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Hitman Contracts  


Info
Autor 3+
 2.5
 2
 2
Gesamt (69 votes) 2+
 1.9
 2.1
 2.1
Name:Hitman Contracts
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/04
Publisher: Eidos
Entwickler: IO Interactive
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 174
Bemerkung: auch für Xbox / PS2
USK: 18
Hitman Contracts (review von nali_warcow)

Der Auftragskiller geht wieder um. Zum dritten Mal (PS2 und Xbox Besitzer zum zweiten Mal) können sich PC-Spieler wieder an allerlei Morden in der Rolle des Hitman betätigen. Nach Hitman: Codename 47 und Hitman 2: Silent Assassin kommt nun Hitman: Contracts und auch in der neusten Version schleicht oder ballert man sich wieder durch die Level und schaltet Zielpersonen aus oder stellt Beweismaterial sicher. Neben der Frage, ob man es als Spiel ansehen kann, einen Auftragmörder zu steuern, muss auch ganz klar gesagt werden, dass dieses ungekürzte Spiel (auch in der DV) definitiv nichts in Kinderhänden zu suchen hat. So blutig ging es lange nicht mehr auf dem Schirm in einer deutschen Version zu. Dann bleibt nur noch die Frage nach den spielerischen Neuerungen, die einen Preis von 45 € rechtfertigen sollen. Bei der Verpackung gibt es eine Standard-DVD-Box, deren Inhalt auch nicht gerade spendabel ausfällt. Neben 2 Spiel-CDs liegt lediglich eine kleine Werbeinformation zum offiziellen Lösungsbuch und ein etwa 20 seitiges Handbuch dem Spiel bei, welches zwar in Farbe gehalten ist, allerdings sehr klein gedruckt und lediglich die wichtigsten Sachen werden grob erläutert. Für Hitman-Neueinsteiger auf jeden Fall zu wenig.

Die Leiden des Hitman

Das Intro des Spiels deutet Schreckliches an. Der Hitman ist angeschossen und hat sich nur mit Mühe und Not in Sicherheit bringen können. Doch er schwebt zwischen Realität und wirren Träumen der Vergangenheit. Was hier so klingt, wie eine schwache Fernsehserien-Episode, wurde nun schon beim dritten Hitman-Teil angewendet. Während der Hitman also - mit Hilfe eines anfangs unbekannten - ums Überleben kämpft - erinnern ihn die unterschiedlichsten Berührungen, Gefühle, etc. an vergangene Aufträge, die es dann jeweils zu meistern gilt und damit doch stark an Tomb Raider - Die Chronik erinnert. Hier wurde mit einer ähnlich dünnen Story versucht ein Haufen eigentlich im Papierkorb zur Löschung vorgesehener Level noch gewinnbringend an die Käufer zu bringen.

Und so schön anschaulich die Videos auch die Missionen des Hitmans beim Kampf ums Überleben immer unterbrechen, so sehr hat man schon von Anfang an das Wissen, dass er überleben wird, da ein Hitman 4 schon in Arbeit ist. Dass die einzelnen Missionen, insbesondere die ersten, nicht gerade sehr viel miteinander zu tun haben, versteht sich da von selbst.

