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Info
Autor 2+
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Gesamt (73 votes) 1
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 2.2
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Name:Hitman 2 - Silent Assassin
Genre: Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2002/10
Publisher: Eidos
Entwickler: IO Interactive
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 600Mhz, 128MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.01
Bemerkung: auch für Xbox, Gamecube und PS2 erhältlich
USK: 18
Hitman 2 - Silent Assassin (review von look)

Wir befinden uns in Sizilien, als geläuteter Ex-Killer haben wir uns in einer Enklave der Ruhe niedergelassen und tun Buße für unsere Sünden.

Ja, der dunkle Held aus vergangenen Tagen hat sich in ein Kloster zurückgezogen, um seinen Lebensabend endlich in Harmonie zu verbringen. Das dunkle Mächte mit dieser Situation der Nummer 47 nicht zufrieden sind, dürfte nur verständlich sein und was wäre das Spiel ohne ein wenig Action, also flugs den Beichtvater Vittorio entführt, um 47 wieder zum Dienstantritt zu zwingen. Dass dieser seinen Job ernst nimmt wissen wir ja schon aus dem ersten Teil :-).

Dies ist im Grunde schon der eher triviale Anfang des Spiels um Mister 47 alias Tobias Ripper, dem Telly Savalas des angehenden 21. Jahrhunderts. Dass man sich mit einem solchen "käuflichen" Mann nicht anlegen sollte, dürfte jedem klar sein (Ob der tätowierte Barcode auf seinem Hinterkopf wohl auch an einer Registrierkasse einscanbar ist? Seine Preise sind jedenfalls gesalzen).

Nachdem man aus dem ersten Teil als rachenehmender Klon siegreich hervorgegangen ist, geht es jetzt wieder nur um das eine Ziel - erledige deinen Auftrag gut, mit Sorgfalt, laß dich nicht erwischen und komme deinen Gegenspielern auf die Spur. Diesmal jedoch wurden dem Spiel einige Komponenten hinzugefügt, welche die Jünger des stolzen Glatzenträgers beim letzten Abenteuer monierten, dazu später mehr.

Das Spiel beruht wie der Vorgänger auf der stark überarbeiteten Glacier-Engine. So wurden die Levelareale größer, die aus dem ersten Teil beanstandete Sichtweite wurde massiv erweitert, der Detailgrad an Texturen und Farben erhöht und die Spielbarkeit bzw. das Gameplay verbessert. Die Auflösung kann man von 640 x 480 bis 1600 x 1200 in 16/32 Bit einstellen. Leider merkt man ein wenig, daß das Spiel auch für Konsolen entwickelt wurde, denn wirklich hochauflösende Texturen sind nicht vorhanden, die benutzten wirken leicht verwaschen, was aber im Spiel selbst kaum zu bemerken ist, allenfalls wenn man sehr dicht vor Wänden etc. steht.

Um so schöner sind die Schattendetails, die Beleuchtung und die Animationen der NPC´s bzw. unseres Charakters. Diese waren im Vorgänger ja schon sehr gut gelungen und haben hier ihre Fortsetzung gefunden (ich sage nur, die Physik beim Beseitigen lästiger Anhängsel :-)).

Generell wurde die Physik sehr detailreich gelöst, nicht nur, dass wir beim "Snipern" die Atmung ausgleichen müssen, auch die Streuung durch den Rückschlag der Waffen wurde verbessert. Es erhebt zwar nicht den Anspruch einer Simulation, wurde aber schon recht naturgetreu umgesetzt. Leider gibt es aber auch da ein paar Schattenseiten. Man kann sich darüber streiten, ob es nun gewollt war oder nicht, aber die "Hardballers" in Doppelhändiger Ausführung haben schon eine unwirkliche Kraft. Wie im ersten Teil wurden wieder nette Kleinigkeiten eingebaut- mitbewegende Pflanzen, wenn man sie streift oder auch die wohl recht getreuen Bewegungsanimationen der beseitigten Gegner, vor allem, wenn man diese wegschleift um sie zu verstecken.

Durch die Umsetzung des Spieles auch für Konsolen, haben die PC´ler aber einen wirklichen Vorteil bekommen, die Ladezeiten der einzelnen Level sind als solche wohl kaum zu definieren, im Grunde sind sie schon fast bedeutungslos. So was gefällt natürlich, sollte aber auch bei einem solchen Spielprinzip zum Standard gehören, denn man fängt doch öfter ein Level erneut an, um den optimalen Weg zu seinem Ziel zu erkunden.

