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Info
Autor 1+
 2
 1.5
 3
Gesamt (267 votes) 1
 1.8
 1.4
 2.1
Team (2 votes, siehe hier)1
Name:Grand Theft Auto Vice City
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2003/05
Publisher: Rockstar Games
Entwickler: Rockstar Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 915 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
HD: 915
DX: DX9
Sound: DX zertifizierte Soundkarte
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: ja
Serie: ja
Patch: 1.1
Bemerkung: auch für PS2
USK: 16
Grand Theft Auto Vice City (review von dark198th)

Schon mit GTA3 lieferte Rockstar ein erstklassiges Game ab, an dem es im Grunde nicht mehr sehr viel zu verbessern gab.

Mit Vice City haben die Jungs das geniale Spielprinzip nun auf die Höhe getrieben, indem sie dem Game den coolen Look der poppigen 80er verpassten und sich stark an der Kultserie Miami Vice orientierten. Dazu steuerten sie einen tollen Soundtrack bei und verbesserten das Spiel in kleinen Details, welche zusammen unwahrscheinlich viel Neues bieten.

Man schlüpft in die Rolle des Gangsters Tommy Vercetti, welcher nach Vice City kommt, um einen Deal über die Bühne zu bringen. Dieser Deal jedoch läuft schief und Tommy ist gezwungen, die Leute zu finden, die ihn übers Ohr gehauen haben. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich dann auch an, einfach gleich die ganze Stadt zu übernehmen :)

Recht schnell nach dem schiefgelaufenen Deal melden sich die ersten Gangsterbosse auf den Plan und Tommy bekommt eine Mission nach der anderen. Im Gegensatz zum Vorgänger, werden diese diesmal jedoch nicht nur per Auto, Boot oder zu Fuß erledigt, sondern auch per Motorrad und man höre und staune, per Helikopter und Flugzeug. Insgesamt sind die Missionen nun sehr viel abwechslungsreicher. Außerdem kann unser Hauptprotagonist nun endlich auch sprechen.

Die Missionen sind vom Schwierigkeitsgrad her alle gut spielbar, jedoch braucht man für die ein oder andere Mission mehrere Anläufe, weil man sich eine gewisse Strategie ausdenken muss. Insgesamt möchte ich aber schon behaupten, dass das Spiel im Vergleich zu GTA3 einfacher geworden ist. So jagen einen Polizei, FBI und Army nicht mehr ganz so hartnäckig und es ist leichter, den nächsten Pay & Spray Laden aufzusuchen ohne auf den Weg dorthin in Gefangenschaft zu geraten.

Neben den unzähligen Missionen gibt es aber noch so viel zu entdecken, dass es für ein eigenständiges Spiel reichen würde. Es gibt Strassenrennen, Hindernisparcours mit dem Motorrad oder Helikopter, Motocrossrennen per Jeep oder Crossmaschine, die schon aus dem Vorgänger bekannten Rampages (in der Deutschen Fassung nicht enthalten), Veranstaltungen im ortseigenen Stadion und vieles mehr.

Waffen gibt es im Spiel wieder reichlich. Angefangen bei kleinen Handfeuerwaffen, bis hin zu schwerem Geschütz wie Minigun und Raketenwerfer. Aber auch Motorsäge und Katana dürfen nicht fehlen. Gleiches gilt für die Fahrzeuge. Für alle ist etwas dabei. Viele Fahrzeuge sind Vorgängermodelle der schon in GTA3 verwendeten Fahrzeuge und haben folglich auch den gleichen Namen. Dazu gekommen sind wie erwähnt nun auch Motorräder. Insgesamt gibt es 3 Typen. Chopper, Crossmaschine und eine Rennmaschine, mit welcher sich die vielen Stuntpassagen am besten bewältigen lassen. Zudem ist es einfach cool und macht Laune, mit einem Motorrad durch die Stadt zu brettern. Kommen wir zu den Helikoptern. Auch hier gibt es verschiedene Typen. Allerdings muss sich Rockstar ernsthaft fragen lassen, warum die Steuerung so derart schlecht umgesetzt wurde, ist doch gerade der PC vielfältiger als eine Konsole und hat somit mehr Möglichkeiten, eine vernünftige Steuerung zu ermöglichen. So ziemlich jeder Joystick von heute bietet alle Features, die es zum Steuern eines Helikopters bedarf, doch nichts dergleichen wird vernünftig unterstützt, so dass das Fliegen mit dem Helikopter gerade zu Anfang zu einem einzigen Krampf verkommt. Bei mir hat sich eine Mischung aus Tastatur und Joystick bewährt. Ein Patch würde hier schon hilfreich sein. Auch das geheime, ultimative Vehicle, ist ein Helikopter.

Ebenfalls neu in Vice City ist die Möglichkeit, Gebäude nicht nur zu betreten, sondern teilweise auch zu kaufen. Es gibt unter anderem 2 begehbare Einkaufzentren mit Geschäften, welche wiederum ebenfalls betreten werden können. Zudem kann man sich Eigenheime zulegen. Je nach Preisklasse bieten diese nicht nur die Möglichkeit zu speichern, sondern auch Garagen oder gar Helikopterlandeplätze. Im späteren Spielverlauf kann und muss man auch Geschäfte, Clubs und Unternehmen kaufen. Sogar ein eigenes Filmstudio kann man sich zulegen. Nach dem Kauf werden spezielle Missionen angeboten. Erledigt man diese erfolgreich, werfen die Läden Geld ab, welches man sich regelmäßig abholen kann.

