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Info
Autor 4+
 2.5
 0.5
 1.5
Gesamt (14 votes) 3+
 1.7
 0.8
 1.5
Name:Herr der Ringe - Die Zwei Türme
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2003/03
Publisher: Electronic Arts
Offiz. Sites: Game
Links: Tolkien-online
Links: Tolkiengesellschaft
Hardware: Xbox
System: Xbox
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für Playstation2, GameCube, nicht kompatibel mit Xbox360
USK: 16
Screenshots von Electronic Arts
Herr der Ringe - Die Zwei Türme (review von yak)

Filmversoftungen haben es immer schwer, schippern sie doch zumeist im Fahrwasser der großen Kinoleinwand-Vorbilder. Oft nutzen sie nur den Bekanntheitsgrad des Celluloids, um unachtsame, bzw. unwissende Spieler in die Lizenzfalle zu locken. Meist gingen solche Umsetzungen gehörig in die Hose, obwohl man in letzter Zeit mehr darauf zu achten scheint, dass sich ein Spiel nicht nur wegen des guten Namens verkauft. Die Spielergemeinschaft ist anspruchsvoller geworden und straft halbherzig umgesetzte Lizenzprodukte durch Ignoranz ab. Mundpropaganda ist mittlerweile in der Zeit des Internets ein nicht zu verachtender Faktor.

Zum Glück gab es aber in der Vergangenheit auch positive Entwicklungen, wenn z. B. an Umsetzungen wie The Thing, Deep Space 9 The Fallen oder James Bond Nightfire denkt. Wer jedoch in der heutigen Zeit, die beherrscht wird von Copyrights, Trademarks und geschützten Warenzeichen denkt, Lizenz ist einfach gleich Lizenz, der macht es sich ein wenig zu einfach und so ist auch zu erklären, wie zwei unterschiedliche Publisher zum gleichen Thema Spiele auf den Markt bringen können. Universal Vivendi sicherte sich bereits vor Jahren die Lizenz, Spiele auf Basis der Tolkien Bücher zu erstellen und Electronic Arts sicherte sich im Gegenzug die Rechte an den Filmen, um diese zu versoften. Mittelerde-Fans dürfen sich daher doppelt freuen, wenn nach den Jahren der Dürre fast zeitgleich zwei Produkte um den Ring der Ringe ringen dürfen. Universal Vivendi brachte mit Herr der Ringe- Die Gefährten leider ein eher maues Spiel auf den Markt, das nicht so recht wusste, ob es ein Rollenspiel oder ein Actionspiel werden wollte. Electronic Arts geht hier mit dem Spiel Herr der Ringe- Die Zwei Türme einen unkomplizierteren Weg und veröffentlich ein reines Action Game und erspart damit den Spielern unnötige Genre-Verwirrung.

Ob nun der Spieler im ganzen Lizenzdurcheinander von Die Gefährten™, Die Zwei Türme™ auch den Spielspass™für sich verbuchen kann, soll unser Review zeigen. Im Folgenden gehen wir also davon aus, dass der Leser sich hinter jedem Namen, der in irgendeiner Weise "lizenzverdächtig" scheint, das entsprechende ™ dazu denkt und so machen wir aus Aragorn™, Gimli™ und Gandalf™ einfach Aragorn, Gimli und Gandalf, um die Atmosphäre nicht zu stören und auch, weil es sich ausgesprochen einfach dämlich anhört :-)

Tolkien™ hätte es so sicher auch besser gefallen...

Die Geschichte, wie sollte es anders sein, erzählt den Verlauf der ersten beiden Kinofilme, auch wenn der Titel "nur" "Die Zwei Türme" verspricht. Ganz wie in Kino und ohne Menüauswahl startet das Spiel mit der großartigen Anfangssequenz. Die Schlacht der Menschen und Elben gegen die Heerscharen Saurons wütet und ein perfekt inszenierter Wechsel zwischen Original-Filmmaterial und Spiel-Rendersequenz versetzt uns ohne stilistischen Bruch direkt in die Schlacht aller Schlachten um Mittelerde und wir kämpfen Seite an Seite unserer Getreuen als Isildur gegen das Böse...

