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M - Alien Paranoia  


Info
Autor 5
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 0.5
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Gesamt (3 votes) 4+
 2.1
 2.1
 0.6
Name:M - Alien Paranoia
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2001/09
Publisher: Akaei
Entwickler: Revistronic
Hardware: 166Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 250 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
USK: 12
M - Alien Paranoia (review von yak)

Ein Spiel zu einem Kultfilm ?Videospiele machen krank? Lenken zu sehr von weltlichen Dingen ab und führen zu Realitätsverlust? Genau diesen Schuh muss sich M, ein kleiner Ausserirdischer, anziehen, als er sinnig durchs Weltall fliegt, bei einem harten Match "Humanoids" auf seinem Handheld. Dieser Space-Invader-Clone lenkt den interstellaren Pizzataxiboten so sehr ab, dass er gar nicht bemerkt, wie sich seine "Tanknadel" schon fröhlich im Bereich Reserve vergnügt. Notlandung ist also angesagt und warum nicht auf einem Planeten mit feindlichen Kreaturen. Gesagt, getan und zudem noch eine kleine Detonation, die seine betriebsnotwendigen Raumschiffteile grosszügig auf den 5 Regionen des Planeten verteilt. Eclipse Software/Dinamic präsentieren mit M- Alien Paranoia einen 3D Jump n Shooter in Comicstil, der erfreulicherweise zum Erstrelease als Budget-Titel veröffentlicht wird. Ob die Paranoia auf den Spieler übergreift, zeigt euch unser Test. Wie gesagt strandet unser kleiner M auf einem Planeten und ist auf das Finden der Raumschiffteile angewiesen, damit er seine Reise fortsetzen kann. Die Graphikengine unterstützt Auflösungen von 320 x 200 bis 1600 x 1200 in 16/32 Bit. Somit ist Alien Paranoia auch für kleinere Rechnersysteme spielbar und erklärt auch die moderaten Mindest-Hardwareanforderungen (ab Pentium 166), die auch noch durch Einstellungen des Detailgrades unterstützt werden. Die Graphik ist bunt, schrill und vom Design mit einer Trickserie aus dem Kindervormittagsprogramm vergleichbar. Die Animationen der Charaktere sind gelungen. M macht ab und an Faxen und streicht sich z. B. seinen Kopffühler glatt, so als ob er seine Frisur in einen Trendy-Look bringen möchte. Auch wenn er von einem Gegner attackiert wird, rennt er panisch los und seine Füsse sind schneller, als der Rest von ihm, was wirklich komisch aussieht. Ansonsten ist die Graphik der Levelausstattung eher schlicht und einfarbig, was jedoch dem Designvorbild aus Comics und Cartoons entspricht. Einige Lichteffekte unterstützen den Gesamteindruck einer sonst solide programmierten Graphikengine. Es gibt fünf graphisch unterschiedliche Level, wie z. B. Höhlensysteme oder Wüsten, die auch mit passenden Gegner ausgestattet sind. So findet man z. B. in Seen auftauchende feuerspeiende Drachen, in den Wäldern riesige fleischfressende Pflanzen (die fast 1:1 aussehen, wie die aus dem Mariospielen) oder in den Bergen mit Steinen werfende Riesenkrabben. Der Sound ist leider etwas enttäuschend. Er ist sehr spärlich eingesetzt und oft etwas nervig. So wünscht man sich bereits nach spätestens 10 Minuten einen Abschaltmechanismus für die tappsenden Fussgeräusche von unserem Helden. Die übrigen Geräusche variieren zwischen nicht vorhanden und Durchschnitt. So sind einige Gegnergeräusche sehr gut und die Waffen klingen auch nicht übel, aber es fehlt dem Spiel an Ambientesounds. So ist der einzige Soundeindruck, der überwiegt das nervige Fussgetrampel von M. Hier als ein dickes Minus. Gesteuert wird M recht genreuntypisch als ein vom Hersteller ausgewiesenes Jump n Run Game. Hier merkt man u. a. auch, dass die Produktbeschreibung Action Adventure im Jump n Run Stil nicht ganz