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Leisure Suit Larry 8  


Info
Autor 4+
 1.5
 1
 1.5
Gesamt (80 votes) 3+
 1.2
 1.3
 1.7
Name:Leisure Suit Larry: Magna Cum Laude
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2004/10
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: High Voltage
Links: Al Lowes Humor Site
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für Xbox/ PS2
USK: 18
Leisure Suit Larry: Magna Cum Laude (review von nali_warcow)

Wer sich schon etwas länger mit PC Spielen beschäftigt, dem sollte eigentlich die Larry-Reihe ein Begriff sein. 1987 ging es zum ersten Mal in der Rolle der Larry Laffers auf Frauenfang. Anfangs noch per Texteingabe, später dann mit komfortabler Maussteuerung. Doch schon vor etwa 17 Jahren war Larry alles andere als jugendfrei und so hat die USK in der neusten Auflage keine Freigabe unter 18 Jahren erteilt. Was ist aus Larry geworden, der 1996 im letzten großen Adventure "Love for Sale" unterwegs war? Von den ursprünglichen Adventurewurzeln ist nur noch wenig vorhanden und das Spiel richtet sich scheinbar an eine ganz andere Zielgruppe.

Die Verpackung der PC Version von Leisure Suit Larry 8 - Magna Cum Laude ist nicht ganz so üppig ausgefallen. Obwohl es sich um eine Doppel-DVD Box handelt, die bis zu vier CDs kratzfrei verstauen, wurde hier schon gespart. Die Box ist eigentlich für zwei, höchstens drei Disks ausgelegt, die auf der einen Seite leicht versetzt untergebracht sind. Da liegen dann zwei Disks aufeinander (eine davon recht lose) und die letzte CD befindet sich nur in einer Papierhülle in der Box. Man könnte nun meinen, dass dies vielleicht am dicken Handbuch oder besonderen Beilagen in der Hülle liegt, aber neben dem Manko, dass man mal wieder Disk-Jockey spielen kann und eine umständliche Installation hinter sich bringen muss, gibt es kein Handbuch. Man zahlt etwa 40 € und bekommt keine gedruckte Dokumentation. Dafür findet man eine Art Gutschein für drei Ausgaben der Girlszeitschrift SHM zum Vorzugspreis. Satte 2,4 GB an Daten werden auf die Platte kopiert, was eine ganze Weile dauert. Danach lief das Spiel beim Testen jedoch fehler- und absturzfrei. Probleme mit dem Kopierschutz gab es nicht.

Eine ganze besondere Universität

Nachdem Larry Laffer zuletzt ein Schiff voller leicht bekleideter Ladies unsicher gemacht hat, ist im neusten Larry-Teil nun sein Neffen Lovage der Held des Spiels. Dieser geht seit unzähligen Semestern auf die wohl heißeste Universität, die man sich nur vorstellen kann: Wilhelm-Ständer-Universität. Hier haben eigentlich alle Studenten wenig mehr als Saufen, Parties und Sex im Sinn. Ähnlich wie sein Onkel, so hat auch Lavage einige Probleme, die Frauen bei sich ins Bett zu bekommen. Phantasien darüber scheint er, wie man in Intro sehen kann, genug zu haben. Da kommt es ganz recht, dass ein TV Sender eine Show auf dem Uni Gelände mit dem Namen "Swingels" veranstaltet. Larry möchte natürlich der Glückliche sein und zu den drei Damen in der Endausscheidung gelangen. Die Hatz nach der holden Weiblichkeit hat begonnen, da man nur mit Zuneigungs-Beweisen in der Show weiter kommt.

