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Half Life


Info
Autor 1
 2.5
 1.5
 2.5
Gesamt (501 votes) 1
 2.2
 1.7
 2.4
Team (2 votes, siehe hier)1+
Name:Half Life
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 1998/11
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Valve Software
Offiz. Sites: Game
Links: planethalflife
Hardware: 133Mhz, 24MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX6
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Englisch
zensiert: nein
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 1.1.1.0
Bemerkung: Editor liegt bei - Massen an Mods im Netz
USK: 18
Half Life 1998
Half Life 1998 mit Blueshift HD Pack
Half Life Source 2004
Half Life (review von nali_warcow)

1998 wurde die Meßlatte für First-Person-Shooter deutlich weiter nach oben verschoben. Kurz nach Unreal (Mai 98) erschien im Oktober Half Life von Valve Software. Nicht länger musste man einen Shooter mit dem sturen Abmetzeln unzähliger Gegner verbinden, sondern neben grafisch imposanter Präsentation wurden auch die erste große Schritt in Richtung Atmosphäre, Handlung und KI gemacht. Wieso Half Life 1 aus dem Jahre 1998 auch in Zeiten, wo der Nachfolger in den Läden steht, noch längst nicht in Vergessenheit geraten sollten, soll dieses Classic-Review zeigen.

Inzwischen gibt es Half Life 1 zum Schnäppchenpreis von um die 8 € oder aber im sogenannten Generation-Pack 3. Dieses Pack beinhaltet nicht nur das Hauptspiel, sondern auch die beiden später folgenden AddOns "Half Life: Opposing Force" (1999) und "Half Life: Blue Shift" (2001), welche die Geschehnisse in Black Mesa aus unterschiedlichen Blickwinkeln erneut präsentierten. Mit dem AddOn "Blue Shift" gab es auch das sogenannte "High Definition Pack", wodurch die Models von Charakteren und Waffen des Hauptspiels (nicht jedoch Opposing Force) etwas aufpoliert wurden. Zusätzlich befindet sich auf den Disks auch die sehr beliebte Onlinemodifikation Counter Strike. Nach der Indizierung von Half Life Ende 98/ Anfang 99 kam eine neue, komplett deutsche Fassung auf den Markt. Neben einer vollständigen Lokalisierung "darf" man sich als volljähriger Spieler dann darüber freuen, dass man gegen Roboter kämpfen darf und gestorbene Zivilisten sich auf den Fußboden setzen und mit dem Kopf schütteln (und dabei immer noch sehr "geschickt" die automatischen Geschütztürme "ablenken").

Eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag

Für den Spieler in der Rolle des Gordon Freemans ist es anfangs ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag. Die Fahrt mit der Magnetbahn bringt einen stückchenweise in einer Art interaktivem Intro zum Arbeitsplatz. Hierbei handelt es sich um eine ultrageheime, unterirdische Forschungsstation, Black Mesa Research Facility. Nur an diesem Tag werden die Dinge etwas anders ablaufen, als gewöhnlich. Eine ganz besondere Substanz befindet sich im Testraum und alle Mitarbeiter sind merklich angespannt, Computerpannen kommen an dem Morgen auch noch hinzu. Doch mit etwas Verzögerung beginnt diese hochbrisante Arbeit und natürlich, wie sollte es anders sein, geht etwas schief. Gerade als das Massenspektrometer hineingeschoben wurde, bricht alles zusammen. Funken fliegen, Blitze zucken und zeitweise sieht man gar nichts mehr. Dann erblickt man kurzzeitig eine Gruppe merkwürdiger Kreaturen, wieder Dunkelheit und man befindet sich plötzlich für wenige Sekunden auf einer bizarren Alienwelt. Plötzlich ist man wieder an seinem Arbeitsplatz und sieht erst jetzt das volle Ausmaß der Schäden, die bei diesem Unglück entstanden sind. Der Testraum liegt in Trümmern und es gibt Tote und Verletzte im ganzen Forschungsbereich. Wie benommen ist man auf der Suche nach einem Ausgang. Ein Bild der Zerstörung, alles um einen herum, Rechner und Einrichtung, scheint sich in Wohlgefallen aufzulösen und es kracht und donnert aus allen Ecken. Verletzte liegen auf dem Boden, während Kollegen erste Hilfemaßnahmen durchführen. Was ist nur passiert? Die Hölle ist ausgebrochen und man steckt mittendrin. Und bis zu dieser Stelle des Infernos, waren die gut 10 bis 15 Minuten Einführung in das Spiel alleine für den Aufbau der Atmosphäre da, Spannung zu generieren und den Spieler in einer in sich geschlossenen Welt zu fesseln. Man kennt das Umfeld, die Leute, den Arbeitsplatz und nun gibt es nur ein Ziel: Einen Weg an die Oberfläche zu finden und Hilfe herbeizuholen. Alle bauen auf Dr. Freeman und die noch überlebenden Kollegen hoffen darauf, das Gordon einen Weg raus aus der Hölle findet, die einst ihr Arbeitsplatz war. Spielern, die das Game auch nach sechs Jahren noch nicht gespielt haben, soll nicht zu viel an dieser Stelle verraten werden, nur, dass es alles noch schlimmer wird. Wenn man gerade meint, dass Rettung naht, wird es erst recht brenzlig und es gibt nur einen Ausweg. Zurück in die inzwischen von Aliens verseuchte Station. Leider gipfelt das Spiel in einem recht unspektakulärem Finale, das nach gut 25 bis 30 Spielstunden etwas enttäuschend wirkt. Fast das ganze Spiel über ist man in der Welt von Half Life wie gefesselt und dabei setzt Half Life nicht gerade viele Methoden des Story-Telling ein. Es gibt keine Zwischensequenzen in dem Sinne, dass es irgendwelche Kameraschwenks gibt, man einen Vorgesetzten hat, der einem Befehle erteilt oder man jemals einen Missionscreens zu sehen bekommt, wo irgendwelche Ziele & Infos genannt werden. Von Anfang an erlebt man das Geschehen aus der Sicht Gordon Freemans. Man nimmt die morgendliche Bahn zur Arbeit, ist sofort in der alltäglichen Arbeitsumgebung, interagiert mit den anderen Angestellten und sieht (fast) alles. Da spricht einen der Wachmann an und wünscht einen guten Morgen, im Empfang plagen sich die Techniker mit einem Systemabsturz rum und fast jeder NPC hat etwas zu sagen. Manche nur nebensächlichen Tratsch und andere erzählen davon, was vielleicht die Rettung bringen könnte. Auch wenn am Ende sicherlich so manche Fragen offen sind, die leider auch nicht im Nachfolger beantwortet wurden, so hat man als Spieler niemals das Gefühl gehabt, sich einfach nur "ohne Sinn" durch einen Shooter geballert zu haben.