Aber vor allem lebt Vice City von der wirklich sehr gut umgesetzten Atmosphäre der 80er. Das fängt bei der grafischen Umsetzung an. Die grellen bunten Farben lassen sofort erkennen, dass Miami Vice hier Pate stand. Das betrifft natürlich auch die Kleidung, wovon es diesmal deutlich mehr zur Auswahl gibt. Aus den verschiedenen Radiosendern tönen Hits der 80er von Kim Wilde über Nena bis hin zu Laura Brannigan. Nicht selten erwischt man sich dabei, einfach eine Runde mehr um den Block zu fahren, um den gerade laufenden Song noch bis zum Ende zu hören. Dazu die Werbespots, welche einen immer mal wieder Schmunzeln lassen.

Vice City selbst ist sehr groß und abwechslungsreich. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Flair. Angefangen bei Ocean Beach über Starfish Island, wo die Reichen in ihren prächtigen Villen leben, bis hin zu Downtown, einer ungemütlichen Hochhaussiedlung, wo auch das betretbare Stadion zu finden ist. Zudem gibt es einen riesigen Flughafen mit begehbarem Terminal und Little Haiti, wo die kolumbianischen Gangs zuhause sind. Ebenso gibt es einen sehr grossen Golfplatz und neben einem kleineren, auch ein wirklich gewaltiges Einkaufszentrum.

Die in Englisch gesprochenen Dialoge sind erstklassig synchronisiert. Liest man im Handbuch die Besetzung der Sprecher, wird einem fast schwindelig. Eine ganze Reihe bekannter Filmstars wie Ray Liotta, Burt Reynolds und Dennis Hopper leihen den Figuren ihre Stimme. Selbst das Pornostarlett Candy Suxx wird passender Weise vom US Pornostar Jenna Jameson gesprochen. Der farbige Kumpel Lance Vance von Miami Vice Star Phillipp Michael Thomas.

Alle Zwischensequenzen sind durchweg gelungen und fast immer mit einer Hand voll Humor gespickt. Überhaupt hat sich Rockstar für dieses Spiel eine ganze Riege durchgeknallter Charaktere ausgedacht.

Technisch kommt Vice City ganz solide daher. Man merkt schon, dass es sich bei Vice City um eine Konsolenumsetzung handelt. Trotzdem ist das Spiel graphisch durchaus ansprechend. Das liegt aber vor allem daran, dass Vice City so lebendig gestaltet wurde. Überall gibt es Passanten, Autos usw. Leider verschwinden diese sofort aus dem Speicher, sind sie aus dem Blickwinkel verschwunden. Oft rast man an einem schönen Fahrzeug vorbei, geht in die Eisen und wendet, um dieses mal "Probe zu fahren", doch da ist es schon längst wieder verschwunden. Auch die extremen Popups, welche besonders beim Flug mit dem Helikopter auffallen, sind alles andere als schön. Trotzdem ist die Graphik schon eine ganze Ecke besser als noch beim Vorgänger GTA3, was, neben der erhöhten Polygonzahl, vor allem auf den geschickten Einsatz der Farben und der daraus resultierenden Atmosphäre zurückzuführen ist. Jeder der mal bei Sonnenaufgang am Strand von Ocean Beach entlang gefahren ist, weiß wovon ich rede.

Das Spiel lief auf dem Testsystem bei vollen Details in 1600x1200 absolut flüssig. Soundtechnisch wird auch EAX unterstützt. Die PC Version bietet im Gegensatz zur PS-2 Version auch wieder die Möglichkeit, eigene Skins oder selbst erstellte Radiosender zu verwenden. Gerade Letzteres macht nach etlichen Spielstunden Sinn, denn auch die besten Songs gehen einem irgendwann auf den Keks :).

Leider speichert das Spiel die selbst erstellten Skins nicht mehr, wie es noch im Vorgänger der Fall war. So muss man diese nach jedem Neustart erneut auswählen, was etwas lästig ist.

Kommen wir nun zum leidigen Thema Zensur. Auf Grund der Indizierung der PS-2 Version, hat Rockstar für Deutschland eine eigene Version erstellt. Hier gibt es eine Reihe von Änderungen. Es fehlt nicht nur Blut, sondern es wurden auch einige Missionen sowie die Rampages entfernt. Ebenso sind nicht alle Waffen im Spiel enthalten und Passanten können nicht mehr ausgeraubt werden. Insgesamt ist Vice City aber weniger brutal als der Vorgänger. Zwar spritzt der virtuelle Lebenssaft in der unzensierten Fassung noch immer literweise und frei nach "Sleepy Hollow" dürfen Köpfe rollen, aber "Sezierungen", wie sie im Vorgänger möglich waren, gibt es nun nicht mehr. In England jedoch ist eine Multilanguage Fassung erschienen, welche ebenfalls Deutsche Untertitel enthält. Zwar ist auch diese Fassung zensiert, sobald man das Spiel auf Deutsch stellt, jedoch lassen sich die Änderungen hier einfacher rückgängig machen.

Alles in allem ist Vice City sicher eines der besten Spiele überhaupt und für Spieler jeglicher Art einen Blick wert. Wer zudem noch in den 80ern aufgewachsen ist, hat kaum noch eine Chance, sich diesem Spiel zu entziehen. Durch die vielen zusätzlichen Minispielchen und der Freiheit im Spiel, welche dem Spieler die Möglichkeit bietet, einfach nur durch die Gegend zu fahren oder zu fliegen und dabei Musik zu hören, kann man sich praktisch Ewig mit dem Spiel befassen. Dieses Game spielt man nicht, man lebt es. KAUFEN!


Geschrieben am 04.07.2003, Testkonfiguration: AMD2000+, GeForce 4, 512 MB Ram, SB Audigy
 



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