Die Minispielchen

Das Spiel hat nichts mehr mit dem einstigen Adventurecharme gemeinsam. Es gilt vielmehr durch die 3D Abschnitte zu gehen und in lauter kleinen Minispielchen seinen Mann zu stehen, bis man die Frauen möglichst im Bett hat. Nach jedem Minispielchen bekommt man eine kleine Zusammenfassung präsentiert und neben der Mindestvoraussetzung kann man auch entweder zusätzliches Geld oder Marken bekommen, wenn man ein "Perfekt" im Minispiel zustande bringt. Je nachdem, ob man gewonnen oder verloren hat, wird auch die Moral von Larry beeinflusst. Ist einem ein Minispielchen zu schwer, dann kann man auch jederzeit "kneifen", muss dafür dann jedoch einige Marken bezahlen. Man sollte also sparsam damit umgehen.

Plaudern/ Chat (Spermienhindernislauf): Dieses Geschicklichkeitsspielchen ist mit Abstand am häufigsten zu sehen. Immer wenn Larry mit irgend jemand im Gespräch ist, dann muss man nun dafür sorgen, dass er auch das Richtige sagt. Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Kästchen, wo auf der linken Seite ein Sperma entlang schwimmt, welches der Spieler nach oben und unten steuern kann. Hier kommen nun von der anderen Seite lauter Objekte entgegen und man sollte diesen tunlichst ausweichen. (So manch einer kann sich vielleicht noch den Sat.1 Superball erinnern.). Lediglich grüne Smilies bzw. Herzchen kann man aufsammeln. Diese füllen auf der linken Seite das große Herz. Ganz wichtig ist es, dass man spätestens am Ende des Gespräches ein fast gefülltes Herz hat, was man an einer kleinen grünen Umrandung erkennen kann. Hat man im Verlauf des Gespräches nicht nur das Ziel erreicht, sondern ALLE Smilies aufgesammelt, dann gibt es einen Bonus in Form von 5 Marken. Die roten Elemente sollte man mit dem Sperma auf gar keinen Fall berühren, da Larry dadurch entweder dumme Antworten gibt, furzt oder aber betrunken wird. Je betrunkener Lavage ist, desto schwammiger wird die Steuerung und desto schwerer wird es auch. Glücklicherweise kann man dies durch entsprechende "Kaffeeicons" wieder ausgleichen. Später bekommt man es auch mit "Explosionselementen" zu tun, welche den Weg frei sprengen oder aber Vereisung, so dass man eine Sekunde lang nichts machen kann. So lange auf das Minispielchen nicht automatisch ein zweites folgt, kann man eigentlich einen so hohen Alkoholpegel haben, wie man will und kommt dann trotz einer schwammigen Steuerung dennoch durch und kann sich danach die Blase irgendwo erleichtern.

Quartern (Saufen bis zum Umfallen): Hierbei handelt es sich um die Uni-Variante so mancher Wild-West Trinkwettbewerbe. Jeweils Larry und ein Mädel sitzen sich am Tisch gegenüber. In der Mitte steht ein Glas. Nun wird jeweils abwechselnd eine Münze geworfen, die möglichst im Glas landen sollte. Trifft ein Spieler, dann muss der andere einen kräftigen Zug aus dem Bierkrug nehmen, wodurch der Alk-Pegel steigt. Nach Möglichkeit sollte man diese Spiel nüchtern antreten. Eigentlich ganz einfach, wenn man sich nicht nur auf die Infos im Spiel verlässt, sondern auch mal das Handbuch zu Rate zieht und die darin erwähnte Steuerung per Tastatur ausprobiert. Muss man mit der Maus ganz behutsam und viel Glück Winkel und Geschwindigkeit bei der Wurfbewegung vor und zurück einkalkulieren, so reicht ein simples doppeltes Drücken auf die Tasten "zwei mal vor" und "zwei mal zurück" und man landet mit 100%iger Sicherheit einen Treffer. Fällt nicht eine eigene Münze daneben, dann gibt es ein "Perfekt". Dieses Minispielchen gibt es bei jedem Mädchen ein Mal.