Ballern, erkunden und knobeln

Nach dem Experiment ist auf der Station die Hölle los und die nächsten Stunden wird der Spieler in der Rolle von Gordon Freeman alles Menschenmögliche versuchen, um mit heiler Haut zu entkommen, was sich als gar nicht mal so leicht herausstellt. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Selbst wenn es auf der untersten, von drei, Stufen nicht gerade sehr leicht ist, so ist das Spiel durchweg fordernd, auch sechs Jahre später. Insgesamt geht es durch ca. 94 Levelabschnitte. Diese sind in 19 Kapitel unterteilt, von unterschiedlicher Länge. Dennoch bekommt man im Spiel nicht sehr viel davon mit und wird auch nicht groß aus dem Spielfluss geworfen. In recht regelmäßigen Abständen, wie beispielsweise wenn man einen Lift betritt oder durch ein Roh kriecht, leuchtet für zwei bis drei Sekunden ein Ladeschriftzug auf, was jedoch nicht mehr als ein kleines Stocken im Spielfluss ist (Im Gegensatz zu Half Life 2). Von Anfang bis zum Ende ist es eine Welt, die man durchwandert und diese wurde extrem abwechslungsreich gestaltet. Bevor man sich in die eigentliche Singleplayer-Kampagne stürzt, kann man auch ein sehr umfangreiches Tutorial absolvieren. Hier wird von der recht simplen Shooterbewegung beginnend, bis hin zur NPC Kontrolle alles beschrieben und man kann es gleich ausprobieren. So gewappnet kann man sich dann daran machen, dem Schicksal nach dem fehlgeschlagenem Experiment zu entkommen. Auch wenn das Spiel die ganze Zeit über nur ein Setting hat, so variieren die Level doch sehr. Anfangs auf dem Weg zur Arbeit geht man noch durch klinisch reine Forschungsabteilungen und auf dem Rückweg liegt hier schon alles in Schutt und Asche. Da stürzen Fahrstühle ab, Wände/ Decken brechen ein oder Räume sind überflutet. Ganz besonders aufpassen sollte man dann, wenn beispielsweise ins Wasser auch noch Reste einer elektrischen Leitung ragen, was alles andere als angenehm wäre. Es gibt die unterschiedlichsten Abteilungen, welche man besichtigt, Forschungsräume, Lagerhallen, Chemiebereiche, Testräume und auch an der Oberfläche geht es stellenweise entlang. Da taucht man in einem Staudamm oder man unternimmt einen Abstecher auf die mysteriöse Alienwelt. Nicht immer werden dabei normale Wege beschritten, der Weg führt einen durch Rohrleitungen, Lüftungsschächte, Kühlkammern und auch eine längere Fahrt mit einer Einschienenbahn steht auf dem Programm. Dort muss man beispielsweise dafür sorgen, dass die Strecke frei ist und man ungehindert weiterfahren kann. Da versperren Blockaden auf der Strecke den Weg, es hängt ein Gegenstand vor der Bahn, Haftminen wurden angebracht oder ein Streckenabschnitt steht unter Wasser. An so manchen Stellen haben die vielen Gegner auch die ein oder andere Falle aufgebaut und lauern einem auf oder aber sie brechen durch die Decke, Wände, etc., besonders, wenn man gar nicht damit rechnet. Mal kommt der Zombie beispielsweise aus der Wand, ein anderes Mal springen einem kleine Viecher aus dem Lüftungsschacht entgegen oder aber ein "Säuberungs-Commando" seilt sich aus Flugzeugen ab. Zwar heißt es im Grunde genommen immer nur: "Finde den Ausgang zum nächsten Zielpunkt", doch bis dahin variiert alles sehr stark. Die Level sind zwar überwiegend recht linear gehalten, doch beispielsweise auf der Bahnstrecke fällt dies gar nicht so sehr auf. Der direkte Weg ist meist immer irgendwie versperrt und man muss nach Alternativen suchen. Manche offensichtlicher, wie ein Lüftungsdurchgang, andere muss man erst finden. Da steht man beispielsweise mal einem riesigen Alienvieh gegenüber, gegen das kein Kraut gewachsen zu sein scheint. Erst wenn man die Stromversorgung in diesem Abschnitt wiederhergestellt hat und das "Ding" dann in den nächsten Generator gelockt hat, ist Ruhe. An einer anderen Stelle versperrt einem ein drei Stockwerke hohes Tentakelbiest den Ausgang aus einer Raketentreibstoffzündungstestkammer. Auf die Lösung kommt man dann bald, doch dazu muss man mehrfach dicht an dem Tentakel vorbei und es reagiert auf Geräusche. Mal müssen Tauchgänge in irgendwelchen Verarbeitungsanlagen gemacht werden oder aber man findet einen überlebenden Wissenschaftler und muss diesen nun zum nächsten Netzhausscanner bringen, damit dieser die Tür öffnet.

Speichern Laden geht blitzschnell und auch ein Autosave ist vorhanden.

