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Matrix - Path of Neo  


Info
Autor 3
 2
 1
 1.5
Gesamt (23 votes) 2
 1.7
 1.3
 1.8
Name:Matrix - Path of Neo
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/11
Publisher: Atari
Entwickler: Shiny
Offiz. Sites: Game
Links: what is the matrix?
Hardware: Playstation2
System: Playstation2
Sprache: Multilingual
Serie: ja
Patch: 1
Bemerkung: auch für PC, Xbox
USK: 16
Matrix - Path of Neo (review von nali_warcow)

Matrix: Ein Wort, drei Filme und viele Meinungen. Nicht nur bei den zwei letzten Teilen der Trilogie gehen die Ansichten auseinander, insbesondere das Videospiel konnte nur wenige überzeugen. Neben Enttäuschungen, die am Hype gelegen haben, hapert es auch an ganz grundlegenden Elementen. Abgesehen von einem reinen Onlineableger ist der Rummel um Matrix mittlerweile im Sinkflug, doch seit Anfang November steht jetzt ein weiteres Actionspiel von Shiny in den Händlerregalen, um den Spieler erneut Teil der Matrix werden zu lassen. Statt wie vorher Nebencharaktere zu spielen, darf der Spieler jetzt in die Rolle von Neo schlüpfen und die Handlung aller drei Filme aus seiner Sicht erleben. Wurde aber auch das Gameplay und die Präsentation verbessert oder die millionenschwere Lizenz der Wachowski Brüder - aus spielerischer Sicht - wieder in den Sand gesetzt? Unser Review soll darüber Aufschluss geben.

Getestet wurde die PlayStation 2 Version, wobei das Game auch für PC und Xbox veröffentlicht wurde. Glücklicherweise gab es im zweiten Matrix-Actionspiel keine so schwerwiegenden Bugs, wie in Enter the Matrix. Lediglich zwei Systemabstürze zwangen zum erneuten Spielen des letzten Abschnitts.

Der Auserwählte du bist

Wie sollte es auch anders sein ist das Spiel natürlich im bekannten Matrix Universum angesiedelt. Kenner der Filme werden sich sofort zurechtfinden, wenn das Abenteuer mit Neo beginnt. In der Rolle des Auserwählten erlebt der Spieler den Kampf zwischen Mensch und Maschine. Wer jedoch Matrix bislang noch nicht kennt, wird durch den kuriosen Zusammenschnitt der Videoschnipsel und der Game-Handlung dem Treiben kaum folgen können. Viele kurze Szenen, aus den unterschiedlichsten Passagen der drei Filme, werden nur zur Überleitung genutzt und es gibt sehr starke Zusammenfassungen. Vom letzten Film schaffte es lediglich der Endkampf ins Spiel, die restlichen 120 Minuten Handlung werden in 20 Sekunden zusammengefasst. Filmkenntnisse sind daher unabdingbar, damit man nicht nur die Handlung einigermaßen versteht, sondern sich an bekannten und erweiterten Szenen freuen kann. Sich eine Massenschlägerei in einem kleinen Betonpark gegen Hundert gleichaussehende Typen zu liefern, ist sicher nicht für jeden was, Filmkenner dürften daran eventuell Spaß haben.

