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Info
Autor 2+
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 2
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Gesamt (27 votes) 2+
 1.2
 1.9
 2
Name:Sherlock Holmes: Das Geheimnis des silb. Ohrrings
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/11
Publisher: dtp
Entwickler: Frogwares
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: Sir Conan Doyle
Links: sherlock-holmes.org.uk
Hardware: 600Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
USK: 6
Sherlock Holmes: Das Geheimnis des silb. Ohrrings (review von nali_warcow)

Schon mehrere Entwickler haben sich darum bemüht die Klasse, Atmosphäre und den Inhalt von Sir Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes" auf den Monitor zu bringen. Der letzte Versuch war ein Myst-Pixelhunting uralter Schule und das letzte mir wirklich sehr spaßig in Erinnerung gebliebene Game zur Thematik stammt aus dem Jahr 1992, noch vor den multimedialen Versionen auf CD. EA hatte ein recht glückliches Händchen mit "The Lost Files of Sherlock Holmes: The Case of the Serrated Scalpel" gehabt und brannte ein Feuerwerk an Grafik und Spielspaß ab. Im Jahr 2004, dem Jahr der "Adventure-Rückkehr" gab es kurz vor Weihnachten auch mal wieder ein Spiel mit dem wohl berühmtesten Detektivgespann: Sherlock Holmes und Doktor Watson. Genaueres zu Frogwares ganz großem Wurf namens "Das Geheimnis des silberen Ohrrings" nun hier im Review.

Wie bei dtp üblich wird nicht nur auf Vertonung (dazu später mehr) sehr viel Wert gelegt - es beginnt auch schon bei der Verpackung und "Sherlock Holmes und das Geheimnis des silbernen Ohrrings" bildet da keine Ausnahme. Zwar befinden sich die beiden Spiel CDs in einer normalen DVD Hülle, doch die Umverpackung kann such sehen lassen. Mit Glanzbildern, einer kleinen Prägung auf der Vorderseite und einem aufklappbaren Deckel, hinter dem sich Infos zu einigen der Hauptcharaktere befinden, macht das Game von außen einen sehr guten Eindruck. Da bekommt man zumindest verpackungstechnisch noch was für's Geld. Auch das Handbuch lässt wenige Fragen offen. Installation, Benutzerführung und die ersten Schritte des Spiels werden erläutert. Die etwa 1,5 GB Daten sind recht schnell installiert, wobei hier beim Spiel eine multilinguale DVD sicherlich das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen wäre. Beim Spielen gab es keinerlei schwerwiegende Bugs, Abstürze oder Probleme mit dem Kopierschutz.

Mord vor 30 Zeugen

London, Mai 1897: Sherlock Holmes besucht in Begleitung seines Kollegen und Freundes Dr. Watson den festlichen Empfang in Sherringford Hall. Sie wurden von Sir Melvyn Bromsby eingeladen, einem Bau-Giganten, um einer Reihe an Festlichkeiten beizuwohnen. Zum einen kommt seine Tochter Lavinia aus dem Internat nach England zurück und hat heute Geburtstag und außerdem möchte Sir Bromsby eine Ankündigung machen. Auch wenn Sherlock Holmes anfangs recht wenig Interesse an Sir Bromsby hat, so ist er allein aus Interesse an der berühmten Sängerin Gallia vorbeigekommen. Doch so ruhig wird der Abend nicht werden. Kaum hat Sir Bromsby den Raum betreten und am Rednerpult das Wort erhoben, kracht ein Schuss. Entsetzen und Panik bricht aus, die Leute laufen aufgeschreckt umher und in der offenen Tür steht seine Tochter Lavina vor einer Rauchwolke. Zwar ist sie erst mal die naheliegendeste Verdächtige, doch Holmes nimmt, noch vor Eintreffen der Polizei, die Ermittlungen auf und geht die Sache gewohnt logisch an. In dem was am Ende überbleibt, und sei es noch so abwegig, muss die Lösung zu finden sein, was nun nun im Geschick des Spielers liegt, der in Rolle Sherlock Holmes schlüpft, um diesen Fall zu klären, der alles andere als einfach ist. Wie Bücher und Krimis, so lebt auch das Spiel von vielen Dialogen, Verhören und der Spurensuche. Nach mehren Ermittlungstagen folgt dann eine große Endsequenz, in der Holmes alles zusammenfasst und zeigt, wie sehr es auf jedes Detail ankommt und eins ins andere greift.