zutrifft. M- Alien Paranoia ist eher ein Jump n Shoot Programm, welches ungefähr vom Spielkonzept mit Evolva vergleichbar ist. So steuert man M mittels Cursortasten in die entsprechende Richtung, gelenkt und gezielt wird jedoch mit der Maus. Was anfänglich etwas befremdlich wirkt, geht jedoch nach kurzer Spielzeit recht problemlos. Leider kann man die Belegung der Maus nicht frei konfigurieren, was zum nächsten Kritikpunkt führt. Im normalen Spielablauf wird die linke Maustaste zum Springen verwendet, will man nun eine seiner Waffen zücken, wird mit der rechten Maustaste ein Zielfadenkreuz aktiviert und die sonst mit "Sprung" belegte linke Maustaste wird zum Feuerbefehl. Das führt in panischen Kämpfen oft zu Problemen und Fehlbedienungen und hat auch zur Folge, dass im Kampfmodus kein Springen möglich ist. Das schränkt den Spielspass etwas ein und verhindert taktische Möglichkeiten, wie z. B. mittels Sprung einem Geschoss auszuweichen. Hier hätten die Designer etwas mehr Feintuning an den Tag legen müssen. Etwas knifflig und ungeeignet ist die Steuerung auch bei einigen Jumpeinlagen, wenn es um das Landen auf bewegten Plattformen geht. Hier gehen häufig einige Sprünge daneben. Da man aber überall im Game speichern kann, ist das Frustpotenzial an solchen Stellen etwas erträglicher. Ansonsten ist die Steuerung in den Kampfsequenzen recht effektiv, da man zugleich in eine andere, als die Laufrichtung, schiessen kann. Die Gegner im Spiel sind nicht allzu vielfältig und beschränken sich auf ca. 20 Spezies inklusive Levelendgegnern. So findet man Spinnen, Fledermäuse, Body Builder-Krabben und Piranhas, die gerne mal das Wasser verlassen, um M in die Wade zu beissen. Einfaches Draufballern bringt im Spiel nur bei kleineren Gegnern wie z. B. Spinnen etwas. Die anderen erfordern schon ein geplantes Vorgehen und man muss ihre Schwachstelle entdecken. So lassen sich die fleischfressenden Pflanzen nur besiegen, wenn man an sie heranschleicht, damit sie gierig ihr Maul öffnen und man so in ihren verwundbaren Schlund ballert. Anders ist ihnen nicht beizukommen. Riesenkrabben, die mit Steinen nach einem werfen, sind so gut gepanzert, dass die Waffen ihnen nichts anhaben können. Einige Schüsse jedoch, während sie den Felsbrocken über ihren Kopf halten, um damit auszuholen, veranlassen sie, diesen auch mal fallenzulassen, was ihrem Chitinpanzer nicht sonderlich zu Gute kommt. Das ist eine gelungene Spielidee, die sich jedoch nach einiger Spielzeit zu sehr durch die doch eher kleinere unterschiedliche Gegneranzahl wiederholt. Jeder Level ist mit einem Endboss ausgestattet, dem man ähnlich beikommen und seinen Schwachpunkt ausfindig machen muss, so wird man kaum überleben, wenn man einfach nur drauflos ballert. Vielmehr ist hier gefragt, das Levelumfeld zu inspizieren und eine geeignete Position zu finden, wo man ungestört angreifen kann oder evtl. sogar den Endboss in Situationen lockt, aus denen er sich nicht mehr befreien kann. Das was eine nette Idee im Spiel und machte Spass, solche Schwachstellen ausfindig zu machen. Die künstliche Intelligenz der Gegner ist ansonsten eher bescheiden, wirkt sich aber auf das Spielkonzept nicht negativ aus. M hat zur Monsterabwehr einige Waffen zur Verfügung. Ein Laser, einen Boomerang und ein Alienei. Munition ist begrenzt und muss durch das Erlegen der Gegner oder Finden von Goodies aufgefrischt werden. Ebenso muss M auf seinen Lebensenergiehaushalt achten. Die Laserkanone ist eigentlich M's Hauptwaffe, da die anderen eigentlich nur wenig sinnvolle Einsatzzwecke erfüllen. So ist der Boomerang zwar eine originelle Idee, aber das Zielausrichten und die Benutzung ist viel zu umständlich und lohnt den Aufwand kaum. Das Alienei wird