Kommen wir zum Sound und da kann man einfach nur noch sagen: "Verdammt, was hat Jesper Kyd (siehe unser Interview) da bitte abgeliefert?". Etwas besseres hab ich in einem Spiel dieses Genres wohl kaum je zu hören bekommen. Man merkt sehr deutlich, dass man hier eindeutig cineastische Vorstellungen zur Vertonung angestrebt hat. Jesper Kyd haben wir es dann auch zu verdanken, daß das Budget für die Musik soweit aufgestockt wurde, um die Arbeit mit einem großen Orchester umsetzen zu können und so den Ideen künstlerisch freier Lauf gewährt wurde. Allein das Requiem zu Anfang war den Kauf des Spieles wert, man bleibt einfach länger im Menübildschirm, nur um das Teil immer wieder zu hören. Auch die Hintergrundmusik in den einzelnen Szenarien ist sehr stimmungsvoll eingegliedert worden, passend zur Umgebung intoniert und durch die gegebenen Möglichkeiten äußerst heroisch und adrenalintreibend, wenn es Richtung Pflichterfüllung geht. Man denkt eher an einen Film als an ein Spiel, wenn man nur mal die Musik auf sich wirken läßt. Die Umgebungsgeräusche sind den Gegebenheiten angepaßt, die Waffensounds bestens gelungen. Das schönste ist aber, daß das Spiel fast komplett synchronisiert wurde. Es wurden alle relevanten Gespräche eingedeutscht.

Um den Eindruck zu erhalten, in einer unbekannten Umgebung zu agieren, wurden die Gespräche innerhalb der Level zwischen den NPC´s nicht übersetzt. Einen Ausreißer bei der sonst guten Sychronisation gibt es jedoch im Level "Ein ungebetener Partygast", wo man in eine deutschen Botschaft eindringt. Die enthaltenen Gesprächsfetzen stammen aber aus der ürsprünglichen Version und hören sich einfach grauenvoll an.

Apropos Synchronisation/ Übersetzung: Zuviel des Guten ist auch schlecht. Die Waffenbezeichnungen "Ballers" scheint etwas über das Ziel hinauszuschießen, was übrigens auch für einige Bezeichnungen im Hauptmenü gilt ;-).

Der Sound, kombiniert mit einer EAX-Unterstützung (sogar Advanced HD für Audigy Besitzer), ist wirklich hörenswert, muss er aber auch, denn im Grunde sollte man sich schleichender Weise durch die Level arbeiten und da ist es nun mal unumgänglich, die Sounds auch lokalisieren zu können. Dem Genreprimus "Dark Project" kann er aber nicht das Wasser reichen. Leider gibt es aber wieder einige Hardwareprobleme bei der Nutzung von EAX.

Kommen wir zu den Neuerungen und dem eigentlichen Gameplay, bzw. dem Spielprinzip überhaupt. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es Leute gibt, die den ersten Teil nicht kennen ;-), eine kleine Beschreibung dessen, um was es eigentlich geht, was aber eigentlich schon aus dem Namen des Spiels hervorgehen sollte. Unserer Alter Ego "47" ist ein Klon, der nur zu einem Zwecke erschaffen wurde- er soll dem Ideal eines Elitekiller am Nähesten kommen. Durch eine Agentur mit speziellen Aufträgen, erhalten wir immer neue Informationen über das nächste Ziel, welche Vor-Ort-Bedingungen herrschen und eine mögliche Vorgehensweisen. Als Profi in diesem Genre sollte man nun gezielt vorgehen. Dies ist kein Ballerspiel, wenn man auch die Aufträge so lösen kann. Am besten verdeutlicht man dies wohl durch ein Beispiel, was jeder auch selbst kostenlos mit der verfügbaren Demo (der komplette erste Level) ausprobieren kann.