Sie werden gebraucht 47

Nach dem Intro, diverser Logos und dem Copyrighthinweis, der sich nicht überspringen lässt, landet man im atmosphärisch sehr nett gestalteten Hauptmenü. Hinter den Menüpunkten verbirgt sich dann jedoch weniger, als man anfangs vermutet. Die Optionen sind zwar umfangreich, doch konnten diese auf dem Testsystem die FPS Einbrüche und generell geringe FPS-Raten nicht beseitigen. Neben dem Start eines "Neuen Spiel" auf drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und dem Laden gespeicherter Spielstände, gibt es noch ein kleines Tutorial, welches Einsteiger auf Hitman vorbereiten soll.Jeweils erfüllt es seinen Zweck kaum. Es handelt sich um einen Übungsraum mit drei Türen zu jeweils unterschiedlichen Abschnitten (Schießen, Schleichen & Snipern). Hier werden punktuell einige Sachen trainiert, doch wäre es deutlich sinnvoller und für Einsteiger stressfreier, wenn die erste Mission einen tutorialhaften Charakter gehabt hätte. Am Beispiel von Mission 3 (Die Bjarkhov Bombe), wo man in Sibirien eine geheime russische Atomforschungsstation sprengen darf, sollen die unterschiedlichen Vorgehensweisen gezeigt werden. Hinter der Flugzeugladung hat es der Hitman schon bis in die feindliche Basis tief in Sibirien geschafft. Nur noch wenige Meter trennen ihn vom ersten Ziel der Mission, Fabian Fuchs. Dieser sitzt in der Kaserne und labt sich an einem Süppchen, doch das wird ihn schon noch versalzen werden. *g* Aber erst mal raus aus dem Flugzeug. Da der Hitman sich schlecht einfach so in der Basis bewegen kann und es draußen auch noch verdammt kalt ist, wird der nächste ahnungslos auf der Einstiegsluke herumspazierende Zivilist kurzerhand um seine Kleindung erleichtert. Der Körper wird noch fix hinter einer großen Rolle versteckt und schon geht es raus ins Schneegestöber. Dank Karte ist der Weg zur Kaserne schnell gefunden und die Verkleidung hat die Wachen auch getäuscht. Man kann eintreten. Hier sitzt Fabian am Tisch und wartet auf sein Ende. Eine Möglichkeit wäre, sich einfach in eine möglichst geschützte Ecke zu stellen und mit der schallgedämpften Pistole einige Schüsse auf ihn abzufeuern. Die anwesenden Wachen und Zeugen im Raum müssten dann ggf. danach daran glauben. Wer nicht ganz auf die Brachialmethode steht, der kann es auch deutlich einfacher und weniger "öffentlich" machen. Bei dieser Lösung führt den Hitman der erste Weg in die Küche. Hier steht - zufälligerweise - etwas Abführmittel, welches kurzerhand in die Suppe geschüttet wird. Scheint ein sehr schnell durchschlagendes Zeugs zu sein, da Fabian schon wenig später dringend zum Örtchen muss, wo Hitman schon auf ihn wartet. Mit der neuen Verkleidung geht es nun weiter. Je nach Vorgehensweise eröffnen sich nun unterschiedliche Wege, um zum nächsten Ziel zu kommen. Hat man Fabian unbemerkt ausgeschaltet, wird man von einer Eskorte zum Commander gebracht. Dabei gilt es, sich eine ganze Weile dem Schritttempo der Wachen anzupassen und über eine kleine Fahrt mit einer Art Lore erreicht man schon bald das im Eis steckende Schiff, in dem sich der Commander befindet. Aber auch verkleidet kann man selber diese Route nehmen oder sich aber im Lagerhaus neben der Kaserne in den Kanal unterhalb der Basis begeben und damit auf die andere Seite des Berges zu gelangen. Nur mit der richtigen Verkleidung als Fabian kann man dann die Wachen passieren, die Treppen zum Boss hinaufgehen und nach einer Waffenkontrolle, bei der alles abzulegen ist, sich endlich in die Kajüte begeben. Da der Russe jedoch neben dem Reden überwiegend Saufen im Kopf hat, ist es ein Leichtes, diesen schnell mit der Klavierseite zu erdrosseln oder aber mit einer der Waffen im Raum zu erschießen. Die Generalschlüssel werden noch hilfreich sein und über einen kleinen Hinterausgang geht es schnell in Richtung Ziel 3. Etwas weiter im Westen der Basis befindet sich das U-Boot, welches von den Russen zum atomaren Testlabor umfunktioniert wurde. Der Barkeeper in der Kaserne hat einem ja schon über die Schwachstellen informiert und nun gilt es, einen Schutzanzug zu finden, so dass man sich einige Sprengladungen aus dem Boot besorgen kann. Dank der noch immer nicht aufgeflogenen Fabianverkleidung gelangt man problemlos in die Umkleidekabinen und findet dort auch einen entsprechenden Anzug. Nun also ab ins Boot, die ferngesteuerten Zündsätze eingesteckt und angebracht. Jetzt geht es zurück in Richtung Flugzeug. Kurz bevor die Verbindung zu den Bomben abreißt (So, dass man sie nicht mehr zünden kann), wird auf den Auflöser gedrückt und dann nichts wie weg. Die Tarnung ist inzwischen aufgeflogen, doch nur eine alleinstehende verdutze Wache ist kein Problem und nach einem erneuten Kleidungswechsel ist man wieder unerkannt. Jetzt geht es noch ab ins Flugzeug und die Mission ist geschafft.

