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GTA Liberty City Stories  

Rückseite ]

Info
Autor 1
 2
 1.5
 2
Gesamt (29 votes) 2
 1.7
 1.3
 1.9
Name:Grand Theft Auto Liberty City Stories
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/11
Publisher: Take 2
Entwickler: Rockstar Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: Sony PSP
System: Sony PSP
Multiplay: Lan
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: ja
Serie: ja
USK: 16
Herstellerscreens
Grand Theft Auto Liberty City Stories (review von nali_warcow)

Mit der Grand Theft Auto Reihe hat Rockstar Games eine unglaublich beliebte Spieleserie geschaffen und gleichzeitig damit eine Lizenz zum Geld drucken. Nachdem zuletzt GTA - San Andreas auf dem PC und insbesondere den Konsolen ein wahrer Multimillionenseller war, warten viele Spieler gebannt auf den nächsten Streich für die NextGen-Konsolen. Aber neben PC und Konsole gibt es ja auch den Handheldmarkt, mit dem viel Geld zu verdienen ist.

Mit Liberty City Stories brachte Rockstar Games Ende 2005 eine Version auf Basis von GTA 3 in den Handel, die nach doch recht langer Verzögerung dann auch in Deutschland zu haben war. Wie gut hat das Spiel die Portierung überstanden, was ist neu und wie viel ist nur recycelt worden? All diese Fragen soll das folgende Review klären.

Wie es der Käufer von GTA kennt und erwartet, so liegt auch der PSP Version des Spiels ein gedruckter Stadtplan des Spiels bei. Lediglich die Anleitung ist im Vergleich zu anderen GTA Teilen etwas mager ausgefallen. Bei den Spielversionen ist alles wieder so, wie es der Käufer kennt. Selbstverständlich wurde wieder an der deutschen Version etwas geschnitten und entschärft, was den Griff zur Importversion nahe legt, die jedoch nicht teurer ist. Die Sprache ist ohnehin in allen Versionen Englisch und die Untertitel können auch bei den Importversionen auf Deutsch eingestellt werden. Wer keine PSP, sondern nur eine PS2 hat, kann sich ebenfalls freuen. Schon im April kommt der Ableger für die Sonykonsole auf den Markt und vielleicht ist auch mit einer PC und Xbox Version zu rechnen.

Gangster auf dem Handheld

In Liberty City Stories schlüpft der Spieler in die Rolle von Toni Cipriani. Die Tagesarbreit in Liberty City besteht für Toni darin, sich um die Aufgaben und Anweisungen von Salvatore zu kümmern. Drei Jahre später - in GTA 3- darf der Spieler dann Aufträge für Toni, der in GTA Liberty City Stories seine Karriere beginnt, erledigen. Aber auch andere Auftraggeber lernt Toni im Verlauf der Geschichte kennen. Im Prinzip hat sich hier nichts geändert, die Präsentation entspricht den vertrauten Konsolen- und PC-Vorlagen. Allerdings konzentriert sich die Handheld Variante eher auf Spaß und Action in der großen Stadt und weniger auf Storypräsentation. Diese ist eher dünn und dümpelt vor sich hin. Auftraggeber und Missionen stehen mitunter für sich allein, doch dafür gibt es wieder die gekonnte und von vielen geliebte GTA Mischung. Fahren und Ballern in einer großen Stadt mit allerlei Möglichkeiten fasziniert auch auf dem Handheldableger. Von wilden Verfolgungsjagden bis hin zu Massenkämpfen ist wieder alles dabei, was das GTA Herz höher schlagen lässt.