Mit Trinity durch die Kloake

Das lief nicht gut. Kaum hatte sich das Team in die Matrix gehackt, da wurden sie im verkommenen Hochhaus auch schon entdeckt. Nach einer actionreichen Flucht musste sich Neo allein gegen die Feinde zur Wehr setzen und zuletzt war Rückzug die einzige Option. Durch eine Wand ging es bis nach ganz unten in das Abwassersystem des Gebäudes. Zusammen mit Trinity und zwei weiteren Begleitern gilt es einen Weg aus dieser muffigen Sackgasse zu finden, bevor die Sicherheitskräfte und Agenten den Spieler wieder finden werden. Zwar ist es ärgerlich schon so früh auf den ersten Trupp Gegner zu stoßen, doch glücklicherweise hilft die Sprengladung, die eine Spezialeinheit hinterlässt, eine Eisentür zu sprengen. Weiter geht es durch das unterirdische Ganglabyrinth bis die vier auf weitere Feinde treffen. Schnell in den Fokusmodus geschaltet und schon geht das Zielen deutlich leichter von der Hand. Während die Kugeln einem entgegenfliegen wird zielgenau geantwortet. Gegner fliegen, schreien und wenige Sekunden später ist die Lage unter Kontrolle. Doch Verstärkung ist im Anmarsch und wird sich jeden Moment einen Weg zu den Eindringlingen frei sprengen. Da bleibt wenig Zeit, noch rechtzeitig in Deckung zu gehen. Doch durch den dichten Qualm und Rauch erfolgt gleich der Gegenangriff. Über Hindernisse hinweg stürmt die Gruppe auf die Feinde zu. Ein Sprung über ein Rohr an der Wand entlang und der erste Feind bekommt den Stiefel zu schmecken. Zwei schnelle Tritte folgend und einen abschließende Salto schickt dem Gegenüber endgültig zu Boden. Noch ist der Kampf jedoch nicht vorbei. Der nächste Gegner ist schon ausgemacht und wird in die Mangel genommen. Da krachen die Knochen beim Daueranschlag mit der Wand und schließlich geht es ab in die Luft. Doch nicht lang, dann sorgen einige gezielte Treffer aus dem MG für einen schnellen Abstieg. Kurz verschnauft und weiter geht es bis in eine größere Halle. Kaum treten die Charaktere aus den dunklen Gängen heraus, werden sich auch schon von Spezialeinheiten auf einer Brüstung unter Feuer genommen. Wie sollte es auch anders sein, eine Sprengladung hat man ja noch. Während die Begleiter Deckung geben, hastet Neo die Stufen hinab zum Stützpfeiler, um die Sprengladung anzubringen. Jetzt aber schnell weg hier, bevor alles einstürzt. Denkste, kaum ist die erste Stufe der Treppe auf dem Rückweg erreicht, löst sich diese auf. Verdammt, da wird wohl gerade an der Matrix was umgeschrieben. Aber viel Zeit zum Überlegen bleibt nicht - ein Agent zeigt sich. Gegen diese Beschützer der Matrix ist Neo chancenlos. Der Kerl weicht jeder Kugel aus, blockt jeden Schlag ab und durchdringt die Deckung scheinbar mühelos. Da ist guter Rat teuer. Doch zumindest kann einer nicht alles zugleich und einige Kugeln und geschickte Sprünge sollten ihn etwas auf Distanz halten. Es wäre sehr ungünstig für den Erlöser, wenn er in einer stinkenden Kloake sterben würde oder aber in den Abgrund flällt. Einer der Begleiter hat da die rettende Idee, halte nur noch einen Moment durch, Neo….