Klapsen (Auf die Hände hauen): Manch einer kennt es wohl noch aus der Schulzeit, wo die beiden Personen die Händen übereinander gelegt haben. Einer war dann an der Reihe und versucht auf die Hände des anderen zu schlagen, während dieser rechtzeitig reagieren muss, wenn er nicht getroffen werden will. Bei Larry verläuft das Spiel genauso. Jeder der beiden Spieler hält eine gewisse Menge bzw. Stärke an Schlägen aus, bis man verloren hat. Neben dem "Aufladen" der Schläge durch mehrmaliges Betätigen der Space-Taste, bringt es oft etwas, den Schlag nur anzutäuschen und dann zuzuschlagen. Hier gilt es beim Gegner ganz genau auf die "Körpersprache" zu achten, woran ein Angriff bzw. Täuschung erkennbar ist.

Barkeepen (Gegenstände Leuten zuwerfen): Bei diesem Minispielchen bewegt man Larry vertikal an einem Tisch entlang. Von der linken Seite kommen jeweils in vier Schlangen Personen oder Affen (zur Fütterung) an. Es gilt nun jeweils von rechts ein Objekt (Je nach Spiel Flugblatt, Essen, etc.) nach links zu werfen. Ganz so einfach ist es nicht, weil es einige Regeln gibt, nach denen eine Runde auch bei nur einem Fehler als verloren gilt: Die Personen müssen etwas bekommen, bevor sie den rechten Rand erreichen und man darf kein Gegenstand dorthin werfen, wo niemand wartet. AUsserdem werfen die Personen mitunter die Sachen zurück, die man dann auffangen muss, bevor sie runterfallen. Sehr ähnlich dem alten Arcade Game "Root Beer Tapper". Außerdem sollte man Affenkot-Kontakt vermeiden. Je nach Minispiel und Bonus hat man zwischen drei und fünf "Leben". In mehreren Runden gilt es nun, jede Runde fehlerfrei zu beenden, damit man weiterkommt. Erstaunlicherweise ist dieses Minispielchen etwas unausgewogen. Sind die ersten Versuche am Anfang, wo man dies als Bonus machen kann, sehr schwer, fallen die Aufgaben, die man wegen einer Person machen muss, deutlich einfacher aus. Perfekt gibt es, sollte man sich in allen Runden keinen Fehler erlauben.

Rhythmus (Nachtippen im richtigen Rhythmus): Dieses Spielchen ist auch alles andere als neu. Mal in einer Tanzvariante und ein anderes Mal wird auf einem Trampolin gesprungen. Es geht immer nach dem gleichen Schema. Neben den Richtungstasten kommt noch die "Button-Taste" hinzu. Zuerst macht ein Mädel eine bestimmte Sequenz vor, wie z.B. Links, Links, Oben, Rechts, Button und danach laufen die entsprechenden Icons unten auf einer Leiste von rechts nach links über den Schirm und der Spieler muss die entsprechende Taste drücken, wenn die Icons im grünen Kreis sind. In einigen Varianten ziehen sich die Personen nach einem Fehler in einem Part aus. Perfekt gibt es, sollte man keinen Fehler machen.

Maulwurf Hauen (Drück die Taste, die Aufleuchtet): Bei diesem Minispielchen geht es um schnelle Reaktionen und man sollte sich auch nicht ablenken lassen. Es gilt jeweils die vier Richtungstasten zu drücken, sobald diese auf dem Schirm eingeblendet werden. Ist eigentlich eine reine Reaktionsaufgabe, nur hier im Spiel wird es eine Ecke schwerer, weil die Ansicht laufend wechselt und ein bewegter Hintergrund und Sprüche zu hören sind, welche einen erstaunlich stark vom Spiel ablenken. Hinzu kommt auch noch, dass hier, wie auch in anderen Minispielchen, Geld auftaucht, welches man zwar durch Drücken der entsprechenden Richtungs-Taste bekommen kann, dies jedoch zur Anzahl der Fehler gewertet werden. Nach spätestens fünf Fehlern war es das und man muss die Aufgabe erneut versuchen. Durch diese Aufgaben mixt man einen Drink oder geilt die Braut durch entsprechende Action auf. Auch eine der Aufgaben, die man immer wieder zu sehen bekommt.

