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I-Ninja  


Info
Autor 3+
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Gesamt (13 votes) 2+
 1.5
 1.3
 1.6
Name:I-Ninja
Genre: Jump n Run
Produkt: Vollversion
Release: 2004/04
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Argonaut
Links: Zoo Digital Publ.
Links: Don Bluth
Hardware: 800Mhz, 64MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1150 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
FFeedback: ja
Sprache: Multilingual
Bemerkung: auch für PS2/ GameCube Xbox.
USK: 6
I-Ninja (review von yak)

Das Böse zieht über die Lande.

Ein strenger G-Ruch verpestet das Land...

... und G-Ruch ist nichts, was man durch die Nase inhalieren sollte.

Er ist ein böser Tyrann, der mit seinen Schergen, den Ranx, bereits allen Ninjas im Lande einen Platz in der Reinkarnationswarteschlange verpasst hat. Nur ein alter gebrechlicher Meister namens Sensei und ein junger Schüler haben scheinbar überlebt. So macht sich Meister Sensei auf zur Robo-Bucht, um Yang, einem legendären Ninja Wächter, um Hilfe zu bitten. Yang ist einer der Wächter der vier Wut-Steine, die ihrem Besitzer außergewöhnliche Kräfte verleihen. Doch auf dem Weg zur Robo Bucht überwältigen G-Ruchs Mannen den alten Mann und nehmen ihn gefangen. Ein Fall für den mittlerweile letzten lebenden Ninja, Senseis grünschnäbeligen Schüler. Und ein Heißsporn, wie er nun mal ist, steht auf seiner Speisenkarte vorrangig Ranx-Sushi. Da er sich selbst im Kampf gegen die Massen an Gegnern nicht zwei - oder vierteilen kann, macht er es halt mit seinen Gegnern. Und so scheint Sensei bald aus den Ketten der Gefangenschaft befreit. Doch als der Ninja Schüler nach dem siegreichen Kampf gegen einen Drachenhund den befreiten Wut Stein berührt, verliert er die Kontrolle - und auch Sensei verliert die Kontrolle...

... nämlich über seinen Kopf, denn im Kampfrausch hat unser kleiner Nachwuchs-Ninja es irgendwie geschafft, Sensei daran zu hindern, seinen nächsten Geburtstag auf gleicher Bewusstseinsebene zu erleben, was dazu führt, dass er die Kerzen auf der Torte zumindest nicht mehr selbstständig auspusten kann, vom Essen selbiger ganz zu schweigen. Jedenfalls kann sich Sensei dennoch nicht so richtig auf die Reise in das helle Licht machen, denn "Gestoppt werden G-Ruch muss, junger Ninja! ". Und so muss er seinem Schüler als Geist die wichtigsten Dinge im Leben eines angehenden Weltenretters vermitteln.

Nachdem Entwickler Argonaut mich mit ihren letzten Spielen (Catwoman, Malice) mehr als enttäuschte, war ich bei I-Ninja ziemlich skeptisch. Da sich aber Jump & Runs auf dem PC mehr als rar machen, nimmt man mehr oder weniger das, was man kriegen kann, was sich jedoch nicht als ganz so einfach erwiesen hat, denn die PC Fassung von I-Ninja wird in Deutschland nicht offiziell vertrieben, ebenso wie die Xbox und GameCube Version. So musste ein Import aus England herhalten, wo die PC Fassung bereits zum Budgetpreis für umgerechnet 15 Euro erhältlich ist. Erfreulich ist, dass die PC Fassung komplett multilingual ist, ebenso die Sprachausgabe und das auf CD befindliche PDF Handbuch. Dafür beschränkt sich die Verpackung auch, ganz budget-gerecht, lediglich auf 2 CDs und einem kleinen Beipackzettel, was aber wenig stört. Erstaunlich ist auch, dass die Verpackung bereits für den europäischen Markt vorgesehen ist, denn auf der engl. Packung findet sich sogar die deutsche USK Empfehlung, was also auch bei Importen daher keinerlei Schwierigkeiten am Zoll verursachen sollte.