Neo vs. Smith

Im Gegensatz zum letzten Matrix-Actionspiel, Enter the Matrix, übernimmt der Spieler die Steuerung von keinem geringeren als Neo, dem Auserwählten. Überwiegend streng der Filmhandlung folgend prügelt und schießt sich der Spieler mit schönsten Bullet-Time Einlagen bis zum finalen Endkampf gegen Smith durch die Matrix. Dabei müssen insgesamt über 30 Abschnitte unterschiedlicher Länge gemeistert werden. Bevor jedoch das eigentlich Spiel beginnt, geht es zu einer recht originellen Auswahl des Schwierigkeitsgrades. In einem kleinen Raum sieht sich der Spieler mehreren Wellen an Gegnern gegenüber. Je nachdem, wie gut man sich hier schlägt, werden entsprechend unterschiedliche Schwierigkeitsstufen als Auswahlmöglichkeit angezeigt. Der Haken beim ersten Spiel ist nur, dass man noch überhaupt keine Ahnung von der Steuerung hat, einem nichts gesagt wird und somit selbst erst noch herausfinden muss, wie man sich überhaupt wehrt, bewegt und angreift. Danach beginnt eine umfangreiche Einführung ins Spiel und dessen Benutzung. Hier zeigt sich dann leider dass in der Anfangsphase etwas zähe Spielkonzept aus Filminhalten und Ergänzungen der Shiny-Leveldesigner. Im ersten Matrixteil war die Flucht von Neo aus dem Büro nur eine kurze Sequenz, jetzt schleicht man sich von "Box" zu "Box" fast schon in Sam Fisher Manier und gelangt zu einer längeren Flucht über Gerüste, Dächer und Treppenhäuser. Nicht ganz logisch ist es dabei, dass der Spieler im ersten Teil nicht geschnappt werden darf, später aber eine Festnahme durch Polizei / Agenten durchaus zum nächsten Level führt. Hier haben die Entwickler zwar eine Art Verzeigung ermöglicht, doch leider auch nicht mehr als angedacht. Entweder der Spieler schafft es und kann von Trinity gerettet werden oder aber er wird nach einem Verhör von Smith - wie im Film - freigelassen, entwanzt und trifft dennoch schließlich auf Morpheus. Hier zeigt sich leider auch schon sehr früh, dass das Spiel sehr viel darauf setzt, dass man die Handlung der gesamten Filme kennt. Oftmals sind zwischen den Missionen lediglich sehr knappe Zusammenschnitte der Handlung oder aber lediglich sekundenlange Actionsequenzen oder Textbrocken, die nicht Matrix Kenner im Unklaren lassen. Neben speziell für's Spiel gestalteten Abschnitten, in denen die ersten grundlegenden Kampftechniken und Waffeneinsatz geübt werden, gibt es auch den bekannten Zeitkampf zwischen Neo und Morpheus, der sogar etwas erweitert wurde und zusätzlich einen Hindernislauf beinhaltet. Nach einer doch insgesamt recht langen und zähen Vorbereitung kann der Held schließlich den Weg des Auserwählten gehen. Als Kulisse dienen dabei die besonders actionreichen Schauplätze. Da der Spieler hier aus der Sicht von Neo spielt, wird man somit entsprechend keine Verfolgungsjagd auf dem Highway oder die Verteidigung von Xion erleben. Gerade der dritte Film, Matrix Revolutions, ist mit lediglich einer Mission vertreten, dem bekannten Endkampf gegen Smith. Allerdings in einer für das Spiel interessant erweiterten Konstellation. Der Spieler prügelt sich dabei durch Hochhäuser, Abwasserkanäle und kann spannende Momente wie den Kampf gegen den Agenten im U-Bahntunnel, die Hallen des Merowingers, die Eskorte des Schlüsselmachers nachspielen oder die Rettung von Morhpeus vor den Agenten, wozu man sich von der Lobby bis zum Dach durchkämpft und schließlich am Geschütz eines Helis steht. Die Missionen basieren meist auf einer Passage des Film, wurden dann jedoch erweitert. So geht es nach dem Kampf im U-Bahntunnel weiter durch die unterirdischen Gewölbe, die Flucht vor den Agenten ist umfangreicher ausgefallen, die Prüfung vor dem Orakel wird nicht nur in einem Raum ausgetragen, sondern auch auf schwankenden Holzpflöcken und vor einer Kinoleinwand, auf der im Hintergrund ein Video aus dem Film läuft. Die Eskorte des Schlüsselmachers beitet mehrere Schauplätze wie z. B. eine Kirche mit unterschiedlichen Ausgängen oder es gilt einen Weg aus dem Zug des Trainman zu finden. Sehr abgedreht ist auch ein Abschnitt aus dem Gefängnis des Merowingers, der stark an Games wie Alice erinnert. Da stehen Teile der Architektur Kopf und Türen führen zu den sonderbarsten Plätzen. Zwischendurch gibt es auch zwei Stellen, an denen man aus einer Reihe an Missionen wählen kann, was jedoch mehr Alibi-Funktion besitzt, da ohnehin alle Aufträge erfüllt und alle Leute gerettet werden müssen. Da muss ein Kräuterheiler aus der Matrix gebracht werden, Niobe wird im Kampf gegen Agenten unterstützt oder ein Captain braucht Hilfe in einer Lagerhalle voller Feinde.

Gameplay, Gegner und Fehler in der Matrix

Beim Anfang des Spiels im Büro der Softwarefirma, in der Mr. Anderson arbeitet, wirkt es so, als würde das Spiel leicht in die Schleichrubrik abdriften, doch danach spielt der Stealthfaktor bis zum Ende hin keine Rolle mehr und es gibt Action ab der zweiten Mission bis zum Finale. Entweder nur mit coolen Moves oder in Verbindung mit Waffen gilt es, gegen Horden an Feinden und Einzelkämpfer zu bestehen. Mal müssen Bereiche durchquert werden, Personen beschützt oder aber es gilt lediglich die Stellung zu halten oder ein Areal zu säubern. Wenn der Level nicht gerade nur aus einem Raum besteht, läuft es recht linear ab. Dank zahlreicher Ziele weiß man auch meist, wohin man als nächstes muss. Nur an einigen Stellen kommt man doch etwas ins Grübeln. Da gilt es aus dem Zug zu entkommen, was aber nur in der richtigen "Drehung" möglich ist. Oder aber ein Gebiet ist gesäubert und es geht erst weiter, wenn eine bestimmte Stelle überschritten wird. Die Zeitlimits sind nicht zu knapp gehalten und Begleiter, die beschützt werden müssen, regenerieren sich glücklicherweise mit der Zeit. Lediglich in einem Abschnitt, in dem man einen Captain retten musste, war dessen Lebensenergie gegen die feindlichen Raketen doch etwas sehr knapp bemessen. Da ist man doch über die Checkpoints froh, damit man sich nicht wieder erst den ganzen Turm hochkämpfen muss, um sich mit dem Agenten duellieren zu könnenkann. Gespeichert wird dabei automatisch das Profil am Ende des Levels und alle Abschnitte können jederzeit erneut in Angriff genommen werden. Es ist nur sehr ärgerlich, wenn sich das Spiel mit einem Hänger verabschiedet, was bei der getesteten Playstation 2 Version zwei Mal passierte.