Zur Technik: Bei Herr der Ringe- Die Zwei Türme handelt es sich um eine Umsetzung der Playstation 2 Fassung und entspricht dieser im Grunde auch, was bedeutet, dass keine Anpassung in Bezug auf die technischen Möglichkeiten der Xbox vorgenommen wurden, was aber kein Problem darstellt, denn Herr der Ringe- Die Zwei Türme ist mit ein paar kleinen Ausnahmen, ein technisch absolut beeindruckendes Spiel geworden. Mit viel Aufwand wurden die Figuren und deren Animationen erstellt und sie entsprechen absolut ihren Filmgegenstücken. Aragorn, der behände sein Schwert gegen die Uruk-Hais erhebt, Gimli, der die Axt kraftvoll in Orkschädel rammt oder Legolas, der seine Pfeile in den Höhlentroll feuert. Dank Motion Capturing wirkt alles sehr real und glaubwürdig. Ebenso die Gegner. So wirkt es angsteinflössend, wenn der riesige Troll in Balins Grabkammer unseren Helden attackiert und die Warge nach unserem Helden schnappen, ihn in der Luft hin und her schleudert, während der Orkreiter ihn mit seinen Waffen attackiert. Die Sets orientieren sich an der filmischen Vorlage und werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Balins düstere Grabkammer, die Mauern von Helms Klamm, die Ebenen von Westernis oder Fangorns Wald haben damit hohen Wiedererkennungsfaktor. Die Sets, die für das Spiel zusätzlich erschaffen wurden, stehen dem jedoch in nichts nach. Gute Spezialeffekte wie Feuerschein und Wasserreflexionen runden das Bild ab und unterstützen die düstere Atmosphäre gekonnt. Besonders hervorzuheben ist der Effekt, wie die Luft und die Sicht durch das Feuer bedingt, flimmert. Leider ist es aber in einigen Levelabschnitten ein wenig zu düster, so dass man oft gezwungen wird, die Helligkeit am Fernsehgerät bildröhrenfeindlich nach oben zu drehen, damit man überhaupt noch Freund von Feind unterscheiden kann. Etwas mehr Kontrast hätte hier gut getan.

Der Vorteil von Filmlizenzen ist, dass man zumeist auch Zugriff auf die Originalgeräusche hat und somit präsentiert sich das Soundfeld im Spiel perfekt. Orkgegrunze und Waffenklirren gepaart mit der gekonnten Sprachausgabe, sorgen für rundum zufriedene Ohren. Zudem wurden die neuen Dialoge der Hauptcharaktere auch von den dt. Originalsprechern eingesprochen, so dass keinen Bruch zwischen den Filmsequenzen und Spiel gibt (Ausnahme scheint hier nur ein kurzer Satz von Saruman/Christopher Lee, der jedoch nur in der Bonusmission zu Gehör kommt). Nicht umsonst bekam Howard Shore den Oskar für die beste Filmmusik zum ersten Teil und so fanden auch viele Stücke den Weg in die Spielversion, was entsprechend passend und bombastisch das Spielgeschehen unterstützt. Etwas nachlässig war man jedoch beim Soundschnitt. So klingen manche Musikstücke zu sehr "aneinandergeklebt" und generell ist die Ortung und Nutzung der 5.1 Tonkanäle der Xbox schwach ausgefallen. Zuviel läuft über die Centerbox.

Steuerungstechnisch gibt es nichts zu klagen. Die Figuren agieren und gehorchen präzise, vorausgesetzt, man beherrscht die Komboattacken und deren Befehlsfolge.

Zum Gameplay: Wie schon vorab gesagt, macht Electronic Arts im Bereich des Gameplay keinerlei Experimente und orientiert sich dabei an alten Arcade-3D-Hack & Slay-Levelscrollern. Kurz gesagt, es darf gekämpft werden und das auch ausschließlich. Zur Auswahl der Monsterhatz stehen, nachdem man den Aragorn-Only-Level auf der Bergspitze im Kampf gegen die Ringgeister bestanden hat, noch Zwerg Gimli und Elb Legolas, wobei deren Abenteuer jeweils identisch sind. Lediglich ihre Kampftaktiken besitzen etwas andere Schwerpunkte. Aragorn ist die gesunde Mischung aus Kraft und Schnelligkeit, Gimli eher der bodenständige Plattmacher-Gemütszwerg und Legolas der "Hyperaktive" im Bunde. Den Charakteren stehen zu Spielbeginn nur Standardkampffunktionen zur Verfügung.

Doch nach jedem erfolgreich absolvierten Level erhalten sie, je nach Kampfgeschick, Erfahrungspunkte, die sie in neue Fertigkeiten und Spezialangriffe investieren können. Erledigt man z. B. einen Gegner auf schnelle und effektive Weise, gibt es "Kill-Rating", das für die finale Levelbewertung entsprechend Erfahrungspunkte vergibt. So kann man einen "Kill" von perfekt bis okay ausführen und so neue Techniken "erkaufen". Dadurch erweitert man sein Repertoire von normalen Angriffen bis hin zu Komboattacken, die z. B. den Schild eines gepanzerten Gegners mit einem Hieb zerstören oder einen Angriff, der den Gegner in Flammen aufgehen lässt. Spezialangriffe gegen Orks und Uruk-Hais gehören genauso dazu wie Upgrades des Gesundheitszustandes oder der Fertigkeit im Bogenschiessen.