Bombenstimmung im "Dolls Haus"

Konkurrenz ist nicht erwünscht und den Sindacco soll ordentlich eins ausgewischt werden. Daher beauftragt JD Toni damit, das unerwünschte Gebäude einfach kurzerhand in die Luft zu jagen. Bombenbastler 8-Ball wird einem da wohl weiterhelfen können. Nach der kurzen Einsatzbesprechung geht es auch schon los. Am Straßenrand stehen genügend abgestellte Autos herum, so dass sich Toni bald in einer Luxuslimousine in Richtung Werkstatt aufmacht. Dabei wäre es fast noch zu einer kleinen Massenkarambolage und überfahrenen Fußgängern gekommen, weil sich der Spieler mal wieder von den sehr stimmigen Radiosendern hat ablenken lassen. Man sollte vielleicht etwas mehr auf den Verkehr achten, dann hätte man beim Ausweichen nicht den Pizzalieferanten vom Motorrad schleudern müssen. Aber was interessiert einen überhaupt so eine unwichtige Person in Liberty City Stories? Der eine Fahndungsstern der Polizei sollte sich bald wieder aufgelöst haben. Wäre unschön, wenn es zu einer Verfolgungsjagd mit einer Bombe an Bord kommen würde. Ohne weitere Probleme wird schließlich das Fahrzeug kurz in die Werkstatt gefahren und mit einer Autobombe ausgestattet. Nun heißt es vorsichtig die heiße Fracht in Richtung Zielgebiet zu bringen. Als sich Toni jedoch der Einfahrt nähert zeigt sich, dass hier einige Wachen das Gebiet absichern. Besser wäre es da vielleicht gewesen, wenn man sich ein Sindacco-Fahrzeug geklaut hätte. Dann wäre Toni wohl leichter an den Jungs vorbeigekommen. Aber warum nicht einfach erst mal so versuchen. Mit Vollgas wird die Menschenblockade durchbrochen und das Fahrzeug in die Garage gelenkt. Jetzt aber schnell raus hier, bevor die Typen durch ihren Beschuss dafür sorgen, dass die Karre einem unter dem Hinter hochgeht. Ein kurzer Sprint zur Mauer, über diese hinweg und ab in Sicherheit. Ist der Sicherheitsabstand groß genug, kann endlich die Aktivierung der Autobombe erfolgen. *KABUUUM* - Mission erfolgreich.

Willkommen in "Liberty City"

Die Stadt Liberty City sollte PC und Konsolenspielern sehr bekannt vorkommen. Rockstar hat für ihren PSP Ableger der GTA Serie keine völlig neue Stadt aus dem Boden gestampft, sondern einfach Liberty City auch auf dem Handheld zum Laufen gebracht. Während Kenner natürlich von Anfang an zumindest das Strecken- und Verkehrsnetz bekannt vorkommt und sich schnell und einfach zurechtfinden werden, geht es für Neueinsteiger aber auch recht geruhsam zur Sache. Wie es Spieler aus dem Vorbild kennen, stehen anfangs nur einer der drei Stadtteile Portland, Staunton Island und Shoreside Vale zum freien Erkunden offen. Die Stadt hat sich baulich nicht gewandelt. Noch beinhaltet Portland die eher heruntergekommenen Industrieviertel, wohingegen Staunton durch moderne und größere Bauten, einer Großbaustelle und einem breiten und verwinkelten Straßennetz aufwartet. Im hügeligen Stadtteil Shoreside Vale leben schließlich die wohlhabendsten Bürger in direkter Nähe zum Flughafen. Damit enden jedoch die direkten Gemeinsamkeiten zum großen Vorbild. Abgesehen von einigen bekannten Charakteren, wie Salvatore Leone oder Donald Love, trifft der Spieler auf neue Auftraggeber und Missionen im bekannten GTA Design. Stellenweise an Orten und Schauplätzen der Stadt, die in GTA 3 kaum besucht wurden. Wieder einmal gilt es für die Damen und Herren die unterschiedlichsten kleinen und kleinen "Bitten" auszuführen. Zeugen wollen eingeschüchtert, Personen eskortiert, Feinde eliminiert und Verfolger abgeschüttelt werden. Schmiergeld wird bezahlt, Autos zerschrottet und Beweismaterial vernichtet. GTA-typisch bekommt der Spieler den Auftrag jeweils dadurch, indem der Charakter den roten Kreis betritt. Nach einer Einleitung beginnt die eigentliche Mission, die dem Spieler mit Hilfetexten, Markierungen auf der Karte und deutlich gekennzeichneten Positionen in der Welt vorgetragen wird. Ähnlich wie bei den anderen Spielen der GTA Reihe hat auch Liberty City Stories die eine oder andere etwas schwere bzw. knifflige Mission parat. Für diese braucht der Spieler durchaus etliche Anläufe, bis sie endlich gemeistert ist. Stellenweise hängt es aber auch einfach mit der Herangehensweise und der offenen Spielwelt zusammen, dass man sich als Spieler etwas schwerer tut. Fahrzeuge tauchen per Zufall auf und ein nicht selber verursachter Unfall kann die Mission erheblich beeinträchtigen. Dennoch hat es Rockstar bei den gut 70 Missionen geschafft, einen gesunden Schwierigkeitsgrad auf der PSP zu finden. Ob auf einem Handheld oder per Gamepad am TV gespielt wird, ist schon ein Unterschied und darauf wurde recht gut geachtet. Aber auch in Liberty City Stories darf nur im Unterschlupf gespeichert werden, bei dem gleich schon von Beginn an gezeigt wird, dass Liberty City nicht einfach nur eine 1:1 GTA 3 Kopie ist. Andere Story, andere Aufträge und eine andere Startbehausung sorgen für ein angenehm unverbrauchtes Spiel. Auch bei den Päckchen, Sprungschanzen und Items muss erneut gesucht werden. Durchaus 20-25 Stunden dürfen für die Absolvierung der ganzen Missionen einkalkuliert werden, deutlich mehr, wenn wieder alle Zusatzeinkünfte und Goodies absolviert werden wollen.