Die Methoden des Spielers

Auch wenn Sherlock Holmes und das Geheimnis des silbernen Ohrrings ein Adventure ist, so unterscheidet es sich doch von anderen Vertretern des Genres. Hier ist kein Guybrush Threepwood unterwegs, der Massen an Gegenständen in seine Taschen steckt oder wie MacGyver aus Alufolie, Toilettenreiniger und einem Taschenmesser eine Bombe bastelt.

Reden: Den Dialogen mit unterschiedlichen Zeugen, Verdächtigen und anderen NPCs kommt eine entscheidende Bedeutung im Spiel zu. Die Gespräche sind nicht nur als lustige Dreingabe und stellenweise nur zum Schmunzeln gedacht, wie anderen Games, hier steht der Ernst im Vordergrund und es geht darum, dass man wichtige Infos bekommt.

Knobeln: Man muss nicht nur über Zeugenaussagen nachdenken, sondern es gibt auch unterschiedliche Kombinationsaufgaben. Sei es, dass man die Kombination für einen Safe herausbekommen muss oder auch mal den ein oder anderen Gegenstand geschickt anzuwenden versteht. Am Labortisch werden in der Baker Street darüber hinaus auch Stoffe und Substanzen untersucht.

Beweise sichern: Das ist eine weitere Hauptaufgabe eines jeden Detektives. Da werden Schuhgrößen vermessen, Substanzen z. B. auf dem Fußboden untersucht oder eine Zigarette eingesteckt. So manche Beweise sind auch sehr gut versteckt, was zwar in Pixelhunting ausufert, doch in diesem Spiel dennoch auf keinen Fall deplaziert wirkt.

Das schlaue Buch: Alles gefundenen Beweise, gemachte Entdeckungen, Notizen oder geführte Gespräche werden genauestens protokolliert, so dass man in einer ruhigen Minuten bzw. wenn man nicht mehr weiter weiß, auf die Aufzeichnungen zurückgreifen kann. Im Vergleich zum Sherlock Holmes aus dem Jahre 1992 sind diese Aufzeichnungen jedoch nicht nur ein nettes Goodie, sondern am Ende eines jeden Kapitels muss man einige Fragen beantworten, die sich auf den aktuellen Abschnitt beziehen und mit den bislang gewonnenen Erkenntnissen beantwortet werden können. Dazu befinden sich unter der Frage entsprechende "Kästen", welche in der jeweiligen Farbe der Buchkategorie gehalten sind. So weiß man dann, ob man hier als "Beleg" ein Gespräch oder eine Aufzeichnung angeben soll. Hierdurch wird bewirkt, dass der Spieler auch wirklich möglichst in die Geschehnisse eintaucht und sich Gedanken macht und nicht einfach alle Gespräche durchklickt.