Reines Hau-Drauf führt im Spiel aber selten zum Erfolg. Ebenso sollte man das Parieren und Ausweichen beherrschen, was besonders ratsam ist, wenn man aus der Ferne mit Pfeilen beschossen wird. Erreicht die Figur einen bestimmten Erfahrungsschatz, steigt sie zudem einen Level nach oben, was neue und stärkere Upgradekäufe freischaltet. Sollte man im Kampf zuviel Energie verlieren, stehen Health-Packs zu Verfügung, die von erledigten Gegnern fallen gelassen werden oder in Kisten zu finden sind. Leider sind die Healthpacks keine Mitnahmeartikel und können daher auch nicht für schlechte Zeiten und Endgegner aufbewahrt werden, was auf für Pfeile gilt, von denen man lediglich eine begrenzte Zahl aufnehmen kann.

Schwerpunkt liegt aber im Nahkampf, auch wenn man hin und wieder einige Gegner zwingend mit Pfeil und Bogen in die Knie zwingen muss und so artet es im Spiel teilweise auch etwas aus, besonders in Szenen, bei denen man aufgrund der Gegnermassen seine Figur kaum zwischen dem Monsterbrei ausmachen kann. So verkommen Massenschlachten mit mehr als 20 Figuren auf dem Screen schon mal zu einer hektischen Knopfdrückorgie, was aber auch gewollt ein Teil der Atmosphäre ausmacht und das Gefühl vermittelt, wirklich im Schlachtfeldgetümmel zu stehen. Schön dabei ist, dass die Engine niemals an Framerate verliert und alles flüssig auf den Screen zaubert, auch wenn sich dazu noch ein riesiger Troll gesellt, der ein wenig mitmischen will.

Damit die Hack & Slay Orgie nicht zu monoton wird, haben die Entwickler meist pro Level einen Endboss vor den Ausgang gesetzt, der eine besondere Angriffsstrategie erfordert und das Adrenalin noch mal richtig die eh schon schwache Pumpe in Fahrt bringt. Ein wenig Abwechslung bringen auch noch spätere Level, in denen man z. B. Dorfbewohner rechtzeitig befreien muss, Legolas im Kampf gegen Uruk-Hais beistehen muss oder auch die Leitern von dem Wall in Helms Klamm zu stoßen, damit die Orks nicht in die Festung gelangen. Prinzipiell bedeutet das aber wieder: noch mehr Hack & Slay, nur an verschiedenen Orten.

Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Level ist recht eingeschränkt und vorgegeben. Man beschreitet das Abenteuer sozusagen auf einem streng vorgegeben Weg. Ein Erkunden der Level außerhalb der "Strasse" ist nicht möglich. Zwar wird alles schön in 3D dargestellt, jedoch folgt die Kamera immer einer vorgegebenen Route, ähnlich den Actionspielen Pandemonium oder Duke Nukem Manhattan Project. Gut gemacht ist die Option, dass man nach dem Level auf der Bergspitze immer zwischen den Spielcharakteren auswählen darf und auch jeder absolvierte Bereich erneut spielbar ist. So kann man seine Charaktere entsprechend durch neu verdiente Erfahrungspunkte skillen und damit für evtl. zu schwer erscheinende Levelabschnitte besser vorbereiten, wobei wir beim Schwierigkeitsgrad wären.

Herr der Ringe Die Zwei Türme ist kein einfaches Spiel, auch nicht im leichtesten der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade. Besonders die letzten drei Spielabschnitte haben hohes Frustpotential, besonders, da jeweils nur vor Levelbeginn gespeichert werden kann, bzw. es nur vor einigen End/Zwischengegnern Respawn-Punkte gibt. In den letzten drei Leveln muss man sogar auf Respawnpunkte ganz verzichten, was uns auch gleich zu dem Punkt Kritik führt.

Kritik: Der Schwierigkeitsgrad ist in der Einstellung "Einfach" zu hoch und sorgt oft für Frust. Das Leveldesign und die zu bewältigenden Aufgaben sind nicht immer klar definiert und man weiss manchmal nicht, was man machen soll, was zwar unproblematisch ist, da man es nach ein wenig probieren herausfindet, es jedoch in Kombination mit der Speicheroption nicht besonders motivationsfördernd ist, was jedoch "gewollt" scheint, denn anders wäre die ohnehin schon kurze Spielzeit von ca. 5-6 Stunden (pro Spielcharakter) noch kürzer ausgefallen. Ärgerlich war, dass Miststreiter, die einem ab und zu im Kampf zur Seite stehen, sich oft recht unvorteilhaft im Level positionieren und man so den Weg nicht passieren kann. Eine absolute Spaßbremse und eine Gameplaydesignfehler, der in der heutigen Zeit nicht mehr vorkommen sollte, war, dass man, einmal zu Boden geworfen, sich erst wieder (vom Spieler nicht beeinflussbar) "aufrappeln" muss. In Kombination mit einem Gegner, der genau im Angriffs-ryhtmus der Aufstehanimation erneut angreift, schmeißt es uns da unter Energieverlust oft 3-4 mal hintereinander zu Boden, ohne dass man etwas dagegen unternehmen kann. Das frustriert zu sehr, weil es nicht im Einflussbereich des Spielers liegt. Besonders ärgerlich war dies bei dem Endgegner, der aus dem See vor den Mienen von Moria unsere Truppe angreift. Zum Glück gab es dort jedoch unmittelbar davor einen Respawnpunkt, ansonsten hätte ich sicher an 2-3 Gamepads Rache ausüben müssen :-).