Vermeidung (Gegenstände aufsammeln): Dies ist ein sehr zeitkritischer Modus. Im Spielgebiet sind jeweils eine Reihe an Gegenständen wie z.B. Schlüssel platziert. Es gilt nun innerhalb des knappen Zeitlimits diese Gegenstände durch Berührung einzusammeln und abschließend den Ausgangspunkt zu erreichen. Zusatz-Zeit findet man ebenfalls auf der Strecke, doch viel mehr sollte man die herumstehenden Gegner einplanen. Die KI ist zwar nicht wirklich gut und sie reagieren erst, wenn man recht nah dran ist und geben meist schnell auf, doch ist es die Masse und mitunter die gemeine Platzierung der Gegner, die dafür sorgt, dass man einige Versuche und eine optimale Route braucht, will man dieses Minispielchen schaffen.

Posieren (Gegenstände verteilen/ Leute beeindrucken): Und noch eine Aufgabe unter Zeitdruck. Hier gilt es einer bestimmten Personenzahl entweder einen Gegenstand zu geben oder beispielsweise einige Straßenprostituierte für einen guten Freund anzulocken. Man nimmt sich dazu einen Gegenstand beim Auftraggeber, verteilt diesen, geht wieder zurück und holt einen neuen, etc. Dabei sollte man genau darauf achten welche Personen man darauf anspricht und außerdem muss man nach jeder "Ansprache" zurück und neue Sachen zur Verteilung besorgen. Ein weiteres kleines Minispielchen mit gleichem Namen ist das Posieren vor Leuten. Hier gibt es eine vierstellige Tastenkombination, die man möglichst schnell mehrmals zu drücken hat, damit Larry den Leuten ein "Ständ(er)chen" präsentieren kann, was somit seine "Moral" steigert.

Pflock hauen (Pong spielen): Dieses Minispielchen ist ein Pong mit einem Hauch bzw. Banane an Sex. Es gilt den Ball so lange mit den beiden Paddeln an der Seite im Spielfeld zu behalten, bis die Banane richtig groß geworden ist. Neben dem Ball, der auf dem Feld herumfliegt, gilt es auch, auf unterschiedliche andere Objekte zu achten, welche die Steuerung und das Spiel im positiven und negativen Sinne beeinflussen.

Wassersport (Mädels nass spritzen): Ein sehr simples Spiel. Man steht mit einer Wasserpistole da und muss alle Mädchen im oberen Bereich durchnässen. Unglücklicherweise halten diese jedoch anfangs immer die Hände schützend über diesen Bereich. Es gilt den Punkt abzuwarten, wo sie sich "öffnen" und man "abspritzen" kann. Hier vorbeizuspritzen ist schon ein "Ding" der Unmöglichkeit.

Photos (Erotische Aufnahmen machen): Ab und zu müssen auch mal einige heiße Bilder gemacht werden (natürlich unter Zeit-(Hormon?)-Druck). Da wird die Kamera ausgepackt und es gilt die Schönheit sechs Mal in möglichst erotischen Posen auf Zelluloid zu bannen. Da das Programm darunter jedoch irgendwie etwas anderes versteht, freut man sich über die oben im Sucher angezeigte Infoleiste, wo man bis zu fünf Punkte pro aktueller Ansicht eingeblendet bekommt. Es gilt eine entsprechende Mindestpunktzahl zu erreichen. Alternativ kann man auch nebenher "heiße" Aufnahmen machen und diese verkaufen.

Ich will *piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep* !