Wie sollte es auch anders sein, stellen sich dem Spieler in Path of Neo bekannte Gegner aus dem Matrix Universum entgegen. Von einfachen Sicherheitskräften, Polizisten und Spezialeinheiten über allerlei übles Gesindel, Türsteher und sonstige Halunken bis hin zu den Agenten warten etliche Feinde auf ihr Chance. Dabei sprechen nicht nur die Waffen, auch allerlei Schlagkombinationen werden ausgeführt. Von Anfang an gibt es kontinuierlich neue Möglichkeiten. Insgesamt kommt das Spiel dabei mit erstaunlich wenigen Tasten aus. Während mit der Fokussierung die Zeit verlangsamt wird, kann gezielter ausgeteilt und abgewehrt werden. Ein einfacher Schlag und ein Spezialangreifen reichen da neben der Ausweichtaste aus. Das Spiel entscheidet - wie schon im Vorgänger - aus der Situation heraus, welcher Move ausgeführt wird. Hat man dem Gegner erst mal einige Schläge verpasst, dann ergeben sich weitere Möglichkeiten, wenn er z. B. benommen ist. Da gibt es eingeblendete Kombinationen zu betätigen, so dass eine ganze Reihe an Schlägen auf den Gegner niederprasseln oder aber besonders spektakuläre Moves ausgeführt werden. Die Fokussierung ist nicht nur hilfreich, wenn man im richtigen Moment zuschlagen will, sie ist auch bei der Verteidigung nicht zu unterschätzen. Taucht ein grüner Info-Kreis auf, sollte schnellsten die Position gewechselt, sprich eine Ausweichrolle vorgenommen werden. Den normalen Feinden und Kugeln kann man dabei relativ einfach ausweichen bzw. einige Treffer verkraften. Doch im Nahkampf gegen stärkere Feinde ist die Fokussierung im richtigen Moment entscheidet. Somit ist es auch wichtig immer genügend Energie dafür zu haben. Sowohl die Fokusenergie als auch die Gesundheit laden sich bei Spieler und Begleitern recht schnell wieder auf. Neben Tritten, Schlägen und Nahkampfwaffen wie Stöcken, Schwertern und sonstigen Gerätschaften, kann auch jederzeit auf Waffen zurückgegriffen werden, sofern diese als Beute von den Gegnern aufgesammelt werden konnte. Da schickt man den Gegner in die Luft und statt ihn dort zu beharken, wird eine Salve aus dem MG hinterhergegeben. Während der Kampf jedoch noch recht problemlos von der Hand geht, wird es mit Waffen schon deutlich krampfhafter. Meist braucht man die Fokussierung, damit man die Feinde treffen kann, dann muss die Taste für die Zielerfassung gedrückt, eventuell die Zielaufschaltung betätigt werden und feuern möchte man ja auch noch. Dabei sollte man natürlich nicht auf der Stelle stehenbleiben. Bewegung, Ausweichen und Deckung müssen gezielt eingesetzt werden. Kurzum nicht etwas, das so leicht von der Hand geht. Doch Path of Neo wird nicht nur unhandlicher bei der Benutzung der Waffen, sondern generell wenn mehrere Gegner auftauchen. Das Zielsystem führt mitunter ein sonderbares Eigenleben. Welchen Gegner man angreift ist stellenweise eher "zufallsbedingt". Man kann zwar den Stick gleichzeitig nach oben betätigen, doch die Schläge treffen dennoch die Person links daneben, weil sich der Spielcharakter irgendwie in diesen "verkuckt" hat. Da wurde der Kampf gegen einen Agenten ausgetragen und ein NPC sollte beschützt werden. Doch irgendwie war Neo der festen Überzeugung, der NPC sei das Ziel und prügelte immer auf diesen ein mit dem Ergebnis, dass die Mission erneut gestartet werden durfte. Nach einige Zeit hat man jedoch den groben Bogen im Kampf einigermaßen raus und zieht sich in so einem Fall einfach etwas zurück und greift erneut an. Gerade bei stärkeren Gegner sind Feinde weniger bzw. zumeist Zeitkämpfe. Da kann man sich dann darüber ärgern, dass es sehr umständlich ist, Smith vor den Zug zu schmeißen oder man die anfliegenden Kugeln nicht genau sehen und somit nicht anhalten und zurückschleudern konnte. Dennoch sind insgesamt gerade diese besonderen Kämpfe ansprechend und unterhaltsam gemacht. Problematisch wird es eher im unausgeglichenen Schwierigkeitsgrad. Gegen normale Feinde und ohne Druck durch den Lebensbalken eines NPC oder Zeitlimits kann man recht geruhsam vorgehen, weil auch in vielen Fällen nur eine begrenzte Anzahl an Gegnern kommt. So lange man nicht gerade einen besonders dicken Brocken vor sich hat und in Bewegung bleibt, ist das Spiel durchaus für den jeweiligen Schwierigkeitsgrad gut spielbar. Nur stellenweise sind einige haarige Stellen enthalten. Schon sehr früh darf man beispielsweise einen Agenten einige Zeit beschäftigen, hat dabei in einem kleinen Areal keinen Fluchtweg, wenig Munition und viele Möglichkeiten in den Abgrund zu stürzen oder dorthin geworfen zu werden. Da klappt es dann die erste Hälfte im Kampf wunderbar, doch dann will plötzlich die Kamera nicht oder der Feind durchdringt plötzlich alles mühelos. PC Spieler sollten auf jeden Fall darauf achten, dass sie ein entsprechendes Gamepad besitzen, dieses Buttonhämmern ist nichts für Maus und Tastatur.