Es gibt immer verschiedene Lösungswege in einer Mission, je nach Intention des Spielers. So kann man dort z. B. ganz hart vorgehen und alles niederschießen, oder aber man besorgt sich die Kleidung eines Postboten, um in das Anwesen einzudringen. Man kann es aber auch mit der Verkleidung als Wachmann oder Lieferboten probieren. Schleichender Weise kommt man ganz ungesehen bis zum Boss, um ihn in die ewigen Gefilde zu befördern, wenn's daneben geht, nun ja, dann kann man sich den Weg auch frei schießen. Ob man sich nun über das Dach bis zu ihm vorarbeitet, oder mit einem Snipergewehr hantiert, bleibt euch überlassen. Ebenso kann man ganz frech direkt durchs Haus spazieren, ihr müßt nur euren Auftrag erfüllen. Die Atmosphäre ist dabei das Ausschlaggebende, denn bei dem Erfüllen der Missionen bekommt man einen tüchtigen Schub aus den Nebennieren. Wenn man endlich die Vorgehensweise eruiert hat, steigt der Blutdruck, wenn man sich vorzugsweise verkleidet durch die Reihen der Bösewichte schleicht, immer darauf achtend, dass man niemanden zu nahe kommt, das Ziel im Auge behaltend und auf den richtigen Zeitpunkt wartend. Dies kann mitunter schon einige Minuten nervenaufreibende Wartezeit in Anspruch nehmen, dann der Wechsel des Tempos, denn der Zugriff mußt meist schnell und präzise erfolgen. Wenn man es richtig angegangen ist, hat man die Zielperson beseitigt und keiner der Umstehenden hat etwas bemerkt. Doch damit nicht genug- man muß sich auch Gedanken machen, wie man vom Ort des Geschehens wieder flüchten kann ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Es gibt sogar Level, bei denen man unter den Augen des Wachpersonals, sein tödliches "Geschäft" abwickeln muß, eine äußerst heikle und nervenaufreibende Arbeit- das macht das Spiel so einmalig.

Es gibt also immer verschiedene Vorgehensweisen, verschiedene Wege, das war und ist das besondere an dieser Spielserie, es ist nicht linear in der Handlungsweise , wenn auch ab und zu der Faktor Zeit entscheidend ist. Trotzdem, wie ihr es letztendlich anstellt, beleibt dem Spieler überlassen. Das Ziel ist jedoch meistens immer gleich - eliminiert die Zielperson. Da sind wir auch schon bei den Neuerungen. Damit das ganze nicht so schwer wird, wie noch im ersten Teil, wurde jetzt endlich eine andere Speicherfunktion eingearbeitet. Je nach Schwierigkeitsgrad könnt ihr bis zu sieben mal in einem Level speichern (drei Schwierigkeitsstufen: Normal = 7, Experte = 3, Profi keinen Speicherpunkt pro Level). Dies sollte man auch ausnützen, denn mit einem einmaligen Anspielen einer Mission ist es meistens nicht getan. Um dem ganzen noch ein wenig mehr Geschicklichkeit abzuverlangen wurde ein Statistik und Rangmodus integriert. Somit erfahrt ihr nach beenden einer Mission, wie viele Gegner dran glauben mußten, ob ihr regelwidrig gehandelt und vielleicht Unschuldige von ihrem Dasein erlöst habt, wie gut ihr euch tarnen konntet, wie aggressiv ihr gewesen seid und wie viele Schuß ihr benötigt habt. Je nach Statistik gibt es dann eine Bewertung, diese geht über das beste Ergebnis "lautloser Killer" über "Profi", "Cleaner" bis hin zu so unrühmlichen Rängen wie "Massenmörder", "Axtmörder" oder "Psychopath". Damit dem Spieler ein Anreiz gegeben wird, auch ohne größere Gewalttaten das Ziel zu erreichen, erhält man nach dem Bestehen des Levels im Rang eines "lautlosen Killers" ein paar Bonuswaffen, die sonst nicht im Spiel zu erlangen sind.

Um euer Waffenarsenal zu erweitern, könnt ihr die gefundenen Waffen aus den jeweiligen Leveln auch mitnehmen. Leider gibt es dabei wohl noch einige Schwierigkeiten, denn ihr könnt nicht alle Waffen einsammeln, da die dahinterliegenden Speicherpunkte nicht aktualisiert werden. Dies bedeutet, dass ihr die im Level enthaltenen Waffen gleich danach zwar einsammeln könnt, sie aber in schon gespielten nachstehenden Missionen dann nicht zu Verfügung stehen. Da man immer nur eine großkalibrige Waffe mitnehmen kann, ist ein häufigeres Besuchen eines Levels zwecks Vervollständigung der Waffenkammer also unumgänglich. Es wäre von Vorteil wenn die Speicherroutine die nochmals gespielten Ergebnisse auch in die dahinterliegenden Hauptspeicherpunkte integrieren würde (sowohl die verbesserten Ränge als auch die neuen Waffen). Des weiteren ist die Verteilung der nur knapp 4 Bonuswaffen bei jedoch 20 Spiellevel nicht all zu glücklich geregelt. Es wäre besser gewesen, für jedes mit "lautloser Killer" abgeschlossene Level ein solches Gimick anzubieten (oder Waffenupgrades).