Wie aber läuft nun das eigentlich Spiel ab, könnte sich noch so mancher Leser fragen. Das ist im Grund nichts anderes, als oben schon erwähnt wurde. Um in der Swingels-Show den großen Durchbruch zu erreichen gilt es zwei Mädels so weit zu bringen, dass sie mit einem ins Bett steigen bzw. steigen würden (Es kommt, wie schon bei Larry 1-7, immer etwas dazwischen und sei es nur, dass statt Larry mit Umschnall-Dildo plötzlich ein Teddy mit dem Teil bei ihr im Bett liegt und der "Held" auf den richtigen Einsatz wartet.). Hat man dann zwei Beweisobjekte, wie z. B. den angesprochenen Teddy, dann kann man sich zur Swingels-Bühne begeben und dort in die nächste Runde kommen, wenn man das Minispielchen von Swingels schafft. Dadurch kommt man dann eine Runde weiter und gleichzeitig bis zu drei weitere Mädels zur Uni-Umgebung. Hat man anfangs beispielsweise nur den Innenhof der Uni zur Erkundung, geht es später auch auf die Straßen davor und in diverse Clubs und anderer Etablissements. Egal ob in der Uni-Bibliothek, einem Labor, dem Mädchenhaus, Partybude, Schwulenklub, Aldi, etc. fast überall findet man irgendwann eins der Mädels. Um in die Endausscheidung zu kommen, benötigt man aus den 15 potentiellen Mädels zehn, die man "rumkriegen" muss. Kommt man bei einer nicht weiter oder fehlt einem das Geld, weil man sich für Dame X zwingend neue Klamotten kaufen muss, dann macht man woanders erst mal weiter. So manche Weiblichkeit will erst mit Larry sprechen, wenn dieser entsprechend gekleidet ist und so einige Spielchen kosten Geld oder ein Türsteher muss bestochen werden. Hier sollte man sich möglichst um genügend Knete kümmern, die man überwiegend nur durch Minispielchen bekommt, wie z. B. Getränke mixen und ansonsten auch stellenweise in Schränken, etc versteckt. Hat man erstmal den Dreh beim Mixen der Getränke raus, dann kann man recht gut und bequem an Kohle kommen. Alternativ kann man anfangs aber auch gleich durch den "Tausch" von Münzen an genügend Geld fürs Spiel kommen. So lange man noch nicht bei Swingels war, kann man jede Aufgabe für nur eine Münze überspringen und als erfolgreich werten lassen. Da startet man die Mixaufgabe, zahlt eine Münze und bekommt 5 Euro gutgeschrieben. Das Spielchen kann man dann 10 bis 15 mal wiederholen und hat dadurch mehr als ausreichend Kohle. In dem Zusammenhang sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Geldzähler im Spiel ins Negative gehen kann, aber dennoch 0 Euro anzeigt. Gewinnt man dann in einem Spiel z. B. 5 Euro, und war bei -10, steht am Ende dann: 0 € + 5 € = 0 € auf dem Schirm und man glaubt unweigerlich an einen Bug bzw. Sackgasse. Immer wenn man dann im Swingels in die nächste Runde gelangt, steigen die Preise für das Überspringen einer Aufgabe. Daher wäre es sicherlich recht clever, wenn man erst versucht, alle Mädels zu bearbeiten, bevor man die Sachen im Notfall nur teurer macht, sollte man partout immer an einer Aufgabe scheitern. Das liegt stellenweise auch daran, dass die Aufgaben vom Schwierigkeitsgrad recht unterschiedlich sind. Auch später wechseln sich leichte und schwere Aufgaben willkürlich ab. Eigentlich weiß man durch das Tagebuch auch immer, wo es als nächstes etwas zu tun gibt. Da hat man z. B. eben noch mit jemanden gesprochen und dann heißt es plötzlich, dass man die Person nun an einem anderen Ort erneut sprechen soll. In einigen anderen Fällen folgt dagegen ein Ortswechsel bzw. man startet nach erfolgreicher Absolvierung einer Aufgabe gleich mit der nächsten.