Gegner & Waffen

Im Laufe des Spiels macht man Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Gegnern. Angefangen bei kleinen Headcrabs, welche versuchen, einem auf den Kopf zu springen und insbesondere in Rudeln schnell die Lebensenergie runterbringen können. Erwischen sie einen NPC, dann wird aus diesem ein Zombie, der dann langsam durch die Gänge schlurft. Eigentlich kein schwerer Gegner, aber mit wenig Munition, im Nahkampf oder wenn man diesen plötzlich im Rücken hat, etwas ganz Unangenehmes. Es gibt auch Barnacle, welche an der Decke hängen und ein Tentakel nach unten hängen lassen und auf das nächste Opfer lauern. Meist direkt über irgendwelchen Gegenständen oder schmalen Durchgängen. Glücklicherweise dauert es einen Moment, bis man im Mund "angekommen" ist und so kann man sich noch mit einigen Schüssen befreien. Einige Gegner, wie z. B. Alien Slaves, brechen durch Wände oder beamen sich in einer Welle grünen Lichtes herbei und können auch im Fernkampf ordentlich austeilen. Dazu kommen dicke Grunt mit zielsuchenden Aliengeschossen oder Ichthyosaur mit extrem scharfen Zähnen unter Wasser, um jetzt nur mal einige Gegner zu nennen. Dazwischen gibt es auch immer mal wieder größere Gegner, die sich entweder nur durch extrem viel Munition oder einen "Trick" beseitigen lassen. Doch nicht nur Aliens wollen einem ans Leder, auch einige andere Personen wollen wohl lieber, dass die Geschehnisse hier in Black Mesa nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Die Säuberungstruppen der Regierung sind extrem harte Gegner. Die Marines kämpfen hervorragend als Gruppe und die schwarzen Assassins legen da noch eins drauf. Blitzschnell huschen sie umher, teilen aus und verziehen sich, bevor man sie gesehen hat. Auch nach sechs Jahren ist die Gegner-KI von Half Life extrem gut. Sicherlich, Zombies und Aliens sind meist nicht die cleversten und eher in Gruppen bzw. bei Unachtsamkeit gefährlich. Doch die Soldaten sind mehr als würdige Gegner und teilen ordentlich aus, auch der Umgang mit Granaten ist ihnen nicht unbekannt und sie ziehen sich zurück, wenn bei ihnen so ein Ding hinfällt. Außerdem gibt es noch eine ganze Reihe natürlicher und menschlicher Gefahren, welche auf den Spieler warten. Egal ob Stürze aus größer Höhe, MG Nester, Panzer oder Minen. Die Palette ist recht umfangreich. Zur Säuberung gibt es eine grosszügiges und abwechslungsreiches Waffenarsenal. Die Brechstange ist zwar im Nahkampf nur anfangs zu gebrauchen bzw. bei Munitionsmangel, doch bei den vielen Kisten und anderen zertrümmerbaren Objekten (wie z.B. Lüftungsgitter) spart man erheblich Munition. Sehr geeignet und munitionssparend ist sie aber auch bei der Half Life eigenen "Sportart" des Head-Crabs Weitschiessens. Neben einer normalen Pistole killt man so manchen Marine und Alien mit dem Revolver durch einen Schuß. Dazu gibt es Shotgun, MP5 mit Granatwerfer oder eine Armbrust mit Zoomfunktion. Neben weiteren normalen Sachen wie Granaten oder Raketenwerfer, gibt es eine Reihe recht experimenteller bzw. Alienwaffen. Da feuert man Strahlenkanonen ab, zielsuchende Aliengeschosse oder aber man kann selbst kleine Aliens aussetzen, welche den Gegner angreifen. Muntion für die Waffen findet man in unterschiedlichen Mengen entweder im Level oder aber man nimmt sich etwas von dem, was die Gegner hinterlassen. Neben Gesundheit, welche man entweder durch Heilpacks oder an Gesundheitsstationen auffüllen lassen kann, gibt es auch noch Energie für den Schutzanzug.