dafür benutzt, zeitweise einen kleinen, hundeähnlichen Begleiter zu aktivieren, der einem im Kampf beisteht. So kann man z. B. das Ei zum Ausbrüten über eine Mauer in Feindesgebiet werfen und so die Feinde dezimieren. Leider ist das Gameplay nicht ganz so ausgewogen, wie es hätte sein müssen. Oft hat man extremen Munitionsmangel und der ohnehin schon hoch angelegte Schwierigkeitsgrad wird dadurch oft noch erhöht. Flucht vor dem Feind ist eher selten möglich, da viele Angreifer schneller sind als M. So kann man nur Schutz auf Steinen suchen, wo z. B. Spinnen nicht hingelangen können oder hoffen, irgendwo ein verstecktes Munitionsdepot zu finden. Die Hauptaufgabe in jedem Level ist, jedes der verlorenen Bauteile zu finden, was nicht sehr abwechslungsreich ist, auch wenn sie gut versteckt sind, denn ein Radar und eine Kartenfunktion, gepaart mit einem Signalton weisen einem die Richtung. So reduziert sich das Gameplay auf Seek and Destroy, was zwar Spass macht, jedoch mit etwas abwechslungsreicheren Aufgaben gepaart, wie es z. B. Evolva vormacht, durchaus mehr Potential hätte haben können. Die Möglichkeit, z. B. eine Schildkröte mit Obst anzulocken und sie sozusagen als Reittier für vorher nicht überquerbare Passagen zu nutzen, reisst es leider auch nicht ganz heraus. So ist leider ein Level wie der andere gestaltet und besonders Level 4 in der Wüste wird mehr eine Karawane mit Durststrecken und gelegentlichen Oasen, als ein Vergnügungsritt. M- Alien Paranoia ist kein schlechtes Spiel, nur bietet es leider zu wenig Abwechslung. Wenn man jedoch auf Ballerpartien im Comicstil steht, wir man sicher zufrieden sein. Die Produktbeschreibung beschreibt das Spiel zwar mit "ohne Blut und Gewalt", jedoch wird bei M die Knarre öfters gezückt, als in vergleichbaren Produkten. Die Gegner splatten zwar nicht auseinander, sondern bleiben paralysiert liegen, bzw. zucken etwas rum, was einen oft dazu veranlasst, nochmals draufzuballern, um auf Nummer sicher zu gehen, da man solch "merkwürdiges" Verhalten nicht gewohnt ist. Zu einem reinen Kinderspiel macht dies M - Alien Paranoia jedoch nicht, auch in Verbindung mit dem recht hohen Schwierigkeitsgrad. Es bleibt nur zu überlegen, ob das Konzept von Budgettiteln in durchschnittlicher Qualität heutzutage noch aufgeht, wenn A- Titel bereits 4-5 Monate nach dem Erstrelease für 20 DM veröffentlicht werden, wie es z. B. die White Labe Serie von Virgin effektiv zeigt und das mit einer wesentlich höheren Produktqualität mit Titeln wie Evolva, MDK2 oder Messiah. Spass hat es mir die Alienjagd dennoch gemacht aber für eine höhere Wertung reicht es leider nicht, da es einfach zu wenig Abwechslung bietet und die auch kurze Spielzeit von 6-8 Stunden eher dürftig ist. Spieler auf Suche nach einem Budget Action Jump n Run/Shot sind da bei anderen Spielen wie Evolva, MDK2 oder Messiah besser aufgehoben. Wer reinrassige Jump n Run Games sucht, sollte da eher zu Rayman 2 oder Earthworm Jim 3D greifen, die bereits auch zum Budgetpreis veröffentlicht sind. Das Spiel wird in DVD Verpackung geliefert, die Anleitung befindet sich auf der CD als Textdatei. Wer jedoch einen Rechner sein Eigen nennt, der noch einen P166 beinhaltet, wird sicher dankbar sein, ein noch aktuelles Game auf seinem System spielen zu dürfen, das auch in einer Auflösung von 320 x 200 noch einen guten Eindruck macht.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews, der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.



Geschrieben am 29.09.2001, Testkonfiguration: AMD1200, Geforce-3, 512MB Ram, SB Audigy
 



7 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Zufriedenstellend (2.6 von 5 Punkten)
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