Erschlagen, erwürgt, erschossen, aufgespießt oder vergiftet - Was darf es sein?

In zwölf Level kann der Spieler zeigen, ob in ihm das Zeug zum echten Profikiller steckt. Doch schon gleich beim Starten hat man das erste Deja Vu. Der Spieler findet sich im Sanatorium wieder. Hier hatte man im ersten Hitman noch seinen "Erschaffer" beseitigt und nun gilt es aus dem Gebäude zu entkommen, was jedoch nicht so leicht ist. Eine Spezialeinheit vom SWAT-Team hat sich schon vor dem Gebäude versammelt und dringt langsam ein. Bei den ersten kleinen Schritten wird man als Einsteiger noch leicht an die Hand genommen und findet im normalen Schwierigkeitsgrad einen "Idealweg" bis etwa zur Hälfte der ersten Map. Dann ist jedoch erst der leichteste Teil der Mission geschafft und wer sich nicht auskennt bzw. noch nicht das Gespür dafür hat, alles abzusuchen, der rennt geradewegs den Gegnern in die Arme. Diese haben alle Ausgänge besetzt, starke Waffen dabei und Überwachungskameras sehen alles. Zumindest eine Info für Anfänger im ersten Level wäre angebracht, dass der alternative Weg darin besteht, sich die Uniform eines Polizisten, der etwas seitlich neben dem Aufzug versteckt liegt, zu nehmen und damit unerkannt durch das Gebäude zu kommen. So steht mitunter gleich am Anfang schon heftig Frust auf dem Programm. Hierbei erkennt man aber auch sehr gut, wie wichtig (insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgradstufen) es ist, dass man eine ordentliche Verkleidung hat. Egal, ob man nun als Gärtner den Tee vergiften kann, als Hafenarbeiter einfach an Bord des Schiffes kommt oder im Hotel als Zimmerservice verkleidet, die Zielperson erreicht. Neben diesen vielen "speziellen" Kleidungsstücken kann sich der Hitman auch fast jederzeit Klamotten der Wachmänner, Gangmitglieder und Zivilpersonen anziehen, was einiges an Bewegungsfreiheit schafft. Doch verkleidet zu sein bedeutet nicht, unerkannt zu sein. Erstaunlicherweise wird man trotz guter Verkleidung stellenweise sofort entdeckt ohne überhaupt etwas Böses oder Verdächtiges gemacht zu haben. Auch sehr gerne wird man vom Spiel an den unterschiedlichsten Stellen einem Waffencheck unterzogen. Da will der Leibwächter, bevor man zum Boss kommt, die Taschen filzen oder aber Metalldetektoren sind überall aufgestellt, die man aber auch , mit entsprechenden Verkleidung als Polizist z. B., mit Waffen passieren kann. Allerdings sind diese Untersuchungen auch etwas merkwürdig. Trägt man Pistolen, etc. dabei, so wird man entweder direkt angegriffen oder diese werden einem abgenommen. Warum jedoch das Personal immer nur die Schusswaffen, aber nie die Giftspritze oder Klavierseite findet, bleibt wohl ein Geheimnis der Programmierer. Wie schon angesprochen ist es ärgerlich und stellenweise sehr komisch warum man erkannt wird. Selbst wenn man nichts weiter gemacht hat und die Leiche sehr, sehr gut versteckt an einer Stelle liegt, die nie von einer Weiche eingesehen wird, so passiert es dennoch, dass man nach einem gewissen Ereignis die Tarnung verliert bzw. man auf der Fahnungsliste landet.