Um den Charakteren und der Story genügend Pepp zu verpassen, engagierte Publisher Namco zwei begnadete Talente. So sorgen Don Bluth und sein Partner Gary Goldman für die Story, die Ausarbeitung der Figuren und die Zwischensequenzen. Mehr über Don Bluth, der schon "Feivel der Mauswanderer", "Mrs Brisby", "In einem Land vor unserer Zeit", "Titan A.E." oder auch das Spiel Dragon's Lair schuf, erfahrt ihr in unserem Interview, das wir anlässlich der Veröffentlichung von Dragon's Lair 3D mit ihm führten. Ob sich der Wanna-be-Ninja nun wacker gegen die Konkurrenz zu behaupten weiss, soll unser Review klären.

Zur Technik:

Um es kurz zu machen. Technisch gibt es, ganz im Gegensatz zu Catwoman, fast nichts zu beanstanden, was besonders den Bereich der Steuerung und Kameraführung betrifft. Ein völlig "rundes" Produkt. Die Graphik orientiert sich am Comic/Zeichentrickstil, wobei es ein wenig an Zelda The Wind Waker erinnert, wenn man die Hauptfiguren mit ihren großen Köpfen und abstrahierten Gesichtsausdrücken betrachtet, was insgesamt sehr viel Charme und zudem den Slapstickhumor vom schnellen Wechsel der Mimik unterstreicht. Die Figuren sind schön animiert und einfallsreich umgesetzt, was besonders für die Levelbosse zutrifft. Die insgesamt 5 unterschiedlichen Levelbereiche reichen von Strand, Dschungel, Canyon, Hafengebiet bis zum Mond und in diesen Bereichen sorgen die einzelnen Stages noch für ausreichend Variationen, seien es Flüsse, Fabrikanlagen oder Urwälder. Die benutzte Engine bringt alles bunt und stimmig auf den Screen. Leider gibt es jedoch in manchen Situationen, selbst beim schnellen Testrechner, kleine merkbare Slowdowns, besonders bei Kameradrehungen in Verbindungen mit Nebel oder Feuereffekten. Diese wirkten sich spieltechnisch jedoch niemals richtig störend aus.

Sehr gelungen ist auch der Sound. Die deutsche Sprachausgabe mit den frechen Kommentaren vom Ninja sind klasse und untersteichen den Comedycharakter. Wenn unser Ninja beispielsweise bei der Nutzung seiner Spezialkräfte zu einem monumental intonierten "Iaaaaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih- Niiiiiiiiiiiiinjaaaaaaa" ausholt, um danach alles in Schutt und Asche zu verwandeln oder wenn er die Ratschläge seines Meisters mit blöden Kommentaren beantwortet, trägt das viel zur Atmosphäre bei und so muss man sich ebenfalls nicht wundern, wenn der Obermotz G-Ruch nach einer Ansprache kurz vor dem finalen Kampf noch ein kleines Püpserchen ablässt. Die Geräuschkulisse ist ebenso erfreulich. Klirrende Schwerter und kreischende Gegner sorgen im feinsten Rundumsound, der sogar Dolby Digital unterstützt, für den passenden Ton. Nicht so gelungen hingegen war die Musik, die dem klassischen 80er Jahre Fernsehserien-Synth-Sound nachempfunden wurde und zugleich auch eine Hommage an die Musik der ersten Videospiele darstellt, jedoch wiederholt sie sich auch an vielen Stellen zu schnell und nervt mit der Zeit doch ein wenig. Hier wäre mehr Abwechslung angebracht.

Gesteuert werden kann I-Ninja mit Maus oder Tastatur- jedoch sollte man sich von dieser Idee schnell trennen, denn damit ist kein Bonsai-Topf zu gewinnen. I-Ninja setzt präzises und vor allem auch schnelles Spiel voraus, da einige Missionen unter Zeitvorgabe zu absolvieren sind und zudem viele Steuerungsoptionen gleichzeitig genutzt werden müssen, was über Tastatur und Maus nicht möglich ist. Um I-Ninja mit Spaß spielen zu können, ist schon ein Dual Analogpad mit 10 Tasten notwendig. Rumblefunktionen werden gut und gemein :-), worauf ich später noch zurückkomme, genutzt.