Einige Morde und viele Fragen

Nachdem also Sir Bromsby erschossen wurde, nimmt man als Spieler von Holmes die Ermittlungen auf. Nun gilt es erst mal einen Überblick über die gesamt Situation zu bekommen. Da müssen etliche Zeugen verhört werden, wobei natürlich nicht alle kooperativ sind. Da muss man dann schon etwas nachhelfen und gefundene Beweise vorlegen, wie z. B. eine Handtasche, in der ein Revolver gefunden wurde. Außerdem gilt es, eine ganze Reihe an Spuren zu sichern, wie Pulverqualm am Türrahmen oder Fußabdrücke hinter einer Statue oder Zigarrettenreste im Aschenbecher. Mit so manchen erhaltenen Informationen kann man dann Zeugen erneut befragen. Damit man auch nichts übersieht, wechselt die Handlung erst weiter zu Watson, der vor dem Haus auf Spurensuche ist, wenn man alles erledigt hat, wie auch in allen anderen Situationen des Spiels. Nach dem ersten anstrengenden Tag darf der Spieler dann auch gleich im Quiz zeigen, dass er alles verstanden hat, bevor die nächsten Tagen mit der Verfolgung vieler weiterer Spuren anschliessen. So einfach wie es ausschaut ist der Fall nicht. Da besucht Holmes immer mal wieder bekannte Schauplätze wie den Tatort und folgt den Spuren. Mal in eine nächtliche Umgebung in Flatham, wo Faulet wohnt und man sich neben Dialogen mit einigen kniffligen Aufgaben rumschlagen kann. Hier gilt es beispielsweise auf einem schachbrettartigen Feld fehlende Zahlen einzusortieren, damit die Summe stimmt, die Logik hinter Kartenreihen zu entschlüsseln und eine Reihenfolge herauszufinden, in der die Tiere in die Arche Noah stiegen. Insbesondere letzteres Rätsel ist eins von zwei wirklich harten Kopfnüssen, bei denen die Designer doch etwas über das Ziel hinausgeschossen sind. Entsprechende Infos findet man in Bildern eingebettet, in denen Tiere schemenhaft zu erkennen sind. Etwas später folgt dann die Öffnung des Safes von Bromsby und es gilt, ohne den kleinsten Hinweis, eine mystische Zahlenreihe zu knacken. Auf dem Bahnhof, einer Zementfabrik, alten Theatern und einer Abbey im Wald wird nach weiteren Beweisen und Infos gesucht. Stellenweisen muss der Spieler dabei sehr genau darauf achten, dass man keinen Beweis übersieht. So mancher Schlüssel oder Spur versteckt sich recht stark im gerenderten Hintergrundbild. An einigen Stellen übernimmt man dann die Rolle von Dr. Watson, was ansonsten spielerisch jedoch keinen Unterschied macht. Etwas erstaunlich war es gegen Ende des Spiels im Aston Theater, als man die ganze Zeit über Holmes steuert und in einem Raum plötzlich - ohne Ankündigung oder Grund - plötzlich Dr. Watson. Was bei einem Adventure alles andere als spielspaßfördernd ist, sind Abschnitte, in denen der Spieler sterben kann, dadurch das Spiel verliert und neu laden darf. Auch Frogware wollte wohl etwas mehr "Pep" ins Spiel bringen und baute dazu zwei Actionszenen ein, die jedoch nicht zwingend überzeugen können. In Part 1 gilt es sich durch einen dunklen Hof zu schleichen und dabei weder vom umherlaufenden Wachmann oder Hund, bemerkt zu werden. Wenn man eine deutliche Übersicht und wechselnde Blickwinkel hätte, wäre das ja schon etwas, bzw. noch besser, wenn der Held hier ordentlich laufen und auf Befehle besser reagieren könnte und sich nicht ausschliesslich nach der Trial & Error Methode spielen würde. Man hat gar keine Ahnung, wo man gesehen werden kann und wo nicht. Auf dem Rückweg wird man dann an einer Stelle nicht gesehen, wo es total unlogisch erscheint. Doch genau da muss man hin und abwarten. Nicht ganz so schlimm ist Actionpart 2. Hier muss man Holmes durch ein Waldlabyrinth lotsen. Kommt man schließlich am Ziel an, brennen dort angebliche Beweise. Nun hat man 60 Sekunden Zeit, einige Bildschirme zurückzugehen, dort den Wassereimer zu nehmen, damit zum "Start" des Waldes zu laufen und dann zurück zur brennenden Stelle. Man kann es gut in der Zeit schafften, wenn man ganz genau den Weg kennt. Aber dennoch ist es nichts, was in dieser Form in ein Adventure gehört. Insbesondere, weil dann auch schnliessend nichts Nützliches zu finden war.

Handhabung des Spiels

Gesteuert wird das Spiel mit der Maus in einer überwiegend recht bequemen Art und Weise. Der Zeiger verändert entsprechend seine Form, wenn man über Objekte fährt und so kann man Türen öffnen oder mit Personen sprechen. Auch der Übergang von Bild zu Bild ist meist nicht schwer zu erkennen, außer er liegt mal so ungünstig wie in Sherringford Hall hinter einem Sessel. Etwas unangenehm fällt da eher auf, dass stellenweise - insbesondere wenn man zu dich dran steht - der Held den Weg nicht findet und sich entweder wild auf der Stelle dreht, stehen bleibt oder an einem Objekt festhängt. Da muss man dann selbst etwas zurücknavigieren und dann geht es. Immer wieder findet man im Spiel Beweise und Punkte, die man näher betrachten kann, wie z. B. einen Tisch. Hier wäre es schön gewesen, ein einheitliches und einfaches Benutzen zu haben. Lediglich einige wenige Sachen muss man nur anklicken und schon ist man in der Nahansicht. Bei vielen anderen bekommt man den Spruch "Ich brauche noch was", was dann mitunter bedeutet, er muss die Lupe benutzen. Also etwas hilfreicher hätte es schon sein können, am Besten auch gleich etwas bequemer, so dass man automatisch immer in die Großansicht wechselt. Ähnlich verhält es sich auch mit Objekten, die man vermessen oder Proben die man per Reagenzglas nehmen soll. Auch hier ertönt der Spruch. Doch ansonsten gibt es nichts an der Bedienung zu bemängeln. Die Inventarleiste lässt sich per Rechtsklick jederzeit ein- und ausschalten und im Buch werden alle wichtigen Aufzeichnungen festgehalten. Die Texte wurden nicht einfach nur übersetzt, sondern bieten eine ganze Reihe unterschiedlicher Typen wie unterschiedliche Handschriften bei Briefen, Schreibmaschine bei formellen Sachen, etc.