Es gibt insgesamt 20 zu bestehende Level in 5 verschiedenartigen Umgebungen. So sind unsere Handlungsorte z. B. in St. Petersburg, Japan, Kuala Lumpur, Indien oder Nuristan (soll wohl so was wie Afghanistan sein) zu finden. Die Aufgabenstellungen und Vorgehensweisen variieren dabei ständig, ob ich nun mit der geliebten Klavierseite mein Geschäft tätige oder mit einem Snipergewehr, ob mit den Ballers (Handfeuerwaffen), Autobomben, Betäubungsmitteln, Feuerwehräxten, Skalpellen oder Gift, es gibt viele Möglichkeiten, ob verkleidet als Sektenanhänger, Arzt, Feuerwehrmann, Wache, Ninja etc.

Dazu kommt aber immer, dass ihr möglichst ungesehen daher kommt, ansonsten kann es passieren, dass die Mission schon vor dem eigentlichen Beginn gescheitert ist - Tarnung ist alles (mal abgesehen davon, dass ein Glatzkopf in Totengräberanzug kaum unauffällig herumwandeln kann).

Auch die Zielpersonen, ihre Bewachung und die Handlungsorte sind immer andersartig gestaltet worden, vor bösen Überraschungen solltet ihr immer ausgehen, denn manches kann auch arg daneben gehen ;-). Um solchen Ereignissen vorzubeugen, gibt es die Möglichkeit durch Schlüssellöcher zu linsen, damit mögliche "Fremdkörper" schon früh genug entdeckt und umgangen werden können. Des weiteren ist es zudem möglich, per Dietrich verschlossene Türen aufzusperren, um andere Routen wählen zu können. Zur besseren Orientierung im Gelände stehen noch Fernglas und Nachtsichgerät zu Verfügung.

Das wichtigste Element ist wohl die Übersichtskarte, von der man alle relevanten Informationen erhält. So sind nicht nur die Objekte aufgegliedert, sondern es werden auch die Zielpersonen, Wachen, wichtige Orte usw. aufgeführt. Diese zu benutzen ist elementar. Schade ist eigentlich nur dabei, daß das Kartenhandling nicht optimal gelöst wurde, da sie sich bei erneutem Aufruf nicht merken kann, welchen Kartenausschnitt man vorher besichtigte bzw. in welcher Zoomstufe man dies sehen wollte. Da das ganze nicht "zeitgestoppt" wird, ist es manchmal wirklich schwierig, gleichzeitig in der Karte den richtigen Ausschnitt zu suchen und dabei die eigene Umgebung und die Zeit im Auge zu behalten.

Gespielt wird aus der 3rd Person-Sicht, es gibt zwar die Neuerung, auch in Egosicht zu spielen, dies erweist sich aber als nicht besonders praktikabel. Für die Jünger von Egoshootern ist es aber sicherlich eine Alternative. Die Steuerung kann im Gegensatz zum Vorgänger selbst konfiguriert werden, leider gibt es dabei manchmal ein paar Probleme. Die Steuerung aus dem ersten Teil wurde leider nicht implementiert, dabei war sie recht praktisch. Es gibt, wie es sich gehört, die Möglichkeit, um Ecke zu linsen oder auch schnell aus der Deckung hervor zu treten. Das Schleichen wurde perfektioniert, laufen und gehen ist gleich geblieben. Springen ist immer noch nicht möglich, dafür aber das Ducken. Außerdem schaltet das Spiel endlich auf Pause, wenn man in das Inventarmenü schaltet (einer der Kritikpunkte aus dem ersten Teil).

Ein Feature was zwar implementiert wurde, aber wohl kaum genutzt wird, ist das P5 Glove. Dabei handelt es sich um eine neue Art der Steuerung über einen Datenhandschuh, der es ermöglicht, wie im realen Leben die Gewehre zu führen (wohl kaum zu bezahlen).