Waffen, Fahrzeuge, Handhabung und der Mehrspielermodus

Wie sollte es auch anders sein: In Sachen Ausstattung ist auch Liberty City Stories ein großer Rundumschlag geworden. Der Fuhrpark des Spiels bietet die unterschiedlichsten Fahrzeuge an. Es gibt Kleinwagen vom Viertürer über Geländewagen bis hin zu Stretchlimo, aber auch VANs, Trucks, Mülllaster und der Mr. Whoopee Eiswagen. Natürlich können Fahrzeuge der Polizei, Feuerwehr oder des FBI ebenfalls wieder übernommen werden oder der Spieler steigt gleich in den Panzer. Auch in Liberty City gibt es nun durch den PSP Ableger unterschiedlichste Motorräder. Aber auch Busse, Taxen und Boote stehen dem Spieler offen. Nicht vorgesehen ist die Benutzung von Flugzeugen oder Helikoptern, die wohl aus Performancegründen nicht übernommen wurden. Neu ist nun die Möglichkeit per Fähre von einem Stadtteil zum nächsten zu kommen. Nicht minder beeindruckend ist das Waffenarsenal. Von Knüppel über Pistolen, Schrotflinten, automatischen Waffen über Sniper bis hin zum Raketen- und Flammenwerfer ist alles dabei, was das Gaunerherz begehrt. Bei der Steuerung hat es Rockstar sehr gut geschafft, die umfangreiche PS2-Steuerung auf die PSP Möglichkeiten anzupassen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat man die neue Steuerung raus und kann die Welt ohne größere Probleme unsicher machen. Lediglich das leichte Umsehen / Blickwinkel ändern, das durch einen zweiten Stick auf den Vorbildern möglich war, vermisst man. Die Fahrzeuge lassen sich jedoch einwandfrei steuern, gekonnte Drifts lassen sich hinlegen und auch Verfolgungsjagden mit der Polizei machen unglaublich viel Spaß. Auf der einen Seite ist es schön, dass der Spieler sich nun auch in Liberty City aus dem Fahrzeug schmeißen kann, aber auf der anderen Seite wurden neue Features wie "schwimmen" leider nicht eingebaut. Da ersäuft der Charakter mal wieder hilflos im Hafenbecken. Unschön. Beim Zielsystem wäre es außerdem schön, wenn der nächste Feind und nicht die nächste Figur in Reichweite anvisiert würde. Worauf Spieler im Moment nur per Mod zugreifen können, ist in Liberty City Stories schon inbegriffen. Rockstar liefert das Spiel mit einem doch recht umfangreichen Mehrspielermodus - für bis zu sechs Spieler- aus. Gespielt wird über die kabellose Netzwerkverbindung des Gerätes, konnte aber leider aus Mangel an Spielern nicht umfangreich ausprobiert werden. Zur Auswahl stehen drei "Level", die jeweils in einem der drei Stadtteile von Liberty City angesiedelt sind. In Fahrzeugen oder zu Fuß bekämpfen sich die einzelnen Spieler oder liefern sich Wettrennen. Dazu gibt es insgesamt sechs Power Ups, von der Fahrzeugheilung bis zur Unsichtbarkeit auf dem Radar. Ausgetragen werden die Matches in einem der sieben Spieltypen. Zum einen gibt es einfache FFA Spieltypen wie Deathmatch, Autowettsammeln oder Checkpointrennen. Aber auch Angriffs- und Verteidigungsaufgaben stehen zur Auswahl, wie ein Fahrzeug-CTF oder "Fahrzeuge in der Basis beschützen" -Spieltyp.