Grafik, Sound & Hardware

Grafisch ist Holmes kein Titel, der irgendwie durch modernste 3D Grafiken auftrumpft. Es handelt sich um ein Spiel, das auf sehr schön gerenderte Hintergründe setzt und dazu Personen als 3D Modelle. An der Grafik gibt es wenig zu bemängeln. Die Orte sehen sehr detailliert aus und haben viele sichtbare Details. Lediglich an einigen Stellen wirkt es etwas trist, eintönig und wenig texturiert. Auch die Personen können insgesamt gefallen, wobei jedoch sicherlich etwas höhere Texturen möglich gewesen wären und so manche Animation passt nicht ganz an die richtige Stelle. So bückt sich Holmes an der falschen Stelle zur Untersuchung und auch die Personen stehen etwas arg begrenzt nur rum und einer wischt stundenlang den Fußboden. Doch diese Kleinigkeiten fallen nicht so sehr auf, der Übergang zwischen Spiel und Videografik ist dabei sehr gut gelungen und weiß durchweg zu gefallen. Stellenweise hätte die Gehgeschwindigkeit bzw. Bewegung etwas weicher und auch ansehnlicher ausfallen können. Da bewegt sich Holmes manchmal wie auf Schienen und wirkt sehr unnatürlich und wie mit einem Stock im Rücken. Die Sounduntermalung aus unterschiedlichen klassischen Stücken passt wunderbar ins Spiel und in die damalige Zeit, wenn gleich hier etwas Abwechslung schön gewesen wäre. Da hört man die Vögel vor dem Haus zwitschern, der Regen prasselt runter oder das Knistern im Kamin. Bei der deutschen Sprachausgabe hat sich dtp - wie bei allen Adventures - sehr viel Mühe gegeben und da gibt es wirklich wenig zu bemängeln. Schön wäre es gewesen, optional auch die englische Tonspur auf einer Multilingual-DVD zu bekommen. Mir persönlich war lediglich die Stimme von Sherlock Holmes vom Klang her irgendwie etwas zu jung ausgefallen. Dennoch kam die Art und Weise von Holmes, wenn er beispielsweise Watson die kompliziertesten Zusammenhänge erklärt, als würde sie jedes Kind verstehen, wunderbar rüber.

Meinung

"Sherlock Holmes und das Geheimnis des silbernen Ohrrings" kann auf ganze Linie überzeugen. Vom ersten Moment an steckt man in der Geschichte, genießt die Atmosphäre und erlebt ein spannendes und forderndes Spiel. Insbesondere die Abschlußfragen am Ende eines Kapitels sorgen dafür, dass man sich intensiv mit den Geschehnissen (Zeugenaussagen, Beweisen und Entdeckungen) beschäftigt und sich nicht einfach nur durchklickt. Man knobelt die ganze Zeit mit, wer es sein könnte und wenn dann nach vielleicht 20 Stunden Spielzeit Holmes in 15 Minuten dauernden Finale die Zusammenhänge erklärt, klingt es einleuchtend und logisch, dass man sich fragt, wieso man nicht selbst darauf gekommen ist. Das gleicht die kleinen Mankos aus und man vergisst die eher misslungenen Actionpassagen und die kleinen Animations- und Steuerprobleme. Für mich ist es, neben Black Mirror, das Adventure des Jahres. Und wer noch immer nicht überzeugt ist, sollte die sehr umfangreiche Demo anspielen und dann schnellstens diesen Krimileckerbissen kaufen. Ich freue mich schon auf den bereits angekündigten nächsten Teil.


Geschrieben am 05.01.2005, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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