Leider gibt es auch wieder ein paar Schwachpunkte, vor allem im Bereich der Stabilität des Spiels. Woran es nun liegt, läßt sich nicht sagen, jedoch stürzt das Spiel bei manchen in regelmäßigen Abständen auf den Desktop. Des weiteren macht, wie so häufig, das EAX hier wieder einige Probleme. Komischerweise konnten einige (so auch ich), trotz der Verwendung von echten Geforce4 Karten die DXT-Komprimierung, das anisotrphische Filtering und vor allem das Level-Bump-Mapping nicht einstellen. Dabei ist das Spiel nun dank der Programmierer wirklich kein großer Hardwarefresser, es läuft auch auf mittelmäßigen Rechner einwandfrei ohne Frameverluste. Im Game selbst gibt es eigentlich keine Bugs, die das Spielen unmöglich machen, mal abgesehen von den Problemen, dass einige die Steuerung nicht umändern können und die Speicherstände nicht upgedatet wurden. Selbst die in letzter Zeit häufiger auftretenden KI-Fehlfunktionen (wie z. B. in Mafia) konnte man hier nicht beobachten. Die KI arbeitet sehr gut und ausbalanciert. Es waren kein hängenbleiben in der Levelgeometrie zu erkennen, die Wegfindungsroutine arbeitet zuverlässig. Auch das Verhalten nach der Entdeckung unseres Alter Egos oder dem Finden von älteren Missetaten ist gut in die Verhaltensweise der NPC´s implementiert worden.

Als Fazit läßt sich sagen, dass dieses Spiel sehr wohl ein Kauf wert ist. Die Thematik ist wohl einzigartig, genauso das Spielprinzip, deshalb wird es wohl auch sehr schnell ein Kandidat der BPjM und wie der Vorgänger indiziert. Wer also über 18 Jahre ist, sollte zugreifen, bevor es wieder aus den Regalen verschwindet :-).

Für meine Begriffe wäre dies aber unnötig, denn durch die Abänderungen in Form des Rangsystems und des Bestrafens bei zivilen Opfern, ist es humaner gelöst worden, als so manches anderes Spiel, welches im gleichem Milieu spielt (ich erinnere nur an GTA3´s Amokläufe).

Die vorgenommenen Änderungen im Spiel sind wirklich gravierend und machen das ganze erst richtig spielenswert. Sowohl das Statistiksystem als auch die Einführung der Rangbenotung machen es erst interessant und motivieren dazu, das Game im Sinne der Entwickler zu versuchen (lautlos und ohne große Verluste). Zur Spiellänge läßt sich sagen, dass es wohl darauf ankommt, wie man es handhabt, wenn man versucht ist, immer das beste Ergebnis zu erlangen, liegt die Spielzeit bei ca. 20 bis 30 Stunden.

Die verbesserte Grafik und vor allem der Sound suchen momentan ihresgleichen. Wenn man es mit den in letzter Zeit herausgekommenen Spielen wie Mafia oder GTA3 vergleicht, so muß man feststellen, dass die cineastische Umsetzung hier bedeutend besser gelungen ist, sowohl von dem grafischen als auch von musikalischen Aspekt her. Die Kleinigkeiten die noch verbessert werden müßten, sind nur rein technischer Natur und dürften bald behoben sein.

Wer sich mit der Thematik anfreunden kann oder vielleicht den Vorgänger schon kennt, der sollte hier ruhigen Gewissens zugreifen, es lohnt alle mal. Auch die eher taktischen Naturen und die, die sehr gerne herumtüfteln, um einen noch besseren Lösungsweg zu finden, sind hier richtig. Fehl am Platze dürften die Hau-Drauf-Cowboys sein, denn dafür gibt es bei weitem besser geeignete Spiele. Alles in allem dürfte dies mal wieder ein Spiel sein, welches sich trotz der derzeitigen Preisstrukturen im Spielesektor zu kaufen lohnt, Eidos hat damit mal wieder einen potentiellen "Hitkandidaten" an der Hand, also nicht lange überlegen, der Kauf ist die richtige Entscheidung.


Geschrieben am 19.10.2002, Testkonfiguration: AMD1100, GeForce4 4200, 512MB Ram, SB Live 5.1
 



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