Wenn die Gegner noch nicht wissen, dass der anscheinend freundliche Typ in Wahrheit der Hitman ist, so sollte man genau darauf achten, was man macht und wie man sich verhält. Dazu gibt es einen kleinen "Ausschlagbalken" neben der Lebensenergie. Je dichter man einer Wache kommt bzw. daneben stehen bleibt/ rennt, etc. desto stärker schlägt der Balken aus bzw. die Skepsis der Wache nimmt zu. Also sollte man auch im verkleideten Zustand vor Zeugen nicht versuchen, jemanden zu erschießen oder ein Schloss zu knacken, um unerkannt zu bleiben. Am Anfang einer Mission landet man ohne viel Tam Tam einfach in einer ruhigen Ecke auf der Karte. Die Ziele inklusive eines kurzen Backgroundinfos muss man sich selber erst anschauen. Zwar sind die Schauplätze sehr abwechslungsreich, orientieren sich jedoch an vielen bekannten Schauplätzen der letzten beiden Abenteuer und bieten für Fans mitunter wenig "frisches Futter". Allerdings lassen sich - durch die bessere Steuerung - so manche Missionen leichter lösen, wie beispielsweise "Massaker im Fischlokal", wo es gilt, die beiden Triadenführer und den Polizeichef zu beseitigen. Weitere Missionen führen den Hitman u. a. in ein englisches Schloss, ein Schiff im Hafen, einen Schlachthof, Sibirien, ein großes Hotel und einige asiatische Umgebungen. Alle Level sind sehr offen gestaltet und es gibt eine Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten und Wegen. So hat jedes Haus auch mindestens einen Hintereingang, viele Level haben stellenweise auch benutzbare Kanalsysteme, wodurch man den ein oder anderen Gegner umgehen kann. Da man auch mit Verkleidungen viel erreichen kann, bietet Hitman die unterschiedlichsten Spielerfahrungen. Ob man sich nun nur ballernd durch den Level bewegt und alles abknallt, was bei Drei nicht in Deckung ist oder aber ob man immer nur schleicht, unerkannt bleibt und auf allerlei Tricks zurückgreift, bleibt dem Spieler vollkommen selbst überlassen. Beide Möglichkeiten sind immer vorhanden. Insbesondere die Beseitigung der Zielpersonen ist vielfältig, da wird mal ein Abführmittel in die Suppe geschüttet und der Typ auf der Toilette dann erwürgt, man schmuggelt einen Fleischerhaken im Essen zum Ziel und erledigt dieses dann, man vergiftet die Getränke, schmeißt Benzin in den Kamin oder erstickt den Hausherrn mit einem Kissen. Wer am Ende nicht als Massenmörder gebrandmarkt werden will, der sollte möglichst wenig Leute umbringen und erlangt dann auch Belohnungen in Form besonderer Waffen. Da ist es nur etwas schade, dass man leider in den Missionen immer nur ein Ziel hat, die Eliminierung einer oder mehrer Person. Lediglich an einigen Stellen gilt es, mal etwas mitgehen zu lassen oder jemanden zu befreien. Wobei die "Befreiungsaktionen" auch sehr schwach und unglaubwürdig umgesetzt wurden. Da befreit man einen Adeligen aus dem Stall und es stellt sich heraus, dass er als Marathonläufer einfach davonlaufen kann- ungeachtet der Anzahl an Feinden auf der Karte. Besonders schlecht gelöst wurde dies in der 11ten Mission. Hier schleicht man verkleidet durch den Keller, vorbei an gut 15 Gegnern und findet in einem Raum einen Gefangenen. Dieser wird befreit, kann sich jedoch kaum auf den Beinen halten, bis er dann am Ende der Sequenz problemlos an allen Gegnern "vorbeilaufen" kann, ohne bemerkt zu werden.

Je nach Spielweise kann man zwischen 0 und 7 mal pro Level speichern und je nach Spielweise schwankt die Durchspielzeit zwischen 10 und 15 Stunden. Erstaunlicherweise wird es jedoch zunehmend leichter im Spiel, wenn man in den späteren Missionen die Waffen sprechen lässt. Da konnte man ganze Areale problemlos von Gegnern säubern, was anfangs gar nicht so einfach ging.