Storymäßig präsentiert sich das Spiel sehr platt und inhaltslos. Hat man die Frau nach etwa jeweils fünf bis sieben Minispielchen fast rumbekommen, geht es mit der nächsten wieder neu los. Die Gespräche in den Chats sind überwiegend recht humorvoll, insbesondere wenn Larry mal wieder vom Thema abkommt und es gibt einen ganzen Haufen an Anspielungen. Egal ob nun über Star Wars gesprochen wird oder Larry ein Gedicht vorträgt, man hat mitunter in den Spielchen wenig Zeit, so genau darauf zu achten. Doch wer irgendwelchen Inhalt sucht, wird enttäuscht. Die Gespräche sind eher eine Berieselung im Hintergrund, damit es nicht so langweilig wird. Da erfährt man von irgendwelchen Problemen, Vorlieben, etc. einiger Personen oder von Larry, doch einen Sinn/ Zusammenhang gibt es nicht. Viele Ideen und mögliche Adventuremöglichkeiten wurden hier verschenkt. So stimmig die Universität auch gestaltet ist mit den besoffenen Studenten im Partyraum, den vielen Sexsprüchen, Witzen, etc. so sehr wirkt es im späteren Verlauf übertrieben. Manchmal wäre weniger mehr gewesen. Auch wäre eine höhere Interaktivität schön. Viele Orte deuten nur an, was hier in einem wirklichen Adventure noch alles hätte passieren können oder wo es noch etwas zu entdecken gäbe, doch die Locations präsentieren sich immer gleich. Die Fäkalsprache/ Ausdrucksweise wurde generell von den Designern sehr gern verwendet. Da wird eine eigentlich fürsorgliche Mutter als Schlampe niedergemacht und Saufen und Sex ist alles. Kein Wunder, dass es nur für Leute ab 18 ist, die auch eine fast nahezu ungeschnittene Fassung bekommen. Zwar werden Sexszenen überwiegend nur angedeutet und man sieht weniger als in so manchen 16er Filmen, doch an mindestens einer Stelle hat sich ein Zensierungsbalken eingeschlichen, als der Affe endlich wieder eine "Verhärtung" bekommt. (Fehler in der Dezensierung der US Fassung?)

Handhabung des Spiels

Die Steuerung des Helden erfolgt mittels Kombination Maus und Tastatur. Wie in einem Shooter steuert man den Helden wahlweise in 3D oder 1st-person-Ansicht durch die Räume. Mit Agieren und Anschauen kann man dann auch schon fast alles machen. Lediglich für die Posierung benötigt man eine weitere Taste, genauso wie in den Minispielchen ab und zu weitere benötigt werden. Die Tastenbelegung kann man nur außerhalb des Spiels verändern. Die Optionen sind recht bescheiden gehalten und man sieht deutlich die Konsolenherkunft bzw. -entwicklung. Die Menüs sind zwar klar gegliedert, allerdings ist die Tastatursteuerung mitunter nicht so gelungen. Mit Enter für Bestätigen bzw. mit der Maus die Zeile anwählen kann aktzeptiert werden, allerdings ist die Verwaltung der Ingamebilder eine Katastrophe. Will man die gemachten Bilder auf Platte speichern, muss man jedes einzelne Bild separat speichern. Richtig schlimm wird es, wenn man sich die Bilder anschauen oder löschen will. Da wechselt man in die entsprechende Ansicht und statt einfach die sechs kleinen 200 mal 200 Pixel großen Bildern anzuzeigen, bekommt man immer für 1-2 Sekunden ein kleines Fenster mit den Infos, dass das Bild geladen wird. Löscht man ein Bild, dann werden die andern fünf wieder neu geladen. Speichern kann man zwar recht frei, doch auch hier dauert es ewig und man bekommt immer erst ein Infofenster für 1-2 Sekunden, dass die Saves eingelesen werden. Bis hierhin könnte man vielleicht noch alles verzeihen, doch wehe man bewegt sich im Spiel. Die Abschnitte im Spiel sind extrem klein. Mitunter sind es nur ein oder zwei Wohnräume und man bekommt wieder eine Ladeschirm zu sehen. Sich hier im Spiel von A nach B zu bewegen zieht sich über X Ladeschirme und kleine Abschnitte hinweg. Da wird länger geladen, als man zum Durchqueren braucht. Sehr erstaunlich, dass in den immer etwa 10 bis 15 Sekunden für den Ladevorgang die Festplatte nichts zu machen scheint. Statt dessen kann man sich ein Zufallsbild anschauen, das mit mehr oder weniger Erfolg erotisch stimulieren soll. Wieso man hier statt passender Comiccharaktere echte Models wählte, die einen Stilbruch im Spiel verursachen, ist etwas unverständlich. Nicht nur wohin man als nächstes gehen muss, auch Infos über den Frauenstatus und Statistiken zum Spiel findet man im Tagebuch. Was man lediglich anfangs gebrauchen könnte wäre eine Karte von der Umgebung. Wer sucht das Labor schon in der Bibliothek? Auch wenn man neue Kleidung benötigt, steht man ratlos da, wo man nun was kaufen soll. Das HUD ist simpel gehalten und sehr überschaubar. Ist man angetrunken, dann sollte man sich schnellstmöglich in eine etwas ruhigere Ecke begeben und dort den Druck ablassen. Ob man an den eigenen Schreibtisch pullert oder an eine Tür im Flur ist recht egal, so lange man es nicht zu direkt vor den Leuten macht. Dann geht der Moralbalken auch nur minimal runter.

