und es existieren nicht sehr viele Dekos. Allerdings gibt es vereinzelt auch immer wieder Abschnitte, wo die Designer gezeigt haben, daß es auch anders geht. Dafür gefallen die sehr großen Außenbereiche recht gut, auch wenn dies keine Stärke der eigentlichen Quake 3 Engine ist. Hier wurde - bis auf einige wenige Ausnahmen - mit sehr viel Liebe vorgegangen und die Levels wirken nie leblos. Es ist immer etwas auf der Map los und seien es nur Kleinigkeiten, wie z. B. Flugzeuge in der Luft.

Der Mehrspielermodus

In Allied Assault gibt es vier Spieltypen. Neben bekannten Sachen wie Deathmatch und Team Deathmatch gibt es ein Rundeneroberungsspiel (Teamvariante, wobei man erst in Spiel zurückkehren kann, wenn ein Team die Runde gewonnen hat) und ein Zieleroberungsspiel. Beim Letztgenannteren gibt es jeweils für die Achsenmächte bzw. Alliierte ein Ziel zu erreichen. Beispielsweise der Kampf um ein Luftabwehrgeschütz. Ein Team verteidigt und ein anderes muß angreifen. An Maps sieht es etwas dünn aus. In DM, TDM und dem Rundenspiel kann man auf 7 Maps spielen und an Zieleroberungsmaps gibt es 4 Stück. Mehr als die Seite (Alliierte & Achsenmächte) und die Startwaffe kann man jedoch nicht wählen. Unterschiedliche Klassen gibt es nicht und auch die Mehrspieleroptionen enden bei der Möglichkeit eine Karten hintereinander zu spielen. Der Ingame Serverbrowser ist bei Allied Assault auch ohne Filteroptionen und man muß auf externe Tools wie "GameSpy" oder "All Seeing Eye" ausweichen, wenn man etwas spezieller suchen möchte. Durch das AddOn Spearhead wird der Mehrspielermodus jedoch zum Glück noch etwas erweitert. Zu den 4 bekannten Spieltypen kommt einer neuer "Tug-of-War ". Hierbei handelt es sich um einen erweiteren Zielspieltyp. Allerdings gibt es hier für jede Seite unterschiedliche Zeile, die sich jeweils entsprechend ändern, wenn der Gegner ein Ziel erreicht hat. So müssen beispielsweise die Alliierten erst mal einen Konvoi eskortieren, während die Achsenmächte ihren Bunker abriegeln. Auf insgesamt 4 Karten kann man sich dabei austoben. Dazu gibt es noch 12 neue Karten für die Spieltypen DM, TDM und das Rundenspiel (Die Allied Assautl Karten lassen sich auch mit dem AddOn spielen und werden standardmäßig mit aufgelistet.) Außerdem wurden die MP Möglichkeiten etwas erweitert. So können nun leichter Maplisten erstellt werden und es gibt auch Filtermöglichkeiten für den Ingame Serverbrwoser. Ansonsten hat sich jedoch am MP nichts groß geändert. Spielerklassen gibt es auch hier noch nicht. Es wurden hier beide Mehrspielermöglichkeiten getrennt aufgelistet, obwohl Spearhead alles aus Allied Assault bietet, da das AddOn ein eigenständiges Programm ist und sich die Server für beide unterscheiden. Zum Testzeitpunkt waren etwa 2200 Server (mit etwa 1300 Spielern) für Medal of Honor: Allied Assault online und bei Spearhead waren es etwa 700 Server mit 800 Spielern.

Meinung

Bis zum Ende wußte das Spiel zu gefallen. Doch was kommt dann? Ein simples "Ende", das soll der Lohn für die Mühe sein? So kann eine 1A Atmosphäre am Ende doch einen Knacks erleiden. Bis dahin war das Spiel mehr als stimmig und immer motivierend. Sei es durch die sehr abwechslungsreichen Schauplätze oder die sehr gelungenen Missionsziele. Mal ballern, mal schleichen und dann Platz nehmen an einem Geschütz oder in einem Panzer. Aber genauso beeindruckend war auch der Sound, wodurch man wirklich meint, sich tatsächlich dort zu befinden. Allerdings ist so ein Spiel nichts für den 12 Jahre alten Sohnemann zum Geburtstag, da die Darstellung doch schon erstaunlich realistisch ist und die Freigabe "ab 18" (Keine Jugendfreigabe) ist mehr als verständlich. Dennoch danke an EA für eine so erstklassige Umsetzung. Hier wurde nur minimal die Schere an der Deutschen Version angesetzt und die Übersetzung kann sich im Großen und Ganzen wirklich sehen lassen. Besonders bei der Sprachausgabe gibt es nichts zu meckern. So groß aber auch die Begeisterung ist, so ist sie leider auch schnell wieder vorbei. Zwischen 10 und 15 Stunden wird ein Spieler etwa brauchen, um Hauptspiel plus AddOn durchzuspielen. Das ist nicht viel und in meinen Augen wäre es optimal gewesen, das aktuelle AddOn Breakthrough mit draufzupacken und den Preis leicht anzuheben, dann wäre eine 1 bzw. 1+ gerechtfertigt gewesen. Aber dennoch ist diese "Deluxe Edition" insgesamt sehr ordentlich gelungen und ausgestattet. Ein ausführliches Handbuch, Bonusdisk und eine ordentliche DVD Verpackung, die man nicht gleich als Budget Version erkennt. Der Mehrspielermodus ist dagegen jedoch heutzutage nicht mehr ganz so überzeugend. Eroberungsmissionen sind mittlerweile Spieleralltag und da zeigt beispielsweise das kostenlose RtCW AddOn Enemy Territory, wie so was auszusehen hat, welches auch ein Klassensystem bietet. Aber dennoch ist der Multiplayerpart eine nette Dreingabe zum Spiel und sowohl Server, als auch Spieler findet man genügend im Netz. Die Grafik ist zum einen nicht mehr so überzeugen und außerdem haben Spiele wie RtCW gezeigt, daß die Quake 3 Engine es auch besser kann, aber das stört mich im Einzelspielermodus herzlich wenig. Da stimmt die gelungene Mischung auch so. Wer Wert auf einen entsprechenden Mehrspielermodus legt, der sollte einfach Enemy Territory oder Battlefield spielen.


Geschrieben am 24.09.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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