Von technischer Seite gibt es eigentlich kaum was zu meckern, wenn das Wörtchen "Wenn" nicht wäre, denn I-Ninja verweigerte unter Auslassung von ca. 90% der Darstellung unter der neuen Nvidia Geforce 6800 GT den Dienst, auch wenn das Nvidia Logo "The Way it meant to be played" auf der Packung glänzt. Weder nach Telefonaten mit dem Entwickler, dem Publisher oder Nvidia konnten wir das Problem in den Griff bekommen und so wurde es für das Review notwenig, eine ältere Graphikkarte (ATI 9500Pro) einzubauen. "ATI, They Way Nvidia want to play" :). Wir hoffen aber, dass wir diesbezüglich noch Antwort bekommen, bzw. neuere Treiber das Problem beheben.

Update: Mit den aktuellen Treibern in Version 66.xx ist das Problem behoben und I-Ninja kann auch auf GeForce 6800 Karten wirbeln.

Gameplay/Kritik:

I-Ninja ist ein Jump & Run in der Tradition von Mario 64 und Co, mit dem es auch in einigen Bereichen Gemeinsamkeiten gibt. Jedoch hüpft unser springfreudiger Ninja den Gegnern nicht auf den Kopf, sondern heizt ihnen mit Waffengewalt ein. Sein Ninja-Schwert, Wurfsterne, Explosionspfeile oder stationäre Geschütze sollen es dem Gegner schwer machen. Der richtige Einsatz von Special Moves und die Fähigkeiten der Wut-Steine sorgen dann für den Rest. Um sich grazil durch die Welten zu bewegen, hat Ninja dank perfekter Körperbeherrschung auch so einiges drauf. Mit einer Wurfkette schwingt er sich von bestimmten Ankerpunkten wie Tarzan durch die Lüfte oder nutzt sie, um eine scharfe Kurve zu nehmen, um nicht aus der Bahn geworfen zu werden. Auf speziellen Geländern kann er besser als jeder Skater grinden oder zeigt Neo, wie man auch außerhalb einer Matrix richtig schick an Wänden laufen kann und mit viel Anlauf und Schwung kann man durch hin und herlaufen selbst höher gelegene Wände problemlos erreichen. Sollten Sprünge alleine einmal nicht reichen, empfiehlt es sich, das Ninjaschwert propeller-like zu rotieren und so wie ein Hubschrauben zu gleiten oder von Windkanälen nach oben transportiert zu werden. Es gibt nicht viel, was der kleine Ninja nicht kann und Argonaut ist es hier einmalig gelungen, eine perfekte Steuerung abzuliefern. Alles spielt sich sehr intuitiv und im Gegensatz zu ihrem vermurksten Catwoman macht Ninja auch genau das, was man von ihm "verlangt". Ebenso löblich ist die Kameraführung, die man zwar selbst übernehmen kann, es jedoch selten dazu Veranlassung gibt, weil man meist durch die automatische alles gut im Überblick behält.

Im Spielverlauf, nachdem Ninja sich beim Levelboss einen Wut-Stein erkämpft hat und den jeweiligen Bewacher des Steines befreit hat, offenbaren sich ihm noch zusätzliche Eigenschaften. Diese Spezialeigenschaften sind jedoch nicht beliebig oft nutzbar, sondern laden sich durch das Gegnerbesiegen auf, bzw. steigt das "Wut-O-Meter" ebenfalls, wenn er Treffer einsteckt. Insgesamt gibt es vier Spezialkräfte. "Ninja Berseker" sorgt für besonders starke Attacken und gibt etwas verlorene Lebenskraft zurück, "Ninja Wiederbelebung" frischt das Lebensbarometer auf. "Ninja Wurfstern" lässt den kleinen Helden auf einem riesigen Wurfstern "reiten" und ihn alle Gegner wie mit einem Rasenmäher umnieten und "I-Ninja" killt alle Gegner im Umkreis. Die Spezialfähigkeiten laden sich auch nur in dieser Reihenfolge auf. Will man also I-Ninja verwenden, setzt dies voraus, dass alle anderen Kräfte vorher voll geladen sind. So braucht man für den durchschlagensten Effekt auch die vierfache Aufladung. Etwas ärgerlich ist jedoch, dass auch die Plusreserven, nutzt man z. B. die niedrigste Spezialattacke, komplett zurückgesetzt wird.