Mehrspielermodus und Mods

Half Life 1 wurde 1998 lediglich mit einem Deatmatchmodus und einem Editor ausgeliefert. Hier konnte man sich, in bekannter DM Art und Weise, im Mehrspielermodus, im Setting und mit Waffen aus dem Spiel, austoben. Doch seitdem hat sich einiges getan. Es gibt unzählige Mods zu Half Life, welche in alle möglichen Richtungen gehen. Der bekannte und für viele auch beste ist Counter Strike, wo zwei Teams rundenweise gegeneinander antreten. Doch es gibt Massen,angefangen bei Rennspielen über Einzelspielerepisoden bis hin zu Paintballmodifikationen.

Handhabung des Spiels

Im Vergleich zu aktuellen Shootern hat sich da wenig geändert und die Steuerung im Shooterbereich scheint mittlerweile ein "Standardwerk". Bewegung, Strafen und Feuern ist genormt. Dazu kommen die jeweils spieltypischen Varianten und unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Waffenwechsel, Nachladen, Taschenlampe (benötigt Energie), Springen, Kriechen, etc. Im Gegensatz zu vielen anderen Games sind bei Half Life die Waffen in Kategorien unterteilt und man muss die Waffe nach der Wahl mit dem Mausrad erst noch mit einem Linksklick endgültig auswählen. Übersichtliche Menüs ermöglichen eine individuelle Anpassung der Optionen und Tastenbelegung. Was lediglich etwas stört ist die etwas ungenau Steuerung an Leitern bzw. die etwas schwammige Steuerung, wenn man auf schmalen Vorsprüngen, etc. ist. Hier rutscht man recht leicht runter oder bleibt schon mal in der Textur "hängen".

Grafik, Sound & Hardware

Sicherlich wird heutzutage die Grafik von Half Life keinen mehr zu Freudenschreien verhelfen, doch vor sechs Jahren war die aufgemotzte Quake 1 Engine sehr ansehnlich und bot damals spektakuläre Lichteffekte, Animationen und Texturen. Der Zahn der Zeit nagt dennoch etwas am Spiel, doch mit Blue Shift gab es zumindest die Möglichkeit, ein High Definition Pack zu installieren, wodurch Charaktere und Waffen detaillierter geworden sind. Nicht nur in Sachen Polygonanzahl, sondern auch die Texturen wurden verbessert. Lief das Game damals schon recht gut, so kann man mit der heutigen Hardware problemlos 1280 mit 16 FSAA und 8 AF nutzen und dann sieht es gar nicht mal so schlecht aus, wie man nach sechs Jahren vermuten würde. Die Sprachausgabe in der englischen Version ist durchweg gelungen und stimmen mit denen im Nachfolger überein.

Meinung

Es ist erstaunlich, wie sich so mancher Klassiker auch über viele Jahre hinweg halten kann. Sicherlich grafisch keine Offenbarung mehr, aber mit entsprechend hohen Einstellungen dennoch ein nett anzusehender Shooter, bei dem man mal wieder wunderbar sehen kann, dass schwächere Grafik nicht gleichbedeutend mit einem schlechten Spiel ist. In dem Zusammenhang ist es traurig zu sehen, dass der Nachfolger vielleicht bessere Grafik bietet, aber bei der KI muss es sich auch heutzutage nicht vor sehr vielen anderen Spielen verstecken. In diesem Spiel wird man gefordert, die Level sind abwechslungsreich und es sehr gelungener Mix aus Denken und Ballern in einer überzeugend dargestellten, nahlosen Welt mit sehr ergreifender Atmosphäre. Das Spiel darf in keiner Sammlung eines Shooterfans fehlen. Am Besten einfach die Generation Box 3 kaufen (möglichst Englisch) und schon bekommt man ein Spiel und zwei AddOns, die einem auch heutzutage noch eine ganze Weile bestens unterhalten werden.


Geschrieben am 18.12.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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