Vom Fleischerhaken bis zum Sniper

Das Waffenarsenal wurde in Contracts mal wieder um einige Mordinstrumente erweitert. Neben allerlei speziellen Tötungsmöglichkeiten für die einzelnen Opfer, kann der Hitman auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurückgreifen. Da wäre beispielsweise ein Fleischerhaken, eine Betäubungsspritze und die bekannte Klavierseite - allerdings ist es damit noch immer recht umständlich, einen Gegner zu erwischen, da man sehr genau hinter diesem stehen muss. Dazu gibt es dann noch allerlei Pistolen, MGs, Shotgungs, Uzis bis hin zum Scharfschützengewehr im handlichen Reisekoffer. Damit kann man unter den Gegnern ordentlich aufräumen, was mitunter auch gar nicht so schwer ist, da sich diese stellenweise im Kampf recht dumm anstellen. Anfangs wird man noch sehr schnell zusammengeschossen, doch später kann man sich sogar schon fast recht einfach durch die Maps ballern, wenn man nur mal an die stärkeren Waffen gekommen ist. Die KI leistet da ihre übliche Hilfestellung. So laufen die Feinde gerne, wie an einer Perlenschnur aufgezogen, auf den Spieler zu und werden nacheinander durchsiebt. Einige Gegner verlieren wohl auch die Kontrolle über sämtliche Wege und schaffen es mitunter nicht, den Spieler zu erreichen, Hochklettern an Leitern ist stellenweise für einige Gegner ein Ding der Unmöglichkeit und sie huschen lieber unten wie ein aufgescheuchtes Huhn herum. Auch immer wieder zu beobachten: Die Gegner reagieren gar nicht, wenn etwas weiter weg ein Kollege getroffen wurde und sie warten dann, bis sie an der Reihe sind. An anderen Stellen ist die KI jedoch deutlich zu clever. Da wird man in einem Hochhaus hinter einem Fenster von der Straße (bei Nacht) sofort erkannt, wenn man auch nur den Kopf wenige Zentimeter über das Fenster hebt. Auch in Sachen "verdächtige Aktionen" haben die Feinde Argusaugen und sehen sehr viel, reagieren verdammt fix und haben einen sofort aus den unerklärlichsten Gründen enttarnt. Zusätzlich kann der Hitman noch auf einen Fernglas zum Auskundschaften der Umgebung, ein Nachtsichtgerät und Dietriche zum Knacken von verschlossenen Türen zurückgreifen.

Handhabung des Spiels

Bei der Steuerung gibt es Positives und Negatives zu berichten. Diese wurde etwas verbessert, ist allerdings noch immer nicht perfekt und stellenweise noch recht schwammig. Neu ist die 1st-Person-Ansicht, so dass man nun aus "gewohnter Umgebung" zielen kann, auch für den Rundumblick ist diese Ansicht sehr gut geeignet. Gesteuert wird der Hitman über WASD und die Maus sorgt für den nötigen Rundumblick. Im übersichtlichen Inventar (rechte Maustaste) können Waffen und Gegenstände ausgewählt, aber leider nichts kombiniert werden. Sehr wichtig ist auch, dass man nicht gleich mit der Waffe im Anschlag in jeden Raum geht, sondern diese möglichst immer im Mantel versteckt hält. Bewegt man sich in die Nähe interessanter und manipulierbarer Objekte, angefangen beim Stromkasten, Türen über Waffen bis hin zu Gegner, dann kommt - wie gewohnt - ein kleines Kontextmenü, worin man mit Benutzen (E) wechseln kann und mit Hoch/Runter bzw. W/S den entsprechenden Punkt auswählen kann. Hier kommen mitunter mehrere Punkte zusammen, wie Tür öffnen, Gegner wegziehen und Waffen nehmen. Allerdings verursacht das Menü auch mitunter den ein oder anderen Fluch, da die angebotenen Optionen nie eine feste Reihenfolge haben und man so versehentlich die Klamotten angezogen hat, statt die Waffe zu nehmen. Einige Shortcuts hätten sicherlich nicht für solche Aktionen nicht geschadet und mehr mögliche Interaktionsobjekte ebenfalls nicht. Damit man auch immer den Überblick hat gibt es eine praktische Karte, die alle Gegner und wichtigen Orte/Objekte anzeigt. Sie ist sehr übersichtlich gehalten stellt das Onscreen-Geschehen in Echtzeit an. Die Zielobjekte werden als rote Kreise angezeigt, allerdings kam es beim Spielen mehrfach vor, dass diese plötzlich verschwunden waren, obwohl der Gegner den Ort nicht verlassen hatte.