Die Levelbereiche sind in fünf Szenarien unterteilt, wobei sich innerhalb der einzelnen immer ca. 5 Stages befinden, die es zu meistern gilt und der Sieg über den Levelboss oder genügend verdiente Abzeichen gewähren dann Zutritt zum nächsten Abschnitt, was das an sich lineare Game etwas offener erscheinen lässt. Dabei sind die Aufgabenstellungen immer recht ähnlich, wenn deren Durchführung auch variiert und abwechslungsreich bleibt. Im ersten Abschnitt muss man die lebenswichtigen Teile eines Riesenrobotors besorgen, um ihn damit wiederzubeleben. So muss man z. B. seine Augen und sein Herz im jeweiligen Level "befreien", um sie dann wieder einsetzen zu können. Für jeden erfolgreich abgeschlossenen Level erhält man von Sensei ein Abzeichen. Hat man genügend beisammen, erhält man den nächst höherfarbenen Gürtel, der dann Zutritt zu vorher verschlossenen Türen ermöglicht. Nicht nur seinen Gürtel kann Ninja upgraden, sondern auch sein Schwert. Abhängig davon, wie viele der bösen Ranx er abgemurkst hat, wird sein Status in der Ranx Bank zusammengezählt und ab einem bestimmten Wert erhält Ninja ein besseres Schwert. Die Level müssen je nach unterschiedlicher Aufgabenstellung mehrfach gespielt werden. Gilt es z. B. anfangs nur, das Ziel zu erreichen, muss man beim nächsten Durchlauf dies in einer bestimmten Zeit erreichen, dann sind alle roten Münzen, die oft gut versteckt sind, zu finden oder eine Mindestzahl an Gegner zu besiegen. An diesem Punkt ähnelt I-Ninja auch seinem großen Vorbild Mario 64, wo auch innerhalb eines Levels mehreer sehr ähnliche Ziele zu erreichen waren, wenn I-Ninja jedoch lange nicht so abwechslungsreich und vom Gameplay offen erscheint, was auch daran liegt, dass man nie selbst wählen kann, welche Aufgabe man jetzt erfüllen will. Diese sind strikt in der vorgegebenen Reihenfolge zu erledigen, was mitunter sehr ärgerlich ist, denn für mich waren einige Abschnitte, besonders wenn es um Zeitlimitierung ging, kaum schaffbar. So gab es im Bombenlager ein Wettrennen gegen eine brennende Lunte. Hier durfte es nicht den kleinste Hüpf- oder Sprungfehler geben, sonst war es nicht mehr zu schaffen. Die Krone wurde dem aufgesetzt, als man dann im nächsten Durchlauf auch noch alle Gegner erledigen sollte, was rein rechnerisch kaum möglich erscheint, denn schon im ersten Durchlauf durfte man sich keinen Aufenthalt erlauben, was jedoch beim Kampf mit Gegnern zwangsweise der Fall wäre. Hier haben es die Designer, wie auch in einigen der Bonusmissionen, wirklich etwas übertrieben. Das wäre im Bezug auf das Gameplay aber auch schon der einzige richtige Kritikpunkt, wobei man aber auch so gut durchs Spiel kommt, da nicht zwingend alle Level bzw. Abzeichen benötigt werden. Erreicht man jedoch alle 64 Abzeichen, darf man noch in einer Bonusarena kämpfen.

Neben dem "normalen" Agieren innerhalb der Level, wenn man mit Klein-Ninja die Gegner auseinander nimmt, an der Kette über Abhänge schwingt, an der Wand entlang rennt, Wurfsterne schleudert, die über Bande den Gegner in Stücke schneidet, im Snipermodus Explosivpfeile verschießt oder seine Spezialattacken ausführt, bietet I-Ninja aber noch viel mehr. So darf man ab und zu schon mal einen stationären Geschützturm einnehmen und dann die Kontrolle über fernlenkbare Raketen übernehmen, um Tore aufzusprengen oder Secrets freizulegen. Warum nicht mal auf dem Fliessband in der Raketenfabrik ein Werkteil zerstören und sich vom automatischen Kran dann über den Abgrund transportieren. Warum nicht mal auf einem Pulverfass balancierend durch den Level oder an einer großen Kugel haftend, durch ein Labyrinth von Wegen manövrieren, um das darin befindliche Roboterherz seinem Besitzer zurückzubringen. Besonders "fies" sind da auch die Rumbleeffekte vom Kontroller, denn der Herzschlag der Kugel pulsiert besonders gemein in höchst schwierigen Steueraktionen :) - aber es macht sehr viel Spaß und die Kugelaktionen, die mehrfach vorkommen, erinnern an eine Mischung aus Marble Madness und Super Monkey Ball.