Grafik & Sound

Nicht nur im Gameplay, auch in der Grafik ist längst nicht das Optimum herausgeholt worden. Die Level sind zwar abwechslungsreich gestaltet und die unterschiedlichsten Schauplätze und Filmpassagen besitzen einen sehr guten Wiedererkennungswert, doch ansonsten sieht es eher mau aus. Die Texturen innerhalb eines Levels wiederholen sich ständig, es gibt immer wieder gleiche leere und öde aussehende Räume und die Qualität von Texturen und Models sind in der Nahansicht alles andere als gelungen. Zwar sind Partikeleffekte, Slow-Motion-Bewegungen, Kämpfe und generell die Zerstörbarkeit so mancher Passagen eindrucksvoll gestaltet, doch dafür hat das Spiel stellenweise mit erheblichen Slow-Downs zu kämpfen. Die Sprachausgabe ist dagegen deutlich gelungener und kann mit den bekannten Sprecher der Filme u.a. in Deutsch und Englisch aufwarten. Der Soundtrack dagegen dudelt meist eher sehr leise, unauffällig und ohne große Höhepunkte im Hintergrund.

Meinung

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Das Spiel ist wirklich etwas besser spielbar als Enter the Matrix und die Kämpfe machen Matrix-Fans durchaus eine Weile Spaß. Die Schlechte: Es hapert dennoch insgesamt noch an vielen Kleinigkeiten. Von der sehr hakeligen Steuerung (Handfeuerwaffen und generell Anvisierung im Kampf), das zwar abwechslungsreiche aber triste Leveldesign, die unausgereifte Gegnerplatzierung bis hin zur nahezu nicht vorhandenen Storypräsentation. Matrix-Fans bekommen somit zwar ein besseres Spiel als mit dem Vorgänger, doch es gibt viele deutlich bessere Alternativen, wenn das Setting nicht zwingend Matrix heissen muss. Wer Feuergefechte mit Bullet-Time will, greift zum inzwischen preiswerteren Max Payne und im Actionbereich ist Kratos aus God of War einem Neo haushoch überlegen, da es sich gut spielt, ansprechend präsentiert wird und zugleich auch noch zeigt, wie gut die Grafik auf der nicht mehr ganz so frischen Playstation aussehen kann.


Geschrieben am 02.12.2005, Testkonfiguration: Playstation2
 



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