Grafik & Sound

Grafisch kann Hitman Contracts nicht wirklich überzeugen. Es wurde die gleiche Engine wie im Vorgänger ohne große Neuerungen verwendet, wenn man mal von Kleinigkeiten wie sehr schönen Spiegellungen in allen Größen von Blutlachen absieht. Darin sieht die Umgebung deutlich besser, als sie ansonsten ist. Die Umgebungsqualität schwankt sehr stark. So sehen viele Gebäude/ Gebiete von außen nicht schlecht aus, aber spätestens bei der Nahansicht der Texturen ist Schluss mit lustig. Hier zeigt sich die simultane Veröffentlichung auf PC & Konsole sehr stark. Die Innenräume sind auch sehr unterschiedlich. So sieht beispielsweise das Fischrestaurant sehr schön aus, wenn man sich dagegen jedoch so manche Räume in anderen Gebäuden ansieht, dann erlebt man dort die Textur- und Detailarmut von vor vielen Jahren. Neben den Splattereffekten und Tötungssequenzen fallen auch die Rag-Doll-Animationen auf, wodurch die Gegner nicht mehr ganz so starre Leichen sind und sich beispielsweise wunderbar in einen kleinen runden Gully befördern lassen. Allerdings wurde die Physikengine ansonsten nur sehr spärlich verwendet und kann z. B. mit einem DeusEx nicht mithalten. Tische, Stühle und andere Objekte sind wie festgenagelt. Wer ein sehr starkes Ruckeln im Spiel feststellt und mit Frameraten von 20 und weniger zu kämpfen hat, der sollte mal den "Post Filter" in den Optionen ausschalten, was bis zu 300% mehr Frames bringt. Der Sound ist recht düster (leider nicht in die orchestrale Richtung) und schafft eine beieindruckend stimmige Atmosphäre. Hier hat Jesper Kyd (siehe unser Interview) wieder sehr ordentliche Arbeit geleistet. Die deutsche Sprachausgabe ist gar nicht so schlecht und stört zumindest nicht die Atmosphäre, allerdings wäre eine Multilingual-Version, wenn das Spiel schon ungeschnitten auf den Markt kommt, das I-Tüpfelchen gewesen.

Meinung - Darf es auch etwas mehr sein?

Ich bin etwas enttäuscht vom neuen Hitman. Irgendwie hat man sehr stark das Gefühl, überwiegend nur recyceltes Material zu bekommen. Die Grafik ist durchwachsen und auf jeden Fall verbesserungswürdig, was sich insbesondere in so mancher karger Ausstattung der Räume bemerkbar macht. Auch die Steuerung ist nicht ganz optimal und einige Missionen mehr und eine richtige Story hätten auch nicht geschadet. Ebenso werden Einsteiger über ein fehlendes vernünftiges Tutorial fluchen. Aber auf der anderen Seite sind die Level sehr offen gestaltet und bieten die unterschiedlichsten Lösungsansätze. Egal, ob man Ballern oder "Knobeln" will, beide Wege führen zum Ziel. Warum allerdings Ballern im späteren Verlauf immer einfacher wird, ist schon etwas komisch, liegt aber auch mit an der stellenweise arg schwachen Kampf-KI. Die Gegner rennen mitunter stur und blind in ihr eigenes Verderben. Auf der anderen Seite fliegt die Tarnung teilweise so schnell auf, dass man es gar nicht glauben mag. Wieso wurde man jetzt gerade erkannt? Man hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und die Person konnte einen definitiv nicht kennen. Hier wäre neben dem kleinen "Warnbalken" noch eine generelle Infoanzeige wünschenswert gewesen. Warum außerdem plötzlich die Tarnung einfach so auffliegt, obwohl die Stellen, wo der ehemalige Träger der Kleidung liegt, nie von einer Wache auch nur im entferntesten angesteuert wird, wird ein Geheimnis der Programmierer bleiben. Wer also keinen Skrupel vor dem Spielinhalt hat und auch mal gerne wieder etwas Hitman-Nostalgie erleben will, der kann ruhigen Gewissens zugreifen- hier gibt es mehr der beliebten Mischung. Alle anderen Spieler, die Hitman noch nicht kennen, können genauso gut zur preiswerten Premier Collection von Teil 2 greifen. Die sieht nicht viel schlechter aus und kostet deutlich weniger.


Geschrieben am 20.05.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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