Auch das Stealth Genre wurde eingebunden und so muss man sich an Bewachungskameras oder Wachrobotern vorbeischleichen, bzw. sie mit den Detonationen von Explosivpfeilen oder Shurikens ablenken, um dann schnell ungesehen vorbei zu eilen. Highlight sind aber auch die Levelbosse. So muss man z. B., wenn der Riesenroboter wieder aktiviert wurde, gegen einen anderen Roboter zum Boxkampf antreten und Ohrwatschen verteilen. Dann in einem U-Boot einen Riesenfisch "grillen" oder wie bei "Alien - Die Rückkehr", in einem mechanischen Kampfanzug antreten. Hier haben sich die Entwickler sehr viel einfallen lassen und für spaßige Unterhaltung gesorgt. Man merkt, dass hier Profis wie Don Bluth bei der Charaktergestaltung mit am Werk waren.

Nett sind auch die Bonusspiele, die meist aus zeitlimitierten Rennen bestehen. Hat man einen Levelboss und den entsprechenden Wut-Stein-Wächter befreit, bieten sie unserem Helden Bonusabzeichen gegen Bares an. Hier kann man die Münzen, die man in den Leveln aufsammeln kann, gegen die Erlaubnis tauschen, an einem Spielchen teilzunehmen.

Sind die Level anfangs noch recht übersichtlich und klein, werden sie aber ab dem dritten Szenario teilweise recht lang und so braucht man für den ersten Erkundungsausflug dann auch schon manchmal so seine 30-40 Minuten. Zum Glück gibt es aber ausreichend Respawnpunkte, die zumeist gut positioniert sind und besonders bei den Zwischengegnern gelegen kommen. Die Zwischengegner müssen in einer Art Arena besiegt werden und die Kämpfe sind hier etwas strategischer, da man hier gezielter ausweichen und angreifen muss. Hier empfiehlt es sich, möglichst mit aufgeladener Ninja-Specialfähigkeit, gegen selbige anzutreten.

Die Gegner KI ist gelungen und die Ranxbande setzt dem Spieler anständig zu, denn der Schwierigkeitsgrad ist anfangs recht hoch, bis man sich an das Kampfsystem gewöhnt hat. So gibt es Gegner, die geschickt in Deckung gehen oder sich bei einem Nahangriff zusammenrollen und unverwundbar werden. Auch gibt es schon mal kleine feige Ranx, die, wenn sie als letzter übrig bleiben, die Flucht ergreifen. Hier ist es mehr als ein Vergnügen, ihnen den Hintern mit einem Wurfstern zu versohlen.

Fazit:

I-Ninja ist ein mehr als gelungenes Jump & Run mit Kampfeinlagen, jeder Menge Humor, einer guten technischen Präsentation, einer Menge Mini-Spielchen und vor allem mit einer tadellos umgesetzten Steuerung und Kameraführung, ausreichend für mindestens 20 Stunden Spielspass und mehr, will man alle Abzeichen erlangen. Zwar erfindet es das Genre nicht neu, aber man hat sich zumindest sehr geschickt bei guten Vorbildern bedient. I-Ninja ist ein Spiel, das für alle Altersgruppen geeignet ist, da die zusätzlichen Bonusspiele für Profis mehr als fordernd sind, es jedoch auch ohne die Hardcorelevel spielen zu müssen, zu beenden ist. Wirklich unverständlich ist, dass das Game in Deutschland als PC Fassung nicht offiziell vertrieben wird, aber man bekommt es dennoch für ca. 15 Euro schon zum Budgetpreis frei Haus (z. B. amazon.co.uk, play.com oder als Import bei Okaysoft) geliefert. Für diesen Preis ist das Spiel mehr als empfehlenswert und kann jedem Jump & Run Anhänger ans Herz gelegt werden.


Geschrieben am 18.09.2004, Testkonfiguration: AMD2100+, Radeon 9500 Pro, 512MB Ram, SB Audigy
 



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