Grafik & Hardware

Bei der grafischen Präsentation von Magna Cum Laude wird auf eine 3D Comic-Grafik gesetzt, wie sie beispielsweise auch schon bei The Simpsons - Hit & Run verwendet wurde. Dadurch haben sich die Entwickler geschickt darum gedrückt, sehr detaillierte Texturen zu verwendet und dennoch sieht das Spiel gar nicht mal so schlecht aus. Der Comic-Charme ist recht ordentlich gelungen und die Orte abwechselungsreich und anschaulich gestaltet. Da liegen beispielsweise Objekte wie Flaschen herum, die man herumkicken kann und viele Stellen wirken nach mehr als einfacher Deko. Auf der anderen Seite kann die Grafik nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Spiel auf dem PC deutlich die Konsolenherkunft anzusehen ist. Die Anzahl der Polygone ist stellenweise erschreckend gering gehalten und einiges wirkt doch zu eckig. Positiv stechen dafür beispielsweise die Models wie Larry heraus, die deutlich besser aussehen und mitunter aus mehr Polygone haben, als der Rest des Raumes. Wäre ja alles gar nicht so schlimm, aber dass es am PC dann dauernd eine Ladesequenz gibt, wenn Larry nur ein Zimmer betritt bzw. ein Gespräch anfängt, welches genau dort stattfindet, wo man steht und eigentlich nur ein Kameraschwenk notwendig wäre, nimmt die Ladesequenz gut 10 bis 15 Sekunden ein, wobei die HD jedoch scheinbar nichts nachlädt - eine deutliche Spielspaßbremse. Selbst simple Laufwege werden dadurch elendig zäh und mühselig. Aber vermutlich liegt der Sinn einzig und allein darin, dass man sich die Ladebildchen anschaut, wo man recht unpassend zum Spiel, lauter leicht bekleidete Damen zu sehen bekommt. Hardwaremäßig machte das Spiel dann keine Probleme und lief mit konstant hohen FPS-Werten. Die Videos im Spiel hätten sich die Entwickler auch schenken können und statt dessen die Szenen in der Ingame Engine präsentieren können. Da hätte es deutlich weniger Verpixelung zu sehen gegeben und schließlich zeigen die Videos immer Orte, wozu es sowieso schon 3D Szenen gibt.