Unverzeihlich ist jedoch, was auch stark die Atmosphäre gedrückt hat, dass Videoeinspielungen des Filmes extrem ruckelig liefen. Starke Aussetzer und damit auch verbundene Tonhänger traten durchgängig auf. Die Kamera fängt nicht immer alles optimal ein, auch wenn sie immer einen vorgeschriebenen Weg "abfährt". So sind Gegner, die genau am Bildschirmrand erscheinen, oft schwer zu "bearbeiten" und man steckt selber Prügel ein, von Gegnern, die man kaum sieht. Insgesamt ist das Gameplay ausschließlich auf Hack & Slay aufgebaut, was auf Dauer zu eintönig erscheint. Hierbei lenken zwar die zusätzlichen erlernbaren Specialmoves etwas ab, am einfachen Strickmuster des Grundprinzips ändert dies jedoch wenig.

Aufgelockert wird dies jedoch durch einige nette Bonusfeatures, die man je nach Levelanstieg freischalten kann. So kann man, charakterlevelabhängig, z. B. Interviews mit den Schauspielern freischalten und hören, wie toll sie doch das Spiel finden ;). Die Interviews sind jedoch eher als PR-Veranstaltung zu sehen und entsprechen mehr und mehr den "Making-Of-Lobes Hymnen", wie man sie von DVD Filmen her kennt. Sehenswert aber sicher auch verzichtbar. Abwechslung hätte ich lieber innerhalb des Spieles, statt außerhalb gewünscht. Besser wäre z. B. ein Coop-Modus gewesen, der sich für dieses Arcade-Genre mehr als angeboten hätte. Mit Legolas und Gimli gemeinsam gegen Orks zu kämpfen, hätte schon was und auch sicher einen positiven Einfluss auf die Langzeitmotivation. Diese ist nur bedingt vorhanden, auch wenn man die Level sicher noch mal mit den anderen Charakteren spielen will, wenn es auch nichts Neues zu sehen gibt. Einzig die Option mit einem Level 10 Charakter eine Bonusmission (eine Art 30 stufige Kampfarena) zu bestehen, um einen Bonuscharakter freizuschalten, scheint hier sinnvoll. Was mich gestört hat war, wie auch beim Konkurrenzprodukt, dass die Story durch das Spiel nicht nachvollziehbar ist. Die Filmschnipsel wirken zu fragmental und zusammenhanglos, als dass der Eindruck einer durchgehenden Geschichte entsteht. Wer den Film/das Buch nicht kennt, weiß nicht, was los ist. Leider ist auch das Finale zu unspektakulär, hier hätte man sich einen vernünftigen Endboss gewünscht.

Insgesamt ist Herr der Ringe- Die Zwei Türme ein technisch sehr gut realisiertes Spiel, das sich vom Gameplay an dem einfachen Strickmuster alter Arcadegames Marke "Rygar" orientiert. Wer ein Spiel mit RPG Elementen aus seinem Lieblingsuniversum erwartet, liegt bei diesem Spiel leider falsch. Der Fokus liegt hier eindeutig auf Action. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was man optisch und akustisch geboten bekommt, ist von hervorragender Qualität und zeigt, dass Lizenzprodukte auch ordentlich umgesetzt werden können. Durch die geringe Gesamtspielzeit, die Linearität und das wenig abwechslungsreiche Gameplay verbleibt jedoch ein etwas fader Beigeschmack. Sicher legt Electronic Arts Wert darauf, eine so kostbare Lizenz allen Spieler zugänglich zu machen- ein Spiel also für den "Casual Gamer", was aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit "einfallslos" verstanden werden sollte. Hoffen wir, dass man in der Fortsetzung "Rückkehr des Königs" ein wenig mehr spielerischen Tiefgang verwirklicht. Wie sähe es denn z. B. mit einer netten Smeagol-Stealth Mission Marke "Splintercell" aus? :-)


Geschrieben am 23.05.2003, Testkonfiguration: Xbox
 



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