PSP in Bestform

Was die GTA Serie bislang auf den Konsolen und dem PC zu leisten im Stande war, sollte jeder mitbekommen haben. Einige konnten sich bis heute nicht mit dem Spiel(prinzip) anfreunden, andere verbrachten viele spaßige Stunden in Liberty City, Vice City und San Andreas. Die große Frage beim PSP Ableger war, wie gut die Portierung gelungen ist. Wie sauber läuft das Spiel, wie flüssig ist das Gameplay und was für Abstriche müssen gemacht werden? Insgesamt hat Rockstar mit Liberty City Stories den ganz großen Wurf gemacht. Zwar zählt beim Spiel sicherlich der GTA-Bonus, doch neben dem Gameplay kann sich die technische Umsetzung sehen lassen. Die Stadt auf dem Handheld steht der Vorlage kaum in nach und wird dennoch fast durchgehend flüssig und grafisch recht beeindruckend dargestellt. Insbesondere das kontinuierliche Streamen der Spielwelt hat Rockstar erstklassig hinbekommen. Gerade weil die Welt doch recht offen ist und der Spieler eine große, zufallsgesteuerte Welt erkunden kann, wären Ruckler und Nachladepausen durchaus zu erwarten gewesen. Während ein lineares "Tunnelspiel" Prince of Persia: Revelations laufend und in den ungünstigsten Momenten nachlädt und der Spieler eine ZwangsPause machen muss, gibt es beim GTA Ableger kaum was zu beanstanden. Lediglich vor einem Gebäude oder neuen Stadtteil kam es zu einer kurzen Ladesequenz, ansonsten wurde der Spielfluss nicht unterbrochen. Doch selbst in den Fällen oder überhaupt dem generellen Spielstart ist das Spiel extrem flott. Einziges Manko dabei ist die sich im Hintergrund aufbauende Spielwelt, wo es zu merklichen Popups kommt, was jedoch durchaus zu verschmerzen ist, weil der Spielfluss dadurch nicht beeinträchtigt wird. Zum Sound selber muss bei einem GTA Titel wohl kaum noch etwas gesagt werden. Hier hat Rockstar Games wieder einmal erstklassige Arbeit geleistet. Waffen, Fahrzeuge, Sprecher und die neuen Radiosender sind wieder einmal wunderbar. Lediglich der eine oder andere bekannte Charakter hat einen anderen Sprecher bekommen.

Meinung

Beeindruckend, wirklich beeindruckend, was Rockstar mit Libery City Stories abliefert. Auch wenn sie einfach die Stadt aus GTA 3 kopiert haben, dank völlig neuer Missionen und vielen kleinen, weiteren Änderungen wird das Spiel auch für Kenner erneut zu einer extrem spannenden Mischung aus Action, Rennen und freier Erkundung. Grafisch sieht das Spiel sehr gut aus und lässt einen schnell und problemlos Spaß haben. Die Steuerung geht bald gut und einfach von der Hand. Außerdem kann im Gegensatz zu anderen Titeln mehr Zeit zum Spielen investieren werden, da es kaum Ladepausen gibt. Zudem ist der Mehrspielermodus ist eine wirklich feine Sache, wenn man genügend PSPs und GTA Versionen in Reichweite findet. Ein "Must have" für die PSP.


Geschrieben am 05.03.2006, Testkonfiguration: Sony PSP
 



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