Sound & Musik

Die akustische Untermalung des Spiels setzt zwar nicht auf so viele Details, wie man es in manch anderen Spielen zu hören bekommt, doch neben den unterschiedlichsten Hintergrundgeräuschen, klirren von Flaschen, wenn man diese zerdeppert, unterschiedlichste Musik aus den Radioanlagen, etc. bekommt man es überwiegend mit recht guter Sprachausgabe zu tun. Hier geben Oliver Pocher (als Larry Lovage) und andere ein recht gutes Gesamtbild ab. Lediglich an einigen Stellen merkt man etwas, dass ihnen die stellenweise doch öfters in ähnlicher Form wiederholenden Texte auf unterem Sprachlevel etwas den Spaß genommen haben. So schlüpfrig das Spiel auch ist, der Inhalt wird ja nicht besser, nur indem es möglichst oft irgendwelche Kraftausdrücke oder Fäkalsprache zu hören gibt. Zu viele Sätze wiederholen sich da auch bei den "0815" Personen, die man versucht anzusprechen. Da dominieren Antworten wie "Verpiss dich" (Noch eine der harmlosen Absagen) das alltägliche Bild des Spiels. Trifft man andere Studenten oder Personen (Vom masturbierenden Affen bis hin zu schwulen Arbeitern und der Porno-Fee), die in allerlei Gespräche vertieft sind, hört man beispielsweise welche Bücher sich einer in der Bibliothek ausgeliehen hat, etwas wie "Arschgasmusausgabe" und "Oben und Heftig" oder im Supermarkt, wie der "Sperminator 3" verkauft wird. So lange man den Abschnitt nicht verlässt, bekommt man immer andere Sprüche zu hören. Doch beim nächsten Laden des Abschnitts gibt es wieder die gleichen Unterhaltungen.

Meinung

Leisure Suit Larry 8 - Magna Cum Laude ist kein Spiel für anspruchsvolle Spieler und Fans. Insbesondere Liebhaber der alten schlüpfrigen Adventurefolgen werden den Kopf schütteln bei so einer wahlosen Kombination von Minispielchen. Mehr Sex, Sprüche und weniger Inhalt. So soll der Massenmarkt erobert werden, scheint die Marketingabteilung herausgefunden zu haben. Zugegeben, einige Zeit kann man sich mal damit unterhalten, über die Witze schmunzeln und versuchen, eine Braut ins Bett zu bekommen. Da es jedoch immer genau der gleiche Ablauf ist und von den elf Minispielchen eigentlich überwiegend nur drei verwendet werden, wobei jedes zweite Spiel ein "Chat" ist, liegt der Spielspaß sehr schnell bei Null. Anspruch sollte man erst gar nicht erwarten. Egal ob nun potentieller Kandidat Sally Mae oder Tilly, es ist alles austauschbar und gleicht sich wie ein Ei dem anderen. Da geht es also von Minispielchen zu Minispielchen und dazwischen darf man laufend eine Unterbrechung einlegen und sich mehr oder weniger ansprechende Bilder in der Zwangspause ansehen. Die Ladezeiten nehmen sicherlich gut und gerne 30% der Spielzeit ein und dabei kann man doch schon nach etwa vier bis sechs Stunden das Ende sehen. Damit ist Larry zwar noch immer deutlich preiswerter, als entsprechende Aktivitäten in der Realität, doch dadurch wird das Spiel auch nicht besser. Wer meint, er braucht ein Spiel zu so einem Thema, der kann zugreifen. Alle anderen sollten zwingend die Demo antesten, die sehr genau den Spielinhalt wiedergibt, bevor man Geld für Minispielchen ausgibt, die es in ähnlicher Form in Massen kostenlos im Netz gibt. Adventurespieler sollten gleich einen großen Bogen um das Spiel machen und auch die Fans werden sicherlich besser bedient sein, die Klassiker von Al Lowe erneut zu spielen.


Geschrieben am 12.11.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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